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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Rafa 13: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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Rafa 13: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Montag, 25.02.19, 20:19

Hallo,

nachdem ich immer wieder über zumindest aus meiner Sicht interessante oder eventuell hilfreiche Sachen stoße möchte ich einen eher unpersönlichen Beitrag eröffnen.

Sind natürlich meist keine neu erfundenen Dinge, die da präsentiert werden, aber als Erinnerung allemal hilfreich.

Hier der Link für diejenigen die es interessiert. LG Kevin


https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/ ... t/14453004
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Katharina » Montag, 25.02.19, 20:32

Lieber Kevin, Danke !

Du meinst den Bereich in dem die Ärztin über die Kontrolle spricht, die Selbsterwartung und den Fokuswechsel ?

Einen schönen Abend!
Katharina
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Freitag, 01.03.19, 21:00

Schöne Geschichte, schöne Musik...

https://www.youtube.com/watch?v=Vf0MC3CFihY

Entspanntes WE, LG Kevin
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Jamie » Montag, 04.03.19, 15:58

Hallo rafa, :)

magst du vielleicht mal bei helmut rein reinschauen?
Er war 40 Jahre benzoabhängig, es hat ihn sehr erwischt :oops:.

Er schildert auch das Schleimhautbrennen / Probleme mit der Schleimhaut; da musste ich gleich an dich denken. Vielleicht magst du mal reinschauen?
Das wäre schön.
viewtopic.php?f=35&p=292801#p292801

Ansonsten ist es natürlich auch ok, wenn du lieber nicht gucken willst.

Alles Liebe :hug:
Jamie
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Dienstag, 05.03.19, 18:12

Hallo Jamie, habe ich gerne gemacht und mich bemüht authentisch zu bleiben, ob das positiv war bzw. Hilfe kann ich nicht sagen, LG und alles Liebe und Gute für dich, Kevin
"Sprich nie etwas Böses über einen Menschen, wenn du es nicht gewiss weißt, und wenn du es gewiss weißt, frage dich: "Warum erzähle ich es?"
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Jamie » Dienstag, 05.03.19, 19:12

Hallo rafa, :)

es ging mir beim Kontaktherstellen gar nicht so sehr um Beratung und Begleitung, sondern ich dachte halt, dass ihr beide bei einander schauen könnt, weil claude eben auch schon so lange Benzos nimmt und du damit jemandem mit vergleichbarer Historie hättest wie du selber.

Man sieht ja schon die massiven Symptome und Schädigungen der Langzeiteinnahme und ich denke, das ist noch mal etwas anderes als bei jemandem, der zB nur 5 Jahre abhängig war.

Danke fürs Reinschauen, liebe Grüße :hug:
Jamie
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Dienstag, 05.03.19, 20:55

Hallo Jamie,

das ist gut gemeint von dir für uns Beide, ja die Symptome sind sehr ähnlich, aber wir haben natürlich zwei unterschiedliche Lebensgeschichten bzw. unterschiedliche Persönlichkeiten, wobei das selbsterklärend ist.

Wie gesagt im Langzeitbereich fällt mir nur Clarissa ein, die es wirklich gut gemacht hat alles in allem das Optimum rausgeholt hat. Aber dieser Bereich ist so unklar und so unerforscht, dass es eigentlich nicht wirklich jemand gibt, der da ernsthaft Ahnung hat. Das sehen Clarissa und ich glaube ich sehr ähnlich ohne hier vorzugreifen.

Wobei ich ungern andere erwähne, wobei wenn man jemanden positiv erwähnt ist es glaube ich okay, hoffe ich. Niemand ist miteinander vergleichbar, vor allem nicht von der Persönlichkeit denke ich mal und die spielt sicher auch eine entscheidende Rolle bei der ganzen "Problematik".

Ich bin schon lange der Meinung, dass es fast nur Selbsthilfe gibt und da ist mir unklar, wo die Grenzen sind bzw. was erreichbar ist. Vielleicht viel, vielleicht eher wenig, schwer zu sagen, ich bin mitten in dem Prozess.

Bei Menschen, die so lange Benzodiazepine oder was auch immer nehmen geht es um Schadensbegrenzung und nicht um Heilung, wobei ich sogar so weit gehe, dass man letztendlich für ein menschenwürdiges Leben kämpfen muss auf längere Sicht gesehen, also der Druck der da ist, wenn man das ernst nimmt ist schon ordentlich.

