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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Reena: Absetzerscheinungen bei Seroquel (Quetiapin)!

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
Reena
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Reena: Absetzerscheinungen bei Seroquel (Quetiapin)!

Beitrag von Reena » Dienstag, 25.10.16, 21:39

Hallo zusammen,

ich habe mich hier ganz neu angemeldet und schon einiges durchgelesen.
Hier kurz meine Geschichte. ich habe ein chronisches Erschöpfungssyndrom und Schlafstörungen, deshalb habe ich vor ca 2 Jahren 20mg Trimipramin zum schlafen genommen über längere Zeit. ich konnte damit schlafen, aber die Erschöpfungssymptome wurden immer schlimmer. Nach na 1 1/2 jahren nahm ich dazu eine kleine Menge Mirtazapin, da ich wieder nicht mehr schlafen konnte. Einige Tage später bekam ich ganz schlimme Syptome: mein ganzer Körper hat angefangen mit virbrieren wie ein Strommsast und ich hatte Schüttelfröste ohne Ende und es wurde immer schlimmer. Dann hat mein Psychater gesagt, ich soll alles sofort absetzten. Daraufhin wurde die Schüttelföste etwas weniger, aber blieben ebenso wie das Vibrieren im Körper. ich hatt schlimmst Panik und konnte überhaupt nicht mehr schlafen und ging Januar 2016 in die Psychatrie, dort gaben sie mir Quetiapin 200mg. Daraufhin konnte ich schlafen und das Vibrieren reduzierte sich auf die Beine, die Schüttelfröste wurden besser, aber was blieb war eine Kälte, selbst bei 30 Grad im Schatten mit Pulli und langer Jeans.
Langsam begann in im April das Quetiapin abzusetzten immer in 25mg Schritten alle 2 Wochen, es ging soweit gut ich machte eine längere Pause und habe nun vor ca 5 WOchen von 75mg auf 50 reduziert. Inwzischen weiß ich, der Schritt war zu groß, aber da war mir das nicht bewusst, auch weil es vorher so gut ging. Zwei Wochen nach der Reduktion habe ich furchbares Frieren bekommen. In einem raum mit 26Grad sitzte ich mit vielen Wollpullis, dicken Decken, heißenWärmfalschen und friere weiter...gleizeitig habe ich Schweißausbrüche wie in Sturzbächen rinnt es an mir herunter, ich muss mich dauernd umziehen, nasse Kleider wechseln, aber warm wird es mir nicht... raus gehen kann ich gar nicht mehr, es ist trotz dicksten Jacken und Kleider viel zu kalt. einen Abend habe ich 0.5mg Tavor genommen, da wurde die Kälte schnell etwas besser und ich konnte ein paar Pullis ausziehen. Aber ich weiß, das Tavor auch nicht die Lösung ist.
Ich dachte erst, ich muss halt da durch, das wird schon besser mit der Zeit, aber es scheint nicht so zu sein, es wird eher schlimmer von Tag zu Tag. Nun habe ich gestern wieder 25mg Quetiapin dazugenommen, so dass ich wieder bei der vorherigen Dosis bib, bei 75mg, bis jetzt wird es aber noch nicht besser.
Ich bin sehr verzweifelt und habe große Angst... was soll ich tun? Wieder noch mehr Quetiapin nehmen, auf 100mg gehen? Auf jeden Fall inZukunft viel kleinere Mengen reduzieren. ABer bevor ich reduzieren kann, muss mein Körper irgendwie wieder in einen halbwegs normalen Zustand kommen.
Was würde ihr tun, hat jemand Erfahrung mit solchen Situationen?
Ich wäre euch sehr dankbar für eine Antwort!
Verena
Zuletzt geändert von Gwen am Mittwoch, 04.07.18, 22:27, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum
Symptome: CFS chronisches Erschöpfungssyndrom seit Ende 2011 (d.h Schlafstörungen, Erschöpfungsszustände mit grippeähnliches Symptomen wie leicht erhöhte Temperaturen, Verschlechterung des körperliches Zustandes nach körperlicher Belastung, Phasenweise Angstzustände.
Medikation:
Mai 2012: Mirtazapin 15mg zum schlafen
Mai 2013. Mirtazapin abgesetzt ohne weitere Probleme
September 2014: Trimipramin 20mg zum schlafen
30.11.2015: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen
7.12.2015 Mirtazapin 15mg zum schlafen
weniger Tage danach heftigste Symptome/ Nebenwirkungen/ Unverträglichkeit: Vibrieren im ganzen Körper, Schüttelfröste und Frieren, Schlaflosigkeit
13.12.2015 Mirtazapin komplett abgesetzt
14.12.2015 Trimipramin komplett abgesetzt
danach blieben die Nebenwirkungen, in leicht abgeschwächter Form,
Daraufhin bekam ich
Januar 2016 Quetiapin eingeschlichen bis auf 250mg

Reduktion Quetiapin 2016:
Februar/ März 2016 Quetiapin reduziert auf 200mg
17.4.2016: Quetiapin reduziert auf 175mg
Daraufhin ca 3 Wochen starke Schweißausbrüche
1.5.2016: Quetiapin reduziert auf 150mg
31.5.2016: Quetiapin reduziert auf 125mg
15.6.2016: Quetiapin reduziert auf 100mg
30.6.2016: Quetiapin reduziert auf 75mg
Dauraufhin ab 1.8.2016 andauernd extreme Kältezusammenbrüche, die sich nach einigen Tagen wieder etwas besserten
18.9.2016: Quetiapin reduziert auf 50mg
Daraufhin ab 6.10.2016 totaler Kältezusammenbruch der über Wochen bleibt (26Grad Zimmertemperatur, vielen Decken, Wollpullis, Wärmflaschen, trotzdem totales Frieren, dazu Schweißausbrüche in Strömen ohne Ende)
24.10.2016: Quetiapin wieder erhöht auf 75mg

30.01.2017 Quetiapin reduziert auf 70mg
01.03. 2017 Quetiapin reuziert auf 60mg
24.03.2017 Quetiapin reduziert auf 55mg
06.04.2017 Quetiapin reuduziert auf 50mg
23.04.2017 Quetiapin retard 50mg gewechset auf Quet. 50mg unretardiert
04.05.2017 QUetiapin reduziert auf 45mg
02.06.2017 Quetiapin reudzeirt auf 40mg
Die ganze Absetzzeit ist seit Agust 2016 begleitet von extremem Frieren, Schüttelfrösten und Schweißausbrüchen. Zwischenzeitlich ist es etwas besser, aber schwankend. NAch den jeweiligen Absetztschritten wird es mir immer mehrmals am Tag schlecht.

01.08.2017 Quetiapin reduziert auf 37mg
13.09.2017 Quetiapin reduziert auf 35mg
08.10.2017 Quetiapin reduziert auf 33mg
07.11.2017 Quetiapin reduziert auf 30mg
01.01.2018 Quetiapin reduziert auf 27,5mg
04.02.2018 Quetiapin reduziert auf 25mg
19.03.2018 Quetiapin reduziert auf 22,5mg
19.04.2018 Quetiapin reduziert auf 20mg
16.05.2018 Quetiapin reduziert auf 17,5mg
10.06.2018 Quetiapin rediziert auf 15mg
18.07.2018 Quetiapin reduziert auf 12,5mg
04.09.2018 Quetiapin reduzziert auf 11,25mg
07.10.2018 Quetiapin reduziert auf 10mg
14.11.2018 Quetiapin reduziert auf 8,4mg

03.01.2019 Quetiapin reduziert auf 6,75mg
08.02.2019 Quetiapin reduziert auf 5,75mg
02.04.2019 Quetiapin reduziert auf 5,00mg
08.04.2019 Quetiapin wieder erhöht auf 5,5mg

Murmeline
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Re: Absetzterscheinungen bei Seroquel, hilfe!

