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Entzugssymptome - Wir trauern um Leon

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Leon1468
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Hallo Evelyn

Schnupfnase, Grippesymptome, glasige rote und verklebte Augen haben sich um einiges gebessert!
Diese Symptome treten nur mehr sporadisch auf.....wie aus dem NIX!!!!

Vorgestern Abend habe ich von einem Moment auf den anderen dermassen gefroren dass es mich schüttelte!!
<echt krass!!

Das electric noise benimmt sich ebenso. Ich traue es mich kaum zu schreiben, doch meist ist es in letzter Zeit im Hintergrund. Durch den Tag nehme ich es kaum mehr wahr! Dann aber gibt es tage, wo es nur mehr brummt!
Habe aber das Gefühl, es ist alles etwas abgeklungen!

Du hast so wahr geschrieben, dass wenn du zurückblickst, über Wochen und MOnate, du dann eine Besserung feststellst!
Genauso habe ich meine Heilwerdung von den Benzos immer beschrieben. Nicht im Vergleich von gestern zu heute, doch im Rückblick über Wochen und Monate stellt man eine Besserung fest!!
Nun in diesem , meinem aktuellen Trauma ist es auch wieder so!! Im Rückblick erlebe ich laaaangsame Besserung!!

Ich drück dich und wünsche dir ein angenehmes Wochenende!!

Benno
Quirk
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Quirk »

Na das freut mich doch zu hören.
Auch wenn man es gar nicht glauben kann, wenn es einem mies geht. Es wird besser :)
2008: 2-3 Monate Mirtazapin, unorthodox ausgeschlichen, keine Probleme
Ende August 2009: 4 Tage je 10mg Cipralex, gestoppt aufgrund starker Magen/Darm Probleme
2 Wochen später starke Absetzsymptome, dann Wellen und Fenster, aktuer "Entzug" hielt ca. 3 Jahre an, danach wurde es immer besser, noch nicht 100% genesen, aber normales Leben ist wieder möglich
Leon1468
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Denkste! Sitze im Zug. Bellinzona--Bern!alles wackelt!doppelt! Mir ist Übel. Kreislauf im Keller! Ein Schiff ist nichts dagegen! Körperlich bin ich total kaputt! Hab Bange jeden Moment wegzukippen! Kein Schlaf..... Kein Schlaf! Kann langsam nicht mehr, mag langsam nicht mehr! Mein Hirn...... Voll-leer, ständiger Druck, ständig Kopfschmerz und vor allem WO bin ich???? Voll neben mir, in einer Zwischenwelt, Unwirklichkeit!!!Es reicht! Dass sind keine Entzugserscheinungen, keine Vergiftung!das ist Gehirnwäsche, Zerstörung,Ich habe vor kurzem gelesen, dass wenn der Körper und das Hirn mal auf Venlafaxin getunet wurden, es kein zurück mehr gibt!! Ich erlebe dass hautnah!! ich habe Angst!! Fühle mich voll erledigt!Ihr habt mch kaputt gemacht und alles was ich kann ist der Versuch des Überlebens!!!
courage

Re: Entzugssymptome

Beitrag von courage »

...oweh leon, das klingt gar nicht gut, fühl dich :hug: :hug: denk bitte trotzdem auch an quirks eintrag, verlier die hoffnung nicht, so schwer es verständlicherweise für dich ist,

ich wünsche dir heute einen etwas leichteren tag,
liebe grüsse
andrea :hug:
Das-kleine-Runde

Re: Entzugssymptome

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Hallo Leon

:hug: :hug: :hug: :hug: :hug:

Bitte sei nicht so hoffnungslos! :hug:
Horrorberichte und Negtivaussagen gibt es viele, glaub doch nicht immer das schlimmste, was zum Thema geschrieben wird.
So lange dauert das Übel bei Dir noch nicht,daß Du Grund hast, dermaßen schwarz zu sehen!

Fest :hug: :hug: :hug: :hug: :hug:

Alles Liebe
Leon1468
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Hoi ihr Lieben!

Danke für eure aufbauenden Worte und die lieben Drücker!
Ich bin Freitag ins Tessin gefahren und gestern schon wieder nachhause!
Ich weiss es klingt alles wieder so jämmerlich doch ist mir nichtmehr zum spassen!

