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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
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Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von reddie » Montag, 31.12.18, 17:28

Liebe Beate,

ich wünsche dir Erleichterung und ein besseres Ankommen im Neuen Jahr und vor allem zu Hause!

Manchmal denke ich, Gott hat mit uns was ganz Großes vor, so wie er uns prüft.

Ich drück Dich. Die, die sich dort um dich kümmern, können es nicht verstehen. Das könnten sie nur, wenn sie es selbst erlebt hätten.

Bin heute auch alleine und das Fernsehprogramm ist mau, naja vielleicht kommt ja eine Doku. Das beruhigt mich immer etwas.

Beten wir für ein wenig inneren Frieden. <3

Alles Liebe
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Rosenrot » Montag, 31.12.18, 18:20

Liebe Beate,

ich wünsche dir für das neue Jahr viele große und kleine Genesungsschritte!

Du machst das bislang alles so großartig und ich wünsche dir, dass du weiterhin hoffnungsvoll deinen Weg beschreiten kannst. :hug:

Gute Heimfahrt morgen und ein glückliches Ankommen in den eigenen vier Wänden.

Ganz liebe Grüße
Rosenrot
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Montag, 31.12.18, 18:37

Ihr Lieben,

Ich freue mich so sehr über Eure tröstenden Worte und guten Wünsche. Danke!

Auch Euch wünsche ich, dass 2019 ein besseres Jahr wird und sie Symptome zurückgehen oder besser verschwinden.

Ihr seid immer in meinem Herzen, und ich möchte Euch danken für Eure so warmherzige und aufrichtige Empathie und Unterstützung, die Ihr mir immer wieder vermittelt. Das bedeutet mir sehr, sehr viel.

Fühlt Euch umarmt. Trotz allem hab ich auch eine Schulter für Euch, wenn Ihr sie braucht.

Vielen lieben Dank auch an das großartige Team. Ihr leistet unglaubliches, trotz Eurer eigenen Beschwerden.

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Dienstag, 01.01.19, 8:29

Guten Morgen, Ihr Lieben,

Ich wünsche Euch allen ein gutes neues Jahr und hoffe, dass Ihr gut reingekommen seid.

Meine Sachen sind gepackt, ich habe gefrühstückt und bin ein wenig im Zimmer umhergegangen. Habe einen Angstzustand, von dem ich nicht weiß, wie ich ihn bewältigen soll. Ganz schlimm!

Um 6 bin ich aufgewacht nach ca. 3 Stunden Schlaf. Die Knallerei war sehr intensiv hier.

Die Angst und der schlimme Zustand im Kopf waren gleich da. Ich habe mich selbst so gut es eben ging ein wenig massiert und ausgestrichen.
Die Zeit so erstmal überbrückt, bis das Frühstück kam.

Nach dem Frühstück schnellt der Blutdruck rauf wie verrückt und dann bordet die Panik schier über. Ich hab kein Mittel dagegen.

Heute denke ich, ich kann überhaupt nicht mehr alleine wohnen, weil ich einfach nicht mehr klar komme. Mein Körper macht, was er will, ich hab keine Kontrolle und alles macht mir solche Angst. Jetzt natürlich die Fahrt, aber im Prinzip das ganze Leben.
Es ist, als sei ich durch und durch traumatisiert. Es kommen nur die Erinnerungen an das, was mir in den letzten zwei Jahren passiert ist und davor auch.

Wie ich das verarbeiten und wegstecken soll, weiß ich nicht. Mir fehlt eine zuverlässige und verständige begleitende Therapie. Jemand, dem ich mich wirklich öffnen kann, auf den ich mich einlassen kann. Ohne Angst in die Psychiatrie geschickt zu werden, wenn ich sage, wie hoffnungslos und unfähig ich mich fühle.

Vor allem aber will ich mich nicht mehr körperlich so entsetzlich fühlen müssen. Es könnte ja wirklich alles gut sein. Ich hab eine Wohnung, die Nachbarn, neue Freunde seit der Klosterklinik, meine Tiere.

Dennoch, es funktioniert nicht. Ich bin zu nichts imstande. Ihr geht doch alle raus. Und ich kann das nicht mehr. Nicht einmal in der Wohnung kann ich mich frei und ungezwungen bewegen.
Kreuz und quer schießt es mir ständig durch den Kopf. Den ganzen Tag. Was ist das, was das macht?