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 25.10.16, 22:23

Guten Abend Verena,
ich habe mich hier ganz neu angemeldet und schon einiges durchgelesen.
Querlesen ist immer gut - so stolperst Du sicher über die ein oder andere wichtige Information für Dich!
Hier kurz meine Geschichte. ich habe ein chronisches Erschöpfungssyndrom und Schlafstörungen, deshalb habe ich vor ca 2 Jahren 20mg Trimipramin zum schlafen genommen über längere Zeit. ich konnte damit schlafen, aber die Erschöpfungssymptome wurden immer schlimmer. Nach na 1 1/2 jahren nahm ich dazu eine kleine Menge Mirtazapin, da ich wieder nicht mehr schlafen konnte. Einige Tage später bekam ich ganz schlimme Syptome: mein ganzer Körper hat angefangen mit virbrieren wie ein Strommsast und ich hatte Schüttelfröste ohne Ende und es wurde immer schlimmer. Dann hat mein Psychater gesagt, ich soll alles sofort absetzten. Daraufhin wurde die Schüttelföste etwas weniger, aber blieben ebenso wie das Vibrieren im Körper. ich hatt schlimmst Panik und konnte überhaupt nicht mehr schlafen und ging Januar 2016 in die Psychatrie, dort gaben sie mir Quetiapin 200mg.
Wir haben hier einige Berichte von Betroffenen, die durch Unverträglichkeiten oder Absetzsymptomatiken erstmals stationär gegangen sind (so verstehe ich das zumindest bei Dir). Das Neuroleptika sollte dann als Schlafmittel funktionieren oder gab es da ein anderes Argument für? Auch, dass unter Antidepressive eine Erschöpfung verstärkt werden kann (oder erstmals entsteht, oder beim Absetzen auftritt) ist hier immer wieder Thema.
Daraufhin konnte ich schlafen und das Vibrieren reduzierte sich auf die Beine, die Schüttelfröste wurden besser, aber was blieb war eine Kälte, selbst bei 30 Grad im Schatten mit Pulli und langer Jeans.
Probleme mit der Temperaturregulierung können als NW oder Absetzsymptomatik auch länger anhalten.
Langsam begann in im April das Quetiapin abzusetzten immer in 25mg Schritten alle 2 Wochen, es ging soweit gut ich machte eine längere Pause und habe nun vor ca 5 WOchen von 75mg auf 50 reduziert. Inwzischen weiß ich, der Schritt war zu groß, aber da war mir das nicht bewusst, auch weil es vorher so gut ging.
Längere Pausen empfehlen wir hier auch, da es individuell zu einem verspäteten Einsetzen von Symptomen nach Dosisreduktionen kommen kann. 2 Wochen waren ggf. auch zu wenig und der Schritt dann weiter unter zu groß - da muss man, wie Du schreibst, den Dosisschritt dann anpassen und verkleinern.
Zwei Wochen nach der Reduktion habe ich furchbares Frieren bekommen. In einem raum mit 26Grad sitzte ich mit vielen Wollpullis, dicken Decken, heißenWärmfalschen und friere weiter...gleizeitig habe ich Schweißausbrüche wie in Sturzbächen rinnt es an mir herunter, ich muss mich dauernd umziehen, nasse Kleider wechseln, aber warm wird es mir nicht... raus gehen kann ich gar nicht mehr, es ist trotz dicksten Jacken und Kleider viel zu kalt.
Schau mal, über den Suchbegriff Pulli finden sich ähnliche Beiträge, bei Frieren, Schwitzen etc. bestimmt auch: search.php?keywords=pulli
einen Abend habe ich 0.5mg Tavor genommen, da wurde die Kälte schnell etwas besser und ich konnte ein paar Pullis ausziehen. Aber ich weiß, das Tavor auch nicht die Lösung ist.
Bei Benzodiazepinen muss man aufpassen, sie können mal eine Notfalloption sein, aber das Risiko bei regelmäßiger Einnahme (körperliche Abhängigkeit psychische Sucht) ist gegeben.
Ich dachte erst, ich muss halt da durch, das wird schon besser mit der Zeit, aber es scheint nicht so zu sein, es wird eher schlimmer von Tag zu Tag. Nun habe ich gestern wieder 25mg Quetiapin dazugenommen, so dass ich wieder bei der vorherigen Dosis bib, bei 75mg, bis jetzt wird es aber noch nicht besser.
Meist braucht es etwas Zeit, zwei Tage sind noch nicht viel. Wie lange warst Du auf 50mg, 5 Wochen? Vielleicht wäre auch eine Zwischendosis eine Möglichkeit, statt direkt wieder auf 75mg zu gehen.
Ich bin sehr verzweifelt und habe große Angst... was soll ich tun? Wieder noch mehr Quetiapin nehmen, auf 100mg gehen? Auf jeden Fall inZukunft viel kleinere Mengen reduzieren.
Das würde ich nicht machen, dass Du 100mg genommen hast, liegt doch noch länger zurück. Eher schauen, dass Du mit den 75mg oder ggf. sogar weniger wieder Stabilität bekommst und dann langsamer absetzen.

Es gibt sicher noch andere Meldungen. Grüße, Murmeline
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Re: Absetzterscheinungen bei Seroquel, hilfe!

Beitrag von padma » Dienstag, 25.10.16, 22:58

hallo Verena, :)

willkommen im ADFD.

Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht.
Einige Tage später bekam ich ganz schlimme Syptome: mein ganzer Körper hat angefangen mit virbrieren wie ein Strommsast und ich hatte Schüttelfröste ohne Ende und es wurde immer schlimmer. Dann hat mein Psychater gesagt, ich soll alles sofort absetzten.
Das war eine heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Mirtazapin. Oder du hattest evtl. ein Serotoninsyndrom durch die Kombination zweier Antidepressiva. In dem Falle war es richtig beides sofort abzusetzen.
Allerdings hattest du dadurch einen Kaltentzug von Trimipramin.
Daraufhin wurde die Schüttelföste etwas weniger, aber blieben ebenso wie das Vibrieren im Körper. ich hatt schlimmst Panik und konnte überhaupt nicht mehr schlafen
Dein ZNS war sehr gereizt, sowohl durch das Mirtazapin als auch durch den Kaltentzug. Dass du nicht mehr schlafen konntest, lag höchstwahrscheinlich am Kaltentzug.
Langsam begann in im April das Quetiapin abzusetzten immer in 25mg Schritten alle 2 Wochen, es ging soweit gut ich machte eine längere Pause und habe nun vor ca 5 WOchen von 75mg auf 50 reduziert. Inwzischen weiß ich, der Schritt war zu groß, aber da war mir das nicht bewusst, auch weil es vorher so gut ging.
Ja, das war viel zu schnell. Wir empfehlen Reduktionen von höchstens 10 % alle 4 - 6 Wochen.

Dieses extreme Frieren und Schwitzen sind Absetzsymptome.
einen Abend habe ich 0.5mg Tavor genommen, da wurde die Kälte schnell etwas besser und ich konnte ein paar Pullis ausziehen. Aber ich weiß, das Tavor auch nicht die Lösung ist.
Benzos können ein irritiertes ZNS etwas runter fahren, aber wie du schon sagst, sind sie wegen des grossen Abhängigkeitspotential keine Lösung. Höchstens mal als Notfallmedikament.
Ich dachte erst, ich muss halt da durch, das wird schon besser mit der Zeit, aber es scheint nicht so zu sein, es wird eher schlimmer von Tag zu Tag.
So heftige Symptome aussitzen zu wollen ist keine gute Idee.
Nun habe ich gestern wieder 25mg Quetiapin dazugenommen, so dass ich wieder bei der vorherigen Dosis bib, bei 75mg, bis jetzt wird es aber noch nicht besser.
Zu erhöhen war prinzipiell richtig, allerdings war die Erhöhung um gleich 25 mg evtl. zu hoch. Ich hätte dir höchstens 10 mg mehr empfohlen.
Auch eine Erhöhung ist Stress für das ZNS und es kann etwas dauern bis eine Erhöhung greift.
Ich bin sehr verzweifelt und habe große Angst... was soll ich tun? Wieder noch mehr Quetiapin nehmen, auf 100mg gehen?
Solche Symptome können sehr beängstigend sein. Vielleicht hilft es dir hier von andere zu lesen,die ähnliches durchgemacht haben.
Es braucht jetzt Zeit, damit dein ZNS sich wieder stabilisieren kann. Bitte geh jetzt keinesfalls noch höher.

Ich würde jetzt auf der aktuellen Dosis bleiben. Wenn sich in 2 Wochen noch nichts bessert, müsste man neu überlegen.


Hast du nicht retardiertes Seroquel? Dann könntest du mit Hilfe der Wasserlösemethode kleinere Dosierungen herstellen.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=7936

hier was zum Einlesen:
NL reduzieren
Was passiert beim Absetzen von NL
gereiztes ZNS

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.06.2019: 0,04 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Reena
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Re: Absetzterscheinungen bei Seroquel, hilfe!

