Seite 1 von 2
Citalopram Vergiftung
Verfasst: 17.12.2004 14:01
von Aida hasanovic
Hallo,
ich brauche dringend Rat. Also, ich hatte eine Schilddrüsenüberfunktion und mein Hausarzt verschrieb mir Mirtazapin 15 mg und schickte mich gleichzeitig zum Psychiater. Der gab mir eine Packung Citalopram 40 mg mit, ich solle die nehmen, die seien besser. ich versuchte es dennoch zunächst mit Mirtazapin und erschrak über die Wirkung: ich schlief fast 2 Tage. Dann ging ich erneut zu Psychiater und der sagte ich solle jetzt Citalopram versuchen ich nahm also 20 mg an 2 verschiedenen Tagen und es passierte Folgendes: Ich wurde von einem Blitzschlag vor Augen geweckt, mein Unterkiefer verschob sich, das Bein zuckte, die Arme zuckten und dann konnte ich nicht mehr atmen, ich atmete ewig lang aus, aber konnte nur bei vollem bewußtsein einatmen, es war Horror. der Psychiater meinte: ja nicht in die Klinik gehen, das seien Nebenwirkungen. Danach konnte ich eine Woche nicht mehr schlafen, bis ich schließlich wieder Mirtazapin anfing zu nehmen. Ich vertrug es aber einfach nicht und setzte es nach 2 Wochen wieder ab. Dann versuchte ich wieder normal weiter zu leben: Kaffee trinken... Und dann nach ca. 10 Tagen fing alles wieder an: zunächst Angst, dann Zappeligkeit, innere Unruhe, Trancezustände ( als ob ich unter drogenstehen würde ) vermehrte Schleimabsonderung mit schwarzen Spuren !, Selbstmordgedanken und diese Schlaflosigkeit! Ich bereue es so, dass ich keinen Notarzt die Nacht geholt habe. Dieser Zustand dauert jetzt seit dem 25 Novemebr, am 9+10 Oktober nahm ich Citalopram. Kann mir jemand Zuversicht geben? Bin ich auf einem Trip hängengeblieben, verschwindet es wieder, hat jemand ähnliche E
Erfahrungen? Bitte melden!
Eure A.
Puuuuh ...
Verfasst: 17.12.2004 14:18
von Oliver
Hallo Aida.
Willkommen im Forum
Was Du erlebt hast, klingt sehr danach als solltest Du besser die Finger von SSRI und Co. lassen
Kannst Du bitte noch kurz auseinanderklamüsern, was ürsprüngliche Symptome waren und was Nebenwirkungen? Im Moment nimmst Du keine Medikamente ein, oder?
Eins verstehe ich auch überhaupt nicht: Warum bekommst Du wegen Schilddrüsenüberfunktionn ein Antidepressivum verschrieben und wirst zum Psychiater geschickt

?
Oliver
Verfasst: 17.12.2004 15:16
von CloneX
Hallo Aida,
das klingt ja gar nicht gut.
Es gibt Menschen die die neueren Antidepressiva (und andere Medikamente) gar nicht vertragen. So gibt es bei einem bestimmten Prozentteil der Bevölkerung einen Gendefekt - sie haben nur wenige Enzyme, die für den Abbau der Medikamente benötigt werden. Es dauert als wesentlich länger bis die Medikamente den Körper verlassen. So kann es bereits zu einer Vergiftung kommen, wenn man eine "normale" Dosis nimmt.
Sehr ausfürhlich (auf Englisch) gibt es hier Infos:
http://www.preskorn.com/books/ssri_s7.html
Ob das bei dir der Fall ist weiß ich aber nicht. Es gibt auch Berichte über eine "Bad Reaction", da kann schon eine Pille ausreichen, um starke Symptome auszulösen, die sonst nur Leute kennen, die versuchen von den SSRI loszukommen (siehe Entzugssymptome).
http://www.antidepressantsfacts.com/reaction.htm
Auf jedenfall Fall würde ich die Finger von diesen Medikamenten lassen.
Mehr Infos wären sicher gut.
