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Hat jemand Erfahrung beim Absetzen von Lyrica

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Das-kleine-Runde

Re: Hat jemand Erfahrung beim Absetzen von Lyrica

Beitrag von Das-kleine-Runde » Sonntag, 20.03.11, 9:59

Hallo Akili :) ,

schön von Dir zu lesen :) .
Es freut mich, daß Du wieder am Leben teilnehmen kannst.
Die von Dir beschriebenen Beschwerden werden wohl durch das Absetzen von Lyrica ausgelöst und werden mit der Zeit vergehen.
Leider kann man das nicht ausschließen, wenn man dermaßen schnell absetzt.
Ich würde mir darüber nicht den Kopf zerbrechen!
Falls Du zum Arzt gehst, laß Dir bitte nichts aufdrängen, das Dich zurückwerfen könnte. :D

@ Johannes - Bei Dir belastet einiges den Organismus, erst Benzo-Entzug, dann Schmerzmittel weggelassen und Lyrica-Reduktion.
Puuuh... :cry:

Akili wird wahrscheinlich leichter "davonkommen"...

Akili, ich drück Dir fest die Dauemen!!! :D :D :D :D
Alles Liebe :hug: :hug: :hug:

:group:

akili
Beiträge: 22
Registriert: Samstag, 12.03.11, 9:59

Re: Hat jemand Erfahrung beim Absetzen von Lyrica

Beitrag von akili » Sonntag, 20.03.11, 10:40

Hallo Johannes :) ,

von 300 auf 0 in nur einer Woche ist nicht ganz ohne. Verstehe warum viele Ärzte immer sagen das es keine Probleme mache, wenn man diese Langzeitmedis absetzt. Mein Ex-Behandler hatte mir vor paar Wochen ganz klar gesagt, dass mit Lyrikaabsetzen einen echten Entzug mitmacht und das es wichtig sei, langsam zu reduzieren. Er verglich es mit Alkoholentzug. Alkohol würde innerhalb von nur ein paar Tagen aus dem Körper sein und bei Lyrika sei es eben anders.
Doch wenn Du jetzt schon bei 50 mg runter bist, dann hast Du ja scjon einiges geschafft. Merkst Du schon das es sich positiv auf Dich auswirkt, dass Du soweit reduziert hast?

Hallo kleies Rundes,

nee, ich werd mir nix mehr aufschwatzen lassen. Fand es nur Gestern einfach komisch mit meinem Kiefer, da sich ja die anderen körperlichen Beschwerden etwas gelegt haben. Im Moment ist es mit Kiefer auch etwas besser geworden, nicht ganz weg, aber immerhin.

Vielleicht lag es daran, weil ich Gestern außer dem Joggen gar nicht draußen war, nur vor den Büchern gesessen und gelernd habe.. also sowas wie ne Stressreaktion? Abe auch das ist untypisch für mich... mal schauen wie es Morgen so ist.
Hast Recht :D , ich versuche mir nicht weiter den Kopf darüber zu zerbrechen.
Ist halt nur nicht so einfach, wenn am laufenden Band etwas mit Dir, mit Deinem Körper passiert und sich somit "Dein Sein" irgendwie der eigenen Kontrolle entzieht. Bin kein Konrollfreak :D .

Heute habe ich ausgeschlafen und war deshalb nicht Laufen. Denke das ist Sonntags okay. Ich merke wie ich unbedingt viele positive Stumulanzen brauche... also unter Menschen kommen muss, mit menschen zusamme lacen unde infach was erleben. Denke das mich das stabilisieren könnte. Deshalb werde ich später ein paar Leute anrufen und mal schauen mit wem ic das herrliche Wetter genießen kann draußen.
Ist halt nur blöd, dass ich mich in den letzten Monaten bei sehr vielen lieben Menschen nciht gemeldet habe, da es mir wegen der AD`s so schlecht ging... das ist so ein negativer Beigeschmack.

Ich merke immer noch wie ich körperlich so ein bißchen unruhig bin... aber soviel ich weiß, ist es fast so wie früher. Es ist halt nur ungewohnt, weil ich mich und meinen Körper schon soo lange nicht mehr spüren konnte. Es ist so, als ob ich doc tatsächlich neu Lernen muss - mich neu kennenlernen muss - und neu Lernen mit meinen Gefühlen und körperlichen Empfindungen umzugehen - neu Lernen muss wie ein kleines Kind das das Leben quasi elernt. Weiß einfach nicht wie ich mit mir selbst und wie ich mit anderen menschen umgehe... klingt strange, ich weiß... es ist so wie eine Art Abenteuer. Das Abenteuer heißt ich "lerne mich kennen". inerseits traurig das ich in meinem Alter mich selbst erst mal kennen lernen muss, aber andererseits, ebend ein Abenteuer.
Da begleitet mich immer die Frage wie reagiere ich... das kan ich komischerweise nicht mehr vorhersagen... naja, genug geschwafelt und philosophiert...

Es tut mir halt einfach sehr gut hier meine Gedanken niederschreiben zu dürfen. Schön das ich hier die Möglichkeit dazu habe :)

