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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Kaulquappe 411 » Montag, 22.12.14, 22:11

Hallo,

bin neu hier, habe schon mehr schlecht als recht die Signatur begonnen, sie ist noch nicht ganz fertig und ich werde sich noch ein wenig besser gestalten. Es sei mir verziehen, aber ich schaffe im moment nicht allzuviel, bin einfach fix und alle.

Viel Medikamentenversuche über die Jahre, viel Frust, wenig Aufklärung, viel Schöngerede, Verschleiern oder Verharmlosen. Ich habe den Ärzten vertraut, wem sonst, sie haben das Fach studiert, also müssen sie doch wissen, was sie tun. Das sie das eben oft nicht wissen, weiß ich erst seit diesem Jahr, und insbesondere seit ich hier in diesem Forum gelesen und im Internet rechercheirt habe.

Mit 150mg Venlafaxin und 50 mg Amisulprid habe ich die letzten 3-4 Jahre verbracht. Eine anfängliche Besserung trat ein, jedoch auch viele Nebenwirkungen, von denen es immer hieß, dass sei meine Erkrankung. Ich habe es geglaubt und war sehr frustriert, dass es mir nur unwesentlich besser ging.

Was NEbenwirkungen und Risiken anbetrifft, hat man mich nur unzureichend aufgeklärt, wenn ich meine Fragen stellte, und auch auf meine Beobachtungen an mir ging man kaum bis gar nicht drauf ein.
Als ich letztes Jahr in der Klinik war, und ich bis dahin schon mehr als 25 kg zugenommen hatte, wollte ich das AMisulprid absetzen. Laut Arzt kein Problem, das von heute auf morgen zu tun. Ich vertraute ihm, er muss es ja wissen. Nach zwei Tagen ging es mir so schlecht wie noch nie, so dass ich verzweifelt die 50 mg wieder nahm. Ich dachte, meine Krankheit sei dran schuld, dass es Absetzsymptome sind, sagte mir niemand.

Im Laufe des letztesn Jahres ging es mir immer schlechter. Ich nahm noch einmal zu, 30 kg insgesamt in drei Jahren, mein Hormonstatus war völlig durcheinander, ständiges Hungergefühl, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Erschöpfung, mangelnde Belastbarkeit, alles wurde immer schlimmer. Gegen die SChlafstörungen gab mir mein Psychiater dann im Sommer Trimipramin, das jedoch so einen starken Nachhang hatte und mich wie in Watte gepackt durch die Gegend laufen ließ, dass ich es verzweifelt von heute auf morgen wegließ. DAdruch hatte ich Wochenlang extreme Schlafstörungen.

Wegen der Gewichtszunahme, die mich seelisch noch mehr runterzog, sprach ich mit meinem Psychiater, er wollte erst einen WEchsel auf Ablify, entschied sich dann aber für Seroquel. Absetzschwierigkeiten gäbe es angeblich keine, wenn man das eine NL gegen das andere Austauschen würde. Ich vertraute ihm. Die nächsten zwei Tag waren der Horror, ich wurde mittags so unruhig und aggressiv, dass ich kurz davor war, alles in meiner Wohnung kurz und klein zu schlagen. Meine Therapeutin war kurz davor mich in die Psychiatrie zu schicken. Mein Psychiater setzte das Seroquel wieder ab und ich nahm freiwllig die 50 mg Amisulprid wieder zu mir. Von Absetzsymptomen sprach er nicht.

Im Herbst dann zwei Niederlagen: ich wandere gerne und meine körperliche Verfassung war bei meiner letzen Wanderung auf dem abslouten Nullpunkt, ich habe die Wanderung kaum geschafft, zu Ende zu laufen. Heulend bin ich nach Hause gefahren, war völlig verzweifelt über meinen Zustand. Mein Psychiater hörte sich meine Verzweiflung an, beließ es aber bei Worten mit "kleine Schritte machen", "Sie machen das schon richtig" ... alles sei nur die Depression, glaubte ich. Von Nebenirkungen war nie die Rede, doch nicht bei so geringen Dosen. Dabei habe ich ihm auch immer wieder gesagt, wie sensibel und überschießend ich oft auf Medikamente reagieren würde. ich fühlte mich total alleine gelassen und verarscht.

Dann der Schock kurze Zeit später: nach einer Blutuntersuchung offerierte mir meine Hausärztin, bei mir bestünde Verdacht auf Diabetes. Das war für mich der Punkt, wo ich begriff, dass es mir seit dem Sommer so schlecht ginge, nicht, weil ich depressiv sei, sondern weil die NEbenwirkungen mich immer mehr kauptt machten.

Meine Hausärztin ist neben Allgemeinmedizinerin auch in Phytotherapie ausgebildet. Zudem untersuchte sie meinen Mirkonährstoffhaushalt. Ich hatte massiven Vitamin-D-Mangel.


Das Amisulprid habe ich mittels Tablettenschneider ein viertel nach dem anderen innerhalb von 4 Wochen eigenmöchtig ausgeschlichten. Ich war einfach nur noch verzweifelt. Und hatte Angst, dass der Schaden, der entstanden war, nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Mit der ersten Dosis Vitamin-D ging es mir schlagartig besser, aber das Venlafaxin vertrug ich nicht mehr, nach der Einnahme ging es mir rapide körperlich schlecht wie nie zuvor. In relativ kurzer Zeit ging ich von 150 mg auf 37,5 mg runter, mit Absetzsymtomen, die laut meinem Psychiater nur kurz und harmlos sein sollten, da ich ja "nur" so ne geringe Menge nehmen würde. Keiner seiner Patienten hätte großartige Probleme beimn Absetzen gehabt. Das habe ich ihm allerdings nicht mehr geglaubt. Meine Kritk wegen der mangelnden Aufklärung und Transparenz bezüglich der Psychopharmaka hat er mit dem üblichen Schöngerede abgetan.

Seit dem Absetzen habe ich permanten Bauchscmerzen. Ich befolgte den Tipp meines Psychiaters, die Einnahmespanne der 37,5 mg imer mehr zu vergößern. Aber schon bei der Einnahme alle zwei Tage wurden die Absetzsymptome sehr sehr schlimm für mich, dass ich so verzweifelt war, dass ich nicht mehr leben wollte. Dank meines Partners habe ich mich wieder gefangen.