In meinem realen Leben umgebe ich mich ausschließlich mit gesunden Menschen, also ich suche den Austausch kaum, weil mit wem? Ich orientiere mich am normalen Leben, auch wenn es schwer fällt, aber ich möchte nicht zulassen, dass meine Einschränkungen ausschließlich mein Leben diktieren. Ich versuche Dinge zu machen, die auch Freude machen, egal wie es mir grad geht.

Es ist auch eine große Herausforderung in einem System zu arbeiten, wo eigentlich ausschließlich Bösartigkeit und Negativität herrscht. Das fordert mich unter der Woche so, dass ich am Abend nur mehr Notprogramm mache. Das Leben findet eher an den Wochenenden statt.

Im realen Leben ist die Hauptdroge von den meisten Menschen ja Alkohol, unglaublich eigentlich wie viele trinken in meinem Land, also wir sind da ziemlich weit vorne und das spiegelt sich in allen Bereichen, in der Gesellschaft natürlich, aber es betrifft auch meine Arbeit. Da frage ich mich oft, wer ist denn nun korrekter ich, der aufgrund einer Angsterkrankung ein Medikament nehmen muss oder diejenigen, die sich mit Alkohol "niederknallen" - ich sag dir die Antwort: ich bin stigmatisiert, die andere sind die Helden, die Menschen wie mich angreifen und auf mich zeigen. Schon verrückt. Warum ich so offen wieder schreibe, weil ich keine Angst habe, was habe ich zu verlieren? Andere haben was zu verlieren.

Der zweite Bereich wo ich mit Sucht in Kontakt komme ist eben die Suchtberatung bei uns, aber da informiere ich mich eher, habe aber keinen Kontakt zu den Klienten. Aber wie gesagt, ist auch spannend die Erfahrungen dort mitzubekommen, weil ich davon kann man lernen.

Toll ist mein Leben freilich nicht, aber ich akzeptiere es so gut es geht, alles was für mich wichtig war glaube ich zu wissen, vieles habe ich hier gelernt - immerhin seit 2005 mit Unterbrechung hier mitgelesen, mitgeschrieben. Das war definitiv sehr wertvoll. Nur heute denke ich mir, eigentlich wirklich fast alles gesagt, klar helfe ich gerne wenn es jemand interessiert, aber oft gibt es ja gar keinerlei Feedback, da denkt man sich dann wozu?

Wobei ich damit leben kann, wenn jemand Interesse hat, dann sage ich was ich denke oder schreibe was ich denke, aber es gibt ja nicht viele Menschen, die so einen offenen Umgang mit der Thematik pflegen wie Menschen wie ich oder auch Betroffene hier. Im realen Leben glaubt man fast die sind alle fit, die offiziellen Zahlen sprechen eine andere Sprache. Ein Tabuthema also in Wirklichkeit.

Ich kann nur versuchen mein eigenes Leben unter Kontrolle zu halten und das versuche ich. Wie gesagt Austausch generell suche ich nicht mehr, wozu? Ich muss mein Problem lösen, da kann mir niemand helfen, so sehe ich. Aber was geblieben ist, ich werde immer helfen versuchen, wenn jemand Wert auf meine Sicht der Dinge legt.

Ich habe auch meine PN freigeschalten, also wie du siehst, ich bin offen für Menschen, die meine Meinung oder Hilfe gerne in Anspruch nehmen, sofern ich Kraft habe, antworte ich auch gerne.

Dir wünsche ich das Beste natürlich, ich lese selten, ich habe keinen aktuellen Stand wie es dir geht oder erging, ich hoffe und wünsche mir dass es dir und all denen, die mich noch kennen gut, wie eben auch Siggi zum Beispiel, auf diesem Weg auch dir ganz liebe Grüße, schönen Abend allen, LG Kevin
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Freitag, 22.03.19, 17:26

Hallo,

habe ich eine Entwicklung hier verschlafen oder was? Man bekommt "Applaus" in dem man schreibt, dass man nicht absetzt?

Gerade große Krisen oder wenn man ganz unten ist sollten die Motivation aufzuhören anheizen. Wer in Krisenzeiten nicht besteht, braucht auch nicht in "guten" Zeiten anfangen, weil dann kann man sich ausrechnen, was passiert, sobald die erste Minikrise da ist.

