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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Dienstag, 15.01.19, 11:21

Liebe Sarah, liebe Lunetta, lieber Markus,

Vielen lieben Dank für Eure Tipps.

So einen Ball und eine Black Roll habe ich hier und benutze sie auch. Außerdem Yantra- Matte und -Nackenrolle. Ich habe auch einen Bodybackbuddy zur Selbstbehandlung von Triggerpunkten z,B. am Rücken.
Dazu benutze ich Wärmflasche oder auch so ein Heilerdepack, das man in der Mikrowelle heiß machen kann.

Ohne all diese Tools würde ich es wirklich nicht mehr aushalten.

Ich wurde im Januar 2017 mal gequaddelt, mit Procain. Das war kurz nach der letzten Tablette Escitalopram.
Heftigste Reaktion, lag 3 Stunden flach, konnte überhaupt nicht mehr aufstehen und dachte, ich muss sterben. Der Arzt konnte sich das nicht erklären, war ihm dann aber letztlich egal. Er war froh, als ich endlich, mit Hilfe, aus der Praxis raus war. Danach lag ich noch einen ganzen weiteren Tag flach. Gegen die Beschwerden hat es gar nicht geholfen.

Jetzt hab ich natürlich schon Panik, wenn ich nur daran denke. Mir kommen da auch gleich die Tränen der Verzweiflung. Ganz egal, was die mir da reinspritzen würden.
Da bin ich rchtig traumatisiert wohl, mein Körper wehrt sich gegen Eingriffe aller Art. Deswegen kann wohl auch nichts helfen. Ich hätte das gerne anders. Ich kenne Leute, die nehmen eine Schmerztablette und gehen arbeiten, sie werden weder schwindelig noch benommen noch sonstwas.

Heute ist es wieder sehr arg alles, vor allem die Depression. Zwanghafte Weltuntergangsgedanken. Gestern war ich eher stumpf, gegen Abend etwas lebendiger, konnte telefonierten, als sei gar nichts. Beim einschlafen jedoch wieder schlimme Kopfsymptome mit Aussetzern

Ich zögere unter diesen Umständen noch, die Haushaltshilfe auf zweimal pro Woche zu reduzieren. Ich brauche einfach diesen Kontakt. Eben hat sie mir wieder den Rücken massiert und mir danach eine Wärmflasche gemacht. Diese Zuwendung tut einfach gut. Ich sacke an den Wochenenden so tief ab, wenn sie nicht kommt.

So zwei Wochen schaffe ich das noch finanziell.

Ich wünsche Euch allen, dass Ihr gut durch den Tag kommt mit so wenig Symptomen wie möglich

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 15.01.19, 11:45

Liebe Beate,

ich selbst nutze auch ganz viel die Wärme, v.a. mit Rapskern- oder Körnerkissen, und das tut mir nebenwirkungsfrei gut :) !

Deine Bedenken gegenüber Eingriffen aller Art verstehe ich, vertrug ich doch auch über eine lange Zeit NICHTS :x und halte mich immer noch sehr zurück.

Ich habe sogar Zahnarztbesuche vermieden! Aktuell bin ich (leider!) wieder in ZA-Behandlung und es macht mir hinsichtlich Triggern offensichtlich nichts aus, auch die Lokananästhesie nicht. (Blöderweise habe ich mich dort zur professionellen Zahnreinigung überreden lassen, dabei hat sich eine Krone gelockert, woran der ZA nun intensiv und unangenehm für mich rumdoktert und was mich trotzdem wahrscheinlich den Zahn kostet :evil: . Wäre ich bloß nicht hingegangen! Ich traue nichtmal mehr ZÄ über den Weg :wink: .)

Mir scheint, Du hast kleine Fenster :party2: und es geht ein wenig aufwärts?

Hoffentlich gelingt es Dir, die Haushalthilfe zu behalten, wenn Dir dieser Kontakt so gut tut!

Wir müssen jeden Strohhalm ergreifen, der uns irgendwie nützt, nicht wahr?

Alles Gute und VG von Clarissa.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Dienstag, 15.01.19, 12:28

Liebe Clarissa,

Vielen lieben Dank.

Das ist ja blöde mit dem Zahn. Ich habe gelesen, dass diese professionellen Zahnreinugungen, die ja sogar von vielen Zahnärzten sogar zweimal jährlich empfohlen werden, gar nicht so gut sein sollen wie behauptet. Sie sind ein gutes Geschäft für die Zahnärzte.