Verfasst: 18.12.2004 10:04
von Aida hasanovic
Hallo,
natürlich - im Nachhinein ist man immer klüger- hätte ich bloß die Finger von Citalopram gelassen, ich war halt naiv und nicht informiert. Nachdem ich eine Woche nach Citalopram vergiftung nicht schlafen konnte, fing ich wieder mit Mirtazapin an ( 15mg ). Zunächst, eine Halbe, dann eine ganze. Das nahm ich 2 Wochen lang ein, dann bekam ich Kopfschmerzen und stzte ab. Es ging dann ca 10 Tage gut, bis es sich wieder einschlich: Angst, innere Unruhe, Trancezustände Selbstmordgedanken und Schlaflosigkeit! Meine Lebensqualität hat sich erheblich verschlechtert, es ist als ob ich unter Dauerstrom stehen würde! Seit ca. 10 Tagen nehme ich wieder Mirtazapin 15 mg, damit ich wenigstens wieder schlafen kann. aber ich bin sicher, dass ich vorher keine stoffwechselstörung im Hirn hatte, jetzt aber ganz sicherlich, verbunden mit dem ganzen Körper! Die symptome sind milder geworden, aber eigentlich will ich kein AD nehmen, ich will wieder so sein wie früher!
Kannst du mir sagen ob und wann es wieder aufhört?
Danke,
Aida
Verfasst: 18.12.2004 11:07
von CloneX
Hi Aida,
es ist natürlich schwer zu sagen wie es bei dir weitergeht. Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass du eine "Bad Reaction" hattest, das Medikament bei dir also (wahrscheinlich) im Gehirn einen Schaden angerichtet hat, dann kann man schon davon ausgehen, dass es wieder besser wird. Leider kann die Heilung lange dauern (Wochen bis viele Monate - je nach dem wie schwer der Fall ist - aber du sagst ja, es wird schon besser)- genau wie es bei Menschen lange dauern kann, die Entzugsprobleme von diesem Medikamenten haben.
Ich weiß nicht ob du Englisch verstehst. Es gibt ein englisches Forum, dass sich glaube ich besser auskennt mit diesem Problem.
Was sagen denn deine Ärzte dazu ? Hast du diesen Vorfall gemeldet ? Auch deine Ärzte sollten das melden.
Und wie Oliver schon gefragt hat: Wieso bekommst du ein Antidepressivum wenn du ein Schilddrüsenproblem hast ?
Wenn du so empfindlich auf diese Medikamente reagierst, ist es wahrscheinlich nicht so sinnvoll überhaupt noch welche davon zu nehmen, auch nicht Remergil. Nicht dass du nachher auch noch davon abhängig wirst oder andere Probleme auftreten.
Dein Gehirn muss wahrscheinlich heilen - und das geht sicher besser ohne Medikamente.
Und du solltest dich auch einmal gründlich von einem Spezialisten durchchecken lassen und den Vorfall erklären - nur um sicher zu gehen.
PS: Ich habe mal deine Mehrfachpostings gelöscht.
Verfasst: 18.12.2004 13:06
von Oliver
Hallo Aida.
Das beste wäre im Moment wahrscheinlich kein SSRI oder NaSSA o.ä. einzunehmen und generell den Ratschlägen zu folgen, welche wir beim Absetzen geben:
- keine Drogen (Koffein, Nikotin, Alkohol, etc.)
- ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse
- Fischöl
- Viel Ruhe, Aufregung vermeiden (auch Fernsehen usw.)
- viel Wasser trinken
- unterstützende Maßnahmen ausprobieren: Homöopathie, Sauna, Akupunktur, Ausdauersport ... was immer Dir hilft.
Du bist nicht allein - auch wenn Dir kein Arzt glaubt ...
Lies Dich mal ein wenig durch unsere Infosektion und schreib hier ein wenig mehr über Dich. Mich würde z.B. wirklich interessieren, warum Dir Citalopram überhaupt bei einer Schilddrüsengeschichte verschrieben wurde ...
