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Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
schwedenfan
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von schwedenfan » Samstag, 25.01.14, 14:29

Ich komme aus dem Benzodiazepin Bereich, also Diazepam - langjährig (in den letzten Jahren geringe Dosis, ca 3mg. täglich).
Ich bekams vor ca 15 Jahren von einem Internisten verschrieben, das dann ca 4 Jahre lang. Der sagte nie etwas. Dann wechselte ich den Arzt. Der meinte
sofort absetzen, ohne wenn und aber (da war ich noch bei 15mg. täglich) oder wenn ich Schiss hätte sollte ich in eine Klinik gehen, dort würde man aber auch kurzen Prozess machen. Er hat mir auch kein Rezept verschrieben.
Arzt gewechselt. Ausser dass ich vor Abhängigkeit gewarnt wurde, muss ich gestehen, dass sie keine Ahnung hat, was mit Absetzsymptomen sein kann.
So wurschtelt man sich weiter alleine durch. Manchmal denke ich dass Apotheker mehr Ahnung haben, als unsere Ärzte.

So bin ich irgendwie auch mein eigener Arzt (wohl ein bisschen sehr ängstlich).
Liebe Grüße
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carlotta
Diazepam Konsumentin seit ca 1999. Grunderkrankung ungeklärt. Symptome:Angst, Panikattacken, Schlaflosigkeit, depressive Stimmungen
Begonnen mit 5mg morgens, 5mg abends.
Im ersten Jahr noch recht unregelmässig eingenommen, mal einige Tage, dann wieder eine Woche nicht (erinnere mich nicht so genau)
Dazwischen depressiv, antriebslos, Panikattacken, Angstzustände, Muskelverspannungen, Schlaflosigkeit. Starker privater Stress.
Anfang 2000 steigerte ich die Dosis über mehrere Monate auf ca 40-50mg am Tag.
Die Unruhe und Angst wurde dadurch eher stärker.
Ich ging selbstständig wieder runter auf 20mg täglich, morgens 10mg, mittags 5mg und abends 10mg oder auch mal mehr.
Ich litt ständig nur unter Ängsten, Schwitzen, Schlaflosigkeit (führte das aber auf andere Sachen zurück als auf das Medikament)
Mitte 2002 begann ich mich über Diazepam zu informieren und hatte noch mehr Angst.
Ich ging innerhalb weniger Tage von 20gm auf 10mg täglich runter.
Das war fatal, ich war kurz davor durchzudrehen (ging aber nicht zum Arzt, aus Angst noch ein anderes Medikament zu bekommen).
Ich lebte allein, isoliert.
Mitte 2003 habe ich angefangen in Abständen von Wochen oder Monaten jeweils 1 Tropfen weniger zu nehmen.
Anfang 2006 war ich dann von ursprünglich (2000) 70 oder 80 Tropfen auf 19 Tropfen runter.
Bis 2010 habe ich dann wieder in gewissen Abständen (musste mein Leben sortieren, hatte viel Stress) mich tropfenweise bis auf 10 Tropfen Vali? quid runtergearbeitet.
Mit diesen lebte ich bis heute.
Ich nahm keine AD noch sonstige andere Medikamente zur Beruhigung, zum schlafen oder sonstwas.
Alkohol habe ich nie getrunken.
Andere Drogen (bis in frühester Jugend mal Haschisch ausprobiert), habe ich nie genommen.
Jetzt gibt es das Vali nicht mehr und man hat mir Diaz. Ratio? pharm gegeben in anderer Konzentration.
Angst, dass das neue Medikament etwas mit mir macht was ich nicht will.
Neu:28.1.14 - Erste 7 Tropfen (3,5mg) des anderen Präperates (m.gl.Wirkstoff) genommen.

Syntia222
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Syntia222 » Samstag, 01.02.14, 1:42

Ich habe das Gefühl, dass sich die Fachleute darüber im Allgemeinen weniger Gedanken machen, als die Leute die es selbst betrifft. Man neigt dann schnell zu Verallgemeinerungen und Verharmlosungen. So erlebt bei meiner Hausärztin: "Die Packungsbeilage dürfen Sie garnicht lesen!", dem Psychiater "Antidepressiva machen NICHT abhängig. Nehmen sie mal das, das und das. Wir kriegen Sie schon wieder hin." und selbst Psychologiestudenten! Ich habe eine Bekannte die Psychologie studiert und selbst Antidepressiva nimmt. Sie hatte noch nie davon gehört, dass es beim Absetzen zu ernsthaften Problemen kommen kann. Meinte sie hat es selbst schonmal kurz abgesetzt und nichts gemerkt (wohl wegen der Halbwertszeit des Medikaments...). Wie können diese Menschen denn ihren Job ausüben? Ich könnte nicht mehr ruhig schlafen wenn ich sowas verantworten müsste :-(

tulpe
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von tulpe » Freitag, 28.03.14, 12:29

Das ist mal eine schöne Sammlung!!!!!

Der ich mich anschließe:

als ich meiner Psychaterin sagte, dass ich meine Medis absetze wolle, meinte sie "warum?"
"das sind doch sooooo tolle Medikamente", die könne ich doch mein Leben lang nehmen.

Gehts noch? bin noch jung und nehme doch nicht die nächsten 40 Jahre Psychopharmaka, die mich völlig verändern und alles positive unterdrücken.

Dann bin ich zu einem Schmerzspezialisten gegangen.
Der meinte als erstes: "Wir machen jetzt erst mal wieder einen richtigen Menschen aus Ihnen!" - nachdem er meine Medikamentenliste gesehen hat.
Hat mich dann sofort für den 1. Morphinentzug im Krankenhaus angemeldet und mich durch alle weiteren Entzüge begleitet.
Er findet jede Tablette weniger toll.
Allerdings wollte er beim Lyri*a nicht zugeben, dass es abhängig macht und es sich um einen "Entzug" wie beim Morphin handelte.
Worüber ich nur lachen kann, weil das Zeug wirklich richtig abhängig macht und der Entzug volle Kanne ein "Entzug" ist!!!!

Meine Hausärztin freut sich auch immer über jede Dosis weniger. Und unterstützt mich da sehr.
Nur leider hat sie mir damals ein Benzo verordnet ohne mit mir über die Folgen zu sprechen. Das musste ich selber herausfinden. Schade.

