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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Stubi: Sertralin abgesetzt

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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stubi
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Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Samstag, 22.08.15, 13:21

Auch ich lese hier schon geraume Zeit hier mit. Ich leide zur Zeit auch sehr an Absetzproblemen, denn ich habe im November 2014 Sertralin 100 abgesetzt. Wollte immer mal hier alles aufschreiben, doch ich habe es leider noch nicht geschafft. Ich bin in einem tiefen schwarzen Loch und weiß ehrlich nicht wie es weitergehen soll?

Ich lebe nur noch von Tag zu Tag und hoffe das es bald wieder weitergeht. Ich finde es echt Traurig, dass es sehr wenig Ärzte gibt die einen weiterhelfen können und wollen.

LG
stubi
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Stubi: Setralin abgesetzt

Beitrag von Kimeta » Samstag, 22.08.15, 14:57

Hallo Stubi,

Du hast ja sicher schon gesehen, dass das Moderatoren-Team momentan stark belastet ist, deshalb begrüße ich Dich vertretungsweise schon mal: herzlich willkommen als schreibendes Mitglied im ADFD!

Zwar fällt es Dir schwer, alles aufzuschreiben, aber es ist wichtig für die Beratung, dass möglichst viele Informationen vorliegen. Vielleicht kannst Du kurz die folgenden Fragen beantworten:

- warum hast Du Sertralin genommen,
- wie lange,
- wie hoch war Deine Dosis,
- warum wolltest Du absetzen,
- wie hast Du abgesetzt,
- nimmst Du noch andere Medikamente,
- welche Symptome hast Du zur Zeit außer dem Gefühl des dunklen Lochs?

Vielleicht kannst Du Dir einen eigenen Thread erstellen? Wenn Du nicht weißt wie oder Dir das zuviel ist, dann schreib hier weiter, die Moderatoren werden die Beiträge eventuell später an geeignete Stelle verschieben.

Auch wenn Du es Dir momentan vielleicht nicht vorstellen kannst, aber es wird sicher einen Weg zur Besserung geben. Du bist hier in den besten Händen.

Viele Grüße,
Kimeta
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Stubi: Setralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Montag, 24.08.15, 14:21

Hallo Kimeta,

ich werde meine Geschichte sicherlich hier einstellen, doch es fällt mir unwahrscheinlich schwer mich überhaupt mit dem zusammenhängenden Dingen zu beschäftigen.
Zur Zeit kann ich mich überhaupt nicht richtig konzentrieren und ich springe immer mit meinen Gedanken hin und her. Also das ich jetzt zu den Medis oder zu den Alkohol greifen will, ist für mich sehr schwer( Trinke seit drei Jahren keinen Alkohol mehr) dann wieder hat doch alles keinen Sinn mehr, meine Seele schreit vor Schmerz wenn mich gewisse Umstände triggern und so geht es Tag um Tag und ich versuche Antworten und Lösungen zu finden.

Doch ich halte bisher aus und ich habe noch eine Person mit der ich über meine Situation sprechen kann, aber ich will sie nicht immer damit belästigen, nur wenn ich es gar nicht mehr aushalten kann.

Vielen Dank für`s zuhören.

LG
stubi
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Re: Stubi: Setralin abgesetzt

Beitrag von Sneum » Montag, 24.08.15, 21:52

Hallo Stubi,

auch von mir herzlich Willkommen! :)

Das tut mir sehr leid, dass es Dir so schlecht geht! Ganz und gar verständlich, dass es Dir da unglaublich schwer fällt, hier zu schreiben.

Aber die Fragen, die Kimeta Dir gestellt hat, sind wichtig, damit wir Dir helfen können. :hug:

Vielleicht kannst Du ja für den Anfang erstmal ganz kurz schreiben wie (also in wie großen Schritten) und innerhalb von welchem Zeitraum Du abgesetzt hast und von welcher Ausgangsdosis Du gestartet bist? Das wäre super hilfreich und durch die anderen Fragen wurschteln wir uns dann gemeinsam durch, sobald Du etwas mehr Kraft hast.