Beitrag von Reena » Mittwoch, 26.10.16, 17:54

Vielen Dank für eure Antworte und für euer Verständnis. Noch zu deinen Fragen, Murmeline, ja, ich hab das Quetiapin in aller erster Linie zum schlafen bekommen, wobei der Psychater damit auch eine antidepressive Wirkung erreichen wollte, er hat leider nicht verstanden, dass meine Panik ausgelöst wurde durch das Vibirieren und die Schüttelfröste, welches die Medikamente vorher ausgelöst hatten und meinte ich sei schwer depressiv... und ja, ich habe die 50mg ca 5 Wochen genommen...
Gut, dass ihr schreibt, dass ich nächste nicht auf 100mg erhöhne soll... ihr meint ja sogar, auf 75mg zu erhöhne ist evtl zu viel... jetzt warte ich mal noch 1-2 Wochen und hoffe, dass es sich etwas bessert.
Ich habe inzwischen auch nochmal die Zeit revuee passiere lassen, bevor ich auf 50mg runtergegangen bin. Ich hab wohl auch davor schon zu große Schritte in zu kurzer Zeit gemacht, denn ich hatte auch vor dem Reduktionsschritt auf die 50mg dauernd Kältezusammenbrüche... ich hab das auf meine Erschöpfung geschoben und weiß jetzt, dass es auch schon Absetztsymptome waren, ich es aber falsch interpretiert habe. Hätte ich es richtig als Absetztsymptome verstanden, wäre ich sicherlich nicht so schnell und in so einem großen Schritt weiter gegangen.
Macht man es allgemein so, dass wenn man zu schnell abgesetzt hat und sehr starke Absetzerscheinungen auftreten, dass man dann wieder einei Stufe erhöht?
Ihr würdest sicherlich jetzt auch mit dem nächsten reduzieren warten, bis sich der jetztige Zustand stablisiert hat? Habt ihr Erfahrungen, wie lange so etwas dauern kann?
Vielen Dank für die hilfreichen und informativen Links, padma!
Und noch eine Frage, wie geht ihr um mit Schlafstörungen, die durch Absetzten entstehen, und wie geht ihr um mit eigenen Schlafstörungen?
Ich drück euch auch weiter fest die Daumen für euer weiteres Absetzten!!!
Symptome: CFS chronisches Erschöpfungssyndrom seit Ende 2011 (d.h Schlafstörungen, Erschöpfungsszustände mit grippeähnliches Symptomen wie leicht erhöhte Temperaturen, Verschlechterung des körperliches Zustandes nach körperlicher Belastung, Phasenweise Angstzustände.
Medikation:
Mai 2012: Mirtazapin 15mg zum schlafen
Mai 2013. Mirtazapin abgesetzt ohne weitere Probleme
September 2014: Trimipramin 20mg zum schlafen
30.11.2015: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen
7.12.2015 Mirtazapin 15mg zum schlafen
weniger Tage danach heftigste Symptome/ Nebenwirkungen/ Unverträglichkeit: Vibrieren im ganzen Körper, Schüttelfröste und Frieren, Schlaflosigkeit
13.12.2015 Mirtazapin komplett abgesetzt
14.12.2015 Trimipramin komplett abgesetzt
danach blieben die Nebenwirkungen, in leicht abgeschwächter Form,
Daraufhin bekam ich
Januar 2016 Quetiapin eingeschlichen bis auf 250mg

Reduktion Quetiapin 2016:
Februar/ März 2016 Quetiapin reduziert auf 200mg
17.4.2016: Quetiapin reduziert auf 175mg
Daraufhin ca 3 Wochen starke Schweißausbrüche
1.5.2016: Quetiapin reduziert auf 150mg
31.5.2016: Quetiapin reduziert auf 125mg
15.6.2016: Quetiapin reduziert auf 100mg
30.6.2016: Quetiapin reduziert auf 75mg
Dauraufhin ab 1.8.2016 andauernd extreme Kältezusammenbrüche, die sich nach einigen Tagen wieder etwas besserten
18.9.2016: Quetiapin reduziert auf 50mg
Daraufhin ab 6.10.2016 totaler Kältezusammenbruch der über Wochen bleibt (26Grad Zimmertemperatur, vielen Decken, Wollpullis, Wärmflaschen, trotzdem totales Frieren, dazu Schweißausbrüche in Strömen ohne Ende)
24.10.2016: Quetiapin wieder erhöht auf 75mg

30.01.2017 Quetiapin reduziert auf 70mg
01.03. 2017 Quetiapin reuziert auf 60mg
24.03.2017 Quetiapin reduziert auf 55mg
06.04.2017 Quetiapin reuduziert auf 50mg
23.04.2017 Quetiapin retard 50mg gewechset auf Quet. 50mg unretardiert
04.05.2017 QUetiapin reduziert auf 45mg
02.06.2017 Quetiapin reudzeirt auf 40mg
Die ganze Absetzzeit ist seit Agust 2016 begleitet von extremem Frieren, Schüttelfrösten und Schweißausbrüchen. Zwischenzeitlich ist es etwas besser, aber schwankend. NAch den jeweiligen Absetztschritten wird es mir immer mehrmals am Tag schlecht.

01.08.2017 Quetiapin reduziert auf 37mg
13.09.2017 Quetiapin reduziert auf 35mg
08.10.2017 Quetiapin reduziert auf 33mg
07.11.2017 Quetiapin reduziert auf 30mg
01.01.2018 Quetiapin reduziert auf 27,5mg
04.02.2018 Quetiapin reduziert auf 25mg
19.03.2018 Quetiapin reduziert auf 22,5mg
19.04.2018 Quetiapin reduziert auf 20mg
16.05.2018 Quetiapin reduziert auf 17,5mg
10.06.2018 Quetiapin rediziert auf 15mg
18.07.2018 Quetiapin reduziert auf 12,5mg
04.09.2018 Quetiapin reduzziert auf 11,25mg
07.10.2018 Quetiapin reduziert auf 10mg
14.11.2018 Quetiapin reduziert auf 8,4mg

03.01.2019 Quetiapin reduziert auf 6,75mg
08.02.2019 Quetiapin reduziert auf 5,75mg
02.04.2019 Quetiapin reduziert auf 5,00mg
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Re: Absetzterscheinungen bei Seroquel, hilfe!

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 26.10.16, 22:09

Hallo Verena!
ich hab das Quetiapin in aller erster Linie zum schlafen bekommen, wobei der Psychater damit auch eine antidepressive Wirkung erreichen wollte, er hat leider nicht verstanden, dass meine Panik ausgelöst wurde durch das Vibirieren und die Schüttelfröste, welches die Medikamente vorher ausgelöst hatten und meinte ich sei schwer depressiv...
Es sollte dringend verbindliche Fortbildungen zu medikameteninduzierten Zuständen geben :frust: :frust: :frust:
Gut, dass ihr schreibt, dass ich nächste nicht auf 100mg erhöhne soll... ihr meint ja sogar, auf 75mg zu erhöhne ist evtl zu viel... jetzt warte ich mal noch 1-2 Wochen und hoffe, dass es sich etwas bessert.
Könntest Du bitte noch eine Signatur anlegen (rechts oben auf deinen Namen, persönlicher Bereich, Profil, Sign ändern) und dort deine Medikamenten eintragen, den Absatzverlauf mit Zeitangaben und Dosisschritte, frühere Medikamente, Ausgangsproblematik? So hat man alles auf einen Blick!
Ich habe inzwischen auch nochmal die Zeit revuee passiere lassen, bevor ich auf 50mg runtergegangen bin. Ich hab wohl auch davor schon zu große Schritte in zu kurzer Zeit gemacht, denn ich hatte auch vor dem Reduktionsschritt auf die 50mg dauernd Kältezusammenbrüche... ich hab das auf meine Erschöpfung geschoben und weiß jetzt, dass es auch schon Absetztsymptome waren, ich es aber falsch interpretiert habe. Hätte ich es richtig als Absetztsymptome verstanden, wäre ich sicherlich nicht so schnell und in so einem großen Schritt weiter gegangen.
Da der Diskurs darüber so schlecht ist, weiß man meist selbst viel zu wenig und kann Reaktionen dann auch nicht richtig einordnen.
Macht man es allgemein so, dass wenn man zu schnell abgesetzt hat und sehr starke Absetzerscheinungen auftreten, dass man dann wieder einei Stufe erhöht?
Man erhöht zumindest die Dosis, manchmal reicht eine kleine Erhöhung, manchmal muss man uf die letzet Dosis zurück.
Ihr würdest sicherlich jetzt auch mit dem nächsten reduzieren warten, bis sich der jetztige Zustand stablisiert hat? Habt ihr Erfahrungen, wie lange so etwas dauern kann?
Es ist individuell unterschiedlich. Selbst wenn es sich schnell gibt ist eine längere Stabilisierungsphase ratsam, und dann in kleineren Schritten weiter.
Und noch eine Frage, wie geht ihr um mit Schlafstörungen, die durch Absetzten entstehen, und wie geht ihr um mit eigenen Schlafstörungen?
Schau mal, im Forumsbereich Gesundheit gibt es Threads zu einzelnen Problematik, zum Schlafen zum Beispiel hier: viewtopic.php?f=57&t=9278

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Absetzerscheinungen bei Seroquel (Quetiapin)!