Ja, ist richtig, ich habe definitiv viel falsch gemacht, aber ich habe sehr oft paradox gehandelt und genau in solchen Situation, wenn mein Leben besonders schwer war einen richtigen Motivationsschub bekommen gerade da einen Anlauf zu machen. Immerhin ist es mir zumindest einmal gelungen und das war nach meiner ersten Scheidung an der ich ordentlich zerbrochen bin und über Monate in einem Zustand des Hochdosisbenzobereichs in Kombination mit mächtig Alkohol war und dann habe ich von einem Tag auf den anderen entschieden, so mache ich nicht weiter und habe damals von wirklich hoch oben auf null abgesetzt und überlebt.

Es kamen Rückfälle richtig, aber immerhin 5 Jahre gelang es mir dann vom regelmäßigen Hochdosiskonsum in einen Konsum zu kommen der aus meiner Sicht kontrolliert war, weil da nahm ich auch Benzodiazepine, aber wie gesagt, therapeutische Dosis und keinerlei Regelmäßigkeit und Alkohol habe ich seitdem auch nie mehr getrunken. In dieser Zeit habe ich NORMAL gelebt im Vergleich zu allem was danach kam.

Ich bin wirklich verwundert, wie sich das Forum verändert hat, aber gut jedem seine Sache, jeder trägt für sich die Verantwortung, Kevin
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von lunetta » Freitag, 22.03.19, 18:23

Hallo lieber Kevin!

Ich habe hier glaube ich auch was verschlafen.... was meinst du mit "Applaus bekommen? Hat dir jemand applaudiert?

Ich persönlich schätze dich, und was du schreibst, sehr! Du bist authentisch und sehr ehrlich gegenüber dir selbst. Und dass du trotz aller Widrigkeiten ganz normal arbeitest, dafür gebührt dir eine Medaille, ich hätte das nie geschafft!

Das wollte ich dir nur mal sagen;)

GLG
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von FineFinchen » Freitag, 22.03.19, 18:36

Hallo Kevin,

ich weiß, dass wir nicht miteinander können. Unsere Leben, unsere Weltanschauungen sind völlig unterschiedlich. Das ist so, das nennt sich Leben/leben.

Das hier:
Rafa13 hat geschrieben:
Freitag, 22.03.19, 17:26
Gerade große Krisen oder wenn man ganz unten ist sollten die Motivation aufzuhören anheizen. Wer in Krisenzeiten nicht besteht, braucht auch nicht in "guten" Zeiten anfangen, weil dann kann man sich ausrechnen, was passiert, sobald die erste Minikrise da ist.
finde ich nicht schön und ein Schlag ins Gesicht für diejenigen, denen es hier ganz schlecht geht. Gerade in Krisenzeiten gehört es sich, dass man sich sammelt und es gehört schon jede Menge Mut dazu, seine Geschichte hier vor anderen Menschen zu erzählen und um Hilfe zu bitten.

Trost, Mitgefühl und praxiserprobtes Vorgehen weiterzugeben sind tausendmal hilfreicher als zu versuchen, jemanden anzutreiben, der völlig verängstigt und fertig am Boden liegt. Ich kann jetzt echt nur den Kopf schütteln, halte Dir aber im Gegenzug zu Gute, dass Du es nicht leicht hast und hier Frust abbaust.

Ich wünsche Dir bessere Tage und Menschen, die Dir uneingeschränkt Verständnis entgegen bringen. :hug:

Viele Grüße
Finchen
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Freitag, 22.03.19, 20:44

Hallo.

Danke für die guten Worte Lunetta, das freut mich. Ich versuche ehrlich zu sein, auch wenn mir das wenig Beliebtheit aller Orts gebracht hat, nicht nur hier im Forum. Ich bin auch anderen auf die Füße gestiegen, mit dem Resultat, dass man mir meiner Ansicht nach bewusst schadet nun seit Wochen - dieser Satz bezieht auf meine Arbeit.

LG Kevin

Ähm, Finchen, wir können nicht miteinander? Also ich erinnere mich nicht, aber egal, ich kann eigentlich mit jedem, nur viele können nicht mit mir, so sehe ich es. Ich bin auch denen nicht schlecht gesinnt, die mich nicht mögen, okay, ich suche nicht ihre Nähe, aber wenn jemand was braucht würde ich helfen.

Unterschiedlich zu denken ist ja nichts Schlechtes, stell dir vor, wir würden alle gleich sein, das wäre langweilig oder?

Mir geht es nicht darum "Schläge" zu versetzen, wer mich im realen Leben kennt, weiß wie friedlich ich bin, das ist ja ein Grund, dass viele denken sie könnten mich angreifen.