Liebe Grüsse und einen schönen sonnigen Tag für uns Alle! :hug:
Akili
okt.2006 Mirtazapin: NW: nach 2-wöchiger Einnahme , schwere Depressionen, Suizidversuch, soziale Phobie, Angstzustände, Schlaflosigkeit; gar kein Selbstbewusstsein mehr,leicht beeinflussbar,leichtgläubig;Persönlichkeitsveränderung;keine Anamese und körperliche Untersuchung
wechsel zu Duloxepin,Citalopram NW: s.o
Folge: im Dez. 2006, 2-ter Suizidversuch
ab Dez. 2006,Valproad,Seroquell1200, Tavor, Zopiclon
kurz Dipiperon: aufgeputscht
NW: 5 Jahre lang jeden Tag zwanghafte Suizifgedanken, Depressionen, Ängste etc., Krämpfe,Entzündungen,Müdigkeit-->bei der Arbeit mehrmals vom Stuhl gefallen; Selbstverletzungsdrang; Ich wurde durch Valproad "dümmer"
2009: Lyrika dazu
NW: Gedächtnisprobleme,Gleichtgewichtssinnstörung
2010: Valproad,Seroquell ausgeschlichen
Lyrika Alleinmedi,neue Symptome von Depression in ungekannte Intensität,Gedächtnisverlust,am Schluss nicht mehr sprechen, Gedankenrasen, so schlimm,dachte verliere meinen Verstand
Sept 2010 bis Febr. 2011: mein behandelnder Arzt:ist "neue" Depression; also kamen folgende Medis dazu:
Trevilor: nach nur 6 Tabletten, war ich orientierungslos, Suizidal, und mein Kopf war "blockiert" ich konnte meine Gedanken nichr mehr aussprechen
Edronax: nur noch am weinen und nicht mals zum Sprechen Antrieb
Elontril: NW bauten sich langsam auf; erste 2 Tage entspannt, dann oziale Phobien, Depressionen, Ängste, Krämpfe in Rückenmuskulatur, Füße - konnte nur mit Schuhen schlafen und im Kinn - konnte nicht essen und sprechen.
Valdoxan: Schlaflosigkeit,Schmerzen, Angstzustände, Herzrsaen,keinen Antrieb
div Johanniskrautpräparate: Angstzustände, soziale Phobien, Müdigkeit, Tinitus
seit Febr./März 2011 Lyrika abgesetzt
seit der Entzug vorbei ist, ich gar keine Psychopharmaka einnehme, habe ich gar keine Probleme mehr; keine Depressionen, keine soz Phobien, keine Ängste, keine Panikattacken, keine Gedächtnisprobleme... nichts dergleichen

akili
Beiträge: 22
Registriert: Samstag, 12.03.11, 9:59

Re: Hat jemand Erfahrung beim Absetzen von Lyrica

Beitrag von akili » Dienstag, 22.03.11, 13:12

Hi,
will kurz berichten.
War Vorgestern mit einer Freundin und einer flücjtigen Bekannten draußen in der Innenstadt spazieren. Das Wetter war herrlich und es waren viele Menschen eben aus diesem Grunde unterwegs. Habe die ganze Zeit nur gelabert, was mir sehr gut getan hat.
Gemerkt das dieser für mich normale Redefluss die ganze Zeit durch das Lyrika unterdrückt war. Habe es genossen.
Es war am Anfang aber dennoch bißchen komisch... wegen dieser "sozialen Situation". Aber es ging...mein Redefluss hat mir darüber hinweg geholfen :D
Leider merke ich seit Gestern dass ich iwi träge bin. War ja Gestern auch wieder Joggen, aber ich bin den ganzen Tag nicht so richtig in die "Pötte" gekommen. Konnte mich nicht so gut konzentrieren. Klar viel besser als unter Lyrika, aber ich mein Problem war, das meine Merkfähigkeit nicht so dolle ist. Heute auch schon den ganzen Tag. Und das obwohl ich heute Morgen bin kurz nach 7 liegen geblieben bin und nicht laufen war. Habe schlecht geschlafen...wenig geschlafen...eher so ein Halbschlaf... Hoffe Morgen gehe ich wieder laufen... bilde mir ein, dass es mir antidepressiv helfen könn, obwohl es ja nur paar Minuten am Morgen sind. Doch der Glaube versetzt bekanntlich Berge.

Und jetzt, wenn ich was lese, um es mir zu merken muss ich es x-mal lesen.... es geht iwi nciht mehr so automatisch, dass es hängen bleibt. Auch das Wiederholen von bereits gelernten Stoff geht nur schwer.
Gestern dachte ich, dass es damit zusammen hängen könnte, dass ich paar Killo abgenommen habe...als ich nach dem Absetzen heftige Probleme mit Übelkeit und Durchfall hatte. Vielleicht bin ich noch "geschwächt" und kann gerade deshalb nicht meine gewohnte Leistung erbringen...

Gestern kahm aber noch hinzu dass ich heftigste Rücken- und Nackenschmerze hatte. Hätte den ganzen Tag nur heulen können und mein Kinn und Kiefer haben sich noch immer komisch angefühlt. Heute etwas besser mit Rücken und Kinn-Kiefer, obwohl ich feststelle, dass ich nicht so schnell reden kann wie sonst. Mein Kiefer "hinkt" hinterher sozusagen und so spreche ich manche Dinge nicht so deutlich.

Und mein Tinitus ist seit ein paar Tagen noch lauter als sonst... hängt bestimmt mit HWS zusammen.

Das alles beunruhigt mich schon sehr.

Klar mache ich ir immer wieder zwiscendurch Gedanken über meinen Ex-Behandler. Was er mir angetan hat und das ich wegen ihm nur ganz wenig Zeit habe bis zu meinen Prüfungen. Aber es geht besser im Moment.
Es ist komisch, aber iwi blende ich es aus...zumindest was die Gefühle dazu angeht.

Momentan behelfe ich mir mit Tebonin 240 mg(Ginko) und Lachsölkapseln und ein Vitamin B-Komplex Depottablette.
Denke es hilft mir bezüglich des Bauchgefühls. Doch manchmal habe ich kurze Zweifel daran ob ich es schaffen kann. Doch "nur" ein paar mal am Ta für kurze Momente. Ich versuche dann immer schnell an was anderes zu denken.

Später hab ich ein Seminar. Hoffe das diese soziale Situation mir gelingt. Werde hier berichten.

