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Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Entzugssymptome - Wir trauern um Leon

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Leon1468
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Rauschtag!!
Voll daneben in der Unwirklichkeit...einen Kopf auf als hätte ich Gestern tierisch getrunken!!!
DR DP...............und so müde, den ganzen Tag, dass ich grösste Mühe hatte die Augen offen zu halten!! Sie sind glasig und sehr Licht und farbempfindlich........heute!!
Bin total matt und kraftlos und habe das Gef¨hl,, als würde ich zur Seite wegkippen! Zum Abend hin steigt der Kopfschmerz an!! Diesmal nur links!

Von Körperfeeling her, bin ich wieder nahe einer out off body-eperience!!

LG

Leon
Leon1468
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Eines meiner grössten Probleme wird nun langsam aber sicher die Schlaflosigkeit!!
Es geht nun seit MOnaten so und erfolgt bisher keine Besserung!
Wenn ich zu Bett gehen, gelingt es mir meist rasch einzischlafen. Doch schon nach kurzer Zeit wache ich auf und ..............dass wars dann!
Z.B, bin ich gestern Abend um 23.30 Uhr zu Bett und als ich aufwachte war es 01.45 Uhr!
Dann folgt ein ewiges hin und her drehen, ab und zu (so glaube ich) schlafe ich auch wieder ein bischen weg , besser so halbschlaffeeling! Doch Schlaf ist das keiner mehr! Ich frage mich langsam wie ich es überhaupt schaffe, durch den Tag zu kommen! Dass mein Körper und meine Psyche nicht vollends zusammenklappen!
Klar...........dauermüde und das gefühl nicht wach zu werden( kenn ich ja von der DR..bedingt sich wohl gegenseitg!!)
ich denke mal, dass hat alles mit dem Cortisol zu tun............. und habe Bange, dass dieser Rhytmus chronisch wird (oder schon ist??)
Dass verrückte ist, selbst wenn ich den ganzen Tag im Garten arbeite und ansich vor erschöpfung ins Bett falle, selbst dann schlafe ich nicht besser..länger!!!!

Hat jemand Erfahrungen damit oder einen Ratschlag???

Liebe Grüsse


Leon
Das-kleine-Runde

Re: Entzugssymptome

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Hallo Leon :) ,

Fest :hug: :hug: :hug:

das ist nicht schön... :cry:
Treiben Dich dann schlimme Gedanken um oder mag der Körper nicht schlafen?

Vielleicht bringt Dir PMR nach Jacobson etwas in der Hinsicht: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=6178

Lieben Gruß :hug:
Leon1468
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Hallo Kleines!
Nein.....................mich treiben keine Gedanken rum.................ist auch nicht so, dass ich aufs WC müsste und daher aufwache.oder ein Lärm, ein Geräusch!!!

Ne.........................ich denke es hat wirklich mit Hormonen zu tun!!
Na......................5 jahre Benzos.........dann hat das Remeron, den chemischen Schlaf hrbeigeführt und nun............habe ich den Spass!


Muskelaentspannung nach jakobs............habe ich mal benutzt als Referat mit Anleitung im Fach Gymnastik!!
Habe dafür eine glatte eins erhalten (dio mio .ist laaange her)
Mir selbst nützt diese Entspannungsübung soviel wie wenn in chicago ein fahrrad umfällt!
(Weiss es ist gut gemeint von dir!!!)

LG

Leon
HatjemandplanB
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von HatjemandplanB »

Hi Leon,

was machen Deine Symptome? Etwas Besserung in Sicht?

lg

Plan B :hug:
Leon1468
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Einerseits bin ich nun seit mehr als 8 Monaten Drogenfrei und etwas stolz darauf und denk und hoffe auch, das meinHirn und mein Körper sich irgendwie regenerieren werden!
Andresrseits macht mich die Schlaflosigkeit fertig und zermürbt immer mehr!