Beitrag von Reena » Donnerstag, 27.10.16, 12:52

VIelen Dank dir nochmal für deine gründliche Antwort, die mir sehr weiterhilft!
Ich kann es bis heute einfach nicht begreifen, weshalb man dieses Medikamente wie Bonbons verteilt und alle Nebenwirkungen, Absetzterscheinungen leugnet, dabei ist es so offensichtlich, dass man es gar nicht übersehen kann.
Dank auch für den Hinweis mit der Signatur, jetzt hab ich eine angelegt. Liebe Grüße
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Symptome: CFS chronisches Erschöpfungssyndrom seit Ende 2011 (d.h Schlafstörungen, Erschöpfungsszustände mit grippeähnliches Symptomen wie leicht erhöhte Temperaturen, Verschlechterung des körperliches Zustandes nach körperlicher Belastung, Phasenweise Angstzustände.
Medikation:
Mai 2012: Mirtazapin 15mg zum schlafen
Mai 2013. Mirtazapin abgesetzt ohne weitere Probleme
September 2014: Trimipramin 20mg zum schlafen
30.11.2015: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen
7.12.2015 Mirtazapin 15mg zum schlafen
weniger Tage danach heftigste Symptome/ Nebenwirkungen/ Unverträglichkeit: Vibrieren im ganzen Körper, Schüttelfröste und Frieren, Schlaflosigkeit
13.12.2015 Mirtazapin komplett abgesetzt
14.12.2015 Trimipramin komplett abgesetzt
danach blieben die Nebenwirkungen, in leicht abgeschwächter Form,
Daraufhin bekam ich
Januar 2016 Quetiapin eingeschlichen bis auf 250mg

Reduktion Quetiapin 2016:
Februar/ März 2016 Quetiapin reduziert auf 200mg
17.4.2016: Quetiapin reduziert auf 175mg
Daraufhin ca 3 Wochen starke Schweißausbrüche
1.5.2016: Quetiapin reduziert auf 150mg
31.5.2016: Quetiapin reduziert auf 125mg
15.6.2016: Quetiapin reduziert auf 100mg
30.6.2016: Quetiapin reduziert auf 75mg
Dauraufhin ab 1.8.2016 andauernd extreme Kältezusammenbrüche, die sich nach einigen Tagen wieder etwas besserten
18.9.2016: Quetiapin reduziert auf 50mg
Daraufhin ab 6.10.2016 totaler Kältezusammenbruch der über Wochen bleibt (26Grad Zimmertemperatur, vielen Decken, Wollpullis, Wärmflaschen, trotzdem totales Frieren, dazu Schweißausbrüche in Strömen ohne Ende)
24.10.2016: Quetiapin wieder erhöht auf 75mg

30.01.2017 Quetiapin reduziert auf 70mg
01.03. 2017 Quetiapin reuziert auf 60mg
24.03.2017 Quetiapin reduziert auf 55mg
06.04.2017 Quetiapin reuduziert auf 50mg
23.04.2017 Quetiapin retard 50mg gewechset auf Quet. 50mg unretardiert
04.05.2017 QUetiapin reduziert auf 45mg
02.06.2017 Quetiapin reudzeirt auf 40mg
Die ganze Absetzzeit ist seit Agust 2016 begleitet von extremem Frieren, Schüttelfrösten und Schweißausbrüchen. Zwischenzeitlich ist es etwas besser, aber schwankend. NAch den jeweiligen Absetztschritten wird es mir immer mehrmals am Tag schlecht.

01.08.2017 Quetiapin reduziert auf 37mg
13.09.2017 Quetiapin reduziert auf 35mg
08.10.2017 Quetiapin reduziert auf 33mg
07.11.2017 Quetiapin reduziert auf 30mg
01.01.2018 Quetiapin reduziert auf 27,5mg
04.02.2018 Quetiapin reduziert auf 25mg
19.03.2018 Quetiapin reduziert auf 22,5mg
19.04.2018 Quetiapin reduziert auf 20mg
16.05.2018 Quetiapin reduziert auf 17,5mg
10.06.2018 Quetiapin rediziert auf 15mg
18.07.2018 Quetiapin reduziert auf 12,5mg
04.09.2018 Quetiapin reduzziert auf 11,25mg
07.10.2018 Quetiapin reduziert auf 10mg
14.11.2018 Quetiapin reduziert auf 8,4mg

03.01.2019 Quetiapin reduziert auf 6,75mg
08.02.2019 Quetiapin reduziert auf 5,75mg
02.04.2019 Quetiapin reduziert auf 5,00mg
08.04.2019 Quetiapin wieder erhöht auf 5,5mg

Reena
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Starke Absetzerscheinungen bei Quetiapin???

Beitrag von Reena » Montag, 16.01.17, 12:35

Hallo zusammen,

ich hatte euch im Oktober 2016 schon einmal geschrieben und wunderbare Antworten bekommen! Vielen Dank auch nochmals dafür...
Dieses Forum ist wirklich wunderbar!
Es geht bei mir darum, Quetiapin abzusetzten... unten sende ich euch nochmals den Text von Oktober, der alles sehr genau beschreibt, was geschehen ist.
Jetzt zu meiner Frage... ich habe also im Septmber 2016 Quetiapin reduziert von 75mg auf 50mg. DIeser Schritt war wohl zu hoch, denn kurze Zeit später bekam ich unglaubliches Frieren mit Schüttelfrösten und Schweißausbrüchen. Es war mir so kalt, dass ich bei 25Grad im Raum mit 2 Zudecken, 4 Wollpullis und 3 Wärmflaschen im Bett war. An Rausgehen aus dem Haus ist gar nicht zu denken, da es draußen vieeel zu kalt für mich ist selbst mit allen Jacken...
Daraufhin bin ich damals nach ca 3 Wochen wieder auf 75mg Quetiapin hochgegangen. Der Zustand mit dem furchtbaren Frieren hat sich daraufhin minimal gebessert ist aber dann jetzt vor 2 Wochen wieder total zusammengebrochen und ich machen wieder komplett die gleichen Zustände durch wie nach der Reduktion von 75 auf 50mg obwohl ich seit dem nichts mehr verändert habe.

Wie würdet ihr nun vorgehen? ich habe mich seit ich im Oktober wieder hoch auf 75mg bin nicht mehr getraut weiter abzusetzten, da der Körperzustand nicht wirklich besser wurde. Ich dachte immer, ich warte noch ein bisschen mit dem weiteren Absetzten, bis der Körper sich wieder stabilisiert. Er stabilisiert sich aber nicht.
Ich habe mir nun in einer Apotheke Kapseln mit Quetiapin bestellt, sodass ich mit 5mg Schritten absetzten könnte.
WIe würdet ihr nun vorgehen? Weiter abwarten? Oder trotz der schwierigen Körperzustände in 5mg Schritten langsam absetzten? Oder was würdet ihr tun? Ich möchte und muss auf Dauer unbedingt weg von dieserm Medikament, es hat alles so schlimm gemacht. Ich hatte vorher eine Erschöfpung, aber ich konnte noch spazieren gehen und kleine Dinge erledigen. Seit Quetiapin kann ich nur noch frierend im Bett sitzen...

Ich wäre sehr dankbar und froh über Antworten von euch!
Verena


Hallo zusammen, (Text von Oktober 2016)