Was meinst Du?


Liebe Grüße
Sneum
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Citalopram 20 mg von März 2009 bis Oktober 2014

Erster Absetzversuch Anfang 2012: 10 mg pro Woche. Kommentar Psychotherapeutin: "Absetzsymptome gibt es bei diesem Medikament nicht, Ihre Grunderkrankung ist noch da. Sie sind noch nicht so weit."

Zweiter Absetzversuch Anfang 2013: von 1 Tablette auf eine 3/4 Tablette, 2 Wochen gehalten, dann auf 1/2 reduziert. Starke Entzugserscheinungen. Psychotherapeutin nach einem Jahr wieder konsultiert. Dieselbe Antwort wie 2013: "Das ist die Grunderkrankung!"

Bis 12.10.14: 20 mg

12.10.14 --- 18,5 mg Keine Symptome
12.11.14 --- 17,0 mg Keine Symptome
12.12.14 --- 15,5 mg Keine Symptome
12.01.15 --- 14,0 mg Keine Symptome
12.02.15 --- 12,5 mg Keine Symptome
12.03.15 --- 11,0 mg Erste Symptome: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Konzentrationsschwäche, Grübeln, Stimmungsschwankungen, sinkendes Selbstwertgefühl. Aber aushaltbar. Habe es nicht mit dem Absetzen in Verbindung gebracht.
01.05.15 --- 10,0 mg Massive Symptome: Wattegefühl,Benommenheit, fast jeden Tag weinen, starke Traurigkeit, Angst, Gefühl von absoluter Wertlosigkeit Gefühl von "nicht mehr da sein wollen", Beklemmung, migräneartige Kopfschmerzen.
08.05.15 hochdosiert auf 12,1 mg, aber durch unterschiedliches Tablettengewicht gedacht, ich habe nur auf 11,4 hochdosiert. Deutlich besser als unter 10,0 mg. Stimmung stabiler, Zuversicht zurück.
04.06.15 Umstieg auf Wassermethode. Dabei versehentlich reduziert von 12,1 auf reelle 11,4 mg. Panik, Benommenheit, depressive Gefühle, Angst, Mutlosigkeit, Weltuntergangsstimmung.
09.06.15 aufdosiert auf 11,7 mg. Kurz war's gut, dann wurde es richtig schlimm
20.06.15 aufdosiert auf 11,9 mg.
19.07.15 0,1 ml abdosiert. Nur für das Gefühl, nicht stehengeblieben zu sein.
21.-25.07.15 täglich 0,1 ml abdosiert. Nachdem es super klappte, am 26.07. dann plötzliche Verschlechterung. Fazit: Blöde Idee.
27.07.2015 0,2 ml wieder hochdosiert.
02.08.2015 Leider nochmal aufdosiert. Symptome ließen einen normalen Arbeitsalltag nicht zu. Aktuell: 20,3 ml weg, 29,7 ml to go.
Mitte Oktober-Mitte November Gescheiterter Versuch mit NEMS und Akupunktur
09.11.15 Umstieg von Wasserlösmethode zurück auf Wiegemethode. Keine Probleme. (unglaublich aber wahr).
02.03.15 Der Februar war nicht gut, da viele unschöne Dinge passiert sind. Das einzige Fenster dauerte gerade mal 6 Tage. Bin deprimiert und kraftlos und frage mich, ob und wie ich das alles jemals schaffen soll.

Seit Ende November 2015: ? mg. Mein Partner hat das Abwiegen für mich übernommen und reduziert ohne, dass ich davon etwas weiß. Daher kann ich nicht sagen, auf wie viel mg ich aktuell bin. Kann den Tag kaum erwarten, an dem er mir sagen wird: "Du hast es geschafft, Du bist jetzt 2 Monate auf Null!"

