Mirtazapin: Ausschleichplan schiefgelaufen! Wann/wie erneut?
Verfasst: 11.08.2005 13:08
Hallo!
Ich habe dieses Forum erst gestern entdeckt und bin sehr dankbar für die vielen Beiträge zum Thema AD-Ausschleichen; gibt es mir doch das Gefühl, dass es augenscheinlich sehr viel mehr Probleme in dieser Pase gibt, als manche Ärzte zugeben wollen bzw. wirklich wissen.
Zur Situation:
Aufgrund der Diagnose "Schwere depressive Episode" und "Angst- und Panikattacken" habe ich seit Nov. 2004 (erstmalig überhaupt AD) 30 mg Remergil bzw. dann Mirtazapin genommen; keinerlei Probleme in der Einschleichphase, dann allerdings 5 kg Gewichtszunahme und immer wieder irre Träume.
In Abstimmung mit der Neurologin habe ich dann am 1.7. auf 15 mg reduziert. Nach ca. 1 1/2 Wochen kamen die ersten Symptome: Kopfschmerzen, Unruhe, Hitzewallungen, trockener Mund, Gefühl der undeutlichen Aussprache. Davon ausgehend, dass das einfach dazu gehört, habe ich dann am 21.7. auf Null reduziert. Jetzt, in der dritten Woche, kommen zu den v.g. Beeinträchtigungen noch folgende hinzu: Einschlafstörungen, ansatzweise altbekannte Angstsymptome, Schmerzen im linken Oberbauch, und das Gefühl, teilweise kleine Schläge zu erhalten.
Also gestern mit Neurologin telefoniert: Ich soll sofort wieder 30 mg nehmen und die auch gleich für einen Zeitraum von mindestens 3 - 4 Monaten; meinen Vorschlag, bei 15 mg wieder einzusetzen, fand sie nicht gut. Auch ist sie der Meinung, daß das Ausschleichen nicht zu schnell vonstatten gegangen ist, sondern dass es vielleicht insgesamt zu früh war, mit dem Absetzen zu beginnen.
Ich bin total irritiert und weiß diese Veränderung nicht ganz einzuordnen: bin ich auf dem Weg, wieder (tiefer) in eine Depression zu driften oder bin ich hauptsächlich wegen der körperlichen Symptome so durcheinander? Wenn ich auf die Wochen vor dem Beginn des Absetzens zurückblicke, ging es mir wirklich gut, was ja auch von zwei Fachärzten (Neurologin und Psy.therapeutin) bestätigt wurde.
Ich habe jetzt gestern abend wieder 30 mg genommen, möchte aber so schnell es irgendwie geht, wieder einen Absetzversuch starten, wobei ich mir aber selbst keinen unnötigen Druck machen will.
Welche Zeitplanung haltet Ihr jetzt in diesem Fall für sinnvoll? Und hat vielleicht jemand von Euch ein ähnliches Problem, von Null wieder auf die ursprüngliche Dosis gegangen zu sein, um dann (wann?) wieder zu reduzieren?
Vielen Dank im voraus und liebe Grüße aus dem Norden!
Dival
Ich habe dieses Forum erst gestern entdeckt und bin sehr dankbar für die vielen Beiträge zum Thema AD-Ausschleichen; gibt es mir doch das Gefühl, dass es augenscheinlich sehr viel mehr Probleme in dieser Pase gibt, als manche Ärzte zugeben wollen bzw. wirklich wissen.
Zur Situation:
Aufgrund der Diagnose "Schwere depressive Episode" und "Angst- und Panikattacken" habe ich seit Nov. 2004 (erstmalig überhaupt AD) 30 mg Remergil bzw. dann Mirtazapin genommen; keinerlei Probleme in der Einschleichphase, dann allerdings 5 kg Gewichtszunahme und immer wieder irre Träume.
In Abstimmung mit der Neurologin habe ich dann am 1.7. auf 15 mg reduziert. Nach ca. 1 1/2 Wochen kamen die ersten Symptome: Kopfschmerzen, Unruhe, Hitzewallungen, trockener Mund, Gefühl der undeutlichen Aussprache. Davon ausgehend, dass das einfach dazu gehört, habe ich dann am 21.7. auf Null reduziert. Jetzt, in der dritten Woche, kommen zu den v.g. Beeinträchtigungen noch folgende hinzu: Einschlafstörungen, ansatzweise altbekannte Angstsymptome, Schmerzen im linken Oberbauch, und das Gefühl, teilweise kleine Schläge zu erhalten.
Also gestern mit Neurologin telefoniert: Ich soll sofort wieder 30 mg nehmen und die auch gleich für einen Zeitraum von mindestens 3 - 4 Monaten; meinen Vorschlag, bei 15 mg wieder einzusetzen, fand sie nicht gut. Auch ist sie der Meinung, daß das Ausschleichen nicht zu schnell vonstatten gegangen ist, sondern dass es vielleicht insgesamt zu früh war, mit dem Absetzen zu beginnen.
Ich bin total irritiert und weiß diese Veränderung nicht ganz einzuordnen: bin ich auf dem Weg, wieder (tiefer) in eine Depression zu driften oder bin ich hauptsächlich wegen der körperlichen Symptome so durcheinander? Wenn ich auf die Wochen vor dem Beginn des Absetzens zurückblicke, ging es mir wirklich gut, was ja auch von zwei Fachärzten (Neurologin und Psy.therapeutin) bestätigt wurde.
Ich habe jetzt gestern abend wieder 30 mg genommen, möchte aber so schnell es irgendwie geht, wieder einen Absetzversuch starten, wobei ich mir aber selbst keinen unnötigen Druck machen will.
Welche Zeitplanung haltet Ihr jetzt in diesem Fall für sinnvoll? Und hat vielleicht jemand von Euch ein ähnliches Problem, von Null wieder auf die ursprüngliche Dosis gegangen zu sein, um dann (wann?) wieder zu reduzieren?
Vielen Dank im voraus und liebe Grüße aus dem Norden!
Dival