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Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

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Den87
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Den87 » Samstag, 21.04.18, 11:24

Hallo ich hab irgendwie das Gefühl das mein Zustand chronisch ist. Jeden Tag die selben Gedanken wahrnehmung verzweifelung quälende Gefühle im ganzen Körper
Bin jetzt in Monat 8... Und keine Besserung.
Ist das normal?
Danke
LG
1,5 Jahre venlafaxin genommen und öfter alkohol getrunken nie Probleme mit der Kombination
Auf einmal ging es mir schlecht und ich bin in die psychatrie wo einige Medikamente getestet worden sind der Zustand würde immer schlimmer
Wahrnehmungsveranderung,persönlichkeitsveränderung
, komplette wesensveranderung, nicht mehr konzentrieren sehr starke Unruhe
Ängste, Gefühl verrückt zu werden, nervenschmerzen muskelschmerzen beine, Gefühl gehirn funktioniert nicht mehr, aufdrangende gedanken, Druck Gefühl Kopf /Gehirn, gehirn schmerzen, schlechte konzentrazion, keinen Antrieb mehr, kann mich nicht mehr freuen, gehirn schmerzen, bewegungsdrang, sitzunruhe, Gedanken fest hängen, quälendes Gefühl im ganzen Körper, benommen, keine Lebensfreude mehr, kann keine Reize mehr wahr nehmen, körperlich und geistig behindert
Meine aktuellen Medikamente seid Dezember 17
Mirtazapin 30 abends
Lamotrigin 25 abgesetzt 17.04.18
Opipramol 50 morgens 100 abends
Seroquel 50 abgesetzt 6.3.18
Folsan 5 abgesetzt 18.4.18
Alpha liponsaure 200
Fischöl
Kurkuma
Davor alles mögliche an neuroleptika, antidepressiva,... jeden Tag was anderes und der Zustand würde immer schlimmer...
Sachen wie meine Hobbys kann ich nicht mehr nach gehen, kann mich nicht entspannen, habe manchmal das Gefühl das ich ein andere Mensch bin.

Black-Hannah
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Black-Hannah » Sonntag, 22.04.18, 16:16

Hey Den,

mit Hypnose kenn ich mich nicht aus, ich denke das muss jeder für sich selbst herausfinden, ob es einen positiven Effekt hat. Kann mir aber vorstellen, dass es besonders im Umgang mit wirren Gedanken hilfreich sein kann.

Da sich mein Zustand auch nach 7-8 Monaten noch ein mal verschlechterte, dachte ich auch der Zustand ist jetzt chronisch und es bleibt jetzt so, für immer. Aber er tat es nicht.
Kurze Zeit später verbesserte sich einiges, zumindest was Intensität der Symptome anbetraf. Seitdem "häng" ich diesem leicht verbesserten Zustand fest. Einige Fenster, die auch mal paar Stunden andauern können aber auch immer wieder Wellen.

Einen Tag an dem plötzlich alle Symptome weg sind, wird es wohl nicht einfach so schnell geben. Aber es wird besser werden, eben Stück für Stück.
Wie gesagt; Geduld ist wichtig und nicht immer über seinen derzeitigen Zustand und die Symptome grübeln, das entlastet die Gemütsverfassung ebenfalls.

Alles Gute und Liebe Grüße
Hannah
Diagnose: Depression (endogene) Januar 2010

Venlafaxin 75mg, hochdosiert weil keine Besserung

seit Frühjahr 2010 225mg Venla (NW Durst, Schwitzen)
seit 2011-2013 stärkere täglicher Cannabiskonusm
wegen zunehmender Teilnahmslosigkeit und Emotionsmangel runterdosiert

ca.Sommer 2012 runter auf 150mg,
Verbesserung des Gemütszustandes, größere Bandbreite an Emotionen

Frühjahr 2015 runter auf 75mg
erstes Mal starke Absetzerscheinungen (Schwindel, Brain-Zaps)
angefangen mit Sport, weniger Cannabiskonsum

September/Oktober 2016 runter auf 37,5mg
NW: Schwindel erstes Mal Unruhe, Angst und Panikgefühle

