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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Kaulquappe 411
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Kaulquappe 411 » Dienstag, 09.10.18, 5:02

Hallo, ganz schnell, denn Quappi ist gerade im Urlaub, und es geht so einigermaßen, die Wellen sind erträglich, solange ich bestimmte Regeln einhalten, wie Histamin- und zuckerarm essen, räusper, was leider gar nicht so einfach ist.
Die aggressiven Ausbrüche hab ich leider immer noch, schlimm schlimm, jetzt kann ich die Ferienwohnung verwüsten, dann fahren wir wieder nach Hause. :-D
Na wie dem auch sei, demnächst wenn ich wieder zu Hause bin, mehr.

Gaaaanz liebe Grüße,

Fröschleinquappi
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kaulquappe 411 für den Beitrag (Insgesamt 3):
BittchenpadmaFledermaus
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
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02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten
seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
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Shonah
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Shonah » Dienstag, 09.10.18, 13:45

Liebes Quäppchen,

Ich wünsche dir einen schönen, erholsamen Urlaub.

Und Glückwunsch zur 0 :party2:



LG Shonah
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BittchenKaulquappe 411
2008 Diagnosen: schwere depressive Episode
Generalisierte Angststörung mit PA

300mg Venlafaxin

2009 : 150mg V.
75mg V.
2010 : 37,5 mg V.
11/2010: abgesetzt

12/2010 : 37,5mg V.
2011 : 75mg V.
2013 : 37,5mg V.
2014 : 37,5mg V. unret.
2015 : 18,25mg V. unret.
01.11.15 9mg V. unret.
12.11.15 : abgesetzt
17.11.15 18.25 mg V. unret.
29.12.15 : 9mg V. unret.
9mg V. unret.
12.01.16 : 9 mg V. unret. früh
7mg V. unret. Abend
11.02.16 : 9 mg V. unret. Früh
3mg V. unret. Abend
11.03.16 : 9 mg V. (u) früh
2 mg V. (u) spät
11.04.16 : 9 mg V.(u) früh
11.05.16 : 8 mg V.(u) früh
12.05.16 : betablocker halbiert da RR zu niedrig
auf ärztlichen Rat
Symptome : - Schwindel, Kreislaufbeschwerden,
Muskelzuckungen am ganzen Körper,
hin und wieder PA,
sehr oft starkes Frieren, Herzrasen,
körperliche Schwäche, laute
rumpelnde Darmgeräusche, Konzen-
trationsprobleme

01.07.16 8 mg V. ret.
04.07.16 8 mg V. unret.
06.07.16 9 mg V. u.
19.11.16 8,5 mg V. u.
06.01.17 8,0 mg V. u.
Symptome: Herzstolpern (auch in Salven), Schwindel,
Rückenschmerzen, extrem trockene Haut,
Kopfschmerzen, Schlafprobleme, geringe
Belastbarkeit, Augen brennen...
12.01.17 ProBioCult 3x1
Hepatodoron 0-0-0-2
8mg V. u.
9.2.17 alle NEM abgesetzt
Derzeitige Symptome: Pulsschwankungen (mal hoch, mal tief), tränende Augen, Bauchschmerzen (Blähungen), Rückenschmerzen (BWS, LWS), Gelenkschmerzen, Leistungsschwach

27.2.17 7,5 mg V. u.
08.04.17 7,0 mg V.u.
18.05.17 6,7mg V.u.
10.6.17 6,3 mg V. u.
30.6.17 5,7 mg V. u.
11.8.17 5,2 mg V. u.
19.9.17 4,5 mg V. u.
22.10.17 4,0 mg V. u.
25.11.17 3,7mg V. u.
20.12.17 3,4mg V. u.
20.1.18 3,2mg V. u.
20.2.18 3,0mg V. u.
20.3.18 2,8mg V. u.
20.5.18. 2,5mg V.u.
20.6.18 2,2mg V.u.
20.7.18 1,9 mg V.u.
5.9.18 1,7mg V.u.
14.10.18 1,7mg V. ret.

Psychiatrie, nix geht mehr

10.11.18 37,5 mg ret

Aktuelle Medikation:
Morgens: Venlafaxin ret. 37,5
Metoprolol ret. 25mg
Abends: Metoprolol ret. 25mg

Kaulquappe 411
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Kaulquappe 411 » Mittwoch, 17.10.18, 14:30

Hallo,

Quäppchen ist wieder zu Hause, leider. Hier ging gleich der Ärger mit den unverschämten Vermieter weiter, die alles, was mir sagen, machen, tun, so verdrehen und uns als die Deppen hinstellen.

Körperlich hatte ich arge Achillessehnenprobleme im Urlaub, so dass wir eine Tour abbrechen mussten.

Aber ich hatte kein Mal Migräne, ist doch schon mal was.