Dachte gestern abend mi butzts jez fuert(ich klapppe um)!
körperlich und geitig, psychisch voll daneben!! Körperlich bin ich mitlerweile absolut matt und kraftlos! Psychisch am Limit!
Ich denke, durch die massive anhltende schlaflosigkeit verstärken sich alle symptome noch!
Am Freitag dachte ich den Weg vom Bus zum ÖKodorf nicht mehr zu schaffen!

Alles in mir ist nicht mehr normal..mein ganzes Selbst ist weg.................da ist kein Leon mehr..................da ist eine eintige coopingstrategie, die mich irgendwie durch den Tag bringt!
1,2 Stunden Schlaf die Nacht..kein Schlaf.....aufstehen, alle Energie die ich noch habe bündeln um durch den Tag zu kommen!! Hundemüde und doch diese fremde, nicht meine eigene Energie, die mich nicht schlafen lässt, meine Geist und Körper matretiert und ihm keine Ruhe, Erholung, Heilung gönnt!

Am Donnerstag hatte ich Videokonferenz mit einer Homöopathin, welche mich seit 10 Jahren kennt. Veratrum album hat sie mir verordnet! Das Mittel für Wahnsinnige schon im Mittelalter!
Noch bin ich nicht wahnsinnig.............doch wenn es so weitergeht..........habe ich grosse Angst, dass es soweit kommt!

Sorry für Alles

Leon
Quirk
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Quirk »

Leon, so schlimm es auch ist, dieses Auf und Ab ist völlig normal.
Wenn es dir dreckig geht, schau dir am besten deine positiven Einträge an. Irgendwann wirst du merken, dass die positiven Momente öfter kommen und länger dauern. So ist es leider. Das einzige was jetzt zählt, sind kleine Schritte und die Hoffnung (im Grunde muss man Gott sei Dank "Gewissheit" sagen), dass es dir wieder viel besser gehen wird!
2008: 2-3 Monate Mirtazapin, unorthodox ausgeschlichen, keine Probleme
Ende August 2009: 4 Tage je 10mg Cipralex, gestoppt aufgrund starker Magen/Darm Probleme
2 Wochen später starke Absetzsymptome, dann Wellen und Fenster, aktuer "Entzug" hielt ca. 3 Jahre an, danach wurde es immer besser, noch nicht 100% genesen, aber normales Leben ist wieder möglich
Leon1468
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Danke Quirk...............ich versuchemir dass vor Augen zu halten!
Weisst, vor einem Jahr.......16 Monate vom benzo weg und mit Remeron und Efexor auf einer Minidosis...ging es mir gut!
ich arbeitete, war IN der Welt, konnte Freizeit auch geniessen, flog sogar mit meiner Tochter in den Urlaub!

Ganz weg von all den Drogen.........8 Monate ganz weg davon..............geht es mir so, wie es nicht auszudrücken ist!!

Ich will hier nicht werten, es ist alleine meine Erfahrung..doch meine Situation und die Symptome nach dem c/t vom Benzo war ein ungalublicher Albtraum!
Weg von den ADs ist ein unglaublich ..............noch massiverer Albtraum...spielt in einer anderen Liga!!!

Ich bin nicht mehr ich...............nurmehr ein überlebendes ETWAS!!!!!............EIn ständiges Reiss dich zusammen!!!!

Liebe Grüsse

Leon
courage

Re: Entzugssymptome

Beitrag von courage »

...dein schlaf wird bedenklich wenig, dabei brauchst du doch genau den, um dich von den anstrengenden tagen wenigstens etwas zu regenerieren. schlafentzug ist sogar eine foltermethode, wie soll da dein entzugsgeplagtes gehirn noch klarkommen.

sorry, wenn ich jetzt was falsches schreibe, aber wäre da allmählich nicht doch das nochmalige andenken eines leichten, trizyklischen ADs zur schlafunterstützung ein ansatz ? ich weiss, alle schreien zurecht auf, wenns wieder um stoffe geht, die übers ZNS wirken und die chemie wieder durcheinander bringen können, aber du scheinst psychisch und physisch am absoluten limit angelangt zu sein.
wie lange wirst du das noch durchstehen ? :?