Hätte ich doch nur die Fahrt schon hinter mir.

Völlig verkorkst fühle ich mich. Im Moment habe ich vor Augen, wie mein Ex mir den Rotwein ins Gesicht gekippt hat. Ich muss immer noch heulen, wenn ich daran denke. So entwertend und demütigend war das für mich.
Allein davon erhole ich mich nicht, geschweige denn von dem, was danach passiert ist.

Ich sollte irgendwie einen sicheren Ort in mir selbst finden. Das ist aber schwer, wenn der Körper so tobt.

Der Fels, der ich tatsächlich große Teile meines Lebens war, ist während meiner Ehe zerstört worden. Ich war nie richtig, ebenso wie im Elternhaus nicht

Wie kann man sowas loslassen und heilen? Dass ich wieder meine Selbstsicherheit und Vertrauen und Kraft zurückbekomme?

Das ist das seelische in mir gerade.

Ich wünsche mir so sehr mein Leben zurück.
Aber ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll.
Kann mich kaum auf den Beinen halten. Aber ich werde wieder versuchen, mich eisern zusammenzureißen und einigermaßen normal zu wirken. Was in dieser starken Angst sehr, sehr schwer ist.

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Dienstag, 01.01.19, 9:38

Liebe Beate,

ich wünsche dir auch ein gutes neues Jahr, in dem sich vielleicht doch einiges verbessern wird.
Petunia hat geschrieben:
Dienstag, 01.01.19, 8:29
Es ist, als sei ich durch und durch traumatisiert. Es kommen nur die Erinnerungen an das, was mir in den letzten zwei Jahren passiert ist und davor auch.
Wie ich das verarbeiten und wegstecken soll, weiß ich nicht. Mir fehlt eine zuverlässige und verständige begleitende Therapie.
Ich glaube, daß diese Erinnerungen nur an Schlechtes mit dem Entzug zu tun haben.
An guten Abendenden merke ich, daß ich die Dinge anders empfinde und auch nicht so sehr in schwarzen Gedanken
gefangen bin.

Ich werde auch nur von negativen Gedanken beherrscht, auf die ich genauso wenig Einfluss habe wie auf die Gefühle.

Ich vermute, all das wird vom gestörten Alarmsystem verursacht, welches eine permanente Gefahrensituation
"vorgaukelt".
Ich weiß - das tröstet nur wenig.

Ich hoffe, daß du die Heimfahrt gut überstehst.

Alles Liebe
Ilse
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 01.01.19, 10:08

Guten Tag, liebe Beate, da bin auch ich wieder!

Hier war die Knallerei auch übel, ich war im Bett und konnte trotzdem paar Stündchen schlafen. Jetzt habe ich schon meinen Eltern Kerzen auf den Friedhof gebracht.

Du hast vollkommen recht: ich bin auch ziemlich eingeschränkt, aber ich kann natürlich raus!

Jetzt ruhe ich schon wieder aus, aber das macht ja nichts. Nichtmal einen Kater habe ich, wovon auch.

Je schlechter es mir körperlich ging/geht, je mehr ich eingeschränkt bin, desto hoffnungsloser sind auch meine Gedanken, desto größer meine Angst.

Ich habe keine Ahnung, wie ich das durch positive Gedanken beeinflussen sollte. Leider kam es für mich schlimmer, als ich es je vermutet habe :( .
Ich bekomme wirklich nur Akzeptanz hin, aber keine positiven Gedanken, mit denen ich mir selbst etwas vormachen könnte.

Eine einfühlsame Therapie stelle ich mir hilfreich vor, wenn man großen Redebedarf hat.
Ich habe niemanden zum Reden, also nicht über diese Probleme hier, aber ich finde das nicht schlimm.
Die Strategien, die mir in Therapien angeboten wurden, waren für mich nicht hilfreich. Außer die Strategie der Akzeptanz und die, das Beste aus dem Rest versuchen zu machen. Das versuche ich Tag für Tag!

Ich habe ähnliche Erlebnisse wie "Rotwein in's Gesicht kippen", aber ich denke nur noch ganz selten daran. Jetzt ist ein anderes Leben.

Ich hoffe sehr, Du erfährst mehr körperliche Heilung, denn dann fühlt sich auch für Dich das Leben nicht mehr so furchtbar an, wirst sehen.

