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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
robotnik
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Re: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von robotnik » Samstag, 13.01.18, 17:51

Hallo Katja, schön zu hören dass du dich normaler fühlst mit dem Reduzieren der Medikation!

Ja, die Depression war mit Abstand die schlimmste Zeit, viel schlimmer als die psychotische.

Danke für den Link. Merkst du auch eine Besserung in Antrieb und Interesse?

schöne grüße
robotnik

Katja
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Re: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von Katja » Samstag, 13.01.18, 18:33

Hallo Robotnik,

das ist schwer zu beantworten: Im Moment (das heißt allerdings schon seit Monaten) lerne ich halt hauptsächlich für eine wichtige Prüfung und das macht mir gar keinen Spaß. Dementsprechend habe ich da auch kaum Motivation/Antrieb und ich quäle mich so durch die Tage. Meine Psychologin sagt deswegen immer, dass sie glaubt, dass meine Minussymptome an der ungünstigen Situation liegen. Also weil ich nur lerne und sonst nichts erlebe, habe ich laut ihr auch die Spracharmut - weil es einfach nichts Neues zu erzählen gibt.
Bzgl. Interessen habe ich ja wenigstens wieder angefangen eine Sprache mit der Duolingo App zu erlernen. Aber wenn ich das damit vergleiche, wie vielseitig interessiert (und motiviert) ich vor der Psychose war, ist da zwar eine kleine Besserung zu bemerken seit Absetzen der Medikamente, aber immer noch ein Riesenunterschied zu vorher. Sport interessiert mich auch gar nicht.

Bei mir schwebt da immer eine kleine Angst mit: Dass ich eh wieder eine Psychose bekomme und dann eh wieder bei 0 anfangen muss. Oder gar für immer geisteskrank werde und mein Leben lang in die Psychiatrie/eine soziale Einrichtung muss - dass Sprachen lernen also keinen Sinn ergibt.

Liebe Grüße
Katja
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robotnik
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Re: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von robotnik » Samstag, 13.01.18, 19:07

Danke für deine Antwort Katja,


da hab ich ein schönes lied für dich, vielleicht gefällts: https://www.youtube.com/watch?v=lYBUnj7bLRM

Es ist echt schwierig in dieser Situation, nicht zu wissen ob es wieder passiert mit der Psychose...doch denke ich dass es der beste Weg ist, langsam die Medikation zu reduzieren und parallel bei der Psychotherapie an Stabilität zu gewinnen.

Was glaubst du welche Faktoren bei dir eine Rolle gespielt haben, um diese Psychose auszulösen. Deine Ärzte meinen ja das es wegen der MS ist. Du hast auch von schlaflosen Nächten berichtet...

lg
Robotnik

Katja
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Re: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von Katja » Samstag, 13.01.18, 23:28

Hallo Robotnik,
robotnik hat geschrieben:
Samstag, 13.01.18, 19:07
da hab ich ein schönes lied für dich, vielleicht gefällts: https://www.youtube.com/watch?v=lYBUnj7bLRM
sehr nett, so alte Musik :) Optimismus ist mir seit der Psychose echt viel zu fremd geworden, ich hoffe echt, das kommt zurück. Glaube auch, dass das die beste Medizin ist!
robotnik hat geschrieben:
Samstag, 13.01.18, 19:07
Was glaubst du welche Faktoren bei dir eine Rolle gespielt haben, um diese Psychose auszulösen. Deine Ärzte meinen ja das es wegen der MS ist. Du hast auch von schlaflosen Nächten berichtet...
Ja, zwei schlaflose Nächte hatte ich schon 2015 vor lauter Sorgen um die MS-Diagnose. Dann hat die MS durch einschlafende Hände Schlafstörungen verursacht und dann kam noch Grübeln über meine Kindheit hinzu. In der Psychiatrie meinte ein anderer Mitpatient mal, dass er sich kurz vor seiner Psychose zu sehr in eine Selbstanalyse abgetaucht war. War das bei dir vielleicht auch so? Jedenfalls kamen zu den Schlafstörungen noch Arbeitslosigkeit und familiäre Probleme - vielleicht war das alles zusammen einfach zu viel.. Jedenfalls hatte ich mich 2016 schon um einen Termin bei einer Psychotherapeutin gekümmert, aber dann kam da der Psychatrieaufenthalt dazwischen.