Mir drängt sich der Gdedanke auf ob Doxepin oder Stangyl eine Option wären! Vieles....ALLES in mir sträubt sich gegen diese erneute chemische Keule..andrerseits brauch ich endlich mal SCHLAAAAFFFF!!!!

èber Meinungen, Erfahrungen, würde ich mich sehr freuen!

LG

Leon
Das-kleine-Runde

Re: Entzugssymptome

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Hallo Leon :)
ob Doxepin oder Stangyl eine Option wären!
Ein sedierendes trizyklisches AD wäre wohl das risikoärmste Mittel.

Lieben Gruß :hug: :hug: :hug:

:group:
Leon1468
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Bin heute voll demoralisiert!

Die Müdigkeit und doch nicht schlafen können........ schleift mich!
Dazu das neueste: Unter und Oberkiefer rechts, die Zähne.......... alles zieht, schmerzt bis in Ohr!!!

Bin einfach ein Krüppel geworden!
Ulrich

Re: Entzugssymptome

Beitrag von Ulrich »

Hallo Leon!

Wie mal besprochen, das Trimipramin ( Stangyl) hatt mir sehr gut geholfen. Hatte das ja mal ohne versucht mitten im Entzug, aber konnte dann nicht mehr schlafen. Bei mir waren das 25mg später dann 12,5mg also eine kleine Menge. Ohne Schlaf hätte ich das nicht durchgehalten!

Lg Uli
Das-kleine-Runde

Re: Entzugssymptome

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Hallo Uli :) ,

Hattest Du SSRI/SNRI abgesetzt oder während Deines Benzo-Entzugs?

Lieben Gruß :group:
Evelyn
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Registriert: 18.02.2011 08:03

Re: Entzugssymptome

Beitrag von Evelyn »

Hallo Leon,

aus lauter Verzweiflung spiele ich ab und zu auch schon mal mit demselben Gedanken wie Du, nämlich ein AD zu nehmen, um die Absetzerscheinungen abzumildern (neben Schmerzen gehört bei mir ja auch schlechter Schlaf zum Programm).
Ich traue mich aber definitiv nicht, weil ich WAHNSINNIGE Angst habe, dass mich das wieder MONATELANG zurückwirft im Absetzprozess. Außerdem gab es bei mir auch kein AD (Venlafaxin, Amitritylin, Opipramol), bei dem ich mich auch nur ansatzweise normal gefühlt hätte. Am ehesten noch Opipramol, das ja auch müde macht. Opipramol ist ja ein altes, eher leichtes Trizyklisches (das allerdings angeblich so wirken soll wie NLs).

LG
Evelyn
Leon1468
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Hallo Evelyn! Ich verstehe dich bestens!! Auch ich habe größte Angst, damit den heilungsprozess massiv zubeeinträchtigen, andrerseits, drehe ich bald ab!!evtl war es Sinn und Zweck ständig auf diese Drogen angewiesen zu sein!! Drück dich!! Leon
hskhexe
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Registriert: 19.02.2011 09:19

Re: Entzugssymptome

Beitrag von hskhexe »

Ich hab im Januar Cymbalta abgesetzt ,hatte heftigste Abesetzsymtome ,hab kurze Zeit (5 Wochen)Lyrica(2x25mg) genommen welches ich überhaupt nicht vertragen habe.Kurzzeitig sahe es zwar mal so aus ,ging aber in die Hose.
Seit 1 Woche nehm ich Opipram 3x50mg und fühle mich wesendlich besser und kann vorallem wieder ganz normal schlafen .Ja ich wollte Drogenfrei bleiben aber es hat nicht funktioniert, daher die Krücke Opipram , zum wieder auf die Beine kommen .Ich denke Opipram lässt sich später ganz gut reduzieren und ausschleichen da es den Wirkstoff auch in Tropfenform gibt .
Ulrich

Re: Entzugssymptome

Beitrag von Ulrich »

Hallo kleines Runde!

