Mal wieder: Absetzprobleme Paroxetin/Seroxat
Verfasst: 11.12.2005 13:44
Hallo zusammen,
erst mal ein großes Lob: tolles Forum!
Nun zu meinem Problem:
Ende letzten Jahres hat sich bei mir eine Angststörung (soziale Phobie) "breitgemacht", weswegen ich nach längerer Therapeutensuche etwa im März eine Verhaltenstherapie begonnen habe. Zur Unterstützung (und weil ich 2 Monate später meine Abschlußprüfung hatte, bei der ich einen Vortrag halten musste) habe ich Paroxetin (40 mg) in Tablettenform genommen (welches ja zu den am schwersten absetzbaren AD gehört). Beim Absetzen habe ich aber nun wirklich so meine Probleme: zunächst wollte mein Nervenarzt mich von 40 auf 20 mg und dann auf 0 mg bringen, jeweils im Abstand von 2 Wochen. Absetzsymptome: starker Schwindel, Übelkeit, Unruhe, usw. Das war viel zu schnell, wie mir mein Hausarzt mitgeteilt hat (Nervenarzt war im Urlaub, deshalb bin ich zum Hausarzt). Nun, dann habe ich die Reduzierung langsamer durchgeführt, bin irgendwann dann von 10 mg auf 5 mg gegangen, was wieder nicht klappte, da ich wieder starke Schwindelgefühle hatte. Dann habe ich auf eigene Faust mal geschaut und das Forum hier gefunden. Dort habe ich gehört, daß es Paroxetin auch flüssig gibt. Also wieder hin zum Nervenarzt und mit ihm geredet. Von Absetzsymptomen hat er mir gar nichts gesagt, er glaubte eher, daß meine Angstsymptome wieder hochkamen. Nach kurzer Erklärung war er überzeugt, mir die Tropfen zu verschreiben. Diese sollte ich in 2 Wochen Schritten von 10 mg um je 2,5 mg reduzieren. Am 1. Dezember bin ich bei 2,5 mg angekommen, ich muss zugeben daß ich mich vorher schon nicht sehr wohl gefühlt habe. Die letzten (fast) zwei Wochen sind jetzt für mich nahzu die Hölle gewesen.
Ich habe kaum gegessen, dauernd Übelkeit, mich übergeben, Magenprobleme, Konzentrationsprobleme, Suizidgedanken, Angst, Weinanfälle, nichtmals am Wochenende Lust aufzustehen (geschweige denn etwas zu unternehmen) und irgendwie die Lust an alles und jedem verloren.
Meine Fragen lauten nun:
-glaubt ihr, daß es sich dabei um die Absetzsymptome handelt oder glaubt ihr eher, daß meine Krankheit wieder ausbricht? (schwere Frage, ich weiß...)
-könnt ihr mir ein AD empfehlen, zu dem ich wechseln könnte um das absetzen zu erleichtern? Wie geht der Wechsel vonstatten? Habe ich dann beim Wechsel nicht die gleichen Absetzsymptome?
-UND: kennt ihr einen guten(!) Nervenarzt im Raum Köln/Bonn/Bornheim/Euskirchen/Wesseling, der sich über die Absetzwirkung bei AD bewußt ist und das Patienten nicht schönredet oder verschweigt?
Tut mir leid, wenn ich mit meiner Frage eine oftdiskutiertes Thema wieder aufgreife, aber mir geht das im Moment ziemlich an die Substanz!
Ich Danke für antworten...
mfg - Christoph
erst mal ein großes Lob: tolles Forum!
Nun zu meinem Problem:
Ende letzten Jahres hat sich bei mir eine Angststörung (soziale Phobie) "breitgemacht", weswegen ich nach längerer Therapeutensuche etwa im März eine Verhaltenstherapie begonnen habe. Zur Unterstützung (und weil ich 2 Monate später meine Abschlußprüfung hatte, bei der ich einen Vortrag halten musste) habe ich Paroxetin (40 mg) in Tablettenform genommen (welches ja zu den am schwersten absetzbaren AD gehört). Beim Absetzen habe ich aber nun wirklich so meine Probleme: zunächst wollte mein Nervenarzt mich von 40 auf 20 mg und dann auf 0 mg bringen, jeweils im Abstand von 2 Wochen. Absetzsymptome: starker Schwindel, Übelkeit, Unruhe, usw. Das war viel zu schnell, wie mir mein Hausarzt mitgeteilt hat (Nervenarzt war im Urlaub, deshalb bin ich zum Hausarzt). Nun, dann habe ich die Reduzierung langsamer durchgeführt, bin irgendwann dann von 10 mg auf 5 mg gegangen, was wieder nicht klappte, da ich wieder starke Schwindelgefühle hatte. Dann habe ich auf eigene Faust mal geschaut und das Forum hier gefunden. Dort habe ich gehört, daß es Paroxetin auch flüssig gibt. Also wieder hin zum Nervenarzt und mit ihm geredet. Von Absetzsymptomen hat er mir gar nichts gesagt, er glaubte eher, daß meine Angstsymptome wieder hochkamen. Nach kurzer Erklärung war er überzeugt, mir die Tropfen zu verschreiben. Diese sollte ich in 2 Wochen Schritten von 10 mg um je 2,5 mg reduzieren. Am 1. Dezember bin ich bei 2,5 mg angekommen, ich muss zugeben daß ich mich vorher schon nicht sehr wohl gefühlt habe. Die letzten (fast) zwei Wochen sind jetzt für mich nahzu die Hölle gewesen.
Ich habe kaum gegessen, dauernd Übelkeit, mich übergeben, Magenprobleme, Konzentrationsprobleme, Suizidgedanken, Angst, Weinanfälle, nichtmals am Wochenende Lust aufzustehen (geschweige denn etwas zu unternehmen) und irgendwie die Lust an alles und jedem verloren.
Meine Fragen lauten nun:
-glaubt ihr, daß es sich dabei um die Absetzsymptome handelt oder glaubt ihr eher, daß meine Krankheit wieder ausbricht? (schwere Frage, ich weiß...)
-könnt ihr mir ein AD empfehlen, zu dem ich wechseln könnte um das absetzen zu erleichtern? Wie geht der Wechsel vonstatten? Habe ich dann beim Wechsel nicht die gleichen Absetzsymptome?
-UND: kennt ihr einen guten(!) Nervenarzt im Raum Köln/Bonn/Bornheim/Euskirchen/Wesseling, der sich über die Absetzwirkung bei AD bewußt ist und das Patienten nicht schönredet oder verschweigt?
Tut mir leid, wenn ich mit meiner Frage eine oftdiskutiertes Thema wieder aufgreife, aber mir geht das im Moment ziemlich an die Substanz!
Ich Danke für antworten...
mfg - Christoph