Mai/Juni 2017 runter auf 0
Sehr starke Absetz/Entzugserscheinungen: Schwindel,Gangunsicherheiten,Brain-Zaps, Ohrensausen/druck, starke Stimmungsschwankungen
Juli/August Magen-Darm-Probleme, diverse Unverträglichkeiten, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, Herzrasen, Angst/Panik
Verzicht auf Kaffee, Schwarzer Tee, Cannabis, Milchprodukte

Oktober Downphase, Suizidgedanken, ständiges Wasserlassen(immer noch bzw. immer wieder), Grübeln
seit Dezember/Januar wieder häufige Angstzustände, Grübeln/Denken über jetziges Leben/Vergangenheit/Kindheit/Tod, Suizidgedanken, starke negative Emotionen (Wut, Zorn, Trauer)

seit März 2018 das erst mal seit langem ab und an "gute Tage", bin wieder fähig mich zu freuen

Den87
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Den87 » Sonntag, 22.04.18, 16:19

Hallo Hannah
Danke
Werde es mit der Hypnose versuchen und dann mal sehen
Mein psychater hat mir nun Tavor verschrieben weil er nicht mehr weiter Weiss und meint das wäre chronisch
Danke
LG
1,5 Jahre venlafaxin genommen und öfter alkohol getrunken nie Probleme mit der Kombination
Auf einmal ging es mir schlecht und ich bin in die psychatrie wo einige Medikamente getestet worden sind der Zustand würde immer schlimmer
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, komplette wesensveranderung, nicht mehr konzentrieren sehr starke Unruhe
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Den87
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Den87 » Mittwoch, 25.04.18, 10:42

Hallo Hannah
Wie lange hattest du das,Oktober Downphase, Suizidgedanken, ständiges Wasserlassen(immer noch bzw. immer wieder), Grübeln
seit Dezember/Januar wieder häufige Angstzustände, Grübeln/Denken über jetziges Leben/Vergangenheit/Kindheit/Tod, Suizidgedanken, starke negative Emotionen (Wut, Zorn, Trauer)
Ich habe das seid nem halben Jahr...
Danke
LG
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Black-Hannah
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Black-Hannah » Mittwoch, 25.04.18, 11:59

Hallo Den,

also meine Downphase hat im ca. im Oktober angefangen, mit allen Symptomen wie dort aufgelistet. Die war auch sehr intensiv und hielt im Grunde bis Februar/März an (mit kleinen Besserungen zwischendurch, aber kurz anhaltend). Dann wurde alles weniger intensiv und besonders die Suizidgedanken sind Ende Februar ganz verschwunden.
Aber ich hab mich schon auch 4-5 Monate gequält, insbesondere das Grübeln und die aufdrängenden Erinnerungen waren sehr intensiv. Im Grunde bin ich ganz schön heftig Achterbahn gefahren.

Mittlerweile ist es ein bisschen besser geworden, da alles nicht mehr so unkontrolliert und weniger intensiv auf mich einwirkt. Die depressive Episode hab ich auch überstanden, ca. mit der Zeitumstellung (Winterzeit auf Sommerzeit) war sie verschwunden. Mehr Tageslicht und der veränderte Sonnenstand wirken sich immer immer positiv auf meinen Gemütszustand auf. Das war auch schon immer so, nur im Entzug hab ich mit der dunklen Jahreszeit eben mehr zu kämpfen.

Man muss sich bewusst machen, dass im Entzug das ZNS sehr sensibilisiert ist und einem die meisten Dinge/Umstände noch mehr zu schaffen machen als ohnehin schon. Aber das geht vorüber und wird besser, leider passiert das nicht auf Knopfdruck.

Alles Gute und Liebe Grüße
Hannah
Diagnose: Depression (endogene) Januar 2010

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Den87
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Den87 » Mittwoch, 25.04.18, 13:26

Hallo
Danke ich hoffe es wird bald etwas besser...
Ging es bei dir alleine weg? Oder halt besser?
Ich habe das. Gefühl das es immer schlimmer wird...
War gestern und heute 10 km laufen bringt auch nichts
Es ist egal was ich mache es wird immer schlimmer
Ich Weiss nicht ob das bei mir entzug ist oder wirklich am den Mix mit venlafaxin und alkohol liegt..
Es ist jeden Tag der selben Horror
Danke
LG
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Black-Hannah » Mittwoch, 25.04.18, 17:45

Hallo Den,

das Gefühl in einer Dauerschleife fest zu hängen, gleichzeitig noch die ganzen körperlichen Symptome, wo gefühlt ständig ein neues dazu kommt, kenne ich auch zu gut. Es war auch für mich der Horror.
Es wurde tatsächlich besser, irgendwie von allein. Erinnerungen/Gedanken drängen sich nicht mehr so auf, die Konzentrationsfähigkeit hat sich wieder verbessert, ich kann mich wieder besser mit etwas beschäftigen und hab mittlerweile auch wieder mehr Kraft und Energie.