bitte korrigiert mich, wenn mein gedankengang komplett falsch ist, ich erinnere mich nur, was 6 wochen schreckliche schlaflosigkeit während des schmerzmittelentzuges zusätzlich aus mir gemacht haben, ich ging als zitterndes, 8 kg leichteres wrack nachhause und einen grossen anteil hatte der fehlende schlaf.

gibts denn gar nichts, was dir wenigstens ein wenig luft verschaffen könnte, ohne dich erneut in eine böse abhängigkeit zu bringen ? vielleicht hilft dir ja das mittel deiner homöopathin, ich würde es dir von herzen wünschen. wie schade, dass du nicht im herrlichen tessin bleiben konntest, als ich bellinzona las, kamen gleich urlaubsgefühle in mir hoch, leider gings dir ganz anders,

alles gute nochmal :hug: und zerreisst mich bitte nicht in der luft wegen meiner gedanken,
andrea :group:
Leon1468
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Deine Gednken Andrea sind ganz in Ordnung und auch ich spiele mit ihnen! Einerseits brauche ich dringend Erleichterung ...........andrerseits wenn ichnun eintryz AD einnehme um zu schlafen...was ist wenn ich es wieder absetzen möchte???
Alles Chemie im Hirn!!!!!

Dank dir vielmal und :hug:

Leon
Zeitgeist
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Zeitgeist »

Oh mann Leon :hug: :hug: :hug: das Tut mir richtig leid, halte durch , wir sind ja hier alle gegen chemie in tablettenform aber wenn man mal nicht mehr kann...

wie courage es schon sagte ein Tryziklisches AD nur als hilfe wieder mal zum schlaf zu kommen, oder das Trazodon "Trittico" niedrig dosiert mag keiner aber.. :wacko:

ich nehm ab und zu ein Antihistaminikum "pheniramin" das in erkältungsmittel drinn ist, wirkt leicht schlaffördernd zb. http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Pheniramin

Alles Gute :hug:
2005- Depression mit Angststörung --> (Zwangsgedanken, Panik, grübel, angst verrückt zu werden...usw)
Anafranil (clomipramin) --->(extreme nebenwirkung, DR DP, nach 2Tagen abgesetzt)
anfang 2005 Lorazepam 1mg 3x + Midazolam->(nach 3Monaten abgesetzt + Fluoxetin 40mg)
Fluoxetin 40mg Depri-Angst weg, (5Monate später wirkung nachgelassen) -->beginn mit Cipralex
2005-2010 Cipralex 10mg + 10mg Diazepam
märz.2010 Cipralex abgesetzt --> (Brain-Zaps, schwindel, Strom auf der zunge *weird* :)
april. 2010 Zoloft 50mg + 1mg Alprazolam
anfang 2011 1mg Alprazolam,-->( entzugserscheinungen während der einnahme tolleranz).


01.04.2011 Zoloft auf 75mg erhöht,(Alprazolam ist raus!)
05.04.2011 *Absetzen* Diazepam 15mg
25.05.2011 *Absetzen* Diazepam 7mg
25.06.2011 *Absetzen* Diazepam 6mg
01.07.2011 Zoloft wieder runter auf 50mg
20.07.2011 *Absetzen* Diazepam 5mg
25.08.2011 *Absetzen* Diazepam 4mg
10.09.2011 *Absetzen* Diazepam 2,5mg
10.10.2011 *Absetzen* Diazepam 1,5mg
Evelyn
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Evelyn »