Alles Gute und VG von Clarissa.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Britsch » Dienstag, 01.01.19, 10:36

Liebe Beate,

neben meinem vollen Mitgefühl für Dein schweres Leid möchte ich Dir meine Gedanken dazu schreiben, auch wenn Du das wahrscheinlich selbst weißt. Manchmal kann man aber den klaren Blick sozusagen von außen auf eine Situation verlieren, mir passiert das jedenfalls immer wieder.

Ich denke, bei Dir kommen drei Dinge zusammen:

Eine sicher schwere Traumatisierung, die durch den Wegfall des „Schutzes“ durch PP in ihrer ganzen Stärke gespürt wird

Die körperlichen Probleme durch die Erkrankung der HWS und der daraus resultierenden Operation

Die Symptome durch den Entzug.

Wahrscheinlich verstärken diese Faktoren sich immer wieder gegenseitig.

Leider fehlt mir die Kompetenz für eine Idee, um aus diesem Schlamassel raus zu kommen. Vielleicht muss man dieses Gesamtpaket aufdröseln und an einer Ecke anfangen, die Dinge zu bearbeiten - jedenfalls die Probleme, auf die Du überhaupt einen Einfluss hast.

Für den Körper könnte ich mir eine fundierte osteopathische Behandlung vorstellen.

Wenn es dem Körper dann besser geht, kannst Du vielleicht mit therapeutischer Hilfe auf Deine Traumata schauen.

Die Entzugssymptome lassen sich ja leider kaum beeinflussen. Aber vielleicht bessern die sich ja auch, wenn Deine Gesamtsituation nicht mehr so schlecht ist.

Bitte fasse meine Gedanken nicht als Besserwisserei auf. Beim Lesen Deines letzten Posts haben sich diese Gedanken aber förmlich aufgedrängt, und deshalb schreibe ich sie hier auf.

Liebe Beate, ich hoffe, Du kommst gut zu Hause an und kannst Dich ein wenig entspannen in Deiner vertrauten Umgebung. Und ganz sicher wirst Du dann auch wieder wissen, was Du tun kannst und was das Beste für Dich ist!

Ich wünsche Dir Frieden und Hoffnung und dann auch einen Zündfunken für Deinen Weg zurück ins Leben.

Herzliche Grüße
Brigitte (Britsch)
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1995 erstmals psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung mit Opipramol und Tavor. Damals wurde ich krank im Rahmen einer Ehekrise und dann Scheidung. Die genauen Dosierungeun und Einnahmezeiten erinnere ich nicht mehr. Nach einigen Jahren wurde ich umgestellt auf Amitriptylin, darunter massive Gewichtszunahme und Umstellung auf Sertralin 50 mg, zeitweise ergänzt durch Trazodon und Mirtazapin. Innerhalb von ca. 10 Jahren 4 stationäre Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken. 2006 Erwerbsunfähigkeitsrente mit 56 Jahren. Ca. 2011 4 Wochen stationär in psychiatrischer Klinik wegen massiver Panikattacken und Einstellung auf 2 x 75 mg Lyrica und 50 mg Sertralin, ergänzt durch 1 mg Lorazepam bei Bedarf. Nach ca. 1 Jahr selbständiges Absetzen von Lyrica ohne Probleme. Seitdem 50 mg Sertralin plus Lorazepam bei Bedarf.
Anfang 2017 Ausschleichen von Sertralin wegen subjektiver Wirkungslosigkeit. Dosishalbierung alle 3-4 Wochen bis auf 12,5 mg ohne Symptome, Anfang März dann von 12,5 mg auf Null. Zunächst keine Symptome und psychisches Wohlbefinden. Erstmals Kopfschmerzen nach etwa 4-6 Wochen auf Null, dann immer neue und wechselnde Symptome wie Augenprobleme, Schwächegefühl, stundenlanges Weinen, Übelkeit, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelverhärtungen, Gesichts- und Kieferschmerzen, Kribbeln am Kopf und im Gesicht, dort auch Berührungsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit.
Seit 250.10.2017 Wiedereindosieren von 0,5 mg Sertralin Mylan Dura 50 mg mittels der Wasserlösemethode. Sehr rasche Symptombesserung, besonders die Angstgefühle und andere Neuroemotionen sind deutlich schwächer geworden.
Seit 20.12.2017 folgende Medikation:
0,6 mg Sertralin Aurobindo mittels Wasserlösemethode
47 mg Metoprolol
3 x 3 Tropfen Alpex CBD-Öl 5 %ig
2 x 2 Kapseln Bullrichs Heilerde
Damit bin ich - bis auf gelegentlichen Reflux und häufiges Frieren - beschwerdefrei.
Am 03.01.2018 hinzugefügt:
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3 K2 Öl
1 x 1 Kapsel Vitamin B12 Adenosylcobalamin 500 ug von Sunday Natural
2 x 1 Kapsel Magnesium Komplex a 950 mg
Von Sunday Natural.
Seit 19.01.2018:
0,75 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
4 Kapseln Darmflora plus select von Dr. Wolz
Alles andere habe ich nach erneuter heftiger Welle abgesetzt.
Medikation seit 30.01.2018:
1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Alle NEM abgesetzt.
Medikation seit 07.02.2018:
1,1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Medikation seit ca. Mitte Februar 2018:
1,3 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
2 x 6 Tropfen CBD-Öl 5%ig
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3/K2 Öl
500 ug Vitamin B12 Adenosylcobalamin
von Sunday Natural
2x200 mg Magnesium Glycinate Powder
von Vitalit
Seit 1.6.2018:
Reduzierung auf 1,2 mg Sertralin
Alles andere unverändert
Seit 11.07.2018:
0 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
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600 mg Magnesium
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Dienstag, 01.01.19, 11:38

