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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


kennt ihr das auch?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Anton Pregowicz
Beiträge: 1
Registriert: 22.01.2004 21:45

kennt ihr das auch?

Beitrag von Anton Pregowicz »

hallo, ich heisse anton und bin neu hier.

nehm seit ca einem helben jahr zoloft. eine antidepressie wirkung stellte sich bei mir ca. 4 wochen nach beginn der einnahme ein. in den ersten 2-3 wochen bemerkte ich lediglich einige nebewirkungen wie langanhaltendes, tiefes gähnen oder schon fast fatale, euphorische momente. zuckungen beunruhigten mich die ersten tage.
doch seit sich die nebenwirkungen einstellten und die antidepressive wirkung begann, bin ich eigentlich recht zufrieden mit diesem erzeugniss gewesen.
bis vor einer woche! da begann allmählich die mir bisher erspart gebliebene, in der packunsbeilage jedoch aufgeführte nebenwirkung. dünner, wässriger stuhl. ich kann also seit einigen tagen kaum noch die wohnung verlassen, da der schliesmuskel das plöttzlich anstehende, kackbraune wasser nicht zurückbehalten kann. ich beschloss also, so schnell wie möglich damit abzusetzen, was allerdings bekanntlich einige tage dauert.
kennt ihr das auch? wenn ja, wie seid ihr damit umgegangen?[/b]
Sina
Beiträge: 202
Registriert: 24.10.2003 11:17
Wohnort: NRW

Beitrag von Sina »

Hallo Anton,

erstmal herzlich Willkommen hier!
Ich nehme auch Zoloft und hatte in den ersten Wochen der Einnahme auch weicheren Stuhl. Aber es fing direkt mit der Einnahme an und war nur weich, kein Durchfall.
Wenn es bei Dir jetzt erst auftritt, vermute ich dass es gar nichts mit Zoloft zu tun hat, sondern Du Dir einen Magen-Darm-Virus eingefangen hast. Deswegen gleich ans Absetzen denken, finde ich übertrieben.
Lass Dich doch ein paar Tage krank schreiben oder geh mal zum Arzt und lass Dich untersuchen!
Ich halte es für unwahrscheinlich, dass es vom Zoloft kommt!
Hast Du jetzt schon runterdosiert oder gar abgesetzt? Wenn ja, fürchte ich, ist dies ein gravierender Fehler!

Alles Gute Dir!
Sina
Hoschi
Beiträge: 30
Registriert: 12.10.2003 12:36
Wohnort: Schleswig-Holstein

Beitrag von Hoschi »

Hi Anton,

ich hatte es nach der Umstellung des Herstellers von Citalopram. Ich dachte auch erst, dass es davon gekommen ist. Im Endeffekt war es doch nur eine Magen-Darm-Geschichte.
Nicht immer alles auf die Tabletten schieben.

schau hier: Beitrag
Astrid
Beiträge: 313
Registriert: 26.11.2003 18:02
Danksagung erhalten: 1 Mal

Beitrag von Astrid »

Hallo Anton,

ja, ich kenne das - leider! Reizdarm nennt man das und ist in meinem Fall eine eideutige Begleiterscheinung meines ADs. Allerdings konnte ich feststellen, unter welchen Vorraussetzungen der Darm so gereizt reagiert.
Wenn ich hastig, gierig esse bzw. schlinge, wenn ich zu viel esse und wenn das Essen fett war, dann muss ich vorsichtig sein.

Die Esslust, die Gier und das Nimmersattegefühl habe ich auch als Begleiterscheinung seit ich Paroxetin nehme. Im Ergebnis habe ich bereits 12 kg zugenommen. Mein Appetit kennt keine Grenzen.

Den Unterschied zu einem Magen-Darm-Infekt zu einer Reizdarmreaktion kann man sehr gut spüren.
Ein Reizdarm ist unangenehm, aber kein krankhaft oder gar schmerzhaft empfundener Durchfall. Ein Infekt dagegen ist eine Qual, die dem Darm keine Chance lässt bis alles draußen ist. Ich hatte es erst kürzlich und weiß daher sehr genau, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.

Ganz wichtig, Anton, ist das Essen gut zu kauen und in Ruhe zu essen.
Dann wird schon vieles besser.
Sollten deine Beschwerden nicht besser werden, oder gar dauerhaft bleiben, dann ist es wichtig zum Arzt zu gehen. Gegen Reizdarm gibt es auch Medikamente.

Wünsche dir gute Besserung!

Astrid
Gesperrt