Bewegung ist schon mal sehr gut. Nur 10 km laufen, klingt ganz schön viel. Vielleicht lieber erst mal kleinere Touren machen. Überanstrengungen sind ebenfalls nicht so gut für das ZNS. Und bei dem derzeitigen Wetter auch besser immer was zu trinken dabei haben. Ausreichend trinken ist immer gut, nicht nur im Entzug.

Liebe Grüße
Hannah
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Den87 » Mittwoch, 25.04.18, 17:51

Hallo
Ok danke
Bin die 10 km so gesehen spazieren gegangen und versucht auf andere Gedanken zu kommen aber leider keine Chance...
Ich überlege venlafaxin wieder zu nehmen oder keine gute Idee?
Danke
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Black-Hannah » Mittwoch, 25.04.18, 21:37

Hallo Den,

spazieren gehen, ist wie gesagt, eine gute Sache. Mir hilft es auch sehr auf andere Gedanken zu kommen, sich die Blumen im Park ansehen oder Enten beobachten, einfach mit der Natur in Kontakt treten, kann sehr heilsam sein. Allerdings denke ich, dass man eben nicht zu plötzlich zu lange unterwegs sein sollte und seinem Körper immer wieder Ruhephasen gönnen sollte. Also eher kleine Wege am Anfang, die man dann nach und nach steigert.

Warum willst du das Venlafaxin wieder nehmen? Versprichst du dir davon eine Besserung? Das halte ich für gar keine gute Idee. Ich denke nicht, dass das klappen wird, denn
1. bist du schon sehr lange ohne Venlafaxin, die Wahrscheinlichkeit, dass du es verträgst ist sehr gering und
2. hast die ja noch jede Menge weitere Medis am Start, die auch auf dein ZNS wirken.
Jetzt ein weiteres Medikament wieder zuzuführen ist absolut nicht zielführend und im Heilungsprozess absolut kontraproduktiv.

Dir bleibt leider nichts anders übrig, als abzuwarten, dich etwas zu stabilisieren und dann die anderen Medikamente langsam auszuschleichen. Ich weiß, dass ist sicher nicht einfach, und ich kann mir vorstellen wie schlecht es dir jetzt geht und wie verzweifelt du bist, aber bitte nehme keine weiteren Medis zu dir, die werden deinen Zustand nicht verbessern, sondern sind ja der Grund warum es dir jetzt so mies geht!

Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute. :)

Liebe Grüße
Hannah
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Den87 » Donnerstag, 26.04.18, 7:39

Hallo Hannah
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Black-Hannah » Montag, 30.04.18, 22:10

Hallo ihr Lieben, :)

ich schreib mal ein Update von mir.

Ich hab jetzt den 11ten Monat ohne Venlafaxin hinter mir und es geht in (sehr) langsamen Schritten in Richtung Besserung. :)

Einige meiner Symptome haben sich gebessert, sind weniger intensiv oder gar ganz verschwunden. Absolut weg sind z.B. die Suizidgedanken (was bin ich froh diese Phase abgeschlossen zu haben), auch die depressive Phase, negative Gedankenketten und die negativen Gefühle sind größtenteils weg oder wenn vorhanden, wesentlich schwächer als noch Anfang März.
Insgesamt hat sich eine Besserung Ende März eingestellt, so ziemlich kurz nach der Zeitumstellung, ich denke, mehr Tageslicht wirkt sich extrem positiv auf meine psychische Verfassung aus.

Der April verlief in typisch sich abwechselnden Fenstern und Wellen. Aber mittlerweile sind die Fenster auch mal lang anhaltend, bis zu mehrere Stunden am Tag sind möglich. Das ist wirklich toll und ich versuche die Zeit so gut wie möglich zu genießen. Denn natürlich folgen wieder Wellen. Schwindel ist nach wie vor mein Hauptbegleiter, manchmal auch eine geringe Unruhe, gelegentliche Magenschmerzen. Die unangenehmen Erinnerungen sind auch noch da, drängen sich aber nicht mehr machtvoll auf, nerven allerdings wenn ich sie habe.

