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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Sonntag, 14.05.17, 19:35

Hallo an alle Mitglieder!
Ich freue mich, hier im Forum zu sein. Ich möchte mich kurz vorstellen. Nach einem stationären Aufenthalt wegen Angststörung nehme ich zur Zeit morgens 40 mg Paroxetin und 25 mg Lyrica sowie 125 mg Lyrica abends. Ich möchte Lyrica absetzen und Paroxetin auf 20 mg reduzieren. Ich bin mir aber unsicher, wie ich weiter vorgehen soll. Ich werde natürlich das ganze Vorgehen mit meiner Psychiaterin besprechen, würde mich aber freuen, wenn Ihr mir mit Euren Erfahrungen weiterhelfen könntet. Soll ich die vormittägliche Dosis von Lyrica weiter reduzieren oder mit der abendlichen Dosis weitermachen? Soll ich zuerst Lyrica ganz absetzen und erst dann Paroxetin reduzieren? Hat jemand bereits Erfahrung damit? Ich würde mich auf Eure Antwort freuen. Liebe Grüße. Muryell
Zuletzt geändert von Gwen am Freitag, 22.06.18, 15:40, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Lyrica absetzen und Paroxetin reduzieren

Beitrag von Chrissie » Sonntag, 14.05.17, 21:57

Hallo Muryell,
erstmal ein herzliches Willkommen hier im Forum.
Sehe ich das richtig dass du das Paroxetin und Lyrica seit Juli 2016 nimmst?
Wichtig wäre es auf jeden Fall erst ein Medikament auszuschleichen und nicht zwei parallel, sonst weiß man nicht genau an was es liegt wenn Symptome auftauchen sollten. Hast du also schon mal gut angefangen. :D
Zu den Dosierungen will ich mich jetzt nicht äußern, da fehlt mir Erfahrung.
Du bekommst hier aber noch Antworten und Ratschläge von denjenigen die sich da besser auskennen, hab noch etwas Geduld.
Wünsche noch einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche!
Chrissie
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Februar 2016: schwere depressive Episode mit Panikstörung Opipramol und Mirtazapin
März 2016: 2 Wochen Klinik, Umstellung auf Citalopram 20 mg
Dezember 2016: Citalopram auf 10 mg runterdosiert, erneute schwere Depression mit Suizidgedanken, Citalopram hoch auf 40 mg :cry: bin mittlerweile ziemlich sicher dass das keine erneute Depression war sondern massive Entzugserscheinungen, hatte aus Unwissenheit innerhalb einer Woche die Dosis halbiert
Ab 21.Juni 2017: wieder bei 20 mg Citalopram
Ab 13.Juli : 125 mg Pregabalin (neuropathische Schmerzen)
Ende August : 100 mg Pregabalin
Ab 21.September :450mg Quilonoum (Diagnose bipolar bekommen, nicht nur Depressionen :evil: )
Ab 02.Oktober : 75 mg Pregabalin
Ab Nov. : 675mg Quilonum
Ab Dez.: 50 mg Pregabalin
Ab Januar 2018 : 900mg Quilonum, 40mg Pregabalin
Ab März 20018 13wöchiger Klinikaufenthalt aufgrund extremer Stimmungsschwankungen , Diagnose bipolare Störung mit ultra rapid cycling ; Citalopram wurde ausgeschlichen ohne Probleme, wenigstens etwas!
Stand Februar 2019: 50 mg Pregabalin, 1125mg Lithium, 200mg Lamotrigin (seit Mai 2018), 10mg Abilify (seit 11.02.)
Das Abilify wurde gegen 50 mg Quetiapin ausgetauscht das ich ebenfalls seit Mai 2018 genommen habe
Für mich momentan der Horror, wollte alles loswerden und rutsche da nur von einem Medi zum Anderen :?