Liebe Grüsse von
akili.
okt.2006 Mirtazapin: NW: nach 2-wöchiger Einnahme , schwere Depressionen, Suizidversuch, soziale Phobie, Angstzustände, Schlaflosigkeit; gar kein Selbstbewusstsein mehr,leicht beeinflussbar,leichtgläubig;Persönlichkeitsveränderung;keine Anamese und körperliche Untersuchung
wechsel zu Duloxepin,Citalopram NW: s.o
Folge: im Dez. 2006, 2-ter Suizidversuch
ab Dez. 2006,Valproad,Seroquell1200, Tavor, Zopiclon
kurz Dipiperon: aufgeputscht
NW: 5 Jahre lang jeden Tag zwanghafte Suizifgedanken, Depressionen, Ängste etc., Krämpfe,Entzündungen,Müdigkeit-->bei der Arbeit mehrmals vom Stuhl gefallen; Selbstverletzungsdrang; Ich wurde durch Valproad "dümmer"
2009: Lyrika dazu
NW: Gedächtnisprobleme,Gleichtgewichtssinnstörung
2010: Valproad,Seroquell ausgeschlichen
Lyrika Alleinmedi,neue Symptome von Depression in ungekannte Intensität,Gedächtnisverlust,am Schluss nicht mehr sprechen, Gedankenrasen, so schlimm,dachte verliere meinen Verstand
Sept 2010 bis Febr. 2011: mein behandelnder Arzt:ist "neue" Depression; also kamen folgende Medis dazu:
Trevilor: nach nur 6 Tabletten, war ich orientierungslos, Suizidal, und mein Kopf war "blockiert" ich konnte meine Gedanken nichr mehr aussprechen
Edronax: nur noch am weinen und nicht mals zum Sprechen Antrieb
Elontril: NW bauten sich langsam auf; erste 2 Tage entspannt, dann oziale Phobien, Depressionen, Ängste, Krämpfe in Rückenmuskulatur, Füße - konnte nur mit Schuhen schlafen und im Kinn - konnte nicht essen und sprechen.
Valdoxan: Schlaflosigkeit,Schmerzen, Angstzustände, Herzrsaen,keinen Antrieb
div Johanniskrautpräparate: Angstzustände, soziale Phobien, Müdigkeit, Tinitus
seit Febr./März 2011 Lyrika abgesetzt
seit der Entzug vorbei ist, ich gar keine Psychopharmaka einnehme, habe ich gar keine Probleme mehr; keine Depressionen, keine soz Phobien, keine Ängste, keine Panikattacken, keine Gedächtnisprobleme... nichts dergleichen

Das-kleine-Runde

Re: Hat jemand Erfahrung beim Absetzen von Lyrica

Beitrag von Das-kleine-Runde » Dienstag, 22.03.11, 13:19

Liebe Akili :) ,

ein paar Nachwirkungen des Absetzens erlebst Du noch...
Bitte verschwende jetzt keine Energie an Gedanken über diesen Behandler...

Alles Liebe :hug:

akili
Beiträge: 22
Registriert: Samstag, 12.03.11, 9:59

Re: Hat jemand Erfahrung beim Absetzen von Lyrica

Beitrag von akili » Mittwoch, 20.07.11, 11:59

Hallo Zusammen :)

seit meinem letzten Eintrag hier, sind ein paar Monate vergangen; doch will ich Euch auf den neuesten Stand bringen und über meine weiteren Erfahrungen mit dem Absetzen von Lyrika berichten.

Es hat sich so einiges getan bei mir; es gab einige Veränderungen; und meine Erlebnisse und "Absetz-Erfahrungen" mussten sich erst mal setzen. Dachte mir, dass ich jetzt, mit ein wenig Abstand von allem, vielleicht etwas objektiver berichen kann.

Ich versuche mal an meinem letzten Beitrag anzuknüpfen.

Zu letzt hatte ich noch Kieferkrämpfe und merkte auch, dass sich meine Merkfähigkeit zunehmend verschlechterte, obwohl ich da schon gar kein Lyrika zu mir nahm. Andererseits war ich körperlich etwas fitter und konnte früh aufstehen und Morgens laufen gehen. Auch konnte ich allmählig besser essen; Durchfall und Übelkeit gingen zurück und meine Essensportionen wurden größer. Meine Gefühle waren da. Ich spürte sie; jedoch waren sie so unglaublich intensiev, dass es mich schon fast umgehauen hat, weil so lange, zumindest die positiven unterdrückt waren.

Zur Konzentration und Merkfähigkeit:
Ich dachte nach der ganzen Lyrika-Gedächtnis-Verlust-Sache könnte ein Vitamin-B-Depot-Komplex, Ginko und Lachsölkapseln nicht schaden. Ich ging davon aus, dass diese, wie ich dachte, natürlichen Brain-Produkte das ausgleichen könnten was ich an Leistungsfähigkeit nachzuholen hatte.
Leider merkte ich, dem war nicht wirklich so.
Denn ich bemerkte, als ich den B-Komplex weg lies, dass sich meine Merkfähigkeit dann wieder von Tag zu Tag besserte. War noch nicht optimal,aber besser. Also schloss ich auf einen Zusammenhang zwischen Merkfähigkeit und V-B.
Anschließend ließ ich paar Tage später das Tebonin und die Lachsölkapseln weg.
Und schwupps, hatte ich wieder meine alte Lern-Brain-Brain-Form wieder :D
Da ich aber körperlich immer so unsäglich müde war, dachte ich eine Art hochkonzentrierter Obst-saft, welcher auch gerade gut für konzentration und der gleichen sein sollte, kann nicht schaden. Zumal ich dachte solche natürlichen Vitamine würden mir helfen, da ich wegen dem Lyrika-absetzen sehr viel abgenommen hatte.

In der Zwischenzeit musste ich wieder zum Unterricht erscheinen; der vom Arbeitgeber finanzierte Prüfungsvorbereitungskurs. Da merkte ich dann täglich wie sich schon wieder meine Konzantrationsfähigkeit; meine Merkfähigkeit zunemends verschlechterte. Schließlich las ich noch mal die Inhaltsstoffe diesen Obstsaftes durch und stellte fest, dass dort ein hoch dosiertes Vitamin-B-Komplex drinnen enthalten war. Also lies ich es weg.
Folge, meine Merk-, Lern-, Konzentrationsfähigkeit wurde wieder viel besser.
Fazit: Muss wohl eine paradoxe Wirkung auf V-B haben. Eigentlich alles was die Neurotransmitter beeinflusst führt zu paradoxen Wirkungen bei mir...denn das Tebonin wirkt ja auch darauf.

Seit dem ich kein Lyrika mehr nehme und auch nichts anderes mehr an sog. Vitaminen, seit her geht`s wieder mit Konzentration und lernen. Es war halt nur in der akuten Phase des Absetzens erschwert mit Konzentration, weil die Absetzbeschwerden, wie ich sie schon oben in mehreren Beiträgen beschrieben habe, einen großes "Ablenkungspotential haben".
Doch es wichtig fest zu halten, dass es vorübergehend ist. Das tückische a dem ganzen ist leiser, dass man, während man da drinnen steckt, das Gefühl hat, dass es eben nicht vorübergehend ist. Denke mal, weil es so extrem intensiev ist.