Hallo!

Ich wünsche dir ein gutes, neues Jahr, mit Heilung und allem was dein Leben verbessert.

Und ich wünsche dir eine gute Heimfahrt und ein schönes Ankommen!


Auch wenn ich jetzt wieder gesteinigt werde, oder jemand wütend wird - es gibt das Buch "Die Prophezeiungen der Celestine!

Vielleicht kannst du es ja mal lesen - mir hat es in meinem Denken und meiner Anschauung sehr geholfen, vor allem WIE ih meine Gedanken formuliere.

GLG
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Dienstag, 01.01.19, 16:30

Liebe Beate,

meine Neujahrswünsche habe ich dir ja schon geschrieben und ich möchte immer und immer wiederholen, bitte gib die Hoffnung nicht auf, es wird auch für dich eine Heilung geben, da bin ich mir ganz ganz sicher.

Diese Hochphase der Ängste und Depressionen kenne ich auch und ich habe hier gelesen wie verrückt um zu lesen wann dieses Leiden endlich ein Ende haben wird.

Ich habe heute morgen schon eine E-Mail bekommen, die mir die Füsse unter den Boden weggezogen hat.
Mir wurde ein Link zugesandt der wirklich für mich grauenhaftes enthüllt hat und ich habe mit Abscheu gelesen, zu was Menschen und noch dazu Kinder fähig sein können.

Mein Herz war von Schmerz erfüllt und ich dachte, dass ich nun einen Rückfall bekomme und diese schmerzhaften Gefühle und Emotionen mich nun wieder endlos verfolgen werden.

Ich bin immer noch schockiert, doch ich kann auch andere Gedanken denken, ausser Aggression gegenüber diesen elenden Kreaturen, die diese schändliche Tat ausführten und Zorn gegenüber der Person die mir diesen Link gesendet hat, wohlwissend was für Gefühle diese Nachricht bei mir auslösen wird.
Doch ich bin nun wieder guten Mutes und kann bis jetzt den Tag gut leben.

Was ich dir damit sagen möchte liebe Beate, ich hätte nie gedacht dies nach meinem Absatztrauma möglich sein kann, denn ich habe früher immer gedacht solche seelischen Schmerzen nicht aushalten zu können und darüber nachgedacht, meinem Leben ein Ende zu setzen so schlimm war das alles für mich.

Also muss es Heilung sein und mein Gehirn beginnt sich zu erholen und schüttet nicht nur Panikmachende Hormone aus.

Liebe Beate, ich wünsche dir von Herzen, das diese Heilung endlich auch bei dir eintritt und du das Leben nicht mehr so fürchten musst.

Herzlichst
Deine Renate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Mittwoch, 02.01.19, 10:26

Guten Morgen, Ihr Lieben,

Ihr habt mir so lieb geschrieben, vielen, vielen Dank!

Im Moment kann ich einzeln darauf nicht eingehen. Eure Gedanken und Euer eigenes Erleben stützen mich aber sehr.