Ein Mitstreiterin in einem Traumaforum machte mich drauf aufmerksam, dass man die Retardkapsel aufziehen und die Kügelchen entnehmen könne. Warum wusste das mein Psychiater nich???? Nun verringere ich seit letzter Woche die Anzahl der kügelchen, die Absetzsymptome halten sich in Grenzen, und ich nehme das Venlafaxin jetzt auch abends, weil ich dann das körperliche Unwohlsein leichter ertragen kann.


Jetzt habe ich hier von der Kügelchenmethode gelesen, aber noch nicht so ganz verstanden. Ich bin nach wie vor sehr stark eingeshräntk belastbar, und auch sehr verzweifelt, weil ich das Pharmagift, welches mir sehr schadet, nicht von heute auf morgen weglassen kann, und ich mir daher immer noch mehr Schaden zufügen muss, weil das Ausschleichen so schwieirg ist.

Phytotherapeutisch nehmeich übrigens noch Passionsblume und Baldrian, außerdem für Nachts Lavendelöl. Alle drei helfen mir vorzüglich, Gott sei Dank, ein Lichtblick!

Aber wie soll es jetzt weitergehen????
Ich bin froh, dass es diese Forum gibt. In andern Foren bin ich wegen meiner Kritik an den Medis sehr angeeckt und dachte schon, ich wäre bekloppt. Dass ich mir nichts einbilde oder nur zu sensibel bin, sehe ich jetzt, wo ich hier so viele Betroffene lese, die auch mehr Leiden als dass es Heilung gebracht hat.
Mein Psychiater hat Foren übrigens auch abgetan im Sinne von: "dort schreiben nur die, die gerade was zu sagen haben, die, bei denen es gut ging mit den Medis, und das sind die meisten, die melden sich eben nicht in den Foren an. So entsteht eben das negative Bild."

Ich habe keine Vertrauen mehr zu ihm, was soll ich dort noch? Er kann mir doch nicht helfen. Da muss ich jetz alleine durch, oder? :cry:
Zuletzt geändert von Murmeline am Freitag, 29.06.18, 14:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
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Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
22 Kügelchen
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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von fruehling » Dienstag, 23.12.14, 1:06

Hallo Kaulquappe,
herzlich willkommen im ADFD.
Das, was dir passiert ist tut mir sehr leid. Ich bin immer wieder erschrocken, wenn neue Berichte von Menschen kommen, die alleingelassen, krank und klein gemacht werden.
Du bist da in einen schlimmen Teufelskreis geraten und wie bei vielen anderen hier kann man nicht differenzieren, was auch damals die Erkrankung war und was die Nebenwirkungen?! :frust:
Wegen der PTBS; hast du versucht, das Erlebte zu verarbeiten (Psychotherapie)?

Du hast jetzt begonnen, die Venlafaxin zu reduzieren? Sind in der Kapsel 12 Pallets oder viele kleine?
Hast du nur 12, bist du viel zu schnell vorgegangen!
In 2 Wochen auf 37,5 ist viel zu schnell!
Amisulprid hast du quasi kalt abgesetzt! Kannst du Daten hinzufügen, wie lange du das A. und die Venlafaxin genommen hast?

Ich weiß,dass es schlimm ist, ein Mittel, welches einem nicht guttut, weiterzunehmen. Leider bleibt aber das plötzliche Absetzen selten ohne Folgen.

Wir setzen hier nach Breggin mit der 10%-Regel ab, bei sensiblen Menschen und zum Ende auch mal 5% alle 4 Wochen.

Du wirst hier eine gute Unterstützung bekommen und in langsamen Schritten mit Höhen und Tiefen zurück ins Leben finden.
Ich kann deine Wut gut nachempfinden :evil:
Ich lese und überlege morgen in Ruhe.
Was deinen Stoffwechsel betrifft, solltest du das Neuroleptikum als erstes loswerden. Ist es jetzt komplett raus? Wenn ja, wie lange?
Es wird ein Stück Arbeit werden, auch Arbeit an sich selber...
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JamiepadmaKassiopeiaKaulquappe 411
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 23.12.14, 8:56

Hallo Kaulquappe ,

Willkommen im ADFD

Also solche Geschichten wie deine machen mich echt wütend. Unglaublich was du alles erleben musstest und mal wieder unfassbar was die Ärzteschaft da so von sich gibt. Aber ist uns leider auch nicht neu die wenigsten Ärzte kennen sich mit Absetzproblemen aus und noch viel weniger wie man richtig absetzt. Einen der schlimmsten Absetzfehler die man nur machen kann ist die Pyschopamika nur alle paar Tage zu nehmen. Das nimmt das ZNS sehr übel.

Wie Frühling schon schrieb setzen wir hier im Forum nach Dr. Breggin das heißt alle vier bis sechs Wochen 10%

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=7097

Also die Kügelchenmethode funktioniert so das man alle vier bis sechs Wochen eine bestimmte Anzahl von Kügelchen rausnimmt, die Kapsel wieder verschließt und dann einnimmt. Daher müssten wir wissen , wie Frühling schon sagte wieviel Kügelchen in deiner Medikament sind. Also einmal durchzählen. Schön wäre es wenn dein Präperate viele Kügelchen enthält damit man besser ausschleichen kann.

Und nein du bist nicht mehr allein, jetzt hast du uns, wir sind selber Betroffene und besitzen einen reichen Erfahrungsschatz und setzen selber unsere Medikamentierung ab. Und bitte immer nur ein Medikament absetzen nicht beide gleichzeitig. Und was dein Arzt über Foren erzählt ist absoluter Schwachsinn, wer kennt sich besser mit den Tücken des Absetzens aus als selber Betroffene ? Und wir haben einen reicher Erfahrungsschatz. Unser Forum besteht seit 10 Jahren.
Wenn du Fragen hast frag gerne wir helfen dir so gut wir können.

