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weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
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weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Snosa » Mittwoch, 25.07.18, 21:30

Hallo an alle,
bin nun seit 1 Jahr AU mit der Diagnose chronische Depression (leider).
Heute war ich zum 3 Mal beim MDK bestellt!
Krankengeld (mtl. Krankengeld 91€) läuft im 12/2018 aus. Antrag auf EM-Rente fällt aus (fehlende Anspruchsvoraussetzungen).
Unsere Familie stockt seit 4 Jahren mit Hartz4 auf. D.h. ich würde nach Krankengeldbezug in die Grundsicherung fallen. Denke ich...
Nun erzählte mir heute die Gutachterin wieder, dass ihr das mit meiner Psychotherapie und meiner Genesung vieeel zu lang dauert und sie der Meinung ist, dass sich an meinem Zustand so schnell nix ändern wird. Deshalb hält SIE es für sinnvoll, dass ich eine RPK-Maßnahme machen soll. Ihr Worte; "Es ist nur eine IDEE, die sie sich bitte mal durch den Kopf gehen lassen sollen!"
Hab mich etwas dazu eingelesen:
RPK Erklärung:
Die Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen (RPK) halten alle notwendigen medizinisch-therapeutischen, psychosozialen und beruflichen Behandlungs- und Förderangebote vor. Das multiprofessionelle Rehabilitationsteam bietet eine integrierte Komplexleistung auf der Grundlage des bio-psycho-sozialen ICF-Modells für Menschen mit endogenen oder exogenen Psychosen, Neurosen, schweren Depressionen und Persönlichkeitsstörungen an. ...
Die nächstgelegene Einrichtung liegt mind. 1 Std Fahrtzeit entfernt. Maßnahme von Mo.- Fr.jeweils 8 Std. und dauert von 6 bis 12 MONATEN! Stationär oder ambulant. Für Patienten mit weiter Wegstrecke wird stationär empfohlen - wohnen in Wohngruppen. :vomit: :(

Ich möchte diese Maßnahme NICHT machen!
Unter anderem weil ich der Meinung bin, dass sie MIR und meiner Familie mehr schadet als nutzt.
Und vorallem, weil ich nicht monatelang von meiner Familie getrennt sein will und nur zum WE zu Hause sein würde. :cry:
Ich bin froh, dass ich aufgrund meiner Beschwerden mich überhaupt um meine Kinder kümmern kann und den Alltag gerade so bewältigen kann (mal besser/ mal schlechter). Diese Maßnahme wäre ja eine totale Doppelbelastung. ...auch für meinen Mann, der Vollzeit arbeitet und gesundheitl. angeschlagen ist. :shock:

Kann man mich zu dieser Maßnahme zwingen?
Kennt sich da wer aus???
Zumal die Betreuung beider Kinder durch KiTa u. Schule/Hort nicht abgedeckt werden könnte und wir niemanden haben, der dies tun könnte.

P.S.
Ich bin derzeit immer noch in Psychotherapie (tiefenpsychologisch), gehe 1x pro Woche 1 Std. Schwimmen u. beginne im August mit REHA-Sport (orthopädisch) 1x pro Woche (50 Übungseinheiten in 18 Monaten - hab schon OK von der KK dafür).

(Sorry für den langen Text. :? )

Vielen Dank und LG
Snosa
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Bin 43, 3 Kinder (19, 9 u. 4)
2003 erstmals mittelschwere Depression diagnostiziert
Tagesklinikaufenthalt
2004 - 2006 Psychotherapie (Verhaltenstherapie)
2003 - 2008 Antidepressiva TREVILOR (v. Psychologen/Psychiater d. Tagesklinik bekommen - Dosis weiß ich nicht mehr) mit Unterbrechungen (1 Absetzversuch kalt in Eigenregie u. Absetzen wegen Schwangerschaft)
2010 Venlafaxin v. Hausärztin weil depressiv u. erneute Psychotherapie (Verhaltenstherapie)
2013 Venlafaxin abgesetzt wegen Schwangerschaft
2014 nach Geburt Medikament Betablocker wegen zu hohen Blutdruck ... wurde wieder depressiv (oder waren es Entzugserscheinungen und/oder Nebenwirkungen d. Betablockers?) ...immer mehr ...Hausärztin verschrieb wieder Venlafaxin
Depressivität nahm stetig zu inclusive vieler Beschwerden. ...bis hin zur akuten Suizidgefahr 04/2015
Zum Glück hatte ich einen "lichten" Moment wo ich meine "alte" Psychotherapeutin anrief und ich sofort zu ihr konnte...Überweisung in Psychatrie...
09/2015 Tagesklinik - Dosiserhöhung Venlafaxin auf 125mg u. weiter Betablocker
Diagnose: Dysthymie mittelschwere Episode
2016 psychosomatische REHA - weiter Venlafaxin u. Betablocker
Depressivität u. Beschwerden wurden nicht besser
10/2016 eigenständiges Absetzen Betablocker
11/2016 eigenständiges Absetzen Venlafaxin innerhalb v. 3-4 Wochen
Beides ohne Rücksprache eines Arztes, weil meine Beschwerden KEINEN Arzt wirklich interesierten.
Da ich leider damals NICHTS davon gehört (lediglich geahnt) hatte, WAS Antidepressiva eigentlich anrichten können u. das sogar langfristige Entzugserscheinungen auftreten können, und man ab besten MONATELANG ausschleichen sollte...habe ich dieses AD innerhalb von ca. 3 - 4 Wochen ausgeschlichen.
Mir ging es mit absetzen des AD u. Betablocker "gut". D. h. meine Depressivität besserte sich etwas und auch einige krasse Beschwerden gingen weg. Dafür kamen andere Beschwerden - körperlich.
Bin seit 02/2017 in Psychotherapie (tiefenpsychologisch)
Beschwerden bis heute:
- leichte Depressivität (eigenes Empfinden)
- Müdigkeit
- Erschöpfung
- sehr starke Leistungsminderung
- sehr geringe Belastbarkeit (körperlich u. psychisch)
Intensität dieser Beschwerden verstärken sich, je höher die körperliche u. psychische Belastung
- Schwellungen (Ödeme???) an Handgelenkaußenseiten
- Schmerzen Handgelenke mit u. ohne Belastung
- Muskelschmerzen beide Oberschenkel
- unruhige Beine in Ruhezustand (vorzugsweise Nachts)
- leichte bis starke Rückenschmerzen
- Hals-/ Nacken-/ Schulterschmerzen
- Ganzkörperschmerzen (brennen)
...
aufgeführte Schmerzen variieren von Tag zu Tag und ist immer unterschiedlich
Bin seit 06/2017 ununterbrochen AU.
Lehne seit Ende 2016 vehement AD ab!!!