Magenschbeschwerden:
Die Übelkeit und der Durchfall und das ich nur ganz kleine Portionen essen konnte, dass ist dann nach ca. 2 Wochen seit meinem letzten Beitrag verschwunden.
Als Tipp vielleicht auch für Andere in so einer Situation, was mir dabei auch half: (Habe ich schon mal oben irgendwo erwähnt) Gegen den Durchfall nahm ich erst Imodium akut ein. Habe ich aber gar niht vertragen. Davon habe ich heftigste Magenkrämpfe bekommen. Also nahm ich etwas natürliches ein. Es heißt Omniflora und enthält Joghurtkulturen. Es war bei mir besonders schonend. Innerhalb von ein paar Tagen der Einnahme führte das dazu, dass ich nicht mehr sofort nach jedem Essen durchfall bekahm und weniger hunger hatte und nicht mehr so schnell abnahm. Kleine Nebenwirkung waren Blähungen. Doch wie gesagt, ich konnte endlich wieder essen.
Aber wie immer gilt, bevor man iwas nimmt, fragt Euren Arzt oder lasst Euch in der Apotheke beraten bevor Ihr es ausprobiert.

Wegen de Übelkeit, aber auch dem unangenehmen Gefühl im Magen habe ich Omeprazol genommen. So war dann die Übelkeit welche ich durch jegliche Nahrungszufuhr hatte weg. Ich nahm es, wie das Omniflora vor jeder Mahlzeit. Auch hier, wie immer vorher erkundigen.

Durch diese 2 Medis habe ich diese Absetzbeschwerden in den Griff bekommen und es wurde erträglicher. Nahm es aber nur paar Tage; ich glaube maximal 1 Woche. Ließ es dann Schrittweise weg.

Kieferkrämpfe:
Diese Kieferkrämpfe hatte ich jetzt ein, zwei Tage sehr unangenehm und anschließend schwach, aber dennoch da, so ein bis zwei Wochen. Jetzt im Nachhinein denke ich tatsächlich, dass es Absetzerscheinungen waren. Mich hat es jedoc sehr verwundert weil diese Absetzerscheinungen erst zeitlich verzögert aufgetreten sind und nicht direkt nach dem Absetzen so wie die anderen Erscheinungen. Doch habe ich in letzter Zeit des öffteren gelesen das viele Absetzbeschwerden zeitlich verzögert auftreten.

Was mir geholfen hat: Bewegung. Ich bin immer wieder zwischen durch raus gegangen. Bin jede Strecke zu Fuß gegangen; sicherlich auch das Laufen gehen. Und immer wieder wenn ich in meinem Zimme saß und gelernt habe und merkte wie es krampfte, dann habe ich kurz das Lernen nieder gelegt und habe angefangen bestimmte Rückenübungen zu machen. Übungen wodurch sich mein Rücken und meine HWS gedehnt und entspannt hatte. Da hatte ich tatsächlich ein paar krasse Tage, an denen ich dann fast alle 45 Minuten diese Übungen gemacht habe. Doch immer im Anschluss daran ging es ein kleines bißchen besser.

Denke es ist vom Prinzip her genauso wie die Muskelentspannung nach Jakobsen. Muss aber gestehen, dass ich gezielt darauf keine Lust hatte; dennoch Anspannung und Entspannung ist in solch einem Fall genau das richtige... denke egal ob Jakobson oder ob man einen anderen Weg dafür gefunde hat.

Was noch half: Ich war ja mit den Vorbereitungen zu meinen Prüfungen so ziemlich beschäftigt. Zu Hause und auch wenn ich zum Unterricht gegangen bin. Dort traf ich auch auf neue Menschen. Wenn man unter soziophobisch angehauchte Absetzbeschwerden leidet ist es wirklich keine einfache Situation. Gleichzeitig merkte ich aber immer, wie gut es mir tat unter Menschen zu kommen, mich mit ihnen zu unterhalten; und wie gut es tat, einfach "raus zu kommen".
Raus im Sinne von Tapetenwechsel und raus im thematischen Sinne. Natürlich geht man nicht damit hausieren und erzählt herum das man gerade einen Entzug mitmacht.
Also habe ich einfach versucht klar zu kommen unter den Mitmenschen. Und das war auch gut so. Da habe ich eben nicht mehr an Lyrika, Muskelkrämpfe und wenig essen können denken müssen. Ganz im Gegenteil :D
Das war niht nur eine echte Herausforderung, sondern die beste Ablenkung.
Ablenkung die die ganzen Symptome hat verschwinden lassen. Denn als ich zum Unterricht ging, hat es keine 2 Tage gedauert bis ich normal essen konnte; die Krämpfe waren weg.

Gefühlsdurcheinander / intensieve Gefühle / Wut / Gereiztheit / intensieves Wahrnehmen von Freude:
Im Nachhinein muss ich feststellen das alle die Absetzbeschwerden, die sich auf die Psyche und das Gefühlserleben bezogen am längsten gebraucht haben. Die körperlichen gingen schneller weg. Konnte ja auch mit Magenmedis gezielt entgegenwirken. Was ja bei psychischen Beschwerden nicht so leicht ist.

Was mir hier geholfen hat. Reden, reden, reden. Ich habe viel über mich, meine Situation, meine Gefühle, über die Verwunderung über mein Gefühlserleben geredet. Mit meinen Freunden und auch so manches mit einer Therapeutin besprochen.
Schon allein das Gefühl das da jemand ernsthaft zuhört und ich einfach mal alles los werden konnte; egal wie blödsinnig sich dann das Eine oder Andere im Nachhinein für mich dann wiederum dagestellt hatte. Bin Gefühlsmäßig in so einige Irrungen und Wirrungen gelandet. Mal habe ich bestimmte Situation aus de gegenwart und / oder aus der Vergangenheit auf die eine und dann auf eine andere Weise wahrgenommen /bewertet.
Es sind viele Erinnerungen hoch gekommen. Vieles von denen ich nicht genau wusste... sind sie verantwortlich für all das? Habe darüber mal mit jemanden gesprochen?... es musste einfach mal alles raus, weil alles unterdruckt durch die ganzen Medis. Da denke ich war es auch wichtig, dass es auch raus gekommen ist... wie gesagt, jetzt würde ich teilweise die Hände über den Kopf verschränken und kann mich über einiges nur wundern...doch es war ein Ausdruck des ganzen Chaos.