Ich habe das Ernst gemeint, wobei ich kann ja nur von mir schreiben, die größte Kraft bekam ich immer, wenn die Situation kaum aussichtsloser sein hätte können, da habe ich Dinge verändert, nicht wo alles gut lief. Leid ist oft hilfreicher als Glück.

Wenn man ein Leben ohne Drogen schaffen will, dann ist für mich die Basis dafür, dass ich das nicht dann schaffe, wenn es keine Herausforderungen gibt, sondern eben wenn Herausforderungen da sind. Weil ist ja toll, wenn man es schafft frei von Substanzen zu sein, wenn relativ alles gut ist und dann kommt ein "Schlag" und man wird möglicherweise rückfällig.

Auch wenn ich jahrelang Substanzen nahm und vermutlich auch noch in Zukunft nehmen werde, darf ich trotzdem sagen, ich finde es nicht gut, wie gesagt, das sehe ich auch durchaus selbstkritisch.

Trost, Mitgefühl? Ja, da denke ich heute anders, würde mir nicht helfen mehr. Die letzten Jahre haben mich sehr viel gelehrt, Härte vor allem, die mir gegenüber gelebt wurde und heute weiß ich wie ich dran bin, das war hilfreich.

"Andere sehen mein Leben als schwer" - ich selbst nicht, es ist wie es ist und Veränderung kann in meinem Fall nur ich selbst bewirken. Ich trage auch die Verantwortung für meine Handlungen.

Danke für deine Wünsche, die ich gerne entgegne, das mit dem Verständnis oder gar uneingeschränkten Verständnis erwarte ich mir ja gar nicht, was hätte ich davon?

LG Kevin
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Katharina » Freitag, 22.03.19, 22:02

Lieber Kevin !

Ich habe was Neues Cooles für Dich, etwas Erfrischendes:
Ich habe 10 Tropfen Diazepam vergessen, und es geht mir gut.🏃🏼‍♀️🤸🏾‍♂️
Vielleicht weil 'vergessen' ?

Den Rest Deines Textes habe ich überflogen und ich komme zu Schlussfolgerung
das Hilfe zur Selbsthilfe nur in SHG im wirklichen Leben funktionieren, am Tisch.

Es gibt ein Buch über die SHG-Dynamik, leider habe ich es weiter gegeben da 1996 aktuell für mich, deshalb nicht verlinkbar aber sicher in den Suchmaschinen erklärt wie SHG funktionieren.

Unter anderem stand dort in dem Buch ein Satz, ungefähr so formuliert:

"...Wie in einem Supermarkt nimmt jeder mit aus einem Treffen,
was für ihn gerade wichtig ist.
Je nachdem, wo dieser Mensch gerade steht. ....".

Keinem wird etwas aufgedrängt, 'ge-Rad-schlagt'.

Es kann auch nur jeder selber helfen, wenn er dann das -hier- Medikament begriffen, einen Entschluss getroffen, Absetzolan ausgedruckt, in der Hand hat.

In einer SHG berichtet über für kurze Zeit ÜBER SICH UND SEINE ERFAHRUNGEN, ausschließlich.

Zuvor eine Art Blitzlicht falls es jemandem akut schlecht geht.

Die Grundregel lautet und zwar in allen SHG's,
in den geführten, in den freien sowie in den Institutsambulanzen: alle sind gleich-betroffen, gleich müde, gleich- berechtigt und vorallem eigenverantwortlich.

ca 15 - 20 Leute , 90min dauert meißt ein Treffen.
Danach ist spürbar die Energie, die Konzentration weg.
Es muss gut 'geteilt' werden, oft können nicht alle zu Wort kommen.

Nichts spricht dagegen, sich auch im Anschluss, privat, vorher zu begegnen.
Telefon Nummern werden ausgetauscht, wer mag.

Für Notfälle wird auf die Krisenintervention etc. hingewiesen da allen klar ist
dass niemand Hilge und die Verantwortung tragen kann ( selbst betroffen ) und möchte, deshalb
Hilfe zur Selbst-hilfe.


Hier im www
aus meiner Sicht und Empfinden scheitert das.
Dieser Grundsatz kommt hier nicht an.

Dort, hier- wo es um Absetztabellen und Medikamente geht, nicht.
Das ist sachlich.