Liebe Grüße
Katja
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Jofab
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Re: Minussymptomatik oder Nebenwirkungen der Neuroleptika (Paliperidon)

Beitrag von Jofab » Sonntag, 14.01.18, 10:01

Hallo robotnik,

ich habe eben bei dir reingelesen und bin so froh, einen Beitrag gefunden zu haben !
Auch, was Katja beschreibt, sind genau meine Erfahrungen. Diese totale Leere im Kopf bei einem Gespräch, überhaupt ein Thema zu finden. Das macht sich auch beim Schreiben hier im Forum extrem bemerkbar.
Das war vor Wochen noch anders.
Am allerschlimmsten aber finde ich die absolute Interessenlosigkeit, die du auch beschreibst. Ich sterbe vor Langeweile,
weil ich mich durch nichts ablenken kann. Der Tag ist endlos. Mich interessieren keine Bücher, keine Filme - gar nichts !
Ich konnte das bisher gar nicht deuten.
Wenn ich mich vor den Fernseher setze, mus ich nach kurzer Zeit wieder damit aufhören, weil es mich nervt.
Beim Telefonieren ist es auch ganz schlimm. Ich kann gar nicht abwarten, das Gespräch zu beenden.
Das geht bis hin zu suizidalen Gedanken, weil der Tag so endlos ist und meine Gedanken immer nur um diesen Zustand kreisen.

Ich habe Fluoxetin (ein SSRI) leider im Mai kalt abgesetzt und versucht, mich nach 3 Monaten wieder einzuschleichen.
Scheint nicht funktioniert zu haben. Konnte mich nicht stabilisieren. Bin nur bei 0,9 mg.
Jetzt habe ich mich entschieden, langsam abzudosieren.

Und kann nur inständig beten, dass es sich mit dem Reduzieren bessert.

Liebe Grüsse
Ilse
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JamieUlulu 69KatjaLinLinaArianrhodpadma
Symptome : beim Erwachen Herzrasen, starke Ängste, sehr negative Gedanken u.Gefühle, innerlich total zittrig, nervös, unkonzentriert, freudlos, appetitlos, ab abends leichte Besserung
Angstgefühle, total desinteressiert
Diagnose : Depression wegen Wechseljahren
Fluoxetin 20mg März 2005 - Sept. 2016 / abgesetzt über 3 Mo. weil es nicht mehr wie am Anfang wirkte. Okt. 16 auf 0

Febr. 17 wieder eindosiert 10 mg, nach 10 Tagen heftigste Beschwerden. Trotzdem lt. Neurologen erhöht auf 20 mg - zusätzlich Diazepam/ aber nur 10 Tage morgens 10 Tropfen. Beschwerden nach Wochen besser, aber keine stimmungsaufhellende Wirkung mehr.
Plötzlich Gefühl, es wird wieder schlechter. ( Tod des Exmannes - mag getriggert haben )
Total in Panik geraten !

Entschieden abzusetzen, wollte keine jahrelange Odysee mit verschiedenen Medikamenten und Klinikaufenthalten, so schlau war ich schon.
leider lt.Neurologen !!! abgesetzt auf 0 : 25. Mai 2017, obwohl ich 2016 beim Absetzen schon
selbst 3 Monate langsam reduziert hatte.
Absolut und blind dem Arzt vertraut.

1. Absetzen : August/Sept.2016 über 8 Wochen 10 mg Fluoxetin, dann jeden 2. Tag, ab Okt. auf 0
keine Beschwerden, nur wieder leicht depressiv (oder Absetzsymptome ??!), Tageslichtlampe

2. Absetzen : 25. Mai von 20 mg auf 0 / 6 Wochen keine Symptome
Anfang Juli : leicht depressiv, total freudlos, aber noch Energie Mitte Juli : Gefühl von Unwirklichkeit - Derealisation
Anfang Aug. : beim Aufwachen wieder Angst, die den Vormittag anhält, aber kein "innerliches"
Zittern - wird aber spürbar von Tag zu Tag schlechter !!!
22.Aug. : beim Aufwachen Herzrasen (Puls 110), hält bis Nachmittags an. Völlig verzweifelt !!!
ab 28.Aug. 1mg Betablocker Bisoproplolfumarat - übel - nach 2 Tagen abgesetzt

ab 22. Aug. ca.0,5 mg Fluoxetin eindosiert
ab 6.Sept. 0,75 mg + 50 % !
ab 16. Sept. 0,83 mg + 10 % 3x3 Tropf. Cardiodoron - Ingwer gegen Übelkeit
ab 30. Sept. 0,87 mg + 5 % 3x6 Cardio. / morgens immer noch sehr schlimm
ab 9. Okt. 1 mg + 15 % definitiv schlechter - also zurück
ab 25. Okt. 0,92 mg - 8 %
5. + 6. Nov. Pascoflair 1-1- 0 nicht vertragen, abgesetzt
ab 11.Nov. 0,95 mg + 3 %
ab 14.Nov. 0,92 mg zurück
ab 28.Nov. 0,90 mg zurück
ab 14.Jan. 0,87 mg zurück

neu
seit 10. Nov. Auftreten starker Depressionen, ab 14. Nov. erstmalig Suizidgedanken,
Anfang Dez. zunehmend sehr starke Ängste nachmittags, plötzlich Angst vor Alleinsein
wird kontinuierlich schlimmer
ab Jan. 18 körperlich starke Angstgefühle ab morgens, hält ganzen Tag an

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