Schau mal das ist die Liste mit den Absetzproblemen, da dürfte dir einiges von bekannt Vorkommen wird, vollständig ist die Liste sicher auch nicht, aber man bekommt schon mal einen guten Überblick

http://www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html
Lg Petra
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2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von Kaulquappe 411 » Dienstag, 23.12.14, 19:17

Hallo,

danke für eure Antworten, ich fühle mich jetzt ncht mehr so alleine wie noch die letzen Tage. Anscheinende gibt es doch noch Menschen, die gesund kritisch die Dinge sehen können und nichts schönreden oder abtun. Danke fürs Mutmachen1

Wenn ich nach Weihnachten hoffentlich wieder besser drauf bin, werde ich meine Signatur noch einmal überarbeiten und präzisieren und veranschaulichen, so wie ihr das gemcht habt.

Ohne das Amisulprid bin ich jetzt seit 2 Wochen, ich habe es insgesamt drei Jahre lang genommen, immer 50 mg. Hat mir psychisch gesehen auch sehr geholfen, aber die Nebenwirkungen schlagen jetzt halt dermaßen negativ ein, dass es für mich nicht mehr akeptabel ist.
Ich hatte in der Klinike und Ambulant sehr gute THerapeuten, bei denen ich gute fundierte und heilende Traumatherapie machen konnte. Von daher ist das schlimmste überstanden und das, was noch da ist, traue ich mir zu, ohne Medis zu bearbeiten.

Wenn ich mich momentan psychisch instabils fühle, dann wegen der Nebenwirkungen, unter denen ich sehr leide. Das ist nicht meine Erkrankung, da bin ich absolut sicher. Ich habe so viel Therapie gemacht, und so viel Bearbeitet, dass es mir eigentlich von Kopf her gut gehen müsste. Und ich bin absolut bereit, den Weg des Absetzens weiter zu gehen, auch wenn es sooooo schwer ist.

Das Venlafaxin nehme ich auch seit 3 Jahren, meist 150 mg, einmal glaube ich das doppelte oder so, aber nicht lange, weil ich dadruch zu hibbelig wurde. Die Retardtabletten von momentan 37,5 mg haben 120 Kügelchen, davon habe ich die letzten vier Tage immer drei Stück weggelassen. Aber vielleicht sollte ich bei 37,5 mg bleiben und erst mal den Stress vom Neuroleptikumabsetzen verdauen?

Ich habe heute schon wieder soooo Kopfschmerzen, dass Schmerztabletten kaum wirken. Mittags bin ich regelrecht verzweifelt, weil ich denke, es kaum noch auszuhalten, habe ständig Bauchschmerzen und fühle mich soo unwohl. Energielos und schlichtweg Fix und Alle. Aber nicht im sinne von Depressiv sein, das fühlt sich anders an.

Mitte Januar werde ich in "meine" Stammklinik" gehen, wo ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe mit Therapie. Dort hoffe ich, wieder in meine Kraft zu kommen.

Heute ist mein Freund gekommen, das tut gut, seine Unterstützung zu haben.
Liebe Grüße, Quäppchen
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Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von padma » Dienstag, 23.12.14, 20:05

Hallo Quäppchen, :)

auch von mir noch herzlich willkommen. Gut, dass du zu uns gefunden hast.
Wenn ich mich momentan psychisch instabils fühle, dann wegen der Nebenwirkungen, unter denen ich sehr leide. Das ist nicht meine Erkrankung, da bin ich absolut sicher.
Das ist sehr gut, dass du das so klar wahrnimmst. :D Lass dir da nichts anderes einreden! :shock:
. Und ich bin absolut bereit, den Weg des Absetzens weiter zu gehen, auch wenn es sooooo schwer ist.
Dann wirst du es auch schaffen. Wir setzen hier so langsam ab, damit die Symptome sich möglichst im erträglichen Rahmen halten. Versuch erstmal zuversichtlich daran zu gehen.
Die Retardtabletten von momentan 37,5 mg haben 120 Kügelchen, davon habe ich die letzten vier Tage immer drei Stück weggelassen. Aber vielleicht sollte ich bei 37,5 mg bleiben und erst mal den Stress vom Neuroleptikumabsetzen verdauen?
Genau, bleib erstmal auf 37,5 mg, dein Nervensystem hat genug mit dem Absetzen des NL zu tun.
Ohne das Amisulprid bin ich jetzt seit 2 Wochen, ich habe es insgesamt drei Jahre lang genommen, immer 50 mg. Hat mir psychisch gesehen auch sehr geholfen, aber die Nebenwirkungen schlagen jetzt halt dermaßen negativ ein, dass es für mich nicht mehr akeptabel ist.
Wie schnell hast du es denn abgesetzt? Auch bei starken NW ist es oft besser, zumindest eine Minimenge zunächst beibehalten und dann langsam auszuschleichen.
Merkst du denn Absetzsymptome? Hat sich was verschlechtert, z.B.die Kopfschmerzen)?
Heute ist mein Freund gekommen, das tut gut, seine Unterstützung zu haben.
Das ist gut. Schöne Feiertage euch beiden.

liebe Grüsse,
padma
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Absetzverlauf:
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15.06.2019: 0,04 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


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Kassiopeia
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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von Kassiopeia » Dienstag, 23.12.14, 21:31

Liebe Kaulquappe,
Ich glaube du hast bereits sehr gut erfasst, wie die Sache läuft. Ich würde dir raten das Venla erst einmal so beizubehalten und das Neuroleptikum auszuschleichen.
Wenn du dich danach wieder stabilisiert hast, kannst du mit dem Venla beginnen.
Beides zusammen macht alles sehr unkontrollierbar, bzw noch unkontrollierbarer als ohnehin schon.
Aber entscheiden musst ohnehin du.
Wir können dir nur Tipps geben, die auf eigenen Erfahrungen und denen anderer Forumsmitglieder basieren.

Also, je langsamer desto besser, eines nach dem anderen.
Soviel von meiner Seite.

