Pharmakogenetik der Zytochrom-P-450-Enzyme:

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.

Moderator: Foren Administratoren

Pharmakogenetik der Zytochrom-P-450-Enzyme:

Beitragvon mücke » Donnerstag, 09.02.06, 13:39

Hallo sadness

Ich habe für deine Frage nach dem P-450-Enzym ein extra Thema eröffnet.

Über googlen gibt es viele Einträge darüber. Hier einer davon.

P-450-Enzyme: Bedeutung für Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten

Die Aktivität der Arzneimittel abbauenden Enzyme bestimmt die Geschwindigkeit, mit der Medikament aus dem Körper eliminiert werden. Der Metabolismus der meisten Medikamente wird durch Enzyme des Zytochrom- (CYP-)P450-Systems katalysiert. Die Variablität der Funktion dieser CYP450-Enzyme ist Ursache dafür, daß bei gleicher Dosierung eines Medikamentes Intensität und Dauer von Wirkungen und Nebenwirkungen von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein können. Für mehrere dieser Enzyme sind pharmakogenetische Faktoren beschrieben worden, die zum völligen Funktionsverlust oder einer erbeblich herabgesetzten Aktivität des Entzyms führen. Erhalten Pat. mit solchen Enzymdefekten die Standarddosierung eines Medikamentes, kommt es zur Kumulation im Organismus. Dadurch resultieren verstärkte Wirkungen, Nebenwirkungen oder Toxizität. Für alle 12 am menschlichen Arzneimittelstoffwechsl beteiligten CYP450-Enzyme liegen genetische Polymorphismen vor. Durch Einsatz pharmkogenetischer Diagnostik kann eine an den Genotyp des Pat. angepasste Dosierung die Arzneimitteltherapie optimieren Und Toxizität vermeiden.

Vollständiger Text:
www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=30549

Ein weiterer link:
www.neuro24.de/p450.htm

Einige Ausschnitte, die mir wichtig waren:
Bereits eine 2 wöchige Gabe von Johanniskraut verkürzt die Halbwertzeit des Beruhigungsmittels Alprazolam von 12 auf 6 Std. und macht damit eine Verdopplung der Dosis erforderlich.

Neben der Veranlagung kann es auch die Ernährung sein, viel Broccoli, Grapefruitsaft, Zigaretten und Kaffee... können viel ändern. Rauchen beschleunigt z. B. den Abbau vieler Neuroleptika erheblich. Grapefruitsaft kann den Serumspiegel von SSRIs in toxische Bereiche erhöhen.

Bei gleichzeitiger Anwendung mehrerer Substanzen kann es Wechselwirkungen mit potentiell ernsten Folgen kommen. So hemmen die meisten der SSRI P450-Enzyme und können dadurch z. B. die Plasmakonzentration von trizyklischen Antidepressiva in toxische Bereiche heben.

Arneimittel, die durch CYP-450-Entzymsystem verstoffwechselt werden:
Antidepressiva (Amitrytilin, Clomipramin, Desipramin, Imipramin, Nortryptilin, Buspirin)
Benzodiazepine (Alprazolam, Diazepam, Midazolam, Triazolam, Oxazepam, Temazepam)
und andere sh. link

Bei Einnahme bestimmter Medikamente sollte man auf Grapefruitsaft verzichten, bereits ein Glas kann Probleme bereiten. Zu rechnen ist meist mit verstärkten Nebenwirkungen seltener mit nachlassender Wirkung. Dies betrifft vor allem die in der Tabelle genannten Medikamente. Medikamente gegen Angst, Depression, hohen Blutdruck, Herzrhytmusstörungen, Antibiotika, Neuroleptika u. a.

Wen der ganze Text interessiert möge den link benutzen.

So sadness, da hast du erstmal genug Lektüre.

Gruss Annette
mücke
 
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Beitragvon amanda » Donnerstag, 09.02.06, 14:30

Hallo Annette
Toller Artikel von dir. Das Traurige ist mal wieder daß man nur in seltenden Fällen auf die Wechselwirkung von Grapefruitsaft, Nikotin oder Koffein mit Medikamenten hingewiesen wird.

In den Fachinformationen steht bei Pharmakogenetik ausdrücklich das Koffein und Trevilor über das gleiche Cyp 450 Entzym abgebaut wird.

Was passiert eigentlich wenn man z.B. heiße Milch mit Honig trinkt ( soll ja auch auf nartürlicher Weise den Seretoninspiegel erhöhen ) und nimmt gleichzeit einen Seretoninwiederaufnahmehemmer ein?

Irgentwie fahrlässig...............In meiner Klinik wurde Bohnenkaffee zur freien Verfügung gestellt und Kaffee Haack war unter Verschluß und wurde nur in abgezählten Portionen ausgeteilt. Es hat auch niemand darauf geachtet ob Patienten Cola trinken und wieviel sie rauchen.

Ich denke es müßte sich verdammt viel ändern in den Psychiatrien.