Und auch wenn ich mich teilweise wieder besser konzentrieren kann, etwas mehr Kraft und Energie zur Verfügung habe, merke ich doch, dass ich noch lange nicht wieder fit bin.
Anstrengungen und Erledigungen machen mir schnell zu schaffen, besonders wenn es sehr warm ist oder gar unvorhersehbare Dinge sich ereignen, also sprich, der gewohnte Ablauf des Alltags durcheinander gerät. Da reicht es schon wenn mal eine U-Bahn oder Tram ausfällt, die Schlange an der Kasse im Supermarkt ungewöhnlich lang ist oder allgemein zu viele Menschen sich irgendwo versammeln. Sofort kommt bei mir ein Gefühl der inneren Unruhe hoch und leichte Verzweiflung macht sich breit, sodass ich sofort nur nach Hause möchte.

Mein ZNS ist wohl sehr sensibel und größtenteils gelingt mir der Alltag auch wieder besser als noch vor 2 Monaten. Ich merke nur, dass ich immer noch sehr auf Ruhephasen angewiesen bin und diese mir auch sehr gut tun.

Ach und Apropos gutes (warmes) Wetter… ich konnte mich im April, das erste mal seit langer Zeit wieder über warmes Wetter und die Sonne freuen. Zum Einen gab es natürlich sehr lange kaum Sonnenschein und zum Anderen war Sonne bei mir in den letzten Jahren immer mit dem Wissen/Gedanken verknüpft, Sonne = Schwitzen. Unter der Einnahme von Venlafaxin hatte ich sehr mit der NW des starken Schwitzens zu tun, und unter warmem Wetter habe ich die Jahre immer sehr gelitten. Nachdem ich das Venlafaxin abgesetzt hatte, hat sich die NW Schwitzen wieder komplett gelegt und ich kann das gute Wetter jetzt besser genießen, ohne gleich nasse Klamotten am Körper kleben zu haben. Herrlich. Für mich wirklich ein komplett neues Lebensgefühl. :D


Ich wünsche euch allen das Beste und einen schönen 1.Mai-tag.

Liebe Grüße
Hannah
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Kaenguru70 » Montag, 30.04.18, 22:41

Liebe Hannah,

Ich freue mich für dich, dass es dir besser geht und es ist für alle hier im Forum sehr wichtig solche positiven Berichte zu lesen :group:

Weiter so :party2: und genieße das Leben.

Liebe Grüße
Sarah
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 01.05.18, 9:56

Liebe Hannah,

oh ich freue mich sehr mit dir! Ja, auch wenn es langsam geht und Rückschritte kommen... man sieht ganz deutlich, es geht voran! :party2:

Ich habe gerade anhand deines Textes zum ersten Mal gemerkt, dass der Schwindel bei mir schon seit längerem meistens weg ist :party: Das ist ja mal ein seltsames Gefühl - über 8 Jahre war mir ständig schwindlig (war bei mir auch eine NW, und bei jeder Dosisänderung merkte ichs extem).
Dafür hab ich schon seit bald einem Jahr keine U-Bahn oder Tram mehr von innen gesehen :shock: Sondern hauptsächlich meine Wohnung... Das ist bei mir absolute Reizüberflutung. Ich kenns aber auch, dass in solchen Situationen, die du beschreibst (Alltagsablauf gerät durcheinander) genau das passiert, was du sagst: So ein Gefühl von Überforderung und Verzweiflung und man möchte sofort nach Hause (bei mir mündet es dann leider immer in Panik). Aber auch das ist manchmal schon etwas besser geworden.

Du machst das gut, genieße jede Fensterminute, und die Wellen halte durch :) :sports:
Black-Hannah hat geschrieben:
Montag, 30.04.18, 22:10
Insgesamt hat sich eine Besserung Ende März eingestellt, so ziemlich kurz nach der Zeitumstellung, ich denke, mehr Tageslicht wirkt sich extrem positiv auf meine psychische Verfassung aus.
Wenn das bei dir wirklich so nah zusammenhängt (bei mir auch), dann könntest du mal überlegen, ob du, zumindest im Winter, Vitamin D supplementierst. Ich habe mich letztes Jahr sehr lange damit befasst und auch viele Studienergebnisse durchgelesen und mit meiner Therapeutin darüber geredet. Und ab August supplementiert. Und ich habe - und das trotz Entzug! - einen Unterschied bemerkt. Nicht nur in der Stimmung und dem fehlenden Winterblues, auch beim Immunsystem (ich hatte weder Grippe noch Erkältung noch Halsschmerzen oder irgendwas in der Art. Nur Entzugsgrippen & Co :D ).

