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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
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Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von padma » Donnerstag, 13.06.19, 10:48

liebe Beate, :)

ich freue mich so sehr mit dir. :party2:
Das sind wirklich Glücksmomente im Forum, wenn es jemand von den Schwerstbetroffenen nach langer Leidenszeit besser geht.

Es bestätigt sich immer wieder, dass Heilung bei jedem passiert.

ganz liebe Grüsse, :hug:
padma
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 13.06.19, 12:12

Liebe Beate :hug: ,
ich schließe mich allen Vorschreibern an - ich freue mich riesig für dich - war u bin auch sehr berührt.

Ich kann das nachvollziehen, diese Fenster sind nach so einer langen Leidenszeit, das Stück Hoffnung, was du so dringend gebraucht hast!

Auch für alle, die noch ohne Fenster sind, wird diese Entwicklung ein Hoffnungsschimmer sein u Kraft geben!

Liebe Grüße von Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Bittchen » Donnerstag, 13.06.19, 12:25

Liebe Beate,

das ist ja sooo schön,ich freue mich für dich.
Bleib aber vorsichtig,überforder dich nicht und genieße nur.

Liebe Grüße
Bittchen
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von loewe55 » Donnerstag, 13.06.19, 12:52

Liebe Beate,

auch ich lese bei dir mir und kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue, dass du endlich Fenster hast und Hoffnung schöpfen kannst.

Es stimmt also, jeder wird heilen, auch wenn es dauert. Dein Bericht macht wirklich Mut und ich wünsche dir so sehr, dass es jetzt bergauf geht, auch wenn wir wissen, dass es nicht linear nach oben geht.

Die schlechten Tage aushalten ( darin sind wir ja geübt) und die guten absolut genießen, damit sie sich auch ins Gehirn „einbrennen“ können.

Alles Gute wünsche ich dir weiterhin! 🍀
Gabi
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2013 erste Panikattacke, vom Hausarzt Mirtazapin bekommen, aber nicht genommen
2015 Zuspitzung, ab Dezember 2015 Mirtazapin 30 mg
2016 im Januar 3 Todesfälle in der Familie innerhalb von 3 Wochen, zusätzlich Kündigung erhalten
Nichts geht mehr, ich bestehe nur noch aus Angst
Mirtazapin hilft beim Schlafen
Mai 2016 auf eigenen Wunsch über Notaufnahme in Klinik, dort 7 Wochen stationär
Mirtazapin raus, dafür Citalopram und Pregabalin
Furchtbare 4 Wochen, kein Schlaf, heißes Körperbrennen
Langsame Besserung, Medis helfen, Schlaf kommt wieder
August 2016 für 5 Wochen Tagesklinik, stabilisiere mich
Wirkverlust Citalopram, dafür Venlafaxin ab Januar 2017
Kombination mit Pregabalin hilft, es geht wieder bergauf
Mai/ Juni 2017 Reha, Venlafaxin auf 150, einige Tage 225 mg, geht gar nicht, sofort wieder runter
Bei Entlassung fast symptomfrei, Venlafaxin 112,5 mg, Lyrica 100-0-100,
August 2017 Venla auf 100 mg,
September 2017 90 mg,
Oktober 2017 75 mg,
November 2017 60 mg,
Dezember 2017 50 mg
Januar 2018 Venla auf 45 mg,
Februar 2018 37,5mg, Befinden nicht mehr gut
März 2018 Venla auf 34 mg, dann wieder hoch auf 37,5
April 2018 auf 31 mg
Befinden schlechter, massive Ängste morgens und nachts, bleibe seitdem auf dieser Dosis
16.05.18 Erhöhung um 2,1 mg nach Anmeldung und Beratung im Forum
Venlafaxin jetzt 33,1 mg, Pregabalin 100-0-75 (auf dieser Dosis seit Jahresbeginn)
31.05.18 leichte Erhöhung Venlafaxin um 1,5 mg, bin jetzt bei 34,6 mg
05.06.18 leichte Besserung erkennbar, versuche mich bei 33,45 mg Venla zu stabilisieren
12.07.18 Erhöhung auf 37,5 mg: weder Verschlechterung noch Verbesserung erkennbar, weiterhin Angstzustände im „gewohnten“ Ausmaß
24.08.18 immer noch auf 37,5 es geht mir besser, kurze Angstgefühle, aushaltbar
21.09.18 versuche seit 10 Tagen Pregabalin um 10 mg zu reduzieren, abends von 100 auf 90, Symptome wieder stark: Ängste bis fast zur Panik, werde wieder erhöhen
28.09.18 Ich erkläre meinen Versuch für gescheitert und lege wegen verstärkter Ängste eine Pause ein
Medikation derzeit: Venlafaxin 37,5 mg / Pregabalin 75-0-100 mg
November 2018: 34,26 mg, mache in 5%-Schritten weiter🐌 Dezember 2018: 33,18 mg
01.01.2019: 34,26 mg, wg.Angstverstärkung aufdosiert
31.01.2019: 34,26 mg, Ängste und Daueranspannung
28.02.2019: 34,26 mg, weniger Ängste, dafür Daueranspannung, aber auch viele Fenster
08.03.2019: 34,84 mg, um 2 Kügelchen hoch wegen starker Symptome
29.04.2019: Pregabalin Umstellung auf Wasserlösmethode, Venlafaxin Absetzpause (34,84 mg)
10.05.19: Pregabalin auf 155 mg
Dieses Mal auch körperliche Symptome wie Brain zaps, Nackenschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit, Schwäche in den Beinen, Erschöpfung, Schwere
24.06.19: Pregabalin auf 145 mg

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Schwimmerin » Freitag, 14.06.19, 14:37

Liebe Beate :party2:

ich freue mich auch sooooooooo sehr für dich - es wurde sowas von Zeit dass du mal durchatmen kannst.