Ich glaube schon lange nicht mehr daran, dass man Ärzten vertrauen kann, weil sie Ärzte sind. Ich glaube wir müssen immer alles hinterfragen und überprüfen,
bevor wir uns auf eine ärztliche Verordnung einlassen!

tulpe
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Chronisch Schmerzkrank seit 2006. 2007 Diagnose Depressionen, Agoraphobie und Angststörung.
2010 Medikamente aufgrund eines Benzoentzuges: Lyri*a 100-100-100-100; Seroqu*l 100-100-100-100; Cymbal*a 120-0-0
2011 Seroqu*l reduziert auf 0-0-0-75; Lyri*a reduziert auf 100-0-0-100; Valdoxa*n 0-0-50
Lyric*a zwischendurch für Krankenhausaufenthalte auf 4x100 erhöht
2012 Fentanylpflaster 50mq/h nach einem Jahr anwendung abgesetzt durch Umrechnung auf retadierten Kapseln
2013 2x Morphinentzug von 300mg auf 3x10mg; dafür habe ich das Lyri*a auch mit 4x100mg verwendet und das Seroqu*l zusätzlich als Bedarf
ab 02.02.14 Lyri*a 0-0-0-0 (stolz, stolz, stolz)
400mg intravaginal Progesteron seit 12/2013
B50 Komplex hochdosiert (hilft mir sehr gut)
Schmerzmedikamente bei Bedarf:
Novalgin
Katalodon (nicht mehr wegen Todesfälle)
DoloVisan*o (auch nicht mehr wegen Gefahren)
23.03.14 Seroqu*l 0-0-50mg
31.03.14 Seroqu*l 0-0-37,5mg
04.04.14 Seroqu*l 0-0-25mg
11.05.14 Seroquel 0-0-12,5mg
20.04.14 Seroqu*l 0-0-0 mg
17.07.14 Valdoxan von 50 auf 25mg reduziert
Cymbalt*a:
10.11.14 ca. 48-50mg; 04.12.14 ca. 36mg; 05.01.15 ca. 30mg; zwischendurch auf 0;am 15.03.15 wieder auf 10mg hochdosiert / 07.04.15 auf 12,5mg hochdosiert /14.04.15 auf 15mg hochdosiert
Entzugssymptome: explodierte Haut, Albträume, Rücken-, Kopf-, Zahnschmerzen, extreme Übelkeit, Bauchkrämpfe, Gereitztheit, Unruhe, depressive Momente, Angstmomente, heiße Wellen, Kribbeln in Gliedmaßen, Launisch, Tinnitus und vieles mehr.
18.05.15 Fentanylpflaster 50mq
22.05.15 Fentanylpflaster 37,5mq
22.05.15 Duloxetin von 15mg auf 30mg hochdosiert
29.05.15 Fentanylpflaster weg, Kapseln eindosiert (hat Entzug verursacht)
15.09.16 Truxal von ca. 2 mg auf 0
15.11.16 Clonidin von 37,5 mq auf 0
----------
aktuell:
Morphin 30-30-30 mg retardiert
Cymbalta 60-0-0 mg (von 60mg seit Oktober 14 reduziert, leider wegen starker, chronischer Schmerzen wieder hochdosiert)
Valdoxan 0-0-25 mg
Baldrian 0-0-600 mg
Clonidi*n 0-0-0 mq
Truxal 0-0-0 mg (musste ich im Mai beginnen mit 18,75mg)
Novalgin bei Bedarf bis zu 4x 1000mg tgl.
Ortoto*n im Notfall (max. 3x 2 Stück)
Buscopa*n, Ibuprofe*n (nur, wenn der Ishias durchdreht)
B50 Vitamin Komplex
B12 hochdosiert 5000 mqg täglich,D3 4000 Einheiten tgl.
Cranberol*a 1-3 täglich
Macrogo*l 0 täglich (Abführmittel), Magnesiumcitrat
Schmerztherpie: Nervenblockade am Bauch: Anästhetikum Novocain per Spritze an 2 Nerven 1x pro Woche
Heizkissen ohne Ende (Achtung: alles ab 40°C verursacht Verwachsungen; auch Wärmflaschen am Rücken z.B.)
Tensgerät

Seit Anfang okt. 17 nenne ich CBD Öl
Außerdem habe ich eine Therapie bei Heilpraktiker begonnen: PSE

Kassiopeia
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Kassiopeia » Montag, 02.06.14, 20:44

Ja, da hab ich auch ein Scherflein beizutragen. Da wären...

Nee, davon steht aber nix im Beipackzettel...

Haben Sie was geraucht?!....

Ich finde nichts, was mit Ihren Aussagen korreliert....

Diese Blicke immer! "Jaja, eh schon wissen, verrückt eben..." :evil: Das lässt mich aus der Haut fahren!

Ist das eine Verschwörung, kollektive Blödheit oder DER blinde Fleck einer ganzen Berufssparte?
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Elisa77
Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

carriecat
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von carriecat » Dienstag, 03.06.14, 9:07

Kassiopeia hat geschrieben: Ist das eine Verschwörung, kollektive Blödheit oder DER blinde Fleck einer ganzen Berufssparte?
Verschwörung der Pharmaindustrie....und kollektive Blödheit der Ärzteschaft. Irgendwie eigentlich unfassbar. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. :evil:
Liebe Grüße,
Anja
____________________________________________________________________
Panikattacken im Nov. und Dez. 2010 aus heiterem Himmel
Citalopram 20 mg und Doxepin 10 mg (Aponal) ab Ende Dezember
Mirtazapin 15 mg ab Ende Januar statt Aponal
15 kg zugenommen in einem halben Jahr
Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
Seit 02/2012 arbeite ich wieder, in 05/2012 bin ich jetzt über ein halbes Jahr ohne Medis und es geht mir wieder recht gut. Manche Tage quäle ich mich aber immer noch mit Schwindel und Depersonalisierung. Und ab und zu nächtliche Panik mit Kribbeln am ganzen Körper und Herzklopfen.
Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
März 2013: Immer mal wieder Schwindel, Depersonalisierung und Angst
November 2013: Magenbeschwerden, Atemprobleme

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Lisamarie
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Lisamarie » Mittwoch, 11.06.14, 16:25

Oh man da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll mich aufzuregen. Mein Arzt fand toll das ich absetzen will, mein Medikament wäre eh ein Dinosaurier unter den Benzos. Sollte nach 32 jähriger Einnahme jede Woche ne halbe Tablette absetzen , dann wäre ich spätestens bei einer Dosierung von 6 Tabletten in 12 Wochen problemlos bei 0. als ich auf Absatzprobleme aufmerksam machte, sagte er das wäre nur was für Leute mit schwachen Nerven. Soso. Oder ich sollte es mir einfach machen 10 Tage Entzugsklinik und ich wäre auch fertig. Klar mit meinem Leben wäre ich dann fertig.

Nach ner schweren Absetzproblematik vor zwei Jahren bei einem Kaltentzug war ich verzweifelt bei drei Ärzten, seitdem habe ich den Stempel schwer depressiv weg . Keiner der Ärzte eine Neurologin, der Hausarzt , noch in der Aufnahme der psyatrische Klinik wurde gesagt das ich unter Ansetzprobleme leide, obwohl ich allen dreien davon erzählte das ich bis vor kurzem noch drei andere Medikamente genommen hab die ich dann einfach weggelassen hab aus Unwissenheit.

Letzte Woche war ich bei dem Senior der Praxis, sonst bin ich beim Sohn zum Einrenken eines verhobenen Rückens. Der gute Ritt auch darauf rum das ich ein Dinosauriapräperat nehme, er würde selber Zoplicon nehmen und legte es mir warm ans Herz. Sollte mein Medikament einfach weglassen und das gute Zeug nehmen. Genau das waren seine Worte, würde auch überhaupt nicht abhängig machen. Na logisch.

Aber als ich mit meiner Freundin letzte Woche da war, die zu dem Zeitpunkt schon eine schwere Gelbsucht hatte und es vermeintlich am Rücken hatte, wurde sie auch eingerenkt. Zu der Gelbsucht wurde gesagt das sie ein Schmerzmittel nicht vertragen hat. Soll es einfach weglassen dann geht auch die Gelbsucht von alleine wieder weg.