Black-Hannah hat geschrieben:
Montag, 30.04.18, 22:10
zum Anderen war Sonne bei mir in den letzten Jahren immer mit dem Wissen/Gedanken verknüpft, Sonne = Schwitzen. Unter der Einnahme von Venlafaxin hatte ich sehr mit der NW des starken Schwitzens zu tun, und unter warmem Wetter habe ich die Jahre immer sehr gelitten. Nachdem ich das Venlafaxin abgesetzt hatte, hat sich die NW Schwitzen wieder komplett gelegt und ich kann das gute Wetter jetzt besser genießen, ohne gleich nasse Klamotten am Körper kleben zu haben. Herrlich. Für mich wirklich ein komplett neues Lebensgefühl. :D
Bei mir dasselbe :)
Das kann man sich eigtl nicht vorstellen, wie schlimm das ist, wenn man wegen des Medikaments so stark schwitzt. Ich war immer ein Mensch, der sogar wenig schwitzt... und dann kamen 8 Jahre AD. Zudem habe ich (das steht auch in den NW) die Sonne sehr schlecht vertragen, kreislauf- und auch hauttechnisch. Auch letztes Jahr im Sommer, als ich nur noch eine sehr kleine Menge AD nahm, war das starke Schwitzen noch da.
Und jetzt im sonnigen April war ich so häufig auf meiner kleinen Terrasse in der prallen Sonne, ohne großartig zu schwitzen - man glaubt gar nicht, dass so ein "kleines Detail" so viel Lebensgefühl ausmacht!

Ich freu mich auf jeden Fall so sehr mit dir und bedanke mich auch für deinen positiven Bericht! :party2: :hug:

LG Lena
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Black-Hannah
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Black-Hannah » Dienstag, 01.05.18, 11:51

Hallo,

vielen Dank liebe Sarah und liebe Lena für eure positiven Mitteilungen und für's Kraft wünschen. :)

Ohja, ich bin auch geradezu überrascht, wie schön es doch sein kann, sich mal auf eine Parkbank in die Sonne zu setzen und nicht gleich ein Kreislaufproblem und eine heftige Schwitzattacke zu bekommen. Das stimmt, es steigert das Lebensgefühl wirklich ungemein und ich muss auch erst mal an den neuen Umstand gewöhnen, schließlich habe ich auch die letzten sieben Jahre die Sonne strikt gemieden.
Also zumindest jetzt im Frühling/Sommer werde ich mit Vitamin D kein Problem bekommen. ;)

Ab Oktober (also nach der Zeitumstellung) sollte ich vielleicht wirklich über eine zusätzliche Einnahme von VitD nachdenken. Ich wusste gar nicht, dass man das zunehmen kann. Ich hatte mal gelesen, dass der Körper das nur verarbeiten und aufnehmen kann durch direkte Sonneneinstrahlung. Erst hier im Forum hab ich gelesen, dass man es supplementieren kann und es auch Wirkung zeigt. Mein Mitbewohner geht immer ins Solarium in der dunklen Jahreszeit, aber das ist mir zu aufwendig erst irgendwo hin zu fahren um sich dann 10 Minuten in die künstliche Sonne zu legen. Da ist VitD auf jeden Fall ein Versuch wert. Vielen Dank für den Tipp. Ich nehme an, das kann man normal in der Drogerie/Apotheke erwerben?