Heute hab ich mal wieder die Blutwerte testen lassen, meine Vitamin-B Werte sind im absoluten Keller, tiefer geht ja fast nicht mehr. Kann u.a. zu Gereizheit führen, laut meiner Ärztin. Also wenn sie meine aggressiven Ausbrüche mit fast zertrümmerter Ferienwohnung als Gereiztheit bezeichnet, wie sieht das aus bei Aggresssivität? :sports: :D :D

Vitamin D ist auch niedrig, aber das nehm ich nicht weil ich es bisher nicht vertragen hab. Man muss ja nix übertreiben. Muss so gehen.

Soweit zu Quäppchens Neuigkeiten, demnächst wieder mehr, hab heut Nacht kaum geschlafen, weil mir der Anwaltsbriefe dieser Vermieter im Bauch lag.

Bis denn, liebe Grüße,

Quappi :)
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Fledermaus
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Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
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am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
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padma
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von padma » Mittwoch, 17.10.18, 17:33

liebes Quäppchen, :)

das ist ja frustrierend, dass dich zuhause gleich wieder Ärger erwartet.

B Vitamine sind schon sehr wichtig, ein Mangel kann zu Schäden führen. Da würde ich vorsichtig antesten, ob du welche einnehmen kannst. Am besten gezielt die, die zu niedrig sind und nicht gleich ein Komplex.
Ist B 12 auch zu niedrig? Das ist wirklich sehr wichtig!

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.06.2019: 0,04 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


ich bin zur Zeit wegen eines gebrochenen Handgelenks eingeschränkt aktiv

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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Sunyata » Montag, 22.10.18, 20:44

Hallo Kaulquappe,

ich bin seit 4 Wochen hier angemeldet und immer wenn ich etwas freie Energie habe suche ich nach weiteren Venlafaxin-Opfern... und da bin ich gerade auf dich gestoßen..

Erstmal Glückwunsch zur 0!! Wenn ich es richtig verstanden habe, hast du über vier Jahre langsam abgesetzt.

Ich habe Venlafaxin 150mg über 11 Jahre genommen (vorher 3 Jahre Paroxetin) und über ein Jahr ausgeschlichen, bin seit 15 Monaten auf 0. Bei mir fingen die Probleme (v.a. Depressionen und Erschöpfung/ Hochsensibilität) so richtig erst ab 0 an, vermutlich weil 1 Jahr Ausschleichen viel zu wenig war bei der langen Einnahmedauer. Aber auch ich habe viel zu lange meinem guten netten Arzt vertraut...

Wenn ich 4 Jahre Absetzzeit (inkl. dem Jahr Ausschleichen) habe ich noch gute 1,5 Jahre vor mir...
Keine schöne Perspektive, andererseits - wenn ich wüßte, danach wird es Wirklich besser, würde ich wohl sofort unterschreiben.

Hier mein Thread: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=15901
Ich würde mich freuen, wenn du aus deiner Sicht was dazu sagen kannst... falls du auch die Energie dazu hast.

Ich wünsche dir weiterhin viel Glück und Erfolg!!!
LG Mike
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JamieKaulquappe 411
2003 - 2007 Paroxetin 20mg

(2002 - 2009 Pantoprazol wg. ständiger Magenschmerzen)

2007 - 06/2016 Venlafaxin 150mg
In dieser Zeit ab und zu bei Bedarf Zopiclon 7,5mg (meist eine halbe Tablette)

1.naiver Absetzversuch 2009
innerhalb weniger Tage stark reduziert - und wegen unerträglicher NW wieder zurück auf 150mg

2.naiver Absetzversuch ca. 2011
Innerhalb von Wochen runter auf 0,
v.a. Starke Depressionen
Also wieder zurück auf 150mg

3.Absetzen 07/2016 - 07/2017
Ein Jahr Ausschleichen Venlafaxin - über 75 und 37,5mg jeweils immer die Hälfte alle 4 Wochen

ab ca. 37,5mg verstärkte Depressionen und Ängste

seit 07/2017 auf Null und im protrahierten Entzug:

gravierende anhaltende, v.a. psychische Entzugssymptome und das Gefühl, daß es einfach nicht besser wird... :frust:

- schwere anhaltende Depressionen und Ängste
- kann keine positiven Gefühle empfinden wie zb. Freude (bin wie eingefroren)
- Tinnitus (seit Einnahme Venla)
- Todessehnsucht - alles zuviel...
- sehr wenig Antrieb und Energie, wenn etwas Energie dann sehr schnell erschöpft
- sehr dünnhäutig, schnell reizbar und dann innerlich sehr aggressiv
- starke Hochsensibilität, va. Licht und Geräusche
- Sprunggelenksverletzung/ Knorpel heilt nicht
- Sehstörungen/ Sehstärke verändert sich ständig - sowie erhöhter Augeninnendruck (beginnendes Glaukom)

Kaulquappe 411
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Kaulquappe 411 » Freitag, 16.11.18, 17:08

Hallo ihr Lieben,

Quäppchen meldest sich aus dem Ruhemodus. Nachdem ich mir die letztesn Wochen zu viel zugemutet hatte, bzw. mir zuviel zugemutet wurde, bin ich prompt krank geworden von dem ganzen Stresse. Nun genieße ich so gut es geht die Ruhe, und der fieberhafte Infekt wird langsam besser. So schlimm war es seit 10 Jahren nicht mehr mit so ner Erkältung, ich hatte eigentlich in den ganzen Jahre nie so nen Infekt.