ich habe mich hier ganz neu angemeldet und schon einiges durchgelesen.
Hier kurz meine Geschichte. ich habe ein chronisches Erschöpfungssyndrom und Schlafstörungen, deshalb habe ich vor ca 2 Jahren 20mg Trimipramin zum schlafen genommen über längere Zeit. ich konnte damit schlafen, aber die Erschöpfungssymptome wurden immer schlimmer. Nach na 1 1/2 jahren nahm ich dazu eine kleine Menge Mirtazapin, da ich wieder nicht mehr schlafen konnte. Einige Tage später bekam ich ganz schlimme Syptome: mein ganzer Körper hat angefangen mit virbrieren wie ein Strommsast und ich hatte Schüttelfröste ohne Ende und es wurde immer schlimmer. Dann hat mein Psychater gesagt, ich soll alles sofort absetzten. Daraufhin wurde die Schüttelföste etwas weniger, aber blieben ebenso wie das Vibrieren im Körper. ich hatt schlimmst Panik und konnte überhaupt nicht mehr schlafen und ging Januar 2016 in die Psychatrie, dort gaben sie mir Quetiapin 200mg. Daraufhin konnte ich schlafen und das Vibrieren reduzierte sich auf die Beine, die Schüttelfröste wurden besser, aber was blieb war eine Kälte, selbst bei 30 Grad im Schatten mit Pulli und langer Jeans.
Langsam begann in im April das Quetiapin abzusetzten immer in 25mg Schritten alle 2 Wochen, es ging soweit gut ich machte eine längere Pause und habe nun vor ca 5 WOchen von 75mg auf 50 reduziert. Inwzischen weiß ich, der Schritt war zu groß, aber da war mir das nicht bewusst, auch weil es vorher so gut ging. Zwei Wochen nach der Reduktion habe ich furchbares Frieren bekommen. In einem raum mit 26Grad sitzte ich mit vielen Wollpullis, dicken Decken, heißenWärmfalschen und friere weiter...gleizeitig habe ich Schweißausbrüche wie in Sturzbächen rinnt es an mir herunter, ich muss mich dauernd umziehen, nasse Kleider wechseln, aber warm wird es mir nicht... raus gehen kann ich gar nicht mehr, es ist trotz dicksten Jacken und Kleider viel zu kalt. einen Abend habe ich 0.5mg Tavor genommen, da wurde die Kälte schnell etwas besser und ich konnte ein paar Pullis ausziehen. Aber ich weiß, das Tavor auch nicht die Lösung ist.
Ich dachte erst, ich muss halt da durch, das wird schon besser mit der Zeit, aber es scheint nicht so zu sein, es wird eher schlimmer von Tag zu Tag. Nun habe ich gestern wieder 25mg Quetiapin dazugenommen, so dass ich wieder bei der vorherigen Dosis bib, bei 75mg, bis jetzt wird es aber noch nicht besser.
Ich bin sehr verzweifelt und habe große Angst... was soll ich tun? Wieder noch mehr Quetiapin nehmen, auf 100mg gehen? Auf jeden Fall inZukunft viel kleinere Mengen reduzieren. ABer bevor ich reduzieren kann, muss mein Körper irgendwie wieder in einen halbwegs normalen Zustand kommen.
Was würde ihr tun, hat jemand Erfahrung mit solchen Situationen?
Ich wäre euch sehr dankbar für eine Antwort!
Verena
Symptome: CFS chronisches Erschöpfungssyndrom seit Ende 2011 (d.h Schlafstörungen, Erschöpfungsszustände mit grippeähnliches Symptomen wie leicht erhöhte Temperaturen, Verschlechterung des körperliches Zustandes nach körperlicher Belastung, Phasenweise Angstzustände.
Medikation:
Mai 2012: Mirtazapin 15mg zum schlafen
Mai 2013. Mirtazapin abgesetzt ohne weitere Probleme
September 2014: Trimipramin 20mg zum schlafen
30.11.2015: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen
7.12.2015 Mirtazapin 15mg zum schlafen
weniger Tage danach heftigste Symptome/ Nebenwirkungen/ Unverträglichkeit: Vibrieren im ganzen Körper, Schüttelfröste und Frieren, Schlaflosigkeit
13.12.2015 Mirtazapin komplett abgesetzt
14.12.2015 Trimipramin komplett abgesetzt
danach blieben die Nebenwirkungen, in leicht abgeschwächter Form,
Daraufhin bekam ich
Januar 2016 Quetiapin eingeschlichen bis auf 250mg

Reduktion Quetiapin 2016:
Februar/ März 2016 Quetiapin reduziert auf 200mg
17.4.2016: Quetiapin reduziert auf 175mg
Daraufhin ca 3 Wochen starke Schweißausbrüche
1.5.2016: Quetiapin reduziert auf 150mg
31.5.2016: Quetiapin reduziert auf 125mg
15.6.2016: Quetiapin reduziert auf 100mg
30.6.2016: Quetiapin reduziert auf 75mg
Dauraufhin ab 1.8.2016 andauernd extreme Kältezusammenbrüche, die sich nach einigen Tagen wieder etwas besserten
18.9.2016: Quetiapin reduziert auf 50mg
Daraufhin ab 6.10.2016 totaler Kältezusammenbruch der über Wochen bleibt (26Grad Zimmertemperatur, vielen Decken, Wollpullis, Wärmflaschen, trotzdem totales Frieren, dazu Schweißausbrüche in Strömen ohne Ende)
24.10.2016: Quetiapin wieder erhöht auf 75mg

30.01.2017 Quetiapin reduziert auf 70mg
01.03. 2017 Quetiapin reuziert auf 60mg
24.03.2017 Quetiapin reduziert auf 55mg
06.04.2017 Quetiapin reuduziert auf 50mg
23.04.2017 Quetiapin retard 50mg gewechset auf Quet. 50mg unretardiert
04.05.2017 QUetiapin reduziert auf 45mg
02.06.2017 Quetiapin reudzeirt auf 40mg
Die ganze Absetzzeit ist seit Agust 2016 begleitet von extremem Frieren, Schüttelfrösten und Schweißausbrüchen. Zwischenzeitlich ist es etwas besser, aber schwankend. NAch den jeweiligen Absetztschritten wird es mir immer mehrmals am Tag schlecht.

01.08.2017 Quetiapin reduziert auf 37mg
13.09.2017 Quetiapin reduziert auf 35mg
08.10.2017 Quetiapin reduziert auf 33mg
07.11.2017 Quetiapin reduziert auf 30mg
01.01.2018 Quetiapin reduziert auf 27,5mg
04.02.2018 Quetiapin reduziert auf 25mg
19.03.2018 Quetiapin reduziert auf 22,5mg
19.04.2018 Quetiapin reduziert auf 20mg
16.05.2018 Quetiapin reduziert auf 17,5mg
10.06.2018 Quetiapin rediziert auf 15mg
18.07.2018 Quetiapin reduziert auf 12,5mg
04.09.2018 Quetiapin reduzziert auf 11,25mg
07.10.2018 Quetiapin reduziert auf 10mg
14.11.2018 Quetiapin reduziert auf 8,4mg

03.01.2019 Quetiapin reduziert auf 6,75mg
08.02.2019 Quetiapin reduziert auf 5,75mg
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08.04.2019 Quetiapin wieder erhöht auf 5,5mg

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Re: Starke Absetzerscheinungen bei Quetiapin???

Beitrag von LinLina » Montag, 16.01.17, 13:01

Hallo Verena,

ich habe deinen neuen Beitrag an deinen alten Thread angefügt, schreibe am besten hier weiter, sonst wird es unübersichtlich - Danke :-)

es tut mir sehr leid dass deine Symptome trotz wieder hoch dosieren nicht besser geworden sind. Ich vermute, durch das Quetiapin und die Dosisveränderung ist bei dir eine Übersensibilisierung/Reizung des Nervensystems aufgetreten.

Ich würde an deiner Stelle, wenn sich auch nach Monaten nichts weiter gebessert hat, anfangen mit ganz kleinen Schritten abzusetzen. Du könntest es mit 5 % deiner aktuellen Dosis versuchen und schauen ob du eine Verschlechterung/Veränderung fest stellen kannst.

Nimmst du Quetiapin retardiert? Um so langsam absetzen zu können bräuchtest du die unretardierte Form und die Wasserlösemethode.

Hast du feststellen können ob das Frieren mit bestimmten Nahrungsmitteln oder Stress sich verändert/verschlechtert?

Denkst du daran ausreichen zu trinken und regelmäßig zu essen? Wie ist dein Blutdruck, hast du das mal gemessen?

:hug:

Liebe Grüße
Lina
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Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Starke Absetzerscheinungen bei Quetiapin???

Beitrag von Jamie » Montag, 16.01.17, 13:12

Hallo Verena :),

wenn du so frierst, solltest du bitte außer auf den Blutdruck auch einmal auf deine Schilddrüse schauen.
Diese kann durch eine Fehlfunktion evtl. nicht korrekt arbeiten und dann frieren die Menschen oft. Hast du denn aktuelle Schilddrüsenwerte?

Es kann aber auch sein, dass Blutdruck und Schilddrüse ok sind und das Frieren durch das Quetiapin selbst bzw. infolge der Reizung des ZNS durch den zu großen Abdosierschritt ausgelöst wurde / wird.
Alle AD wirken zentral, das heißt sie beeinflussen auch den Stoffwechsel und haben auch die Potenz dein Temperaturkontrollzentrum durcheinanderzubringen. Zudem kommt die sedierende Komponente des Quetiapins, die den Körper runterfährt.

Ich empfehle dir Hilfsmittel wie Wärmflaschen und Kirschkernkissen. Ich selbst bin seit 2 Monaten Besitzerin eines Wärmeunterbetts, weil ich selbst so stark friere, und will es nie nie nie wieder hergeben. :) Es ist so toll.
Falls du im südlichen Raum Deutschlands lebst - Aldi Süd hat just ab heute ein Wärmebett im Angebot mit sehr guter Ausstattung zu einem super Preis:
https://www.aldi-sued.de/de/angebote/an ... -20170116/

Grüße
Jamie
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Re: Starke Absetzerscheinungen bei Quetiapin???

Beitrag von Reena » Montag, 16.01.17, 13:35

Danke für eure beiden Antworten!

Danke Lina, dass du mein Thema an den Thread angefüht hast, ich wusste nicht, ob ich hier weiterschreiben soll oder ein neues Thema beginnen...