Ich habe von Anfang des Entzugs erst die Dosis Trimipramin von 50mg zum Schlafen. Dann runter
auf 25mg als die Symptome des Entzug etwas besser wurden. Nach längerer Zeit dann wieder runter auf 12,5mg. Da ja diese brutale Benommenheit nicht besser wurde, dachte ich erst es kann vom
Trimipramin kommen. Doch es stellte sich heraus, daß es nicht davon kam weil ich eben es mal für
ein paar Tage absetzte.Die Folge davon war eben nur ich konnte nicht mehr richtig schlafen.
Absetzsymptome bekam ich nicht davon. Also nahm ich diese Minidosis in Tablettenform wieder, und sofort konnte ich wieder 6-7Std schlafen. Jetzt gibt es auch das Trimipramin in Tropfenform, doch davon möchte ich abraten, denn in diesen Tropfen sind 11% Alkohol drin. Das habe ich einmal versucht, aber danach bin ich aufgewacht wie benommen, weil eben der Alkohol über die GABA
Rezeptoren läuft. Ich für mich kann halt nur sagen, ohne richtig zu schlafen im Entzug, das hätte ich nicht überstanden. Und da war halt das Einnehmen von Trimipramin das kleinste Übel!
Hoffe ich konnte euch ein wenig helfen, durch meine Erfahrung!

Lg Uli
irat
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von irat »

Hallo Leon,

fast jeder(auch ich) war hundert mal an dem Punkt wo man denkt es geht nicht mehr.

Ich habe in den ersten 2Jahren immer wieder etwas versucht um Erleichterung zu bekommen.

3Tropfen Stangyl: alles Absetzsymptome gingen an die Decke.Ebenfalls mit Doxepin,5Tage versucht.

Viel später im Entzug: Johanneskraut: Nach 3Wochen brach die Hoelle los und ich hatte 6Monate lang wieder alle Symptome von Anfang an.

5htp: wurde psychotisch


So geht es vielen.ABER: Es gibt natürlich auch Einige,die im Entzug ein anderes AD nehmen koennen.Wenn du etwas probierst,dann wirklich erstmal eine mini mini Dosis.


Ich habe meine Lektion gelernt. lg Irat
Leon1468
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Ich weiss jetzt, warum ich so wütend bin............was mich so hilflos und starr.................und so wie aufgegeben macht!!

Ich kann mich nicht wehren!!
Ich kann die Schuld nicht dahin stellen wo sie hingehört...........ich kann nicht anklagen, nicht zur Verantwortung, zur Rechenschaft ziehen!!!
Ich laufe ins Leere!!!

Meine Gesundheit, körperlich, geistig, seelisch wurde ruiniert mit den ungalublichsten Symptomen...............meinem Hirn fehlt qualitativ wie quantitativ die Hälfte......................langsam geht das ganze an meine Esistenz...................wird zum Existenzproblem,,,,,,,,,,,,,,,,UND ICH KANN MICH NICHT WEHREN!!!!

einfach hinnehmen, ertragen, sich abfindenmüssen............depremiert mich vom Feinsten!!!
ICH KANN MICH NICHT WEHREN!!!!
Das-kleine-Runde

Re: Entzugssymptome

Beitrag von Das-kleine-Runde »

Hallo Leon :) ,

ich kann Dich gut verstehen, eine Weile steckt man in dieser Wut.
Genau wie bei anderen schlimmen Dingen, an denen man nichts ändern kann....
Mir hat damals meine Therapie geholfen und mich mit anderen Themen zu beschäftigen, die mich wieder Positves haben erleben lassen.

Alles Liebe :hug:
blinded.03
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von blinded.03 »

Hallo Leon,

wie geht es dir, was macht die Schlaflosigkeit?

Glaub, ich würde mir wirklich gut überlegen, ob ich da wieder zur chemischen Keule greifen würde. Dein Körper hat ja verlernt, von selber zu schlafen und so nimmst du ihm wieder die Chance. Auch, wenn es schwer ist...wer weiß, was das wieder anstellen würde an Wechselwirkungen etc.