Lieber Leon,

ach, das tut mir alles so leid. Wenn man nicht richtig schlafen kann, ist man sowieso nur ein halber Mensch und zusätzlich dann noch die Absetzproblematik! Ich weiss wovon ich rede, denn ich bin ein chronischer Schlechtschäfer, war ich eigentlich immer schon, auch vor dieser ganzen AD-Geschichte. Es gibt etliche Nächte in denen ich NULL schlafe, NULL, nicht mal ein halbes Stündchen. Am nächsten Morgen könnte ich dann immer heulen, wenn ich zur Arbeit fahre, aber irgendwie überstehe ich solche Arbeitstage auch. Deutlich besser als NULL sind bei mir Nächte, in denen ich 1 oder 2 Stunden schlafe (kommt auch oft genug vor). Ich glaube der Körper holt sich in dieser Zeit so viel wie irgend geht. Manchmal habe ich sogar den Eindruck 1, 2 Stunden Tiefschlaf sind besser als 6 Stunden schlechter Schlaf. Eins ist beim Schlaf ganz wichtig: Du darfst Dich nicht unter Druck setzen, nachts auf den Wecker gucken und denken "ach, jetzt muss ich doch endlich schlafen" (genau wie mit dem Tinnitus, da darf man sich ja auch nicht drauf fixieren... sagst Du ja selbst). Wenigstens hast Du ja im Moment nicht den Druck, dass Du zur Arbeit und deswegen ausgeschlafen sein musst - da ist zumindest ein kleiner Vorteil. Im Prinzip könntest Du Dich ja auch tagsüber mal hinlegen, das entspannt auch, selbst wenn man nicht fest schläft. Versuch doch, Dir einfach den Druck zu nehmen schlafen zu müssen.

Einige raten Dir jetzt, ein leichtes, trizyklisches AD zu nehmen, Du spielst ja selber mit dem Gedanken. Ich weiss nicht wie es bei Dir bisher war, aber SELBST DIE TRIZYKLISCHEN vertrage ich ja nicht, auch nicht in niedrieger Dosierung! Deswegen wäre das für mich keine Option, die Angst ist einfach zu groß, dass mich das im Absetzprozess wieder kolossal zurückwirft (irgendwie bewirken alle ADs auf Neurotransmitter-Ebene ja mehr oder weniger dasselbe). Deshalb nehme ich im Moment lieber das schlechte Schlafen in Kauf. Wenn ich nachts kurz vorm Durchdrehen bin vor Schlaflosigkeit, nehme ich schonmal Baldrian/Hopfen/Passionsblume Tabletten oder einfach nur Baldriantropfen. Von großer Wirkung habe ich bisher nichts gespürt, vielleicht so ein bisschen Placebo-Effekt, aber schaden tut das bestimmt nicht viel.

Ich will Dich nicht verunsichern, Leon, ich würde Dir einfach nur gerne helfen. Es gibt Leute, die würden an Deiner Stelle ein leichtes, sedierendes AD ausprobieren, aber eben solche Leute wie Irat und mich, die selbst damit schlechte Erfahrung gemacht haben.

Ganz liebe Grüße und "fest drück" :hug:
von Evelyn
Ulrich

Re: Entzugssymptome

Beitrag von Ulrich »

Hallo Leon!

Minidosis Trimipramin ( Stangyl) 12,5mg oder 25mg ist sehr hilfreich und macht nicht abhängig und wieder gut zum Absetzen!!! Nicht auch noch in der Nacht rumquälen! Schlaf ist wichtig.

Lg Uli
Leon1468
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Hallo all ihr Lieben!

Ja ein hin und her...................ein abwägen!!
Evelyn...............weisst, ich setze mich nicht unter Druck mit dem EInschafen! ich kenne das bestens von den ersten Monaten benzoentzug......wie es ist, die nächte wach im Bett zu verbringen. Sich Stundelang in sich kehren, verharren, atmen..der metabolismus und das Hirn arbeiten...........man ist in einem äusserst komischen Zustand!Will sagen, ich kenne ihn und komischerweise habe ich mir auch das beinahe zum Freund gezogen!
Doch.............einschlafen ist nicht mein Problem....................sondern dass aufwachen nach 1einhalb, 2 Stunden und das wars dann!
Das Proble ist, dass ich eben nun nach Monaten in allen Bereiche und Funktionen merke, wie das an mir zehrt!
Bisher fuhr ich nach dem Motto..was mich nicht umbringt....................doch es zehrt an allen Ecken und ich befürchte evtl. daran mal überzuschnappen, was garnicht verwunderlich wäre!!

Ich werde nun homöophatisch alles versuchen........mal luege was geht!!