Samstag haben wir sie mit Rettung bewusstlos aus der Wohnung geholt und in der Klinik wurde festgestellt das sie Knochenkrebs im Endstadium hat und wird das Ende dieser Woche nicht mehr erleben. Aber bei sowas geht bei meinem Arzt keine Warnlampe an. Da reitet er lieber auf meiner Anhängikeit rum . Mit dem bin ich jetzt sowas von fertig.
Lg Lisamarie
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Kaulquappe 411
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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carriecat
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von carriecat » Donnerstag, 12.06.14, 9:17

Lisamarie hat geschrieben: Aber als ich mit meiner Freundin letzte Woche da war, die zu dem Zeitpunkt schon eine schwere Gelbsucht hatte und es vermeintlich am Rücken hatte, wurde sie auch eingerenkt. Zu der Gelbsucht wurde gesagt das sie ein Schmerzmittel nicht vertragen hat. Soll es einfach weglassen dann geht auch die Gelbsucht von alleine wieder weg.

Samstag haben wir sie mit Rettung bewusstlos aus der Wohnung geholt und in der Klinik wurde festgestellt das sie Knochenkrebs im Endstadium hat und wird das Ende dieser Woche nicht mehr erleben. Aber bei sowas geht bei meinem Arzt keine Warnlampe an. Da reitet er lieber auf meiner Anhängikeit rum . Mit dem bin ich jetzt sowas von fertig.
Lg Lisamarie
Oh Gott, das ist ja furchtbar :shock: Eigentlich müsste man gegen diesen Arzt vorgehen...das ist doch ein Unding, dass er das nicht festgestellt hat!!!
Liebe Grüße,
Anja
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Panikattacken im Nov. und Dez. 2010 aus heiterem Himmel
Citalopram 20 mg und Doxepin 10 mg (Aponal) ab Ende Dezember
Mirtazapin 15 mg ab Ende Januar statt Aponal
15 kg zugenommen in einem halben Jahr
Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
Seit 02/2012 arbeite ich wieder, in 05/2012 bin ich jetzt über ein halbes Jahr ohne Medis und es geht mir wieder recht gut. Manche Tage quäle ich mich aber immer noch mit Schwindel und Depersonalisierung. Und ab und zu nächtliche Panik mit Kribbeln am ganzen Körper und Herzklopfen.
Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
März 2013: Immer mal wieder Schwindel, Depersonalisierung und Angst
November 2013: Magenbeschwerden, Atemprobleme

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ataraxia
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von ataraxia » Donnerstag, 12.06.14, 16:12

Mein Psychiater hat gemeint, wenn man langsam genug absetzt (und das waren bei ihm maximal 6 Monate für 30mg Citalopram, gerne auch schneller) gibt es keine Absetzsymptome. Er meinte außerdem typische Absetzsymptome sind Schwindel und Kopfschmerzen, aber nichts was in Richtung Ängste oder Depressionen geht. Das ist seiner Meinung nach immer die "Ursprungserkrankung". Ich hatte ja die Diagnose Angststörung. 1 Woche nach dem Absezten war ich sehr weinerlich und unruhig und habe ihm das gesagt. Seine Antwort war, ich habe jetzt eine Depression dazu bekommen, also 2 Diagnosen und soll mein Leben lang SSRI nehmen. Er war sogar sehr motiviert, dass ich die Medikamente auch während einer Schwangerschaft nehme (habe ihm von meinem Kinderwunsch erzählt), er hat gemeint, das muss ich auf keinen Fall absetzten, alles kein Problem

...

edit: Ich merke gerade, dass ich hier schon einmal geantwortet habe, jaja die Erinnerungslücken :whistle: ich lasse trotzdem beides stehen
Ursprüngliche Diagnose 2009/10: Angst- und Panikstörung.
Medikation: Citalopram 20-30mg. 3 Jahre genommen.

3 Monate lang ausgeschlichen (zu schnell!), seit Ende April 2013 medikamentenfrei und im protrahierten Entzug

Nach 6 Monaten kleine Besserung, nach 18 Monaten große Besserung! Nach 2 Jahren gesund.

edgar
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von edgar » Samstag, 14.06.14, 16:01

Hallo Ataraxia,

es ist gemeingefährlich, wenn Dein Arzt - wie leider so gut wie alle - so wenig über Psychopharmaka versteht und Behandlungen damit durchführt. :evil:

Zum Thema Antidepressiva und Schwangerschaft hier ein Link mit pharmaunabhängigen Infos und qualitativ hochwertigen Studien (placebokontrollierte Doppelblindstudien).

http://www.arznei-telegramm.de/html/200 ... 32_02.html

In dem Text findest Du weiter unten 2 weitere Links mit Infos dazu.

Zusammenfassend wird dort folgendes gesagt:

"Die Einnahme von SSRI in der Schwangerschaft erscheint schon jetzt auch wegen anderer unerwünschter Effekte beim Neugeborenen wie Entzugssymptome mit Krampfanfällen und Atemstörungen (a-t 2004; 35: 97-8) sowie den unter Paroxetin beobachteten Fehlbildungen (a-t 2005; 36: 101-2) problematisch." (Arznei-Telegramm 03/2006).


Aus meiner beruflichen Erfahrung mit vielen Psychiatern als auch Hausärzten kann ich sagen, dass so gut wie keine Kenntnisse bestehen über das richtige Reduzieren und Absetzen als auch keine darüber, was alles zu Entzugssymptomen zählt.

Du kannst ja Deinen Arzt mal fragen, ob er pharmaunabhängige Infos zum Thema Schwangerschaft und AD hat und ihm mal die Ergebnisse des Arznei-Telegramms zeigen.

Das heißt ja nicht, dass jedes Kind einer AD einnehmenden Schwangeren geschädigt wird, aber die Patienten müssen über die Gefahr informiert werden und dann selbst enscheiden. Wie gesagt: Es gibt auch nicht genug verlässlichen Studien dazu. Und die Studien, die verlässlich sind, habe ich hier reingestellt.

Also ich würde mein Kind nicht diesem Risiko aussetzen !!!

LG
edgar
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padmaLisamarieataraxia
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.

ataraxia
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von ataraxia » Sonntag, 22.06.14, 0:17

Lieber edgar!
es ist gemeingefährlich, wenn Dein Arzt - wie leider so gut wie alle - so wenig über Psychopharmaka versteht und Behandlungen damit durchführt
Da kann ich dir nur zustimmen. Ich bin froh, nicht auf ihn gehört zu haben und würde ihn gerne in Zukunft einmal damit konfrontieren...
Ich hatte schon damals ein komisches Bauchgefühl und habe mich gewundert, wieso er so motiviert ist... als hätte er mir eine Schwangerschaft verkaufen wollen :wacko:
Ursprüngliche Diagnose 2009/10: Angst- und Panikstörung.
Medikation: Citalopram 20-30mg. 3 Jahre genommen.

3 Monate lang ausgeschlichen (zu schnell!), seit Ende April 2013 medikamentenfrei und im protrahierten Entzug

Nach 6 Monaten kleine Besserung, nach 18 Monaten große Besserung! Nach 2 Jahren gesund.

