Finnland: Auch 2. School Shooter unter SSRI

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.

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Finnland: Auch 2. School Shooter unter SSRI

Beitragvon PhilRS » Freitag, 19.02.10, 12:29

Nachdem schon länger bekannt war, dass der "Amokläufer" von Jokela, Eric-Pekka Auvinen, unter CIPRALEX-Entzug gehandelt hatte, kommt heute nun raus, dass auch Matti Saari in Kauhajoki 2008 unter SSRI-Einfluss gehandelt hat. Zusätzlich soll er noch ein Medikament gegen Angstzustände erhalten haben (Wirkstoff/Wirkklasse wird nicht genannt).

Quelle: Savon Sanomat

In Finnland liegt damit die SSRI-Quote bei Schulmassakern bei 100% (in den USA liegt sie bei >60%, aber genaue Zahlen sind schwer zu bekommen). Ich sende das erstmal weiter an meine Kollegen, die damals noch gelacht haben als ich gleich gesagt habe "auch Saari war SSRI-Zombie".

Mahlzeit
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Re: Finnland: Auch 2. School Shooter unter SSRI

Beitragvon Ulrich » Freitag, 19.02.10, 15:09

Hallo PhilRS.!

Was mich mal interessieren würde, als das Schul-Massaker in Winnenden war, wurde geschrieben, daß der Täter in psychiatrischer Behandlung war. Es wurde aber nichts geschrieben oder berichtet
ob er irgendwelche Medikamente nahm. Hast Du darüber Informationen? Ist eigentlich schon seltsam, daß nie bei Ihm über evtl. Medikamente hinterfragt und berichtet wurde.

Lg Uli
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Re: Finnland: Auch 2. School Shooter unter SSRI

Beitragvon PhilRS » Samstag, 20.02.10, 10:38

Hi Ulrich,

bei Winnenden gab es sogar viele Spekulationen, in der BILD etwa ("Täter unter Einfluss von Antidepressiva"), aber endgueltig bestätigt wurde das nie - oder noch nicht. Das arznei-telegramm hatte dazu auch etwas.

Matti Saari, der Schul-Amokläufer in Finnland (11 Tote inkl. Täter), hatte Alprazolam (TAFIL etc.) intus, sowie das unbestimmte SSRI. Das ist offiziell. Beide Medikamente wurden im Blut nachgewiesen, sagt das finnische Justizministerium. In Deutschland wird so etwas dann eben verschwiegen.

Alles Gute
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Berichterstattung

Beitragvon Marsupilami » Samstag, 20.02.10, 12:18

Hallo,

Ich meine, dass man die Berichterstattung in den Medien komplett vergessen kann, denn sowohl den Schreiberlingen als auch den Adressaten fehlen ja in der Regel jegliche Kenntnisse über die schwierigen Zusammenhänge, wenn es um psychische Problme und diese Medikamente geht. Der neueste Trend im deutschen Fernsehen ist ja, dass ständig irgendwelche Psychiater eingeladen werden (laufen denen die Kunden weg, dass sie so Werbung machn müssen für die tollen Pillen oder kriegen sie außer der Kohle vom Sender auch von den forschenden Pharmaunternhemen noch was Bares für diese Auftritte, in denen sie ihr wissenschaftlichens Halbwissen unters Volk bringen?), und zu diesen Anlässen hocken die neuerdings ja auch verstärkt herum und sülzen sich einen ab. Ich finde, dass die pseudowissenschafltiche Berichterstattung mit Halbwahrheiten und absolutem Blödsinn mehr schadet, als das sie nutzt. Jeder Depp meint heute, mitreden zu müssen, wenn es um psychische Probleme und die "tollen" Behandlungsmöglichkeiten geht, weil er mal was in der BLÖD-Zeitung drüber gelesen hat. Schauderhaft.
Wäre mal interessant zu wissen, was Phils Kollegen jetzt meinen.

Grüße,

Marsu
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Re: Finnland: Auch 2. School Shooter unter SSRI

Beitragvon north4 » Sonntag, 07.03.10, 23:28

Wundert mich nicht. SSRI machen aus dir einen Gefühlslosen Zombie der aufm
Dauertrip überhaupt nix mehr toll findet, er funktioniert einfach nur noch.

Wenn dann irgendwann der Punkt überschritten ist wo dir das Medikament sämtliche Empathie genommen hat,
brauchst du schon einen starken Verstand !
Wir hören doch immer nur von den Amokläufern... die ein Problem
in der Gesellschaft hatten, was ist mit dennen die Selbstmord begehen ? Wird da immer so genau geguckt was
der im Blut hatte oder vor kurzem noch eingenommen hatte ? Oder wohlmöglich erst Jahre später weil derjenige
es nicht mehr Ertragen hat (Folgewirkungen der Medikamente etc.). Meiner Meinung nach sind das Medikamente die irgendeinen
veränderten Bewusstseinszustand hervorrufen, der angeblich nicht so gefährlich ist wie Drogen, die dann an
irgendeinem Hebel im Kopf ansetzen der zusätzlich noch 10 Weitere Funktionen hat, dadurch wird sich dann
eine Antidepressive Wirkung versprochen... (inkl. Nebenwirkungen) einen großen Warn-
hinweis tragen sollten: Achtung es besteht die Gefahr einer Persönlichkeitsveränderung sowie Sexuellen Dysfunction,
seinen sich dessen bewust bevor sie dieses Medikament nehmen. Bei Selbstmordgefahr ist es bereits zu offentsichtlich geworden,
was hält diese Medikamente eigentich noch... alles totschweigen...
Ich: 21Jahre männlich
Einnahmedauer: ca. 1Jahr (Citalopram)
Abgesetz vor: 1.5 Jahren
Menge: ca. 20mg
Nebenwirkungen bis Heute: Genitale Gefühlslosigkeit, verminderte Libido, emotionale Kälte, Missempfinden der Haut
Was sind AD´s ? -> gefährliche Placebos !
Empfehlung bei Depris -> wenn irgendwie möglich krankschreiben ! Therapie machen ( guten Therapeuten suchen )
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