Seit die PIllen weg sind, öffnen sich in mir immer mehr an Gefühlen, Erinnerungen, Themen, die verschwunden und scheinbar bearbeitet schienen. Mitnichten, ich kann hiermit bestätigen, dass diese Pillen NICHT weder helfen noch heilen, sondern alles nur deckeln und letztendlich alles nur verschleiern und verdecken. Und alle Therapie nur oberflächlich war .... :evil: :(

Meine Therapie besteht nur noch aus 10 Stunden, Verlängerung dank Versichrung AUSGESCHLOSSEN, mehr Stunden gibts nicht. Und das, obwohl jetzt alles wieder hochkommt und in Ruhe gelöst werden sollte. Das macht mir unglaublich Stress, da bald alleine mit klar kommen zu sollen. Ich werde auch nicht in eine andere Therpierichtiugn wechseln, weil Verhaltenstherapie bringt mir nichts, jetzt, diese Therapie mit genau dieser Therapeutin ist die richtige. Ich hab so viel Therapiesch :censored: erlebt mit sich selbst überschätzenden Therapeuten, die mich retraumatisiert und dann als es schwierig wurde haben fallen gelassen, dass ich mich niemand anderes mehr anvertrauen werde als meiner Therapeutin.

Das traurige, sie will nur noch ca. 2 Jahre arbeiten, weil dann Ruhestand, so dass nach der Wartezeit sie nicht mehr da wäre. Und wie gesagt, ich gehe kein Risiko mehr mit nem neuen Therapeuten ein, zu schlimm waren meine Erfahrungen, vor allem in den Kliniken, schlimm, ganz schlimm.

Privat und so ist auch viel Stress, der Verkauf unserer gemieteten Wohnung geht langsam voran, jeder Besichtiung raubt mir immens viel Kraft, da in mir die Wut hochkocht wenn die Maklerin hier rumspaziert und die Wohnung anpreist an Familien, die einziehen wollen, obwohl sie genau weiß, dass wir Härtefälle sind und nicht gekündigt werden können.

Ach ich könnt jetzt weiter loslegen, nee, ich hör auf, tu mir gutes, damit ich weiter genese und wieder zu Kräften komme. Mein Partner Tut alles, so gut er trotzt seiner eigenen Erkrankung tun kann, z. B. mit meiner Fellnase Gassi gehen. Morgens ist normalerweilse meine Zeit mit ihr, aber das schaff ich momentan noch nicht.

Soweit erst mal zum Stand der Dinge, ich grüß euch herzlich, und wenn ich wieder mher in meiner Kraft bin, werd ich auch hier wieder mehr lesen und ggf. schreiben.

Alles liebe, eure Quappi! :)
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Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
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seit 15. 11. bei KG 0, 255 g ohne Zwischenschritte, drei Tage Absetzwelle, dann OK
seit 30.11. bei KG 0,245 g, das übliche an Absetzsymptomgedöns :-)
mittlerweile bei KG 0,230 g
mittlerweile bei KG 0,200 g kaum Absetzsymptome, solange ich auf passende Ernährung achte!
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von padma » Freitag, 16.11.18, 17:34

liebes Quäppchen, :)

das ist ja übel, dass du kaum noch Therapiestunden hast, das tut mir sehr leid. Gibts da gar keine Möglichkeit?

Dass eure Wohnung verkauft wird, ist auch schlimm :frust: . Das hatte ich auch mal, mit diesen Maklern und so. Ich habe mich da auch nicht zurückgehalten, den Leuten zu sagen, dass ich wohnen bleiben werde.
Vielleicht ein Schild aufhängen "Übrigens, ich kann nicht gekündigt werden und bleibe hier wohnen" oder so. :haha:

liebe Grüsse und gute Besserung, :hug:
padma
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Sunyata » Freitag, 16.11.18, 21:20

Hallo Kaulquappe,

mit der Therapie gehts mir genauso wie dir...

Bin seit 2010 fast durchgängig in Therapie, meist tiefenpsychologisch orientierte Gesprächstherapie, einzeln, einige Jahre auch in einer Gruppe, die letzten 3 Jahre Psychoanalyse 3 mal die Woche, innerhalb derer auch der Entschluss reifte, die Einnahme von AD zu beenden. Es heißt ja immer, Medikamente UND Therapie wäre die ideale Behandlung, aber das ist echt Quatsch, denn unter AD Therapie zu machen ist wirklich nur eine halbe Sache...

Im Sommer endete die Analyse. Ich hab das aber nicht gepackt, weil es genau so war wie du sagst - erst ohne AD konnte ich wieder weinen und kamen so langsam wieder Gefühle hoch.. und jetzt, wo es wirklich wichtig wird zahlt die Kasse nicht mehr. Mit dem letzten Therapeuten hat sich eine gute Beziehung entwickelt (auch wenn ich die Methode der Psychoanalyse doch kritisch sehe). Ich mache jetzt einmal pro Woche weiter, mal bis Sommer 2019.

