doch nicht meschugge.....
Verfasst: 15.08.2005 06:27
Ich bin ja sowas von froh, dass ich auf dieses Forum gestossen bin!
Ich nahm seit 1996 Antidpressive. Ich hatte jahrelang, genauer gesagt seit 1972 immer wieder Probleme mit Schwindelanfällen, was sich im Jahr 96 so gesteigert hatte, dass ich kaum mehr fähig war, im Büro auf meinem Stuhl zu sitzen usw..
Lange Rede kurzer Sinn, nach jahrzehntelangem Laufen von Arzt zu Arzt (---wir sind halt ein bisschen nervös, typisch frau usw...), bin ich schliesslich bei einer Nervenärztin gelandet, die mir erst Meresa Forte (Sulpirid) verschrieb, und als das nicht gleich Besserung brachte noch Insidon dazu (Opipralmid).
Nach einiger Zeit, so etwa ein halbes Jahr war es dann auch echt besser und ich hab mich relativ normal gefühlt (was ist normal?)
Aber bei einer Kur in einer psychosomatischen Klinik 1998 wurden meine Medikamente weggelassen (...Sie haben keine Depressionen...), was dazu führte, dass die Symptome schrecklicher denn je zurückkamen. Ich weiss nun, dass das Entzugserscheinungen waren.
Dieses Spielchen hatte ich dann 1999 im Zusammenhang mit einer Gallenoperation nochmal gemacht mit gleichem Ergebnis, da ich die wiederkehrenden Symptome nicht als Entzugserscheinungen deutete und meine Ärztin auch nicht.
Zwischenzeitlich war mein Mann an Krebs erkrankt, 2001 dann im Metastasenstadium, so dass meine Nervenärztin von Sulpirid auf Fluoxetin wechselte. Sie meinte, es wäre gut für mich, um das alles durchzustehen. Ich nahm seitdem eine Fluoxetin 20mg morgens, 2 Insidon je 50 mg abends. Das hat mich in gang gehalten um mit allem fertig zu werden.
Jedenfalls jedesmal, wenn ich dachte ich könnte das doch mal aufhören, kamen die Symptome schlimmer denn je zurück - ein Teufels Kreislauf, weil ich nicht erkannte, dass das Entzugserscheinungen waren.
Seit dem Tod meines Mannes 2002 wohne ich nun einen Großteil des Jahres in Neuseeland (meine Töchter und Enkelkinder leben hier) und komme immer nur für den Sommer nach Deutschland, aber nicht dieses Jahr.
Meine Hausärztin hier in Neuseeland meinte dann letzten Oktober, ich soll doch mal zu einer art Psychologin gehen, mit dem Ziel, mit den Medikamenten aufzuhören. Sie meine es wäre eine Angststörung.
Nun eine Psychologin kann ich mir nicht lassen, da ich diese hier selber bezahlen muss und das geld dafür habe ich nicht. Aber im Verlaufe von mindestens 2 Monaten, habe ich stufenweise alles abgesetzt und bin nun seit irgendwann im Mai ohne Medikamente. Ich habe das ganz vorsichtig und langsam gemacht und siehe da, keine Schwindelanfälle.
Nur seit einigen Wochen habe ich sowas von Hitzewallungen, die mich absolut in Atem halten, ganz zu schweigen von meiner Weinerlichkeit. Nun ich dachte, Wechseljahre halt, was mich aber schon etwas wunderte, da ich bereits 1996 Hormone verschrieben bekam, die ich dann 2003 absetzte und seitdem keine Blutungen und auch kaum Hitzewallungen hatte.
Ich hatte hier auch ein Buch über die Entzugerscheinungen von Prozac gelesen, aber nichts über Hitzewallungen gefunden. Nun habe ich heute mal im net wieder gesucht, weil ich schon langsam glaube ich werde meschugge und siehe da, Hitzewallungen können ein Absetzsyndrom sein.
Das erleichtert mich nun schon etwas. Naja, angenehmer wird es dadurch nicht. Aber jedenfalls bestärkt es mich, dass ich durchhalten muss und nicht wieder mit dem Zeug anfange.