Luna
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Luna » Freitag, 27.06.14, 16:27

Mein Güte...Was man mit Ärzten durchmacht.Hab einiges hier gelesen und kenne es nur zu gut.Ich versteh es nur nicht und es ärgert mich :frust:
Zum Glück gibt es ein paar seeeeeehr wenige gute Ärzte aber die muss man erstmal finden :shock:
Die wollten mir alle einreden, dass meine Ursprungsprobleme wieder aufgetreten wären. :cry:
Das kenne ich auch.
Die Psychiaterin in der Klinik hat einfach abgesetzt und meinte,dass man absetzten kann und es würde keine Absetzsymptome geben.
Mein Psychiater konnte ich überzeugen aber er kennt keine zb Kügelchenmethode und meint auch,dass ich so absetzten könnte.Er läßt mich aber machen.Die Retartkapseln mit den Kügelchen hätte ich fast nicht bekommen.Musste da bisschen flunkern und ihm sagen,dass es nur ein Versuch ist und ich vielleicht wieder Eindosiere.Dann war er beruhigt und verschrieb mir die Venla Kügelchen.
Meine Thera ist unsicher.Sie läßt mich machen aber meint,dass es Menschen gibt,die die Medis brauchen und es ohne nicht geht.Das kann ich so stehen lassen.Sie hat mir viel Kraft gewünscht beim absetzten und durchhaltevermögen.Sie ist für mich da.
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LG Luna

Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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blinded.03
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von blinded.03 » Montag, 07.07.14, 0:12

Also als ich vor über zehn Jahren die ersten Absetzversuche von Paroxetin Tabletten wagte und nach Anweisungen von Arzt und Packungsbeilage reduzierte, stellten sich diverse Symptome ein.. Tierische Angstzustände, Heulanfälle, Schwindel , Fremdheitsgefühle und Suizidgedanken. Solche Sachen waren mir bisher nicht bekannt und von den Ärzten hieß es immer, das wäre meine Erkrankung, sprich Mittel wieder hoch, sprich Symptome schnell wieder weg und für die Ärzte die Bestätigung... Heute stehen diese Symptome alle in der Packungsbeilage und ich habe einen riesen Wut in mir wegen all den Jahren voller Leid und dem mich krank reden wollen! Dank dieses Forums habe ich viel gelernt und die Reduzierung in die eigene Hand genommen.Es dauert schon so viele Jahre, aber ich möchte nie wieder solch eine demütigende Diagnostik erleben müssen...mein jetziger Hausarzt ist dem allen offener gegenüber c scheint aber auch oft verwundert über die Heftigkeit der Symptome.
Ich kann nur allen raten...Macht euch selber schlau, versucht ein Gefühl für euren Körper und seine Reaktion zu entwickeln. Es ist schwer und auch ich komme immer wieder an meine Grenzen, doch letztlich müsst IHR das alles aushalten, nicht all die schlauen Ärzte, die euch kranker reden, als ihr seid ...
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JamiepadmaKassiopeiaedgar>Miriam<Elisa77Kaulquappe 411
Medikation:Paroxetin 20mg seit 2000
nach ca. 1 Jahr >> Umstieg Paroxetin Suspension (erstes Generika klappte nicht, dann auf anderes gewechselt: Gut)
seit ca. 2003 reduz. in vielen Einzelschr.
>> ab 26.03.07: 4,2 ml (massive Entzugsersch. nach ca 2-3 Wochen)
>> ab 30.05.07: 4,3 ml (nach ca 10 Tagen Krämpfe / Muskelzittern, Arm bewegt sich hin und her)
>> ab 11.06.07: 4,2 ml
>> seit 2008 4,0ml
>> Unterbrechungen beim Reduzieren wegen Zwischenfällen wie 1-2 Std. zeitverz. Einnahme, Med. wie Antibiotika, Cortison etc.
>> seit 24.05.11 3,9 ml
>> weitere Reduz.in super-kleinen Schritten
>> ab 27.10.13: 3,6 ml
>> ab 31.03.14: 3,4 ml (Schwindel, Gangunsicherheit)
>> ab 02.07.14: Lokalanästhetikum stürzt mich in Super-Krise (alle neurolog. und psychischen Sympt. sehr heftig)
>> ab 17.07.14: 3,2ml (3 Tage bessser, dann wieder schlimmer)
>> ab 31.07.14: 3,3 ml
>> ab 01.08.14: 3,8 m (Appetit besser, geschlafen, Nervenbrennen reduzierter, Durchfall)
>> ab 02.08.14: 4,o ml (Angst besser, aber dafür andere starke Symptome, zwanghaft)
>> ab 08.08.14: 3,8ml (Ersten Tage besser, dann wieder Symptome, aber insgesamt bisschen klarer im Kopf)
>> ab 12.08.14: 3,6ml Auch nach 12 Wo. noch starke neurolog.Symptome
>> ab 06.11.14: 3,45 ml 2 Tage direkt besser, dann wieder starke Symp. und Pseudohallus (dabei 2 Nächte wie Delirium), halben Tag verwaschene Sprache
>> ab 19.11.14: 3,5 ml wie bei 3,45 ml
>> ab 20.11.14 : 3,55 ml Kurzzeitged. gleich 0
>> ab 21.11.14: 3,6 ml wie Tage zuvor, zusätzl. Schütteln i. g. Körper + Verkrampfungen 1-2 Tage, kein normales Denken mögl., Schwindel, Mundzucken, Verwirrung, Gehirndr., Ausbleiben Mens., 2 Tage Apathie, extreme Schwäche, Panik, Unruhe, Atemprobl., enger u.versp. Brustkorb, würgen, Juckreiz, nicht mehr wollen, Gewaltph., Krämpfe Oberk.
>> ab 04.12. 14: wöchentliche B12 - Spritzen a´1000ug
>> ab 11.12.14: Folsäure-Kapseln (Übelkeit, Bauchkneifen, Britzeln in Armen & Brust, Übelkeit >> wieder abgesetzt am 17.12.14

>> ab 28.12.14: B12 sublingual tägl. bis zur nächsten Spritze

akt. Beschwerden: krampfart. Versp. Oberk. mit Nervenbrennen , starker Schwindel bei Augenbew., Zucken in Gesicht & einz.Muskeln, Übelkeit, Zittern

evidence60
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von evidence60 » Montag, 29.09.14, 11:51