Sucht Euch jemanden zu reden. Denke, dass ist ganz, ganz wichtig. Hier denke ich, das ist so eine Sache, die geht nur langsam Schritt für Schritt. Und auch wichtig, über jeden noch so kleinen Erfolg - der kann auch so kleine wie ein Fussel sein - freuen. Immer vor Augen führen was man unter solchen Umstände alles geschafft hat.

Und auch hier, Ablenkung, sehr wichtig.

Ich denke, die Tatsache das ich abgesetzt habe kurz vor meinen Prüfungen war gar nicht so verkehrt. natürlich war ich die ganze Zeit stinkwütend, dass ich wegen dem Behandler so viel Zeit verloren hatte zum Lernen. Wütend das alles so gelaufen ist und auch darüber, dass es wahrscheinlich nicht geklappt hat mit den Prüfungen.
Doch wenn ich diese Absetzbeschwerden hätte mit machen müssen, ohne gezwungen zu sein, trotzdem"zu funktionieren", ohne die dadurch bedingte totale Ablenkung... denke, dann hätte ich mich richtig da hinein gesteigert... oder ich weiß auch nicht; jedenfalls wäre das nicht so gut gewesen.

Die soziale Phobie hat sich innerhalb kürzester Zeit gelegt. Hatte nur einmal diesbezüglich so ein Erlebnis im Unterricht. Doch dies resultierte daraus, dass ich in einer bestimmten Situation deutlich gemerkt habe, dass ich wegen dem Lyrika, also dass ich mehrere Monate nicht mehr denken und lesen usw. konnte, einen kleinen Text nicht analysieren konnte. Also hinsichtlich der ganz einfachen Frage, was will die Person, um die es in dem Text geht? Und diese Situation wa so, dass es hätte sein können, dass ich vor allen Kollegas diese Frage hätte beantworten müssen... das war ein kleiner Schok für mich, weil ich begriff, das ich das gar nicht konnte... so etwas, was so selbstverständlich für mich war, das ich nie und nimmer auf die Idee kahm, darüber nach zu denken.
Folge war ne Minipanikatake; die Angst, was ist wenn ich dazu aufgefordert werde?
Meine Lösung dazu: Falls ich dran kommen würde, legte ich mir einen Satz zurecht, womit ich auf recht unverschämte Weise mich weigern würde etwas zu sagen. Anschließend habe ich zu Hause ganz6 stumpf trainiert kleine Texte zu lesen und diese dann in ein, zwei Sätzen zusammenzufassen in eigenen Worten. Es half.

Genereles Fazit:

Alles an Absetzbeschwerden haben mir den Eindruck vermittelt, ich werde verrückt, es geht nicht vorbei, und ja, es war für mich die reinste Hölle. Weil einige Beschwerden, da kann man nicht wirklich was gegen machen... leider... einfach nur aushalten. So zum Beispiel der Schüttelfrost und gleichzeitige Hitzewallungen. Das nächtliche Erwachen, das schlimme Magengefühl, das Abnehmen und die körperliche Schwäche.
Aber wenn man weiß, das es WIRKLICH VORÜBERGEHEND ist, dann hilft es. Gegen Herzrasen, Unruhe, Gereiztheit, Einschlafschwierigkeiten, Magen-Darm-Probleme kann man was machen.
Obwohl gegen Unruhe und Gereiztheit bestimmt auch in gewissen Maßen. Ablenkung und / oder Entspannung - egal wodurch - werde da wohl hilfreich sein.
Die Tipps hier aus dem Forum haben mir da sehr geholfen. Auch sowas wie, dass ich es vermieden habe Abends noch was süßes zu essen. Das hat auch geholfen. Weil ich tatsächlich gemerkt habe, das wenn ich Abends da zugeschlagen habe, dass ich dann Morgens mit diesem unguten Gefühl erwacht bin.
Mir haben die Beiträge und Erfahrungsberichte geholfen, weil ich dadurch auch den Glauben daran bekahm, dass das alles vorübergehend ist.
Und auch wichtig, nicht einigeln. Viel raus gehen. Auch wenn man diese soziophobischen Ängste hat; wenn man nciht alleine raus mag, suchr Euch jemanden der mit geht. Wenn es Euch schwer fällt raus zu gehen, lieber kleine Strecken spazieren gehen, aber dafür öffter. Oft hatte ich das Gefühl ich hätte vor bestimmten Situationen Angst. Doch als ich es dann trotzdem tat, merkte ich, dass ich in wirklichkeit keine Angst hatte. Es war eher so eine Angst, dass ich Angst haben könnte. Doch wenn ich die Dinge nicht getan hätte, hätte ich es so nicht herausgefunden.

Das wa`s für`s erste. Wenn mir noch mehr an Tipps oder so einfällt, dann werde ich hier wieder schreiben. Doch denke ich, ist es schone ine ganze Menge geworden.

Ich hoffe das ich mit meinen Erfahrungen einigen helfen konnte.

Alles gute Allen hier und liebe Grüsse von
akili :group:
okt.2006 Mirtazapin: NW: nach 2-wöchiger Einnahme , schwere Depressionen, Suizidversuch, soziale Phobie, Angstzustände, Schlaflosigkeit; gar kein Selbstbewusstsein mehr,leicht beeinflussbar,leichtgläubig;Persönlichkeitsveränderung;keine Anamese und körperliche Untersuchung
wechsel zu Duloxepin,Citalopram NW: s.o
Folge: im Dez. 2006, 2-ter Suizidversuch
ab Dez. 2006,Valproad,Seroquell1200, Tavor, Zopiclon
kurz Dipiperon: aufgeputscht
NW: 5 Jahre lang jeden Tag zwanghafte Suizifgedanken, Depressionen, Ängste etc., Krämpfe,Entzündungen,Müdigkeit-->bei der Arbeit mehrmals vom Stuhl gefallen; Selbstverletzungsdrang; Ich wurde durch Valproad "dümmer"
2009: Lyrika dazu
NW: Gedächtnisprobleme,Gleichtgewichtssinnstörung
2010: Valproad,Seroquell ausgeschlichen
Lyrika Alleinmedi,neue Symptome von Depression in ungekannte Intensität,Gedächtnisverlust,am Schluss nicht mehr sprechen, Gedankenrasen, so schlimm,dachte verliere meinen Verstand
Sept 2010 bis Febr. 2011: mein behandelnder Arzt:ist "neue" Depression; also kamen folgende Medis dazu:
Trevilor: nach nur 6 Tabletten, war ich orientierungslos, Suizidal, und mein Kopf war "blockiert" ich konnte meine Gedanken nichr mehr aussprechen
Edronax: nur noch am weinen und nicht mals zum Sprechen Antrieb
Elontril: NW bauten sich langsam auf; erste 2 Tage entspannt, dann oziale Phobien, Depressionen, Ängste, Krämpfe in Rückenmuskulatur, Füße - konnte nur mit Schuhen schlafen und im Kinn - konnte nicht essen und sprechen.
Valdoxan: Schlaflosigkeit,Schmerzen, Angstzustände, Herzrsaen,keinen Antrieb
div Johanniskrautpräparate: Angstzustände, soziale Phobien, Müdigkeit, Tinitus
seit Febr./März 2011 Lyrika abgesetzt
seit der Entzug vorbei ist, ich gar keine Psychopharmaka einnehme, habe ich gar keine Probleme mehr; keine Depressionen, keine soz Phobien, keine Ängste, keine Panikattacken, keine Gedächtnisprobleme... nichts dergleichen

