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Intermittierendes Fasten

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Intermittierendes Fasten

Beitrag von Kimeta » Sonntag, 06.09.15, 16:16

Hallo,

ich beschäftige mich mit Intermittierendem Fasten.

Es gibt verschiedene Formen des intermittierenden Fastens, die tägliche Nahrungspause, sowie alle Varianten von wöchentlichem, ganztägigen Fasten bis hin zu abwechselnden Tagen mit und ohne Nahrung.

Ich selbst bin ja Migränikerin und habe viele Jahre eingeschärft bekommen, bloß immer regelmäßig zu essen. Zwar denke ich inzwischen, dass das ein kontraproduktiver Rat ist, aber ich hatte doch Respekt vor dem Versuch, nach vielen Jahren ständigem Essen es mal mit kurzzeitigem Fasten zu probieren. Also habe ganz langsam angefangen und einfach meine natürlichen Nahrungspausen langsam verlängert. Mir fiel es deutlich leichter, das Frühstück zu verschieben bzw. später ganz auszulassen, nicht etwa weil ich abends Hunger hatte, sondern weil das Essen für mich eine soziale Funktion hat und auch einen Belohnungseffekt, den ich abends brauchte.

Bei dem Versuch habe ich mich nicht gequält. Wenn ich Hunger hatte, habe ich gegessen. Es war aber in den seltensten Fällen Hunger, eher der Wunsch nach einer Pause. Sehr gut hat es geklappt, diesen Wunsch erstmal mit Kokosöl und Sahne in einem leckeren Tee oder Kaffee zu stillen. Ich konnte mit dieser Methode meine Nahrungspause problemlos nach und nach bis auf 16 Stunden und mehr ausdehnen.

Sinn des Ganzen aus meiner Sicht ist die Stärkung der Ketose. Ketose ist der Zustand des Fettstoffwechsels, der entsteht, wenn keine oder nur sehr wenig Kohlenhydrate zugeführt werden. Die Ketose möchte ich erreichen, damit mein Körper und insbesondere mein Gehirn lernt, von Ketonkörpern Energie zu beziehen statt von Kohlenhydraten. Kohlenhydrate können nicht auf Vorrat gehalten werden, sondern wenn sie nicht benötigt werden, setzen sie sich nach relativ kurzer Zeit in Fettpölsterchen auf die Hüfte und können von dort nicht zurück in Kohlenhydrate verwandelt werden.

Die Theorie, nach der ich gegen meine Migräne angehe, besagt, dass das Gehirn nachts, wenn es keine Kohlenhydrate bekommt, in eine Energiekrise gerät und mit Migräne reagiert. Typischerweise wache ich mit Migräne auf. Ketonkörper können das Gehirn mit der benötigten Energie versorgen, aber es dauert bei älteren Menschen wie mir lange, bis es das (wieder) lernt. Intermittierendes Fasten und Kokosöl können bei diesem Lernprozess unerstützen. (Der Vollständigkeit halber: die kh-arme Ernährung hat noch andere Vorteile für Migräniker, aber darüber irgendwann mal in einem Migräne-Thread).

Kohlenhydratarme Ernährung (in der strengen Form auch ketogene Ernährung genannt) wird derzeit bei etlichen Krankheiten getestet und bei kindlicher Epilepsie seit vielen Jahren angewandt, wenn Medikamente nicht anschlagen. Weitere Krankheiten, bei denen diese Ernährungsform im Gespräch ist, sind MS, Alzheimer, Krebs, Diabetes, Adipositas.

Aus dem Gesagten ergibt sich hoffentlich logischerweise, dass Fruchtsäfte während der Fastenphase nicht getrunken werden sollten. Obst hat viele Kohlenhydrate, und die konzentrierte Form als Saft ist sowieso, aus meiner Sicht zu Recht, umstritten. Bei der kohlenhydratarmen Ernährung werden an Obst lediglich Beeren und Avocados verwendet. Während der Fastenphase also nur Wasser, Tee, Kaffee (ist umstritten, ich mach's) mit ev. Kokosöl, in manchen Fasten-Formen mit Sahne oder Butter (mach ich auch) trinken.