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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 26.07.18, 15:45

Hallo Snosa,

ich habe das über die Zielgruppe der Maßnahme gefunden:
RPK-Maßnahmen sind vor allem bei jüngeren Menschen mit Psychosen oder schweren Persönlichkeitsstörungen indiziert bei denen die Erkrankung zur dauerhaften Behinderung zu führen droht und die bereits mehrfache längere psychiatrische Erkrankung und Krankenhausaufenthalte hinter sich haben. Sie haben oft krankheitsbedingt noch keine Ausbildung absolviert und den Ablösungsprozess vom Elternhaus noch nicht vollzogen bzw. keine tragfähigen sozialen Beziehungen aufbauen können.
https://www.deutsche-rentenversicherung ... schen.html

Du bist aber schon Mutter, richtig? Du kümmerst dich um deine Familie und wohnst auch mit ihr?
Bist du die einzige Erwachsene oder gibt es Mann/ Freund/ Partnerin ?.
Da passt du imho in diese Maßnahme überhaupt nicht rein.
Außerdem stimmen auch die Krankheitsbilder nicht, mit einer mittelschweren Depression bist du nicht richtig.


liebe Grüße Arian
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von padma » Freitag, 27.07.18, 13:24

hallo Snosa, :)

ich denke, es gelten die gleichen Grundprinzipien, wie bei deiner Frage, ob du zur Einnahme von AD gezwungen werden kannst.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass zu einer ganz bestimmten Maßnahme gezwungen werden kannst, zumal du sehr gute Gründe hast, dass diese für dich nicht passend ist.

Das es nur eine "Idee" der Gutachterin ist, kannst du ihr ja sagen, du habest es dir durch den Kopf gehen lassen, dich informiert etc. und wärest zu dem Schluss gekommen, dass diese Maßnahme für dich nicht das Richtige wäre.

liebe Grüsse,
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von takan » Montag, 30.07.18, 21:41

Erstmal kann man zu nichts gezwungen werden.
Zweitens zielt eine RPK-Maßnahme drauf an um zu gucken ob du arbeiten gehen kannst. Da wird festgestellt ob du eine Erwerbungsminderungsrente bekommts, komplett Arbeitsunfähig oder voll belastbar bist.
Drittens finde ich die RPK-Maßnahme von deinem Anbieter Käse. Bei uns gibt ein Anbieter, da arbeitet man bis zu 2 STD täglich. Genau weiß ich es selbst nicht.
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Marko92 » Dienstag, 31.07.18, 12:23

Hallo Snosa,

gezwungen werden kannst du nicht, aber wenn du mit deiner Familie von Sozialleistungen lebst, kann man dir Steine in den Weg zu legen versuchen.

Wie auch bei der AD-Frage, wäre es sehr nützlich, wenn ein Arzt/Therapeut dir bestätigt, dass die Massnahme nicht hilfreich für dich ist.

Zum Rechtlichen: https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... es#p234962

Ich bin leider nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand, nur soviel, es wird gern versucht, Leistungsempfänger mit Androhung von Sanktionen zur Zustimmung zu nicht rechtmässigen Dingen zu bringen.

LG Markus
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Snosa » Freitag, 03.08.18, 7:57

Hallo ihr Lieben! :)
Vielen vielen Dank für eure Antworten!
Inzwischen konnte ich mich "runterfahren". :?