Ich danke euch allen für euren Support und die lieben, hilfreichen Einträge!!
Ganz liebe Grüsse

leon
irat
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von irat »

Hallo Ulrich,

also ich finde es nicht gut,wenn du schreibst,dass Stangyl keine Absetzsymptome verursacht.Das ist schlicht und ergreifend nicht wahr!!!!!!!!!!!!

IN Leons Fall sind einfach wieder mal beide Seiten der Medaille anzuschauen.

Natürlich ist Schlaf wichtig-leider ist es aber auch ein Entzugssymptom mit denen sehr Viele zu kämpfen haben.Und wie alle Entzugssymptome wird sich auch der Schlaf mit der Zeit bessern. Viele Symptome sind unerträglich,aber deshalb nimmt man ja nicht während des Entzuges Tavor gegen die Ängste,Schmerzmittel gegen die Schmerzen,MCP gegen die Übelkeit,Neuroleptika gegen den Verfolgungswahn......usw usw.

Für mich ist dieser Weg der typische Teufelskreislauf.Aber am wichtigsten in Leons Fall ist die Gefahr der Unverträglichkeit und die Gefahr des Reboundeffektes ,wenn Stangyl wieder abgesetzt werden muss.!!!!!

Und wie schon gesagt.Es kann klappen !!!!!oder auch nicht.Aber einfach zu sagen mit Stangyl gibt es keine Probleme finde ich nicht gut.Bei PP gibt es viele Betroffene die mit tryziklischen Ads ebenfalls massive und langwierige Probleme beim Absetzen haben.Fakt ist doch,wenn es so einfach wäre, würde doch jeder ein trizykl.Ad nehmen um Erleichterung zu bekommen.Leider ist es aber bei den meisten so,dass der Koerper während des Entzuges keine anderen chemischen Substanzen zulässt.

Ich habe es ja auch versucht.!! Ein Versuch ist es Wert-aber die Sache nicht verharmlosen und sagen,dass ein Medikament,das einem selbst geholfen hat ,auch für jmd anderes kein Problem darstellt!!!!!!

lg irat
Zuletzt geändert von irat am 10.04.2011 20:09, insgesamt 2-mal geändert.
Das-kleine-Runde

Re: Entzugssymptome

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Hallo Ihr Lieben :) ,
oder das Trazodon "Trittico" niedrig dosiert...


Das würde ich auf keinen Fall bei einem massiven Absetzsyndrom einsetzen, da es als modernes AD mit großer Wahrscheinlichkeit die Problematik noch mehr anfacht.
Wenn irgendein Mittel für die Psyche nicht zu vermeiden ist, würde ich ein geringe Dosis eines sedierenden Trzyklikums versuchen.

Aber, wie Irats Beispiel zeigt, auch dadurch kann es zu Symptomverschlimerung kommen.

Liebe Grüße :group:
Das-kleine-Runde

Re: Entzugssymptome

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Hallo Ihr Lieben :) ,
Minidosis Trimipramin ( Stangyl) 12,5mg oder 25mg ist sehr hilfreich und macht nicht abhängig und wieder gut zum Absetzen!!! Nicht auch noch in der Nacht rumquälen! Schlaf ist wichtig.
Wie Irat bereits sagte, ist diese Aussage so nicht ganz richtig, besonders wenn der Tip an jemanden gerichtet ist, der unter massiven Absetzbeschwerden leidet.
Während eines Absetzsyndroms kann jedes Präparat unverträglich oder paradox wirken!
Inwieweit die Absetzproblematik nur aufgeschoben würde, falls das Trimipramin wie erhofft wirkt, ist die andere Seite...

Falls sich jemand überlegt, wie er medikämentös Depression, Angst oder Schlaflosigkeit behandelt, der nicht unter Absetzbeschwerden leidet und mit anderen Maßnahmen seine Symptome nicht in den Griff bekommt, würde ich ein Trizyklikum für das kleinere Übel halten, allerdings: Auch harmlosere Medikamente haben Risiken und NW.

Liebe Grüße :group:
Ulrich

Re: Entzugssymptome

Beitrag von Ulrich »

An alle etwas aufgeregten hier!