Muryell
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Re: Lyrica absetzen und Paroxetin reduzieren

Beitrag von Muryell » Montag, 15.05.17, 8:56

Hallo Chrissie.
Vielen Dank für Deine Antwort. Ja, ich nehme die zwei Medikamente seit August 2016 wegen Panikattacken und Angststörung. Seit Dezember habe ich keine Panikattacke mehr gehabt und möchte die Medikamente absetzen. Ich denke, Du hast recht und ich muss vor allem Geduld haben.
Dir auch eine schöne Woche
Muryell
Zuletzt geändert von Muryell am Dienstag, 16.05.17, 16:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Jamie
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Re: Lyrica absetzen und Paroxetin reduzieren

Beitrag von Jamie » Montag, 15.05.17, 10:22

Hallo Muryel,

willkommen im Forum :)

Es ist gut, dass du vor deinem Absetzstart hierher gefunden hast; jetzt kannst du dich umfassend informieren und dir bleiben Fehler erspart, die andere hier leidvoll ertragen müssen, weil sie nicht richtig von ihren Ärzten aufgeklärt worden.

Wir raten bei mehreren Medikamenten dazu, dasjenige zuerst abzusetzen, von dem man glaubt, dass es die meisten Nebenwirkungen (NW) hat und man es am schlechtesten verträgt.
Wenn man das nicht zuordnen kann, dann raten wir dazu dasjenige zuerst auszuschleichen, das aktivierend wirkt (in deinem Fall Paroxetin), weil man sich dann die ggf. beruhigende Wirkung des anderen Präparats zum leichten Deckeln der Absetzsymptome zunutze machen kann.

Du könntest aber auch so anfangen: Zuerst das Paroxetin etwas runtersetzen, pausieren zum Stabilisieren, und dann das Lyrica in Angriff nehmen.
Also abwechselnd. Das geht auch.
Es ist so: Faktisch muss man das Vorgehen dem anpassen, was dein Körper dir signalisiert. Wenn du zB Paroxetin herunterfährst, kann es sein, dass das Pregabalin in seiner Wirkung stärker hervortritt und du zB total müde bist. Dann entscheidet man eben neu, macht Absetzstopp beim Paroxetin und setzt erst mal das Lyrica runter.

Bei 40mg Paroxetin (sehr hohe Dosis! :o ) solltest du im ersten Schritt 10% weglassen, das wären 4mg weniger. Also runter auf 36mg gehen.
Ich halte es aber für vertretbar auf 35mg runterzugehen; das wird man bei so einer hohen Dosis vermutlich nicht merken.
Danach 4-6 Wochen stabilisieren und wieder 10% runter usw. Da du so hohe Dosen nimmst (Lyrica ist mittelhoch), musst du 2-3 Jahre Ausschleichzeit einkalkulieren.

Grüße
Jamie
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Re: Lyrica (Pregabalin) absetzen & Paroxetin reduzieren

Beitrag von Muryell » Montag, 15.05.17, 14:28

Hallo Jamie,

vielen Dank für Deine Erklärung und Deine Vorschläge. Es ist nämlich so, dass Lyrica mich sehr müde macht, weswegen ich mit dem Ausschleichen von Lyrica bereits angefangen habe (siehe Signatur). Allerdings viel schneller, als Du vorschlägst. Ich werde das Ausschleichen an Deine Vorschläge anpassen. Vielen Dank. Du sagst, dass die Dosis von Paroxetin sehr hoch ist, und ich möchte auch da die Dosis reduzieren. Ich bespreche das alles immer mit meiner Ärztin, aber sie nimmt die Absetzsymptome nicht sehr ernst, deshalb habe ich beschlossen, Euch zu fragen. Mit der Ausschleichzeit von 2-3 Jahren hatte ich schon gerechnet. Ich neige jetzt dazu, nach der Stabilisierungszeit mit dem Ausschleichen von Paroxetin anzufangen.