März 2017: seit dem 1. Märzwochenende bestehendes Grippegefühl + Deprimiertheit

Update 26.04.2017 Das Grippegefühl dauerte mehrer Tage, die miese Stimmung auch. Seither ist es ziemlich ok und ich habe mein Ziel wieder fest vor Augen.

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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Samstag, 29.08.15, 13:15

Hallo liebe Sneum,

vielen Dank für Deine Hilfe, ich lebe nun von Stunde zu Stund und kämpfe mich durch. Ich kann jedoch z.Z. schwer beginnen meine Geschichte hier niederzuschreiben, da meine Gedanken sich immmer wieder verselbstständigen und ich mich durch die beschäftigung meiner Geschichte mit Pychopharmerka einnahme verlieren würde. Sie beginnt ja schon, wenn man es genauer betrachtet schon in meiner Kindheit und Ad´s nehme ich schon seit 1990 in dem Dreh.

Ich bin seit März 2015 ohne und habe mir für dieses Jahr das Limet gesetzt, es auch zu bleiben, komme was da wolle. Doch wird es nicht besser muss ich wohl oder übel wieder etwas nehmen, denn so ist das kein Leben mehr.

Ich hoffe für mich, ich schaffe es bald mich mal mehr auf eine Sache, nämlich meine zu fokosieren und mich hier einbringen zu könnnen.

Lg
stubi
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Kimeta » Samstag, 29.08.15, 14:09

Hallo Stubi,

Du nimmst also seit ca. 25 Jahren Antidepressiva und hast im März Sertralin abgesetzt. Hattest Du seit ca. Oktober 2014 nur noch Sertralin genommen oder auch andere Medikamente?

Dir geht es momentan sehr, sehr schlecht. Sind das Deine alten Symptome oder sind es neue?

Schreib einfach nur kurz die Antworten auf, ohne groß zu formulieren. Wir brauchen Informationen. Nur so können Dich unsere Moderatorinnen individuell beraten.

Ich hoffe, dass Du Dich bald etwas besser fühlst!!

Viele Grüße,
Kimeta
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Samstag, 03.03.18, 11:40

Hallo ihr Lieben,

Ich habe mich nun doch entschieden hier zuschreiben da ich mich in einer ganz schlimmen für mich Situation befinde.

Es geht mir seelisch so bescheiden das ich mittlerweile sprichwörtlich auf dem Zahnfleisch gehe.
Ich weiß mir keinen Rat und fühle mich so unwohl und könnte nur noch heulen vor seelischen Schmerzen. Nun ich weiß mir keinen Rat, ich Frage mich auch ernsthaft ob dies mein Suchtgedächtnis sein kann das mich maltretiert, ob das nun AD oder Alkohol ist.

Seit dem 27. Juni 2012 trinke ich keinen Alkohol und seit dem 15. Februar 2013 kein Nikotin und seit einer März 2015 kein Sertralin 100 und mitte Mai kein Fleisch mehr.

Ich Frage mich nun ernsthaft ob das nicht zuviel des guten gewesen ist und ich mich schlicht und ich mich einfach überfordert habe und meine Psyche jetzt vollends zusammen bricht.

So fühle ich mich und ich kann einfach nicht mehr, doch ich krieche weiter und tue mein bestes um überleben zu können.

Liebe Grüße
Stubi
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Bittchen » Samstag, 03.03.18, 12:27

Liebe Renate,
ich habe im Moment wenig Zeit dir zu antworten.
Bis später!

LG Brigitte
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Bittchen
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Bittchen » Samstag, 03.03.18, 15:18

Liebe Renate,

zuerst möchte ich dir ganz herzlich gratulieren.
Du hast es geschafft dich von 2 lebensgefährlichen Süchten zu befreien.
Das war eine ganz große Leistung.
Leider kann ich nicht beurteilen was bei dir so im Moment aktiv ist.