Nun habe ich mich ja vor 10 Tagen persönlich mit Leon getroffen, und uns ausgetauscht.
Erstens möchte ich niemanden ein Medikament aufdrängen. Dann muß man auf die persönliche Situation eines jeden einzelnen eingehen, das ist richtig. Um aber wie bei Leon, wie er in seinen letzten Postings schreibt, er bald vor Schlaflosigkeit bald keine Kraft und wahnsinnig wird, so ist es doch immer noch besser, man versucht diese Schlaflosigkeit in den Griff zu bekommen, wenn andere Mittel nicht wirken. Einen Fehler dürfen wir hier nicht machen, und alle Medikamente verteufeln sonnst dürfte ich als Bipolarer kein Lithium und Mini Dosis Trevilor nehmen, nur dann wäre der Absturz bzw. Höhenflug perfekt!
Der Vorschlag an Leon war auch, das mal 2-3 Tage zu versuchen, ob es damit wesentlich besser wird,
so habe ich es Ihm auch persönlich gesagt!
Auch wenn es hier im Forum ums Absetzen der Benzos und Absetzsymptome der ADs geht, so dürfen wir hier nicht die Augen verschließen und alles abwerten was chemisch hergestellt wird zu verteufeln. Es wäre auch für mich einfach zu sagen, nach fünf langen Jahren Benzoentzug alles zu verteufeln. Trimipramin war für mich ein Baustein im Entzug zum Schlafen und diesen Hinweis gebe ich auch anderen weiter, es mal gegebenenfalls zu versuchen!

Lg Uli
Leon1468
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Registriert: 21.10.2009 13:36
Wohnort: Schweiz

Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Hallo ihr LIEBEN!!

Bitte kein Aufhebens meinetwegen!!

Ich weiss so wahr ich hier noch sitze, dass ihr ALLE nur eines im Sinn habet: Jeder einzelne will mich unterstützen und helfen!!!!!!
Alle HIER!!!!!
Ein jeder nach seiner Erfahrung, seinem subjektivem Erleben, nach seinem besten Gewissen!!
und DAFÜR DANKE ICH JEDEM EINZELNEN VON EUCH GANZ HERZLICH¨¨¨!!!!!

ok¨!!!

Liebe Grüsse.................ich schätze euch ALLE ganz ausgesprochen!!

Leon
Das-kleine-Runde

Re: Entzugssymptome

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Hallo Uli :) ,

ich glaube, wir schreiben vielleicht etwas aneinander vorbei...

Es geht hier gar nicht um grundsätzliche Entscheidungen für oder gegen Psychopharmaka, sondern darum, daß bei einigen Menschen, die unter einem starken Absetzsyndrom leiden oft jedes Präparat nicht wirkt, wie es das normalerweise tut, sondern mehr Beschwerden verursacht.

Die Phasenprophylaxe bei Deiner Problematik steht doch auf einem ganz anderen Blatt...

Ein Hinweis auf diese Tatsache hat nichts mit Verteufeln o.ä. zu tun, sondern geht auf die individuelle Situation ein, was bei Deinem Beitrag etwas vernachlässigt ist, jedenfalls so wie Du formuliert hast.

Du gehst anscheinend davon aus, daß Trimipramin wirkt, wie erwartet, Irat und andere Betroffene haben eben ganz andere Erfahrungen gemacht...

(Übrigens würde ich den Benzoentzug und das AD-Absetzsyndrom nicht in einen Topf werfen, denn wenn man viele Betroffenenberichte liest, fallen einige Unterschiede auf, z.B. ein weit häufigeres Auftreten von unverträglichen Reaktionen auf Medikamente und NM und Kettenreaktionen von Symptomen, die einmal ausgelöst ein Eigenleben entwickeln... Bei AD mischen sich oft Abstzbeschwerden zum einen und Unvnerträglichkeitsreaktionen zum anderen, was bei Benzos eher selten vorkommt.)

Und ich denke, gerade wenn man, wie Leon ungewollt von einer Absetzproblematik in die andere gerutscht ist, ist es wichtig jedes Argument zu kennen.
Die Kosten-/Nutzen-Entscheidung kann sowieso kein anderer treffen.

Da finde ich es, ehrlich gesagt ein wenig unfair, von Dir pauschale Ablehnung aller Psychopharamaka unterstellt zu bekommen...


Liebe Grüße :group:
Gesperrt