Inwieweit die hier teilweise stark belasteten Körper so etwas vertragen, sollte man aus meiner Sicht unbedingt vorsichtig antesten. Keine Hauruck-Aktionen. Erstmal gut vorbereiten, ev. den Hausarzt befragen und sehr wachsam sein.

Viele Grüße,
Kimeta
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Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von sigli » Sonntag, 06.09.15, 19:53

Hallo Kimeta,

ein sehr interessanter und gut recherchierter Beitrag m. E.

Ich denke, wie du schon gesagt hast, man muß sich da vorsichtig im Entzug rantasten. Für mich persönlich wäre auf Kohlenhydrate zu verzichten sehr schwer, weil ich sehr wenig Eiweiß zu mir nehme. Doch ich arbeite schon länger daran, die KH zu reduzieren.

Dass lange Essenspausen besser sind als, wie es immer angepriesen wird, fünf mal am Tag zu essen... davon bin ich auch überzeugt. Leider habe ich mittlerweile, wie viele andere hier, das Phänomen, mich öfters, gerade nach Stress, unterzuckert zu fühlen. Wenn ich dann nicht schnell eine Handvoll Gummibärchen habe, kann ich für nichts garantieren.

Essenstechnisch kommen bei mir mehrere Probleme zusammen: ich vertrage kein normales Kochsalz, da ich dann vermehrt Wasser einlagere und noch mehr verschlacke. Da ich Rheumatikerin bin, vertrage ich keine Milchprodukte. Ich habe schon immer versucht, dieses Problem mit der Ernährung in den Griff zu bekommen. Und da ich schon seit Jahren inkonsequente Veganerin bin, sind mir durch das HIT auch die Sojaprodukte genommen, so dass ich wieder ab und an Fisch und manchmal auch etwas Fleisch esse.

Und da ich bei meinem Absetztempo wahrscheinlich noch ein Jahr brauche, bis ich auf Null bin, ist das alles einfach sehr frustrierend für mich.

Mir fehlt sehr die frische Kost wie rohes Obst und rohes Gemüse. Auch auf Wildkräuter schwöre ich. Das einzige, was ich aus diesem Bereich regelmäßig esse, ist der tägliche Blattsalat aus meinem Garten. Hier pflücke ich auch immer etwas Löwenzahn und ein wenig andere Wildkräuter mit rein.

Trotz allem werde ich mal versuchen, einen Teil von deiner Idee bei mir einfließen zu lassen.

Man kann sooo viel mit Ernährung erreichen!!!!!!!!! Das ist schon lange meine Überzeugung. Ich finde es ganz toll, wie du dich da vorgetastet und auf dieser Ebene herumexperimentiert hast und auch einen Weg gefunden hast, so wie du schreibst. Da sieht man mal wieder... die Ärzte...

lg Sigli
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Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Kimeta » Dienstag, 08.09.15, 19:18

Liebe Sigli,

warum isst Du so wenig Eiweiß? Aufgrund Deines Wunsches, vegan zu essen?

Ich habe für mich folgende Marschrichtung festgelegt: pro kg Körpergewicht 0,8 bis maximalst und ausnahmsweise 2 g Eiweiß, max. 72 g Kohlenhydrate und der Rest Fett. Ich bin überzeugt, dass tierisches Eiweiß wichtig ist. Da ich vorher weitgehend vegetarisch gelebt habe, stellte sich mir auch die Gewissensfrage. Ich habe radikal entschieden: das Tier oder ich. Allerdings esse ich keineswegs täglich Fleisch, aus alter Gewohnheit vergesse ich das meist, sondern auch Milchprodukte, die Du ja nicht verträgst. Mit 2 Bechern Hüttenkäse habe ich theoretisch schon den kompletten Mindest-Eiweißbedarf gedeckt. Ich denke, es ist gut, dass Du wieder Fisch isst, und auch Fleisch schadet Dir hoffentlich nicht.

Bitte informiere Dich mal über Soja, denn ich habe damit aufgehört, nachdem ich zunehmend Zweifel an seiner gesundheitlichen Bedeutung bekam.