Das Suchtgedächtnis,der Entzug von Sertralin oder ob du tatsächlich noch in einer Depression bist,warum auch immer,das ist schwierig zu beurteilen.
Das du Vegetarierin geworden bist, sehe ich als hilfreich an.
Gehst du in eine Selbsthilfegruppe wegen deiner Suchterkrankung ?
Das war für mich sehr wichtig,ohne die Begleitung von AA Freunden hätte ich nicht trocken bleiben können.
Aber jede Gruppe ist OK,das kann nur jeder für sich selbst entscheiden wo er oder sie sich wohl fühlt.

Bei mir war der Nikotinentzug sehr heftig vor drei Jahren und ich bin in eine schwere depressive Phase geraten.
Da habe ich noch 20mg Es-Citalopram genommen.
Mein Stoffwechsel hat sich dann total verändert und die Nebenwirkungen wurden immer stärker.
Suchtbewältigung ist für den Körper enormer Stress.
Nach einer Reha 2016 ,die mir nur kurz und sehr begrenzt geholfen hat,beschloss ich die Medikamente auszuschleichen.
Nachdem ich mich sehr viel mit den Auswirkungen der ADs beschäftigt hatte,informierte ich meinen ärztl.Psychologen und machte doch viele Fehler,
weil ich viel zu schnell vor ging.
Ich ging viel langsamer vor, wie er mir empfohlen hatte und ich sollte nur bis auf 5 mg abdosieren.
Diese Dosis sollte ich unbedingt beibehalten.

Da soll mir doch einer erzählen,die Ärzte wüssten nicht wie schwer es ist, das Zeug wieder los zu werden ?
Die letzten 10 Jahre bin ich nie richtig raus gekommen aus der Depression.
Immer Mal kurze ,bessere Phasen aber überwiegend ging es mir nicht gut oder sehr schlecht.
Allerdings hatten sich auch sehr schwere Probleme in meinem Leben ergeben.
Bis vor drei Jahren musste ich noch täglich um das Leben meiner jüngsten Tochter bangen.
Das war bei meiner Vorgeschichte eine Horrorvorstellung,da ich aus meiner Jugend noch traumatisiert bin.
Das hat sich GsD zum Guten gewendet,aber diese Angst werde ich wohl nicht mehr ganz verlieren.

Auch jetzt noch habe ich noch viele Belastungen,aber in ganz anderer Form und auch bedrohlich.
Da versuche ich so gut wie möglich mit umzugehen.
Nur eins weiß ich zu 100 %tig, Alkohol,Nikotin oder PP werden mir nicht helfen meine Probleme zu lösen.
Das habe ich verinnerlicht.
Mir hilft nur, Tag für Tag weiter zu machen und mein Leben so gut wie möglich, unter diesen Umständen, zu gestalten.
Natürlich vorsuche ich gut für mich zu sorgen ,mit positiven Aktivitäten,auch wenn sie noch so kurz sind.
Mit etwas Bewegung,wenn ich nicht raus kann,mache ich 10 Min Übungen auf meinem Trampolin.
Achtsamkeitsübungen und Meditation habe ich auch gelernt und wende das fast täglich an.

Schreiben und lesen trainiert meine Konzentration und ich kümmer mich erneut um eine Psychotherapie.
Trotzdem ist mein Alltag beschwerlich und ich bin nicht sehr belastbar und brauche viel Ruhe.
Das nehme ich so an und hoffe dass der Frühling mir mehr Erleichterung bringt.
Trotzdem will ich auch erwähnen,dass es schon viel schlimmer war und gar nichts mehr ging.
Nur im Bett blieb ich bis jetzt nie,das habe ich noch immer geschafft und wenn es nur bis zum Sofa im Wohnzimmer war.

Aber ich habe auch Glück,42 Jahre überwiegend glücklich verheiratet,wer sagt er war immer glücklich in so einer langen Ehe,der kann nicht die Wahrheit sagen.
Drei Töchter ,einen netten Schwiegersohn und zwei tolle Enkel.
Das ist meine Motivation nicht aufzugeben.
Liebe Renate,ich habe jetzt viel von mir erzählt,damit habe ich kein Problem,denn ich tue niemanden was Böses.
Manchmal ist es ein langer Weg,bis man heraus findet wie der Weg ans Licht geht.
Das meine ich wörtlich und nicht esoterisch.