Er sagte, er kann 10 mal als Notfall Stunden noch mit der Kasse abrechnen, ab dann muss ich selber zahlen. Ich werde aber zur Kasse gehen und denen die Dringlichkeit der Situation schildern. Bei welcher anderen lebensbedrochlichen Krankheit hört die Kasse auf zu zahlen, weil eine Obergrenze irgendwelcher Art erreicht wurde ??????

Dir gute Besserung und liebe Grüße,
Mike
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In dieser Zeit ab und zu bei Bedarf Zopiclon 7,5mg (meist eine halbe Tablette)

1.naiver Absetzversuch 2009
innerhalb weniger Tage stark reduziert - und wegen unerträglicher NW wieder zurück auf 150mg

2.naiver Absetzversuch ca. 2011
Innerhalb von Wochen runter auf 0,
v.a. Starke Depressionen
Also wieder zurück auf 150mg

3.Absetzen 07/2016 - 07/2017
Ein Jahr Ausschleichen Venlafaxin - über 75 und 37,5mg jeweils immer die Hälfte alle 4 Wochen

ab ca. 37,5mg verstärkte Depressionen und Ängste

seit 07/2017 auf Null und im protrahierten Entzug:

gravierende anhaltende, v.a. psychische Entzugssymptome und das Gefühl, daß es einfach nicht besser wird... :frust:

- schwere anhaltende Depressionen und Ängste
- kann keine positiven Gefühle empfinden wie zb. Freude (bin wie eingefroren)
- Tinnitus (seit Einnahme Venla)
- Todessehnsucht - alles zuviel...
- sehr wenig Antrieb und Energie, wenn etwas Energie dann sehr schnell erschöpft
- sehr dünnhäutig, schnell reizbar und dann innerlich sehr aggressiv
- starke Hochsensibilität, va. Licht und Geräusche
- Sprunggelenksverletzung/ Knorpel heilt nicht
- Sehstörungen/ Sehstärke verändert sich ständig - sowie erhöhter Augeninnendruck (beginnendes Glaukom)

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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Kaulquappe 411 » Samstag, 17.11.18, 19:26

Hallo,

Hihihi, das mit dem Plakat das ist ne super Idee, das werden wir machen, plus Hinweis auf den entsprechenden Härtefallparagraphen. Laut Mietgesetzt ist es jedenfalls erlaubt, darauf hinzuweisen, dass es möglicherweise Probleme geben könnte, wenn es der Wahrheit entspricht. Und das tut es ja.

Hihihi, ich freu mich schon aufs Gesicht dieser arroganten Maklertussi, die ist sowas von oben herab, hat aber keine Ahnung was sie eigentlich verkauft. Als die letzte Interessentin fragt, wie denn hier geheizt würde, wusste die Maklerin keine Antwort und blätterte erst mal hektisch in ihren Unterlagen.

Mein Partner und ich haben nur demonstrativ beharrlich geschwiegen. :lol: :lol: :lol:

Dann behauptete sie, vom SChlafzimmer gäbe es einen Durchgang zum Balkon. Da hab ich dann so richtig mit Genugtuung gesagt: nö, der Zugang ist vom Wohnzimmer aus. :haha: :haha: :haha:
Im Exposee steht tatsächlich ein falsches Baujahr des Wohnung, das wird ein Spaß, sie demnächst VO'R den Interessenten darauf hinzuweisen. :party2:

Ich hoffe, bis Mitte nächste Woche wieder mehr in meiner Kraft zu sein, wenn dann die nächste Horde hier durchtrampelt, hoffentlich ohne Kinder, die wie beim letzten Mal unsere Sachen angepackt und Blätter von den Pflanzen abgerissen haben. Denn dann werden wir von unserem Hausrecht gebrauch machen, und die Besichtigung abbrechen. :fly:

Ihr seht, in Gedanken ist Quappi wieder voll in Fahrt :o
Muss jetzt nur noch körperlich nachziehen.

Bis denn, und Gute Nacht!

Quappi :bettzeit:
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Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, Tendovaginitis an den Füßen
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Fledermaus » Dienstag, 27.11.18, 17:42

Hallo Quäppchen,

ich hoffe du bist wieder voll in Fahrt, nicht nur in Gedanken und hüpfst der Maklerin so richtig ins Gesicht.
Das mit deinen Therapiestunden ist blöd. Vielleicht geht doch noch etwas, wenn die Therapeutin an die Krankenkasse schreibt.
Ein Versuch wäre es wert.

