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medikament

Verfasst: 10.04.2004 12:04
von michaela
hallo
mein name ist michaela und ich bin neu hier. habe seit 9 monaten panik und angst und nehme seit dieser zeit auch xanor. jetzt hat mir mein neurologe in der früh 1 deanxit und am abend ein viertel paroxat verschrieben. paroxat habe ich nur vier mal genommen weil die nebenwirkungen sofort da waren deanxit habe ich 8 tage genommen.seit diesn tagen ist mir ständig schwindlig ich habe kopfweh und das gefühl ich fall um wer kennt das und kann mir sagen ob das an den medikamenten liegt. wer kann mir etwas über deanxit sagen laut gebrauchsanweisungen hat dieses pulver keine nebenwirkungen. ich weiß einfach nicht ob ich es nehmen soll. für hilfe wäre ich dankbar

gruß michaela

Verfasst: 10.04.2004 12:20
von retch
Hallo,

mach Dir keine Sorgen. Bei beiden Stoffen kann es zu den Nebenwirkungen gehören, dass man heftige Kopfschmerzen bekommt. Laut http://www.lundbeck.at/produkte/deanxit_gebr.htm (Herstellerinformation) sorgt Deanxit für Kopfschmerzen. Die gehen normalerweise nach rund zwei Wochen wieder weg.

Was mich ein wenig wundert udn deswegen frage ich mal in Runde: Ist Deanxit nicht ein trizyklisches AD, dass kaum noch verkauft wird?

Verfasst: 10.04.2004 18:38
von Time
Hallo Michaela,

Du nimmst seit 9 Monaten Alprazolam (Xanor)? Jeden Tag? Wieviel mg?

Was waren das für Nebenwirkungen bei Paroxetin (Paroxat)? Wieviel mg am Tag?

Deanxit ist ein Kombinationspräpart, in dem das Neuroleptikum Flupentixol enthalten ist. Das würde ich im Falle einer Panikstörung nicht nehmen.

Die zweite Komponente ist Melitracen. Es ist offensichtlich ein trizyklisches Antidepressivum zu dem ich aber leider keine weiteren Infos habe.

Wie sieht es mit Psychotherapie aus?

Gruß
Time

Paroxetin: http://www.kompendium.ch/app/result_bod ... earch=3607

Alprazolamhttp://www.kompendium.ch/app/result_bod ... earch=2187

Flupentixol: http://www.kompendium.ch/app/result_bod ... earch=2641

Melitracen: http://www.kompendium.ch/app/result_bod ... earch=2869

Deanxit: http://www.kompendium.ch/app/Info_d.cfm?Search=01902

Verfasst: 11.04.2004 12:49
von michaela
hallo
danke für eure antwort. ich weiß auch nicht warum mir deanxit verschrieben wurde. kann meinen neurologen zur zeit nicht fragen da er auf urlaub ist. aber ich nehme seit drei tagen nur noch xanor. möchte es aber absetzen. nehme zwar nur 2 stück a 0,5mg aber trotzdem. meine frage jetzt hat es irgendwer geschafft seine panik in den griff zu kriegen ohne irgend welche antidepressiva. gibt es denn keine alternativen. mir geht es im moent ziemlich schlecht. bin dauernd schwindlig habe kopfschmerzen und kann fast nur liegen. ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll. wer weiß rat. für antwort bin ich dankbar

gruß michaela

Verfasst: 11.04.2004 14:15
von Time
Hallo Michaela,

Benzodiazepine sind keine Dauermedikation, sondern ausschließlich für den Notfall bzw. als temporäre Unterstützung bestimmt. Sie sind sehr gut verträglich, da praktisch körpereigene Stoffe, aber nach einigen Wochen machen sie die meisten Menschen abhängig. Wenn Du mir 1 mg Xanor pro Tag verabreichen würdest, käme ich nicht mehr aus dem Bett.

Ich rate Dir folgendes: Lass Dir einen aktuellen SSRI verschrieben. Wenn Paroxetin Dir definitiv zu hart in den Nebenwirkungen erschien, nimm als nächstes am besten den Citalopram-Nachfolger (Escitalopram), der hier im Forum so gelobt wurde. Er soll von den Nebenwirkungen sehr verträglich sein. Bei Panikstörungen wird auch gerne Fluoxetin genommen, das hat allerdings eine ewig lange Halbwertszeit und gilt als der "schmutzigste" SSRI, d.h. er wirkt gegenüber allen anderen SSRI wenig selektiv, er streut sehr stark auf andere Neurotransmitter, was aber auch ein Vorteil sein kann.

Menschen mit Panikstörungen sollten sehr vorsichtig schrittweise höher dosieren, da Panikstörungen sich ja gerade durch körperliche Symptome auszeichnen. Hast Du das bei Paroxetin beachtet? Wenn Dich der SSRI (anfangs) müde macht, was anzunehmen ist, solltest Du versuchen ihn abends vor dem Schlafengehen zu nehmen, dann bekommst Du die Nebenwirkungen, die dich stören, weniger mit. Probiere es aus, denn Du weißt selbst am Besten, was in Dir vorgeht. Nach oben beachte bitte die Vorgaben des Arztes und des Beipackzettels. Dass der Körper einige Zeit benötigt, um sich auf ein Antidepressivum einzustellen, weißt Du ja sicher. Benzodiazepine sind da anders!

Nachdem der SSRI sich eingependelt hat (so an die 2 Wochen), setze Xanor ab. Wenn Du merkst, dass sich Entzugserscheinungen zeigen, bitte langsam und schrittweise in kleinen Dosen absetzen.

Gruß
Time

medikamente

Verfasst: 22.04.2004 07:36
von michaela
hallo

danke für eure typs. nehme jetzt aber überhaupt kein antidepressivum sondern baldrian-hopfen tabletten und versuche so langsam von den xanor wegzukommen. ausserdem suche ich einen therapeuten für eine therapie. ich möcht es einfach ohne anti schaffen. könnt ihr das verstehen

liebe grüße michaela

Verfasst: 22.04.2004 09:22
von Time
Hallo Michaela,
nehme jetzt aber überhaupt kein antidepressivum sondern baldrian-hopfen tabletten und versuche so langsam von den xanor wegzukommen
Das ist natürlich noch besser! Melisse kann, wenn du körperliche Paniksymptome hast zusätzlich helfen. Baldrian wirkt bei vielen recht gut, wenn es ausreichend dosiert wird (bis 4,5 g Droge).

Ich persönlich finde, man sollte immer zuerst kognitive und körperliche Methoden einsetzen, die Ernährung anpassen und die Orthomolekulare Medizin ausschöpfen. Wenn das nicht reicht, kann man pflanzliche Mittel testen. Wenn Johanniskraut, Baldrian und Co. auch nicht ausreichen, dann ist als nächstes ein SSRI dran.

Gruß
Time