Lina: ich hatte mir ja Kapseln von einer Apotheke anfertigen lassen, sodass ich jetzt 10mg und 5mg Kapseln von Quetiapin habe. Damit könnte ich in 5mg Schritten absetzten, aber das wäre laut der 5% Methode ja immer noch zu viel. Wenn ich tatsächlich nur 5% absetzten würde, dann wären das ja ca 3,75mg pro Absetzschritt... das würde sehr sehr lange dauern, bis ich irgend wann einmal Quetiapin los bin... aber es ist natürlich besser, als gar nicht weiter abzusetzten. Du meinst also, 5mg wären zu viel?
Ja, ich hab zum Glück auch die unretardierte Tablette von Quetiapin.
Kennst du einen Link, in dem die Wassserlösmethode genau beschrieben wird? Kann man sich wirklich verlassen, auf die Wasserlösmethode, dass sie genau ist?
Essen und Trinken tue ich genug. Blutdruck weiß ich nicht genau, wie hoch er ist...

Jamie: Ich dachte auch schon an die Schilddrüse, das Problem ist, ich kann nicht aus dem Haus und damit auch nicht zu Arzt, es messen lassen...
Ich denk aber auch, es ist eine Reizung des NS, ich bin da eh extrem empfindlich.
Ja Wärmflaschen habe ich immer 3 Stück. DAs mit dem ALdiangebot ist ein super Tipp, ich wohne tatsächlich im Süden von Deutschland.

Das Problem ist, dass mir auch mit den vielen Decken und Wärmflaschen nicht warm wird, ich friere, trotz aller Wärme, die ich mich irgendwie zufügen kann. Ich bin damit irgendwie total lebensunfähig.
UNd ich habe das Gefühl, dass das Frieren immer schlimmer wird aber ich weiß gar nicht mehr, wie ich mir noch mehr Wärme zufügen kann... Es ist wie, als würde der Körper die Wärme nicht aufnehmen können...
DIeser Zustand macht mir wirklich panische Ängste denn ich kann mich überhaupt nicht mehr selbst versorgen, ich kann an vielen Tagen nicht einaml aus dem BEtt aufstehen, da es im Raum trotz 25Grad und mit Wärmfalsche am BAuch zu kalt für mich ist.
Ich hab große Angst, dass dieser Zustand nicht mehr besser wird.

Was kann man denn tun, wenn das Nervensystem so kompellt gereizt ist, was kann ich denn tun, um es wieder in eine Balance zu bekommen?

Liebe Grüße Verena
Symptome: CFS chronisches Erschöpfungssyndrom seit Ende 2011 (d.h Schlafstörungen, Erschöpfungsszustände mit grippeähnliches Symptomen wie leicht erhöhte Temperaturen, Verschlechterung des körperliches Zustandes nach körperlicher Belastung, Phasenweise Angstzustände.
Medikation:
Mai 2012: Mirtazapin 15mg zum schlafen
Mai 2013. Mirtazapin abgesetzt ohne weitere Probleme
September 2014: Trimipramin 20mg zum schlafen
30.11.2015: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen
7.12.2015 Mirtazapin 15mg zum schlafen
weniger Tage danach heftigste Symptome/ Nebenwirkungen/ Unverträglichkeit: Vibrieren im ganzen Körper, Schüttelfröste und Frieren, Schlaflosigkeit
13.12.2015 Mirtazapin komplett abgesetzt
14.12.2015 Trimipramin komplett abgesetzt
danach blieben die Nebenwirkungen, in leicht abgeschwächter Form,
Daraufhin bekam ich
Januar 2016 Quetiapin eingeschlichen bis auf 250mg

Reduktion Quetiapin 2016:
Februar/ März 2016 Quetiapin reduziert auf 200mg
17.4.2016: Quetiapin reduziert auf 175mg
Daraufhin ca 3 Wochen starke Schweißausbrüche
1.5.2016: Quetiapin reduziert auf 150mg
31.5.2016: Quetiapin reduziert auf 125mg
15.6.2016: Quetiapin reduziert auf 100mg
30.6.2016: Quetiapin reduziert auf 75mg
Dauraufhin ab 1.8.2016 andauernd extreme Kältezusammenbrüche, die sich nach einigen Tagen wieder etwas besserten
18.9.2016: Quetiapin reduziert auf 50mg
Daraufhin ab 6.10.2016 totaler Kältezusammenbruch der über Wochen bleibt (26Grad Zimmertemperatur, vielen Decken, Wollpullis, Wärmflaschen, trotzdem totales Frieren, dazu Schweißausbrüche in Strömen ohne Ende)
24.10.2016: Quetiapin wieder erhöht auf 75mg

30.01.2017 Quetiapin reduziert auf 70mg
01.03. 2017 Quetiapin reuziert auf 60mg
24.03.2017 Quetiapin reduziert auf 55mg
06.04.2017 Quetiapin reuduziert auf 50mg
23.04.2017 Quetiapin retard 50mg gewechset auf Quet. 50mg unretardiert
04.05.2017 QUetiapin reduziert auf 45mg
02.06.2017 Quetiapin reudzeirt auf 40mg
Die ganze Absetzzeit ist seit Agust 2016 begleitet von extremem Frieren, Schüttelfrösten und Schweißausbrüchen. Zwischenzeitlich ist es etwas besser, aber schwankend. NAch den jeweiligen Absetztschritten wird es mir immer mehrmals am Tag schlecht.

01.08.2017 Quetiapin reduziert auf 37mg
13.09.2017 Quetiapin reduziert auf 35mg
08.10.2017 Quetiapin reduziert auf 33mg
07.11.2017 Quetiapin reduziert auf 30mg
01.01.2018 Quetiapin reduziert auf 27,5mg
04.02.2018 Quetiapin reduziert auf 25mg
19.03.2018 Quetiapin reduziert auf 22,5mg
19.04.2018 Quetiapin reduziert auf 20mg
16.05.2018 Quetiapin reduziert auf 17,5mg
10.06.2018 Quetiapin rediziert auf 15mg
18.07.2018 Quetiapin reduziert auf 12,5mg
04.09.2018 Quetiapin reduzziert auf 11,25mg
07.10.2018 Quetiapin reduziert auf 10mg
14.11.2018 Quetiapin reduziert auf 8,4mg

03.01.2019 Quetiapin reduziert auf 6,75mg
08.02.2019 Quetiapin reduziert auf 5,75mg
02.04.2019 Quetiapin reduziert auf 5,00mg
08.04.2019 Quetiapin wieder erhöht auf 5,5mg

Reena
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Re: Starke Absetzerscheinungen bei Quetiapin???

Beitrag von Reena » Montag, 16.01.17, 13:43

ach so... nochmal an Lina: ich konnte bis jetzt nichts Konkretes wie Nahrungsmittel oder bestimmten Stress feststellen, der das Frieren verschilmmert. Bzw. wenn ich aus den vielen Decken aufstehen oder mich kurz im Bad wasche, wird das Frieren sofort schlimmer, oder auch wenn ich mich minimal körperlich belaste...
Symptome: CFS chronisches Erschöpfungssyndrom seit Ende 2011 (d.h Schlafstörungen, Erschöpfungsszustände mit grippeähnliches Symptomen wie leicht erhöhte Temperaturen, Verschlechterung des körperliches Zustandes nach körperlicher Belastung, Phasenweise Angstzustände.
Medikation:
Mai 2012: Mirtazapin 15mg zum schlafen
Mai 2013. Mirtazapin abgesetzt ohne weitere Probleme
September 2014: Trimipramin 20mg zum schlafen
30.11.2015: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen
7.12.2015 Mirtazapin 15mg zum schlafen
weniger Tage danach heftigste Symptome/ Nebenwirkungen/ Unverträglichkeit: Vibrieren im ganzen Körper, Schüttelfröste und Frieren, Schlaflosigkeit
13.12.2015 Mirtazapin komplett abgesetzt
14.12.2015 Trimipramin komplett abgesetzt
danach blieben die Nebenwirkungen, in leicht abgeschwächter Form,
Daraufhin bekam ich
Januar 2016 Quetiapin eingeschlichen bis auf 250mg

Reduktion Quetiapin 2016:
Februar/ März 2016 Quetiapin reduziert auf 200mg
17.4.2016: Quetiapin reduziert auf 175mg
Daraufhin ca 3 Wochen starke Schweißausbrüche
1.5.2016: Quetiapin reduziert auf 150mg
31.5.2016: Quetiapin reduziert auf 125mg
15.6.2016: Quetiapin reduziert auf 100mg
30.6.2016: Quetiapin reduziert auf 75mg
Dauraufhin ab 1.8.2016 andauernd extreme Kältezusammenbrüche, die sich nach einigen Tagen wieder etwas besserten
18.9.2016: Quetiapin reduziert auf 50mg
Daraufhin ab 6.10.2016 totaler Kältezusammenbruch der über Wochen bleibt (26Grad Zimmertemperatur, vielen Decken, Wollpullis, Wärmflaschen, trotzdem totales Frieren, dazu Schweißausbrüche in Strömen ohne Ende)
24.10.2016: Quetiapin wieder erhöht auf 75mg

30.01.2017 Quetiapin reduziert auf 70mg
01.03. 2017 Quetiapin reuziert auf 60mg
24.03.2017 Quetiapin reduziert auf 55mg
06.04.2017 Quetiapin reuduziert auf 50mg
23.04.2017 Quetiapin retard 50mg gewechset auf Quet. 50mg unretardiert
04.05.2017 QUetiapin reduziert auf 45mg
02.06.2017 Quetiapin reudzeirt auf 40mg
Die ganze Absetzzeit ist seit Agust 2016 begleitet von extremem Frieren, Schüttelfrösten und Schweißausbrüchen. Zwischenzeitlich ist es etwas besser, aber schwankend. NAch den jeweiligen Absetztschritten wird es mir immer mehrmals am Tag schlecht.

