Kurze Vorstellung und viele Fragen
Verfasst: 02.03.2010 15:00
Hallo Ihr alle!
Ich habe dieses Forum heute erst gefunden und gleich ein paar Stunden lang gelesen.
Seit 2 Jahren nehme ich Citalopram mit Wechsel auf Cipralex (40mg bzw 20 mg) und schon letzten Herbst habe ich versucht, die Tabletten abzusetzen. Von 20 auf 15 mg Cipralex habe ich gut geschafft, aber von 15 auf 10mg hat mich so unruhig gemacht, dass ich doch wieder hochdosiert habe.
Da mir das Cipralex irgendwie überhaupt nichts mehr bringt, möchte ich es jetzt endgültig loswerden. Seit einer Woche nehme ich nur noch 10 mg ein, und seit einigen Tagen fühle ich mich nervös, ängstlich, vollkommen labil und gereizt. Ich hatte Angst, dass dies ein Rückfall sein könnte, aber das Lesen hier hat mir neue Perspektiven eröffnet.
Verschrieben wurde mir das Zeug wegen Panikstörung und Depression. Im Laufe einer Therapie hat man festgestellt, dass ich das Borderline Syndrom habe (kann mich auch damit identifizieren, durchaus), aber die Therapie als solches hat mir überhaupt nicht weitergeholfen, weshalb ich keinen Antrag auf Verlängerung gestellt habe. Die Medis hat mir mein Hausarzt aber weiter verschrieben.
Ich war vor einem halben Jahr schon einmal bei einem Neurologen, dem ich sagte, dass mir das AD meiner Meinung nach nichts mehr bringt und dass ich es absetzen will. Hatte das Gefühl einer Gewöhnung. Der wollte mir dann gleich Lithium verschreiben, was ich abgelehnt habe, denn ich habe keine Ahnung, was ich denn damit nun soll. Dann empfahl er mir, das Cipralex auszuschleichen, was ich ja auch versucht habe, nur dass ich halt nicht sehr weit gekommen bin. Wegen der Absetzerscheinungen meinte er, da müsste ich halt durch, das war keine große Hilfe.
Tja, nun versuche ich es eben wieder alleine, und Schritt für Schritt.
Eine große Frage habe ich an alle hier: wie macht Ihr das denn mit der Arbeit? Ich habe einen relativ stressigen Job (Werbung) und Ausfälle sind nur schwer zu kompensieren. Andererseits habe ich Momente, in denen ich einfach nicht mehr kann und mich ne Weile im Bad einschließe in der Hoffnung, dass es keiner merkt. Ich will auf jeden Fall weiter arbeiten, denn ich mag meinen Job. Aber meine Leistung leidet, und ich habe Angst, dass mit der weiteren Reduktion alles nur noch schlimmer wird.
Dazu kommt noch: ich habe Anfang des Jahres gekündigt und eine neue Stelle angenommen, die sicherlich ein Schritt auf der Karriereleiter ist und die ich im Juni antrete (bis dahin bin ich bei der alten Firma). Ich hoffe, dass es mir bis dahin wieder gut geht, aber was ist, wenn nicht...bin da grade sehr ambivalent.
Vielleicht nicht der beste Zeitpunkt zum Absetzen, aber ehrlich gesagt, ergab sich bisher noch nie ein wirklich "guter" Zeitpunkt.
Jetzt ist das alles doch ganz schön lang geworden, was?
Mit lieben Grüßen
walfisch
Ich habe dieses Forum heute erst gefunden und gleich ein paar Stunden lang gelesen.
Seit 2 Jahren nehme ich Citalopram mit Wechsel auf Cipralex (40mg bzw 20 mg) und schon letzten Herbst habe ich versucht, die Tabletten abzusetzen. Von 20 auf 15 mg Cipralex habe ich gut geschafft, aber von 15 auf 10mg hat mich so unruhig gemacht, dass ich doch wieder hochdosiert habe.
Da mir das Cipralex irgendwie überhaupt nichts mehr bringt, möchte ich es jetzt endgültig loswerden. Seit einer Woche nehme ich nur noch 10 mg ein, und seit einigen Tagen fühle ich mich nervös, ängstlich, vollkommen labil und gereizt. Ich hatte Angst, dass dies ein Rückfall sein könnte, aber das Lesen hier hat mir neue Perspektiven eröffnet.
Verschrieben wurde mir das Zeug wegen Panikstörung und Depression. Im Laufe einer Therapie hat man festgestellt, dass ich das Borderline Syndrom habe (kann mich auch damit identifizieren, durchaus), aber die Therapie als solches hat mir überhaupt nicht weitergeholfen, weshalb ich keinen Antrag auf Verlängerung gestellt habe. Die Medis hat mir mein Hausarzt aber weiter verschrieben.
Ich war vor einem halben Jahr schon einmal bei einem Neurologen, dem ich sagte, dass mir das AD meiner Meinung nach nichts mehr bringt und dass ich es absetzen will. Hatte das Gefühl einer Gewöhnung. Der wollte mir dann gleich Lithium verschreiben, was ich abgelehnt habe, denn ich habe keine Ahnung, was ich denn damit nun soll. Dann empfahl er mir, das Cipralex auszuschleichen, was ich ja auch versucht habe, nur dass ich halt nicht sehr weit gekommen bin. Wegen der Absetzerscheinungen meinte er, da müsste ich halt durch, das war keine große Hilfe.
Tja, nun versuche ich es eben wieder alleine, und Schritt für Schritt.
Eine große Frage habe ich an alle hier: wie macht Ihr das denn mit der Arbeit? Ich habe einen relativ stressigen Job (Werbung) und Ausfälle sind nur schwer zu kompensieren. Andererseits habe ich Momente, in denen ich einfach nicht mehr kann und mich ne Weile im Bad einschließe in der Hoffnung, dass es keiner merkt. Ich will auf jeden Fall weiter arbeiten, denn ich mag meinen Job. Aber meine Leistung leidet, und ich habe Angst, dass mit der weiteren Reduktion alles nur noch schlimmer wird.
Dazu kommt noch: ich habe Anfang des Jahres gekündigt und eine neue Stelle angenommen, die sicherlich ein Schritt auf der Karriereleiter ist und die ich im Juni antrete (bis dahin bin ich bei der alten Firma). Ich hoffe, dass es mir bis dahin wieder gut geht, aber was ist, wenn nicht...bin da grade sehr ambivalent.
Vielleicht nicht der beste Zeitpunkt zum Absetzen, aber ehrlich gesagt, ergab sich bisher noch nie ein wirklich "guter" Zeitpunkt.
Jetzt ist das alles doch ganz schön lang geworden, was?
Mit lieben Grüßen
walfisch