lg
Fledermaus
seit 2004 150 mg Venlafaxin
2015 für 6 Wochen komplett abgesetzt, 150 mg - 75 mg- 37.5 mg - 25 mg - 0. In welchem Zeitraum weiß ich nicht mehr.
Nach 4 - Wochen ohne zeigten sich Hitzewallungen, Brennen der Haut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nerven/Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Weinerlichkeit. Zusammenbruch emotionaler Art.
Nach 8 Wochen ohne wieder zurück auf 150 mg. schnelles Verschwinden der Symptomatik.
2016 Habe ich bis auf 75 mg reduziert. I
m Dezember 2016 von 75 mg auf 62,5 mg Venlafaxin. Symptome waren
Übelkeit, Hitzewallungen, Augenprobleme, leichtes Erbrechen morgens, Zahnbürste im Mund war schwierig.
Anfang Februar 2017 von 62.5. mg auf 50 mg Venlafaxin.
verstärkte Übelkeit und Zahnbürste im Mund kaum auszuhalten, sofortiges Erbrechen. Von einem Tag auf dem anderen dann 16 Std Schlaf, Augenprobleme, Erbrechen, Hitzewallungen, Nerven/Muskelzucken, Unruhe, Angst/Panik, Herzklopfen,
Suizidgedanken.
18.02 wieder 75 mg Venlafaxin,
seitdem Verbesserung, kein Erbrechen, keine Panikattacken, leichte Nervenzuckungen noch vorhanden. Stabilisation von einem zum anderen Tag schwankend, auf jedem Fall Besserung im Laufe des Tages.

08.04.17 72 mg Venla
12.04. Umstieg auf Kügelchenmethode (2 37,5-Kaspsel)
72 mg 11 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kaspel -3%
01.06.17 68 mg =26 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel -4%
20.07.17 66 mg =32 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2% Durchschnitt 135 Kügelch/Kapsel
29.09.17 64 mg =40 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2%
24.10.17 64 mg = 38 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (neue Charge)
13.12.17 62 mg = 46 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (Rechnung 75-62=13 37.5-13=24,5
132.6:37,5x24.5=86,63 132,6-86,6=46)
31.0 1.18 60 mg = 55 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (137:37,5x22,5=82,2 137-82=55)
10.02.18 Blutdruck schießt wieder hoch, zusätzlich zu den schon bekannten Symptomen
23.03.18 57mg=59 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (123:37,5x19.5=64 123-64=59 Kügelchen weniger)
12.05.18 70 54 mg? Kügelchen weniger verrechnet? Auswirkung jetzt katastrophal (25.6.18)
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Brennende Haut, Sehstörung, Nervenzucken, Weinen, Angst, müde, schwere in Gliedern, Schwitzen, frieren, Hunger kann aber nichts Essen
27.06.18 56 mg
10.08.18 56 mg (Durchschnitt 701:5=140,2, 140,2:37,5x19= 71 Kügelchen weniger in einer 37,5mg Kapsel
02.10.18 54 mg (Durchschnitt wie oben 701:5=140,2 :37,5x21= 78,512 = 79 Kügelchen weniger
28.11.18 52 mg (Durchschnitt 141,8) 141,8:37,5 X 23= 87 Kügelchen weniger
14.01.19 50 mg 14,6:37,5x25=94,4 141,6-94,4= 94.4 Kügelchen weniger
24.04.19 48mg 144,2 :37,5x27=103,82 Kügelchen weniger

Vitamin D seit 07/18 bei 43 - keine zusätzliche Einnahme
Vitamin B6 bei 7.7 i
Vitamin B12 bei 220
Magnesium bei 0,9
Calcium bei 2,39
Magnesium bei Wadenkrämpfen und Nervenzuckungen

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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Kaulquappe 411 » Donnerstag, 29.11.18, 19:54

Hallo,

nein, ins Gesicht springe ich der Maklerin nicht. Wir sagen gar nix bei den Interessenten, sollen sie die Wohnung doch kaufen, uns kann eh keiner wegen der Härtefallregelung auf die Straße setzen.
Und dass der Verkäufer ein falsches Baujahr angegeben hat, damit wird er hoffentlich noch so richtig Ärger kriegen. Doch wir halten uns bedeckt, müssen unserer Kräfte schonen, mir geht es nicht so gut, doch dank der Malerei, die jetzt neben dem Klavierspiel wieder zum Vorschein kommt ( war alles dank Venla gedeckelt :evil: ) versuch ich mit dem Leben klar zu kommen.

Heute erst mal nur kurz,
Gute Nacht, liebe Grüße,
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Kaulquappe 411 » Dienstag, 18.12.18, 17:57

Hallo ih rLieben,


das Jahr neigt sich dem Ende zu, und meine Kräfte ebenfalls. Es war und ist alles zu viel, was in den letzten Monaten auf mich eingeprasselt ist, und so gehe ich Ende Dezember in meine Psychosomatische Klinik.

Dort werde ich KRaft tanke und hoffe mit mehr Zuversicht danach in den Alltag starten, in den sehr sehr viele Herausforderungen auf mich warten, die ich momentan nicht (mehr) bewältigen kann.

Keine Angst: Medis werde ich NIE wieder schlucken, die Klinik weiß das und respektiert das.

Soweit für heut, bin einfach nur kraftlos und alle und teilweise mutlos, aber das wird bestimmt wieder. Meine Ambulante THerapeutin steht zu mir und unterstützt wo sie nur kann. Hat aber auch ihre Grenzen.