Alles Liebe
Kassiopeia
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Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von fruehling » Dienstag, 23.12.14, 23:30

Hallo Kaulquappe,
Jamie und Kassiopeia schrieben ja schon, dass es von Vorteil wäre, die Venlafaxin vorerst beizubehalten. Da bist du auf der sicheren Seite und du kannst es nach und nach in aller Ruhe langsam weiter ausschleichen.

Mein Gefühl sagt mir, du solltest eine geringe Menge von der Amisulpid wieder eindosieren. Die Absetzsymptome können dem Körper mehr schaden als die Tablette selber (wenn sehr niedrig dosiert).
Im Moment zerrt dein Nervensystem noch von der Depotwirkung, aber die Dopaminrezeptoren werden dir das übel nehmen, dass du es in dem Tempo durchgezogen hast.
Wie klein ist die kleinste Dosis?
Eines musst du in so einer Phase lernen und das ist Geduld zusammen mit Tatsache, dass man etwas schlucken muss, was einem nicht guttut.
Das ist das Verrückte, dass der Körper dir zeigt, dass er es nicht möchte, er aber abdreht, wenn man es weglässt :frust: Das heißt; akzeptieren, dass es so ist, wie es ist, denn dir bleibt nichts anderes übrig als langsam vorzugehen. Ansonsten kannst du schnell verlieren und die ganze Arbeit ist dahin.

Ich finde es toll, dass du eine Traumatherapie gemacht hast und du auch erfolgreich warst. Du hörst dich stark und gefestigt an... deshalb schön langsam bitte.
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JamiepadmaKassiopeiaKaulquappe 411
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von Kimeta » Mittwoch, 24.12.14, 8:05

Hallo Kaulquappe,

mangels Kompetenz schreibe ich nur selten in den persönlichen Threads mit, aber in Deinem Fall möchte ich einen kurzen Gruß schicken, denn ich bin auch Migränikerin und kann mir halbwegs vorstellen, wie es sein muss, wenn so ein Medikamenten-Chaos auf Migräne trifft.

Aber ich finde auch, dass Du virtuell sehr reflektiert rüberkommst und ich wünsche Dir, dass Du besonnen und geduldig (und erfolgreich!) einen Weg da raus findest.

Viele Grüße,
Kimeta
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Hintergründe und Absetzverlauf:
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:schnecke: Mein Thread :schnecke:

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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von Kaulquappe 411 » Donnerstag, 25.12.14, 18:53

Hallo ihr Lieben hier im Forum,

danke für eure Rückemeldungen. Ich hatte mich vor Verzweiflung zunächst in einem Traumaforum versucht auszutausche, doch da wurde ich dann gleichtgesetzt mit Arzt- und Medikmentenhasse" bzw. Verschwörungstheoretiker. Jede Möglichkeit des Austauschs dieser verzweifelten Situation wurde im Keim erstickt, indem für mich fruchtbare Diskussionen und Erfahrungen von durchaus auch anderen Betroffenen einfach von den Admins gesperrt wurden.

Daher bin ich so dankbar, dass ich hier so offen darüber lese und seblst reden kann. DAnke!

Ich nehme jetzt das Venlafaxin in der Dosis 37,5 mg erst mal weiter ein. Mir geht es damit besser, wenn ich Kügelchen weglassen, geht es mir so schlecht, dass ich es kaum aushlaten kann und nur noch verzweifelt bin.

Das Amisulprid nehme ich jetzt als viertel Tablette ( ca. 12,5 mg) noch mal wieder ein, und warte jetzt einfach, bis es mir gerade Mittags wieder soweit gut geht, dass ich nicht mehr so ein Häufchen Elend bin wie momentan.

Und bis dahin werde ich mich hier sicherlich noch weiter eingelesen haben um zu wissen, wie ich weiter agieren kann mit dem Ausschleichen.

Ich war auch in einem Depressionsforum und fand es ganz schlimm, wie von oberster Stelle immer wieder gepredigt wird, dass ADs und so nicht süchtig machen würden. Wenn der Körper ohne ein Medikament nicht mehr normal funktionieren kann, dann ist das für mich eine Form des Süchtig seins, da kann mir keiner was erzählen. Zwar anders als bei Alkohol und so, aber es ist eine Art von Sucht.

Ich habe das Schöngerede sooo satt, und wenn ich sehe, wie unverantwortlich Ärzte mit den Psychopillen nur so um sich werfen, obwohl sie selbst weder genau wissen, wie das ganze wirklich wirkt, noch welche Langzeitschäden das ganze haben kann, geschweige denn richtige Erfahrungen mit Absetzen zu haben scheinen, könnte ich grad alles zusammenschlagen. Dieses Allmachtsgefasel mancher Pschyiater und in diesem Forum auch der Patienten-Pillenfraktion, die dermaßen Pillen- und Arzthörig sind, dass ich am liebsten laut schreien möchte, das möchte ich nicht mehr.

Ich höre auf meine Körper und meine Seele, und was zu viel ist, ist zu viel. Punkt, aus, basta. Schließlich ist jeder sich selbst der beste Arzt, auch wenn wir nicht studiert haben, oder vielleicht gerade deswegen.
Vielleicht sollte man mal so manche Psychiater ihre Pillen selbst mal zum probieren geben, damit sie wissen, wie das wirkt und wie sich das anfühlt. Dann hätten sie vielleicht mehr Einblick.

:evil: :evil:

Bin froh, dass es mir heute besser als gestern geht, gestern dachte ich bis abends, ich breche gleich zusammen. Heute bin ich wieder stabiler. Mal gespannt, wie das jetzt läuft mit meiner oben genannte Idee.

Ach Mensch, als wenn meine Erkrankungen nicht schon mehr als genug gewesen wären, dass ich jetzt noch solche massiven Probleme bekommen würde, das hätte ich nie gedacht und macht mich echt verzweifelt.
Aber wie gesagt, ich bin froh, hier so viel offene Worte zu hören, das tut gut. Danke nochmals, bis denn! :)
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JamieKassiopeiapadmaBirgitti
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
22 Kügelchen
Seit dem 15. August 2018 auf NULL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von fruehling » Donnerstag, 25.12.14, 22:28

Hallo Kaulquappe,
dein Plan hört sich gut und vernünftig an. Deine Meinung ggü Pillen und Ärzte kann ich und viele andere hier unterstreichen :evil:
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
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Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von Kaulquappe 411 » Montag, 29.12.14, 22:25

Hallo,

seit Weihnachten nehme ich nun also schön brav :roll: meine 37,5 mg Venlafaxin zu mir, und die unangenehmen Absetzsymptome sind verschwunden. Ich werde bis in drei Wochen warten, bis ich mittels der Kügelchenmethode weiter ausschleiche, denn dann bin ich in "meiner" Klinik und habe dann den Kopf frei und genügend UNterstützung, um die anstrengende Phase durchzuziehen.

