Psychopharmaka: Firmen manipulieren Wikipedia-Einträge

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.

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Psychopharmaka: Firmen manipulieren Wikipedia-Einträge

Beitragvon PhilRS » Samstag, 25.08.07, 15:05

Hi,

der WikiScanner ist ja in aller Munde. Und es lohnt sich allemal nachzusehen... gerade für WP-Autoren wie mich ein Fest.

Hier hat WYETH mal eben den ganzen Absatz "Unerwünschte Wirkungen" aus dem Venlafaxin-Artikel gelöscht. Nicht nur einmal, immer wieder. Erinnere mich noch gut daran (2006). Irgendwann haben sie es aufgegeben.

Unser TREVILOR hat keine Nebenwirkungen!

Man kann noch mehr finden, z.B. was die Fa. Merz (Hersteller von umstrittenen Alzheimermitteln) am Alzheimer-Artikel gebastelt hat, usw. usf.

Die meisten anonymen Edits dürften aber von unverdächtigen IPs aus erfolgen, hab ich den Verdacht. Sind zu wenige Fundstellen bei meinen bisherigen Stichproben.

Grüße
-PhilRS.
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...die hier sind auch gut

Beitragvon PhilRS » Samstag, 25.08.07, 16:03

hier hat sanofi-aventis den NNT-Artikel vandalisiert, fast den gesamten (und Firmen oft unangenehmen) Inhalt rausgenommen;

da hat sich die Firma am Rimonabant (ACOMPLIA)-Artikel versucht; aber dass ACOMPLIA -aus gutem Grund- nicht von der Kasse bezahlt wird, sollten die Leser nicht wissen.

Prima!

-PhilRS.
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aufgeklärt

Beitragvon Marsupilami » Samstag, 25.08.07, 18:03

Hallo Phil,

unglaublich, was Du Alles rauskriegst. Tja, da gilt mal wieder, dass man nur den Statistiken glauben sollte, die man auch selbst gefälscht hat... Meine Güte, haben die eine Angst vor der Wahrheit. Immerhin haben die Pharmamultis noch nicht das www. aufgekauft...

Grüße in den Norden,

vom M.
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Beitragvon Shiva » Sonntag, 26.08.07, 23:46

Nichts gegen den WikiScanner (wobei immerhin auch die Möglichkeit in Betracht gezogen werden kann, dass über eine Firmen-IP Insider-Informationen in die Wikipedia gelangen können...). Aber dass die Wikipedia Probleme mit der Seriosität und damit der Glaubwürdigkeit hat, ist mittlerweile eigentlich hinlänglich bekannt.


Na ja, vor einem halben Jahr, durfte das Magazin emotion in ihrem Spezial "Depression" noch von der Mikrobiologin Lisa Carter behaupten: "Per E-Mail nahm sie Kontakt zum Online-Lexikon Wikipedia auf, fand Freunde - und so zurück ins Leben." Es fällt mir schwer, das nicht zynisch zu kommentieren...


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Beitragvon Problembär » Montag, 27.08.07, 0:44

Das ist ja keine große Überraschung, daß Firmen da massiv in ihrem Sinne herummanipulieren. Wie ich unser Wirtschaftssystem kenne, wird das eben bald diskreter über spezialisierte PR-Agenturen abgewickelt, die dafür sorgen, daß man das nicht so leicht nachverfolgen kann. Das ist wie beim Doping. Kaum ist die eine Methode nachweisbar, stehen schon wieder drei neue zur Verfügung, von denen die Kontrolleure noch gar nichts wissen. Man braucht sich ja nur mit Internet-by-call einzuwählen (am besten mit wechselnden Anbietern), da hat man jedesmal eine andere IP-Adresse, da wird die Manipulation kaum nachweisbar sein.
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Beitragvon amanda » Montag, 27.08.07, 22:35

hmm........................dann sollte vieleicht mal einer im Arzneimitteltelegramm den Artikel über Trevilor kopieren wo erwähnt wird das Trevilor toxischer bei Überdosierung ist als andere SSRI und außerdem kardiotoxisch ist....................wenn ich mich richtig erinnere hatte die BfArM oder die Arzneimittelkommission sogar was mit dem Artikel zu tun...bin mir aber nicht ganz sicher. Auf jeden Fall stand da zum Schluß................Weyth äußert sich nicht zu diesen Angaben!
Gleichzeitig wurden in dem Artikel wieder heftige Absetzsymptome beschrieben.............. :censored:

www.arznei-telegramm.de/register/0409098.pdf <<<<<<<<<<<unter diesem link stht auch das TREVILOR bei ÜBERDOSIERUNG toxischer ist als andere selektive Seretoninwiederaufnahmehemmer :sick:
oder lest mal das hier......www.arznei-telegramm.de/register/0409098.pdf
MAHLZEIT!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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