Die Fahrt gestern ging zum Glück flott, unter zwei Stunden. Nach einer Stunde hatte ich solche Schmerzen und seltsamen Gefühle im Kopf, dass ich mit gewünscht habe, der Taxifahrer fährt gegen einen Baum, Erlösung im irgendeiner Form.

Zum Glück brachte er mich aber sicher nach Hause.
Da lag ich dann erwartungsgemäß erstmal völlig flach. Nach zwei Stunden kamen meine Mutter und eine meiner Schwestern mit einer leckeren Gemüsesuppe, endlich mal was gesundes nach drei Wochen wenig schmackhafter Pampe.

Als sie wieder gefahren waren, kamen gleich die Kinder von oben. Später auch die Eltern. Sie haben mir noch eine nachträgliche Weihnachtsbescherung bereitet und wir haben gemeinsam bei mir gegessen und Wachs gegossen. Ich lag die ganze Zeit, aber das machte nichts. Ich konnte es wirklich genießen trotz der heftigen Beschwerden.
Innerlich wünschte ich mir, dass doch endlich diese Hölle in Kopf und Hals aufhören möge, es war so anstrengend. Dennoch war ich glücklich über den schönen Abend und darüber, dass ich fähig zu Freude und Genuß war.

Heute ist es wieder schlimm wie eh und jeh. Muss liegen. Jetzt ist meine Hilfe da und räumt auf und wäscht und hat mir einen feinen Obstteller hingestellt.

Was bin ich froh, endlich aus dieser Klinik raus zu sein! Von der Ferne betrachtet finde ich sie noch schrecklicher als ich es dort empfunden habe. Wahrscheinlich, weil ich dort völlig im Durchhaltemodus war und versucht habe, die Unaushaltbarkeit zu verdrängen.

Im Entlassbrief habe ich gesehen, dass mein Nüchternblutzucker bei der dortigen Blutuntersuchung zu hoch war. Nicht viel, 107, aber die hätten mir das doch sagen müssen oder nicht?

So muss ich dringend meine Ernährung überdenken und abnehmen. Diabetes will ich nicht auch noch kriegen!

Heute früh hatte ich endlich mal keinen stundenlangen Angstzustand. Nur das körperliche Elend. Das reicht auch. Ohne Angst ist aber einfach alles besser zu ertragen. Ich kann zwar nur liegen und heute nicht duschen, aber jetzt schau ich mal, wie es mir die nächsten Tage zu Hause so geht.

Vielleicht kann ich später ein bisschen herumgehen, damit ich die Bauchspritze vermeiden kann. Mein Bauch ist völlig blau davon.

Ich wünsche Euch einen annehmbaren Tag. Hier schneit es dicke und der Wind pfeift ums Haus. Da will eh keiner vor die Tür.

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Mittwoch, 02.01.19, 10:31

Liebe Beate, :hug:

ich bin froh das du die Fahrt einigermaßen überstanden hast und du so nett empfangen wurdest.

Ich wünsche dir alles Gute.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Rosenrot » Mittwoch, 02.01.19, 12:31

Liebe Beate,

danke für deinen schönen Bericht des gestrigen Tages. Das liest sich ja richtig gut.

Ich bin so froh, dass du wieder zu Hause bist und es dir psychisch besser geht. :hug: Jetzt kannst du dir den Tag in deinem Rhythmus und nach deinen Möglichkeiten gestalten.

Alles Liebe
Rosenrot
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 02.01.19, 14:08

Liebe Beate,

auch ich freue mich sehr, daß du gut wieder zuhause angekommen bist und so nett empfangen wurdest.
Und dich freuen und etwas genießen konntest.
Aber besonders freue ich mich, daß du keine Angstzustände hattest.

Alles Liebe
Ilse
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Leni » Mittwoch, 02.01.19, 15:28

Liebe Beate,

was du schreibst, klingt wie nach Hause kommen. Schön, dass Menschen aus deinem Umfeld für dich da waren.
Petunia hat geschrieben:
Mittwoch, 02.01.19, 10:26
So muss ich dringend meine Ernährung überdenken und abnehmen. Diabetes will ich nicht auch noch kriegen!
Ernährung spielt sicher eine Rolle, ich kann mir nur gar nicht vorstellen, dass du dich massenhaft von Fetten, Süßem und Alkohol ernährst. :wink:

Es gibt aber einen wissenschaftlich erwiesenen Zusammenhang zwischen nicht eingestellter HPU und dem Auftreten von Autoimmunerkrankungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich dein Blutzuckerspiegel wieder legt, wenn du die HPU eingestellt hast, ist ziemlich hoch.