Arianrhod
Ja, ich bin Mutter von 3 Kindern. Das älteste (20) ist bereits ausgezogen und lebt ihr eigenes Leben. Um die anderen beiden (10 u. 4) kümmere ich mich, wie es halt eine Mama tut. Auch lebe ich mit meinem Lebensgefährten zusammen. Er hat einen körperlichen schweren Vollzeitjob und ist eigentlich gesundheitl. angeschlagen. Daher ist er nach Feierabend mit der Betreuung der Kinder völlig überfordert und auch für Arbeiten im Haushalt. Ich bewältige den Alltag (Haushalt+Kinder+Familie) allein. Die Doppelbelastung JOB und Haushalt+Kinder+Familie schaffe ich schlichtweg nicht. Das überfordert mich aufgrund meiner Beschwerden.

Vielen Dank für eure Infos u. Links. Werde nochmal weiter recherchieren....
Habe auch nächste Woche ENDLICH wieder Termin bei meinem Therapeuten, mit dem ich das Thema unbedingt besprechen werde!!! :)

Nochmals lieben Dank an euch! :wink:
LG Snosa
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2003 - 2008 Antidepressiva TREVILOR (v. Psychologen/Psychiater d. Tagesklinik bekommen - Dosis weiß ich nicht mehr) mit Unterbrechungen (1 Absetzversuch kalt in Eigenregie u. Absetzen wegen Schwangerschaft)
2010 Venlafaxin v. Hausärztin weil depressiv u. erneute Psychotherapie (Verhaltenstherapie)
2013 Venlafaxin abgesetzt wegen Schwangerschaft
2014 nach Geburt Medikament Betablocker wegen zu hohen Blutdruck ... wurde wieder depressiv (oder waren es Entzugserscheinungen und/oder Nebenwirkungen d. Betablockers?) ...immer mehr ...Hausärztin verschrieb wieder Venlafaxin
Depressivität nahm stetig zu inclusive vieler Beschwerden. ...bis hin zur akuten Suizidgefahr 04/2015
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Depressivität u. Beschwerden wurden nicht besser
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11/2016 eigenständiges Absetzen Venlafaxin innerhalb v. 3-4 Wochen
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Da ich leider damals NICHTS davon gehört (lediglich geahnt) hatte, WAS Antidepressiva eigentlich anrichten können u. das sogar langfristige Entzugserscheinungen auftreten können, und man ab besten MONATELANG ausschleichen sollte...habe ich dieses AD innerhalb von ca. 3 - 4 Wochen ausgeschlichen.
Mir ging es mit absetzen des AD u. Betablocker "gut". D. h. meine Depressivität besserte sich etwas und auch einige krasse Beschwerden gingen weg. Dafür kamen andere Beschwerden - körperlich.
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- Müdigkeit
- Erschöpfung
- sehr starke Leistungsminderung
- sehr geringe Belastbarkeit (körperlich u. psychisch)
Intensität dieser Beschwerden verstärken sich, je höher die körperliche u. psychische Belastung
- Schwellungen (Ödeme???) an Handgelenkaußenseiten
- Schmerzen Handgelenke mit u. ohne Belastung
- Muskelschmerzen beide Oberschenkel
- unruhige Beine in Ruhezustand (vorzugsweise Nachts)
- leichte bis starke Rückenschmerzen
- Hals-/ Nacken-/ Schulterschmerzen
- Ganzkörperschmerzen (brennen)
...
aufgeführte Schmerzen variieren von Tag zu Tag und ist immer unterschiedlich
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Snosa » Donnerstag, 09.08.18, 17:07

Hallo ihr Lieben!

Habe heute Post von der KK bekommen, wo ich aufgefordert werde einen ANTRAG zur medizinischen RPK-Maßnahme bei Rentenversicherung zu stellen. Genau DAS wovor ich so Angst hatte!
In dem Schreiben werde ich darauf hingewiesen, dass mir das Krankengeld gestrichen wird, wenn ich nicht fristgemäß Antrag stelle.
Das Recht auf Widerspruch hab ich, aber was ist wenn der KK völlig egal ist, dass es für mich nicht zu bewältigen ist (Massnahme Ganztags mit langem Anfahrtsweg + Haushalt + Kinder). Mein Partner ist beruflich Vollzeit tätig und die Betreuung kann gar nicht abgesichert werden. Es wäre der SUPERGAU für unsere Familie, wenn ich diese Massnahme machen würde/müsste.

Mir geht's gerade überhaupt nicht gut. PANIK u. ANGST!!!

Liebe Grüße
Snosa
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Marko92 » Freitag, 10.08.18, 10:36

Hallo Snosa,

leg Widerspruch ein und lass dich juristisch beraten.

Gut wäre ein Anwalt, aber in den Foren, wo ich oben verlinkt habe, bekommt man auch oft kompetente Hilfe.
Im ELO-Forum gibt es auch Musterbriefe, die man verwenden kann.