Du schreibst, dass Du rohes Obst und Gemüse vermisst. Warum kannst Du das nicht essen? (Sorry, falls das irgendwo steht....). Wildkräuter sind sicher supergut und passen in jede Ernährung. Ich beneide Dich, dass Du sie im Garten hast.

Gerade wenn Du ein Unterzuckerungsgefühl hast, solltest Du es mal mit tierischem Eiweiß und Fett probieren. Hast Du schon mal Kokosöl gegessen? Bei mir sind diese Unterzuckerungszustände und der Süßhunger seit der Umstellung auf kohlenhydratarme Ernährung vollkommen weg, sonst hätte ich längere Essenspausen überhaupt nicht durchgestanden.

Du hast auch noch eine HIT? Das vereinfacht Deine komplizierte Lage ja nicht gerade. Blöd ist auch, dass Du kein Salz verträgst, denn das ist aus meiner Sicht auch sehr wichtig, ich führe es seit einiger Zeit sogar morgens auf nüchternen Magen in einem Glas Wasser zu, weil Verdacht auf Nebennierenschwäche besteht. Sogar mein Hausarzt hat mir vor ein paar Jahren aufgrund eines Blutbilds geraten, mehr zu salzen. Es wird außerdem immer empfohlen, bei kh-armer Ernährung stärker zu salzen.

Ja, man kann mit Ernährung viel erreichen. Ich kenne Leute mit nahezu unglaublichen Erfolgen, und vor 3 Jahren hätte ich mir nicht erträumt, dass es mir mal so gut gehen würde. Aber es ist nicht so, dass es eine Ernährungsform gibt, die für alle optimal ist, leider. Man muss halt ausprobieren, was langfristig gut tut.

Viele Grüße,
Kimeta
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Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Kimeta » Mittwoch, 11.01.17, 21:00

Guten Abend!

Intermittierendes Fasten, hier Intervallfasten genannt, wurde diese Woche bei NDR Visite behandelt: klick

Auch die FAZ berichtet ausführlich: klick

Viele Grüße
Kimeta
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Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Kimeta » Dienstag, 28.02.17, 19:04

Hallo,

ich hoffe, ich missioniere nicht zu auffällig :wink: .

Spiegel online hat heute einen Artikel über Intermittierendes Fasten veröffentlicht: klick.

Ich habe vorher mit mir gewettet, welche Kommentare kommen, und sie sind auch (fast) alle da. Und "zwei Wochen Hunger" war bei mir nicht der Fall, da ich, ADFD-erfahren wie ich bin, die Fastenphase langsam erweitert habe.

Viele Grüße
Kimeta
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Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Eisenbahner » Mittwoch, 01.03.17, 8:45

Guten Morgen Kimeta,

Fasten und KH reduzierte Ernährung entspricht der genetischen Entwicklung des Menschen und ist also eigentlich darum zu bevorzugen. Nur fällt es dem Körper nun einmal leicht mit KH umzugehen. Außerdem hat der Ackerbau erst ermöglicht das der Mensch seine Population so ausweiten konnte. Na gut, diese Population war/ist nicht immer so gesund.

Kokosöl hatten unsere Vorfahren aber nicht zur Verfügung. Dies ist wohl also ein Wohlstandproblem.

Gruß
von Mir

PS: nur um es noch mal klar zu stellen, ich finde eine Ernährung mit weniger KH - vor allen Dingen Zucker - am besten auch wenn ich das leider nicht immer schaffe.
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Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 01.03.17, 9:54

Hallo Eisenbahner, :)

wenn es stimmt, dass die Wiege der Menschheit in Afrika liegt, kann es schon möglich sein, dass diese schon recht zeitig (nach dem sie gelernt haben Werkzeuge zu bauen oder bestimmte Zerstoßtechniken zu benutzen) Kokosnüsse konsumierten.
Natürlich gibt es nicht in ganz Afrika Kokospalmen und sie sind auch eher im tropischen Gürtel angesiedelt, aber was ich sagen will: nur weil Europa oder die "westliche Welt" lange auf die Kokosnuss warten musste, heißt das nicht, dass sie nicht schon viele Hunderttausend Jahre verzehrt wird.