In anderen Bereichen wird das Wort zerteilt usw. wie X-Mal gehabt, es wiederholt sich regelmäßig.
Der/die eine ist beleidigt, der andere tief getroffen, missverstanden.

Ich mag dieses interpretieren nicht mehr, abwägen,abwägen in was in wen.
Ein paar min. später Team: Löschvorgang.

Schreiben mit zwei Pinzetten und einer Lupe, nein Danke.

Vielleicht darf ich das bei Dir so schreiben ?
Auch wenn ich allgemein schreibe und nicht einmal für Dich hier, in Deinem Thread, weiss ich dass Du mich verstanden hast.

Ausser dem ersten Satz der ist für Dich.
Alles Gute
Katharina
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Samstag, 23.03.19, 8:12

Hallo Katharina,

du hast Einiges geschrieben, wo ich dir sehr zustimme - andere Sachen sehe ich für mich persönlich nicht so hilfreich an. Die Freiheit des Schreibens fehlt mir ein wenig. Mag sein, dass Foren dazu da sind um Standpunkte auszutauschen, aber manchmal mag ich nicht diskutieren oder erklären. So wie andere ihre Sicht haben, habe ich meine. Da gibt es nichts dazu zu sagen. Wozu auch?

Der Ziel wäre dass jeder auf sich schaut, was ich ja im Falle meines ersten kritischen Beitrags auch nicht gemacht habe, aber gut niemand ist perfekt. Ich hätte mir die Zeilen sparen können, weil wo lag denn bitte der Sinn? Man kann andere Menschen nicht verändern und soll es letztendlich auch nicht, jeder ist für sich verantwortlich.

Generell habe ich mit mir selbst genug zu tun als Aufgabe. Selbsthilfegruppen? Kenne ich nicht, gibt es bei uns auch nicht. Was ich kenne ist psychologische Betreuung - Coaching. Wobei ich mich da oft gefragt habe, wer von wem mehr lernt, wobei das zu einer Aussage passt, die ich erst kürzlich bekam, nämlich, von einer Frau, die meinte, ja wissen sie, dass sie so schlecht bei Frauen ankommen liegt aus meiner Sicht daran, dass sie eine sehr arrogante Ausstrahlung haben.

Die Frage habe ich dann "normalen" Frauen gestellt, ob die das auch so sehen, die ich viele Jahre kenne und da haben alle den Kopf geschüttelt, also ich mag vieles ausstrahlen nur Arroganz sicher nicht, vielleicht Ängstlichkeit - das kam als häufigste Antwort und natürlich keine Fröhlichkeit.

Dir auch alles Gute, werde mich besser wieder zurückziehen, LG Kevin
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Katharina » Samstag, 23.03.19, 8:25

Lieber Kevin !

Sicher bist Du nicht arrogant;

in jeder Beziehung auch im couching lernt jeder von jedem, wo immer Menschen aufeinander treffen.

Die Bezeichnung der SHG galt nicht Dir
und ich möchte mich dafür entschuldigen;

ich hätte all das dort hin schreiben sollen wo Platz dafür gegeben wäre:
Zum Beispiel: wie funktioniert das hier ?
Oder: wie ist es erstrebenswert das es funktioniert ?

Ich habe das leider bei Dir geschrieben
dass war falsch und unsensibel von mir,
da ich den Eindruck hatte es geht wieder Wort zum Wort, und empfinde das ermüdend lästig und wenig förderlich.
Was trete ich da dazwischen?
Ich hätte mich nicht einmischen dürfen.

Es tut mir sehr leid, Kevin.
Ich verspreche, in Zukunft vorsichtiger zu sein.
Ich mag Dich gern und lese immer gerne bei Dir.

Alles Gute,
Katharina
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Samstag, 23.03.19, 9:51

Liebe Katharina,

ich habe kein Wort gelesen in deinem Text, was negativ oder schlecht gewesen wäre.

Weißt du, ich kenne Menschen, wo egal, was ich sage, die Reaktion negativ ist, das ist anstrengend und genau dieses Gefühl möchte ich nicht anderen geben.

Also nochmal das gibt es keinerlei Grund sich für irgendwas zu entschuldigen.

Ich versuche aufzupassen, aber ich sage dir ganz ehrlich, es ist unmöglich nicht Fehler zu machen, sei es nun, dass ich hier einen Text schreibe, wo ich mir 10 Minuten später denke, das war unnötig oder dass ich etwas sage, wo ich mir denke, wozu?