Umso ärgerlicher, wenn dabei dann nochwas kaputtgeht.
Ich habe ja immer noch den offenen wurzelbehandelten Zahn, der überkront oder gefüllt werden müsste. Das schaffe ich aber einfach nicht. Daran merke ich, wie schwer meine Angststörung ist, die ich zunehmend entwickelt habe.

Ja, mir scheint aber auch, dass ich kleine Fenster erlebe. Keine Symptomfreiheit, aber stundenweise Erleichterung.
Gestern auf jeden Fall. War aber auch sehr erschöpft vom durchheulten Sonntag, wo ich so kein Land mehr gesehen habe

Heute wieder Kampf.

Hab mir bei Tchibo so eine kleine Tageslichtlampe gekauft, das soll ja auch ein wenig helfen.

Ich wünsche Dir einen friedlichen Tag
Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Dienstag, 15.01.19, 13:40

Liebe Beate,
ist ja sehr schön, daß es zwischendurch mal etwas aushaltbar war - vielleicht tut sich doch langsam ein bischen was.

Ich merke auch, daß die Tage ein bischen unterschiedlich sind. Manchmal körperlich
zittriger.

Es wäre so schade, wenn du deine Hilfe verlierst.

Hoffen wie ein bischen auf den Abend.

Alles Liebe
Ilse
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Mittwoch, 16.01.19, 21:08

Liebe Ilse,

Vielen lieben Dank! Ich hoffe, Du hattest einen zumindest halbwegs erträglichen Tag.

Mir geht's entsetzlich mit den Symptomen. Egal, ob jemand da ist oder nicht. Die körperlichen Symptome sind einfach unerträglich, es gibt keine Linderung, ich muss es Tag für Tag aushalten

Heute Mittag saß ich eine halbe Stunde auf der Terrasse in der Sonne und habe versucht, die Sonnenstrahlen zu genießen. Es ging nicht, die Enge im Hals war so schlimm. Ich ging ein wenig hin und her, aber dann überkam mich ein derartiger Schub tödlicher Verzweiflung und Unerträglichkeit, dass ich ganz schnell rein musste.

Auch drinnen lief ich wie verrückt hin und her, weinte, schrie, ich halte das nicht mehr aus, warum hilft mir niemand etc. Die Nachbarn waren nicht da, da musste ich mich nicht zusammenreißen. Vielleicht hätte ich das aber auch nicht mehr gekonnt, wenn sie da gewesen wären.

Irgendwann war der schlimmste Druck weg und ich konnte mich wieder hinsetzen und irgendwie weiter durchhalten. Aber es ist unfassbar.

Am liebsten würde ich mich mit irgendwas zuballern, damit ich das alles nicht mehr spüren muss. Wach sein ist einfach permanente Folter für mich, von den kleinen Lichtblicken kürzlich mal abgesehen. In denen bin ich nicht symptomfrei, aber etwas klarer im Kopf und besserer Stimmung.

Jetzt aber wieder ganz unten. Mir graut vor morgen. Vor übermorgen. Vorm Wochenende. Überhaupt.
Es soll endlich aufhören. Ich bete und versuche Musik zu hören.

Ich wünsche Dir und Euch allen eine friedliche Nacht und Ruhe vor Euren Symptomen

Alles Liebe
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 17.01.19, 7:04

Liebe Beate.

Ich hoffe, Du hattest eine erträgliche Nacht mit Ruhe, auch vor den Symptomen. Zum Glück kannst Du schlafen, oder?

Immer wieder bin ich betroffen, wie entsetzlich es Dir mit Deinen Symptomen geht.

Bei mir ist das ähnlich (gewesen): die körperlichen Symptome sind da, egal, ob ich allein bin oder nicht. Allein kann ich sie besser handeln, mich z.B. mit Körnerkissen im Rücken auf die Couch legen und mich ausruhen.

Ich muß weiter meine Kräfte sehr einteilen.
Gestern: langer unangenehmer ZA-Termin.
Heute: Banktermin.
Morgen: am anderen Ende der Stadt Bommel-Futter abholen
Usw.

Sowas habe ich früher nebenbei erledigt! Aber nützt ja nichts, muß es akzeptieren ...