Krankenhauskantinen verwenden auch mit Sicherheit keine Bio-Lebensmittel, dafür aber reichlich Zusatzstoffe. Für HPUler eine Katastrophe.

LG Leni
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 02.01.19, 16:45

Liebe Beate!

Schön, dass du gut zuhause angekommen bist und trotz allem einen schönen Abend hattest!

Das mit dem erhöhten BZ Spiegel hatte ih auch eine zeitlang als ich mirtabedingt zugenommen hatte, ich habe zwar nur ganz wenig zugenommen, aber bei meinen ursprünglich 45 kg, waren 10kg mehr schon viel.

Seitdem ich nun bei MIrta schon relativ weit unten bin, habe ich auch wieder abgenommen, und damit hat sich auch wieder der nühtern BZ Spiegel normalisiert. Knapp über 100 ist ja noch grade so in der Norm.

Ich denke dass sich der BZ Spiegel auch durch zuwenig Bewegung erhöht - und ich kann mich ja, genauso wie du jetzt, ganz wenig bewegen. Aber ich versuche zumindest immer ein wenig auf dem Heimtrainer und Stepper was zu machen.

Du wirst sehen, sobald du wieder etwas mehr Bewegung machen kannst, wird sich dein Gewicht wieder normalisieren und auch dein BZ Spiegel.

Alles Liebe und Gute! LG
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 04.01.19, 9:36

Guten Morgen, Ihr Lieben,

Vielen Dank für Eure lieben Nachrichten.

Heute früh war leider die Angst wieder da. Gestern Abend hat sie sich schon angekündigt, als ich mit den Nachbarn gemeinsam bei mir einen Film angeschaut habe. Äußerlich war alles gut, es war gemütlich und schön. Während des Films wurde aber mein körperlicher Zustand so schlimm, dass ich wieder dachte, ich sterbe gleich. Es war ein innerer Kampf gegen die Angst, nach außen konnte ich nichts sagen wegen der Kinder.

Vorgestern war ich auch nochmal angstfrei, hatte so lieben Besuch nachmittags. Es war anstrengend, ich konnte mich auch nicht aus dem Sessel bewegen und etwas anbieten, aber die Freude überwog.

Jetzt gerade ist es aber sehr schlimm. Kopf und Unterleib. Nachher kommt meine Kollegin und behandelt mich. Ich hoffe so, dass es hilft, habe aber gleichzeitig Angst vor heftiger Überreaktion, mit der ich dann den restlichen Tag allein verbringen muss.

Getriggert hat sicher zusätzlich eine schriftliche Nachricht meines Ex. Er hat mir ein Paket geschickt mit einem gerahmten Foto unserer Pferde, das ich ihm mal geschenkt habe. Sein Herz hinge nicht mehr dran. Außerdem schrieb er, mit Gram komme man nicht weiter, mit Liebe und Freude aber schon.

Rational denke ich natürlich schon, wie schwach ist das denn. Warum schmeisst er das Bild nicht einfach weg oder fragt vorher, ob ich es haben will.
Aber emotional hat mich das mehr getroffen als ich will. Ich empfinde es als sadistisch, mir sowas zu Weihnachten zu schicken und dann noch so einen belehrenden Satz. Zum Glück war ich auf Reha und habe das Paket erst vor zwei Tagen geöffnet.

Das ganze Trauma kommt wieder hoch in mir und ich kann mich nicht dagegen wehren. Ich will dem Kerl nicht diese Macht geben, mich so zu verletzen. Aber mein Körper antwortet mit verstärkten Symptomen. Daa passiert bei mir immer etwas zeitverzögert, nicht unmittelbar. Dann merke ich, dass ich psychisch schon schwer mitgenommen bin. Und dann ist das Alleinsein nicht so günstig.

Er hat ja gut reden, lebt gesund mit neuer Frau, und kann arbeiten und reisen, während ich Hilfe beim Duschen brauche, das Haus nicht verlassen und die Hunde nicht bei mir haben kann, üble Beschwerden aushalten und Pflegegrad und Schwerbehindertenausweis beantragen muss. Und so viel Liebe und Freude kann der nicht empfunden haben bei seiner Aktion. Schadenfreude vielleicht. Was denkt sich so jemand eigentlich dabei?