Gruß AMANDA
amanda
 

Re: Pharmakogenetik der Zytochrom-P-450-Enzyme:

Beitragvon blinded.03 » Montag, 25.10.10, 22:35

Habe mal in älteren Beiträgen gelesen... Diese Sache mit dem Grapefruitsaft - bezieht sich das auf den reinen Saft (z.B. ein Glas Direktsaft oder eine ganze Grapefruit)? Habe "Orangina" getrunken und erst danach erfahren, dass darin unter anderem Grapefruitsaft enthalten ist (zusammen mit anderen Orangensorten, Mandarinen ca. 12 %) Hat jemand Erfahrungen? Im Netz finde ich lediglich die Wechselwirkung bzw. den Hinweis, dass Grapefruitsaft die NW von den Antidepressiva erhöhen kann.

LG blinded
Medikation:Paroxetin 20mg seit 2000
nach ca. 1 Jahr >> Umstieg Paroxetin Suspension (erstes Generika klappte nicht, dann auf anderes gewechselt: Gut)
seit ca. 2003 reduz. in vielen Einzelschr.
>> ab 26.03.07: 4,2 ml (massive Entzugsersch. nach ca 2-3 Wochen)
>> ab 30.05.07: 4,3 ml (nach ca 10 Tagen Krämpfe / Muskelzittern, Arm bewegt sich hin und her)
>> ab 11.06.07: 4,2 ml
>> seit 2008 4,0ml
>> Unterbrechungen beim Reduzieren wegen Zwischenfällen wie 1-2 Std. zeitverz. Einnahme, Med. wie Antibiotika, Cortison etc.
>> seit 24.05.11 3,9 ml
>> weitere Reduz.in super-kleinen Schritten
>> ab 27.10.13: 3,6 ml
>> ab 31.03.14: 3,4 ml (Schwindel und Gangunsicherheit)
>> ab 02.07.14: Lokalanästhetikum stürzt mich in Super-Krise (alle neurolog. und psychischen Sympt. sehr heftig)
>> ab 17.07.14: 3,2ml (3 Tage bessser, dann wieder schlimmer)
>> ab 31.07.14: 3,3 ml
>> ab 01.08.14: 3,8 m (Appetit besser, geschlafen, Nervenbrennen reduzierter, Durchfall)
>> ab 02.08.14: 4,o ml (Angst besser, aber dafür andere starke Symptome, zwanghaft)
>> ab 08.08.14: 3,8ml (Ersten Tage besser, dann wieder Symptome, aber insgesamt bisschen klarer im Kopf)
>> ab 12.08.14: 3,6ml Auch nach 12 Wo. noch starke neurolog.Symptome
>> ab 06.11.14: 3,45 ml 2 Tage direkt besser, dann immer mal Unruhe u. Angst, massive Muskelversp.,- krämpfe und komische, wechselnde Schmerzen im Körper, Pseudohallus (dabei 2 Nächte wie Delirium), verwirrt fühlen, Juckreiz + Missempfindungen, Brennen im Nacken, einen halben Tag verwaschene Sprache
>> ab 19.11.14: 3,5 ml wie bei 3,45 ml
>> ab 20.11.14 : 3,55 ml Kurzzeitged. gleich 0
>> ab 21.11.14: 3,6 ml wie Tage zuvor, zusätzl. Schütteln i. g. Körper + Verkrampfungen 1-2 Tage, kein normales Denken mögl., Schwindel, Mundzucken, Verwirrung, Gehirndr., Ausbleiben Mens., 2 Tage Apathie, extreme Schwäche, Panik, Unruhe, Atemprobl., enger u.versp. Brustkorb, würgen, Juckreiz, nicht mehr wollen, Gewaltph., Krämpfe Oberk.
>> ab 04.12. 14: wöchentliche B12 - Spritzen a´1000ug
>> ab 11.12.14: Folsäure-Kapseln (Übelkeit, Bauchkneifen, Britzeln in Armen und Brust, Übelkeit >> wieder abgesetzt am 17.12.14
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Re: Pharmakogenetik der Zytochrom-P-450-Enzyme:

Beitragvon amanda » Donnerstag, 28.10.10, 19:32

Hallo Was mich am meisten ärgert in Psychiatrien oder auch bei ambulant verordneten Psychopharmaka. Kaum ein Patient wird aufgeklärt über mögliche Nebenwirkungen und Absetzsymptome und kaum ein Arzt kennt sich damit aus. Einfach FAHRLÄSSIG DAS GANZE :frust:
Pervers war auch die Antwort vom Arzt in meiner Psychiatrie auf meinen Hinweis das man die Medikamente AUSSCHLEICHEN sollte...der Hirmi sagte:
DAFÜR HABEN WIR HIER KEINE ZEIT!!!!!!!!!!!!!!!!! :evil:
amanda
 

Re: Pharmakogenetik der Zytochrom-P-450-Enzyme:

Beitragvon blinded.03 » Sonntag, 31.10.10, 18:31

Unglaublich!!! Also, ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man halt auch gar nicht gefragt wird, ob man eine stationäre Behandlung ohne Medikamente möchte. Man bekommt die Dinger einfach. Wie gesagt: Atosil zur Beruhigung ist Standart bei Aufnahmen!
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nach ca. 1 Jahr >> Umstieg Paroxetin Suspension (erstes Generika klappte nicht, dann auf anderes gewechselt: Gut)
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>> Unterbrechungen beim Reduzieren wegen Zwischenfällen wie 1-2 Std. zeitverz. Einnahme, Med. wie Antibiotika, Cortison etc.
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Re: Pharmakogenetik der Zytochrom-P-450-Enzyme:

Beitragvon amanda » Donnerstag, 11.11.10, 21:09

Habe jetzt erst deine antwort hier gelesen............
JA RUHIG STELLEN ist die Lieblingsbeschäftigung der psychiatrischen Ärzte und auch so manche anderen Ärzte versuchen einen DIREKT ohne URSACHENABKLÄRUNG...RUHIG ZU STELLEN :frust:
amanda
 

Re: Pharmakogenetik der Zytochrom-P-450-Enzyme:

Beitragvon blinded.03 » Sonntag, 13.03.11, 17:40

So ganz kapier ich die Tabellen nicht (Brett vor´m Kopf... :frust: )
Kann mir jemand erklären, was das gezielt auf Paroxetin und Kortikoide bedeutet?
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>> ab 02.07.14: Lokalanästhetikum stürzt mich in Super-Krise (alle neurolog. und psychischen Sympt. sehr heftig)
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Re: Pharmakogenetik der Zytochrom-P-450-Enzyme:

Beitragvon Das-kleine-Runde » Montag, 14.03.11, 19:53

Hallo Blinded :) ,

Glukokortikoide sind Cyp2C9 - Induktoren, d.h. sie aktivieren dieses Isoenzym und führen zu einem gesteigerten Abbau der entsprechenden Medikamente.
Paroxetin wird durch Cyp 450 abgebaut durch das Isoenzym Cyp 2D6.
Also dürften Cortisonpräparate an sich den Paroxetinspiegel nicht senken, bezugen auf diesen Stoffwechselvorgang.


Liebe Grüße :group:
Das-kleine-Runde
 

Re: Pharmakogenetik der Zytochrom-P-450-Enzyme:

Beitragvon Das-kleine-Runde » Dienstag, 15.03.11, 7:33

Hallo nochmal :) ,

es wurden öfters von Betroffenen abstzsymptomartige Beschwerden erlebt, wenn ein anderes Medikament zusätzlich zu Paroxetin eingenommen wurde.
Das Wissen um Wechselwirkungen ist wohl genauso unvollständig, wie die Informationen des Herstellers über Absetzsymptome und NW.

Liebe Grüße :group:
Das-kleine-Runde
 

Re: Pharmakogenetik der Zytochrom-P-450-Enzyme:

Beitragvon blinded.03 » Dienstag, 15.03.11, 14:57

Danke!
Bin immer wieder erstaunt über dein Wissen :D

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>> ab 11.06.07: 4,2 ml
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>> Unterbrechungen beim Reduzieren wegen Zwischenfällen wie 1-2 Std. zeitverz. Einnahme, Med. wie Antibiotika, Cortison etc.
>> seit 24.05.11 3,9 ml
>> weitere Reduz.in super-kleinen Schritten
>> ab 27.10.13: 3,6 ml
>> ab 31.03.14: 3,4 ml (Schwindel und Gangunsicherheit)
>> ab 02.07.14: Lokalanästhetikum stürzt mich in Super-Krise (alle neurolog. und psychischen Sympt. sehr heftig)
>> ab 17.07.14: 3,2ml (3 Tage bessser, dann wieder schlimmer)
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>> ab 12.08.14: 3,6ml Auch nach 12 Wo. noch starke neurolog.Symptome
>> ab 06.11.14: 3,45 ml 2 Tage direkt besser, dann immer mal Unruhe u. Angst, massive Muskelversp.,- krämpfe und komische, wechselnde Schmerzen im Körper, Pseudohallus (dabei 2 Nächte wie Delirium), verwirrt fühlen, Juckreiz + Missempfindungen, Brennen im Nacken, einen halben Tag verwaschene Sprache
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>> ab 21.11.14: 3,6 ml wie Tage zuvor, zusätzl. Schütteln i. g. Körper + Verkrampfungen 1-2 Tage, kein normales Denken mögl., Schwindel, Mundzucken, Verwirrung, Gehirndr., Ausbleiben Mens., 2 Tage Apathie, extreme Schwäche, Panik, Unruhe, Atemprobl., enger u.versp. Brustkorb, würgen, Juckreiz, nicht mehr wollen, Gewaltph., Krämpfe Oberk.
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Re: Pharmakogenetik der Zytochrom-P-450-Enzyme:

Beitragvon amanda » Donnerstag, 13.10.11, 21:12

ja unser Wissen übersteigt das von mindestens 70% der verschreibenden Ärzte ;-)
Traurig aber wahr !!!!
lg
amanda
 


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