Nun denn, da ich Internet habe dort werde ich nicht verloren gehen.

Bis nächstes Jahr, machts gut!

Eure Quappe :bettzeit: :zombie: :party:
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von padma » Dienstag, 18.12.18, 19:04

liebes Quäppchen, :)

um Kräfte zu tanken, war "deine" Klinik ja ganz gut. Ich drücke dir die Daumen, dass du da zur Ruhe kommst, Kraft schöpfst und das Vorgefallenen verarbeiten kannst.

Und wenn die Quappensaison beginnt, bist du dann hoffentlich wieder munter und fit für den Teich.

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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Annanas » Dienstag, 18.12.18, 21:28

Liebes Quäppchen :hug: ,
möchte dir nur einen kurzen Gruß hier lassen, wünsche dir eine schöne Weihnachtszeit u eine, hoffentlich gute Zeit in der Klinik.
Aber das wird sie schon werden, du kannst ja gut auf dich aufpassen!

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Kaulquappe 411
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Kaulquappe 411 » Samstag, 29.12.18, 17:42

Hallo ihr Lieben,

eine kleine lustige Geschichte aus der Klinik, wo ich ja gerade bin:

gestern Visite beim Oberarzt, der interessiert meine Akte studierte und dann festestellte, dass ich ja seit August kein wie er andauernd sagte, VENLAFLAXIN mehr nehmen würde.

Ich musste mich so an mich halten nicht zu lachen, weil er als Arzt noch nicht mal den Medikamentennamen richtig ausprechen konnte.

Zudem konnte ich mich nicht zurückhalten süffisant zu sagen "Ja, die hab ich abgesetzt. Und seither geht es mir viel besser als jemals zuvor!"

Dem Herrn Oberarzt entglitten sämliche GEsichtszüge, und er schrieb wortlos, was ich gerade gesagt hatte, in den Anamnesebogen.
Und damit nicht genug, denn ich setzte noch einen drauf:

"Ach ja, die Tabletten haben mir mehr negative Nebenwirkungen eingehandelt als dass sie in iregendeiner Weise was genutzt hätten!".

Sein GEsichtsausdruck wurde noch verbissener und ich hätte zu gerne gewusst, was in seinem Kopf vor sich ging. Vermutlich hatte ich sein Tablettenweltbild emfpfndlich durcheinander gebracht, so dass er vermutlich eine Therapiestunde beim Chefarzt brauchte.

Meine Herrn, nur gut, dass man hier nix aufgezwungen bekommt, wenn die noch nicht mal den Medikamentennamen richtig kennen, wissen dir in anderen Dingen auch nicht mehr, denk ich.
:rotfl: :rotfl: :rotfl: :rotfl: :frust: :censored: :haha: :haha: :haha: :haha:
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Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Straycat » Mittwoch, 02.01.19, 0:33

Hallo Kaulquappe,

ich habe gerade in deiner Signatur bei einem anderen Beitrag gesehen, dass du Venlafaxin erfolgreich abgesetzt hast!
Erstmal: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!! Das ist großartig!! :party2:
Und ich muss sagen, das macht mir wirklich Mut. Ich bin gerade dabei Venla abzusetzen und manchmal verzweifle ich regelrecht, weil ich Angst habe, es nie zu schaffen. Ich reduziere auch wie du in Minischritten und im Schneckentempo.

Was du in deinem letzten Thread geschrieben hast ist herrlich :D Ich kann es mir richtig vorstellen.
Echt schade, dass so viele Ärzte so wenig zuhören und so wenig Bereitschaft zeigen, über den Tellerrand hinauszublicken und von ihren Patienten neues zu lernen. Damit wäre wirklich allen geholfen, aber naja - den meisten fällt da wohl ein Stein aus der Krone, wenn sie zugeben müssen, dass sie sich irren können. Oder sie haben Angst davor verklagt zu werden...

Ich wünsch dir ein super neues Jahr und hoffe es geht dir weiterhin so gut ohne Venla. Und hoffentlich folge ich dir irgendwann in den Club der Ex-Venlaten ;-)