Grüße

Muryell
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Re: Lyrica (Pregabalin) absetzen & Paroxetin reduzieren

Beitrag von padma » Dienstag, 16.05.17, 11:03

hallo Muryell, :)

auch von mir willkommen im ADFD.
Es ist nämlich so, dass Lyrica mich sehr müde macht, weswegen ich mit dem Ausschleichen von Lyrica bereits angefangen habe
Ja, das hört sich vernünftig an.
Allerdings viel schneller, als Du vorschlägst. Ich werde das Ausschleichen an Deine Vorschläge anpassen.
Die Zeit zwischen den Reduktionen war wirklich sehr kurz. Ich würde jetzt mindestens 6 Wochen auf der aktuellen Dosis bleiben. Es sei denn, du bekommst Absetzsymptome, da sollte über eine leichte Aufdosierung nachgedacht werden. Melde dich ggfs. bitte bei uns.
Ich neige jetzt dazu, nach der Stabilisierungszeit mit dem Ausschleichen von Paroxetin anzufangen.
Das könnte sinnvoll sein, da auch normalerweise antriebssteigernde AD besonders in hoher Dosis sehr müde machen können.

liebe Grüsse,
padma
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
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Re: Lyrica (Pregabalin) absetzen & Paroxetin reduzieren

Beitrag von Muryell » Dienstag, 16.05.17, 16:12

Liebe Mitglieder im Forum,

vielen Dank für das herzliche Willkommen und die hilfreiche Unterstützung.
@padma: Danke für die Empfehlung. Ich habe bis jetzt keine Absetzsymptome. :) Ich werde aber trotzdem mindestens sechs Wochen warten, bis ich weiter ausschleiche.
Allerdings bin ich seit gestern sehr durcheinander, denn ich habe hier im Forum vom Absetzsyndrom erfahren. Ich wusste nicht, dass es so etwas gibt. 2015 fing ich während eines Klinikaufenthalts an, 20 mg Paroxetin zu nehmen. Nach Besprechung mit der Ärztin und einer Ausschleichzeit von nur einem Monat habe ich ganz abgesetzt. Im Juli - also genau vier Monate später- kam der Supergau: eine Panikattacke nach der anderen, erneuter Klinikaufenthalt und erhöhte Dosis von Paroxetin plus Lyrica! Es war eine sehr schlimme Zeit, und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was ich falsch gemacht hatte. Hey, ich hatte nichts falsch gemacht, ich wurde einfach nicht richtig aufgeklärt! Zum Glück habe ich jetzt Euch gefunden.

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Lyrica (Pregabalin) absetzen & Paroxetin reduzieren

Beitrag von Dane » Donnerstag, 18.05.17, 0:02

Hallo Muryell,

verspätete Entzugssymptome sind beim Paroxetin leider ganz typisch, das zeigen die meisten Fälle hier.

Aufklärung gabs in meinem Fall wie so oft auch nicht, bzw. war eher fahrlässiger Art...
Es ist viel wert, dass du rechtzeitig dieses Forum gefunden hast.
Und das ja anscheinend auch in einem recht stabilen Zustand; da kannst du nun das Absetzen schonend mit guten Voraussetzungen angehen!

Viele Grüße
Dane
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In den Wintermonaten 12/13 und 13/14: Einnahme von Johanniskraut (Laif 900, nicht ausgeschlichen)

06.2014 - 04.2015: Paroxetin (20/10mg) -> abrupt abgesetzt. Psychiaterin meinte: einfach weglassen!

Ende Juni beginnen die Absetzerscheinungen deutlich. Seitdem im kalten Entzug mit diversen Symptomen (vor allem Unruhe, Schwindel, Dauerübelkeit, Derealisation, Depression, Tinnitus, RLS, Druck/Ziehen hinter der Stirn, hohe Geräuschempfindlichkeit, kaum Libido).
Oft abwechselnd / wellenartiges Auftauchen & wieder verschwinden

> Versuch des krümelweise Wiedereinschleichens nach 2 Wochen abgebrochen! (Herzrasen, Panikattacken) <

Sep. - Nov. 2015: Promethazin (Atosil) bis zu 10 Tropfen -> zum Schluß heftige Symptomverschlimmerung :!:

Stand März 2016: Die meisten Symptome haben sich stark abgeschwächt; ich denke, ich befinde mich auf dem aufsteigenden Ast!