Alles Gute und Liebe Grüße :)
Hannah
Diagnose: Depression (endogene) Januar 2010

Venlafaxin 75mg, hochdosiert weil keine Besserung

seit Frühjahr 2010 225mg Venla (NW Durst, Schwitzen)
seit 2011-2013 stärkere täglicher Cannabiskonusm
wegen zunehmender Teilnahmslosigkeit und Emotionsmangel runterdosiert

ca.Sommer 2012 runter auf 150mg,
Verbesserung des Gemütszustandes, größere Bandbreite an Emotionen

Frühjahr 2015 runter auf 75mg
erstes Mal starke Absetzerscheinungen (Schwindel, Brain-Zaps)
angefangen mit Sport, weniger Cannabiskonsum

September/Oktober 2016 runter auf 37,5mg
NW: Schwindel erstes Mal Unruhe, Angst und Panikgefühle

Mai/Juni 2017 runter auf 0
Sehr starke Absetz/Entzugserscheinungen: Schwindel,Gangunsicherheiten,Brain-Zaps, Ohrensausen/druck, starke Stimmungsschwankungen
Juli/August Magen-Darm-Probleme, diverse Unverträglichkeiten, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, Herzrasen, Angst/Panik
Verzicht auf Kaffee, Schwarzer Tee, Cannabis, Milchprodukte

Oktober Downphase, Suizidgedanken, ständiges Wasserlassen(immer noch bzw. immer wieder), Grübeln
seit Dezember/Januar wieder häufige Angstzustände, Grübeln/Denken über jetziges Leben/Vergangenheit/Kindheit/Tod, Suizidgedanken, starke negative Emotionen (Wut, Zorn, Trauer)

seit März 2018 das erst mal seit langem ab und an "gute Tage", bin wieder fähig mich zu freuen

LenaLena
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 01.05.18, 12:00

Hey Hannah,

genau, Kreislaufprobleme hab ich auch immer sofort in der Sonne (oder auch nur von Hitze) bekommen.

Nein, in der Drogerie solltest du das VitD eher nicht kaufen. Da ist meist zu wenig D3 drin und dafür Zusatzstoffe. Leider auch in manchen Apothekenprodukten, abgesehen davon, dass sie teuer sind. Ich zahl nur 20 Euro im Jahr für mein VitD...

Wenns dich interessiert, schreib mir gerne eine Pn, ich kann dir kurz erzählen, was ich so recherchiert hab bzw. wo man Infos findet.

Und klarerweise ist es noch besser, jetzt im Frühling/Sommer viel in der Sonne zu sein :) Allerdings müsste man den Lebensstil sehr ändern, um ständig genug aufzunehmen, wir sind ja nicht mehr 6 Stunden am Tag unter freiem Himmel am Feld oder auf der Straße ;) Aber ich supplementiere auch hauptsächlich ab Herbst über den Winter und im Sommer nur hie und da :)
Ach ja, wenn mans mag, hilft Solarium auch. Ich hab das mal vor Jahren 2 Winter lang gemacht, da bin ich 3-4x im Monat ins Solarium (da hatte ich aber auch eins direkt in der Nachbarschaft). Und ich konnte stimmungsmäßig einen guten Unterschied feststellen. Aber jetzt hab ich keins mehr in der Nähe, da wäre mir das zu aufwendig.

LG Lena
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Black-Hannah » Dienstag, 01.05.18, 12:05

Hallo Lena,

ja, bitte, schicke mir gerne ein PN mit mehr Infos. Das Angebot klingt wirklich sehr günstig. :)

Liebe Grüße
Hannah
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 01.05.18, 12:13

Liebe Hannah,

mache ich gerne.
Wenn Vitamin D sehr teuer ist, muss man immer gucken, obs nicht doch Geldmacherei ist... leider.

LG Lena
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von Kaenguru70 » Dienstag, 01.05.18, 16:10

Hallo Lena, Hallo Hannah,

Ich verfolge eure Unterhaltung mit Interesse. Lena, könntest du mir das Ergebnis seiner Recherche auch bitte schicken? Mein Mann bekam so ein teures Produkt von der Apotheke. Immerhin mit Vitamin K2 drin, da haben wir drauf geachtet.
Ich fühle mich im Sommer auch meist wohler, zumal ich dann auch mehr draussen unterwegs bin.

Liebe Grüße
Sarah
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Re: Venlafaxin-Entzug seit 9 Monaten

Beitrag von padma » Dienstag, 01.05.18, 17:15

hallo Hannah, :)

es freut mich zu hören, dass es dir so viel besser geht. :D

zu Vit D haben wir hier einen thread.viewtopic.php?f=57&t=10883
Es empfiehlt sich, es vorsichtig anzutesten, da Vit D auch Symptome verstärken kann.
Ich würde vor einer Einnahme untersuchen lassen, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt.

liebe Grüsse,
padma
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