Das Team hier wird dir bestimmt noch medizinisch besser beistehen können.
Du wirst nicht zusammen brechen,denn wer das geschafft hat wie du und ich,der ist sehr stark.
Das darfst du mir wirklich glauben.

Alles Liebe für dich und eine herzliche Umarmung.
Gute 24 Stunden !!!
Brigitte
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mückestubiJofabpadma
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
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Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
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3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


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Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Samstag, 03.03.18, 20:24

Liebe Brigitte,

vielen Dank für deine warmen Worte und für dein Verständnis für mich. Schon Katharina meinte ich soll endlich anfangen über mich und meinen Kummer zu schreiben. Ich tue mich damit sehr schwer, denn ich bin das eigentlich nicht gewohnt über mein schlechtes Befinden gegenüber anderen zu berichten.

Mir geht es heute wieder ganz schlecht und die Depression hat mich wieder ganz fest am Wickel.

So dünnhäutig wie ein rohes Ei zu sein, ist so unheimlich schmerzhaft und ich habe schon bald keine Kraft mehr dies zu ertragen.

So halte ich trotz alledem durch und warte auf den Tag wo alles überstanden ist und ich ein halbwegs normales Leben führen darf.

Es ist alles so schwer und ich liege hier und bin gefangen in dieser Hölle von unangenehmen Gefühlen und Emotionen.

Ich habe mich während meines Alkoholentzugs einer Selbsthilfegruppe angeschlossen, doch in den drei Jahren meiner Mitgliedschaft bei Kreuzbund ist außer Kaffeeklatsch und klugen Reden nichts nennenswertes bei mir angekommen.

Ich weiß genau wie du auch, das Alkohol, Nikotin und PP nicht zur Lösung meiner Probleme betragen.

Meine Ehe dauert heuer 36 Jahre und ich bin froh, dass mein Mann zu mir hält trotz alledem.

Du hast ja noch einiges mehr in deinem Päckchen und ich bewundere dich sehr wie du das alles schaffen kannst.Wo nimmst du bloß die Kraft dafür her dies alles durchzustehen, doch du schreibst das deine Kinder, Schwiegersohn, die Enkel und nicht zu vergessen dein Mann sehr am Leben halten.

Also medizinisch wird man bei mir nichts machen können, da ich ja schon im März 3 Jahre ohne SSRI bin und viel zu schnell abgesetzt habe.

Vielen lieben Dank für das zuhören, ich wünsche dir alles Gute du bist so eine liebe und hast nur das Beste verdient.

Herzlichst
Renate
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Bittchen » Sonntag, 04.03.18, 9:57

Liebe Renate ,

ohne Eigeninitiative wird es oft nicht besser.
Selbst Kaffeeklatsch ist besser,wie zu Hause auf dem Sofa.
Aber ich kann dich gut verstehen,ich habe mich nach 20 Jahren von meiner Gruppe getrennt,weil es nicht mehr gepasst hat.
Auch ich hänge oft durch und bin zu nichts zu gebrauchen,das ist bei einer depressiven Störung so.
Es kommt auch auf den momentanen Schweregrad an.
Mir helfen da nur die ganz kleinen Schritte.

Mich über Selbstverständlichkeiten wie duschen,saubere Kleidung und Zähne putzen zu loben,ist schon ein Anfang.
Wenn das klappt,ist das schon sehr viel.
Es wird selbst unter Depressiven nicht gerne zu gegeben ,wie wenig manchmal noch geht.
Um die Motivation immer wieder weiter machen zu können,hilft nur reden.
Auch die kleine Aktivitäten registrieren und ganz kleine Ziele setzen.
Suchtkrankheiten sind sehr schwere Krankheiten,da trifft uns keine Schuld.
Genauso wenig wie uns an der depressiven Störung eine Schuld trifft.
Die Akzeptanz erkrankt zu sein, ist das wichtigste überhaupt und der erste Schritt sich selbst helfen zu können.
Das fatale ist,wir schämen uns,da die Stigmatisierung noch so stark verbreitet ist.