Und lass den Kopf nicht hängen, dass man bei KKs oft erst im Widerspruch weiter kommt, ist fast schon normal.
Die schauen halt erst mal, mit wem sie s machen können. Wenn man sich wehrt und die mehr Ärger und Unkosten haben, wenn sie einem Steine in den Weg legen, dann hat man oft eine Weile Ruhe vor Schikanen, ähnlich JC, Sozialamt usw.

Und am besten gleich ein Attest holen, dass diese Belastungssituation deinen Gesundheitszustand verschlechtert.

Viel Glück!

LG Markus :)
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Snosa » Freitag, 10.08.18, 13:11

Markus, vielen vielen Dank für deine Zeilen!

...bin immer noch total fertig. Aber habe heute nnoch einen Termin bei meinem Psychotherapeuten u. nächste Woche bei meiner Hausärztin.

Das schlimme ist, dass gerade diese Schikanen, der Druck u. Stress mich über all die letzten Jahre so schlimm krank gemacht haben. Ich lebe nach wie vor mit diesen Ängsten, diesem ständigen Druck...WIE bitte soll denn da überhaupt ein Genesungsprozess erfolgen???

Dieser ganze Mist macht ganz böse Sachen mit mir...

Nochmals vielen Dank!
LG Snosa
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Marko92 » Freitag, 10.08.18, 13:44

Liebe Snosa,

ich kann dich gut verstehen, ich hab auch schon solche Erfahrungen durch.

Aber habe heute noch einen Termin bei meinem Psychotherapeuten u. nächste Woche bei meiner Hausärztin.

Das schlimme ist, dass gerade diese Schikanen, der Druck u. Stress mich über all die letzten Jahre so schlimm krank gemacht haben. Ich lebe nach wie vor mit diesen Ängsten, diesem ständigen Druck...WIE bitte soll denn da überhaupt ein Genesungsprozess erfolgen???
Lass dir das bitte so auch von beiden bestätigen, dass du mit verstärkten Symptomen auf Belastungen reagierst und mit Massnahmen wie der vorgeschlagenen überfordert bist.

Wenn man da nämlich hingeht, besteht die "Chance", dass man oft als arbeitsfähig entlassen wird, egal wie es einem geht.

Ja, heilen kann man mit Druck nicht so gut, hast du keine Möglichkeit, dass ihr als Familie aus dem Sozialleistungsbezug rauskommt? Falls der Aufstockungsbetrag gering ist, wäre ja auch die Möglichkeit, drauf zu verzichten und evtl. durch Minijob oder so etwas zuzuverdienen?

LG Markus :)
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Snosa » Freitag, 10.08.18, 21:22

Lieber Markus!

Danke für deine Zeilen!

Mein Partner geht Vollzeit arbeiten u. ich bin leider bereits 1 Jahr lang AU, nachdem ich versucht hatte mit Bundesfreiwilligendienst vorsichtig arbeismäßig einzusteigen (trotz akuter 2jähriger Depression). Leider hatte ich es nur DREI Monate geschafft....
Selbst wenn ich arbeitsfähig wäre und einen Minijob trotz Erkrankung schaffen würde, würde es uns NICHT aus dem Sozialleistungsbezug bringen. :(

Ich war vorhin zum Termin beim Psychotherapeuten und nach langem besprechen konnte er mir mich etwas beruhigen (zumindest bin ich etwas "runtergefahren"). Auch hat er mir seine Unterstützung zugesichert u. er setzt ein Schreiben ("Attest") für mich auf, den ich dann meinem Widerspruch hinzufügen kann.
Zusätzlich hat er mir geraten, mich an die Familienberatung und/oder Jugendamt zu wenden, um eventuell von dort auch ein Schriftstück zu erhalten, dass so eine Maßnahme für mich als Mutter nicht in Frage kommt, da die Betreuung u. Fürsorge meiner Kinder nicht abgesichert/gesichert ist usw. ... (Ich schaffe es nicht 8 Stunden Ganztagsrehamaßnahme oder Job und mich dann um den Haushalt und Kinder zu kümmern. Zumal eins meiner Kinder demnächst Ergotherapie u. wahrscheinlich noch Lerntherapie (LRS-Teilschwäche) erhalten wird. WANN sollte ich das schaffen, wenn ich erst 17.30 zu Hause sein würde???????