da möchte ich dann doch auch mal was dazu schreiben:
hatte Cymbalta 60 mg in der Tagesklinik bekommen, heißt es wurde mir gesagt ich würde umgestellt und bekam dann statt meinem bisherigen Citalopram 40 mg das andere, natürlich ohne Beipackzettel oder Infos
es wurde einfach ersetzt und sollte dazu dienen, das es mir besser geht
ich wußte am Anfang nicht mal den Namen des neuen Medikamentes
ich hab´s dann mal gegoogelt und war überrascht wegen der angegebenen Nebenwirkungen
und ich hatte von Anfang an Probleme mit dem Magen, obwohl ich es mit dem Frühstück einnahm, da ich schon immer einen sehr empfindlichen Magen habe
gegen die Magenbeschwerden bekam ich eine Magentablette, deren Namen ich bis heute nicht weiß, die ich immer eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten nehmen musste
eigentlich ist es ja so, das man als Patient Vertrauen sollte in die behandelnden Ärzte, da die ja viele Jahre lang medizin studiert haben, aber ein gesundes Mißtrauen ist da wohl doch sehr angebracht
mein Nervenarzt hat als erstes das Cymbalta auf 30 mg reduziert, weil er die Dosis als zu hoch einstufte
und was soll ich sagen, damit ging es mir nicht schlechter, allerdings hatte ich immer noch die Magenprobleme
und mit der hohen Dosis vorher ging´s mir auch nicht besser oder schlechter
Ich hatte das wegen meiner Deprssion (mittelschwer) bekommen, auch den Tagesklinikaufenthalt von 8 Wochen
ich sagte das ich wieder ohne Antidepressiva auskommen möchte und sie absetzen möchte, das fand der nervenarzt in Ordnung
im Juli war ich zur Reha, nach einer Woche dort hatte ich so massive Magenprobleme das ich einen Termin bei der behandelnden Ärztin dort verlangte, diese setzte das Cymbalta sofort ab und sagte mir es werde mir ein paar tage komisch gehen und ich solle mich bei den Schwestern melden, wenn etwas wäre
ich bekam nach drei Tagen solch einen starken Drehschwindel, das ich mich nur mit großen Mühen aus dem Zimmer traute, dazu massive Kopfschmerzen, Sodbrennen und Schlafprobleme
natürlich habe ich das bei den Schwestern gemeldet, die meinten aber das läge an der Sommerhitze und ich solle halt mehr trinken (wir hatten 24 Grad Celsius und auflandigen starken Wind an der Ostsee, also von Hitzewelle keine Rede, im Berliner Raum waren es zu der Zeit über 30 Grad , wie mir meine Töchter berichteten und windstill), ausserdem sei ich ja hier unter ärztlicher Aufsicht und brauche mir keine Sorgen zu machen => Verharmlosung auf voller Breite und Schuldzuweisung an mich !!!
wieder zu Hause habe ich viel recherchiert und herausgefunden: das war ein kalter Entzug und ich habe Entzugserscheinungen, wie lange die "paar Tage" dauern weiß auch keiner so richtig, bei mir nun schon seit Mitte Juli diesen Jahres und noch andauernd
ich habe auch versucht das mir verordnete Stufenmodell zu erfüllen, ohne Erfolg, ich habe es nach zwei Wochen abgebrochen: ich kann mich ganz schwer konzentrieren, mir fast nichts merken und vergesse zuviel ganz schnell wieder, ich kann nicht zwei Dinge auf einmal machen, ich bin nicht lange belastbar und unendlich müde, muss dazu sagen ich arbeite im Callcenter, was bedeutet permanent hoher Geräuschpegel um mich drumherum, telefonat führen und zeitgleich die entsprechenden Veranlassungen im PC ins System eingeben unter Einhaltung der vorgegebenen Zeit, ich schaffe das nicht mehr im Moment und ich kann auch nicht sagen, wann oder ob ich das jemals wieder schaffen kann
mit meinen diversen Symptomen war ich natürlich auch bei meinem Nervenarzt, ich habe zwei Möglichkeiten: entweder ich nehme wieder ein Antidepressiva und dann ist alles gut, ich muss es aber immer nehmen, oder ich mache endlich die Gesprächstherapie ( ich suche seit Anfang des jahres nach einem Platz und bin kein Privatpatient), sonst würde ich nicht therapiewillig sein und er könne mich ja nicht immer wieder krankschreiben. Schließlich wolle ich ja keine Tabletten nehmen. Ich glaube er nimmt die Absetzungserscheinungen nicht ernst oder er kennt sie schlichtweg nicht oder hält sie für übertrieben.
Ich habe nun eins gelernt, man ist für seine Gesundheit selbst zuständig und man sollte, bevor man ein Medikament nimmt vorher unbedingt mal im Internet nachschauen, was das Zeug für Wirkungen und Nebenwirkungen hat, bevor man sich entscheidet es zu nehmen.
Fachärzte wissen auch nicht alles und manchmal wollen sie es auch nicht wissen.
Und es schlimm genug, das man als Patient den schwarzen Peter zugeschoben bekommt und dann allein gelassen wird.
Ich erarbeite mir nun selbst Stategien mit meiner Traurigkeit, Verzweiflung und Kraftlosigkeit umzugehen, ich werde sie einfach zulassen, sie werden schon mit viel zeit und Ruhe wieder besser werden.
Zur zeit sitze ich die Entzugserscheinungen aus mit viel Geduld, mir tun nur ab und zu meine Töchter leid, denn diese rasenden Kopfschmerzen machen mich so wütend und ungerecht und sie nerven gewaltig. Das entlädt sich dann auch mal an der falschen Adresse.
Ich hoffe es wird irgenwann weg sein,die gehirnchemie wieder normal sein, jetzt ist sie das eben noch nicht. Ich habe dieses mal vom 8.11.2013 bis 11.7.2014 die Tabletten genommen. Hatte 2008 Fluoxetin 40 mg für 12 Wochen, dann halbiert und nach zwei Wochen weggelassen. Da hatte ich nichts, es ging mir gleichbleibend gut.
es ist das erste Mal, das mein Körper auf den Enzugs eines Wirkstoffes so heftig und langanhaltend reagiert.
Mir ist es eine Lehre, in Zukunft ohne solche Mittel auszukommen. Das ist mein festes Ziel und mein fester Wille.
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November 2013 Citalopram 40mg
Februar 2013 Wechsel auf Cymbalta 60mg während des Tagesklinikaufenthaltes, da das bisherige Medikament nach Meinung der Oberärztin keine Wirkung zeigte
Juni 2013 Wechel auf Cymbalta 30mg, Reduzierung vom behandelnden Nervenarzt, der 60mg für viel zu hoch hielt
11.07.2014 Absetzen auf Verordnung der behandelnden Ärztin während der Reha, wegen akuten Magenproblemen, ich bekam dort keine weiteren Pantoprazol verordnet
Magenprobleme hatte ich seit ich Cymbalta bekam, war auch den Ärzten bekannt und ich bekam Magenschontabletten dazu, während des Tagesklinikaufenthaltes wurde es einfach dazugegeben, ohne das ich den Namen des Medikamentes erfuhr
nach der Tagesklinik musste ich mir von meiner Hausärztin was für den Magen verschreiben lassen, sie gab mir Pantoprazol 20mg, wenn ich es wieder wegließ hatte ich nach drei vier Tagen wieder Magenschmerzen
seit 13.07. 2014 Entzugserscheinungen
Schwindel, Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Konzentration und Merkfähigkeit gegen Null, Übelkeit (vermutlich vom Schwindel), Kraftlosigkeit (plötzlich nichts mehr festhalten können), Müdigkeit, wenig belastbar (oft reicht es schon nur die Betten machen und Aufzuräumen, dann bin ich total k.o.)
Gereiztheit, innere Wut und Ärger ( das hatte ich seit meiner Kindheit nicht mehr) Ungeduld, sich minderwertig fühlen, weil man nicht richtig funktionieren kann

fruehling
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von fruehling » Montag, 29.09.14, 22:00