01.08.2017 Quetiapin reduziert auf 37mg
13.09.2017 Quetiapin reduziert auf 35mg
08.10.2017 Quetiapin reduziert auf 33mg
07.11.2017 Quetiapin reduziert auf 30mg
01.01.2018 Quetiapin reduziert auf 27,5mg
04.02.2018 Quetiapin reduziert auf 25mg
19.03.2018 Quetiapin reduziert auf 22,5mg
19.04.2018 Quetiapin reduziert auf 20mg
16.05.2018 Quetiapin reduziert auf 17,5mg
10.06.2018 Quetiapin rediziert auf 15mg
18.07.2018 Quetiapin reduziert auf 12,5mg
04.09.2018 Quetiapin reduzziert auf 11,25mg
07.10.2018 Quetiapin reduziert auf 10mg
14.11.2018 Quetiapin reduziert auf 8,4mg

03.01.2019 Quetiapin reduziert auf 6,75mg
08.02.2019 Quetiapin reduziert auf 5,75mg
02.04.2019 Quetiapin reduziert auf 5,00mg
08.04.2019 Quetiapin wieder erhöht auf 5,5mg

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Re: Starke Absetzerscheinungen bei Quetiapin???

Beitrag von lunetta » Montag, 16.01.17, 14:41

Hallo!

Vielleicht hilft dir mein Tipp scharfe Sachen zu essen - das wärmt von innen!
Z.B. Ingwer, Chili, Kren, Curry, usw.
Einfach alles sehr stark damit würzen. Heiße Milch z.B. mit Ingwer, Zimt, Kardamon, Piment oder Kurkuma wirkt Wunder.
Du könntest dir auch Tee aufbrühen und mit den Gewürzen trinken. Tee mit Chili, Ingwer etc. leicht gesüßt schmeckt gut und wärmt immens von innen!

LG
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LinLina
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Re: Starke Absetzerscheinungen bei Quetiapin???

Beitrag von LinLina » Montag, 16.01.17, 16:57

Hallo Verena,

Die Wasserlösemethode wird hier erklärt http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 16&t=10923 meiner Erfahrung nach ist sie ausreichend genau, ich reagiere auch auf kleine Schwankungen und wende sie nun schon seit über einem Jahr an.

Du kannst mithilfe deiner Kapseln versuchen einen Teil als Tablette zu nehmen, und den Rest mit der Wasserlösemethode abzumessen. Also z.b. eine 50 mg Tablette, zwei 10 mg Kapseln und 3,75 mg mit der Wasserlösemethode hergestellt. Bei der Wasserlösemethode kommt es oft zu einem etwas schnelleren Wirkeintritt, das könntest du somit ausgleichen.

Ich denke, gerade da es dir derzeit nicht gut geht wäre ein kleinerer Schritt von 5 % besser.

Ich finde es wäre wichtig, dass du wenigstens deine Schilddrüsenwerte überprüfen lässt, die wichtigsten Blutwerte allgemein, deinen Blutdruck, deine Eisenwerte und evtl. auch deinen Hormonstatus (wie alt bist du? Nimmst du die Pille?)

Auch wenn es gut sein kann, dass deine Probleme mit der Temperaturregulation/dem Temperaturempfinden allein durch das Quetiapin ausgelöst wurden, wäre doch gut wenn du möglichst ausschließen kannst, dass andere, leicht überprüfbare Faktoren eine Rolle spielen.

Vielleicht kannst du ausnahmsweise für einen Arzttermin mal ein Benzo nehmen, wenn dir das hilft? Ich denke als absolute Ausnahme geht das in Ordnung, wenn du dadurch in der Lage bist den Termin wahrzunehmen (natürlich inklusive Wärmflasche, warmer Decke und allem).

Ich habe extremes Frieren auch seit ein paar Wochen als Absetzsymptom, das ist wirklich unangenehm - bei mir tritt es glücklicherweise bisher nur phasenweise bzw. zu manchen Zeiten auf, evtl. gibt es bei mir einen Zusammenhang zwischen Histaminreicheren Lebensmitteln. Definitiv ist es bei mir schlimmer, wenn draußen die Temperatur abfällt, unabhängig von der Zimmertemperatur scheint mein Körper dann auf frieren zu schalten.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Starke Absetzerscheinungen bei Quetiapin???

Beitrag von Arianrhod » Montag, 16.01.17, 18:38

Hallo Verena,

hier ungefähr ab Minute25.30 http://psychcast.de/pc035-neuroleptika- ... ten-uebel/
nennt der Psychiater Dr. Jan Dreher das Verschreiben von Quetiapin bei Schlafstörungen von depressiven Patienten eine Unsitte...
"Es ist unhöflich, einem Menschen in seinem Dopaminstoffwechsel rum zu fuhrwerken", sagt da der Psychiater ganz flapsig.

liebe Grüße Arian
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Re: Starke Absetzerscheinungen bei Quetiapin???

Beitrag von padma » Montag, 16.01.17, 18:40

hallo Verena, :)

ein so schlimmes Frieren ist natürlich scheusslich. :(

Mir hilft gegen Frieren ein warmer Haferbrei (Porridge) sehr gut.

Wegen der Blutabnahme könntest du auch um einen Hausbesuch bitten. Vielleicht macht dein Arzt das.

liebe Grüsse,
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Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Starke Absetzerscheinungen bei Quetiapin???

Beitrag von Reena » Montag, 16.01.17, 19:04

Vielen Dank euch allen für eure weiteren Antworten!!!

Das mit den scharfen Gewürzen und wärmenden Nahrungsmittel kenne ich zum Glück aus der TCM. Das hilft schon ein bisschen, aber immer nur für einen kurzen Moment... auch den wunderbar wärmenden Porridge kenne ich und frühstücke ihn jeden Morgen. VIelen Dank für den TIpp!

Lina: Danke Lina für die Wasserlösmethode (woher weiß ich, mit wieviel Wasser ich die Tablette verdünnen muss?) Das ist auch eine gute Idee, die Kapseln mit der Wasserlösmethode zu kombinieren. Und du hast natürlich recht, ich sollte alle diese Blutwerte und auch Schilddrüse kontrollieren lassen, mal sehen wie ich das hinbekommen kann. Ich bin 32 Jahre und nehme glücklicherweise die Pille nicht!
Das ist interessant, dass du das mit dem Frieren auch hast. Bei mir hat es auch so angefangen, dass es erst nur phasenweise war. Damals hab ich das aber noch nicht zusammengebracht mit dem Absetzten von Quetiapin und hab fleißig weiter abgesetzt... bei mir ist es auch so, dass je kälter es draußen ist, ich das in meinem Frieren spüre, auch wenn im Raum die gleiche Temperatur ist.
WIe lange bleibt denn bei dir das Frieren?

Arianrhod: Danke für den Link, ich hab ihn mir angehört. Es ist wirklich sehr unhöflich, quasi ohne ausreichenden Grund so das Nervensystem drucheinander zu bringen. Es ist leider leider kein Bewusstsein dafür da bei den Psychatern. Bei mir hatten sie sogar noch gesagt, es ist mal ein Versuch, wir wissen es auch nicht ganz genau....