Jeder trägt ja nur die Verantwortung für das was er oder sie sagt, das versuche ich, wie andere es auffassen liegt nicht mehr in meiner Verantwortung und so ist es auch bei dir. Ich gehe nicht davon aus, dass du zu einer Gruppe von Menschen gehörst, die anderen bewusst schaden wollen würde.

Alles hat gepasst, wie es war und selbst wenn da was wäre, wer ist denn perfekt? Ich denke mir das oft in meiner Arbeit, da greifen mich Menschen an die kränker als ich sind, die vor allem unkorrekt sind und mein Credo hier ist einfach "Schau auf dich" - aber das macht keiner, oder wenige, die meisten Menschen schauen und vergleichen sich mit anderen anstatt das Beste aus sich herauszuholen.

Als ich den Text über Krisen schrieb, schrieb ich über mich, ich ticke eben so, je schlechter es ist, um so eher bekomme ich einen Schub für Veränderung. Es ist schwer im Moment, für mich bleibt das Ziel eines nahen Tages von keiner Substanz mehr abhängig zu sein und je komplexer die Umstände desto stärker verfolge ich dieses Ziel, was möglich ist, weiß ich nicht, alles Gute weiterhin, LG Kevin
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Sonntag, 24.03.19, 9:45

Hallo.

Ich weiß nicht in welcher Welt ihr lebt, aber ich finde es mehr befremdlich, was so alles passiert bzw. wie wir alle belogen werden.

Hier ein Bericht über die US-Schmerzmittelproblematik:

https://orf.at/stories/3116137/

Die Gesellschaft ist als Ganzes in Richtung Abgrund unterwegs, es wird nur verschwiegen. Es wird kaum oder nicht wirklich kritisch berichtet über unsere Themen wie den PP-Konsum und die massiven Probleme, die dadurch entstehen, nämlich nicht nur für die Betroffenen sondern für die Gesellschaft als Ganzes, weil Familien zerbrechen, Existenzen zerbrechen.

Das gesamte Gesundheitssystem ist am Kollabieren - weil bei uns nehmen 1 Mio. von 8 Mio. Einwohner PPs. Dann ist bei uns das Problem mit Alkohol massivster als in anderen Ländern. Alkohol zu trinken ist nach wie vor ein Gesellschaftssport, im Sinne, das ist ganz normal, auch wenn man weit über die Norm trinkt, das ist nicht krank. Menschen, wie wir sind natürlich krank und stigmatisiert.

Die Ernährung? Glaubt denn irgendjemand ernsthaft, dass Fukushima oder Tschernobyl uns nicht betrifft? Es wird vorgegaukelt, die Lebenserwartung der Menschen steige und steige, seltsam als ich ein Kind war, war es selten, dass jüngere Menschen schwer krank waren oder gestorben sind. Wenn ich heute die Todesanzeigen ansehe wird mir übel.

Über was berichten die Medien über Kopftuchverbote in Kindergärten, über die Gefahr von Terror, Drogentote. Wie viele Menschen sterben an Drogen pro Jahr bzw. durch Terror in Deutschland? Ich denke es ist überschaubar, trotzdem jeder Tote einer zu viel, keine Frage.

Wie viele Menschen sterben an den Folgen von Alkohol, Nikotin, Krankenhauskeime, Feinstaub oder im Haushalt?

Ja, es ist eine gute Taktik fatalistisch zu sein und zu sagen, das ist so bzw. sich von diesen negativen Fakten fernzuhalten, weil richtig, keiner von uns es verändern kann. Was mich nur ärgert ist, wie sehr wir angelogen werden und mit gezielten Falschinformationen gefüttert.

Ich höre immer wieder, ja wie sich die Gesellschaft heute entwickelt, das ist echt bedenklich, das wird auch in Medien gesagt, die wiederum die Menschen für dumm verkaufen bzw. das was die präsentieren nehmen viele als das an, wie die Welt wirklich sei.

Thema Einsamkeit wird immer dramatischer, nicht nur in meinem Land, das geht zumindest in den "guten" Ländern alles in die gleiche Richtung. Waren früher hauptsächlich ältere Menschen von Einsamkeit betroffen geht das heute quer durch alle sozialen Schichten und Altersgruppen, auch junge Menschen sind einsam.

Mich beschäftigen all diese Themen, wobei ich längst erkannt habe, keinerlei Chance auf irgendwelche Veränderung zu haben als Einzelner, wie sollte denn das gehen? Was mich ein wenig ärgert, ist dass die absolute Mehrheit der Menschen da voll mitzieht.