Das-kleine-Runde

Re: Hat jemand Erfahrung beim Absetzen von Lyrica

Beitrag von Das-kleine-Runde » Freitag, 22.07.11, 9:40

Liebe Akili :) ,

1000 Dank für Deinen Bericht :D .

Ich denke, solch klare und aufmunternden Worte sind vielen hier, die gerade mit Absetzbeschwerden Kämpfen und das Vorübergehende daran gar nicht mehr sehen eine große Hilfe. :D

Und ich freu mich sehr für Dich, daß es Vergangenheit ist.
Wann bekommst Du denn die Ergebnisse von deinen Prüfungen?

Alles Liebe :hug:
Rundi

akili
Beiträge: 22
Registriert: Samstag, 12.03.11, 9:59

Re: Hat jemand Erfahrung beim Absetzen von Lyrica

Beitrag von akili » Montag, 25.07.11, 9:46

Hi Rundi :)

ich hatte es ja versprochen, dass ich über meine Erfahrungen beim Absetzen hier schreiben werde. Da ich erst mal selbst ei wenig zur Ruhe kommen musste, hat es ein bissel gedauert bis ich es dann auch tat.
Da es genau das Problem war bei mir, eben das Gefühl dass das alles dauerhaft ist, hatte ich so eine Art inneres Bedürfnis das noch ein mal zum Ausdruck zu bringen, das es vorübergehend ist.
Keine ahnung warum, doch wenn man auch nur ein bissel daran glaubt, dann hilft das sehr. Also mir hat es ungemein geholfen. Das war nicht zu unterschätzen.

Ich muss noch einige Wochen auf die Ergebnisse warten. Solange muss ich dann weiter lernen. Was aber jetzt etwas schwierig geworden ist. Hatte leider Kortison nehmen müssen und leider psychisch nicht gut vertragen. Also wieder von vorne aus dem Loch krabbeln :sick: Iwi hab ich mit Medis in letzter Zeit sehr viel pech. Weil musste auch Antibiotika nehmen, die ich ebenfalls nicht vertragen habe. Von einem habe ich sogar mein Kurzzeitgedächtnis für 2 Tage verloren.
That`s life halt. ---> :sports: Ich versuche jetzt so zu verfahren es immer wieder zu versuchen.

Liebe Grüsse von
akili :hug:
okt.2006 Mirtazapin: NW: nach 2-wöchiger Einnahme , schwere Depressionen, Suizidversuch, soziale Phobie, Angstzustände, Schlaflosigkeit; gar kein Selbstbewusstsein mehr,leicht beeinflussbar,leichtgläubig;Persönlichkeitsveränderung;keine Anamese und körperliche Untersuchung
wechsel zu Duloxepin,Citalopram NW: s.o
Folge: im Dez. 2006, 2-ter Suizidversuch
ab Dez. 2006,Valproad,Seroquell1200, Tavor, Zopiclon
kurz Dipiperon: aufgeputscht
NW: 5 Jahre lang jeden Tag zwanghafte Suizifgedanken, Depressionen, Ängste etc., Krämpfe,Entzündungen,Müdigkeit-->bei der Arbeit mehrmals vom Stuhl gefallen; Selbstverletzungsdrang; Ich wurde durch Valproad "dümmer"
2009: Lyrika dazu
NW: Gedächtnisprobleme,Gleichtgewichtssinnstörung
2010: Valproad,Seroquell ausgeschlichen
Lyrika Alleinmedi,neue Symptome von Depression in ungekannte Intensität,Gedächtnisverlust,am Schluss nicht mehr sprechen, Gedankenrasen, so schlimm,dachte verliere meinen Verstand
Sept 2010 bis Febr. 2011: mein behandelnder Arzt:ist "neue" Depression; also kamen folgende Medis dazu:
Trevilor: nach nur 6 Tabletten, war ich orientierungslos, Suizidal, und mein Kopf war "blockiert" ich konnte meine Gedanken nichr mehr aussprechen
Edronax: nur noch am weinen und nicht mals zum Sprechen Antrieb
Elontril: NW bauten sich langsam auf; erste 2 Tage entspannt, dann oziale Phobien, Depressionen, Ängste, Krämpfe in Rückenmuskulatur, Füße - konnte nur mit Schuhen schlafen und im Kinn - konnte nicht essen und sprechen.
Valdoxan: Schlaflosigkeit,Schmerzen, Angstzustände, Herzrsaen,keinen Antrieb
div Johanniskrautpräparate: Angstzustände, soziale Phobien, Müdigkeit, Tinitus
seit Febr./März 2011 Lyrika abgesetzt
seit der Entzug vorbei ist, ich gar keine Psychopharmaka einnehme, habe ich gar keine Probleme mehr; keine Depressionen, keine soz Phobien, keine Ängste, keine Panikattacken, keine Gedächtnisprobleme... nichts dergleichen

Extreme99
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Re: Hat jemand Erfahrung beim Absetzen von Lyrica

Beitrag von Extreme99 » Dienstag, 26.07.11, 11:18

Hi du,

schön, dass du schreibst und noch schöner, dass es dir wieder gut geht! Bist du jetzt komplett durch mit dem Entzug? Ich hänge noch ein Stück drin - auch wenns schon etwas besser geht ...