Deine Einstellung zum Entzug ist bewundernswert - du bist eine richtige Kämpferin und ich bin so froh, dass du nun endlich ein Fenster geniessen kannst.

Ich umarme dich und sende dir liebe Grüsse :hug:
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 14.06.19, 15:08

Danke Euch, Ihr Lieben alle!

Wie schon gesagt, ich freu mich so, dass Ihr Euch mit mir so freut. Das tut ebenso gut wie wenn Ihr mit mir fühlt im Leid

Es ist immer noch anders, neu, normal. Obwohl ich leichten Schwindel hab, mich leicht benommen und zittrig fühle, Anflüge von Traurigkeit (nicht Depression) habe und genervt bin von der extremen Mückenplage. Und Zahnweh hab ich auch und hoffe, dass ich das durchhalte übers Wochenende. Es fühlt sich alles normal an, ich fühle mich normal. Kann in der Wohnung herumlaufen, ohne nachzudenken, ob dann alles schlimmer wird. Mache meinen Haushalt, meine Routinen, alles ok.

Mehr tue ich aber nicht. Ich genieße nur, soweit es geht.

Heute Abend kommen die Kinder zum Film Gucken und übernachten dann bei mir. Die Eltern gehen aus.

Ich bin wirklich gespannt, wie das nun weitergeht..

Ich wünsche Euch allen einen friedlichen Tag, kommt gut durch die Hitze

Alles Liebe
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Anikke » Freitag, 14.06.19, 17:27

Juhuuu liebe beate *hüpf* ich freu mich sehr!
Euch einen gaaanz schönen abend, einen schönen Film und gute Unterhaltung!
Mögest du dich weiter normal und besser fühlen :)
Liebe grüße
Anikke
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Freitag, 14.06.19, 17:29

Hallo!

Das klingt mehr als super:)

Freu mich riesig und halte die Daumen dass es so weitergeht!

GLG
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Quietscheentchen » Freitag, 14.06.19, 17:42

Huhu liebe Beate,

Normalität ist toll, nicht? :)
Da regt man sich auch gerne mal über Mücken auf. Das ist auch was Normales. :D

Hab einen schönen Filmabend mit den Kindern! :hug:

Liebe Grüße
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Freitag, 14.06.19, 19:19

Liebe Beate !

Ich freue mich riesig riesig riesig für Dich mit Dir !
🍀🍀🌈🔥🔥🔥🌈🍀🍀🍀🎶👍🏾👍🏾🔝

So gut ist das - bewahre und chille
baue einen imaginären Zaum gehen Störenfriede um Dich herum.

Herzlich,
Katharina
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 15.06.19, 0:24

Hallo Ihr Lieben,

Das Grusel hat mich wieder.

Den Abend hab ich mit dem Nachbarjungen verbracht, das Mädchen sollte oben bleiben, die Eltern sind doch nicht ausgegangen. Wir haben einen Film angesehen. Bis dahin alles gut.

Dann bin ich ins Schlafzimmer und hab mich hingelegt und peng! ging es wieder los. Jetzt liege/sitze ich hier seit zwei Stunden und versuche mich zu beruhigen. Ich habe ja damit gerechnet, dass das passiert, dass es nicht vorbei ist. Fünf Tage Fenster, so plötzlich, das war schon ein Geschenk. Da sollte ich jetzt nicht zu verzweifelt sein. Es war ein Anfang. Vielleicht wird es ja morgen wieder besser .

Unfassbar, wie schnell das kippt, als ob ein Schalter umgelegt würde. Und ich hab schon darüber nachgedacht, mich ins Auto zu setzen und ein Eis essen zu fahren in den Nachbarort. Ich fühlte mich, als könne ich das schaffen, zumindest mental. Körperlich fehlt mir dazu natürlich noch die Kraft. Ich müsste erst wieder mehr gehen. Das hab ich aber nicht gemacht. Draußen wird man von aggressiven Mückenschwärmen überfallen, so sehr, dass nicht einmal die Hunde in den Garten wollen. Und dann war es eh zu heiß.

Ok, also wieder atmen, Akzeptanz üben, das alles als ganz normal innerhalb des Prozesses betrachten. Es nützt ja nichts. Das Wünschen hat nur in den guten alten Zeiten geholfen.
Zumindest bin ich nicht depressiv. Nur traurig und voller Sehnsucht nach dem Leben, das mir wieder greifbar erschien
Es dauert noch. Ich hoffe nur, dass ich jetzt öfter solche Fenster haben darf und die Wellen nicht wieder monatelang dauern.