LG Snosa
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Zum Glück hatte ich einen "lichten" Moment wo ich meine "alte" Psychotherapeutin anrief und ich sofort zu ihr konnte...Überweisung in Psychatrie...
09/2015 Tagesklinik - Dosiserhöhung Venlafaxin auf 125mg u. weiter Betablocker
Diagnose: Dysthymie mittelschwere Episode
2016 psychosomatische REHA - weiter Venlafaxin u. Betablocker
Depressivität u. Beschwerden wurden nicht besser
10/2016 eigenständiges Absetzen Betablocker
11/2016 eigenständiges Absetzen Venlafaxin innerhalb v. 3-4 Wochen
Beides ohne Rücksprache eines Arztes, weil meine Beschwerden KEINEN Arzt wirklich interesierten.
Da ich leider damals NICHTS davon gehört (lediglich geahnt) hatte, WAS Antidepressiva eigentlich anrichten können u. das sogar langfristige Entzugserscheinungen auftreten können, und man ab besten MONATELANG ausschleichen sollte...habe ich dieses AD innerhalb von ca. 3 - 4 Wochen ausgeschlichen.
Mir ging es mit absetzen des AD u. Betablocker "gut". D. h. meine Depressivität besserte sich etwas und auch einige krasse Beschwerden gingen weg. Dafür kamen andere Beschwerden - körperlich.
Bin seit 02/2017 in Psychotherapie (tiefenpsychologisch)
Beschwerden bis heute:
- leichte Depressivität (eigenes Empfinden)
- Müdigkeit
- Erschöpfung
- sehr starke Leistungsminderung
- sehr geringe Belastbarkeit (körperlich u. psychisch)
Intensität dieser Beschwerden verstärken sich, je höher die körperliche u. psychische Belastung
- Schwellungen (Ödeme???) an Handgelenkaußenseiten
- Schmerzen Handgelenke mit u. ohne Belastung
- Muskelschmerzen beide Oberschenkel
- unruhige Beine in Ruhezustand (vorzugsweise Nachts)
- leichte bis starke Rückenschmerzen
- Hals-/ Nacken-/ Schulterschmerzen
- Ganzkörperschmerzen (brennen)
...
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Marko92 » Samstag, 11.08.18, 11:52

Liebe Snosa :)

Schade, dass es nicht klappt, aus dem Leistungsbezug zu kommen, tut mir leid.
Ich war vorhin zum Termin beim Psychotherapeuten und nach langem besprechen konnte er mir mich etwas beruhigen (zumindest bin ich etwas "runtergefahren"). Auch hat er mir seine Unterstützung zugesichert u. er setzt ein Schreiben ("Attest") für mich auf, den ich dann meinem Widerspruch hinzufügen kann.
Das ist gut. Mit dem Attest dürfte eigentlich nichts mehr schief gehen. - Hat bei mir so geklappt und ich kenne auch andere, die sich so gegen nicht hilfreiche Massnahmen gewehrt haben.

Ich würde es aber dabei lassen und nicht Jugendamt oder Familienhilfe ansprechen. Der Rat ist zwar gut gemeint vom Therapeuten, aber anscheinend hat er keine Erfahrung im Behördendschungel. Diese Ämter haben nämlich andere Aufgaben und Zielsetzungen, als sich für oder gegen Reha-Massnahmen einzusetzen. -
In erster Linie geht es bei einer Reha-Massnahme darum, ob sie der Gesundheit und Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit nützt oder schadet. - Mangelnde Belastbarkeit ist da der springende Punkt. Dafür hast du ein Attest und deine Erfahrungen vom Bundesfreiwilligendienst. -
Es ist taktisch auch gar nicht rastam, mehr Infos als nötig mitzuteilen, weil freiwillig gegebene Infos auch gegen dich genutzt werden können.

JA oder FH einzuschalten, wenn man nicht sowieso schon damit zu tun hat, führt dazu, dass sich erst mal zwei neue Ämter einmischen, die aus ihrer Perspektive handeln, die nicht deine sein muss . Kann auch sein, die sehen Handlungsbedarf bei etwas, was dir neuen Stress macht und nicht in deinem Sinn ist. Die "Helferleins" wieder loszuwerden, ist eine ganz andere Sache.
V.a. werden Infos und Einschätzungen über dich und deine Familie gesammelt und Akten angelegt, die nicht unbedingt hifreich sein müssen.
Wenn ihr schon im Sozialleistungsbezug seid, wird das JC vermutlich auch versuchen, auf eine Zusammenarbeit hinzuwirken.

Dann werden JA/FH sich vermutlich auch nicht dafür einsetzen, dass du keine Reha-Massnahem machst, weil das eine medizinische Sache ist, zu der die Mitarbeiter denkbar wenig sagen können. Kann sein, man bietet dir Hilfe für die Familie an, solange du nicht da wärst oder unterstützt ein Mutter-Kind-Angebot.

Informier dich stattdessen, ob du als Mutter rechtlich geschützt bist, wie Mütter in Eltenzeit oder berufstätige Mütter, wenn ein Kind krank ist.
Wenn du da etwas findest ist es gut, wenn nicht, lass es dabei.
JA- Und FA-Mitarbeiter habe ich selten als hilfsbereit im Sinne von unterstützend erlebt, sondern leider meist als direktiv, sich einmischend und Familien im Sinne ihrer Interpretation von Kindswohl beeinflussend oder trennend.

Ich kenn da leider auch einige üble Geschichten, teils bei Sorgerechtsregelungen, teils auch bei Familien mit einem sog. "psychisch kranken" Elternteil. Ich hab öfters erlebt, dass nicht geholfen, sondern sich eingemischt wird, Schadwirkung ähnlich wie bei schlechten Ärzten.
Lieber nicht.

Wenn der Widerspruch nicht durchgehen sollte, nimm dir einen Anwalt und berate dich erst vorher über ein weiteres Vorgehen. - Ein Schritt nach dem anderen.
Halte ich aber für unwahrscheinlich, dass es so kommt.