Inzwischen halte ich für einige Zeit alles mögliche wieder aus, nur danach ... uff!

Ich kann Deinen Wunsch nachvollziehen, Dich mal "zuzuballern". Aber leider ist es wahrscheinlich hinterher noch viel schlimmer, fürchte ich - und habe es unterlassen.

Die von Dir beschriebene Enge im Hals stelle ich mir beängstigend vor. Vielleicht (sicher?) ist das auch so eine Regulationsstörung/Innervationsstörung aufgrund Reizung des ZNS.

Ich glaube, mein ZNS gaukelt mir allerhand vor!
Leider habe ich nie was gefunden, was mir dann rasch hilft. Außer: Ruhe, Ruhe, Ruhe.

Meine Bekannte erreicht bei ihren Schlundkrämpfen Linderung durch Dia-Einnahme, aber mit der Folge, daß bei Abklingen der Wirkung alles umso verstärkter da ist und mit der Riesengefahr einer (erneuten schweren) Benzoabhängigkeit.

Ich hoffe, Du hast heute gute Augenblicke und kannst insgesamt alles einigermaßen aushalten.

Alles Gute und VG von Clarissa.

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Donnerstag, 17.01.19, 8:26

Liebe Clarissa,

Vielen lieben Dank.

Nach ca 5 Stunden Schlaf bin ich mit Schweißausbrüchen aufgewacht. Und gleich wieder volles Symptomprogramm. Hab mich trotzdem angezogen und bin die ersten 500 Schritte gegangen und hab die Tageslichtlampe angemacht. Und gefrühstückt.

Jetzt mache ich noch leichte Bewegungsübungen mit den Schultern und Beinen/Becken/Hüften. Ich habe dann immer die Hoffnung, dass ich dann irgendwann auch wieder Zutrauen zu meiner Körperkraft und überhaupt zu mir selbst finden kann. Die Depression ist stark, das Gefühl, eigentlich nicht mehr zurück in ein normales Leben zu finden. Ich bin sowas von draußen.

Aber ich will diese dunklen Gedanken nicht ständig wiederholen. Ich versuche mir zu sagen, dass ja doch schon was besser geworden ist. Ich kann ohne Rollator in der Wohnung gehen. Das war schon schlimmer.

Aber kann das denn wirklich sein, dass es zwei Jahre nach Null so sehr schlimm ist? Wie oft kommt sowas vor, dass da so wenig geht? Im Grunde nur ein Ausharren in dwr Wohnung von morgens bis abends mit Symptomen, die so quälen und weitgehender Handlungsunfähigkeit?

Ich komme ja nichtmal aus eigener Kraft ohne Begleitung zum Arzt oder sonstwo hin. Ich schaffe es nicht einmal rauf zu den Nachbarn und dort zu sitzen, kann keine Einladungen annehmen. Ach ja...

Ok, also weitermachen. Bald kommt meine Hilfe. Das ist gut.
Es llegt in weiter Ferne, meine Hunde wieder bei mir zu haben.
Annehmen, waa ist. Das sagen mir alle Leute, die draußen sozusagen frei herumlaufen können

Ich wünsche Dir und Euch einen friedlichen Tag
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Towanda » Donnerstag, 17.01.19, 8:45

Liebe Beate,

vielleicht ist es ja eine Mischung aus allem, also nicht nur der Entzug, sondern auch Deine traumatische Trennung, die Erfahrungen mit Deiner Familie und jetzt noch die schwere OP. Ich wünsche Dir so sehr, das alles langsam heilt!

Wichtig wäre, einen HA zu finden, der Hausbesuche macht und sich wirklich um Deine Belange (Transport, Haushaltshilfe ect.) kümmert.

Zur Tageslichtlampe: Du solltest da wirklich ganz nah davorsitzen und auch in das Licht schauen, damit sie wirkt. Also höchstens 20-30 cm Entfernung. Über das Sonnenlicht, daß die Augen aufnehmen, wird die Zirbeldrüse gesteuert und unter anderem Serotonin gebildet, deshalb ist es gut, auch in der Sonne keine Sonnenbrille zu tragen.

Ich wünsche Dir einen erträglichen Tag!

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Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 17.01.19, 9:06

Ach, Beate.

Richtig laufe ich auch nicht draußen "frei rum" und mir ging es sehr lange sehr schlecht, möchte ich mal sagen.

