ich hatte am Montag einen Termin bei einem Neurologen. War natürlich ein Reinfall, aber ich wollte es natürlich wissen, ob ich da Hilfe erwarten kann.
Hab ihm erstmal meine ganze Krankheitsgeschichte geschildert, dann dass ich seit 2001 Paroxetin nehme, und es schon mehrfach versucht hab abzusetzen.
Frage des Neurologen, kommen dann Ihre alten Krankheitssymptome wieder? Nein überwiegend neue Absetzsymptome. Außer den Depressionen, die ich ja schon vorher hatte. Darauf ist er mal gar nicht eingegangen, das hat er sich auch gar nicht notiert! Ist für ihn wohl nicht wichtig! Wie geht es ihnen dann mit dem Paroxetin? Meine Antwort gut!
Keine Depressionen , kein Ängste mehr. Eigentlich geht es mir damit gut, und ich möchte auch keine Depressionen mehr haben.
Nun sein Frage, ja warum möchten Sie dann das Paroxetin absetzen?
Weil es mir nun wieder gut geht, und ich es einfach mal wieder ohne probieren möchte. Es heißt doch immer Depressionen gehen mal ein halbes Jahr, dann sind sie wieder weg. Und auch weil mir dieser Gedanke Angst macht ein Medikament zu schlucken und es lebenslang zu brauchen. Von den Spätschäden, die man ja noch nicht kennt mal abzusehen.
Seine Antwort darauf, war, nach meiner Schilderung meiner Depressionen geht er davon aus, dass ich eine Depression hab die nicht einfach so wieder verschwindet sondern wahrscheinlich mein Leben begleiten wird.
Und dann kam der Hammer, lehnen Sie sich ganz entspannt zurück und genießen den Luxus ein sehr gut verträgliches Mittel gegen Ihre Depressionen einzunehmen! Das ist echte Seelenpflege, von der Krankenkasse finanziert ! Toll !
Und falls Sie es einmal nicht mehr nehmen können , dann gibt es auch ein anderes Mittel , das Ihnen dann hilft!
Auf meine Probleme mit dem Absetzen ging er gar nicht ein. Ich hatte dann auch keine Lust mehr mit ihm darüber zu diskutieren. Hätt ja eh nichts gebracht.
Zum Schluß bekam ich dann noch die Gehirnströme gemessen, damit er noch was abrechnen kann.
Er nahm sich auch noch die Zeit, mir zu erklären woher Depressionen wahrscheinlich kommen, alles Sachen die ich schon lange kenne.
Mir wurde mal wieder bestätigt, dass ich auf mich alleine gestellt bin. Trifft mich auch nicht allzu schwer. Hab nichts anderes erwartet.
Nun muß ich alleine einen Weg finden, von dem Paroxetin wegzukommen. Denn diese Aussage ich würde mein Leben lang unter Depressonen leiden, kann ich erst dann sagen, wenn mein Leben mal vorbei ist, und es war wirklich so.
Auf jeden Fall bin ich nicht gewillt dieses Mittel mein Leben lang zu nehmen.
Ich werde mich also ganz entspannt zurücklehnen, und das Paroxetin einfach ganz langsam ausschleichen. In der Nacht werde ich dann den Luxus genießen, Horrorträume vom feinsten zu haben ! Natürlich werde ich auch all die anderen Absetzsymptome genießen. Eben Luxus pur !
Und dann werden wir mal sehen, ob ich wirklich ständig Depressionen habe!
lieben Gruß an alle Uschi