Alles Gute
Oliver
Verfasst: 18.12.2004 14:15
von Dana
hallo clonex,
ich habe mir mal den link durchgelesen und bin ziemlich geschockt.
http://www.antidepressantsfacts.com/reaction.htm
es ist damit zu rechnen, dass SSRI'S bis 18 monate nach der einnahme noch das nervensystem durcheinander bringen steht da unter anderem. die tipps kein 5 HTP zu nehmen finde ich recht wesentlich zu wissen. auch b-vitamine scheinen nicht gut zu sein.
ich bin jetzt schon seit pfingsten ohne fluctin aber habe immer noch das gefühl, dass meine neuronen im gehirn nicht mehr richtig funktionieren. es macht mich traurig und wütend, dass ich es zugelassen habe, mein leben und meine gesundheit derart aufs spiel zu setzen.
lg
dana
Verfasst: 19.12.2004 09:07
von Aida hasanovic
Dana hat geschrieben:hallo clonex,
ich habe mir mal den link durchgelesen und bin ziemlich geschockt.
http://www.antidepressantsfacts.com/reaction.htm
es ist damit zu rechnen, dass SSRI'S bis 18 monate nach der einnahme noch das nervensystem durcheinander bringen steht da unter anderem. die tipps kein 5 HTP zu nehmen finde ich recht wesentlich zu wissen. auch b-vitamine scheinen nicht gut zu sein.
ich bin jetzt schon seit pfingsten ohne fluctin aber habe immer noch das gefühl, dass meine neuronen im gehirn nicht mehr richtig funktionieren. es macht mich traurig und wütend, dass ich es zugelassen habe, mein leben und meine gesundheit derart aufs spiel zu setzen.
lg
dana
Liebe Dana,
ich danke dir für deine Antwort. Das gibt mir wieder Mut in die Zukunft zu schauen und Geduld mit mir zu haben. Ich verstehe nicht wie ich dieses Zeug nur anfassen konnte!
deine Aida
Verfasst: 19.12.2004 09:24
von Dana
liebe aida,
hoffentlich geht es dir bald wieder besser - versuch doch mal zu einem heilpraktiker zu gehen - ich war bei einem - hat zwar nur mässig geholfen - aber ich gebe die hoffnung nicht auf, dass ich meine schon seit monaten anhaltenden schlafstörungen irgendwann mal in den griff bekommen.
lg
dana
Verfasst: 19.12.2004 09:25
von Aida hasanovic
Oliver hat geschrieben:Hallo Aida.
Das beste wäre im Moment wahrscheinlich kein SSRI oder NaSSA o.ä. einzunehmen und generell den Ratschlägen zu folgen, welche wir beim Absetzen geben:
- keine Drogen (Koffein, Nikotin, Alkohol, etc.)
- ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse
- Fischöl
- Viel Ruhe, Aufregung vermeiden (auch Fernsehen usw.)
- viel Wasser trinken
- unterstützende Maßnahmen ausprobieren: Homöopathie, Sauna, Akupunktur, Ausdauersport ... was immer Dir hilft.
Du bist nicht allein - auch wenn Dir kein Arzt glaubt ...
Lies Dich mal ein wenig durch unsere Infosektion und schreib hier ein wenig mehr über Dich. Mich würde z.B. wirklich interessieren, warum Dir Citalopram überhaupt bei einer Schilddrüsengeschichte verschrieben wurde ...
Alles Gute
Oliver
Lieber Oliver,
im Nachhinein ist man immer klüger! Mir ist inzwischen vieles bewusst geworden, warum es zu solch einer Reaktion kommen konnte. Am 12 September wurde eine Schilddrüsenüberfunktion bei mir festgestellt. Nun habe ich mich über die Funktion der SD genau informiert: Sie verursacht unter Anderem eben auch Panickattacken. Zudem sind die Werte verfälscht durch Einnahme der Pille und zusätzlich wirken die Hormone auch noch länger im Körper, auch wenn dann der Wert normal zu sein scheint. So Ende September bescheinigte mir mein Hausarzt eine Depression und in meiner Verzweiflung glaubte ich ihm. Er meinte das sei ernst zu nehmen und ohne Medikamente schaffe ich das nicht. Zusätzlich schickte er mich zum Psychiater und der gab mir nach 15 minütigem Gespräch aus dem zweiten Zimmer eine Packung Citalopram mit ( 40 mg ) und meinet das sei hervorragend gegen Panickattacken. Ich wollte wirklich mehrere Tage dieses Zeug nicht nehmen und ging nochmal zum PSychiater und der meinet nehmen sie es.