Wann und wie hat es bei dir aufgehört? Du hast einfach gar nichts mehr gemacht, nur leichten Sport?

Ich hab vor allen Dingen noch so ein komisches nervöses gefühl, vor allem beim morgendlichen aufwachen, manchmal etwas übel und totale angst, dass es nicht vorbei geht ... Achja, ab und an Schmerzen und ich hab das Gefühl, dass viele alte Beschwerden langsam verschwinden, aber dafür neue Syptome kommen, wenn auch nicht so hart ... Hast du ähnliches erlebt? Würde mich über eine antwort sehr freuen, du weiß ja, wie verzweifelt man ist :-) 10. woche bei mir ...


gruß

extreme und weiter alles Gute!

akili
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Re: Hat jemand Erfahrung beim Absetzen von Lyrica

Beitrag von akili » Mittwoch, 27.07.11, 19:03

Hallo Extreme :) ,

welches Medikament bist Du gerade am reduzieren? Oder hast Du es schon ganz weg gelassen und kämpfst nun mit den Folgen des Weglassens?
Ich hatte es auch das ich Morgens schon mit Herzrasen aufgewacht bin. Und auch ein paar Tage das ich Abends Herzrasen hatte und deshalb nciht einschlafen konnte.
Ich wusste das es kein Normalzustand ist, das es vorübergehend war. Nur war die Frage wie lange es dauert. Also habe ich für mich "beschlossen" das durchzustehen. Und dazu war es erforderlich alles mögliche an Strategien mir auszudenken oder woanders Tipps dazu einholen und einfach ausprobieren. Ganz simpel eins nach dem andren ausprobieren, bis ich was entdecke was mir gut tat.

Was mir geholfen hat, war, ich hatte eine gute Bekannte, die hatte vor ca. 2 Jahren auch ihre Antidepressiva abgesetzt. Sie hatte jetzt gar keine Absetzbeschwerden, aber ihre Gefühle waren jahrelang durch die Medis unterdrückt. Und diese kahmen nun alle auf einmal wieder. Und so hatte sie es auch, dass all diese Gefühle sich auf ihren Beinen niederliesen. So wie ich das auch empfunden hatte, das sich mein Körper ängstlich anfühlte. Vor allem wenn ich draußen an Menschenvorbei ging.

O.K., ob das jetzt für alle stimmt sei mal dahin gestellt. Doch dadurch, also das Gespräch, konnte ich begreifen das es NUR VORÜBERGEHEND ist. Das beruhig ungemein. MIt dieser guten Bekannten habe ich täglich mehrmals gesprochen. Über jeden kleinen SChei***... eh ich mein natürlich über jeden kleinen Fussel der mich störte. Und ich sprach viel mit meiner Mutter. Sie hatte nicht so viel Verständnis in dem Sinne, weil sie so was nicht mit gemacht hatte. Aber sie hat mir zugehört und war einfach da. Genauso wie eine sehr gute Schulfreundin von mir. Auch sie hat mir geduldig zugehört.
Wie gesagt, reden, reden, reden... das entlastet wirklich.

Ja dann war es der Sport. Jeden Morgen um den Block gelaufen. Und einmal in der Woche zu so einem Rückensport.
Also ich habe mir wegen dem Laufen folgendes gedacht. Durch den Entzug hatte ich soziophobische Tendenzen und so heftige Herzrasen. Und Sport (im Idealfall 45 Minuten Ausdauersport einmal die Woche) hilft gegen Hochblutdruck... das habe ich auf`s Herzrasen einfach mal so übertragen. Und Sport hilft gegen Angsterkrankungen. Weil wenn man mehr Kondition hat, dann "tickt das Herz i Stressstituationen nicht so scnell aus". Also habe ich das auch auf das soziophobische Übertragen.
Ich fand das hörte sich für mich logisch und nicht verkehrt an. Also, das war ganz wichtig, glaubte ich ganz fest daran was ich tat.

Na klar hatte ich Zweifel hi und da. Kann man hier nach lesen in diesem Thread. Aber keine Zweifel hinsichtlich dessen das mir Laufen helfen wird und dies dann nur eine frage der Zeit ist. Und es ist komisch. Aber das bißchen Laufen hat mir schon genügt zuversichtlicher zu sein. Zuversichtlich, das es mir bald besser gehen wird. Weil nach dem Laufen, zu Hause angekommen, war ich stolz auf mich, dass ich mich dazu aufgerafft habe. Das ich die Strecke von Tag zu Tag besser laufen konnte. All` das hat mein Selbst gestärkt und auch den Glauben an mich. Und das wieder lies mich positiver denken.
Weißt wie ich`s meine und worauf ich hinaus will?

Was auch wichtig war neben dem Laufen war die Tatsache das ich eine feste Tagesstruktur hatte. Aufstehen, danach laufen. Danach belohenen mit einem frühstück auf meinem Balkon. Wenns kalt war habe ich ne Jacke genommen dazu. Nach dem ich das genossen habe, habe ich mich an den Schreibtisch gesetzt und gelernt. Mittagessen zu festen Zeiten einplanen, damit ich nicht auf die Idee komme nicht zu essen. Zeit zum kochen einplanen auch wichtig. Zweimal die Woche zum Unterricht. Und jeden Freitag und / oder Samstag Abend etwas unternommen. Zu Freunden gegangen oder ins Kaffe oder sonst was gemacht.
Klingt nach nem aufwendigen Plan. Ja das stimmt. Einiges muss man sich vorher überlegen und die Zeit zum Planen investieren. Wann mache ich was. Was brauche ich für jenes und dieses. Aber all` das gehört auch dazu. Und zwar dazu sich abzulenken. Je mehr Du zu tun hats, desto wniger bist Du hinsichtlich der Absetzbeschwerden aufmerksam.

Gegen Herzrasen habe ich es mal mit einem Betablocker versucht. Es hat geholfen, aber ich habe es nicht vertragen. Also ich nahm es nur einen Tag. Und die Tage danach war es komischerweise nicht mehr so schlimm mit Herzrasen. Und falls doch mal ein Abend, dannhabe ich Baldrian genommen. Und ein, zwei Tage habe ich, damit ich nicht ständig unruhig bin, Lasea genommen. Lavendelöl. Es hat sofort bei mir gewirkt. Habe ich aber nur paar Tage genommen, weil ich mich ohne besser konzentrieren konnte.