Erst langsame Besserung, seit ich mich auf keinerlei Experimente mehr eingelassen habe. Außer vielleicht die Ernährunsumstellung.

Ich habe es nicht anders gehalten als Du jetzt: nicht aufgegeben. Viel nur ausgeharrt in der Wohnung. Fast nichts ging.

Das wird!

VG von Clarissa.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Donnerstag, 17.01.19, 9:43

Danke, liebe Clarissa,

Ich habe nicht Dich gemeint mit dem "Frei Herumlaufen ".

Dann ist es wohl doch der Weg auszuharren. Ich habe halt ständig das Gefühl, irgendwas tun zu müssen, damit es mir besser geht. Dass es eine Ursache für diese Missempfindungen gibt, die man irgendwie behandeln kann und muss. Das ist wirklich blöd mit diesem kaputten Kopf.

Ich wäre aber schon froh, wenn die psychischen Symptome nicht noch schlimmer werden. Die stundenlange Angst ist im Moment nicht so präsent. Dafür die Depression und Hoffnungslosigkeit.

Dass Du durchgehalten hast und Dich jetzt arrangieren kannst, hilft mir beim Durchhalten.

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Sunshine71 » Donnerstag, 17.01.19, 10:44

Liebe Beate :)

Ich lese bei dir immer mit und möchte dir sagen daß du mit den ganzen Symtomen nicht alleine bist :group: aber dir auch versichern daß es alles Entzugssymtome oder besser gesagt Heilungssymtome sind auch wenn wir selbst es oft nicht glauben wollen auch noch nach so langer Zeit.

Ich kann Clarissa nur zustimmen. Ausharren, immer einen Tag nach dem anderen einfach nur zu überstehen, und Abends doch stolz auf sich zu sein daß wieder ein Tag der Heilung geschafft ist. Auch wenn es sich nicht wie Heilung anfühlt .... DU HEILST JEDEN TAG!!!!!!!!!

Du bist eine sehr tapfere Frau und es wird dir auch wieder gut gehen :hug: und dieses Vertrauen, und den Glauben daran sollten wir uns doch immer wieder in Erinnerung rufen auch wenn es oft schwer fällt.


LG
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1990 Diagnose MS
2003 Mirtazapin wegen Depression durch Angst- und Panikstörung. Baclofen dazu wegen Spastik durch MS laut Arzt ich denke jetzt aber das kam vom Mirta.
2003 - 2011 Lorazepam und Diazepamabhängig
2011 Klinikentzug seitdem Benzodiazepinfrei Baclofen auch kalt weg. Mirta wurde "ausgeschlichen" innerhalb 1 Woche
Zu Hause Deckelung des Benzo Entzugs mit Mirtazapin
Juli 2011 Citalopram dazu (im Nachhinein denke ich das hat's nur schlimmer gemacht)
2016 Mirta von 30mg auf 15mg
Bis Mitte Januar 2017 Citalopram ausgeschlichen dann ganz weg (viel zu schnell)
Juni 2017 Mirta von 15mg auf 7,5mg
Entzugssymtome werden unerträglich

21.9.17 Anmeldung ADFD Forum :party2:
21.9.17 10 mg Mirtazapin
7.10. Runter auf 9 mg wegen zu starken NW
18.11. Es geht mir gut
16.12. 8,7 mg
21.2.18 8,5 mg
26.8. Absetzpause
27.9. 8,4 mg
25.10. 8,3 mg
22.11. 8,2 mg
20.12. 8,0 mg
18.1.19 7,7 mg
15.2. 7,5 mg
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 17.01.19, 17:22

Hallo, Beate.

Ich habe mich inzwischen von Aktionismus verabschiedet, weil er mir nur geschadet hat. Aber das hat zwei Jahre gedauert, in denen ich mich zu allem möglichen gezwungen habe.
Und einige überflüssige belastende Diagnostik absolvierte!

Für mich bin ich überzeugt, daß es nichts zu finden gibt, was mit den heute bekannten Mitteln und Methoden zufriedenstellend behandelt werden könnte.
Hauptsache, achtsam mir gegenüber sein und keine weiteren Schäden zulassen.

Versteh mich nicht falsch, ich lasse mich deswegen nicht hängen, ich versuche auch, fit zu bleiben. So gut es eben geht und möglichst ohne abgrundtiefe Verzweiflung, wenn mal was nicht so klappt.

