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Entstehung des ADFD

Das Antidepressiva Forum Deutschland wurde 2002 von Linda Best gegründet. Auslöser waren die schrecklichen Erfahrungen, die ihre Tochter mit der Einnahme und dem Absetzen moderner Antidepressiva gemacht hatte. Alleingelassen von den Ärzten fing sie an, selbst zu recherchieren, um ihr Kind zu retten.

Häufig gestellte Fragen

Wie finanziert sich das ADFD ?

Die Kosten für das Hosting der Webseite des ADFD werden rein privat finanziert. Die Mitarbeit geschieht unentgeltlich und auf freiwilliger Basis.

Befasst sich das ADFD nur mit den negativen Seiten der Medikamente ?

Das ADFD hat sich zur Aufgabe gemacht, über die Risiken insbesondere moderner Antidepressiva aufzuklären und Betroffene zu unterstützen, die unter Folgewirkungen, und damit den negativen Seiten, dieser Medikamente leiden. Die Informationen befassen sich somit vor allem mit kritischen Aspekten. Auf Grund mangelnder Aufklärung vieler Ärzte und finanziellen Interessen der Pharmaindustrie sind positive Berichte, Erfolgsgeschichten und Daten über angebliche Vorzüge der Medikamente weit verbreitet und bedürfen nicht der erneuten Betrachtung durch das ADFD. Das ADFD ist vielmehr als Beipackzettel zu verstehen, der über Risiken und Gefahren aufklärt, und im Gegensatz zur bunten Verpackung auf werbende Aussagen verzichtet.

Werden hier generell Medikamente verteufelt ?

Nein. Dem ADFD geht es nicht um ein generelles Verteufeln von Medikamenten. Jedes Medikament besitzt seine Berechtigung, wenn es einen positiven Nutzen birgt. Im Mittelpunkt des ADFD steht jedoch das Thema der Auflärung über Risiko und Nutzen. Bei einer schweren Krankheit wird ein Patient auch ein größeres Risko vom Medikamenten-Nebenwirkungen eingehen. Bei einer leichten Erkrankung wird die Bereitschaft, ein Medikament mit großem Risiko einzunehmen, jedoch wesentlich geringer sein.

Gerade im Bereich der modernen Antidepressiva besteht eine sehr starke Verschleierung der Risiken, so dass Patienten nicht die Möglichkeit haben, das Risiko und den Nutzen abzuwägen. Durch fehlenden Informationen kommt es zu leichtfertiger Verschreibung, fehlender Unterstützung bei Komplikationen, Fehldiagnosen und nicht selten massiven Folgen für die Patienten. Siehe dazu auch Die Problematik moderner Antidepressiva.

Werden psychisch kranke Menschen nicht durch das ADFD verunsichert ?

Viele Mitglieder des ADFD haben selber Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen wie Depression oder Angststörungen gemacht und kennen die Hoffnungen, die durch positive Berichte über helfende Maßnahmen wie eben der Medikamente entstehen. Genau so ist die verunsichernde Wirkung von negativen Berichten bekannt. Dies kann jedoch nicht zum Anlass genommen werden, negative Berichte und Informationen über Risiken und Nebenwirkungen einfach zu ignorieren oder zu verheimlichen. Wäre dem so, so müsste keinem Medikament ein Beipackzettel über eben genau diese Aspekte beiliegen.

Jeder Patient muss zumindest die Möglichkeit haben, für sich selber entscheiden zu können, ob der mögliche Nutzen das Risiko überwiegt. Es ist dabei jedem selbst überlassen, ob er die Packungsbeilage oder eben die kritischen Informationen des ADFD liest, oder diese lieber ignoriert, um sich nicht zu verunsichern.

Die aufgeführten Risiken und Informationen müssen dabei auch gar nicht immer komplett gegen die Einnahme eines Medikaments sprechen. Oft können die gewonnen Informationen helfen, während der Einnahme besser auf Probleme zu reagieren bzw. sich dieser überhaupt bewusst zu werden. Nicht selten wurde von Betroffenen Sätze geäußert wie Hätte ich das doch bloß damals schon gewusst! oder Hätte mein Arzt mich doch bloß darüber aufgeklärt! .

Menschen zu verunsichern ist somit definitiv nicht das Ziel des ADFD. Wir alle würden uns wünschen, dass es eines Tages Behandlungsmöglichkeiten geben wird, die frei von verunsichernden Risiken sind.

Besteht eine Verbindung zu Scientology oder anderen Organisationen ?

Nein. Menschen oder Gruppen von Menschen, die sich kritisch gegenüber Medikamenten äußern, werden nicht selten mit dem Vorwurf konfrontiert, Beziehungen zu Scientology zu haben. Deshalb gilt es hier klarzustellen: Das ADFD unterhält keine Beziehungen zu anderen Organisationen und distanziert sich von religiös-motivierter Kritik an Medikamenten.

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