alles Liebe
Cat
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Symptome : Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas; Panikattacken/ Neuralgien seit 2017 Diagnose: unipolare Depression (2006), Panikstörung (2017)
Behandlung mit Escitalopram 10mg, später Steigerung auf 15mg und 20mg - ingsgesamt 10 Jahre
08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
03-04/2017: starke Panikattacken, Diagnose: Burnout. Ich vermute aber eher verspätete Absetzerscheinungen und arbeitsseitige Überbelastung. Danach folgten 6 Monate Krankenstand und intensive Psychotherapie.
Seit 03/2017: 2 Wochen 37,5mg Venlafaxin, seither 75mg Venlafaxin
04-05/2017: 50mg Trittico, wieder abgesetzt
Seit 06.05.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% (also Reduktion um 7,5 mg) - derzeit also 67,5 mg Venlafaxin
Seit 05.06.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6,7 mg) - derzeit 60,75 mg Venlafaxin
Seit 05.07.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 6 mg) - derzeit 54,7 mg Venlafaxin
Seit 01.08.2018: Reduktion Venlafaxin um 10% der Restdosis (Reduktion um 5,5 mg) - derzeit 49,2 mg Venlafaxin
Seit 10.08.2018: leichte Anhebung wieder auf 54 mg Venlafaxin (aufgrund eines Kreislaufkollaps, von dem ich mir nicht sicher bin, ob eine Panikattacke dabei war)
Seit 19.09.2018: Reduktion Venlafaxin auf 50 mg (ca. um 7%)
Seit 14.11.2018: Reduktion Venlafaxin auf 42 mg
Seit 14.12.2018: Reduktion Venlafaxin auf 36 mg - seit Ende Dezember immer wieder leichte bis mittlere Panikattacken
Seit 03.01.2019: Erhöhung Venlafaxin auf 37,5 mg (wegen Absetzsymptomen, Panikattacken) - erstmal Reduktionspause, bis sich alles wieder stabilisiert hat
Seit 29.04.2019: Reduktion auf ca. 35,6 mg (Absetzsymptome haben sich weitgehend wieder stabilisiert)
Link zu meinem Thread

Kaulquappe 411
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Kaulquappe 411 » Mittwoch, 02.01.19, 18:18

Hallo und Guten Abend,

gruß aus der Klinik, morgen wirds lustig, Leute.

Der Oberarzt gewährt mir morgen eine Audienz, um mir ein Medikament zu verordnen. :party2: :party2:

Kann er gerne machen, ich werd allerdings nicht nehmen :haha: :haha: :haha:

Nachher werd ich noch die Liste ausdrucken, mit allem was ich an den sch :censored: Pillen schon genommen habe, mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass sie mehr geschadet als genutzt haben.

Und dass es mir seit dem Absetzen besser geht als bisher. Zumindest körperlich.

Seelisch gehts mir sehr sehr mies, bin kaum belastbar, oft dissoziatieve Zustände durch kleinste Trigger, SV-druck, Angst, SChreckhaftigkeit, Flashbacks, es liegt vor mir ein rieisiger Haufen an Problemen und schwierigen Themen, die es nun zu bearbeiten gitl, aber erst einmal Stabilisierung, Stabiliseirung, Stabilisierung, und zwar OHNE Pillen. Mit meinen Selbsthilfemaßnahmen, mit meinen homöopatischen Globulis, mit Rescuetropfen. Und nix weiter.

Ein Oberarzt, der noch nicht mal den Medikamentenanmen richtig ausprechen kann, soll seine heiligen Pillen selbst mal ausprobieren, bevor er sie verordnet, damit er mal sieht, wie schlecht es einem damit gehen kann. :zombie:
Und wie soll ich jemals lernen, mit Dissoziationen, SV-Anwandlungen und dergleichen umzugehen, wenn ich gedeckelt werde. Die Therapie ist jetzt erst so richtig in Fahrt gekommen, seit die Tabletten weg sind, es ist hart, schwer, manchmal zum verzweifeln, sehr kräftezehrend, aber jetzt kann ich wenigsten dran arbeiten.

Wie sagte heute meine Bezugsttherapeutin: Sie haben sich einen schweren Weg ausgesucht, den Sie da gehen wollen.

Ja stimmt, vor allem ist es ein WEg der Heilung, ohne Tabletten war dies verhindert.

Übrigens war dieser Oberarzt derjenige, der vor drei Jahren, als ich ihm von Absetzsymtomen des Venla erzählt habe, meinte, wenn ich diese Symptome hätte, wäre das ein deutliches Zeichen, dass ich noch Medikamente bräuchte, ich könne sie ein Leben lang nehmen, die würden nicht abhängig machen. :rotfl: :rotfl: :rotfl:

Also wenn er mir morgen noch was von gestörter Gehirnchemie erzählt und dem Diabetiker, der schließlich auch sein Insulin braucht, werd ich mich am Stuhl festkrallen müssen, um nicht zu platzen, das kann ich euch aber sagen. Ob vor Lachen oder vor Wut, weiß ich noch nicht.

Falls ihr noch Ratschläge habt, wie ich diesem Herrn gegenübertreten sollte, bitte her damit, bin dankbar für alles.
Schließlich möchte ich ja hier noch bleiben, das Essen ist so gut. :lol:

Der Verwaltungschef meinte bei der Anmeldung, da ich keine Facharzteinweisung hätte, wäre es gut, wenn ich pro Forma ein Medikament bekäme, ich bräuchte es ja nicht zu nehmen, aber für die Versicherung wäre es manchmal wichtig, dass man Pillen nimmt. um auch ohne Facharzteinweisung die Kostenbewilligung anstandslos zu bekommen. Nun ja, mir ist eigentlich nicht danach, bei solch einem ätzenden Spiel mitzumachen.
Schlimm, gell, dass man genötigt wird, sich schädigende Substanzen einzuverlaiben, um stationär Therapie machen zu dürfen.
Nun, weiter möchte ich mich nicht auslassen, sonst reg ich mich wieder zu sehr auf.

Was meint ihr?