Ich esse jeden Morgen einen viertel Teelöffel Kokosöl nativ bio, den ich mir in meinen Kaffee tue und ich finde es sau lecker.
Ich habe davon nicht zugenommen und mein Hausarzt (der das nicht glauben will, dass Kokosöl gesund ist) attestiert mir optimale, wirklich sehr sehr gute Triglycerid- und Cholesterinwerte; und das, obwohl ich leider zu viel Speck auf den Rippen habe (Amitiptylin sei "dank" :frust: ; aber ich nasche auch gerne, man kann nicht alles auf das Ami schieben).
PS. auch meine Verstopfung (Amitriptylin hemmt leider stark die Drüsen und macht den Darm träge) ist seitdem auch viiiel besser geworden.

Ich empfehle dir mal es auszuprobieren.
Ein gutes, relativ preiswertes bio Öl (keine Werbung) gibt es von der Eigenmarke von Rossmann: EnerBio Kokosöl nativ bio. Das Glas um die 4€.

Grüße
Jamie
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Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Eisenbahner » Mittwoch, 01.03.17, 11:43

Hallo Jamie,

es tut mir leid, aber in Afrika gab es zuerst keine Kokosnusspalmen. Erst von Seefahrern eingeführt konnte die Kokospalme sich auch über Madagskar vor 3000 Jahren auch in Afrika ansiedeln. Ich selbst muss in Deutschland nicht jede Mode mitmachen. Warum sollen wir Quinoa und Koksnussöl zu uns nehmen? Nur weil wir es können? Da ziehe ich gleichwertige Produkte aus unserem Kulturkreis vor; ich finde das einfach ökonomischer und ökologischer.

Einen schönen Tag noch wünsche
Ich
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Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 01.03.17, 14:57

Hallo Du :)

Du musst ja keine Mode mitmachen. Es sind hier alles nur Anregungen. Man muss nicht verbissen werden; die Meinungen sind eben verschieden.
Siehst du, hab ich wieder was dazu gelernt. Ich habe nicht gewusst, dass die Palme dort noch nicht lange ist :).
Ich finde den Ton irritierend, den du wählst. Er ist ablehnend und verbittert. Das mal als Feedback, wie du rüber kommst.
Sollte ich dir zu nahe getreten sein, dann tut´s mir leid.

Grüße
Jamie
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Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Eisenbahner » Mittwoch, 01.03.17, 17:03

Hallo,

was hat Dich erschreckt Jamie?

Die Betonung in meinem Beitrag, besonders auch das fette "Ich", habe ich lediglich gewählt um darauf hinzuweisen, dass meine Beiträge in bestimmten Punkten nur meine persönliche Meinung darstellen.

Klar, Aussagen, die nicht wissenschaftlich nachgewiesen sind lehne auch ich ab. Ich bin halt von der Ausbildung her Naturwissenschaftler, das vergisst man auch bei angegriffener Psyche nicht.

Verwundertem Gruß von
Mir
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Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 01.03.17, 19:20

Hallo!

Tschuldigung, wenn ich diesen thread zum OT nutze - jamie, du gibst das Kokosöl in den Kaffee? Schwimmt da das Fett nicht irgendwie ibenauf?
Und wirklich nur 1/4 Teelöffel? Das kommt mir so wenig vor... ich habe das Kokosöl zum Ölziehen und zur Pflege zuhause, kann mir das im Kaffee aber nicht vorstellen, und dann diese kleine Menge, dass die was hilft...? Ich habe leider auch extrem hohe Trigliceride:(
Sorry, ich bin wieder aus dem thread draußen!

LG
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Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 02.03.17, 10:17

Hallo,

offtopic an lunetta :)
Off Topic
Ja, das Fett schwimmt auf der Kaffeeoberfläche, und je mehr du da reingibst, desto dicker ist die Fettschicht.
Wenn du deinen Kaffee schwarz trinkst, solltest du vor jedem Schluck rühren und das Fett etwas unterquirlen.
Eine kleine Menge wird aber in den Kaffee selbst aufgenommen, da es einen minimalen Anteil an Kaffee-Ölen im Kaffee selbst gibt.
Da ich ihn mit einem Schuss Milch 1,5% trinke, verbindet sich ein Teil des Öls mit dem Fett der Milch und ist gebunden; mir fällt das Öl auf der Oberfläche kaum auf.

