Warnung: SSRI während der Schwangerschaft

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EILT! SSRI tödlich für Neugeborene

EILMELDUNG:

SSRI können bei Neugeborenen tödliche Schädigungen verursachen

Quelle: NEJM Vol. 354 (Nr. 6), 2006: S. 579-587

Artikel vom 9. Februar 2006 - Abstract.



Eine in der heutigen Ausgabe 6/2006 des renommierten New England Journal of Medicine publizierte Fall-Kontroll-Studie (>>) zeigt beunruhigende Resultate zur Sicherheit der Antidepressiva vom SSRI-Typ.

Untersucht wurden die am häufigsten verwendeten SSRI:


  • Fluoxetin (PROZAC)
  • Paroxetin (PAXIL)
  • Sertralin (ZOLOFT)


Es fand sich bei Neugeborenen von Müttern, die während der Schwangerschaft ein SSRI-Antidepressivum einnahmen, ein mehrfach erhöhtes Risiko für dauerhafte pulmonale Hypertonie (>>). Der Zusammenhang ist eindeutig - diese Schädigung ist dramatisch - im schlimmsten Fall ein Todesurteil, in jedem Fall eine äußerst schwierig zu therapierende und insgesamt lebensverkürzende Erkrankung.

Das Studiendesign hatte Schwächen (retrospektive Studie) und die Konsequenzen des Befundes werden von den Autoren sehr vorsichtig angedeutet. Doch handelt es sich um eine gravierende Schädigung mit potenziell tödlichen Konsequenzen für eine große Zahl von Menschen - derartige Resultate müssen wegen der Gefährlichkeit zwingend Konsequenzen haben: Im Fall der SSRI mit ihrem ohnehin sehr fragwürdigen Effekt auf die Zielsymptome hieße das strenggenommen unverzügliche Marktrücknahme - bis zur Bestätigung oder Widerlegung durch weitere Studien - da eine Einnahme während der Schwangerschaft in den USA und weltweit sehr verbreitet ist.

Bedenklich: Der Mechanismus für diese Schädigung ist seit langer Zeit bekannt. Und mit den amfetamin-artigen Appetitzüglern wurde vor wenigen Jahren bereits eine gesamte Stoffklasse vom US-Markt gezogen, die zuvor 25 Jahre lang von Millionen Amerikanern ohne Hinweis auf Komplikationen konsumiert wurde.

FAZIT:

Sofortiges Verbot aller SSRI bis zur definitiven Aufklärung ist die einzige ethisch vertretbare Reaktion.

Das ist seitens der Behörden jedoch kaum zu erwarten.

Werdende oder künftige Mütter mit anhaltendem SSRI-Konsum sollten dringend Möglichkeiten zur Einschränkung der Einnahme überdenken.



- als Vorabmeldung + ADFD-exklusiv -

Interner Vermerk:

Exclamation ADFD-Leser erfahren hiermit den Hintergrund der vielen Schrott-Studien jüngster Zeit -> siehe Hinweis hier am Textanfang.

Damit sollte vorbeugend eine günstige Einschätzung der SSRI verbreitet werden. Firmen werden von den Autoren und Journals über kommende Publikationen vorab informiert.

NACHTRAG: Der Volltext des NEJM-Artikels liegt vor. Wer ihn haben will, kann mir eine PN schicken.

-PhilRS.


PhilRS (*)