Ich habe natürlich auch viel selbst Schuld, dass ich nicht einschätzen konnte welche Dosis für mich richtig ist. Ich bin nämlich ein sehr empfindlicher Mensch. Aber ich war wie im Traum. Auch habe ich mich nicht näher informiert. Beide Ärzte versicherten mir: Man kann davon nicht abhängig werden, sogar Drogensüchtigen wird so etwas verschrieben, damit sie schlafen können. Im Nachhinein denkle ich, hätte ich eher schlafmittel nehemn sollen, die wären weniger gefährlich gewesen.
Auf jeden Fall nahm ich zunächst eine 15 mg Mirtazapin und schlief danach fast 2 Tage. erschrocken von dieser Folge, nahm ich dann am nächsten tag 20 mg Citalopram ( der PSY. meinet 1/2 tablette wäre Anfangsdosis) und das nur 2 Tage und dann gings los! Und eigentlich hätte ich ahnen können dass 20 mg viel zu viel für mich sind, aber ich war so unwissend so naiv!
Und eigentlich ist es ein Skandal, dass solche Medikamente überhaupt verabreicht werden dürfen.
Nun ja ihr macht mir echt Mut, vor allem sehe ich, dass es viele Geschädigte gibt. Mit den Tips kann ich wenigstens versuchen geduldig mit meinem Körper abzuwarten, bis Besserung kommt.
Seit ca. 10 Tagen nehme ich wieder Mirtazapin zunächst 15 mg jetzt versuche ich nur noch 7,5 mg zu nehmen. Ich konte eben wirklich nicht mehr schlafen. Was meinst du dazu? zudem sehe ich, dass sich mein gesamter Körper verändert hat: Atmung, Schleimabsonderung, Enge in der Brust...
Kannst du mir vielleicht sagen, ob Mirtazapin klug ist oder ob ich da nicht zusätzlich im Kopf etwas kaputt mache?
Liebe Grüße Aida
Verfasst: 19.12.2004 09:58
von CloneX
Aida,
als erstes gib dir keinen Schuld daran. Es ist Sache der Ärzte dich richtig auf eine Dosis vom Medikament einzustellen, genau wie es Sache der Ärzte sein sollte eine Depression mit der Schilddrüse in Verbindung zu bringen.
Und da haben deine Ärzte anscheinend versagt.
Bei dir wurde als eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt und dein Arzt hat nichts unternommen um diese zu beheben ? Ich bin kein Schilddrüsenspezialist, aber sogar ich weiß, dass Depressionen/Ängste ein Schilddrüsenproblem als Ursache haben können. Und da nimmt man keine Antidepressiva, sondern Medikamente, die die Schilddrüse wieder ins Lot bringen.
Ich würde an deiner Stelle die Finger von Mirtazapin lassen. Es gehört genau wie Citalopram in die Klasse der neueren Antidepressiva, nur dass es zusätzlich noch auf einen anderen Stoff wirkt.
Erzähl deinen Ärzten von den Folgen des Medikaments! Und frag sie warum sie nicht die Schilddrüse mit der Depression in Verbindung gebracht haben.
Verfasst: 19.12.2004 14:44
von Aida hasanovic
CloneX hat geschrieben:Hi Aida,
es ist natürlich schwer zu sagen wie es bei dir weitergeht. Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass du eine "Bad Reaction" hattest, das Medikament bei dir also (wahrscheinlich) im Gehirn einen Schaden angerichtet hat, dann kann man schon davon ausgehen, dass es wieder besser wird. Leider kann die Heilung lange dauern (Wochen bis viele Monate - je nach dem wie schwer der Fall ist - aber du sagst ja, es wird schon besser)- genau wie es bei Menschen lange dauern kann, die Entzugsprobleme von diesem Medikamenten haben.
Ich weiß nicht ob du Englisch verstehst. Es gibt ein englisches Forum, dass sich glaube ich besser auskennt mit diesem Problem.
Was sagen denn deine Ärzte dazu ? Hast du diesen Vorfall gemeldet ? Auch deine Ärzte sollten das melden.
Und wie Oliver schon gefragt hat: Wieso bekommst du ein Antidepressivum wenn du ein Schilddrüsenproblem hast ?