Ich glaube, dass das Leid bzw. die Probleme der Menschen weit überwiegen, aber abschließend möchte ich versöhnlich den Beitrag beenden und natürlich sagen, dass selbst jemand wie ich einige Menschen kennt, die anders sind einerseits und die auch glücklich sind, ja auch die gibt es zweifelsohne.

Also eine Pauschalierung, dass es allen Menschen nicht gut geht wäre falsch.

Was bewirke ich mit solchen Diskussionen, die ich auch im realen Leben manchmal führe? NICHTS. Interessiert niemand bzw. ist es eben so und außer dass ich danach energielos und leer bin ist keinerlei positiver Effekt.

Was ich gut finde ist, dass mittlerweile eine Bewegung von jungen Menschen entsteht, die für eine Welt kämpft, in der auch sie noch eine Zukunft haben, weil die die an der Macht sind, die werden die Zukunft nicht mehr erleben und denen scheint es ziemlich egal zu sein, was nach ihnen kommt.

Ich habe auch keine genauen Hintergründe der Proteste in Frankreich, aber ein Teil der Menschen dort will sich das nicht mehr gefallen lassen, was mit ihnen geschieht, die gehen auf die Straße. Ich weiß nicht, was in meinem Land passieren müsste, dass Massen einmal ihren Unmut kundtun über das was geschieht, aber das wird nicht passieren aufgrund von Falschinformationen bzw. dass ja eh alles gut ist. Schönen Sonntag allen, LG Kevin
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von stubi » Sonntag, 24.03.19, 11:27

Hallo lieber Kevin,

du gehörst zu denjenigen Schreibern hier die ich ich sehr gerne lese und bewundere.

Leider kann ich manchesmal schlecht wiedergeben was ich fühle und schreibend antworten möchte. Dieses Kunststück kannst du meiner Meinung nach sehr gut und noch dazu schreibst du mir meistens aus der Seele.

Was du heute geschrieben hast ist genau 1 zu 1 meine Meinung und bestätigt mir, dass da GsD noch mehr sind, die diese destruktiven Strömungen wahrnehmen, die eigentlich schon seit Menschen gedenken bestehen und als Verschwörungstheorien abgetan werden.

Kann sein, dass durch dieses Wissen, mein und vielleicht auch dein Empfinden für das positive Lebensgefühl untergraben wird, doch tief drinnen in mir weiß ich es läuft was gehörig schief in dieser Welt.

Auch deshalb habe ich immer wieder zu Alkohol, Drogen, Medikamenten usw. gegriffen um in meiner Ohnmacht und vielleicht auch Schwäche nicht hinschauen zu müssen auf all das was schief läuft und der Großteil nur zusieht und sagt" da kann man ohnehin nichts machen".

Heute bin ich "Clean" und es hat sich rein gar nichts verbessert in meinem Leben und ich muss und will das alles nüchtern betrachten und ich komme letztendlich zu der Erkenntnis, dass nicht das Paradies oder die Hölle im Jenseits auf mich wartet, sondern dies alles schon hier im jetzigen meinem Irdischen Leben stattfindet und ich habe die Entscheidung in meinem Leben ob ich das alles akzeptieren und mitmachen will oder muss.

Nun ich habe nun versucht hier nach meinen Worten Dir zusagen lieber Kevin " ich glaube ich habe verstanden was du sagen willst."

Liebe Grüße
Renate
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Sonntag, 24.03.19, 13:16

Hallo Renate,

danke für die guten Worte.

Ich denke schon, dass Menschen, die erkennen, was so in unserer Gesellschaft läuft es dahingehend schwerer haben, als diejenigen, die sich eben keine Gedanken darüber machen.

Wie du sagst, es hat sicher einen Grund, warum Menschen wie ich oder auch du nicht gerade zu den Optimisten dieser Gesellschaft zählen. Wie könnte man das auch? Ich müsste die Augen komplett verschließen bzw. eben wie eine gefühllose Maschine durchs Leben gehen. Daher sehe ich ja auch die Digitalisierung teils kritisch, weil da ja auch mittlerweile Entscheidungsprozesse nicht mehr von Menschenhand durchgeführt werden.

Ich sehe die Gesellschaft als Ganzes sehr kritisch, ja, es gibt ein paar wenige Menschen wie gesagt, die anders sind, aber die überwiegende Masse denkt sehr ähnlich und das sind auch die Entscheidungsträger.