Für heute erst mal soweit, morgen um 15.45 hab ich die Pillenaudienz, helau :party2:

Gute Nacht, eure Quappi :schnecke:

P.S. Hab grad mal bei der SChwester nachgefragt, der Oberarzt will mir zur Nacht Mirtazapin geben, na dann Guten Appetitt :haha: :rotfl:

P.S.S. Hab grad ein wundervollen Satz von Jamie in einem Beitrag über Mirtazapin entdeckt: " Ich kann dir nur empfehlen, dich nicht auf weitere Medikamenten-Experimente einzulassen, dich compliant zu zeigen (notfalls soll es Klos geben, um unerwünschte Pillen runterzuspülen... *hüstel*) ...."
Hihihi, Ja, mein Klo ist wirklich nicht weit, das freut sich bestimmt. Aber halt, nee, ich werfs in einen Mülleimer in der Stadt, denn ich will ja nicht das gute Wasser vergiften.
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padmastubi
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2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
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31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
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4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Sunyata » Mittwoch, 02.01.19, 19:33

:wink: Hallo Kaulquappe,

die Geschichte mit dem Verwaltungschef zeigt einfach nur, wie kaputt dieses "Gesundheits"-System ist ...
Man weiß nicht, ob man weinen oder vor Wut explodieren soll...

Viel Glück morgen mit deinem Termin, mach dich nicht strafbar... :wink:

Und bitte nicht im Klo runterspülen, unser Trinkwasser ist eh schon verseucht!!

LG Mike
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2003 - 2007 Paroxetin 20mg

(2002 - 2009 Pantoprazol wg. ständiger Magenschmerzen)

2007 - 06/2016 Venlafaxin 150mg
In dieser Zeit ab und zu bei Bedarf Zopiclon 7,5mg (meist eine halbe Tablette)

1.naiver Absetzversuch 2009
innerhalb weniger Tage stark reduziert - und wegen unerträglicher NW wieder zurück auf 150mg

2.naiver Absetzversuch ca. 2011
Innerhalb von Wochen runter auf 0,
v.a. Starke Depressionen
Also wieder zurück auf 150mg

3.Absetzen 07/2016 - 07/2017
Ein Jahr Ausschleichen Venlafaxin - über 75 und 37,5mg jeweils immer die Hälfte alle 4 Wochen

ab ca. 37,5mg verstärkte Depressionen und Ängste

seit 07/2017 auf Null und im protrahierten Entzug:

gravierende anhaltende, v.a. psychische Entzugssymptome und das Gefühl, daß es einfach nicht besser wird... :frust:

- schwere anhaltende Depressionen und Ängste
- kann keine positiven Gefühle empfinden wie zb. Freude (bin wie eingefroren)
- Tinnitus (seit Einnahme Venla)
- Todessehnsucht - alles zuviel...
- sehr wenig Antrieb und Energie, wenn etwas Energie dann sehr schnell erschöpft
- sehr dünnhäutig, schnell reizbar und dann innerlich sehr aggressiv
- starke Hochsensibilität, va. Licht und Geräusche
- Sprunggelenksverletzung/ Knorpel heilt nicht
- Sehstörungen/ Sehstärke verändert sich ständig - sowie erhöhter Augeninnendruck (beginnendes Glaukom)

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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von stubi » Donnerstag, 03.01.19, 10:55

Liebe Quappi,

also ich würde mich in deinem Zustand nicht all zu weit aus dem Fenster lehnen, das ist wie mit Windmühlen kämpfen.
Je mehr Widerstand du zeigst, um so mehr wird man dich wohl unter Druck setzen wollen. Der Verwaltungschef hat es dir ja auf den Silbertablett serviert, ich schreibe nur meine Sicht der Dinge, ich lese schon lange bei dir mit und weiß daher, wie kämpferisch du sein kannst, ich finde solange du noch nicht fest im Sattel sitzt, kann sich so ein Kampf gegen dieses System verheerend auf deine psychische Gesundheit auswirken.

Du musst diese Pillen ja nicht nehmen und wenn der Aufenthalt in dieser Klinik sonst gut für dich ist, würde ich die Erfahrung sammeln und in deinem Sinne diplomatisch vorgehen und das Beste für dich rausholen, denn zum Glück weißt du, was diese Pillen bei dir auslösen können.

Ich wünsche dir alles Gute und den Mut und die Klugheit das Beste für dich zu entscheiden. :sports:

Liebe Grüße
Renate
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Re: Kaulquappe: Mein verzweifelter Versuch des Absetzens; aktuell Venlafaxin

Beitrag von Anikke » Donnerstag, 03.01.19, 12:53

Liebe Kaulquappe,
mach es dich so:
Stimme einer Medikation zu, Sammler die Pillen in einer hübschen Schachtel und schenke sie ihm zur abschiedsvisite :rotfl:
Dann zeigt du gut, dass du von Medikamenten nichts hälst und sich erst dir den längeren Aufenthalt :D
Ich wünsche dir gute nerven beim Gespräch ..
Liebe grüße
Anikke
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