Was mir hilft: (oder zumindest nicht schadet)
Fischölkapseln
Passionsblumenkraut
Vitamin D3
Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training
und wenn es geht: viel Ruhe und Geduld :schnecke:

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Re: Lyrica (Pregabalin) absetzen & Paroxetin reduzieren

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 18.05.17, 11:05

Hallo Dane, vielen Dank. Wie ich in Deiner Signatur lese, hast Du auch einiges mit Paroxetin durchgemacht. Es freut mich, dass Du auf dem "aufsteigenden Ast" bist. Ich habe gerade das hier im Forum empfohlene Buch gekauft. Ich bin so froh, Euch gefunden zu haben. Ich war wieder dabei, viel zu schnell abzusetzen. Aber ich bin stabil und warte jetzt sechs Wochen, bis ich weiter ausschleiche. Angst habe ich trotzdem. Ich nehme Fischöl, mache Sport und meditiere. Es wird schon.

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Lyrica (Pregabalin) absetzen & Paroxetin reduzieren

Beitrag von Muryell » Montag, 22.05.17, 13:59

Hallo, Ihr Lieben!
Ich werde in einige Wochen mit dem Ausschleichen von Paroxetin - 40 mg beginnen. Ich werde im ersten Schritt die Dosis auf 35 mg reduzieren. Ich hätte diesbezüglich eine Frage an Euch: Ist es wichtig, schon im höheren Bereich mit der 10%-Regel weiterzumachen, oder kann ich im zweiten Schritt auf 30 mg gehen? Ist so eine Reihenfolge noch zu empfehlen: 35 -
30 - 25 - 22,5 - 20 - 17,5 - 15 - 12,5 - 10 - 9 - 8 - 7 usw. oder ist es wieder zu schnell? Hat jemand von Euch Erfahrung damit?

Vielen Dank im Voraus für Eure Unterstützung und liebe Grüße

Muryell
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Re: Lyrica (Pregabalin) absetzen & Paroxetin reduzieren

Beitrag von Jamie » Montag, 22.05.17, 14:10

Hallo Muryell, :)

dein Absetzplan ist wohl zu schnell.
Der allererste Schritt kann zumeist etwas mehr als 10% sein, wenn man sich in einem hohen Dosisbereich befindet (ist bei 40mg Paroxetin der Fall), aber ab dann würde ich vorsichtig vorgehen, gemäß 10% Regel.
Es ist mit mind. 2 Jahren Absetzzeit bei dir zu rechnen bei so einer hohen Dosis.

Die Schritte müssen auch immer individuell angepasst werden; Vorausplanungen bringen da meist nichts, den meisten kommt das Leben dazwischen.. :roll: .

Es könnte so in etwa gehen: 40 - 35 - 31,5 - 28 - 25 - 22,5 - 20 - 18 - 16,2 - 15 ..... usw.

Aber ohne Gewähr - der Körper gibt die Vorgaben und man selbst reagiert dann entsprechend.
Solltest du zu den sehr sensiblen Menschen gehören, kann auch og. Schema zu heftig für dich sein; dann sind zTl nur 5%-Schritte drin

Grüße
Jamie
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Re: Lyrica (Pregabalin) absetzen & Paroxetin reduzieren

Beitrag von Muryell » Montag, 22.05.17, 14:37

Liebe Jamie,

vielen Dank für die rasche Antwort. Ich bin noch in der Stabilisierungszeit nach der Reduzierung von Pregabalin, aber diese Woche gehe ich zu meiner Ärztin und wollte einen Plan mit ihr besprechen. Nur zu grober Orientierung. Du hast recht: meisten kommt das Leben dazwischen. :D

Vielen Dank noch einmal und Dir alles Gute

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Lyrica (Pregabalin) absetzen & Paroxetin reduzieren

Beitrag von Luce » Montag, 22.05.17, 14:54

Hallo Muryell und herzlich willkommen,

Ich kann eigentlich nicht mehr viel hinzufügen :P will dir nur sagen, dass ich das Gefühl habe dass du dich auf einem sehr guten Weg befindest.
Nachdem du jetzt schon an deiner 'inneren Ruhe' arbeitest wirst du dein Tempo finden und dein Körper wird dir schon signalisieren wann du wie schnell reduzieren kannst.