Das musste ich mir jetzt von der Seele schreiben. Vielleicht hilft es mir, das abzuhaken.

Ich wünsche Euch allen einen guten Tag

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Freitag, 04.01.19, 10:25

Guten Morgen liebe Beate,

ich bin entsetzt - dein Ex ist wirklich ein Sadist !

Selbst wenn er nicht nachvollziehen kann, wie schlimm es dir geht - ist es bösartig und verletzend !
Keine Ahnung, was ihn bewogen haben mag - es scheint ihn ja noch zu beschäftigen.

Und natürlich wühlt es alles wieder auf.
Ich hoffe, daß du wütend bist und es dir gelingt, es damit besser zu verarbeiten !
Jedenfalls brauchst du solch einem Menschen nicht nachtrauern !

Aber ich weiß - das sagt sich so leicht - dein Körper reagiert trotzdem.

Schade, daß die Angst jetzt wieder so schlimm ist. Ich sitze hier auch mit einem Gefühl wie "Magenschmerzen" und
kann nur dir schnell einen Gruß schicken.

Aber zwischendurch hattest du schöne Momente und konntest dich vor allem über deinen Besuch freuen !
Das ist doch toll.

Vielleicht wird es noch etwas besser heute.

Liebe Grüße
Ilse
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 05.01.19, 11:31

Liebe Ilse,

Ganz lieben Dank für Dein Mitgefühl. Leider nagt das alles immer noch in mir. Ich weiß nicht, wie man sowas los wird. Ich neige dazu, mich dafür zu verurteilen, aber das ist auch nicht hilfreich. Besser wohl nehme ich es hin, dass das jetzt so wehtut und so viel anderes hochkommt.

Auch ist mir nicht wirklich klar, weshalb ich mich hier nicht zu Hause fühlen kann. Und wo ich das überhaupt könnte. Ich werde hier heute und morgen eingeschneit, das gibt mir erst recht so ein eingesperrtes Gefühl.
Gut, dass ich auch einen Holzofen habe, dann behalte ich es auch dann warm, wenn der Strom ausfallen sollte, was hier immer mal passieren kann. Und zu essen ist auch genug da.

Die Angst ist da, größer noch die Verzweiflung, denn die Missempfindungen in Kopf und Nacken sind schier unerträglich. Ich höre Feueralarm und Martinshörner draußen und das triggert zusätzlich.

Wieso kann ich mich hier einfach nicht zu Hause fühlen? Es ist wie Exil. Dabei ist es gemütlich. Ich verstehe das nicht. Aber ich weiß auch nicht, wo ich mich überhaupt zu Hause fühlen könnte, wo ich doch eh immer wieder gehen muss.
Kann man es beschließen, sich zu Hause zu fühlen?
Als ich hierher gezogen bin, hab ich es noch geschafft mich einzurichten, hab Möbel bestellt, bin im Baumarkt gewesen, das ging da noch, obwohl es mir auch dreckig ging und ich mich wie im falschen Film fühlte, nach der Psychiatrie und überhaupt.

Jetzt geht so gar nichts. Außer das allernötigste. Toilette, Tee kochen, an- und ausziehen, meine Schritte gehen. Bekomme zunehmend restless legs und muss gehen. 500 Schritte, dann wird der Kopf schlimmer. Ausruhen, dabei Beine bewegen, dehnen, wieder aufstehen, gehen, immerzu abwechselnd.

Zu stricken versuche ich auch. Geht kaum. Warten, dass der Tag vergeht. Welch vergeudete wertvolle Lebenszeit das doch ist. Meine Hunde vermisse ich so dermaßen, dass es richtig weh tut. In meinem jetzigen Zustand ist es aber unmöglich, sie bei mir zu haben, ich bräuchte Hilfe bei der Versorgung, die ich nicht habe.

Alleinsein, wenn man krank ist, ist wirklich :rotfl: :frust:

Ich wünsche Dir und allen anderen weiter ganz viel Kraft zum Durchhalten.

Ganz dicke Umarmung
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Samstag, 05.01.19, 12:17

Liebe Beate,

ich kann Dich wieder so gut verstehen.