LG Markus
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Jamie » Samstag, 11.08.18, 14:43

Hallo Snosa,:)

ich kann mich Marko nur anschließen!
Das Jugendamt (die Familienhilfe kenne ich nicht) würde ich nach Möglichkeit unbedingt außen vor lassen.

Mir ist der Fall einer Mutter hier bekannt, die in einer Depression beim Jugendamt nach zusätzlichen Hilfen / Unterstützung für ihre Situation (bzw. für die Kinder) gebeten hat und der die Kinder dann entzogen worden sind.
Dabei war diese Frau weder suizidal noch eigen- / fremdgefährdend noch waren die Kinder größer negativ involviert (als bei jeder anderen Krankheit auch, wenn Mütter eben chronisch krank werden).

Seitdem bin ich sehr skeptisch was diese Behörde betrifft.
Es mag von Bundesland zu Bundesland, Stadt und Landkreis etc. große Unterschiede geben, wie man den Umgang mit Klienten handhabt und wie die Mitarbeiter drauf sind, aber nachdem zumindest ich zusehends den Eindruck bekomme, dass die richtig schlimmen Fälle von Verwahrlosung oft gar nicht erkannt werden, dafür aber so Sachen passieren wie im o.g. Fall, schwindet mein Vertrauen in diese Institution.

Viele Grüße
Jamie
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 12.08.18, 15:33

Hallo Snosa,
Jamie hat geschrieben:
Samstag, 11.08.18, 14:43
Mir ist der Fall einer Mutter hier bekannt, die in einer Depression beim Jugendamt nach zusätzlichen Hilfen / Unterstützung für ihre Situation (bzw. für die Kinder) gebeten hat und der die Kinder dann entzogen worden sind.
Dabei war diese Frau weder suizidal noch eigen- / fremdgefährdend noch waren die Kinder größer negativ involviert (als bei jeder anderen Krankheit auch, wenn Mütter eben chronisch krank werden).
genauso zwei Fälle kenne ich leider auch. :cry:
Frauen, die sich durch alle Instanzen kämpfen mussten, um ihre Kinder ZURÜCKZUBEKOMMEN, in beiden Fällen über mehrere (!) Jahre. Und das nur, weil sie wegen Krankheit ein paar Wochen Hilfe gebraucht hatten.
Besser das Argument, die Betreuung der Kinder wäre nicht gesichert.Punkt.

liebe Grüße Arian
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Snosa » Samstag, 29.09.18, 13:14

Hallo ihr Lieben! :)
Melde mich mal wieder... :wink:

Widerspruch mit entsprechendem Schreiben vom Hausarzt hatte ich an die KK abgeschickt und habe bereits eine kurze Mitteilung erhalten, dass der Widerspruch eingegangen ist und sie sich unaufgefordert nach nochmaliger Prüfung melden werden. Zeitgleich teilte mir die KK in einem seperaten Brief mit, dass die Krankengeldzahlung ordnungsgemäß am XX endet. Hab's nachgerechnet - stimmt!
Wie's danach genau für mich weitergeht weiß ich nicht. Wahrscheinlich Grundsicherung und Vorladung zum Arbeitsmedizinischendienst d. Jobcenters. :?
Erstaunlicherweise bin ich mittlerweile gelassen und Angst-/Panik ist selterner geworden.
ES TUT SICH WAS! :roll:

Der orthopädische REHA-SPORT, sowie 1xWoche Schwimmen tuen mir gut - besser als vorher gedacht!

Fülle nun auch seit ca. 1 Monat mit Omega3 auf.

Insgesamt verspüre ich derzeit tatsächlich ZUVERSICHT!
:party2:
Bin noch lange nicht dort wo ich gern sein möchte,
aber auch nicht mehr da wo ich mal war!

Ganz viele Liebe Grüße an euch alle :group:
Snosa
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2003 - 2008 Antidepressiva TREVILOR (v. Psychologen/Psychiater d. Tagesklinik bekommen - Dosis weiß ich nicht mehr) mit Unterbrechungen (1 Absetzversuch kalt in Eigenregie u. Absetzen wegen Schwangerschaft)
2010 Venlafaxin v. Hausärztin weil depressiv u. erneute Psychotherapie (Verhaltenstherapie)
2013 Venlafaxin abgesetzt wegen Schwangerschaft
2014 nach Geburt Medikament Betablocker wegen zu hohen Blutdruck ... wurde wieder depressiv (oder waren es Entzugserscheinungen und/oder Nebenwirkungen d. Betablockers?) ...immer mehr ...Hausärztin verschrieb wieder Venlafaxin
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Da ich leider damals NICHTS davon gehört (lediglich geahnt) hatte, WAS Antidepressiva eigentlich anrichten können u. das sogar langfristige Entzugserscheinungen auftreten können, und man ab besten MONATELANG ausschleichen sollte...habe ich dieses AD innerhalb von ca. 3 - 4 Wochen ausgeschlichen.
Mir ging es mit absetzen des AD u. Betablocker "gut". D. h. meine Depressivität besserte sich etwas und auch einige krasse Beschwerden gingen weg. Dafür kamen andere Beschwerden - körperlich.
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Snosa » Freitag, 05.10.18, 17:39