Wenn du so empfindlich auf diese Medikamente reagierst, ist es wahrscheinlich nicht so sinnvoll überhaupt noch welche davon zu nehmen, auch nicht Remergil. Nicht dass du nachher auch noch davon abhängig wirst oder andere Probleme auftreten.
Dein Gehirn muss wahrscheinlich heilen - und das geht sicher besser ohne Medikamente.
Und du solltest dich auch einmal gründlich von einem Spezialisten durchchecken lassen und den Vorfall erklären - nur um sicher zu gehen.
PS: Ich habe mal deine Mehrfachpostings gelöscht.
Hallo,
wohin soll ich diesen Vorfall denn melden? Die Ärzte meinen ich solle den Vorfall vergessen. kannst du mir Anhaltspunkte geben wie ich zum englischsprachigen Forum komme. Ich möchte mich gerne mehr darüber informieren, vor allem was die Langzeitschäden betrifft. Habe nämlich Schmerzen in der linken Brust und vermehrte Schleimabsondrung. Danke
Ciao A.
Verfasst: 19.12.2004 15:12
von Oliver
Hallo Aida.
Aida hat geschrieben:wohin soll ich diesen Vorfall denn melden? Die Ärzte meinen ich solle den Vorfall vergessen.
Den Ärzten gehört mal ordentlich der Marsch geblasen

Wie kann man nur so ignorant sein? Ganz hinten in unserem Infopaket findest Du zwei Meldebögen:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?p=4747#4747
kannst du mir Anhaltspunkte geben wie ich zum englischsprachigen Forum komme.
www.paxilprogress.org
Alles Gute
Oliver
Verfasst: 19.12.2004 15:50
von CloneX
kannst du mir Anhaltspunkte geben wie ich zum englischsprachigen Forum komme.
http://health.groups.yahoo.com/group/prozacawareness/
Leider ist dieses Forum ziemlich undurchsichtig und nicht sehr komfortabel.
Warum keine B-Vitamine bei Absetzsymptomen
Verfasst: 21.12.2004 15:36
von Fatima
Hallo habe gerade deinen Bericht gelesen...Ist es war das man keine B-Vitamine zu sich nehmen soll bei Absetzsympthomen...Warum...B-Vitamine fördern glaube ich die durchblutung der Gefässe...habe selber monatelang Folbene genommen(hatte mir 1 Heilpraktikerin empfohlen) war das verkehrt....bin über jeden Tip dankbar Gruss Fatima
Verfasst: 21.12.2004 16:19
von Dana
liebe fatima,
dass mit dem kein vitamin B nehmen ist korrekt! eine freundin von mir hat mir vitasprint empfohlen und ich habe gemerkt, dass es mir nicht gut getan hat.
kava kava ist auch nicht so gut - habe ich mir in usa gekauft - putscht mich auf......... ach ja, auch kein 5 HTP - greift in den serotonin stoffwechsel auch sehr stark ein.
lg
dana
Verfasst: 21.12.2004 17:24
von SandraF
Hallo Dana,
Kava-Kava würde ich auf gar keinen Fall einnehmen, da soll es zu Leberschädigungen kommen kann.
Liebe Grüße
Sandra
Verfasst: 21.12.2004 20:27
von Ari
Hallo CloneX,
du schreibst :
" Ich bin kein Schilddrüsenspezialist, aber sogar ich weiß, dass Depressionen/Ängste ein Schilddrüsenproblem als Ursache haben können."
Leider ist das Ursache-Wirkungsspiel im menschlichen Körper nicht so einfach. Bekannt ist nämlich auch, dass Depressionen ein Schilddrüsenproblem auslösen können bzw. kann beides gleichzeitig in Erscheinung treten. Ein simples Kausalmodell lässt sich da einfach nicht anwenden. Insoweit kann es - medizinisch betrachtet - symptomlindernd sein, nur eine der Krankheitsmanifestationen zu behandeln. Die organischen Systeme stehen in Wechselwirkung miteinander.
gruß
ari
Verfasst: 22.12.2004 09:33
von CloneX
@ Fatima:
Jeder reagiert unterschiedlich und manchen helfen B-Vitamine auch. Aber B-Vitamine gelten als stimulierend für das Nervensystem. Und wenn dein Nervensystem sowieso schon angegriffen ist, dann kann sich das negativ auswirken. Wenn man es ausprobieren will, dann sollte man auf jedenfall einen B-Komplex mit niedriger Dosis nehmen und nicht solche mit hoher Dosis ("Forte" ,etc).
