Kennt jemand enjoinerie?

Was gibt es für Behandlungsformen jenseits der Psychopharmaka? Was hilft Dir? Was hast Du ausprobiert?

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Kennt jemand enjoinerie?

Beitragvon Rita » Mittwoch, 24.02.10, 22:08

Hallo,
kennt einer von Euch die Therapie enjoinerie? Ich hatte in der Klinik eine Sitzung und habe mir jetzt auch das Buch samt CD gekauft. Nun hat das Probleme aus meiner Kindheit wieder nach oben gebracht :evil:
Ich dachte damit hätte ich nach der letzten Psychoth. abgeschlossen aber dem ist wohl nicht so.
LG
Rita
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Re: Kennt jemand enjoinerie?

Beitragvon antianti » Donnerstag, 25.02.10, 9:15

Hallo Rita,
magst Du uns Näheres über diese Therapie berichten?
Hat sie Dir denn ansonsten etwas gebracht? (Immerhin hast Du Dir das Buch gekauft...)
LG
antianti
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Re: Kennt jemand enjoinerie?

Beitragvon Marsupilami » Freitag, 26.02.10, 11:46

Hallo Rita,

im www. findet man gar nichts, wenn man den Begriff eingibt, auch kein Buch, was mich etwas wundert. Schreibt man das vielleicht irgendwie anders?

Eine Sitzung zu machen, finde ich ja sehr seltsam. Wenn es ein neues Verfahren ist, bringt das ja auch nur wohlhabenden Patienten etwas, denn dann muss man es doch ambulant auch wieder selbst bezahlen, oder?

Gruß,

Marsu
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Re: Kennt jemand enjoinerie?

Beitragvon Rita » Freitag, 26.02.10, 11:57

Hallo,
mir geht es Heute gerade ganz schlecht und ich kann nicht so viel darüber schreiben!
Das Buch heißt The Journey von Brandon Bays Der Highway zur Seele mit CD!
So wie s mir ein wenig besser geht schreibe ich mehr.
GLG
Rita
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Re: Kennt jemand enjoinerie?

Beitragvon Rita » Freitag, 26.02.10, 17:01

<3 Mir geht es zwar noch nicht besser aber eben rief der Arzt aus der Uni an der diese Methode bei mir angewandt hatte.
Er meinte das währe ja super und ich könne nochmals kommen. Also in 14 Tagen habe ich meinen 2. Termin.
Es ist schon wahr, dass man eine solche Therapie selbst zahlen muß da nur wenige sie auf Kasse anwenden. Ich habe nur einen Psychologen gefunden der auf Kasse damit arbeitet. Dieser ist so ausgebucht das ich ein Jahr warten muß.

Ich habe die CD nun schon einige male angehört ohne das Buch zu lesen (was man eigentlich nicht tun soll) und es kommen immer ganz schreckliche verletzende Szenen aus der Kindheit hoch. So war das auch bei der Sitzung in der Klinik.
Ich habe mich bequem hingelegt und sollte dann in meinen Schmerz hineinspüren genau da wo er sitzt. Dann machte ich eine Reise mit einem Mentor mit einem Raumschiff durch meinen Körper! Irgendwann waren wir dann am Ziel sind ausgestiegen.
Da war dann eine wunderschöne Wiese und ein Lagerfeuer. Ich sollte meine Gefühle einer Situation oder einer Person zuordnen. Das habe ich auch erfolgreich getan! Dann wurde am Lagerfeuer geredet und jeder hat in meinen Gedanken alles gesagt was es zu sagen gab.
Das ist jetzt die Sitzung in Kurzform. So eine Sitzung dauert mintesten 1,5 Std.
Habe Heute angefangen das Buch zu lesen, aber Ihr kennt das ja bestimmt, wenn es einem nicht gut geht bleibt nur die Hälfte hängen. Aber bei Amazon kann man probelesen.
GLG
Rita <3
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Re: Kennt jemand enjoinerie?