Da muss ich auch noch mal was loswerden, was mir immer wieder hochkommt...
Mich hat meine Erfahrung regelrecht traumatisiert und ich werde das, was ich erlebt habe wohl nie vergessen. Meine Mutter dagegen kann sich an die schlimme Phase kaum erinnern.
Wo fange ich an?!
Nach Kontrastmittel induzierter Schilddrüsenüberfunktion wurde die Symptome als Depression fehldiagnostiziert. Da gab es dann Citalopram und Olanzapin mit einem Schilddrüsenblocker, durch die die Überfunktion und die Symptome verschwanden.
Nach einem halben Jahr setzte man das Schilddrüsenmedi ab und plötzlich kam es meiner Meinung nach zu paradoxen Reaktionen durch Citalopram. Sie vertrug die Psychopharmaka nicht mehr, drehte durch, hatte Stromschläge im ganzen Körper vom Nacken ausgehend und eine unerträgliche Unruhe mit schlimmen bösen Gedanken, die tiefschwarz waren.
Wir machten den Fehler und dosierten auf Anraten des Arztes die Citalopram höher. Das war der Anfang vom Ende. Sie wurde nahezu manisch und drehte komplett durch, hatte Angstzustände und unaushaltbare Unruhe, noch schlimmere Gedanken,... Bluthochdruck, absoloute Zuckerspitzen (plötzlich Diabetes, der jetzt verschwunden ist).
Sie kam in eine Klinik und die kamen auf die Idee, wegen der hohen Zuckerwerte die Medikamente abzusetzen und sie (ach wie einfach sich das doch anhört) neu einzustellen :evil:
Ein andere Arzt setzte alles wieder an, dann alles wieder ab. Sie schlief dann gar nicht mehr, hatte selbst in der Nacht Stromschläge.
Meine Mutter bat darum, die Schilddrüse zu untersuchen, was aber abglehnt wurde, denn es handele sich um eine schwere Depression, denn das seien typische Depressionssymptome. Man hat ihr verboten, das Wort Schilddrüse zu erwähnen. Angehörige, Verwandte rannten weinend wieder aus der Klinik und es wurde gesagt, unsere Mutter habe nun wohl nicht mehr eine leichte, sondern eine schwere depressive Episode.
Ich wurde denen lästig und man legte mir nah, meine Mutter nicht mehr so oft zu besuchen und ich solle es unterlassen, nach Medikamenten zu recherchieren, denn das, was im Internet stehe, wäre nicht die Realität.

Meine Mutter sah schlimm aus und sie schrie und weinte vor lauter Unruhe woraufhin gesagt wurde, sie müsse lernen, alleine mit ihren Symptomen klarzukommen, solle doch laufen gehen. Sie konnte keinen klaren Gedanken fassen, konnte nicht mehr schreiben, geschweige denn einen Stift halten oder Bilder ausmalen. Es war grausam und unheimlich traumatisch.
Die Brainzaps steigerten sich ins unermässliche, auch die Unruhe. Sie zitterte am ganzen Körper, hatten aber schon wieder andere amtriebssteigernde Medikamente angesetzt und ab dem Zeitpunkt sah ich sie in den nächsten Wochen nur zitternd und weinend. Zwischendurch gab es mehrere Wochen Tavor, die bis zum letzten Tag (immerhin ausschleichend) gegeben wurden.
Nichts hat geholfen und wir holten nach 3 Monaten ein geisteskrankes, persönlichkeitsverändertes Wesen aus der Psychiatrie nach Hause mit 4 verschiedenen Medikamenten.
Zu Hause ging es trotz Lyrika, Mirtazapin, Citalopram sehr schlecht. Heute glaube ich, dass es zu dem überreizten ZNS Entzugssymptome der Tavor waren. Erst nach Wochen und zahlreichen Reduktionen ging es ihr immer etwas besser.
Leider kam es nach dem letzten Absetzen der Citalopram (viel zu schnell reduziert) wieder zum totalen Zusammenbruch und zum erneuten Klinikaufenthalt :frust: :frust: .
Wir hatten die Hoffnung, dass die Klinik anders vorgehen wurde. Da wurde dann tatsächlich eine Benzoabhängigkeit diagnostiziert. Die bekam sie ja damals erneut zum Einschleichen der Citalopram, um die schlimme Unruhe auszuhalten :frust:
Da die Unruhe ja schlimmer statt besser wurde, musste sie (sonst wäre sie heute nicht mehr da) die Tavor 3 Wochen durchnehmen. Die Unruhe sollte weggehen, wenn die Citalopram wirkt. Am Ende lief sie nur wie unter Strom herum und die Wirkung kam nie. Sie sollte durchhalten, es sein normal, dass man zu Beginn unruhig ist.
In der 2. Klinik wurde dann ja alles wieder angestzt in hoher Dosierung incl. 3mg Tavor.
Jetzt fangen wir wieder von vorne an...
Wir haben nun einen Arzt gefunden, der uns beim Absetzen unterstützt und der auch Absetzsymptome kennt. Er sagt ganz ehrlich, dass er nicht weiß, worum es sich handelt, ob Nebenwirkung, Depression oder Absetzsymptom. Er möchte alles absetzen und glaubt, dass sie das alles sehr mitgenommen hat.
Wie alle hier wünsche ich mir, sie hätte niemals auch nur eine Tablette genommen.
Noch heute träume ich davon und es macht mich psychisch fertig, so alleine damit zu sein. Ich werde meinen inneren Frieden erst dann finden, wenn sowas öffentlich gemacht wird.
Aktuell gibt es aus der Klinik einen Todesfall, welcher nicht der erste ist. Eine Frau nahm sich das Leben, nachdem ihre Medikation umgestellt wurde und sie am Wochenende nach Hause sollte zum Schlafen.
Ich fühle mich unverstanden und es ist das ganze Umfeld was leidet. Unsere Familie hat sich sehr verändert und wir sind oft verunsichert und ängstlich, weil wir nie wissen, was auf uns zukommt, denn der Weg ist noch weit...
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padmaJamieClarissaKaulquappe 411fingerprint
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Kaulquappe 411 » Dienstag, 06.01.15, 23:05

In "meiner" Stammklinik wollte ich 2013 das Amisulprid wegen der horrenden Gesichtszunahme absetzen. Der Chefarzt meinte, man könne das Mittel von heute auf morgen weglassen. Ich habe ihm geglaubt. Nach zwei Tagen war ich suizidal und voller Angst, und habe verzweifelt das Zeugs wieder genommen. Wäre halt meine Grunderkrankung, glaubte ich ihm. War es aber nicht, wie ich heute weiß, wieder ein Jahr meines Lebens verloren im Pharmapillenrausch.

Tja, und meinen letzen Besuch,und damit meine ich auch meine LETZTEN Besuch bei meinem Psychiater hatte ich kurz vor Weihnachten. Ich werde nicht mehr hingehen, denn mein Vertrauen in seine Fähigkeiten habe ich verloren und versuche jetzt ohne ihn das Absetzen.

Im Sommer ging es mir immer schlechter, und obwohl ich ihm deutlich schilderte, welche körperlichen Symptome bei mir auftreten, kam keine Reaktion von ihm, außer, mich von Amisulpird auf Seroquel umzustellen, weil ich so viel zugenommen hatte. Das gäbe angeblich keine Probleme.
Nach zwei Tagen war ich so aggressiv und unruhig, dass meine Therapeutin mich am liebsten sofort in die Psychiatrie eingewiesen hätte. Oh Gott, wenn ich daran denke, was die alles mit mir gemacht hätten, wird mir heute noch schlecht, denn außer Pharmapillen kennen die dort nix. :cry:

Ich bin eigenmächtig auf das Amisulprid zurück und mir ging es noch am gleichen Tag wesentlich besser. Als ich es meinem Psychiater sagte, kam keine Reaktion. Von Absetzsymptome oder Nebenwirkungen sprach er nicht.

