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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

fehlendes Wissen der Psychiater

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
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Shackles
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fehlendes Wissen der Psychiater

Beitrag von Shackles » Donnerstag, 27.08.15, 7:38

Hallo zusammen,

ich frage mich, warum Psychiater so schlecht informiert sind, wie man Psychopharmaka richtig absetzt?
Viele setzen es alle 2 Wochen runter oder aber von jetzt auf gleich auf 0, das ist doch grob fahrlässig, oder?

Wenn ich meiner Psychiaterin nicht von mir aus gesagt hätte, dass ich mein Lyrica nur alle 4 bis 6 Wochen schrittweise reduzieren möchte, hätte sie es alle 2 Wochen runtergesetzt.

Ich muss sagen, es ist viel angenehmer alle 4 bis 6 Wochen runterzugehen als so schnell alle 2 Wochen. Die Symptome sind nicht so krass habe ich das Gefühl.

Wie könnte man bei den Psychiatern für mehr Aufklärung sorgen? Gibt es Broschüren?

Würde gerne bei uns in der Ambulanz darüber aufklären.

Liebe Grüße,
Shackles :schnecke:
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Lyrica ist raus :D
250 mg
Von April 2015 bis März 2016 erfolgreich abgesetzt. :party2:

-------------
Sonst nehme ich noch 150 mg Milnacipran, 400 mg Amisulprid, 3,75 mg + 7,5 mg Zopiclon, 10 mg Ramipril, 95 mg Metroprolol, 10 mg Lercandipin, 2 mg Sormodren, sowie 20 mg Pantoprazol... Als Bedarf Baldrian, Zopiclon und Novalgin :roll:

Murmeline
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Re: fehlendes Wissen der Psychiater

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 27.08.15, 8:30

Hallo Shackles,

die Leitlinien für Ärzte zur Behandlung von Depressionen geben z.B. vor, dass Medikamente innerhalb von vier Wochen "langsam" abgesetzt werden sollen, nur im Einzelfall länger. Das dies für viele Betroffene ungünstig ist, zeigt keine Studie - Studien werden überwiegend von Pharmafirmen finanziert und die geben für so etwas kein Geld aus. Das langsame Absetzen wird v.a. von Selbsthilfeinitiativen oder Organisationen empfohlen, die den Betroffenen genau zuhören und sehen, dass dieser Weg für sehr viele sehr viel verträglicher ist.

In Deiner Ambulanz kannst Du auf folgendes verweisen:

Buch: Dr. Peter Breggin, Psychiatric Drug Withdrawal (nur auf Englisch)

Weitere Informationen zu Initiativen, die langsames Absetzen von psychopharmaka empfehlen, gibt es hier:
viewtopic.php?f=19&t=10199

Grüße Murmeline
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Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: fehlendes Wissen der Psychiater

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 13.02.18, 13:28

etwas älter, habe diesen Artikel aber erst über eine Verlinkung gelesen, passt zum Threadthema :
ADHS : Geballte Inkompetenz und Ignoranz der Psychiater


Ich bin mir bewusst, dass man Berichten von Patientinnen und Patienten in der Psychiatrie nicht immer bedingungslos glauben sollte und darf. Aber umgekehrt ist die unglaubliche Arroganz einiger meiner Berufskollegen bei gleichzeitiger geballter Inkompetenz und Ignoranz in der ambulanten wie stationären Versorgung psychiatrischer Patienten einfach ein Skandal.

http://news.doccheck.com/de/blog/post/5 ... sychiater/
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2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Sommersprosse
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Re: fehlendes Wissen der Psychiater

Beitrag von Sommersprosse » Dienstag, 13.02.18, 17:01

Hallo Shackles,

an Informationen, Aufklärung fehlt es nicht nur hier.

Meinen Beitrag dazu findest du hier > Fehlende Informationen für Patienten

Liebe Grüße Sommersprosse (n) Bild
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Ich habe z.Zt. ein kleines, technisches Problem, kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

Mein Reduzierungsverlauf:
► Text zeigen
Bild .......... Der Weg ist das Ziel
.........................Zitat von Konfuzius

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