Klar kann man auch mehr Kokosöl reintun, aber man sollte sich vielleicht rantasten. Mir reicht ein Viertel Teelöffel für gute Verdauung und ordentliche Triglyceride / Cholesterin, aber jeder Mensch ist ja anders. Der eine braucht mehr, der andere weniger. Ich nehme manchmal auch mehr als die genannte Menge auf, zB weil ich das Öl zum Braten etc. nehme oder ab und an bekomme ich einfach Appetit auf den Kokosgeschmack und koste einen Klecks kkö pur. Ist ja alles möglich, es ist ja wohlschmeckend. Übrigens ist der Kaffee mit dem kkö echt lecker, finde ich.
LG Jamie
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Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Kimeta » Dienstag, 14.03.17, 19:12

Hallo,

heute ist Fasten erneut Thema bei NDR-Visite: Fasten: Gesund verzichten und abnehmen.

Es geht auch um intermittierendes Fasten, hier Intervall-Fasten genannt. Zitate:

"Noch gibt es nur wenige Studien zum Intervall-Fasten beim Menschen. Tierversuche mit Mäusen zeigten aber bereits beeindruckende Ergebnisse: Die Methode "An einem Tag essen, am nächsten Tag fasten" (Alternate Day Fasting) verlängerte nachweislich das Leben der Tiere. Den Grund dafür sehen Experten in einem Zellreinigungsprozess (Autophagie), den das Fasten auslöst. Er reinigt und entgiftet den Körper. Das Intervall-Fasten trainierte den Stoffwechsel der Mäuse so effektiv, dass ein beginnender Typ-2-Diabetes verhindert wurde: In der Leber sammelten sich weniger Gifte, die Mäuse konnten das Insulin wieder besser verarbeiten."

"Die Forscher gehen davon aus, dass sich die Ergebnisse aus dem Tierversuch auf den sehr ähnlichen Stoffwechsel des Menschen übertragen lassen. Aktuelle Studien zum Intervall-Fasten befassen sich mit der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall sowie neurologischen Krankheiten wie Multipler Sklerose, Morbus Parkinson oder Demenz durch Intervallfasten."

Viele Grüße
Kimeta
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Eva

Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Eva » Dienstag, 11.09.18, 13:29

Hallo,

gern möchte ich das alte Thema neu beleben - weil es einfach sehr interessant, auch für uns ADFDler, ist, meine ich. Habs gerade hier frisch entdeckt. :party2:

Ich selbst mache wiederholt damit während eines Entzugs einfach sehr gute Erfahrungen. Ich habe das Gefühl, es fängt bei mir regelrecht Entzugssymptome ab. Wobei das wie immer sehr unterschiedlich sein kann, brauche ich hoffentlich nicht zu betonen. Da geht vielleicht Probieren über Studieren, aber mit aller Vorsicht natürlich.

Auch der hier schon besprochene Kokos-Kaffee ist bei mir beliebt, allerdings mit koffeinfreiem Kaffee, weil ich Koffein definitiv nicht mehr so gut vertrage - da ich ohnehin ja am meisten mit Schlafschwierigkeiten zu tun hab, kein Wunder. Ich schäume ihn übrigens mit einem guten Teelöffel Kokosöl und einem weiteren Teelöffel Sahne mit dem Blender gut auf, er wird dadurch etwas sämig und erhält an der Oberfläche eine schöne Crema.

Auch dass jetzt als neueste S. durchs Dorf getrieben wird, Kokos-Öl sei ja gar nicht gesund, ändert daran nichts: Mir bekommt es wunderbar und gerade auch mein Mann profitiert davon mit seinen super Blutfettwerten, die für ihn als Schlaganfallpatient besonders wichtig sind.

Vielleicht mag ja jemand das Thema des periodischen Fastens mit mir zusammen wieder aufgreifen und ein wenig darüber reden?

Liebe Grüße,
Eva

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Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Towanda1 » Dienstag, 11.09.18, 14:07

Hallo Eva,

sehr gerne. Ich mache das schon seit Mai und habe dadurch die Gewichtszunahme durch Mirtazapin einigermaßen im Griff.