Das Amisulprid nehme ich jetzt mit 12,5 mg wieder dazu, weiß aber nicht so genau, ob das jetzt gut oder schlecht ist.

Wenn ich richtig verstanden habe, geht man mit der Dosierung erst weiter runter, wenn man mit der momentanen Dosierung Symptomfrei ist. Ist das richtig? Und wenn die Absetzsymptome zu stark werden, dann hat man zu schnell reduziert?

Ich habe hier etwas nach der 10%-Regel gelesen, das würde bedeuten, dass das Venlafaxin als nächsten Schritt um 3,75 mg verringert würde ( Rechen, rechen ... :cry: ) Dreisatz war noch nie meine Stärke, da brauch ich den Taschenrechner :lol:

Also 120 Kügelchen sind 37,5 mg
dann ist 1 Kügelchen 37,5 : 120
... und weiter????

Oh je, das ganze wird wohl jetzt nicht an meiner verhunzten Mathenote scheitern??? :whistle:

Ich bin jetzt erst mal froh, die letzten Tage wieder wesentlich besser drauf zu sein, das war ja kaum noch auszuhalten. Und ich dachte den ganzen Sommer lang, ich wäre noch sooo krank und depressiv, dass sich Therapie wohl kaum gelohnt hätte. :frust: Gut, dass dem nicht so ist, wie ich jetzt weiß.

Aus dem Traumaforum habe ich mich jetzt abgemeldet. Dort war für mich kein Ort des WAchsens und heilens. Eine meiner guten Entscheidungen im alten Jahr.

Bis denn!

P.S. Apropos Klinik: keine Angst, diese Klinik, in die ich bald gehe, ist ein wirklich guter, heilsamer Ort. Ich wurde mehrfach an Kliniken falsch behandelt, retraumatisiert und medikamentös skandalös behandelt. Nicht so hier: hier habe ich zum ersten Mal wirklich gute behandlung auf Augenhöhe erfahren. Zum Chefarzt habe ich einen guten Draht, und wenn ich was nicht möchte, dann ist es für ihn so O.K. Er sagt immer, wir seinen schließlich erwachsen und freiwillig in der Klinik. Und therapeutisch haben die auch gute Leute, die haben mich sehr gut von den Miseren der anderen KLinken geheilt und mir heilende WEge aufgezeigt bzw. die habe ich mir dort sehr gut erarbeiten können. Ich werde dort sicherlich gute Unterstützung beim Absetzen haben, nicht im Sinne der technischen Umsetzung, das bleibt mein REvier, sondern beim Durchstehen etwaiger schlechten Phasen!
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von Jamie » Montag, 29.12.14, 23:19

Hallo Kaulquäppchen,

nee nee, an der Mathenote soll es nicht scheitern, wir helfen dir gerne beim Rechnen. :D
Du hast das alles richtig verstanden. Erst wenn man sich stabil fühlt und keine Symptome mehr zeigt, dosiert man weiter ab. Alles andere geht auf die Dauer schief.
Dein nächster Reduktionsschritt wären die von dir errechneten 3,75 Gramm.

Dreisatz:
120 Kugeln = 37,5mg
x = 3,75

-----------------> (3,75 mal 120 geteilt durch 37,5) --> x = 12

12 Kügelchen entsprechen einer Wirkstoffmenge von 3,75mg. Also entnimmst du 12 Kügelchen und verschließt die Kapsel wieder.
Da du das nur alle 4-6 Wochen gemäß Dr. Breggin tun solltest, wird für das Ausschleichen das gesamte nächste Jahr draufgehen. Darauf solltest du dich innerlich einrichten.
Wenn du uns deine Klinik weiterempfehlen willst, dann freuen wir uns, denn wir sammeln Adressen "guter" Kliniken :).


Grüße
Jamie
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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von Kaulquappe 411 » Dienstag, 30.12.14, 21:10

Hallo,

puh, jetzt bin ich aber erleichtert, dass ihr mir das mit dem Rechnen abgenommen habt :roll: :D

Ich hatte ja schon mal die Menge von 37,5 mg um 4 Kügelchen verringert, und selbst mit so einer Menge kam es mir schon zu viel vor. Ich reagiere oft total überschießend auf Medikamente, selbst in Minimalstdosen, und wenn ich jetzt gleich 12 Kügelchen wegnehmen würde, wäre das vielleicht doch zu viel? Noch kleinere Schritte wären mir lieber, was wenn ich es pro Tag um ein Kügelchen verringere und schaue, wie es mir damit jeweils geht? Wäre doch auch erst mal gut, oder? WAs meint ihr?

Seit 2 Tagen habe ich übrigens das Amisulprid wieder hinzugenommen, aber heute ging es mir körperlich sehr schlecht damit, ich werde es lieber wieder weglassen, damit war ich gut bedient. Damit hätte ich es dann schon abgesetzt und muss mich jetzt "nur" noch um das leckere Venla kümmern :sick:

Grüße!
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2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
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31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 30.12.14, 22:53

Hallo Kaulquappe , also dein Plan mit dem jeden Tag ein Kügelchen weglassen ist nicht so gut, da kann sich das ZNS nicht so toll drauf einstellen. Wenn dir das mit den 12 Kügelchen weglassen zu heikel ist und du ein besonders empfindliches ZNS hast würde ich es nochmals mit den vier Kügelchen versuchen alle vier Wochen. Und schauen ob du damit dann zurecht kommst.

