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 ! Nachricht von: Oliver

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Absetzen, und dann?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Mya
Beiträge: 8
Registriert: 12.03.2004 17:48

Absetzen, und dann?

Beitrag von Mya »

Hallo!

Ich weiß lamgsam wirklich nicht mehr wie mir geschieht.
Obwohl ich eigentlich keine Symptome einer klassischen Depression hatte (ich musste entgegen aller klischees sehr oft weinen, war ständig gereizt, aufbrausend und leicht verletzlich, aber genauso auch fröhlich und aktiv)
bekam ich, nachdem ich Ritalin bekam wegen dem Verdacht auf ADS, Trimipramin verschrieben, ein relativ "altes" trizyklisches AD.

Es brachte mir zuerst nichts und er verschrieb mit dann Paroxetin, was ich aber überhaupt nicht vertrug, mein Körper hat sich heftigst dagegen gewehrt (Durchfälle, Übelkeit) und mich total hektisch und euphorisch machte, fast wie auf Exctasy.

Als ich dann wieder auf Trimipramin umstieg und es einfach mal so nahm ohne mir was davon zu versprechen schlug es nach ca 3 Wochen ein wie eine Bombe!

Mir geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Ich kann es fast nicht in Worte fassen. Das Leben gewinnt soviel an Qualität.

Nun nehme ich es seit ca 3 Monaten und es war eigentlich so gedacht, dass ich das AD nach meinen Prüfungen absetzte, da ich dann fertig bin und man mich "gut durchgebracht" hätte.

Nun habe ich aber solche Angst davor. Erstens fühle ich mich so gut und so wohl und zweitens kann ich mich noch lebhaft an den Entzug von Paroxetin erinnern und habe da eigentlich nicht schon wieder lust darauf...

Was denkt ihr darüber? Wäre es wirklich besser mein Leben ohne künstliche gute-Laune-Macher zu führen?
Kommt vieles im Denken der Menschen wirklich aus dem Gedanken der Spaßgesellschaft heraus?

Liebe Grüße, Mya
Time
Beiträge: 43
Registriert: 03.04.2004 17:29

Drogen als Standard

Beitrag von Time »

Hallo Mya,

gerade sah ich, dass ich deine interessante Fragestellung übersehen hatte.

Ich würde absetzen, langsam und schrittweise. Absetzen würde ich schon deshalb, weil TZA nicht sehr zuträglich für den Körper sind. An Unterstützung beim Absetzen sollte es dir hier auch nicht mangeln.

Das Du auf Ritalin depressiv wurdest finde ich beeindruckend!? Es werden gelegentlich vorübergehende depressive Verstimmung beschrieben, aber richtig depressiv? Hast Du gleich mit 20 mg/d anfangen?

Bei MDMA muss man mit Vergleichen vorsichtig sein; weißt du sicher, dass das, was du konsumiert hast, rein war? Die Wahrscheinlichkeit einer Streckung mit allem möglichen soll auf dem Schwarzmarkt praktisch 100 % sein. Nebenbei, MDMA und ähnliches ist zwar sehr beliebt, ich würde davon aus Rücksicht auf meinen Körper aber Abstand nehmen – es sind beim üblichem Konsum definitiv bleibende Schäden zu erwarten. Es gibt therapeutische Anwendungen von MDMA, aber dazu bedarf es eines passenden Settings, des nötigen medizinischen Hintergrundwissens und der therapeutischen Erfahrung. Ich halte es aber selbst dann für eine problematische Notlösung.

Das Paroxetin bei Dir wie MDMA wirkte und dies eher als unangenehm erlebt wurde, könnte darauf schließen lassen, dass die Hebung des Serotoninspiegels bei dir nicht angezeigt ist. MDMA hebt den Serotoninspiegel sehr stark an (5-HT:DA:NA = 15:3:1). Dies würde auch mit der Wirkung von Trimipramin zusammenpassen. Trimipramin hat eine ausgeprägte antihistaminische (stark sedierend), eine leichte antidopaminerge und dafür kaum serotonerge und noradrenerge Wirkungen. Um darüber hinaus etwas zu sagen, müsste die Wirkung von Ritalin und die genaue Wirkung und der Wirkungsverlauf von Trimipramin und wie es mit deiner Psyche zusammenspielte bekannt sein. „Mir geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Ich kann es fast nicht in Worte fassen. Das Leben gewinnt soviel an Qualität.“ kann viel heißen.