Ach ja, ich bin 52 und rund wie eine tonne ....
Ich nahm seit 1996 Antidpressive. Ich hatte jahrelang, genauer gesagt seit 1972 immer wieder Probleme mit Schwindelanfällen, was sich im Jahr 96 so gesteigert hatte, dass ich kaum mehr fähig war, im Büro auf meinem Stuhl zu sitzen usw..
Lange Rede kurzer Sinn, nach jahrzehntelangem Laufen von Arzt zu Arzt (---wir sind halt ein bisschen nervös, typisch frau usw...), bin ich schliesslich bei einer Nervenärztin gelandet, die mir erst Meresa Forte (Sulpirid) verschrieb, und als das nicht gleich Besserung brachte noch Insidon dazu (Opipralmid).
Nach einiger Zeit, so etwa ein halbes Jahr war es dann auch echt besser und ich hab mich relativ normal gefühlt (was ist normal?)
Aber bei einer Kur in einer psychosomatischen Klinik 1998 wurden meine Medikamente weggelassen (...Sie haben keine Depressionen...), was dazu führte, dass die Symptome schrecklicher denn je zurückkamen. Ich weiss nun, dass das Entzugserscheinungen waren.
Dieses Spielchen hatte ich dann 1999 im Zusammenhang mit einer Gallenoperation nochmal gemacht mit gleichem Ergebnis, da ich die wiederkehrenden Symptome nicht als Entzugserscheinungen deutete und meine Ärztin auch nicht.
Zwischenzeitlich war mein Mann an Krebs erkrankt, 2001 dann im Metastasenstadium, so dass meine Nervenärztin von Sulpirid auf Fluoxetin wechselte. Sie meinte, es wäre gut für mich, um das alles durchzustehen. Ich nahm seitdem eine Fluoxetin 20mg morgens, 2 Insidon je 50 mg abends. Das hat mich in gang gehalten um mit allem fertig zu werden.
Jedenfalls jedesmal, wenn ich dachte ich könnte das doch mal aufhören, kamen die Symptome schlimmer denn je zurück - ein Teufels Kreislauf, weil ich nicht erkannte, dass das Entzugserscheinungen waren.
Seit dem Tod meines Mannes 2002 wohne ich nun einen Großteil des Jahres in Neuseeland (meine Töchter und Enkelkinder leben hier) und komme immer nur für den Sommer nach Deutschland, aber nicht dieses Jahr.
Meine Hausärztin hier in Neuseeland meinte dann letzten Oktober, ich soll doch mal zu einer art Psychologin gehen, mit dem Ziel, mit den Medikamenten aufzuhören. Sie meine es wäre eine Angststörung.
Nun eine Psychologin kann ich mir nicht lassen, da ich diese hier selber bezahlen muss und das geld dafür habe ich nicht. Aber im Verlaufe von mindestens 2 Monaten, habe ich stufenweise alles abgesetzt und bin nun seit irgendwann im Mai ohne Medikamente. Ich habe das ganz vorsichtig und langsam gemacht und siehe da, keine Schwindelanfälle.
Nur seit einigen Wochen habe ich sowas von Hitzewallungen, die mich absolut in Atem halten, ganz zu schweigen von meiner Weinerlichkeit. Nun ich dachte, Wechseljahre halt, was mich aber schon etwas wunderte, da ich bereits 1996 Hormone verschrieben bekam, die ich dann 2003 absetzte und seitdem keine Blutungen und auch kaum Hitzewallungen hatte.
Ich hatte hier auch ein Buch über die Entzugerscheinungen von Prozac gelesen, aber nichts über Hitzewallungen gefunden. Nun habe ich heute mal im net wieder gesucht, weil ich schon langsam glaube ich werde meschugge und siehe da, Hitzewallungen können ein Absetzsyndrom sein.
Das erleichtert mich nun schon etwas. Naja, angenehmer wird es dadurch nicht. Aber jedenfalls bestärkt es mich, dass ich durchhalten muss und nicht wieder mit dem Zeug anfange.
Ach ja, ich bin 52 und rund wie eine tonne ....