Ich habe viele Selbsthilfebücher.
Sehr gut gefallen mir die Bücher von Josef Giger-Büttler.
Im Moment lese ich wieder"Jetzt geht es um mich ."
Aber ich finde sie alle vier gut!
Der Autor ist Psychotherapeut und hält von Medikamenten gar nichts.
Wenn du es schaffst dich zu konzentrieren und zu lesen,dann ist das auch eine positive Aktivität.
Auch eine Psychotherapie kann hilfreich sein,wenn es passt.
Da mache ich erneut einen Versuch,vielleicht habe ich Glück.

Es gibt viele Wege,aber sich selbst gegenüber ehrlich zu sein und immer wieder reden,ist nach meiner Meinung das Wichtigste.
Ein erster sehr positiver Schritt ist,dass du dich hier austauschen kannst und wirklich sehr einfühlsame Beiträge schreibst.
Wenn dein Mann bei dir ist,wird das gute Gründe haben,die du bei dir selbst finden kannst.

Alles Liebe für dich und tue dir sehr viel Gutes.
Einen erträglichen Sonntag
und herzliche Grüße
Brigitte

PS.Jetzt gehe ich unter die Dusche und dann werde ich heute noch was leckeres kochen.
Lust habe ich nicht,aber ich mache es,grrr.
Mittags mache ich Meditation,da schlafe ich oft etwas ein.
Auch meine Übungen auf dem Trampolin mache ich wieder.
Raus gehen fällt mir immer noch schwer,da habe ich Dienstag einen Termin zum Frauenfrühstück,den will ich unbedingt schaffen.
Mein Morgen ist auch oft sehr anstrengend darum bin ich dann hier,um mich nicht mit TV berieseln zu lassen.
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


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Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Sonntag, 04.03.18, 12:05

Liebe Brigitte, :hug:

vielen Dank für deinen Tipp von Josef Giger- Büttler ich werde mir auch das Buch bestellen, nun habe ich auch sehr, sehr viele Selbsthilfebücher, doch ich bin immer auf der Suche um mir auf die Sprünge zu helfen.

Das mit der Selbsthilfegruppe ging einfach nicht mehr, denn da war eine Frau die hatte nur über sich selbst gesprochen und zwar über ihren an ihren Parkison erkrankten Ehemann. Die Leiter waren meiner Meinung nach unfähig, diese Gruppe zu leiten und unterstützende Hilfe kam meiner Meinung nach nicht. Doch ich konnte nicht außerhalb nach einer geeigneten Gruppe suchen, da ich starke Ängste habe unter Menschen zugehen.

Doch ich habe bis heute mein bestes getan, um nicht ganz in dem Sumpf zu versinken. Ich bin sehr empfindlich gegenüber meinen Mitmenschen, was man mir jedoch nicht ansieht. Ich trage meine Maske perfekt um meine inneren Zustände zu verbergen, das ist aber den Zustand Depression geschuldet wie ich schon gelesen habe.

Das was du schreibst, kann ich zu hundert % unterschreiben, nur wenn man sich gerade im Sumpf befindet, braucht man eine liebevolle Unterstützung, die einen das wieder ins Bewusstsein bringt. Ich danke dir sehr für die Beschreibung, was alles wichtig ist, nämlich sich immer wieder zu motivieren und loben, für das was man eigentlich leistet trotz dieser Krankheit. Obwohl dieser oben genannte Autor meint, dass Depressionen keine Krankheit sind, nun ich werde darüber lesen und mir mein eigenes Bild machen.