@Ari:
Wieder was gelernt.
Verfasst: 22.12.2004 10:39
von Oliver
Hallo.
Ari hat geschrieben:Ein simples Kausalmodell lässt sich da einfach nicht anwenden.
Stimmt. Genausowenig lässt sich aber ein simples Kausalmodell
Depressive Symptome => Stoffwechselstörung im Gehirn => Antidepressiva nehmen
aufstellen ... und trotzdem tun genau das viele Ärzte. Man weiß zwar nicht, was zuerst da war (z.B. Schilddrüsenproblem oder Depression), aber man sollte sowas auf jeden Fall genauestens abklären, bevor man Antidepressiva verschreibt. Diese Sachen sind nämlich im Gegensatz zu den angeblich depressionsverursachenden Vorgängen im Gehirn wirklich mit heutigen Methoden messbar.
Es gibt eine Webseite über Hashimoto Thyreoiditis (Schilddrüsenerkrankung, zu deren Symptomen auch depressive Verstimmungen gehören) von einem Betroffenen. Dort ist diese Problematik geschildert:
Das Märchen von der psychosomatischen Erkrankung.
Es war einmal ein gar unglücklicher Hashimoto-Patient, den plagten Depressionen. Ihm taten die Gliedmaßen weh, er fühlte sich trotz allen Pillen und Tropfen schlecht. Da stellte sein Arzt fest: "Ihre Beschwerden sind psychosomatisch" und schickte ihn in psychotherapeutische Behandlung. Und nach einigen Wochen war der Patienten glücklich und ohne Beschwerden.
Dies ist das Märchen von der psychosomatischen Erkrankung, das leider viele Patienten (nicht nur Hashimoto-Kranke) mit diffusem Krankheitsbild irgendwann im Verlauf ihrer Krankheit hören.
Wer Erfahrungsberichte von Hashimotokranken hört, steht irgendwann vor der Frage, ob die Entdeckung des Zusammenhangs von körperlichen Beschwerden mit psychischen Mißständen nun eigentlich Fluch oder Segen für den Schilddrüsenpatienten ist.
Um Mißverständnisse direkt auszuschließen: ich möchte hier nicht leugnen, daß es Beschwerden und Krankheiten psychosomatischen Ursprungs gibt. Es mag auch Hashimoto-Patienten geben, die psychische Probleme über körperliche Reaktionen kompensieren und für die eine Psychotherapie durchaus indiziert und heilsam ist.
Wenn ich aber feststellen muß, wie viele Hashimoto-Patienten aufgrund eines undeutlichen Krankheitsverlaufes / Beschwerdenbildes als psychisch krank, labil, hypochondrisch oder gar lebensunfähig abgestempelt werden und wieviele davon auch noch zahllose Psychotherapien durchlaufen ohne Besserung ihres Zustandes, muß ich mich fragen, wie gut diese Diagnosen letztendlich wirklich sind - und vorallem: wem sie nutzen. Erschwerend kommt hinzu, daß die meisten dieser Menschen nach langer Odysse irgendwann tatsächlich Hilfe erhalten - nicht durch Psychotherapie sondern durch gute Hormoneinstellung oder durch weitere Diagnosen und Behandlung.
Von hier aus eine Bewertung zu treffen, welche Beschwerden psychologischer/psychosomatischer Natur sind und welche eine handfeste organische Ursache haben, ist natürlich nicht möglich. Ich möchte hier lediglich darauf hinweisen, eine eventuelle Diagnose "psychosomatisch" nicht als entgültig und verbindlich hinzunehmen.
Ari hat geschrieben:Insoweit kann es - medizinisch betrachtet - symptomlindernd sein, nur eine der Krankheitsmanifestationen zu behandeln. Die organischen Systeme stehen in Wechselwirkung miteinander.
Willst Du damit sagen, dass man mit Antidepressiva eine Schilddrüsenerkrankung behandeln kann?
Oliver