An Heilung glaube ich dennoch. Trotz der Fassungslosigkeit darüber, wie es sein kann, dass ich von einem Moment zum anderen wieder nicht gemütlich liegen kann und jede Bewegung wieder verschlimmert und es sich anfühlt, als würde mein Rückenmark ausgewrungen.

Puh!

Meine Hündin ist auch unruhig, tappert in der Wohnung umher. Ich sehe mal nach, was sie hat.

Ich wünsche Euch eine friedliche Nacht.

Alles Liebe
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Quietscheentchen » Samstag, 15.06.19, 1:02

Seufz. Wäre ja auch zu schön gewesen. Doofes Wellen-und-Fenster-Muster!

Liebe Beate, wenigstens konntest du ein bisschen Mut und Kraft tanken und fühlen, dass Heilung stattfindet.
Und vielleicht wartet ja wirklich schon das nächste Fenster auf dich. Ich drücke die Daumen.

Ich wünsche dir eine möglichst bequeme Nacht!
:hug:
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Bittchen » Samstag, 15.06.19, 7:49

Liebe Beate,

nicht die Hoffnung aufgeben,du siehst,es ist der Entzug und das Fenster hat dir gezeigt, es geht vorbei.
Es ist nichts Körperliches,dir wird es wieder besser gehen.

Liebe Grüße
Bittchen
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Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Anikke » Samstag, 15.06.19, 8:05

Liebe beate,
ach das tut mir leid :(
Ich hätte es dir natürlich anders gewünscht, aber das scheint jetzt das typische fenster-wellen-muster zu sein.
Jetzt gerade in der Welle passieren viele wichtige heilungsprozesse, sagt baylyssa.
Du kannst darauf vertrauen dass dein Körper heilt, und dass dieser grusel wirklich der Entzug ist, sonst würde er nicht aus heiterem Himmel kommen und gehen.
Liebe grüße anikke
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Guglhupf » Samstag, 15.06.19, 8:20

Liebe Beate,

ich habe mich so sehr für dich und mit dir gefreut. 5 Tage Fenster nach so viel Horror ist schon richtig gut.

Ich weiß, es ist leichter gesagt als getan aber versuche den Glauben an das Positive zu bewahren. Das Fenster war so wichtig für dich, so wichtig als Beweis, dass dein ganzes Leid allein dem Entzug geschuldet ist. Du kannst Vertrauen zu deinem Körper haben, er ist nicht krank, du bist nicht krank. Er arbeitet hart an der Genesung.

Es kann in der Welle sogar noch schlimmer als bisher werden aber sehr oft wird es danach ein großes Stück besser. Und dass es von einer Sekunde auf die andere so wechselt, ist der beste Beweis für den Entzug. Genau so empfinde ich das dann auch. Hast du schon Passionsblumentee versucht? Mir half der oft sogar in Wellen, genau diesen Nebel zu lichten.

Ich wünsche dir viel Kraft und Zuversicht für die weniger guten Phasen,

alles Gute
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 15.06.19, 8:46

Guten Morgen, Ihr Lieben,

Ganz vielen lieben Dank!

Ja, es stimmt, jetzt muss ich mich an diese neue Phase des Entzugssyndroms gewöhnen. Bis 4 Uhr lag ich wach und drehte am Rad. Um halb sieben wachte ich kurz auf und schlief dann nochmal bis 8, und im Moment ist das Grusel wieder weg. Ich konnte unter die Dusche wie ein ganz normaler Mensch, ohne Symptomtheater.

Es bleibt spannend jetzt.

Ich drück Euch, danke, dass Ihr mich so lieb begleitet.

Alles Liebe
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Samstag, 15.06.19, 10:29

Hallo!

Mei, hoffentlich bleiben diese scheußlichen Wellen nicht so lange und vergehen wieder so schnell wie heute!!

Ist das nicht toll - ganz normal duschen!!! Wer hätte das noch vor kurzem gedacht...?

Genieße weiterhin die guten Stunden, nicht überfordern, nur annehmen und sich dran freuen!!

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Petunia
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 15.06.19, 10:43

Danke Dir, liebe Lunetta!

Wie ist es Dir? Ich schicke Dir eine herzliche Umarmung

Alles Liebe
Beate
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Metoprolol 47,5 mg (Beta Blocker)
L-Thyrox 100 mikrogramm

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von lunetta » Samstag, 15.06.19, 15:54

Hallo!

Ich habe heute einen richtig guten Tag!

Keine Übelkeit, auch nicht am Morgen oder am Vormittag, kann ganz normal essen:)

Ich hoffe es bleibt so!

GLG
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Towanda » Samstag, 15.06.19, 15:59

Hallo Lunetta und Beate,

Party!!!!! :party2: :party2: :party2: :pillowtalk: :laola:

So gute Nachrichten im Forum, Dir ist nicht mehr übel, Entchen und Beate geht es nach langer Leidenszeit besser - einfach herrlich!

LG Towanda
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05.06.19 - 3,75 mg Mirtazapin
03.07.19 - 3,10 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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