Was den Paroxetinentzug betrifft: Dieser Entzug sollte bei Trimipramin nicht auftreten, da Trimipramin wie oben beschrieben ein völlig anderes Profil hat. Du schriebst übrigens nichts über den Paroxetinentzug nur über die Wirkung der Einnahme. Die Dosis und die Länge der Einnahme können ebenfalls einiges ausmachen.

Nach deiner Beschreibung würde ich annehmen, dass du ein sehr niedrig eingestelltes psychisches Abwehrsystem besitzt oder mit irgendwas völlig überfordert warst. Wenn du mit einem niedrig eingestellten psychischen Abwehrsystem oder, was das Selbe ist, völlig ausgebrannt 20 mg Paroxetin nimmst, gibt dies Effekte, wie wenn andere 80 mg nehmen würden. Grundsätzlich wäre eine Unterstützung deines serotonergen Systems jedoch durchaus ein zu versuchender Weg. Übrigens die psychische Abwehr wird durch Drogen wie LSD, Haschisch / Marihuana, MDMA und ähnliches ganz erheblich nach unten gefahren! Die Kombination von SSRI und MDMA ist schon recht sicher letal, da die MAO-Hemmung von MDMA sehr ausgeprägt ist. Der von dir erlebte Effekt von Paroxetin bzw. Ritalin könnte auch auf nicht ausreichenden Abstand zum Konsum von MDMA zurückzuführen sein.

Wenn du Trimipramin abgesetzt hast, siehst du erst, was jetzt real ist. Ich würde dann vor allem alle weiteren Dogen weglassen. Sollte sich das Bedürfnis nach Unterstützung trotzdem wieder einstellen, würde ich erst mal unten anfangen: Ernährung, Nahrungsergänzungen, Bewegung, Entspannung, eventuell Phytopharmaka und dann nochmal über niedrig dosierte synthetische Psychopharmaka wie Methylphenidat oder Citalopram oder Fluoxetin nachdenken. Wenn Drogen für dich eine besondere Anziehung haben, lies vielleicht mal Stanislav Grof.

Gruß
Time
Zuletzt geändert von Time am 04.05.2004 23:40, insgesamt 1-mal geändert.
Waltraut
Beiträge: 7
Registriert: 23.03.2004 23:42

Hallo Mya,

Beitrag von Waltraut »

ich möchte nur auf deine beiden Fragen eingehen: ich denke schon, dass sehr vieles mit unserer so genannten Spassgesellschaft zu tun hat. Wir (vor allem durch falsche Idealvorstellungen, die uns die Medien bescheren) erkennen nur noch Mitmenschen an, die stets gut gelaunt sind, erfolgreich im Beruf, gut aussehend und gut gebaut, also ein durch und durch narzistisches Ideal wird uns da vorgelebt (ist dies wirklich lebenswert?).

Dessen muss man sich bewusst sein.

Und dann kann man sich immer noch fragen, ob man da um jeden Preis mitmachen möchte (Laune heben durch diverse Psychopharmaka, Sport bis zum umfallen, Karriere um jeden Preis, Schönheitsops etc.) oder ob man sich für den zunächst unbequemen Weg entscheidet und genau die andere Richtung einschlägt. Sich zunächst akzeptieren so wie man ist, auch mal das Risiko eingehen und sich anderen offenbaren mit all seinen "Unzulänglichkeiten" und manchmal kann man dann feststellen, dass es den anderen auch nicht viel anders geht als einem selbst.

Wir alle haben an uns zu arbeiten, so oder so.

Und die Menschen, die uns dann ablehnen, weil wir vielleicht grüblerischer sind, vieles nicht einfach so hinnehmen möchten, uns leichter irritieren lassen und eben nicht immer der Sonnenschein sind, tja, sind diese wirklich der Maßstab an dem wir uns messen wollen?

Man muss sich auch immer fragen, was wäre unsere Gesellschaft ohne all die sensiblen und durch ihre Sensibilität manchmal auch schwierig erscheinenden Menschen (ich sage bewusst erscheinend, denn nicht die Sensibilität ist eine Schwierigkeit, schwierig sind eigentlich die Lebensumstände, die nicht zulassen, dass sich die Sensiblen ordentlich entwickeln können), wo würde es mit der Literatur, der Malerei, den Künsten allgemein etc. stehen?