Und übrigens: ich bin auch von den verzögerten Absetzerscheinungen des Paroxat gebeutelt worden. Jetzt wird das aber was ;-)

Alles Liebe
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Achtung ich bin ungeplant schwanger - und versuche ab Nov. (SSW5) schneller abzusetzen als die 10% Regel!

Mein Absetzverlauf davor war innerhalb der 5 % - 10% Regel und hat großartig geklappt. Auch wenn :schnecke: Anders hätte das Vollzeitarbeiten inkl Überstunden und Doktorratstudium fertig machen nicht funktioniert.
Meine Medis, meiner Meinung nach fehldiagnostiziert. Saroten (Amitriptylin - max Dosis 40mg ) und Paroxetin (max Dosis 10 - 5 mg)

Absetzen Paroxetin

Ausgansdosis: ich schätze zwischen 4.5 - 5-5 mg Paroxat (keine Waage vorhanden vor Weihnachten 2016)

Meine üblichen Neben und Absetzsymptome:
Unruhe, wütend, Aggression, weinerlich, erhöhter Puls, Verdauungsstörungen

ab 23.12.16 4.1mg zum Stabilisieren

7.2.17 3.9 mg
6.4.17 3.7 mg
25.4.17 3.6 mg
ZURÜCK da ab 4.5. Nebenwirkungen/Absetzerscheinungen (zuviel Stress und Unruhe im allgemeinen System - der Doktor muss fertig werden)
6.5. ca 3.7 - 3.6 mg
24.5 3.5 mg
(7.6.2017 Einschub Amitriptylin (saroten) von 40 mg --> 35 mg)
8.7. 3.3 mg
6.8. 3.1 mg
9.9. 2.8 mg - 2.7 mg
9.10 2.4 - 2.3 mg

11.11.2017 positiver Schwangerschaftstest

14.11 2 mg
26.11 1.8 mg (2x die Woche 5 Globuli Paroxetin C30)
9.12. 1.5 mg
21.12. 1.2 mg
3.1.18 0.9 mg
(Einschub Ami 20 --> 15)
13.1 0.6 mg
25.1 0.3 mg
7.2 0 mg

Absetzen Amitryptilin (Saroten)
7.6.2017 Einschub Amitriptylin (saroten) von 40 mg --> 35 mg
Kurzschlussreaktion wegen positiven SS Test Reduktion von Amitriptylin (saroten)
11.11. 35 mg --> 25 mg
1.12 20 mg
5.1 15 mg (Wasserlösemethode, ab nun alle 2-3 Tage homöophatische Ami)
x.2 12.5mg
17.3 10mg
11.4 7.5mg
1.5 5mg
21.5 2.5mg
5.6 1.25mg
13.6 0mg

Mein AD Historie bevor ich das Forum gefunden haben
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Meine Vorgeschichte:
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Muryell
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Re: Lyrica (Pregabalin) absetzen & Paroxetin reduzieren

Beitrag von Muryell » Montag, 22.05.17, 19:12

Hallo Luce,

vielen Dank für deine lieben Worte. Ich drücke uns allen die Daumen. Wir schaffen es! Ich möchte nur nicht zu schnell ausschleichen.
:schnecke:
Liebe Grüße

Muryell
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Re: Lyrica (Pregabalin) absetzen & Paroxetin reduzieren

Beitrag von Muryell » Dienstag, 30.05.17, 14:28

Hallo, Ihr Lieben!
Ich möchte nur Bescheid sagen, dass meine Ärztin mich bei meinem langsamen Ausschleichen unterstützen möchte. :roll: :D
Ich wünsche Euch alles Gute.