Mein heutiger Banktermin verlief richtig gut, ich war hellwach, ohne Gewitter im Kopf, und konnte alles zu meiner Zufriedenheit regeln.
ABER: ich war seit mindestens 5 Jahren nicht persönlich auf der Bank - einfach nicht dazu in der Lage ... Jetzt geht es wieder und ich bin sehr froh darüber.
Ich habe zwischendurch natürlich nicht alles schleifen lassen, viel telefonisch erledigt (ich muß ja sehen, wo ich bleibe, und habe keine Hilfe für sowas), aber es hat mich irre angestrengt und maßlos angek :censored: .

Mit der Akzeptanz wurden bei mir Depression und Hoffnungslosigkeit besser ... trotz "blödem Kopf" :wink: .

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Freitag, 18.01.19, 10:25

Guten Morgen liebe Beate,

ich hoffe, es ist jetzt nicht allzu schlimm.
Im Moment ist Hoffnung, daß sich mal etwas ändert ja das einzige, was uns aushalten läßt !
Sunshine71 hat geschrieben:
Donnerstag, 17.01.19, 10:44
Auch wenn es sich nicht wie Heilung anfühlt .... DU HEILST JEDEN TAG!!!!!!!!!
Ich hab mir den Zettel auch wieder ganz groß hingehängt !

Kannst du denn heute auf etwas Gesellschaft hoffen ?
Das lenkt doch wenigstens ein bischen ab.

Wünsch dir ein paar schöne Momente heute.

Alles Liebe
Ilse
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Sunshine71 » Freitag, 18.01.19, 12:12

Liebe Beate :)

Ich weiss selbst wie schwer es ist daran zu glauben. In und nach meinem stationären Benzoentzug hätte ich mir diese Aussage, daß alle schrecklichen Symtome heilen werden es aber viel Zeit braucht, jeden Tag gewünscht da ich es am nächsten Tag schon vergessen hatte und mir dann wieder sicher war daß das nichts mehr wird.

Wir brauchen diesen Zuspruch immer wieder in dieser schweren Zeit am besten jeden Tag deshalb bitte nicht aufhören zu schreiben <3


Wir heilen alle gemeinsam jeden Tag :group:

LG :hug:
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2011 Klinikentzug seitdem Benzodiazepinfrei Baclofen auch kalt weg. Mirta wurde "ausgeschlichen" innerhalb 1 Woche
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Juli 2011 Citalopram dazu (im Nachhinein denke ich das hat's nur schlimmer gemacht)
2016 Mirta von 30mg auf 15mg
Bis Mitte Januar 2017 Citalopram ausgeschlichen dann ganz weg (viel zu schnell)
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 18.01.19, 17:50

Liebe Sunshine, liebe Ilse, liebe Clarissa,

Danke für Eure lieben Worte.

Liebe Clarissa, ich finde es so super, dass Du diesen Banktermin geschafft hast. Meinen letzten Banktermin vor Ort hatte ich kurz nach dee Trennung, und da war ich halb bewusstlos. Seitdem nicht mehr.

Liebe Sunshine, mit Deinem Benzoentzug bist Du ja auch durch die Hölle gegangen. Und jetzt noch Mirta. Ich wünsche Dir, dass Du nicht mehr so schwere Nebenwirkungen erleben musst.

Liebe Ilse, ich hoffe, dass Du es nicht zu schlimm hattest heute und dass der Abend gut wird.

Ich versuche ganz doll an Heilung zu glauben. Es ist aber gerade sehr schwer. Dabei hatte ich gestern nachmittags mai wieder eine bessere halbe Stunde.

Dafür heute wieder die Hölle. Die Enge in Brust und Hals ist sehr heftig und lähmt mich völlig, ich huste auch heftig bis zum Würgen. Aber es ist kein Infekt! Ich komme in keiner Position aus, weder im Liegen noch im Sitzen, Stehen oder Gehen.

Ich hab's wahrscheinlich schon gefragt, aber kann das tatsächlich Entzug sein? Oder ein (für mich) neues Absetzsymptom? Wenn es eine Embolie wäre oder was am Herzen, wäre ich doch schon längst tot. Das geht ja schon seit Tagen so.

Heute war ein Kollege da und hat mir den Rücken behandelt. Wenn er auf bestimmte Stellen an der BWS drückte, hat das heftigen Husten ausgelöst.