Ich habe auch eine blöde ungewollte Trennung hinter mir, das ist nun über 20 Jahre her, aber war für mich irgendwie der Anfang vom Ende.
Mein Ex hatte auch sowas drauf: mir widerholt was zu schicken oder zu bringen, was ich angeblich vergessen hätte - und das eigentlich in den Müll gehörte.
Was geht in denen vor, fragt man sich, daß sie so nachtreten müssen.
Heute schüttele ich den Kopf darüber, aber damals hat es mich sehr verstört und verletzt.

Ich hoffe leider nicht mehr auf Karma - Karma is 'ne Bitch :wink: .

In meinen nachfolgenden Wohnungen fühlte ich mich auch nie richtig heimisch und kann nicht begründen, warum eigentlich nicht. Jahrelang ging mir das so.

Ich konnte wirklich erst durch meinen schweren Verlauf und die Dankbarkeit darüber, noch am Leben zu sein und mich wieder gefangen zu haben, meine Lage akzeptieren. Die ist immer noch nicht toll, aber ich wohne jetzt einigermaßen zufrieden in einer kleinen Plattenbauwohnung mit lauter freundlichen Menschen als Nachbarn.

Es gelingt mir weitgehend, das Beste aus meinem bißchen Leben zu machen und es so anzunehmen - obwohl ich überhaupt nicht gläubig bin!

Leider weiß ich nicht, wozu ich Dir raten kann - außer immer wieder zu Geduld und Akzeptanz.

Ich habe auch Schmerzen und seltsame Mißempfindungen und bin streßanfällig, aber gewiß längst nicht so unerträglich wie Du.

Alles Gute und VG von Clarissa.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Samstag, 05.01.19, 14:38

Liebe Beate,
Petunia hat geschrieben:
Samstag, 05.01.19, 11:31
Leider nagt das alles immer noch in mir. Ich weiß nicht, wie man sowas los wird. Ich neige dazu, mich dafür zu verurteilen, aber das ist auch nicht hilfreich. Besser wohl nehme ich es hin, dass das jetzt so wehtut und so viel anderes hochkommt.
Klar nagt das noch an dir - ich denke, das kann nur die Zeit bringen. Ich glaube, unter anderen Umständen wärst du auch
längst darüber weg - aber so...
Petunia hat geschrieben:
Samstag, 05.01.19, 11:31
Auch ist mir nicht wirklich klar, weshalb ich mich hier nicht zu Hause fühlen kann. Und wo ich das überhaupt könnte.

Dabei ist es gemütlich. Ich verstehe das nicht. Aber ich weiß auch nicht, wo ich mich überhaupt zu Hause fühlen könnte, wo ich doch eh immer wieder gehen muss.
Ich glaube, das hat mit dem Zustand zu tun ! Ich habe mich in meiner Wohnung immer wohl gefühlt - und abends ist das
auch noch so. Aber tagsüber hier allein werde ich auch verrückt und möchte am liebsten flüchten !
Heute war nach dem Meeting nämlich Schluß.
Petunia hat geschrieben:
Samstag, 05.01.19, 11:31
zt geht so gar nichts. Außer das allernötigste. Toilette, Tee kochen, an- und ausziehen, meine Schritte gehen. Bekomme zunehmend restless legs und muss gehen. 500 Schritte, dann wird der Kopf schlimmer. Ausruhen, dabei Beine bewegen, dehnen, wieder aufstehen, gehen, immerzu abwechselnd.
Petunia hat geschrieben:
Samstag, 05.01.19, 11:31
Warten, dass der Tag vergeht. Welch vergeudete wertvolle Lebenszeit das doch ist. Meine Hunde vermisse ich so dermaßen, dass es richtig weh tut. In meinem jetzigen Zustand ist es aber unmöglich, sie bei mir zu haben, ich bräuchte Hilfe bei der Versorgung, die ich nicht habe.
Ach Beate, es tut mir so furchtbar leid, daß du so eingeschränkt bist - wenn es doch etwas geben würde, was dir helfen könnte..

Ich wünsche dir auch ganz viel Kraft, diesen Tag wieder zu überstehen.
Ich bin auch so froh, wenn es endlich Abend ist und ich mich wenigstens mit fernsehen ablenken kann ! Jetzt läuft er und es interessiert mich einfach nicht.
Überhaupt nicht. Das ist so eigenartig - ich verstehe es einfach nicht ! Ich habe so tolle Filme aufgenommen und kann es
nicht ertragen....

Ist das bei dir auch so ?

Alles Liebe - drück dich
Ilse
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