Ich danke dir sehr für deine liebevolle Unterstützung und wünsche dir von Herzen alles Gute und viel Erfolg bei deinen Vorhaben zurück aus der Dunkelheit ins Licht zukehren.

Einen wunderschönen sonnigen Sonntag Dir und all den anderen Foris hier.

Liebe grüße
Renate
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Anikke » Sonntag, 04.03.18, 15:45

liebe Renate,
ich kann dich gut verstehen- mir geht es heute auch gar nicht gut..
ich finde du hast sehr vieles gutes für dich geschafft!
ich habe vor Jahren aufgehört zu rauchen, und mir fällt es gerade wie Schuppen von den Augen, ich dachte es sei sehr leicht gewesen, aber ich war danach jahrelang psychisch sehr instabil und mein Immunsystem war quasi nicht mehr vorhanden. nach 4-5 Jahren wurde es sehr langsam besser.
du schreibst du isst seit einiger Zeit kein Fleisch mehr, da fielen mir gleich b-vitamine ein und Eisen, weißt du ob du genügend aufnimmst mit deiner Ernährung?
wenn du etwas einnimmst, bitte vorsichtig testen, es wird ja oft schlecht vertragen.
ich ernähre mich vegetarisch und nehme täglich Vitamin b12 ein. Eisen vertrage ich leider nicht, aber ich glaube es wäre gut für mich..
ach ja und ich nehme Vitamin d3 Öl, habe mit einem tropfen gestartet und nehme jetzt ca 3 tropfen täglich, das tut mir gut..
ich hoffe ich habe dich jetzt nicht zugequatscht.. ich wünsche dir dass du dir gutes tun und aus diesen schlimmen Gefühlen herausfinden kannst.
liebe grüße anikke
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Sonntag, 04.03.18, 16:27

Liebe Anikke,

vielen Dank für deine liebe Antwort und es tut mir leid das es dir auch nicht gut geht.

Ja das stimmt schon ich habe schon viel geschafft, doch ich fühle mich überhaupt nicht wohl dabei. Dabei dachte ich wenn ich das alles schaffe, dann wird es mir hinterher besser gehen, doch das ist bis heute ein Trugschluss.

Aus meiner Haut kann ich nicht und ich bin wie ich bin. Doch ich gebe die Hoffnung nicht auf, obwohl ich schon ziemlich mürbe bin, besonders wenn ich mich fühle wie zurzeit.

Heuer werden es 3 Jahre das ich Vegetarierin aus ethischen Gründen bin und ich nehme Vitamin B12, Magnesium und hochdosiertes Omega 3 und ich denke ich vertrage das gut, Vitamin D jedoch nehme ich nicht, vieleicht sollte ich das auch Mal probieren, doch jetzt kommt ja hoffentlich wieder die Sonne verstärkt zurück und das soll ja auch ganz gut sein.

Es hat mich sehr gefreut, dass du dich hier bei mir gemeldet und mir geschrieben hast, dass finde ich lieb von dir. Dankeschön dafür <3

Ich wünsche auch dir alles Gute mit viel Sonnenschein im Herzen.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Bittchen » Sonntag, 18.03.18, 10:42

Liebe Renate,

Ich möchte dir liebe Grüße senden.
Im Moment bin ich die Kellertreppe wieder hoch gekrabbelt und genieße das sehr.
Das wünsche ich dir auch von ganzem Herzen ,dir wird es auch wieder besser gehen.
Tue dir ganz viel Gutes und überforder dich nicht.
Die Zeit ist dabei ein wichtiger Faktor.
Auch wenn der Autor schreibt,Depressionen sind keine Krankheit,das Gefühl schwer krank zu sein, erkennt er aber an!!!
Die Fachleute sprechen von einer Störung,das Kind muss ja einen Namen haben.
Nur eins weiß ich sehr gut,Pillen helfen da nicht.

Alles erdenklich Gute für dich und vielleicht siehst du auch immer Mal das Licht am Ende des Tunnels und es zaubert dir ein echtes Lachen ins Gesicht.