Hinterher ging der Nervencrash, den ich vorher schon hatte, nochmal heftiger weiter. Mir in diesem Moment zu sagen, dass ich gerade jetzt heile, ist nicht leicht.

Ich war gerade noch am Heulen, als die Frau vom Sozialpsychiatrischen Dienst kam. Sie hat mir Tee gemacht und erst konnte ich vor Husten kaum sprechen Ich kann auch nicht tief Einatmen. Als sie ging, war icg etwas ruhiger, habe stillgehalten und mich nicht bewegt. Aber seit zwei Stunden wird es wieder schlimmer.

Das Gehen lockert mich auch nicht. Ich machs trotzdem.

Inzwischen liege ich so halb, seitlich unterm Brustkorb die Black Roll, in der Hoffnung, dass die Zwischenrippenmuskeln etwas aufmachen dadurch.
Der Hals findet das doof.
Ich füge mich, was soll ich schon sonst machen. Ich atme und sage mir, es kommt doch genug Luft, es fühlt sich nur so eng an.
Nur tief innen, da sitzt die Verzweiflung und, ja leider, auch immer noch die Trennung. Nicht der Kerl, nein, es ist dieser Schock, der Anblick all meiner Sachen im Praxisraum, dieser plötzliche Verlust meines Zuhauses und meines alten Lebens. Es kommt immer wieder hoch.

Also, wieder einen Tag abhaken, atmen, viel warmes Ingwerwasser trinken.

Ich habe den Eindruck, dass es mir immer zum Wochenende noch schlechter geht. Der psychische Aspekt. Die Haushälterin kommt da nicht und die Nachbarn sind oft den ganzen Tag unterwegs. Es ist zunehmend schwer für mich, den ganzen Tag niemanden zu sehen m

Die Frau vom Sozialpsychiatrischen Dienst meinte, ich könnte mir so einen Notfallknopf besorgen. Dann wüsste ich, dass ich jemanden rufen kann, wenn ich hier in Not gerate. Daa ist ja meine Angst, dass ich niemanden rufen kann, wenn ich allein bin und in Not gerate.

Mal sehen.

Ich wünsche Euch allen einen friedlichen Wochenausklang.

Dicke Umarmung und alles Liebe
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Clarissa » Freitag, 18.01.19, 18:16

Guten Abend, liebe Beate.

Eben: inzwischen machen mich Banktermine & Co. nicht mehr halb bewußtlos :party2: .

Ich habe heute auch wieder mal einen ziemlich beschwerlichen Tag und bin etwas am Hadern. Wahnsinn, wie hartnäckig diese Störungen bleiben!

Ich weiß nicht, ob unsere ganzen Symptome "Entzug" sind, ich sehe sie als Ausdruck eines gereizten Systems, welches teils Amok läuft, und viel Zeit plus Achtsamkeit braucht, sich wieder einzuhängen.
Für mich glaube ich, ich könnte sie wohl mit einer "Ladung Benzos" vorübergehend zum Schweigen bringen, aber ich versuche es gar nicht erst. Zu kurz gegriffen und mit der Gefahr, alles bisher Erreichte auf's Spiel zu setzen.

Diese tiefsitzende Verzweiflung wegen der Trennung kann ich nachvollziehen. Mir ging es auch nicht "um den Kerl", aber mein ganzes Lebenskonzept lag in Schutt und Asche, wurde mit Füßen getreten
Das hat leider erst die Zeit geheilt.
Ich bin allerdings die Außenseiterin in der Familie geblieben, noch dazu krank, so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Aber ich habe mich arrangiert und leide nur mehr wenig darunter.
Arrangiert, ohne daß ich mich mit PP wegbeamen muß :party2: .

Das Wochenendproblem habe ich nicht. Ich bin am WE ja durch Hundi genauso unterwegs wie unter der Woche. Nach wie vor sind mir viele Kontakte zu stressig. Das hat für mich tatsächlich den Vorteil, daß ich mich nicht einsam fühle.

Ich wünsche Dir mehr und mehr gute halbe Stunden!

