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Genotypisierung - welcher Verstoffwechslertyp

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Re: Genotypisierung - welcher Verstoffwechslertyp

Beitrag von Kaenguru70 » Samstag, 11.08.18, 16:04

Hallo,

Danke für diese Erkentnisse, sie sind aber erstmal nicht so einfach zu verstehen, weil ja die Zusammenhänge sehr komplex sind.

Verstehe ich das richtig, dass Ingwer, den viele hier gegen Übelkeit nehmen, dazu führt, dass evtl kein ausreichender Medikamentenspiegel aufgebaut wird.
Bei mir zum Beispiel von Sertralin.
Dann wäre Ingwer ja kontraindiziert.

Bis vor kurzem habe ich ja noch Alprazolam genommen, das wäre dann auch betroffen?

VG
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Re: Genotypisierung - welcher Verstoffwechslertyp

Beitrag von LinLina » Samstag, 11.08.18, 16:27

Hallo Sarah :-)

Ich habe auch schon öfter zu diesem Thema recherchiert. Mit Ausnahme weniger Nahrungsmittel (vor allem Grapefruit) ist mir nicht bekannt, dass Lebensmittel in üblichen Mengen zu sich genommen normalerweise eine bedeutsame Wirkung auf den Wirkstoffspiegel haben.

Im Gegensatz zum Zitat in einem der vorigen Beiträge in diesem Thread, wo Ingwer als Induktor genannt wird. habe ich gefunden dass Ingwer zur Inhibition von CYP Enzymen verwendet werden kann.

http://www.patent-de.com/20060309/DE102004041716A1.html

Da bedeutet, der Medikamentenspiegel würde nach dieser Quelle, wenn überhaupt, bei hohem Ingwerkonsum eher steigen. Welche Quelle jetzt recht hat, weiß ich nicht und ab welcher verzehrten Menge das relevant wäre, ist unklar.

Sertralin wird allerdings von mehreren CYP-Enzymen abgebaut und ist dadurch nicht ganz so anfällig für Inhibitoren oder Induktoren.

Alprazolam wird von 2 verschiedenen CYP Enzymen abgebaut und wäre damit wahrscheinlich mäßig betroffen, je nachdem ob die übliche Verzehrmenge einen deutlichen Einfluss hat.

https://www.pharmgkb.org/pathway/PA165111375

Neben Inhibitoren und Induktoren der Cytochrom P450 Enzyme gibt es übrigens auch noch das P-Glykoprotein, das ebenfalls beeinflusst, wie schnell Substanzen aus dem körper eliminiert werden. Außerdem beeinflusst das P-Glykoprotein, wie schnell Substanzen wieder aus dem zentralen Nervensystem abtransportiert werden.

Einige Substrate, Induktoren und Inhibitoren des P-Glykoproteins:

- Substrate (werden von PGP beeinflusst): z.b. Amitriptylin, Nortriptylin, Quetiapin, Carbamazepin, viele Antibiotika, Ranitidin, Paroxetin, Fluoxetin, Fluvoxamin, Citalopram und Venlafaxin

- Induktoren (erhöhen die Aktivität des PGP, vermindern damit die Konzentration an Substraten): z.b. Trazodon, Venlafaxin (?),Johanniskraut, Phenobarbital

- Inhibitoren (vermindern die Wirkung des PGP, erhöhen damit die Konzentration an Substraten):
z.b. Amitriptylin, Desipramin, Fluphenazin, Haloperidol, Imipramin, Maprotilin, Midazolam, Phenothiazine, Pimozid, Hydrocortison, Tamoxifen, Progesteron, Testosteron, manche Antibiotika, Statine, Anti-Arrhythmika; Nahrungsmittel: Grapefruitsaft, Grüner Tee, Knoblauch


Viele, aber nicht alle Substanzen die das PGP beeinflussen, wirken auch auf die Aktivität des CYP3A4 bzw. werden von CYP3A4 verstoffwechselt.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Genotypisierung - welcher Verstoffwechslertyp

Beitrag von Kaenguru70 » Samstag, 11.08.18, 19:13

Liebe Lina,

Vielen Dank für deine Recherche. Du bist echt super :hug: .

Ich kann im Moment nichts nachlesen, mir dreht sich alles. Wenn ich auf einer Seite bleibe geht es, aber scrollen ist sehr unangenehm.

Ich schaue mir alles in Ruhe an, auf jeden Fall muss ich mur erstmal keine Gedanken zum Ingwer Konsum machen.

Vielen Dank
Sarah :)
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