Hallo ihr Lieben :roll:

Habe heute nochmals Post von der KK bekommen.
Im Schreiben wurde ich darüber informiert, dass sie an der Aufforderung zur Antragstellung für eine PRK-Maßnahme weiterhin festhalten...ich könnte meine beiden Kinder mit zur Maßnahme nehmen, müsse es gesondert beantragen.
Schwub...DAS ist DIE Problemlösung der KK...! :frust:

Das hieße, das ich entweder die Kinder (4 und 10) für mehrere WOCHEN bzw. MONATE aus ihrem gewohnten Umfeld (KiGa u. 4. Klasse Grundschule) reißen müsste und wir drei jede Woche in einer stationären Wohngemeinschaft in besagter Einrichtung leben würden (wie das ganz genau aussehen und ablaufen würde - keine Ahnung).
Oder:
Ich wecke für mehrere Wochen bzw. Monate jeden Morgen um ca. 04.15Uhr beide Kinder, damit wir den Zug im nächstgelegenen Ort pünktlich 05.48 Uhr schaffen, der uns dann bis ca. 7.00 Uhr in die nächst größere Stadt, wo sich die besagte Einrichtung befindet, erreichen, um dann mit der Straßenbahn rechtzeitig vor Ort anzukommen um die Maßnahme jeden Tag pünktlich zu beginnen. Nachmittags würden wir irgendwann zu Hause ankommen...kurz "bisschen" im Haushalt...Abendbrot...und 18.00 Uhr müsste das 4jährige Kind ins Bett, damit es ausreichend Schlaf bekäme um am nächsten Morgen wieder 04.15 Uhr geweckt zu werden....

Ich wurde im Schreiben gefragt, ob ich an meinem Widerspruch festhalte.

Ein klares JA meinerseits! :evil: (mehr habe ich nicht mehr dazu zu sagen)

LG Snosa
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Marko92 » Samstag, 06.10.18, 10:33

Liebe Snosa :)
Ich wurde im Schreiben gefragt, ob ich an meinem Widerspruch festhalte.
Ein klares JA meinerseits! :evil: (mehr habe ich nicht mehr dazu zu sagen)
Gut, mehr Stellungnahme würde ich dazu auch nicht abgeben.

Ich bekomme bei dem Schreiben den Eindruck, dass die KK versucht, dir in den Mund zu legen, dass du v.a. wegen deiner Familie nicht an der Massnahme teilnimmst und dabei zu unterstellen, dass du gesundheitlich dazu in der Lage wärst.

Der springende Punkt ist aber deine Reha-Fähigkeit und ob die Massnahme dir hilft, gesund und wieder arbeitsfähig zu werden.

Der Rest sind Nebenschauplätze, die dich verwirren und zu einer unbedachten Aussage veranlassen sollen, die man verwenden kann, die Massnahme durchzusetzen.

Ich würde mich zum Thema Kinder der KK gegenüber gar nicht äussern, schon gar nicht, dass du Probleme hast, Kinder und Massnahme unter einen Hut zu kriegen, stattdessen würde ich sagen, dass dir Verwandte/Freunde mit den Kindern helfen würden, du aber psychisch bicht belastbar genug bist an der Massnahme teilzuneehmen, falls du um das Thema nicht rum kommst.

Bezieh dich auf das Attest und bringst sonst erst mal nichts weiter auf den Tisch, wär mein Rat.

Der Widerspruch ist noch nicht entschieden und sollte er abgelehnt werden, ist es Zeit für einen Anwalt.

Vom Gefühl her hast du gute Chancen, sonst würde man dir nicht so ein launiges Angebot machen und fragen, ob der Widerspruch noch gilt.

LG Markus :)
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Snosa » Mittwoch, 10.10.18, 10:57

Hallo Markus

Vielen Dank für deine Antwort! :roll:

Fakt ist, dass wir definitiv niemanden haben (Familie/Freunde), der uns so umfangreich mit unseren Kindern unterstützten würde.
Fakt ist, dass ich psychisch u. körperlich nicht in der Lage bin solch eine Maßnahme durchzuführen.

Ich bin froh, dass ich mich derzeit um die wichtigsten Belange kümmern kann was Familie/Haushalt/Kinder betrifft. Jede zusätzliche Belastung wie Termine der Kinder od. eventuelle Aktivitäten (privat od. familiär) wirken sich negativ auf meinen Gesundheitszustand aus. :zombie:

Ich werde der KK mitteilen,
dass eine Mitnahme der Kinder für 3 bis 12 MONATE keine Option ist für mich, da psychosoziale Schäden zu erwarten sind, aufgrund der Herausnahme der Kinder aus ihrem gewohnten sozialen Umfeld (bsp. Kindergarten u. Schule 4. Klasse, Freunde, Familie etc.)!
Der Stressbelastung (ob Mitnahme der Kinder oder nicht - die zusätzliche Belastung bleibt gleich) durch Doppelbelastung Reha-Maßnahme + Anfahrtszeiten + Haushalt + Kinder + Familie, bin ich gesundheitlich (psychisch u. körperlich) nicht gewachsen und bedeutet eine Verschlechterung!