VG von Clarissa.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Anikke » Samstag, 19.01.19, 9:42

Liebe beate,
ich lese ja immer sehr interessiert hier mit, auch wenn ich mal phasenweise nicht zum schreiben komme..
und ich finde, du musst dir immer wieder bewußt machen, was du in den letzten Jahren durchmachen müsstest:
- kaltentzug
- richtig schlimme Trennung
- mehrere Monate nur provisorische Unterkünfte
- mehrere Umzüge
- immer wieder schwere familiäre konflikte
- eine schwere op
- eine fürchterliche reha

ich denke, es ist so ein Zusammenspiel dieser ganzen Geschehnisse, die es dir besonders schwer machen.

Und ich möchte dir zurückmelden, dass ich in den letzten Wochen immer mal wieder einen kleinen Lichtblick, ein Fenster bei dir lese, das war jainm ersten Jahr gar nicht vorhanden.

Also fi de ich, es geht bergauf, in langsamen schritten u d von vielen Wellen durchsetzt, aaaaber, es wird ein wenig besser :)

Das freut mich sehr, und ich bin mir sicher, dass du heilst.

Diese Trennung und wie dein ex sich verhält.. Das war so sehr furchtbar, traumatisch.. Das braucht viel Zeit um verarbeitet zu werden.. Du hast da mein ungeteiltes Mitgefühl.

Ich wünsche dir heute einen ganz guten tag!

Liebe grüße anikke
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petra49 » Samstag, 19.01.19, 10:02

Petunia hat geschrieben:
Freitag, 18.01.19, 17:50

Dafür heute wieder die Hölle. Die Enge in Brust und Hals ist sehr heftig und lähmt mich völlig, ich huste auch heftig bis zum Würgen. Aber es ist kein Infekt! Ich komme in keiner Position aus, weder im Liegen noch im Sitzen, Stehen oder Gehen.

Ich hab's wahrscheinlich schon gefragt, aber kann das tatsächlich Entzug sein? Oder ein (für mich) neues Absetzsymptom? Wenn es eine Embolie wäre oder was am Herzen, wäre ich doch schon längst tot. Das geht ja schon seit Tagen so.

Guten Morgen,

Also Probleme beim Einatmen kann sehr wohl - ausschlußdiagnostisch - von einer Lungenembolie kommen, denn entgegen einer weitverbreiteten Fehlannahme stirbt man nicht sofort an einer Embolie, je nachdem welcher Ast der Bronchien belegt ist, also ob ein Haupt - oder lediglich ein Nebenast betroffen ist.

Da du schon lange immobil bist, kann man das ausschlußdiagnostisch nicht komplett ausschließen, meiner Meinung nach.

Differentialdiagnostisch könnte die in deinem Fall aufgetretene Atemnot bei der in eurer Region strengen Kälte auch vom Herzen kommen, denn es ist bekannt, daß Herzprobleme sich vor allem bei Kälte bemerkbar machen, man spricht dabei von dem sogenannten "Kältereiz", der bei kalten Witterungen zu der typischen Atemnot führt.

Als ich vor einigen Jahren mal akute Herzprobleme hatte, war ich garnicht dazu in der Lage nach draußen in die Kälte zu gehen, ohne sofort Rhytmusstörungen und Atemnot zu bekommen ("Kältereiz")

Ich würde differentialdiagnostisch zumindest Ausschlußdiagnostik betreiben, gerade wegen deiner sehr langen Immobilität, wo es ja auch nicht absehbar ist, wie lange diese in Zukunft noch dauern wird, deshalb würde ich es nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Alles Gute !

LG, Petra

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von stubi » Samstag, 19.01.19, 11:11

Liebe Beate,

so grausam, warum nur geht nicht endlich Mal ein Fenster für längere Zeit, am besten für immer auf!

Doch ich gebe Anikke Recht, es wird bestimmt besser werden!

Ich drück dich liebe Beate und wünsche dir nur das Beste. :hug:

Liebe Grüße
Renate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 19.01.19, 11:59

Liebe Anikke, liebe Petra, liebe Renate,

Vielen lieben Dank Euch.

Puh, liebe Petra, meinst Du ich soll den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen? Oder sogar den Notarzt?

Hab grad echt Angst, obwohl ich heute bis jetzt die Enge nicht habe. Bin aber auch noch nicht richtig aufgestanden heute, total stumpf, nur kurz 500 Schritte gegangen. Habe überhaupt keinen Hunger, was bei mir sonst überhaupt nicht vorkommt.

Mist, das alles, ich überlege, was ich nun tun soll.
Notfallkoffer für die Klinik packen?

Alles Liebe Beate
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