Deine Brigitte
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Sonntag, 18.03.18, 10:46

Hallo,

mir geht es sehr schlecht und ich fühle mich wie fest zu einem Paket verschnürt.
Kaum das ich atmen kann und so leer, hilflos und einsam.
So empfindlich und verletzlich, starr und unbeweglich nicht in der Lage etwas für mich zu tun.
In meiner Welt ist alles so kalt und hoffnungslos, was ich auch unternehme, es geht alles schief.

Streit mit meinem Mann durch meine Empfindlichkeit nur noch Missverständnise und ich möchte auf und davon, nur nicht wissend wohin und zu wem?

Jetzt fällt es mir sehr schwer zuglauben, dass es wieder gut werden kann.

Puh, es ist fast grausam mit solchen Gefühlen überleben zu müssen und doch es muss sein, was kann mir helfen? Medikamente nicht und alles andere ist eingefroren in mir, totale Bewegungslosikeit.

Ich würde so gerne mein Leben genießen, doch ich weiß nicht wie?

Eine traurige stubi.

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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Sonntag, 18.03.18, 11:04

Liebe Brigitte,

Ich habe gerade deine liebe Nachricht an mich gelesen und es hat mir gut getan,vielen Dank das du an mich denkst.
Es freut mich das es einen Lichtblick in deinem Leben hast, du hast es ja so verdient.

Ja das Buch ist jetzt sehr schwer für mich zu lesen, gerade in meinem jetzigen Zustand, diese Hoffnungslosigkeit macht mir sehr zu schaffen.

Ich würde mich jetzt gerne irgendwie beteuben, doch ich weiß das ich das nicht darf, denn meine Alkoholsucht würde keine einmalige Sache zulassen.

So wird mir nichts anderes übrig bleiben als diesen Zustand auszuhalten und auf Besserung hoffen, doch bei meinen bisherigen Erfahrungen wird es wohl noch schlimmer werden.

Ich wünsche dir, dass dein Zustand für immer anhalten möge.

Einen schönen Sonntag :hug:

Deine Renate

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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von padma » Dienstag, 20.03.18, 22:22

liebe Renate, :)

ich lasse dir einen Trostknuddler da. :hug:

Es tut mir leid zu hören, dass du es so schwer hast. Versuche darauf zu vertrauen, dass es dir wieder besser gehen wird. Auch wenn es sich gerade gar nicht danach anfühlt, so gehen diese schlimmen Zustände doch auch wieder vorbei.

Hoffnungslosigkeit ist schwer auszuhalten. Bestimmt gibt es in dir irgendwo ein kleiner Samen Hoffnung, den kannst du giessen und pflegen, damit eine schöne starke Pflanze daraus entsteht.

liebe Grüsse,
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von stubi » Freitag, 23.03.18, 21:39

Liebe padma,

vielen Dank für deinen Trostknuddler das tut gut und kann ich gebrauchen.

Ich werde weiterhin kämpfen, es bleibt ja nichts anderes übrig.

Ich hoffe das es uns allen bald einmal besser gehen wird.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Stubi: Sertralin abgesetzt

Beitrag von Petunia » Samstag, 24.03.18, 11:41

Liebe Renate,

Eben erst habe ich Deinen Thread entdeckt und möchte Dir schreiben, dass ich ganz viel an Dich denke. Du hast mir schon so viel einfühlsames und tröstliches geschrieben und das vergesse ich nicht.

Es tut mir so leid, dass Du auch so viel kämpfen musst. Das ist sehr hart. Wir dürfen nicht aufhören daran zu glauben, dass es auch wieder besser wird.

Diese Starre und Unbeweglichkeit kenne ich mittlerweile auch zur Genüge. Das ist schon quälend.

Ich möchte Dich einfach mal fest umarmen und wünsche Dir von Herzen, dass es Dir bald wieder besser geht. Wir halten durch! Jede Depression geht vorbei, heisst es überall.

Ganz liebe Grüße Beate
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