Denke das reicht als "kurze" Erklärung.

LG Snosa :)
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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Marko92 » Mittwoch, 10.10.18, 12:09

Liebe Snosa :) ,

Ich denke, wenn du der KK gegenüber die Kinder ins Spiel bringst, ist das uU. ein Eigentor.

Die Kinder spielen bei der Beurteilung deiner Rehafähigkeit keine Rolle.

Erst wird deine Rehafähigkeit beurteilt ist und wenn du als rehafähig giltst,
werden dir wenn nötig Hilfen wegen den Kindern angeboten.

Wenn du so an die Kasse schreibst, wie die vor hast, gibst du denen Infos, die sie eigentlich gar nichts angehen.

Gut, wenn du nicht flunkern willst, das ist Sache, wie man persönlich dazu steht, aber dann würde ich das Thema Kinder ausklammern.

Wenn du das so schreibst
Ich werde der KK mitteilen,
dass eine Mitnahme der Kinder für 3 bis 12 MONATE keine Option ist für mich, da psychosoziale Schäden zu erwarten sind, aufgrund der Herausnahme der Kinder aus ihrem gewohnten sozialen Umfeld (bsp. Kindergarten u. Schule 4. Klasse, Freunde, Familie etc.)!
Der Stressbelastung (ob Mitnahme der Kinder oder nicht - die zusätzliche Belastung bleibt gleich) durch Doppelbelastung Reha-Maßnahme + Anfahrtszeiten + Haushalt + Kinder + Familie, bin ich gesundheitlich (psychisch u. körperlich) nicht gewachsen und bedeutet eine Verschlechterung!
dann gibtst du der KK eine Steilvorlage, anzuzweifeln, dass du selbst aus gesundheitlichen Gründen nicht belastbar für eine Reha bist, sondern das entweder nur vorschiebst, weil du nicht willst oder du ohne Kinder rehafähig wärst. Damit begibst du dich in eine schlechte Position, weil eigentlich die einzige Begründung eine Reha abzulehnen die mangelnde persönliche gesundheitliche Belastbarkeit ist.

Eine durch Kinder nicht mehr belastbare Mutter, ist eine Mutter, der man staatlicherseits Hilfe bei den Kindern zukommen lässt, Vorsicht, das geht wieder in die Richtung der psychisch kranken Mutter, die Hilfe vom Jugendamt braucht oder deren Kinder ggffs. in einer Pflegefamilie untergebracht werden.

Bei der Auswahl an Möglichkeiten stationär, - ambulant, Mutter-Kind-Massnahme - kommst du dem nur aus, wenn du bei dir und deinem Zustand mit deiner Argumentation bleibst. -

Die KK hat mMn einen Testballon gestartet, ob du dich in eine Argumentation verrennst, die auszuhebeln ist und wenn du jetzt mit denen über mögliche Schäden für deine Kinder diskutierst, haben sie dich da, wo sie wollen, nämlich dass du zugibst, dass hinter deiner Weigerung mehr steckt, als persönliche gesundheitliche Überforderung.

Zu Mutter-Kind-Massnahem kann man stehen , wie man will, sich dagegen rechtlich erfolgreich zu wehren, ist weit schwieriger und oft erfolglos, als selbst nicht belastbar zu sein.

Juristerei ist manchmal recht tricki und mit manchen Statemanents gibt man dem gegner Munition, mit der man sich selber Nachteile verschafft. Also lieber kurz und knapp antworten und keine Infos rausrücken.
Bedanke dich für das freundliche Mutter-Kind-Angebot und bedauere, dass es deine Gesundheit leider nicht zulässt, es wahrzunehmen. :wink:

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Re: weiß jemand ob ich in eine RPK Maßnahme gezwungen werden kann?

Beitrag von Blumenwiese » Mittwoch, 10.10.18, 13:21

Hallo Snosa,

Hast du bereits Hilfe oder musst du alles allein schaffen?

Wie wäre es mit einer aufsuchenden Hilfe über die Eingliederungshilfe? Die nennt sich leider in jedem Bundesland anders. Beispiele: betreutes Wohnen im eigenen Wohnraum, ambulante Soziapsychiatrie, personenbezogene Hilfe für psychisch kranke Menschen.

Dort kann im Hilfeplan als Ziel auch Erreichen der Arbeitsfähigkeit formuliert werden. Das ist wirklich eine niedrigschwellige Hilfe, die Unterstützung bei Behörden gibt, bei Tagesstrukturierung hilft und aufzeigt, wo Entlastung und Entspannung möglich ist.

Du würdest dadurch der Krankenkasse entgegenkommen und gleichzeitig dir selbst helfen.

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Quetiapin Retard 150 mg 0-0-1-0
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Movicol 1-2 Beutel pro Tag, Grazax u. SliTONE Ultra zur Desensibilisierung geg. Pollenallergie, Cranberry Kapseln, Magnesium 450 mg
Bedarf: Ibulysin 684 mg

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