Gruß

blinded
Medikation:Paroxetin 20mg seit 2000
nach ca. 1 Jahr >> Umstieg Paroxetin Suspension (erstes Generika klappte nicht, dann auf anderes gewechselt: Gut)
seit ca. 2003 reduz. in vielen Einzelschr.
>> ab 26.03.07: 4,2 ml (massive Entzugsersch. nach ca 2-3 Wochen)
>> ab 30.05.07: 4,3 ml (nach ca 10 Tagen Krämpfe / Muskelzittern, Arm bewegt sich hin und her)
>> ab 11.06.07: 4,2 ml
>> seit 2008 4,0ml
>> Unterbrechungen beim Reduzieren wegen Zwischenfällen wie 1-2 Std. zeitverz. Einnahme, Med. wie Antibiotika, Cortison etc.
>> seit 24.05.11 3,9 ml
>> weitere Reduz.in super-kleinen Schritten
>> ab 27.10.13: 3,6 ml
>> ab 31.03.14: 3,4 ml (Schwindel, Gangunsicherheit)
>> ab 02.07.14: Lokalanästhetikum stürzt mich in Super-Krise (alle neurolog. und psychischen Sympt. sehr heftig)
>> ab 17.07.14: 3,2ml (3 Tage bessser, dann wieder schlimmer)
>> ab 31.07.14: 3,3 ml
>> ab 01.08.14: 3,8 m (Appetit besser, geschlafen, Nervenbrennen reduzierter, Durchfall)
>> ab 02.08.14: 4,o ml (Angst besser, aber dafür andere starke Symptome, zwanghaft)
>> ab 08.08.14: 3,8ml (Ersten Tage besser, dann wieder Symptome, aber insgesamt bisschen klarer im Kopf)
>> ab 12.08.14: 3,6ml Auch nach 12 Wo. noch starke neurolog.Symptome
>> ab 06.11.14: 3,45 ml 2 Tage direkt besser, dann wieder starke Symp. und Pseudohallus (dabei 2 Nächte wie Delirium), halben Tag verwaschene Sprache
>> ab 19.11.14: 3,5 ml wie bei 3,45 ml
>> ab 20.11.14 : 3,55 ml Kurzzeitged. gleich 0
>> ab 21.11.14: 3,6 ml wie Tage zuvor, zusätzl. Schütteln i. g. Körper + Verkrampfungen 1-2 Tage, kein normales Denken mögl., Schwindel, Mundzucken, Verwirrung, Gehirndr., Ausbleiben Mens., 2 Tage Apathie, extreme Schwäche, Panik, Unruhe, Atemprobl., enger u.versp. Brustkorb, würgen, Juckreiz, nicht mehr wollen, Gewaltph., Krämpfe Oberk.
>> ab 04.12. 14: wöchentliche B12 - Spritzen a´1000ug
>> ab 11.12.14: Folsäure-Kapseln (Übelkeit, Bauchkneifen, Britzeln in Armen & Brust, Übelkeit >> wieder abgesetzt am 17.12.14

>> ab 28.12.14: B12 sublingual tägl. bis zur nächsten Spritze

akt. Beschwerden: krampfart. Versp. Oberk. mit Nervenbrennen , starker Schwindel bei Augenbew., Zucken in Gesicht & einz.Muskeln, Übelkeit, Zittern
Leon1468
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Leon1468 »

Hallo blinded!¨
Du hast ganz recht und auch Irat hat mich darauf aufmerksam gemacht!!!

Wenn ich jetzt wieder Chemieschlaf herbeiführe, muss ich es irgendwann mal wieder büssen!!!

Ich gehe nun schon lange davon aus, dass sich der Körper und das Hirni schon den schlaft hohlt, den es zum èberleben braucht!!!

Scheint so zu sein!!
Wie geht es dir, blinded...........und kannst du den Frühling geniessen??

LG

Leon
Evelyn
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Re: Entzugssymptome

Beitrag von Evelyn »

Hallo Leon,

was machen eigentlich Deine Grippesymptome und die Schnupfennase?

LG
Evelyn
Gesperrt