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Differentialdiagnosen

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Arianrhod
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Differentialdiagnosen

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 13.12.17, 16:04

Eine junge Frau kommt wegen seltsamen Verhaltens in die Psychiatrie.
Die Ärzte behandeln die junge Patientin zunächst mit Benzodiazepinen, um sie ruhigzustellen. Bei der Blutuntersuchung können die Ärzte keine abnormalen Werte feststellen. Auch eine durchgeführte Elektroenzephalographie, Ultraschalluntersuchung des Abdomens sowie ein MRT-Scan des Gehirns zeigen keine Auffälligkeiten. Über die nächsten Tage entwickelt sie weiteres abnormales Verhalten: Sie läuft ziellos umher, beginnt zu tanzen oder „wie eine Schlange“ über den Boden zu kriechen.......

Keine Besserung trotz Medikamente
Gegen diese Symptome verabreichen ihr die Ärzte zunächst Lorazepam und anschließend Olanzapin. Ihr Zustand verbessert sich nicht. Ihre Ärzte rätseln weiterhin über die Ursache ihres Zustands. Auch eine Infektionskrankheit wird mittels Liquoranalyse ausgeschlossen......
Bei der zweiten Blutuntersuchung stoßen die Ärzte allerdings auf eine Erklärung:

Hashimoto-Enzephalopathie (HE) ist eine seltene, aber schwere Erkrankung. Die Häufigkeit wird vermutlich aufgrund der geringen Kenntnis über diese Krankheit unterschätzt. Die Ärzte weisen darauf hin, dass ungeklärte Fälle von Enzephalopathie oder atypische psychatrische Symptome auch auf eine HE hinweisen könnten. Daher sollte sie in diesen Fällen als Differentialdiagnose in Betracht gezogen werden.
In diesem Fall hatte die Frau Glück, obwohl sie natürlich die volle Dröhnung Zyprexa ubd Benzos bekam, liefen dennoch die körperlichen Untersuchungen weiter, bis die zweite Blutuntersuchung dann abnorme Werte ergab.

DocCheckNews


Ich kenne einen ganz ähnlichen Fall aus dem RL, war nämlich meine Bettnachbarin in der psychiatrischen Klinik. Sie schien so typisch psychotisch zu sein mit ihrem Vergiftungswahn, dass der Chefarzt sie sogar bat, mit zu seinen Studenten zu kommen ( tat sie auch, war eine Nette).
Irgendjemandem der Ärzte fiel es ein , bei ihr nochmal eine Blutuntersuchung zu machen - und siehe, sie war wirklich vergiftet. :shock:
( nicht durch ein Verbrechen oder so, war ein Umweltvergehen :x , kam alles später raus )

Meine Zimmergenossin wurde verlegt, und die NL abgesetzt (hoffe, dass das Absetzen nicht zu schnell war) .

Ich dachte daran, vielleicht auch noch mal Differentialdiagnosen in einem thread zu sammeln (oder gibt es das schon?)

Könnte für den ein oder anderen wichtig sein; welche Differentialdiagnosen gibt es noch?

liebe Grüße Arian
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Re: Differentialdiagnosen

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 14.12.17, 11:59

Hallo Arian!
Könnte für den ein oder anderen wichtig sein; welche Differentialdiagnosen gibt es noch?
Hier ist der Thread zu den Differentialdiagnosen:
viewtopic.php?t=9736

Wir könnten die Threads zusammenlegen, oder mein Verweis hier reicht - was meinst Du?

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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Differentialdiagnosen

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 14.12.17, 17:42

Ja, liebe Murmeline, mach das.

Ich habe die Suchfunktion benutzt, aber irgendwie ist dieser thread nicht aufgetaucht, sorry.

liebe Grüße Arian
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Re: Differentialdiagnosen

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 14.12.17, 17:45

Hallo :-)
Murmeline hat geschrieben:Hallo Arian!
Könnte für den ein oder anderen wichtig sein; welche Differentialdiagnosen gibt es noch?
Hier ist der Thread zu den Differentialdiagnosen:
viewtopic.php?t=9736

Wir könnten die Threads zusammenlegen, oder mein Verweis hier reicht - was meinst Du?

Murmeline
Der verlinkte Thread ist ja vorwiegend für Depression - wir könnten hier einen Extra-Thread für Differentialdiagnosen für alle psychischen Symptome machen, und erstmal sammeln. Irgendwann könnte man daraus einen geordneten Info-Thread erstellen?

Liebe Grüße
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Differentialdiagnosen

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 20.06.18, 19:36

" Psychische Störungen" durch Entzündungsreaktionen, hier ein Fallbeispiel von DocCheck:
Laut der Ärzte ist eine extraintestinale Manifestation bei einer Glutenunverträglichkeit nicht unüblich. Patienten klagen oft über Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, chronische Kopfschmerzen, Angststörungen und Depressionen. Wenn keine gastrointestinalen Beschwerden vorliegen, wird die Krankheit oft nicht erkannt.
und
Die Ärzte setzen bei ihrer – nun wieder kooperativen Patientin – schrittweise Risperidon ab. Auch ohne die Medikamente bleibt sie symptomfrei. Für ihre Ärzte scheint der Zusammenhang zwischen den schizophrenen Schüben und ihrer Glutenunversträglichkeit damit wahrscheinlich.

Zwar haben die behandlenden Ärzte keine eindeutige Erklärung dafür. Sie spekulieren aber, dass die durch das Gluten hervorgerufene Entzündung im Darm auf das zentrale Nervensystem übergreift.
Glutenunverträglichkeit löst Psychose aus

liebe Grüße Arianrhod
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