Was hätte die Welt dann noch zu bieten?

Fragen über Fragen..

LG,

Waltraut
Mya
Beiträge: 8
Registriert: 12.03.2004 17:48

Beitrag von Mya »

Vielen Dank für eure Antworten!

Zum einen @Time hat mich dein Beitrag etwas verwirrt.
Also mit Drogen im Sinne von nicht verschriebenen Substanzen habe ich wenig am Hut. Also explizit MDMA habe ich zwar in jüngeren Jahren einmal konsumiert (also wirklich nur einmal) aber konsumiere sonst keinerlei Drogen wie Haschisch da ich das nicht vertrage (der übergeben - einschlafen Effekt)

Ja Ritalin hat mich sehr ruhig gemacht, was ich sonst eigentlich überhaupt nicht bin. Ich passe zwar nicht wirklich in die Schublade "Hypies ", aber etwas ist doch nicht in Ordnung. Durch Ritalin wurde ich aber auch sehr weinerlich, fühlte mich schrecklich, wollte am liebsten sterben.

Mein Arzt deutete es so, dass die Hyperaktivität aus Depressionen resultieren würde, andererseits bin ich auch ein Mensch der sich zu wenig aufraffen konnte, selten etwas durchgezogen hat und nur für den Moment lebte, ohne an die Konsequenzen zu denken.

Zudem kam teilweise schon krankhaftes Einkaufen, am Wochenende hoher Alkoholkonsum und ständige Agressivität und Gereiztheit was bis zu richtiger Boshaftigkeit umschlagen konnte. Und natürlich konnte ich mich schlecht zurücknehmen, alles musste so sein wie ich wollte und zwar sofort.

Auf Ritalin wurde es zwar besser mit dem zurücknehmen und ich wurde ruhiger, aber ich fühlte mich wie in der oft beschriebenen "chemischen Zwangsjacke".

Da ist Trimipramin schon um einiges wirkungsvoller. Ich brauche keine Kleider mehr um mich gut zu fühlen, ich trinke nur noch sehr wenig und überhaupt fühle ich mich zum ersten mal richtig frei, wenn sich auch manchmal noch ein paar Ängste einschleichen.

Über die genauere Wirkungsweise von TZA wusste ich bis jetzt nichts und danke dir sehr für die Information.

Das eigentliche Problem für mich ist glaube ich die Sache das ich nicht genau weiß was mir fehlt und der Arzt eben auch nicht. Was wenn ich dann wieder zu dem "Monster" werde das ich die letzten 4 Jahre davor war, das sich selber nicht leiden kann?

Die ganzen psychischen Ausfälle, Heulkrämpfe, das Betrinken und dann komplett ausrasten. Das will ich nicht!!

Und obwohl ich Waltraut wirklich nur zustimmen kann frage ich mich wo die Grenze ist. Wo fängt ein verhalten an Krankhaft zu werden?
Opfer der Kindheit oder wirklich nur selbstsüchtiges Verhalten?

Wir sind von der Gesellschaft wirklich schon auf ein gewissen "genormtes" Verhalten getrimmt worden. Die "Regeln" der Gesellschaft akzeptieren die meisten was den Selbstfindungsprozess so stark beeinflussen kann.

Ein sehr komplexes Thema...

Liebe Grüße, Mya
Time
Beiträge: 43
Registriert: 03.04.2004 17:29

Beitrag von Time »

