Hallo Manchen,
da ich selbst schon mal von so einem Knallkopf von Arzt
Imap (Depotinjektionen) bekommen habe und es mir nach einem Jahr so schlecht ging kann
ich nur davon abraten. Und wie du siehst ist es auch bei Fachärzten
nicht die Regel dass man sowas bei Angststörungen anwendet. Das wird meistens in der Psychiatrie verwendet um die Leute ruhig zu stellen. Eine chemische Zwangsjacke sozusagen. Aber liest dir den Artikel selbst durch der sagt mehr als ich dir sagen könnte.
Gruss
Torasap
Neuroleptika
Neuroleptika, insbesondere hochpotente Neuroleptika, sind die wirksamen Medikamente
zur Behandlung von schizophrenen Psychosen. Niedrig potente Neuroleptika oder hochpotente Neuroleptika in niedriger Dosierung stellen bei missbrauchgefährdeten Personen eine Alternative zu Tranquilizern dar, da sie dämpfend wirken und nicht abhängig machen.
Wegen der auch in niedriger Dosis größeren Nebenwirkungen (z.B. Parkinson-Syndrom) als bei Tranquilizern und wegen der bei einer Langzeittherapie nicht ausschließbaren negativen Folgen (Spätdyskinesien) sind Neuroleptika bei Angstpatienten sehr umstritten. Gerade bei Menschen mit Panikstörungen, die oft einen
recht empfindlichen Körper haben, wird durch Neuroleptika unnötigerweise ein
Komplikationsrisiko eingegangen und ein generelles Misstrauen gegenüber Medikamenten provoziert.
Neuroleptika besitzen keine
unmittelbar angstlösende Wirkung. Angstgetönte motorische Unruhezustände können durch dämpfende Neuroleptika zwar rasch gemildert werden, die subjektiv erlebbare angstlösende Wirkung bleibt jedoch erheblich hinter derjenigen von Benzodiazepinen oder Antidepressiva zurück,
während das Risiko von Nebenwirkungen größer ist.
Die klassischen Neuroleptika wirken auf das dopaminerge System ein und blockieren einen bestimmten Subtyp der postsynaptischen Dopaminrezeptoren (Dopamin2-Rezeptoren). Sie üben dadurch eine
antipsychotische Wirkung aus. Eine gestörte Regulation des Dopaminsystems in bestimmten Hirnregionen korreliert mit Schizophrenie, ohne dass dieser Umstand die Ursache der Krankheit darstellt, d.h. es besteht kein kausaler, sondern nur ein korrelativer Zusammenhang.
Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft rät vom Neuroleptikaeinsatz bei Angst- und Spannungszuständen ab. Wegen der möglichen Langzeitfolgen sollten Neuroleptika jedenfalls nicht länger als zwei Monate eingenommen werden.
Eine neuroleptische Langzeitbehandlung bei Angstpatienten i
st entschieden abzulehnen. Ein derartiges Vorgehen erfolgte häufig anstelle einer Benzodiazepin-Langzeitbehandlung mit der damit verbundenen Abhängigkeitsgefahr, ist jedoch durch die gute Wirksamkeit der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer hinfällig geworden.
Im kritischen Medikamentenratgeber „Bittere Pillen“ wird festgestellt:
„Weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass als Spätfolgen
unheilbare Dyskinesien (Zittern, Unruhe, Wippen, Grimassieren) auftreten können, ist die Verwendung von Neuroleptika auch in niedriger Dosierung
(wie z.B. in Imap 1,5) als Beruhigungsmittel sehr umstritten und wird vielfach abgelehnt.“
Anmerkung: Genau das hat mir ein Arzt 14 Monate wöchentlich gespritzt bis ich fast kaputtgegangen wäre. Ein einfacher Hausarzt was soll man dazu noch sagen?
In dem Standardwerk „Psychiatrische Pharmakotherapie“ von Benkert und Hippius liest man dazu:
„Eine Tranquilizerwirkung wird für zahlreiche Neuroleptika in niedriger Dosierung beschrieben. Nicht selten werden sie als Alternative zu den Benzodiazepinen empfohlen;
aber auch bei niedrigdosierten Neuroleptika können extrapyramidalmotorische Störungen bis hin zu Spätdyskinesien und andere Nebenwirkungen wie Blutzellschäden auftreten. Falls bei Patienten mit Angststörungen eine Benzodiazepinmedikation wegen eines Abhängigkeitsrisikos nicht verordnet werden kann, sind zunächst Antidepressiva die Mittel der ersten Wahl...“
Neuroleptika werden bei Angststörungen auf folgende Umstände eingeschränkt:
„Bei Angststörungen sollte dann auf Neuroleptika zurückgegriffen werden, wenn ein Verdacht auf Alkoholabhängigkeit oder Polytoxikomanie besteht und sich Antidepressiva als wirkungslos bei dieser speziellen Indikation gezeigt haben. Auch bei älteren, ängstlich-agitierten Patienten werden Neuroleptika häufiger angewendet, weil Benzodiazepine bei geriatrischen Patienten zu paradoxen Wirkungen führen können...“
Laux äußert sich zum Neuroleptikaeinsatz bei Angststörungen folgendermaßen:
„In der Behandlung von somatoformen Störungen besitzt im deutschen Sprachraum die häufig als parenterales Depot applizierte Gabe von niedrig dosierten bzw. schwach potenten Neuroleptika einen hohen Stellenwert ... In kontrollierten Vergleichsstudien zeigte sich, dass Fluspirilen, Chlorprothixen, Fluphenazin und Thioridazin Benzodiazepinen wirkungsäquivalent sein können ... Aufgrund der höheren Toxizität der Neuroleptika und insbesondere dem Risiko des Auftretens extrapyramidal-motorischer Nebenwirkungen (Dystonien, Spätdyskinesien) ... muß bezweifelt werden, ob die Verordnung von Neuroleptika ... anstelle von Benzodiazepinen auch unter dem Aspekt des Abususpotentials die bessere Alternative darstellt.“
Wittchen warnt in seinem Ratgeber „Wenn Angst krank macht“:
„
Vorsicht bei Neuroleptika. Sie haben in der Therapie von Angsterkrankungen nichts zu suchen.“ 
http://www.panikattacken.at/beruhigungs ... benzos.htm
von Dr. Hans Morschitzky