Liebe Grüße Verena
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Symptome: CFS chronisches Erschöpfungssyndrom seit Ende 2011 (d.h Schlafstörungen, Erschöpfungsszustände mit grippeähnliches Symptomen wie leicht erhöhte Temperaturen, Verschlechterung des körperliches Zustandes nach körperlicher Belastung, Phasenweise Angstzustände.
Medikation:
Mai 2012: Mirtazapin 15mg zum schlafen
Mai 2013. Mirtazapin abgesetzt ohne weitere Probleme
September 2014: Trimipramin 20mg zum schlafen
30.11.2015: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen
7.12.2015 Mirtazapin 15mg zum schlafen
weniger Tage danach heftigste Symptome/ Nebenwirkungen/ Unverträglichkeit: Vibrieren im ganzen Körper, Schüttelfröste und Frieren, Schlaflosigkeit
13.12.2015 Mirtazapin komplett abgesetzt
14.12.2015 Trimipramin komplett abgesetzt
danach blieben die Nebenwirkungen, in leicht abgeschwächter Form,
Daraufhin bekam ich
Januar 2016 Quetiapin eingeschlichen bis auf 250mg

Reduktion Quetiapin 2016:
Februar/ März 2016 Quetiapin reduziert auf 200mg
17.4.2016: Quetiapin reduziert auf 175mg
Daraufhin ca 3 Wochen starke Schweißausbrüche
1.5.2016: Quetiapin reduziert auf 150mg
31.5.2016: Quetiapin reduziert auf 125mg
15.6.2016: Quetiapin reduziert auf 100mg
30.6.2016: Quetiapin reduziert auf 75mg
Dauraufhin ab 1.8.2016 andauernd extreme Kältezusammenbrüche, die sich nach einigen Tagen wieder etwas besserten
18.9.2016: Quetiapin reduziert auf 50mg
Daraufhin ab 6.10.2016 totaler Kältezusammenbruch der über Wochen bleibt (26Grad Zimmertemperatur, vielen Decken, Wollpullis, Wärmflaschen, trotzdem totales Frieren, dazu Schweißausbrüche in Strömen ohne Ende)
24.10.2016: Quetiapin wieder erhöht auf 75mg

30.01.2017 Quetiapin reduziert auf 70mg
01.03. 2017 Quetiapin reuziert auf 60mg
24.03.2017 Quetiapin reduziert auf 55mg
06.04.2017 Quetiapin reuduziert auf 50mg
23.04.2017 Quetiapin retard 50mg gewechset auf Quet. 50mg unretardiert
04.05.2017 QUetiapin reduziert auf 45mg
02.06.2017 Quetiapin reudzeirt auf 40mg
Die ganze Absetzzeit ist seit Agust 2016 begleitet von extremem Frieren, Schüttelfrösten und Schweißausbrüchen. Zwischenzeitlich ist es etwas besser, aber schwankend. NAch den jeweiligen Absetztschritten wird es mir immer mehrmals am Tag schlecht.

01.08.2017 Quetiapin reduziert auf 37mg
13.09.2017 Quetiapin reduziert auf 35mg
08.10.2017 Quetiapin reduziert auf 33mg
07.11.2017 Quetiapin reduziert auf 30mg
01.01.2018 Quetiapin reduziert auf 27,5mg
04.02.2018 Quetiapin reduziert auf 25mg
19.03.2018 Quetiapin reduziert auf 22,5mg
19.04.2018 Quetiapin reduziert auf 20mg
16.05.2018 Quetiapin reduziert auf 17,5mg
10.06.2018 Quetiapin rediziert auf 15mg
18.07.2018 Quetiapin reduziert auf 12,5mg
04.09.2018 Quetiapin reduzziert auf 11,25mg
07.10.2018 Quetiapin reduziert auf 10mg
14.11.2018 Quetiapin reduziert auf 8,4mg

03.01.2019 Quetiapin reduziert auf 6,75mg
08.02.2019 Quetiapin reduziert auf 5,75mg
02.04.2019 Quetiapin reduziert auf 5,00mg
08.04.2019 Quetiapin wieder erhöht auf 5,5mg

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Re: Starke Absetzerscheinungen bei Quetiapin???

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 17.01.17, 9:36

Hallo Verena!
(woher weiß ich, mit wieviel Wasser ich die Tablette verdünnen muss?)
Da suchst Du Dir quasi eine Menge aus, zum Beispiel 50ml.
Bei mir hatten sie sogar noch gesagt, es ist mal ein Versuch, wir wissen es auch nicht ganz genau...
.
Eigentlich ist es immer Versuch und Irrtum. Den einzelnen Substanzen werden zwar bestimmte erwünschte Wirkungen zugeschrieben, aber wie die Person individuell reagiert, lässt sich nicht vorhersagen.

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Starke Absetzerscheinungen bei Quetiapin???

Beitrag von LinLina » Dienstag, 17.01.17, 13:09

Hallo Verena,

bei mir bleibt das Frieren meist nur 1-3 Stunden, dann gehts wieder. Ich habe es häufig nach dem Essen oder wenn ich mich angestrengt habe (Spaziergang) oder auch wenn ich ins Bett gehe.

Seit ich jetzt wieder konsequent histaminarm esse, ist es nicht mehr so heftig aufgetreten.

Wegen der Wasserlösemethode, um dir bei der Rechnung zu helfen müssten wir noch wissen, welche Dosis die Tablette hat die du auflösen willst, und welche Dosis du damit herstellen möchtest.

Also z.b. hast du 50 mg Tabletten, und möchtest 3,75 mg herstellen? Dann wäre es ziemlich einfach.

Dann nimmst du 50 ml Wasser, gibst die Tablette hinein, evtl. etwas zerdrücken/zermörsern, und gut rühren bis es möglichst homogen ist. Dann kannst du davon 3,75 ml abnehmen, das ist deine gewünschte Dosis. Wenn du 50 mg in 50 ml Wasser löst, wäre 1 ml immer 1 mg, das ist dann leicht zu rechnen.

Bevor du es versuchst, kannst du ja nochmal hier schreiben wie du es genau machst, dann kann vielleicht jemand nochmal drüber schauen.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Starke Absetzerscheinungen bei Quetiapin???

Beitrag von Reena » Dienstag, 17.01.17, 13:18

Dank Lina, also es ist eine 25mg Tablette... die in 3,75 verwandelt werden soll
Das würde heißen, wenn ich die Tablette z.b. mit 50ml Wasser auflöse, dann wäre 2ml = 1mg stimmt das?
Dann müsste ich also 7,5ml abnehmen und trinken,

stimmt die Rechnung?

Viele Dank dir und liebe Grüße Verena
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Mai 2013. Mirtazapin abgesetzt ohne weitere Probleme
September 2014: Trimipramin 20mg zum schlafen
30.11.2015: Mirtazapin 7,5mg zum schlafen
7.12.2015 Mirtazapin 15mg zum schlafen
weniger Tage danach heftigste Symptome/ Nebenwirkungen/ Unverträglichkeit: Vibrieren im ganzen Körper, Schüttelfröste und Frieren, Schlaflosigkeit
13.12.2015 Mirtazapin komplett abgesetzt
14.12.2015 Trimipramin komplett abgesetzt
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Januar 2016 Quetiapin eingeschlichen bis auf 250mg

Reduktion Quetiapin 2016:
Februar/ März 2016 Quetiapin reduziert auf 200mg
17.4.2016: Quetiapin reduziert auf 175mg
Daraufhin ca 3 Wochen starke Schweißausbrüche
1.5.2016: Quetiapin reduziert auf 150mg
31.5.2016: Quetiapin reduziert auf 125mg
15.6.2016: Quetiapin reduziert auf 100mg
30.6.2016: Quetiapin reduziert auf 75mg
Dauraufhin ab 1.8.2016 andauernd extreme Kältezusammenbrüche, die sich nach einigen Tagen wieder etwas besserten
18.9.2016: Quetiapin reduziert auf 50mg
Daraufhin ab 6.10.2016 totaler Kältezusammenbruch der über Wochen bleibt (26Grad Zimmertemperatur, vielen Decken, Wollpullis, Wärmflaschen, trotzdem totales Frieren, dazu Schweißausbrüche in Strömen ohne Ende)
24.10.2016: Quetiapin wieder erhöht auf 75mg

30.01.2017 Quetiapin reduziert auf 70mg
01.03. 2017 Quetiapin reuziert auf 60mg
24.03.2017 Quetiapin reduziert auf 55mg
06.04.2017 Quetiapin reuduziert auf 50mg
23.04.2017 Quetiapin retard 50mg gewechset auf Quet. 50mg unretardiert
04.05.2017 QUetiapin reduziert auf 45mg
02.06.2017 Quetiapin reudzeirt auf 40mg
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01.08.2017 Quetiapin reduziert auf 37mg
13.09.2017 Quetiapin reduziert auf 35mg
08.10.2017 Quetiapin reduziert auf 33mg
07.11.2017 Quetiapin reduziert auf 30mg
01.01.2018 Quetiapin reduziert auf 27,5mg
04.02.2018 Quetiapin reduziert auf 25mg
19.03.2018 Quetiapin reduziert auf 22,5mg
19.04.2018 Quetiapin reduziert auf 20mg
16.05.2018 Quetiapin reduziert auf 17,5mg
10.06.2018 Quetiapin rediziert auf 15mg
18.07.2018 Quetiapin reduziert auf 12,5mg
04.09.2018 Quetiapin reduzziert auf 11,25mg
07.10.2018 Quetiapin reduziert auf 10mg
14.11.2018 Quetiapin reduziert auf 8,4mg

03.01.2019 Quetiapin reduziert auf 6,75mg
08.02.2019 Quetiapin reduziert auf 5,75mg
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Re: Starke Absetzerscheinungen bei Quetiapin???

Beitrag von LinLina » Dienstag, 17.01.17, 13:25

Liebe Verena,

genau, deine Rechnung stimmt :-)

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