LG Towanda
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01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin
09.09.18 - 10,80 mg Mirtazapin
10.10.18 - 9,50 mg Mirtazapin
09.11.18 - 8,50 mg Mirtazapin
13.12.18 - 7,50 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
1 x tgl. Thyreoidea comp. 5 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

Eva

Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Eva » Dienstag, 11.09.18, 14:35

Hallo Towanda, :)

freut mich. Auch ich bin der umgehenden Gewichtszunahme unter Triminpramin unter anderem dadurch erfolgreich begegnet, habe inzwischen sogar etwas an Gewicht abgeben können (1,5 kg).

Ich selbst bin immer wieder geneigt, so sehr ich einerseits den Alterungsprozess durch die Schlaflosigkeit forciert fühle, den Verjüngungseffekt, den ich durch das PF (periodische Fasten) andererseits wahrnehme - sowie auch durch regelmäßige Bewegung, vor allem die an der frischen Luft - als wirksamen Ausgleich zu sehen. Und ich glaube, dass ich die Depression so fernhalte. Mich begeistert das. :party2:

LG Eva
Zuletzt geändert von Eva am Dienstag, 11.09.18, 14:43, insgesamt 1-mal geändert.

Kimeta
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Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Kimeta » Dienstag, 11.09.18, 14:40

Hallo,

ich bin momentan vom Intermittierenden Fasten aus verschiedenen Gründen wieder abgekommen, aber habe natürlich die Kokosöl-Diskussion verfolgt.

Es gab schon immer Pro und Contra zu allen Ernährungsthemen, mit denen ich mich bereits beschäftigt habe, auch unter Wissenschaftlern, Ärzten und anderen Leuten, die sich berufsmäßig damit befassen. Jeweils beide Seiten haben gute Argumente, man muss sich halt überlegen, was man plausibel findet, aber vor allem: selbst ausprobieren, was man verträgt und womit man sich gut fühlt!

In meinem Migräneforum gab es diese beiden Links mit Kommentaren zu den Aussagen im Video von Frau Michels:

https://deutsch.medscape.com/artikelans ... 14FN&faf=1
https://www.dr-feil.com/blog/wp-content ... ssagen.pdf

Viele Grüße
Kimeta
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Eva

Re: Intermittierendes Fasten

Beitrag von Eva » Dienstag, 11.09.18, 14:45

Hallo Kimeta,

Du hast Recht, es gibt kaum je einheitliche Aussagen; deshalb halte ich viel von eigenen Erfahrungen in punkto Ernährung. Und es geht nicht um Einseitigkeit; sicherlich sind Übertreibungen in keine Richtung gerechtfertigt.

Ich würde deshalb auch nicht direkt zu bestimmten Ernährungsformen raten, höchstens von mir berichten, was mir guttut, aber auch nur dann, wenn sich das ergibt. Und wenn's jemand für sich ganz anders verortet, ist's für mich völlig ok. Jeder sieht das aus seiner Warte. Im übrigen wissen wir hier ja am besten, wie unterschiedlich der Organismus reagiert. Also: alles, was ich äußere, ist meinen sehr persönlichen Erfahrungen zuzuschreiben.

Gutes Beispiel ist z. B. auch das Buch "Weizenwampe" - welch ein Hype wurde darum gemacht. Inzwischen wird auch hier (selbstredend) wieder zurückgerudert. Von Hypes sollte man sich nicht anstecken lassen, sondern sie sehr bedächtig erwägen, wenn überhaupt; über kurz oder lang folgt ein "Gegen-Hype", so sicher wie der Sonnenauf- dem -untergang. (Allerdings kann so etwas durchaus mal ein Hinweis sein - so war's bei mir - dass man bestimmte Nahrungsmittel eben nicht gut verträgt und vorher auf die mögliche Ursache einfach nicht kam.)

Dem PF würde ich auch gewiss keine magischen Kräfte zuweisen. Nur für mich ist es ein kleiner Jungbrunnen, selbst im Entzug. Und wer weiß, vielleicht kann es ja noch jemand für sich entdecken, wäre fein.

LG Eva

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