Beitragvon Marsupilami » Freitag, 26.02.10, 19:46

Hallo,

Wenn es dabei zu einer so starken Konfrontation mit Gefühlen kommen kann, finde ich es auf jeden Fall unverantwortlich, das Verfahren als Selbsthilfemethode zu propagieren, die man durch Bücher oder den Besuch von Kursen erlernen kann.
Mir kommt es nach Ritas kurzer Beschreibung vor, als ob bekannte Methoden zusammengewürfelt wurden und als etwas Neues verkauft werden, mit dem diese Dame gut verdient und ein ziemliches Heilsversprechen gibt, das mich sehr skeptisch machen würde, Highway zur Seele, naja... http://www.thejourney.com/germany/.
Wenn ein erfahrener, in den ganzen involvierten Verfahren gut ausgebildeter Psychotherapeut das praktiziert und es hilfreich ist, okay, aber dafür muss man das Rad nicht neu erfinden und dem Kind einen neuen Namen geben und Wunder versprechen, oder? Und weshalb soll man als Klient ein Buch darüber lesen, es ist doch Aufgabe des Therapeuten, sein Handwerk zu verstehen, dafür kriegt er doch ganz gut Kohle?
Rita ist es natürlich zu wünschen, dass das das Richtige für sie ist und es ist sicher vernünftig, das nur bei einem ausgebildeten Psychotherapeuten zu machen, aber weshalb ihr das als etwas total Neues und Revolutionäres verkauft wird, verstehe ich nicht...
Vielleicht verstehe ich das Alles auch falsch, ist jetzt lediglich mein persönlicher Eindruck, und natürlich muss jeder für sich entscheiden, ob ein Verfahren individuell hilfreich ist, das ist ja klar.

Liebe Rita, ich wünsche Dir, dass Du wieder etwas aus dem Tief herauskommst, mach bitte nicht solche Reisen in die Untiefen ohne Beistand, ok?

Marsu
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Re: Kennt jemand enjoinerie?

Beitragvon Rita » Freitag, 26.02.10, 20:29

Lieben Dank, Marsu
mir wurde es nicht verkauft ich habe selbst danach gesucht nach der Erfahrung in der Klinik. Ich dachte halt das schaffe ich auch alleine mit dem Buch!?!? Aber jetzt habe ich noch Termine um das alles mit dem Arzt zu lösen. Er hat mich auch gefragt warum ich mich nicht schon früher gemeldet habe :(

GLG
Rita
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Re: Kennt jemand enjoinerie?

Beitragvon Marsupilami » Samstag, 27.02.10, 12:17

Hallo Rita,

habe ich schon verstanden. Aber es wird halt auch so vermarktet, was bei verzweifelten Menschen, die sich an jeden Strohhalm klammern, halt auch dazu führen könnte, das jemand an sich selbst damit rumexperimentiert und dass dann Sachen passieren, die man alleine nicht mehr im Griff hat. Ich finde solche Heilsversprechen einfach unseriös.
Wie gesagt, wenn Du einen Fachmann an der Hand hast und das Gefühl hast, dass Du da beim richtigen Menschen mit der richtigen Methode bist, dann ist diese Gefahr ja nicht gegeben. Ich wünsche Dir, dass nicht mehr allzu viel an Schmerzhaftem auf Dich zukommt und dass es Dir hilft...

Liebe Grüße,

Marsu
Zuletzt geändert von Marsupilami am Freitag, 19.03.10, 19:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kennt jemand enjoinerie?

Beitragvon Rita » Donnerstag, 11.03.10, 13:11

Hatte gestern wieder eine Sitzung von 1,5 Std. bei dem lieben Doc.! Ist wieder eine Menge hoch gekommen was jetzt 14 Tage wirken soll und dann habe ich die nächste Sitzung. Schon merkwürdig, wenn ich so in meinen Therapiesitzungen von meiner Kindheit gesprochen habe mußte ich nie weinen!!!! Aber gestern habe ich die ganze Sitzung durch weinen müssen.
Als steckt das alles doch viel tiefer als man selbst denkt.
Von Med. hält er nichts so viel, da es nur wie ein Deckel zudeckt und dann wird nicht mehr an dem Problem gearbeitet.
LG
Rita
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