Ich bin ja noch im Arbeitsprozess, aber gerade wird mir auch hier meine Machtlosigkeit gegenüber dem System demonstriert, ohne jetzt tiefer darauf einzugehen, es macht betroffen und belastet mich schwer, mit welcher Bösartigkeit das "System" gegen mich vorgeht und nein, ich bin mir keiner Schuld bewusst. Ich habe niemanden weh getan oder verletzt.

Es fällt mir zunehmend schwer noch Menschen zu finden mit denen ich überhaupt mich austauschen will, das was in meiner Arbeit grad stattfindet ist auch Gesellschaft.

Wenn ich nun alle Bereiche mit denen ich zu tun habe, wie das Medizinwesen, die Arbeitswelt, die Behörden, die Politik, die Großkonzerne und Mächtigen dieser Welt mir ansehe, dann erschaudert es mich sehr. Weil das ist komplett ohne jegliche Empathie und es ist vor allem korrupt, ich verwende bewusst dieses Wort, weil es das was in meinen Augen geschieht am besten wieder gibt.

Die für mich daraus entstandene Konsequenz ist leider noch mehr Isolation. Ich kann kaum noch Gutes wahrnehmen und ich zweifle sehr, dass dies mit meinen Medikamentenproblemen zu tun hat, wobei es ohnedies an ein Wunder grenzt, dass die Medikamente mich nicht schon komplett verblöden haben lassen.

Also ich werde weiterhin hinsehen, beobachten, achtsam sein und meine Schlüsse daraus ziehen, wie man mit den Gegebenheiten am ehesten zurecht kommt.

Ich kämpfe heute stärker als je zuvor gegen meine Medikamente, egal, ob das nun die Benzodiazepine sind oder andere Sachen, die ich nehmen muss ("Magenschutz, Blutdruckmittel usw.). Vielleicht wird es ein Kampf bis zu meinem Lebensende, aber ist natürlich das primäre Projekt in meinem Leben geworden, auch wenn ich andere Wege versuche als sie hier zum Teil gegangen werden.

Fakt ist wegbeamen, ist für mich keinerlei Lösungsansatz, war es nie und wird es nie sein. Du hast ja eigentlich einen buddhistischen Ansatz ungewollt in deinem Beitrag geschrieben, nämlich, dass sinngemäß Himmel und Erde im Hier und Jetzt stattfinden. Alles Gute, Kevin
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von stubi » Sonntag, 24.03.19, 17:55

Lieber Kevin,

ich kann dich gut verstehen und mich gerade zu einfühlen, deshalb wünsche ich dir alles erdenklich Gute und Kraft diesen schweren steinigen Weg zugehen.

Auch ich habe in meinem Job ganz schlimme Erfahrungen gemacht und wurde mit 57 Jahren eiskalt aus diesen durch Mobbing gedrängt, doch ich habe mich trotzdem nicht unterkriegen lassen.

Es ist sehr mühsam mit diesen Erkennen und ungerechten Erlebnissen durchs Leben gehen zu müssen ohne zu verbittern.

Doch wer weiß vielleicht hat ja alles seinen Sinn?

Liebe Grüße
Renate
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Re: Diazepam, Alprazolam absetzen?

Beitrag von Rafa13 » Sonntag, 24.03.19, 19:36

Liebe Renate,

das glaube ich dir, dass du nachfühlen kannst, wie ich mich fühle. Vor allem dein zweiter Absatz, tja diplomatisch ausgedrückt würde ich sagen, dass ist auch das was grad mir passiert und da wird mit Methoden vorgegangen, die befremdlich sind.

Nun, wer in ein System nicht passt wird wohl gnadenlos eliminiert, so meine Erfahrung. Ein "Trost" ist es zu wissen, dass die das betreiben unkorrekt sind und selbst massive Probleme haben.

Manchmal muss ein Text nicht lange sein um zu verstehen. Dir ist es wohl gelungen schnell zu verstehen. Jeder Satz in dem Beitrag trifft es wie es ist, auch nicht zu verbittern. Sinn? Schwer zu sagen, ich weiß nicht, ob alles im Leben Sinn hat?

Oft wird ja auch behauptet dass man Leid braucht um Veränderung durchzuführen, das ist für mich oft aber auch eine Sache der Persönlichkeit, also ich denke nicht, dass ich ganz ein anderer wäre, hätte ich weniger erlebt.

Liebe Grüße
Kevin
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