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Prendergast81: Bin ich Abhängig?Clonazepam

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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Prendergast81
Beiträge: 2
Registriert: Montag, 16.04.18, 19:46

Prendergast81: Bin ich Abhängig?Clonazepam

Beitrag von Prendergast81 » Montag, 16.04.18, 20:09

Hallo,

ich möchte mich erstmal vorstellen.Ich heisse Arndt und bin 36 Jahre alt.Bei mir wurde 2005 das erste mal eine Generalisierte Angststörung diagnostiziert.Seit dieser Zeit gab es viele höhen und tiefen.Ich habe dann 2008 einen Alk und Benzoentzug machen müssen (1mg Lorazepam täglich über 3 Monate)Der Alk war kein Problem,seitdem bin ich trocken,aber der Benzoentzug war die Hölle,und ich hatte mir geschworen dieses Zeug nicht mehr anzufassen..
Nun leider kommt es anders und zweitens als man denkt.Ich war von 2012-2017 ohne Medikamente Beschwerdefrei.Mir ging es gut,und das Leben lief so wie ich es mir vorgestellt habe.Anfang 2017 bekam ich plötzlich wieder heftige Panikattacken und schlafstörungen,und mein Arzt hat mir Mirtazapin 15mg zur Nacht gegeben und Clonazepam 2mg bei Bedarf.Die Clonas habe ich 2017 dreimal bei Flügen ins Ausland verwendet.(jew 2 mg)Ich war 2017 recht stabil mit dem Mirta,aber was mich sehr störte war die Gewichtszunahme.Weshalb wir es dann bis Feb 2018 ausgeschlichen haben.Habe mich ohne weder besser noch schlechter gefühlt.Dann kam Ende März extremer Stress beruflich wie familiär,und mir war alles einfach zu viel,und ich habe die Büxe der Pandora geöffnet.Ich wollte einfach mal wieder richtig entspannen und habe Clonazepam wie folgt eingenommen:

24.3 0-0-0-3mg zur Nacht
25.3 0-0-0-2
da ich wieder Angst hatte abhängig zu werden habe ich ohne Probleme eine Woche Pause gemacht.
dann
1.4 0-0-0-2mg
2.4 0-0-0-2mg
3.4 0-0-0-2mg
4.4 0-0-0-1mg
5.4 0-0-0-1mg
6.4 0-0-0-1mg
7.4 0,5-0-0-0,5mg
8:4 0,5-0-0-0,5mg
9.4 0,5-0-0-0,5mg
10.4 0,5-0-0-0,5mg

Ich wollte es langsam absetzen,und bis 13.4 ging es mir auch noch gut,aber seitdem habe ich extreme schlafstörungen,kribbeln und ziehen in den extremitäten,und alles was ich aus meinem benzoentzug kenne,nur etwas milder.Jetzt meine Frage,habe ich gu schnell abgesetzt?Ich hoffe es dauert jetzt nicht wiedet sechs wochen das ich mich so elend fühl..

LG Arndt
Zuletzt geändert von Gwen am Sonntag, 01.07.18, 21:26, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum

Jamie
Beiträge: 15075
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Bin ich Abhängig?Clonazepam

Beitrag von Jamie » Montag, 16.04.18, 22:42

Hallo Arndt, :)

du hast vor 5 Tagen deine Clonazepamdosis von insgesamt 1mg / d auf Null gesetzt.
Wenn man Clonazepam ins Äquivalent an Diazepam umrechnet, sind das immer noch 20mg. :o
Für eine solche Menge hätten andere Betroffene ein halbes Jahr oder noch länger zum Ausschleichen gebraucht.

Ich denke es ist ersichtlich, dass du eindeutig zu schnell abgesetzt hast; das war mehr als ambitioniert.
Durch die lange Halbwertszeit des Clonazepams steht leider zu befürchten, dass der Blutspiegel in den nächsten Tagen weiter absinkt und die Symptome sich noch weiter verstärken bzw. die Entzügigkeit zunimmt.