Und ja lass das Amisulprid weg wenn es dir nicht mehr bekommt. Oder du entscheidest dich fürs Mikropapering alle fünf bis sieben Tage zwei Kügelchen weglassen. So das du dann bei sechs Wochen genau bei den 12 Kügelchen bist. Probier aus welche Methode am besten zu dir passt und am verträglichsten für dich ist. Ich schleiche nach dem Mikrotapering aus, 10% auf einmal sind mir nicht mehr bekommen.

Lg Petra
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6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von Kaulquappe 411 » Mittwoch, 31.12.14, 19:39

Hallo,

vielen Dank für die Anregung, das mit dem Minitapering erscheint mir sehr angemessen und ich werde es mal versuchen, damit fange ich dann nächste Woche mal an, dann habe ich schon einen kleinen Schritt getan, bevor ich in der Klinik bin.

Seit gestern habe ich nun also das Amisulprid doch wieder weggelassen und es geht mir heute WESENTLICH besser!!! Gut zu wissen, dass es das nicht mehr ist :sports:

Also nur so am Rande:
ich bin ich einer Angstgruppe, und dort hat ein Mitstreiter erzählt, seine Ärztin hätte ihn aprupt von heute auf morgen weg vom Venlafaxin auf ein anderes Mittel gesetzt. Seitdem geht es ihm extrem schlecht, Schwindelanfälle, Sehstörungen, er kann kaum normal laufen. Ich habe ihm sofort gesagt, das seien mit Sicherheit die Absetzsymptome, und er solle sofort wieder zurück zum Venlafaxin, langsam ausschleichen. Er hat es mir nicht so ganz geglaubt, sondern die Tage bis zum nächsten Arzttermin weiter gelitten. Was glaubt ihr, was dann seine Ärztin sagte: "Das sind die Absetzsymptome vom Venlafaxin!"
Warum bitte schön kann sie nicht vorher drauf hinweisen, dass es Probleme geben könnte????
Warum bitte schön dann dieser aprupte Abbruch cer Einnahme, wenn massive Probleme bekannt sind?
WArum bitte schön wissen das die Ärzte nicht, dass man langsam ausschleichen muss?????

Statt desser meinte diese Ärztin: "In drei Wochen ist alles vorbei und Sie können auch wieder besser schlafen!" :evil: Ja spinnen die denn? Jemanden so lange leiden zu lassen, der wegen seiner Erkrankung eh schon angeschlagen ist??? Ich verstehe es einfach nicht, das sind doch studierte Leute? Vielleicht sollten die mal ihre PIllen selbst fressen um am eigenen Leib zu erfahren, dass das keine Kleinigkeit ist, wenn man an Absetzsymptome leidet :frust:

Ich bin ja mal gespannt, was der Chefarzt "meiner" Klinik sagt, wenn ich ihm mitteile, dass ich die Chemie nicht mehr will und am Absetzen bin. 8-)
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Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
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Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von Kaulquappe 411 » Montag, 05.01.15, 16:22

Hallo,

heute mittag habe ich mal meine Signatur überarbeitet und übersichtlicher gemacht. Zudem mal in alten Klinikberichten geschaut, wie es mit den Medis aussah damals.
Da es mir momentan mit den 37,5 mg Venlafaxin sehr gut geht, werde ich ab heute 2 Kügelchen weniger nehmen und entsprechend dem obigen Hinweis mittels Mikropapering alles 5-7 Tage um 2 Kügelchen runtergehen. Ich hoffe, das funktioniert ohne nennneswerte Absetzsymptome, denn ich kann diese ständigen körperlichen Einschränkungen kaum noch ertragen.
Ab nächster Woche werde ich wohl in "meiner" Klinik sein, in der ich mich bis auf die Medikamentenaufklärung bisher gut begleitet gefühlt habe. Dort erhoffe ich mir wieder Kraft tanken zu können, um den weitern Entzug durchstehen und abschließen zu können.
Ich hoffe inständig, dass durch die Medis keine nenneswerten Langzeitschäden bleiben werden.

Gibt es hier im Forum jemand, der durch das Amisulprid ebenfalls Diabetes Typ 2 entwickelt hat? Wurde das nach dem Absetzen wieder rückläufig?

Gibt es hier ebenfalls jemand, der so stark durch das Amisulprid zugenommen hat? Und wie verlief das GEwicht nach dem Absetzen? Ging es automatisch runter oder musste eine Diät gemacht werden? Dafür verspüre ich absolut keine Kraft und hoffe, dass mein Gewicht von alleine runter geht. Momentan habe ich allerding den Eindruck, ich nehme nach wie vor immer mehr zu. Wie kann das sein???????? :cry:

Fragen, Fragen, Fragen, ... und ich bin so froh, dass einige meiner Fragen hier im Forum bereits beantwortet werden konnten. Es wundert mich, wie unwissend viele Ärzte sind. Ich werde meinem Psychiater mal auf dieses Forum hinweisen, auch wenn er es vermutlich mal wieder abtun wird. :x
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Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
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11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
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4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von padma » Montag, 05.01.15, 19:46

Hallo Kaulquappe, :)

das ist wirklich heftig, was an dir schon alles ausprobiert wurde. :shock:
Da es mir momentan mit den 37,5 mg Venlafaxin sehr gut geht, werde ich ab heute 2 Kügelchen weniger nehmen und entsprechend dem obigen Hinweis mittels Mikropapering alles 5-7 Tage um 2 Kügelchen runtergehen. Ich hoffe, das funktioniert ohne nennneswerte Absetzsymptome, denn ich kann diese ständigen körperlichen Einschränkungen kaum noch ertragen.
Da habe ich Bauchschmerzen mit, wenn du jetzt schon reduzierst. Du warst Mitte Dezember noch auf 150 mg und hast dann viel zu schnell reduziert mit heftigen Absetzsymptomen. Dein ZNS braucht jetzt Zeit sich zu erholen, auch wenn es dir aktuell gut geht. Ansonsten kann die Absetzsymptomatik dich richtig einholen. :!:

Da es dir momentan damit gut geht, kannst du dir die Zeit auch wirklich lassen. Ich würde erst Ende Februar/Anfang März mit der Reduktion weitermachen. Und du könntest die Zeit in der Klinik wirklich zum Kraft tanken nutzen und dir nervige Diskussionen ersparen.
Ich hoffe inständig, dass durch die Medikamente keine nenneswerten Langzeitschäden bleiben werden.
Wir gehen davon aus, dass das Gehirn sich wieder erholt. Die Gefahr von Langzeitschäden ist bei ADs wohl nur bei sehr langer Einnahmedauer gegeben (Jahrzehnte)
Gibt es hier im Forum jemand, der durch das Amisulprid ebenfalls Diabetes Typ 2 entwickelt hat? Wurde das nach dem Absetzen wieder rückläufig?
Da ist mir niemand bekannt. Ich wäre da aber optimistisch, dass sich der Diabetes bei dir noch nicht so manifestiert hat, und er daher reversibel ist.
Gibt es hier ebenfalls jemand, der so stark durch das Amisulprid zugenommen hat? Und wie verlief das GEwicht nach dem Absetzen? Ging es automatisch runter oder musste eine Diät gemacht werden? Dafür verspüre ich absolut keine Kraft und hoffe, dass mein Gewicht von alleine runter geht. Momentan habe ich allerding den Eindruck, ich nehme nach wie vor immer mehr zu. Wie kann das sein???????? :cry:
Es gibt einige Psychopharmakas, die zu einer sehr starken Gewichtszunahme führen. Es liegt daran, dass der Stoffwechsel sehr runter gefahren wird, Heisshungerattacken können hinzu kommen. Sobald der Stoffwechsel sich normalisiert, geht das Gewicht wieder runter. Bei manchen bereits beim Reduzieren, bei anderen erst einige Zeit nach 0. Eine Diät brauchst du nicht zu machen, das könnte auch kontaproduktiv sein, da manche Diäten den Stoffwechsel auch runterfahren können.

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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15.06.2019: 0,04 mg



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Hinweis:
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ich bin zur Zeit wegen eines gebrochenen Handgelenks eingeschränkt aktiv

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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von Kaulquappe 411 » Montag, 05.01.15, 20:15

Hallo und Guten Abend,

danke für deine Hinweise.
Eigentlich hast du recht, warum soll ich mir jetzt weiter STress machen? Gut, die Heißhungerattacken habe ich immer noch, aber bei weitem nicht mehr so schlimm wie die Jahre davor. Aber ansonsten könnte ich wirklich die Klinikzeit nutzen, um mal ans Ufer zu gelangen statt immer nur krampfhaft über Wasser zu bleiben! Ich habe ehrlich gesagt momentan auch überhaupt kaum Kraft und Nerv, etwaige Absetzsymptome durchzustehen, das zieht mich total runter. Ich bin nach diesem verkorksten Sommer einfach nur mal froh, wenn ich ohne Probleme einigermaßen meinen Alltag gestalten kann.
Also werde ich wohl noch mal in mich gehen und mir überlegen, ob ich jetzt weiter Absetze oder erst mal dabei bleibe ... aber vermutlich erst mal dabei bleiben. Und nach der Klinik schau ich weiter. Macht die SAche vermutlich wirklich einfacher, denn beim letzten Mal hatte ich dort das Venlafaxin von einem anderen Anbieter, darin waren keine Kügelchen wie bei mir jetzt. Und auf Diskussionen habe ich echt Null Bock, mit dem Chefarzt möchte ich's mir nicht unbedingt verscherzen, der ist absoluter Anhänger der Pharmas. Aber ansonsten total O.K.

Also wenn ich mir so meine Signatur anschaue, dann werde ich wütend und traurig zugleich. Was einem nicht alles versprochen wurde mit Hilfe der Medis. Ich kann nicht behaupten, dass es mir eine wesentliche Besserung gebracht hat. Im Gegenteil, ich habe eher das Bild, dass ich damit noch mehr Probleme bekommen habe. Benzoentzug, Nebenwirkungen, körperlicher Zerfall .... von Gesundung kann ich da nicht sprechen. :cry:

Und wenn ich mir hier so die Beiträge andere anschaue, bin ich da kein Einzelfall. :evil:
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
KG 170 g
22 Kügelchen
Seit dem 15. August 2018 auf NULL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Kaulquappe 411
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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von Kaulquappe 411 » Montag, 05.01.15, 22:47

Hallo, hier bin ich nochmal.

Also ich habe mir mal andere DepriForen angeschaut und fühle mich jetzt echt beschissen. Dort schreiben viele davon, dass sie sich ärztlich begleiten lassen würden beim Absetzen und so und auch sonst in engem Kontak mit ihren Psychiatern stehen würden. Muss ich jetzt ein schlechtes GEwissen haben, dass ich nicht brav das mache, was mir ein Arzt sagt, sondern einfach nur auf meinen Körper höre und mich eigenmächtig mit eurer Unterstüztung durch das Absetzen hiefe?

Ich hatte eigentlich so das Bild, dass Psychiater wissen, was sie tun und verschreiben und so. Aber dem scheint nicht so zu sein. Und nachdem sich die Absetzempfehlungen meines eigenen Psychiaters sich als absolut untauglich für mich gezeigt haben, steh ich jetzt allein auf weiter Flur ( mal abgesehn von diesem Forum hier!!!!!)

Ich habe kein Vertrauen mehr zu meinem Psychiater, ist das nicht traurig? Es macht mir auch Angst, weil man wie z.B. in diesen Foren eingeredet bekommt, man müsse Pillen nehmen, damit es einem besser gehen würde. Was tue ich, wenn meine Depri wieder vehement zuschlagen würde? Auf die Empfehlung von einem Psychiater kann ich nicht mehr setzen, mein Bild ist seit einigen Monaten, dass diese selbst nicht so genau wissen, was sie tun, auch wenn sie oft genug so tun, als wüssten sie alles.