Zum einen @Time hat mich dein Beitrag etwas verwirrt. Also mit Drogen im Sinne von nicht verschriebenen Substanzen habe ich wenig am Hut.
Sorry, das hörte sich für mich so an; lag aber wohl an mir, dass ich in letzter Zeit mit zu vielen Leuten, die illegale Drogen benutzen, zu tun hatte. Da bin ich wohl etwas übersensibel geworden.
Ja Ritalin hat mich sehr ruhig gemacht, was ich sonst eigentlich überhaupt nicht bin. Ich passe zwar nicht wirklich in die Schublade "Hypies ", aber etwas ist doch nicht in Ordnung. Durch Ritalin wurde ich aber auch sehr weinerlich, fühlte mich schrecklich, wollte am liebsten sterben. Mein Arzt deutete es so, dass die Hyperaktivität aus Depressionen resultieren würde, andererseits bin ich auch ein Mensch der sich zu wenig aufraffen konnte, selten etwas durchgezogen hat und nur für den Moment lebte, ohne an die Konsequenzen zu denken. Auf Ritalin wurde es zwar besser mit dem zurücknehmen und ich wurde ruhiger, aber ich fühlte mich wie in der oft beschriebenen "chemischen Zwangsjacke".
Es gibt Leute, die kommen mit einer halben Tablette (5 mg) pro Tag hin, andere brauchen 40 mg und mehr. Vielleicht hast du einfach zu viel genommen? Wie viel nahmst du pro Tag? Hast du das Gefühl, dass Ritalin generell nicht hilfreich für dich war, oder dass es zu stark wirkte? War es im Rückblick also ein qualitatives oder quantitatives Problem?
Zudem kam teilweise schon krankhaftes Einkaufen, am Wochenende hoher Alkoholkonsum und ständige Agressivität und Gereiztheit was bis zu richtiger Boshaftigkeit umschlagen konnte. Und natürlich konnte ich mich schlecht zurücknehmen, alles musste so sein wie ich wollte und zwar sofort.
Das war ohne Medikamente?
Da ist Trimipramin schon um einiges wirkungsvoller. Ich brauche keine Kleider mehr um mich gut zu fühlen, ich trinke nur noch sehr wenig und überhaupt fühle ich mich zum ersten mal richtig frei, wenn sich auch manchmal noch ein paar Ängste einschleichen.
Der Histaminantagonismus wird normalerweise nur zur maximalen Sedierung verwendet. Kannst du dir vorstellen, dass der Histaminantagonismus für dich die Lösung ist? Das früher von dir verwendete „AD“ Alkohol könnte dafür sprechen. Wobei erst geklärt werden sollte, was für dich „viel“ bedeutet. Ein bis maximal zwei Glas pro Tag sind verträglich, wenn du nicht gerade 40 kg wiegst.

Es könnte auch sein, dass die schwache serotonerge und noradrenerge Wirkung des Trimipramin, also ein ganz schwaches Antidepressivum, die Lösung ist. Das ist deshalb wichtig, weil du dann mit sehr geringen Dosen eines aktuellen AD auch auskämest. Die Selektivität für Serotonin (5-HT) : Noradrenalin (NA) liegt bei Trimipramin irgendwo zwischen 1:1 und 1:10, d.h. wenn die Überlegung mit dem schwachen Antidepressivum richtig ist, dann wäre eine Minidosierung Venlafaxin (5-HT : NA = 5:1) die nächstbeste Lösung bei den neuen AD.

Es könnte aber auch sein, dass es das Noradrenalin ist, dann wäre Reboxetin das Mittel der Wahl. Wie reagierst du denn auf Kaffee?

Was sagt denn dein Bauch dazu?
Das eigentliche Problem für mich ist glaube ich die Sache das ich nicht genau weiß was mir fehlt und der Arzt eben auch nicht. Was wenn ich dann wieder zu dem "Monster" werde das ich die letzten 4 Jahre davor war, das sich selber nicht leiden kann? Die ganzen psychischen Ausfälle, Heulkrämpfe, das Betrinken und dann komplett ausrasten. Das will ich nicht!! Und obwohl ich Waltraut wirklich nur zustimmen kann frage ich mich wo die Grenze ist. Wo fängt ein verhalten an Krankhaft zu werden? Opfer der Kindheit oder wirklich nur selbstsüchtiges Verhalten?
Vorschlag: Versuche doch jetzt erst mal herauszufinden, was dir an dem Trimipramin hilft. Als nächster Schritt suche ein verträglicheres Medikament. Und dann mache dich auf die Suche nach der Ursache und einer nichtmedikamentösen Lösung. Vielleicht kannst du das Trimipramin ja auch noch reduzieren. Wie viele nimmst du momentan?
Wir sind von der Gesellschaft wirklich schon auf ein gewissen "genormtes" Verhalten getrimmt worden. Die "Regeln" der Gesellschaft akzeptieren die meisten was den Selbstfindungsprozess so stark beeinflussen kann.
Zu sich Selbst zu finden, ist nicht nur ein langer, sondern auch ein sehr gefährlicher Weg und am Ende hast zwar du dich verändert aber die Gesellschaft ist immer noch die Gleiche. Alleine die Konfrontation mit seiner Vergangenheit kann einen umhauen. Am Ende siehst du zwar klarer und hast einen Haufen endogene Problem weniger, aber das klarer Sehen kann dazu führen, dass dir in der Betrachtung deiner Umgebung das kalte Grausen kommt.