Also so ganz schlimm mit Schüttelfrost, Hitze, Durchfall, nicht essen können, soz Phob und allem, hat es ca. 14 Tage gedauert.
Danach hat es noch ca 4 oder 5 Wochen gedauert bis es sich hinsichtlich meiner Gefühle eingependelt hatte. Ich hatte vor allem das Gefühl der Wut und Gereiztheit wegen der ganzen Situation bei. Aber ich kann Dir jetzt nicht genau sagen wann es aufhörte, weil cih ja dann anschließend in einem Prüfungsverfahren drinn war und emine Nerven sowieso deshalb gereizt waren. Denke der Üergang ist da fließend gewesen.

Und denke es kommt auch darauf an was für ein Medi man genommen hat. Das Lyrika ist ja kein AD. Das heißt da konnte sich während der Einnahme die Rezeptoren für Serotonin, Neuadrenalin und / oder Dopamin nicht zurückentwickelt haben, weil Lyrika ganz anders wirkt.
Dennoch vergleichbare Symptome gehabt wie beim Absetzen von SSRI`s...hm...

Doch wie gesagt, ganz ganz wichtig neben Sport, irgendeine regelmäßige Tagesstruktur, damit man abgelenkt ist und sich auf anderes versucht zu konzentrieren. Ja ich weiß, das ist sehr leicht gesagt in solchen Situationen. Aber ich steckte da selbst drinnen und habe es so, auch wenn es hammer chwer war, versucht zu lösen. Unter Menschen gehen schadet da nicht.
Viel über das was man da durchmacht mit jemanden reden. Alternativ vielleicht für diese Zeit ein Tagebuch führen, wenn man niemanden zum reden hat. Aktivitäten planen und selbst wenn man keine Lust dazu hat, durchziehen.
Und positiv versuchen zu denken. Denken beeinflusse die Gefühle. Habe es auch lange für mumpiz gehalten, aber auch das habe ich am eigenen Leib erfahren dases stimmt. Immer wenn ich ich selbst erwischt habe mit negativen Gedanken, Gedanken der Hoffnungslosigkeit, dann habe ich mir überlegt, wie ma das positiv sehen / formulieren kann. Das habe ich fast bis zum erbrechen praktiziert.
Und shließlich habe ic dann ällmählich selbst eine positive Einstellung entwickelt.

Ach ja, da fällt mir noch ein, ich habe Autogenes Training gemacht. Also kann man alles was einen entspannen könnte in den Tag einbauen. Und wennman nciht weiß was einen entspannt, ruhig neue Dinge ausprobieren. Das lenkt auch das Bewusstsein von den Absetzbeschwerden ab.

Zu neuen Symptomen vermute ich mal, dass es Absetzbeschwerden mit Verzögerung sind. Sowas hatte ich auch. Habe nach ca. 4 Wochen oder so unangenehme Druckgefühle im Kinn und Kieferbereich bekommen.
Das was neu an Symptomen hinzukommt ist auch nur vorübergehend. Hm...ich habe mir da vorgestellt, dass der Körper einem mit allen MItteln einfach sagen möchte, "gib noch mer Stoooooff!" Wenn man den Körper nur lange genug danach schreien lässt und ihm nichts giibt, wird er sich früher oder später damit abfinden müssen :D
Also mich hat diese Vorstellung belustigt. Und so habe ich es für mich etwas bagatelisieren können, damit es keinen so hohen Platz in meinem Leben einnimmt. Habe immer wenn was war mir selbst gesagt, "Och Du willst was? Ätsch kriegste aber nicht. Pech gehabt, weil mein Leben jetzt schöner wird ohne dem Medi." Ich weiß tönt strainge, aber hilft.

Hoffe Du kannst damit was anfangen?

Liebe Grüsse von
akili.
okt.2006 Mirtazapin: NW: nach 2-wöchiger Einnahme , schwere Depressionen, Suizidversuch, soziale Phobie, Angstzustände, Schlaflosigkeit; gar kein Selbstbewusstsein mehr,leicht beeinflussbar,leichtgläubig;Persönlichkeitsveränderung;keine Anamese und körperliche Untersuchung
wechsel zu Duloxepin,Citalopram NW: s.o
Folge: im Dez. 2006, 2-ter Suizidversuch
ab Dez. 2006,Valproad,Seroquell1200, Tavor, Zopiclon
kurz Dipiperon: aufgeputscht
NW: 5 Jahre lang jeden Tag zwanghafte Suizifgedanken, Depressionen, Ängste etc., Krämpfe,Entzündungen,Müdigkeit-->bei der Arbeit mehrmals vom Stuhl gefallen; Selbstverletzungsdrang; Ich wurde durch Valproad "dümmer"
2009: Lyrika dazu
NW: Gedächtnisprobleme,Gleichtgewichtssinnstörung
2010: Valproad,Seroquell ausgeschlichen
Lyrika Alleinmedi,neue Symptome von Depression in ungekannte Intensität,Gedächtnisverlust,am Schluss nicht mehr sprechen, Gedankenrasen, so schlimm,dachte verliere meinen Verstand
Sept 2010 bis Febr. 2011: mein behandelnder Arzt:ist "neue" Depression; also kamen folgende Medis dazu:
Trevilor: nach nur 6 Tabletten, war ich orientierungslos, Suizidal, und mein Kopf war "blockiert" ich konnte meine Gedanken nichr mehr aussprechen
Edronax: nur noch am weinen und nicht mals zum Sprechen Antrieb
Elontril: NW bauten sich langsam auf; erste 2 Tage entspannt, dann oziale Phobien, Depressionen, Ängste, Krämpfe in Rückenmuskulatur, Füße - konnte nur mit Schuhen schlafen und im Kinn - konnte nicht essen und sprechen.
Valdoxan: Schlaflosigkeit,Schmerzen, Angstzustände, Herzrsaen,keinen Antrieb
div Johanniskrautpräparate: Angstzustände, soziale Phobien, Müdigkeit, Tinitus
seit Febr./März 2011 Lyrika abgesetzt
seit der Entzug vorbei ist, ich gar keine Psychopharmaka einnehme, habe ich gar keine Probleme mehr; keine Depressionen, keine soz Phobien, keine Ängste, keine Panikattacken, keine Gedächtnisprobleme... nichts dergleichen

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