Du kannst jetzt, wenn du willst, noch ein paar Tage zuwarten und deinen Körper beobachten und schauen, was passiert, aber wenn sich dein Zustand weiter verschlechtert würde ich dir empfehlen probeweise mit 0,75mg einzudosieren und zu schauen, ob du dich stabilisieren kannst.
Und danach dann noch mal in Ruhe ausschleichen.

Bei Menschen mit Suchthistorie ist es leider so, dass bereits singuläre Einnahmen zu einem schweren Rückfall in die Abhängigkeit führen kann, aber das hast du ja selbst schon erkannt.

Ich wünsche dir einen guten Austausch hier, hast du weitere Fragen?
Bitte lege auch eine Signatur an und wenn du dich bei jemandem für einen Beitrag bedanken willst, kannst du den Daumen-Button drücken.

Schönen Abend, willkommen im Forum :)
Jamie
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Prendergast81
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Registriert: Montag, 16.04.18, 19:46

Re: Bin ich Abhängig?Clonazepam

Beitrag von Prendergast81 » Dienstag, 17.04.18, 2:04

Hallo Jamie,danke für deine schnelle Antwort.Ja sch...Ich könnte mich Ohrfeigen das ich ao dumm war.Ich habe aber jetzt echt Angst nochmal was zu nehmen,weil ich denke das der Entzug sich noch länger hinzieht.Oder gibt es ne möglichkeit wenn ich unter ärztl Aufsicht abdosiere,das ich weniger Entzugserscheinungen habe?Ich hab das echt unterschätzt..Teufelszeug.Momentan spielt mein Körper verrückt und ich hatte ne heftige Panikattacke als ich das gelesen habe.Aber es gibt auch Phasen wo es mir besser geht...

Clarissa
Beiträge: 1627
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37

Re: Bin ich Abhängig?Clonazepam

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 17.04.18, 6:25

Guten Morgen und willkommen auch von mir.

Leider hat es sich nicht bewährt, unter "ärztlicher Aufsicht" abzudosieren.
Ärzte kennen in der Regel das Ashton Manual mit dem langsamen Abdosieren nicht bzw. lehnen es ab. Sie wollen, daß viel schneller vorgegangen wird und möchten mit anderen Psychopharmaka, also Antidepressiva oder Neuroleptika z.B., substituieren/"deckeln". Diese können ein Benzo NICHT ersetzen, führen häufig zu Rückfällen und machen überdies auch wieder abhängig, sodaß erneut ausgeschlichen werden muß.

Gut ist es allerdings, einen Arzt zu haben, der "mitspielt", also das langsame Absetzen unterstützt mit weiteren Verschreibungen des Benzos beispielsweise.
Viele haben damit gute Erfahrungen gemacht, ich z.B.konnte leider keinen finden in meiner Region.

Bitte sei vorsichtig mit weiteren ZNS-Reizungen durch weitere PP, plötzlich wirkt nämlich gar nichts mehr, und versuche, Dein Benzo nachhaltig loszuwerden.

Nimm die Hilfe des Forums an.

Viel Erfolg wünscht Dir mit VG Clarissa.
bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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Eva
Beiträge: 1949
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 13:47

Re: Bin ich Abhängig?Clonazepam

Beitrag von Eva » Dienstag, 17.04.18, 9:33

Hallo Arndt,

gut, dass Du hierher gefunden hast; das Forum kann eine unschätzbare Hilfe sein, nicht nur zum Absetzen selbst, sondern auch um sich zu "sortieren", wo man steht, und um Strategien zu entwickeln, besser (und möglichst ohne Medis) zurechzukommen.

Um auf Deine Anfangsfrage einzugehen, ich würde die Frage bejahen. Wer einmal einen Entzug gemacht hat, von was auch immer, dürfte in gewisser Weise abhängig sein, zumindest in der, dass er schon mal Probleme hatte, von etwas loszukommen. Vermutlich wird es für jeden, der hier einen Ausstieg schafft, niemals wieder einen unbefangenen Umgang mit Psychomitteln geben, denn er bleibt zumindest "anfällig" dafür und muss immer sehr achtgeben, nicht leichtfertig zu handeln, was das betrifft.

Das sollte uns hellwach halten, auch und gerade, wenn wir es geschafft haben, auszuschleichen. Ich wünsch Dir viel Glück.

Gruß, Eva
Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

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