Sunflower
Aus ADFD.wissen
Sunflower
Mein Erfahrungsbericht
Also es fängt an, dass ich mich vor meinem 9. Lebensjahr an nichts erinnern kann.
Erst ab da an, da wollte ich mir das erste Mal (meines Wissens nach) das Leben nehmen, die ersten Sexuellen Übergriffe meines Bruders fingen (meines Wissens) ebenfalls da an.
Das weitere Leben verbrachte ich mit Drogen, Alkohol. Ausbildungen die ich immer wieder schön brav abbrach etc.
Des Weiteren begleitete mich Bulimie und SSV.
Mit 25 j. wusste ich nicht mehr weiter, da merkte ich stark das, dass doch kein Leben sein kann.
Ich wandte mich Vertrauenswürdig an meine Erzeugerin, die mit mir zur Hausärztin ging und die dann, nach einer Klinik für mich suchten.
Alles wurde nicht von der Krankenkasse genehmigt, und es zog sich immer länger. Ich bekam dann ein Vorgespräch in einer Psychiatrie, in der ich dann auch 3 Wochen war. (Medikation ohne Gespräch Zyprexa)
Das wurde mir aber zu blöd, und ging dann auch wieder arbeiten.
Leider wurde es immer schlimmer, ich hielt es nicht mehr aus, und startete einen Verzweifelten Hilferuf mit einem Suizid.
Darauf hin kam ich in eine andere Psychiatrie,
"bleiben sie erstmal 5 Wochen, ruhen sie sich aus. Und dann können sie wieder arbeiten"
After the 5 weeks.
Ich " nun ich würde jetzt mal gerne wieder arbeiten gehen"
Ärzte" Sie gehen nirgendwo hin, entweder sie bleiben freiwillig, oder wir erlassen eine Verfügung"
Ich blieb (mit Fluchtversuchen die leider Missglückten und einen erneuten Suizidversuch) ganze 9 Monate. (Tagesmedikation: Taxilan,)
Einmal die Woche rastete ich regelmässig aus, die Antwort der Ärzte "sedieren" so, dass ich zwei Tage schlief, was das für Medikamente waren weiss ich nicht mehr. Diagnosen Suizidsüchtig, Suchtverlagerung, autodestruktiv, autoaggresiv, etc.
Nach den 9 Monaten schaffte ich eine Wiedereingliederung in meinem alten Arbeitsplatz, dass ganze ging 3 Monate gut, (in der Zeit hatte ich einen treuen Begleiter, meinen Verhaltenstherapeut der nur,
"ja" und "Amen" zu allem sagte) er schlug mir auch vor, eine Verhaltenstherapie zu machen, dem willigte ich ein. (da ich merkte es geht nichts mehr ich war so faul geworden, konnte mich nicht mehr konzentrieren usw.)
Es solle aber ausserhalb meines Wohnortes sein,
Begründung: "mal Abstand gewinnen."
Brav ging ich für 4 ½ Monate in die Klinik. (dachte ich komme auf die Essgestörten Station, aber die Ärzte meinten das, dass nicht mein Problem sei und ich käme in die Borderliner Station)
Alles klar "cool" dachte ich mir, nun habe ich endlich eine Diagnose, und jetzt wird alles besser.
Nun ich erfuhr dort, dass alles an meiner Kindheit liegt etc und bla bla bla.
Nach der Klinik, wechselte ich schön brav weiterhin immer wieder meine Jobs.
Trank weiter meinen Alkohol und widmete viel Zeit in meiner Bulimie.
Das übliche Spiel also.
Ich sah das, das so auch keinen Sinn hat, und die Kliniken mir nichts brachten. Stark geprägt von Suizidgedanken, ging ich wieder freiwillig in die Psychiatrie, (Ärzte nennen, dass Krisenintervention ein tolles Wort)
da hatten sie schon ganz tolle Medikamentenpakete als Überraschung für mich bereitgehalten.
Haldol, Sulpirid, Citalopram, Cipramil, Zoloft, Valium, Tavor, Seroquel, Taxilan, paar schöne Schlaftabletten usw. und noch ein paar weitere mehr deren Namen ich nicht mehr kenne.
Von der geschlossenen in die offene. Nahm ich brav alles was sie mir gaben.
In der offenen bekam ich aus heiterem Himmel, einen elektrischen Schlag im ganzen Körper der nicht mehr aufhörte, gepaart mit dem Wunsch auf die Strasse rennen zu müssen, oder vom Balkon zu springen. Angst überströmt meldete ich mich beim Personal. Immer noch voll unter Strom.
Sie steckten mich wieder in die geschlossene und gaben mir etliches an Beruhigungsmittel. Ich dachte das wars, jetzt ist es vorbei.
Nun nach ca. 3 Wochen pflege und erneuter mehrmaliger Medikamenten Umstellung in der geschlossenen kam ich wieder in die offene.
Dort stellte man die Medikamente erneut um, und es passierte nochmals, dieser nicht endende Strom im ganzen Körper ich war nicht mehr ich selbst, kam mir vor als hätte ich LSD genommen.
Wieder in der geschlossenen, wieder Medikamente umgestellt, und dann musste ich schauen wie ich nun mit der Angst zu Recht kam, dass ich so was hatte.
Selbst in der geschlossenen plagten mich Suizid Gedanken. Ich wollte sie nicht, aber sie waren da. So langsam dachte ich, ich hätte Zwangsgedanken.
Dank meines damaligen Partners (von dem ich so überzeugt bin, dass ich ohne ihn, heute nicht mehr Leben würde) bekam ich viel Kraft und er glaubte auch das was ich sagte. Die Ärzte nicht!!! Ist ja klar, da kamen nur so aussagen wie
"sie markieren nur"
"Wenn es ihnen nicht passt gehen sie doch"
und mein Lieblingsspruch
"Suchen sie sich ein Medikament aus"
Oder
"sie steigern sich da unbewusst in was rein"
"das gibt’s nicht, dass ihre Füsse was machen, was sie nicht wollen"
Des Weiteren kam von Familie und Freunden
" du bist doch nur zu faul"
"willst nicht arbeiten, deshalb verkriechst du dich in der Psychiatrie"
"Du brachst doch nur einen Freund, dann hören die Spinnereien auf"
etc die Liste ist echt lang.
Überall stoss ich auf Nichtverständnis, ausser bei meinem Partner thx god.
Entschlossen liess ich mich entlassen und zog zu meinem Partner, der seit dem, fast jeden Tag bei mir ist. Ich kann nicht mehr alleine sein, habe ständige Angst, ich tu mir was an. Ständig komische Gefühle, stechen im Kopf, Hitzewallungen etc. Zuerst dachte ich, dass ich Panikattaken habe, wunderte mich aber das Panik Menschen, ihre Beschwerden anderster beschrieben, als ich sie habe. (mitunter noch ab und an Nachts ein stark durchzuckender Stromschlag im Kopf) Krampfhaft versuchte ich mich im Netz weiter zu informieren, stoss mit Hilfe dann auf Eure Seite. Und erfuhr die gleichen Schicksale. "Ich bin nicht mehr allein" Ich habe geheult wie ein kleiner Hund. Alle wollten mir nicht glauben, wie ich es auch bei euch las. Und dieses Unverständnis dieses Abtun, all das ist wohl mitunter das schwerste was man in dieser Zeit erfahren kann oder erfahren hat…