Als im Herbst 2014 meine Hausärztin den Verdacht auf Diabetes stellte, wurde mir schlagartig klar, dass mein sChlechtgehen im Sommer die horrenden Nebenwirkungen von Venlafaxin und Amisulprid waren, und nicht meine Erkrankung.
Ich habe das Amisulprid innerhalb kurzer Zeit abgesetzt. Danach hatte ich einen Psychiatertermin und war schon ganz gespannt, was er zu meiner Eigenmächtigkeit sagen würde. Er meinte nur "Das finde ich gut", mehr nicht. Auf die Frage, wie ich das Venlafaxin ausschleichen soll, meinte er nur, bei so einer geringen Dosis von 150 mg gäbe es keine Absetzprobleme. :lol:
Da die Retardvariante als kleinste Menge 37,5 mg hat, meinte er, da müsste ich halt durch und dann auf 0 mg gehen, aber keiner seiner PAtienten hätte jemals Probleme gehabt, und wenn, dann wären die nach 2-4 Tagen vorbei gewesen. :lol:
Und er meinte, nach 4 Wochen wäre ich mit Sicherheit runter vom Venlafaxin :haha:
Ja, und vor 10 Jahren habe absolut niemand von Absetzsymptomen was gehört gehabt, das käme jetzt erst so langsam auf. Aber, wie gesagt, keiner seiner Patienten hätte jemals große Probleme gehabt. Und wenn, dann solle man halt die wenigen Tage, wo es vielleicht schwieirg sein könnte, einfach durchstehen. :wacko:
Tja, und überhaupt, ihm sei niemand bekannt, der es nicht geschafft hätte. :sick:
Er meinte, ich solle die Einnahme von der 37,5 mg-Tablette immer mehr auseinanderziehen, also erst jeden 2. Tag, dann jeden dritten Tag u.s.w. Von der Kügelchenmethode hat er noch nie was gehört, und überhaupt seien solche Foren ja nur eine Ansammlung von wenigen Menschen, die vielleicht mal Probleme gehabt hätten, aber die vielen Menschen, bei denen es gut gegangen wäre, die würden sich ja nicht in Foren melden, von daher würde dadruch ein falsches Bild entstehen. Alles kein Problem. :frust:

Also seine Anweisung habe ich (leider) ausprobiert, und nach 2 Tagen ging es mir so schlecht, dass ich nicht mehr leben wollte. Jetzt werde ich nach meinem Klinikaufenthalt weiter ausschleichen mit der Kügelchenmethode. Ich gehe aufgrund meiner Sensibilität davon aus, dass es länger dauern wird, bis ich weg bin von dem Gift. Aber auf den Ratschlag eines Psychiaters verzichte ich ab sofort liebend gerne. Ich habe ihm noch gesagt, dass ich es vermisst hätte, dass er mich aufgeklärt hätte, auf was ich mich da einlasse. Aber außer ausweichende Worte und Schöngerede kam nicht viel von ihm. Armselig! :twisted:

Es ist frustrierend und absolut kaum zu fassen, dass studierte Leute, denen man in einer Notsituation vertraut, nichts von Nebenwirkungen oder Absetzymptomen wissen (wollen). Ich bin jetzt mein eigener Arzt und außer meiner Hausärztin vertraue ich ab sofort nur noch mir selbst. :haha:
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padmafruehling
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
22 Kügelchen
Seit dem 15. August 2018 auf NULL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von sinua » Donnerstag, 05.03.15, 14:23

Hallo,
ein sehr wichtiger Thread, zu dem wohl leider jeder etwas beitragen kann.
Ich würde ihn gerne um das Thema Nebenwirkungen erweitern, die werden auch fast nie geglaubt, da moderne Antidepressiva so wahnsinnig gut verträglich sind :twisted: .

Als ich in der Klinik Venlafaxin retard bis zur Höchstdosis hochdosiert bekommen habe, habe ich zum ersten Mal in meinem Leben fiese, pulsierende, mich völlig lahm legende Kopfschmerzen im ganzen Gehirnbereich bekommen. Am Anfang ca. alle 2 Wochen. Ich wurde gefragt, ob ich schonmal Migräne hatte. Leider habe ich ehrlicherweise "ja" gesagt. Von da an hieß es immer, "das ist halt Migräne". Dass die Schmerzen in Intensität, Dauer, Auswirkungen, Ort, Begleiterscheinungen, der Art wie sie kommen und gehen, völlig anders als meine Migräne und total neu waren, hat niemanden interessiert. :evil:
Auch bekam ich ab einer höheren Dosis Venlafaxin die berühmt-berüchtigte Kraftlosigkeit/Erschöpfung, die oft mit diesem Medikament einhergeht. Zwischen Duschen und Zähneputzen musste ich mich eine Viertelstunde schwer atmend aufs Bett legen und Pause machen, damit ich mich dann zu Ende nachtfertig machen konnte. Da hieß es dann, dies seien Depressionssymptome, auch wenn ich beteuert habe, solche Kraftlosigkeit vorher nicht gehabt zu haben.

Nach der Klinik habe ich meiner Psychiaterin gesagt, ich wolle das Venlafaxin reduzieren u.a. wegen der Kopfschmerzen, die sich in der Zwischenzeit an meinen Monatszyklus angepasst hatten und mindestens 1x/Monat auftraten. Sie antwortete mir, es sei nicht möglich, dass die Kopfschmerzen durch das Medikament verursacht werden, da Venlafaxin in der Schmerzbehandlung eingesetzt würde; dass es vielmehr Zyklusbeschwerden seien (hatte ich vor den Medikamenten noch nie!), die sich eben mit der Zeit ändern könnten und ich müsste damit zu einem Gynäkologen.
Ich habe dann nix mehr gesagt. Zuhause habe ich erstmal im Beipackzettel in den Nebenwirkungen nachgeschaut, siehe da, Kopfschmerzen unter "häufig", interessant!

Als ich die vom Venlafaxin völlig lahmgelegt Libido angesprochen habe, sagte sie, das sei noch ein Symptom der Depression, der Sexualtrieb sei eines der letzten Symptome einer Depression, die sich bessern. Ich habe ihr geglaubt. Leider habe ich dadurch weitere 6 Monate ohne Sexualtrieb in einer ansonsten erfüllenden Beziehung durchmachen müssen :evil: . Ich will nicht wissen, wie viele Beziehungen an so einem Scheiß kaputt gehen müssen.

Als ich das Mirtazapin absetzen wollte, sagte sie, ich könne die 7,5mg bei denen ich grade war, einfach von heute auf morgen weglassen, da passiere nichts "bei so geringen Dosen" :lol: . Ich habe dann trotzdem noch 2 Wochen lang 3,75mg genommen, sie sagte, für den Placeboeffekt (wenn ich mich dann sicherer fühle,) könne ich das tun, aber vom chemischen her sei das gar keine wirksame Dosis mehr. Als ich dann später von meinen Absetzsymptomen berichtete, die ein paar Tage nach dem Schritt von 3,75mg auf 0 mg auftraten (tagelange starke Übelkeit, heftige Kopfschmerzen, totale Erschöpfung usw.), hat sie erst versucht, mich in Richtung "Infekt" zu lenken. Als das dann aber doch nicht gepasst hat, hat sie gemeint, dass wir vielleicht zu früh mit dem Ausschleichen begonnen hätten, dass ich das Medikament lieber noch länger hätte nehmen sollen - ja genau, noch ein paar mehr Jahre Mirtazapin, dann hätte ich garantiert keine Absetzsymptome bekommen *Sarkasmus* :frust: Ich hatte noch Glück, ich hatte nur körperliche Symptome, wenn auch sehr heftige. Ihren Versuch, meine absetzbedingte Übelkeit, Erschöpfung und Kopfschmerzen als wiederkehrende Depression zu sehen, habe ich gar nicht erst ernst genommen. Ich weiß, wie sich meine Depression angefühlt hat, ich war dabei!!!
Ihr Rat zum Venlafaxin-Ausschleichen ist ganz klar - in 37,5mg-Schritten - suuuuper, ich freue mich jetzt schon besonders auf die letzten 3, 4 Schritte :party:


Wie viele Menschen nehmen Antidepressiva nur deswegen jahrelang oder ihr Leben lang ein, weil sie nicht über ein schonendes Ausschleichen informiert werden und beim leisesten Absetzsymptom von den Ärzten gesagt wird, die Grunderkrankung sei zurück und sie brauchten dieses Medikament eben noch viel länger?