Gruß
Time
Mya
Beiträge: 8
Registriert: 12.03.2004 17:48

Beitrag von Mya »

Ich bekam zuerst Concerta, 18 mg was am Anfang zwar ausreichte, aber im weiteren Verlauf einfach zu schnell die Wirkung verlor.

Bei der doppelten Dosis war es dann zwar besser, aber ich bin regelmäßig eingeschlafen was gerade im Alltag nicht sonderlich förderlich war.
Auch das allgemeine Empfinden war nicht gut. Richtig wohl fühlte ich mich dabei nicht und auch die konzentration wurde nicht übermäßig besser.
Zwar konnte ich länger bei der Sache bleiben und das Interesse auch bei ungeliebten Aufgaben war größer aber das Verständnis wurde nicht verbessert und die Leistung blieb ähnlich. Teilweise fühlte ich mich auch noch unkonzentrierter, meist ab ca. 2 Stunden nach der einnahme. Am Anfang wurde es besser, dann schlechter.

Ja, alle beschriebenen Symptome waren ohne Medikamente, und auch auf Ritalin wurden sie nur geringfügig besser, wobei gerade auch die Lust am Alkohol gesenkt wurde.

Ja, Alkohol. Also es konnte schon mal vorkommen das ich an einem Tag, meist Freitags bis zu 5 Liter Bier getrunken habe was natürlich zum kompletten Rausch geführt hat. Am nächsten Tag war ich dann immer sehr platt und sediert, was ich irgendwie nicht schlecht fand da ich dann irgendwie endlich innere Ruhe verspürte. Zwar war ich zu nichts zu gebrauchen aber viel umgänglicher.

Welche der Wirkungen von Trimipramin mir hilft weiß ich nicht. Ich nehme auch eine sehr geringe Dosis die sich zw. 7-12 mg beläuft. Von der Sedierung merke ich also nur sehr wenig bis gar nichts, ich würde eher sagen ich bin nun auf dem Aktivitätslevel einer "normalen" Person.
Allerdings immernoch aktiv. Auch bei höheren Dosen verstärkt sich die Sedierung nicht erheblich.

Kaffee habe ich früher, bis vor einem Jahr nie getrunken. Da ich unter Hyperhidrose leide (wohl auch wichtig zu erwähnen) vermied ich Kaffee da dieser ja zusätzlich noch schweisstreibend wirkt.
Seitdem ich allerdings dagegen behandelt werde habe ich angefangen Kaffe zu trinken, allerdings reichte bei mir eine Tasse schwacher kaffee aus um mich einen ganzen Tag lang zu puschen. In der zwischenzeit kann ich wirklich Kannenweise Mörderkaffee trinken, ich habe mich da irgendwie daran gewöhnt. Habe ich zuviel Kaffee getrunken werde ich schon beinahe wieder müde (was ja auch auf ADS deuten ließe)

Kaffee gibt mir aber das Gefühl richtig aufzuwachen, denn ich fühle mich ausser wenn ich wenig schlafe (im schnitt schlafe ich 4-6 Stunden pro Nacht, am WE manchmal bis zu 14 Std) oder eben kaffee trinke irgendwie vernebelt, komme nicht in die Gänge bin nicht ganz da und oft verpeilt und verwirrt. Das legt sich meist erst gegen abends. An manchen tagen ist es so schlimm, das ich echt die übelsten Dinge schon getran hab (Autounfälle, mit Hausschuhen rausgehen...)

Alles in allem eine irgendwie dumme Situation.

Vielen Dank übrigens für deine Hilfe! Ich bin dafür wirklich sehr sehr dankbar.

Lieben Gruß, Mya
Gesperrt