Ja bin ich denn blöd, dass ich mich da so wiedersetze??? Ich komme mir heute vor wie in einem schlimmen Alptraum. Hattet ihr sowas auch schon mal? Angst, weil ihr nicht den "normalen" WEg geht, den tausende von uns immer noch gehen, siehe diese Depriforen. Mir war richtig schlecht, nachdem ich dort gelesen habe. Alle so Pharmahörig, schlimm, echt schlimm.Und manche Empfehlungen einfach nur zum kopfschütteln. Ich verstehe es nicht .... bin ich jetzt tatsächlich auf dem richtrigen WEg, oder mache ich mir was vor? Ich habe Angst, richtige scheiß Angst, meinen WEg weiter zu gehen, aber was soll ich denn machen? Viel zu lange habe ich auf Ärzte gehört, ohne nennenswerte Verbesserung.

Ich habe das Buch "Fehldiagnose Rechtsstaat" von Eva Schwenk gelesen, das hat mich in meiner eigenen Erfahrung an diversen Kliniken ziemlich aufgewühlt. Da wird einem von einem studierten Arzt Dinge übergestülpt, die gar nicht zutreffen, dann noch Pharmakologisch behandelt, und wenn man sich, wie ich, aufmüpfig zeigt, dann wird alles mit einer Diagnose belegt. Zum Glück hatte ich damals die Belgeitung einer Therapeutin ambulant, die mir dazu verhalf zu sehen, dass mit mir alles stimmt, sich die Ärzte aber aus eitelkeit und mangelnder Kritikfähigkeit dieser Strategie bedient haben. Furchtbar!

Ja, ich habe Angst, was, wenn ich eines Tages die Hilfe eines Arztes bräuchte? Aber weiß, dass die eigentlich auch nichts wissen? Ist doch verrückt, oder?

Ich habe in meinem SMartphone jetzt eine Notfalldatei eingerichtet, damit im Notfall die Ärzte wissen, dass ich wegen Unverträglichkeit viele Pharmapillen nicht bekommen will. Und außer einem Notfallmedikament in absoluter Niedrigsdosierung habe ich dort nur noch meine Phytotherapeutischen Tabletten angegeben. Ich befürchte, dass niemand diese Notfalldaten berücksichtigen wird.
Mein Freund war in einer Klinik und seine Psychiaterin hatte ihm einen Arztbrief mitgegeben, dass bei ihm von einer Umstellung der Tabletten unbedingt abzusehen sei. Und was machen die dort??? Meinen, sie müssten ihr eigenes Ding drehen und nicht auf die Worte einer einfachen Ärztin von außen hören. 'Und haben die Medis umgestellt. Mit dem REsultat, dass es meinem Freund heute sehr viel schlechter geht als damals.

Ja, ich habe Angst, wenn ich all die Berichte hier lese, von Patienten, die Hilfe gesucht haben und stattdessen nur noch tiefer in den Strudel geraten sind. Das berührt bestimmt auch meine eigenen Themen in meiner Familie, wo ich oft Hilfe gesucht und nicht bekommen habe. Und nur hilflose kleine Eltern vor mir hatte statt hilfreiche starke Eltern. Zum kotzen.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es anderen hier vielleicht ähnlich gehen mag, die pltzlich sehen, was es mit Psychiatern und ihren Möglichkeiten, die keine sind, auf sich hat.
Hoffentlich, denn es fühlt sich echt scheiße an, sich alleine auf weiter FLur zu fühlen. :(
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
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Schlumpf
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Re: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens

Beitrag von Schlumpf » Montag, 05.01.15, 23:26

Hallo Kaulquappe,

ich antworte dir einfach mal, da du sehr aufgewühlt klingst. Zu deiner Frage: Ja, ich kenne diese Zerrissenheit. Einerseits möchte man den Ärzten gerne glauben und den einfachen Weg gehen (der womöglich auch für viele funktioniert). Andererseits merkt man, dass man selbst nicht gut damit zurecht kommt. Dass Medikamente kein Allheilmittel für einen sind, dass sie vielleicht noch andere Probleme mit sich bringen, die sich erst nach Jahren oder Monaten zeigen. Wenn man sie dann absetzen will, sind Ärzte vielleicht einsichtig, aber wollen dann, dass man viel zu schnell runtergeht - du kennst das ja.

Ich glaube, dir wird nur helfen, auf deinen Körper zu hören. Hier wird dich niemand von Medikamenten abbringen wollen, falls du dich für den "geraden Weg" entscheiden solltest. Hier geht es eher um einen achtsamen Umgang damit und mit dem Körper. Ich denke, du verlierst nichts, wenn du dir diesen Weg hier einmal anguckst und einige Schritte darauf gehst. Den anderen Weg kennst du ja schon.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Schlumpf für den Beitrag (Insgesamt 4):
JamiepadmaKaulquappe 411Siggi
1. Symptome: Schlafstörung, Erschöpfung, Depression, Angepanntsein, häufige Migräne, Weinkrämpfe, sozialer Rückzug - zog sich alles schleichend über Jahre und wurde immer schlimmer; Diagnose: Depression
2. Seit 2008: 30mg Mirtazapin; 2012 auf 15mg reduziert, dafür 20mg Citalopram eingeschlichen
3. Euthyrox 75 seit ca. 2000 (wegen Hashimoto/Unterfunktion der Schilddrüse). Musste während des Absetzens im August auf 100 erhöhen, im November weitere Erhöhung auf 125. Im März Reduktion auf 112,5. Nächste Kontrolle im Mai.
4. Absetzen: Citalpram in mehreren Schritten von 20mg ausdosiert, letzte Einnahme am 22. Juli, Mirtazapin seit Ende Oktober bei 7,5mg. Ich habe mich zum langsamen Absetzen durch Mikrotapering entschlossen.

15.12. ca. 6mg Mirtazapin
4.1. ca. 3,75mg Mirtazapin
Seit dem 4. Februar: Vier Tage lang immer ein Krümelchen abgeschabt, mal gucken, wie mir das bekommt.
Seit dem 14. Februar 2015: 0mg. Ich bin gespannt, wie es mir bekommt.

Seit Februar 2015 keine Psychopharmaka mehr. Aktuell L-Thyrox 112 wegen Hashimoto, Mönchspfeffer wegen Zyklusproblemen und seit Dezember Baldran zum besseren Schlafen.

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