Woher kommt diese geringschätzende Missachtung der Beobachtungen und Wahrnehmungen der Patienten, die doch selbst am nähsten dran sind und wertvolle Hinweise geben können, die in die Behandlung und Entscheidungsfindungen mit einfließen müssen?
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 05.03.15, 14:36

Liebe Sinua,

vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht.

Ich kenne es auch, wie wenig man dann ernst genommen wird mit der Selbsteinschätzung seiner eigenen Situation
- als hätte man mit dem Diagnose "psychische Probleme" jedwege Fähigkeit verloren, da auch noch selbst etwas zu beurteilen.
Das ist wirklich unfassbar.

Ich fürchte, die Ziffer derjenigen, die die Medikamente viel zu lange nehmen, obwohl sie das nicht müssten, ist sehr hoch.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von Luna » Donnerstag, 05.03.15, 18:16

Wenn ich mir hier die schrecklichen Geschichten durchlesen dann denk ich immer an die Worte von Ärzten etc.
Z.d Unsere Klinik ist modern und wir haben einen guten Ruf.Die Patienten haben ein Mitspracherecht was Therapie und Medikamente angeht.Patienten haben einen freien Willen und dürfen entscheiden wann sie bleiben und wann sie gehen möchten usw.
Das kenne ich zumindest aus 2 Kliniken und von Freunden,die in anderen Kliniken waren höre ich das auch,das den dort dies oder so ähnlich gesagt wurde.
Wir waren alle auf Medis eingestellt und es wurden noch mehr angeboten.
Man sagt,dass man keine Angst haben soll vor einer Klinik,weil die seien ja nicht so schlimm wie aus manchen Filmen.... :wacko:
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Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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insanity
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von insanity » Sonntag, 07.06.15, 21:17

Hach, da kann ich auch noch was beisteuern.
Ich bin 16, ich habe vor einem Jahr Fluoxetin bekommen (siehe Signatur). Als ich dann Mitte Juli wieder da war und meinte: mir geht es immer schlechter, ich kann gar nicht mehr (bis dato die schlimmsten Depressionen meines Lebens), habe ich meiner Psychiaterin die Erhöhung auf 50 mg noch ausreden können und bekam stattdessen einen Rezept für Venlafaxin ausgestellt.
"Nimm das Fluoxetin nicht mehr und in drei Tagen fängst du dann mit Venlafaxin an, 75 mg und nach einer Woche noch eine zweite Kapsel"
Der Sinn hinter diesen drei Tagen erschließt sich mir heute nicht. Und an der schweren Depression war das Fluoxetin sicherlich nicht unschuldig :evil:
Der eigentliche Hammer kam dann Anfang Januar. Im Dezember hatte ich erhöht ( +37,5 mg mittags) und konnte prompt kaum noch schlafen. Eigenmächtig nach drei Wochen also wieder weggelassen. Kommentar meiner Psychiaterin: "Ja, das kann vorkommen, nimm doch dann das Trimipramin abends, dann kannst du auch schlafen" :frust:
Ich darauf: Ich nehme sicherlich kein Medikament um die Nebenwirkungen eines anderen zu deckeln. Sie so: Ja das ist Standardtherapie, das wird so gemacht.
Ich dann also rausgerückt damit, dass ich das Zeug absetzen will.
Dann wurds richtig lustig. "Das kannst du doch nicht machen, dann landest du in drei Monaten wieder in der Klinik!"
"Du musst dein Leben lang Tabletten nehmen, deine Mutter hat depressive Verstimmungen, deine Oma auch, das ist genetisch veranlagt"
"Du willst doch jetzt nicht wieder abstürzen"
Ich sass da eine Stunde lang und habe mit dieser Frau diskutiert, dass ich dieses Zeug loswerde.
"insanity, das finde ich gar nicht gut, dass du jetzt absetzen willst. Du bist doch ein intelligentes Mädchen. Warum setzt du das aufs Spiel?"
5 Sekunden Dialog am Ende dann: "Und wie setze ich jetzt ab?" "Hmmm..was? Achso, eine Woche noch 37,5 und dann ganz weg"
Ich war so verdammt sauer! :frust: :frust: :evil:
Und dann habe ich das Forum gefunden. Und eine neue Psychiaterin, die mich machen lässt, auch wenn sie es kritisch beäugt. ^^
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Diagnose: Depressionen, aktuell keine Symptomatik (Juli 2017)
Fluoxetin
Mär'14-Jul'14: 20-40 mg anfangs starke Übelkeit
bei jeder Erhöhung vermehrt Suizidgedanken, die nach einigen Tagen weg waren; im Verlauf zwar Besserung, die Ende Mai in schwerste Depressionen umschlugen
Venlafaxin (retard)
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14.12. 37,5 mg erzwungene Aufdosierung durch Klinik. Kügelchenmethode sei nicht praktikabel. Dazu einige Tage unretadiert. Schwindel, Kopfschmerzen
08.04.2017 25 mg leichte Antriebslosigkeit, sonst keine Symptome die direkt darauf zurückzuführen wären
Promethazin, Dipiperon, Seroquel
jeweils 10-20 mg (Seroquel 25-50mg) keine oder zu viel Wirkung
Trimipramin
Dez '14-Anfang 2016: 10-40 mg
Feb '15-heute
Pille: Maxim (Valette)
0,03 mg Ethinylestradiol; 2 mg Dienogest
Jul'15-heute keine Probleme

immer wieder Probleme mit niedrigen HB/Eisenspeicher, gut behandelbar mit Eisentabletten.

sybsilon
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Re: Reaktionen von "Fachmenschen" zum Thema Absetzsyndrom?

Beitrag von sybsilon » Mittwoch, 09.09.15, 18:42

Auch ich bin nicht au Verständnis bei meiner Psychoärztin gestoßen. Sie meinte nur süffisant, tja das sind ganz normale Panikattacken, die kennen sie ja . Und die Übelkeit hätten viele Patienten im unteren Dosisbereich. Das komme daher, weil das Medikament dann nicht mehr greift. Hä?

Ich glaub die denken wir sind alle blöd. :evil:
Auch in der psychiatrischen Klinik wollten sie nix von Absetzsymptomen wissen.
Ich hätte Stress haben sie gesagt. Bla bla bla.

Grüße Sybsilon
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Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.
20.12.17 Übelkeit so gut wie weg.

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