Liebe Grüße

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Re: Lyrica (Pregabalin) absetzen & Paroxetin reduzieren

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 30.05.17, 14:35

Liebe Muryell,

das liest man gerne, da freust Du Dich zurecht!

Falls Du magst, schick mir die Kontakdaten per PN für unsere interne Liste. Wird geben die Ärztekontakte nur auf Nachfrage per PN raus, es bleibt anonym (es wird nicht mitgeteilt, dass du da auch bist) und wir bitten auch darum, dass man dem Arzt nicht verrät, dass man in diesem Forum den Kontakt bekommen hat (das mögen Ärzte meistens nicht).

Aber eine Ärztin, die langsames ausschleichen mitträgt, wäre eine schöne Ergänzung unserer leider kleinen Liste.

Danke und Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Lyrica (Pregabalin) absetzen & Paroxetin reduzieren

Beitrag von Muryell » Dienstag, 30.05.17, 15:24

Liebe Murmeline,

ich weiß nicht, ob meine Ärztin das langsame Ausschleichen mitträgt. Ich glaube, sie respektiert einfach mein Vorhaben, solange ich nicht zu schnell absetzen möchte und alles mit ihr bespreche. Sie hält nichts von Foren ("ach, diese Foren") und hat auch nie vom Auftreten von "brain zaps" gehört ("was ist das? Nie gehört") :o . Ich glaube, jemand, der ein verständnisvolles Ohr braucht, ist bei ihr an der falschen Stelle. Aber sie ist sehr fair und freut sich mit einem, wenn es einem besser geht. Ich hätte ein schlechtes Gewissen, jemanden zu ihr zu schicken, der glaubt, die Ärztin wird das Ausschleichen in diesen kleinen Mengen befürworten ("die Medikamente wirken gar nicht bei dieser Menge, deshalb gibt es sie nicht in kleineren Dosen" :o ).
Es tut mir leid, wenn ich die Liste nicht ergänzen kann, aber ich finde es fairer so.

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Lyrica (Pregabalin) absetzen & Paroxetin reduzieren

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 30.05.17, 15:50

Hallo Muryell!
Sie hält nichts von Foren ("ach, diese Foren") und hat auch nie vom Auftreten von "brain zaps" gehört ("was ist das? Nie gehört")
"die Medikamente wirken gar nicht bei dieser Menge, deshalb gibt es sie nicht in kleineren Dosen" :o ).
Da hast Du recht, diese Sorte treffen die meisten ADFDler ganz von alleine! :frust:

Danke für Deine Ehrlichkeit! Murmeline
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Re: Sammelthread Brainzaps

Beitrag von Annanas » Dienstag, 06.06.17, 16:55

Hallo Muryell :) ,
Muryell hat geschrieben:Also, Ihr Lieben, mein Psychiater meint, dass es sowas gar nicht gibt. "Das gibt es nicht, nie gehört". Thema beendet.
Laß dich nicht verunsichern, wir wissen es leider besser..... - meine Ärztin
kennt Absetzsymptome angeblich überhaupt nicht (weil nicht sein kann, was nicht sein darf)! :vomit:

LG von Anna
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Annanas für den Beitrag (Insgesamt 2):
MuryellLenaLena
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Muryell
Beiträge: 1187
Registriert: Sonntag, 14.05.17, 18:04

Re: Sammelthread Brainzaps

Beitrag von Muryell » Mittwoch, 07.06.17, 10:58

Liebe Anna,

danke, ich lasse mich nicht verunsichern, ich finde aber eine Frechheit, dass der Artz sagt, dass es diese Symptome gar nicht gibt und damit das Thema beendet ist. :evil: Seit gestern bin ich beim langsamen Ausschleichen von Paroxetin. Ich freue mich sooo. :D

Liebe Grüße

Muryell
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