Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->
Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Filzblume: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
Eva

Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Eva » Sonntag, 21.01.18, 14:34

Off Topic
Yogi,

Du bist unbezahlbar: :lol: Flitzeblume ist einfach zu nett! (Ich weiß, Du hast Humor ... )

Lieber Gruß an Dich :wink:
Eva

Filzblume
Beiträge: 165
Registriert: Freitag, 17.07.15, 11:03
Wohnort: Ruhrgebiet
Hat sich bedankt: 87 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal

Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Sonntag, 21.01.18, 16:31

Hallo Yogi,

die Flitzeblume verzeihe ich Dir. Kann ja passieren. Man ist ja Kummer gewohnt! :rotfl: Lach! Aber wenn ich überlege - ich hatte über Jahre den Darm so verkorkst, da wäre Flitzeblume echt passend gewesen :D :rotfl:

Das mit der HIT ist bei mir noch nicht durch. Geht mal besser und mal schlechter und immer sehr zeitverzögert. Ich habe es mit Bananen versucht. Kraft geben die Dinger ja, aber einen Tag danach eben den dicken Schädel und Schmerzen in den Beinen. Bauchweh habe ich eher selten.

Das was Du schreibst, kann ich nachvollziehen. Schmelzkäse passt bei HIT gar nicht. Junger Gouda wäre kein Problem. Die Pizza hat ganz frisch gebackenen Teig, was man ja lassen sollte. Und die Tomate oben drauf ist auch nicht gut. Was war denn da noch drauf? Wohlmöglich Salami?

Döner macht gar nichts. Das ist Fleisch, was schnell gegart wurde. Die Garzeit von Fleisch sollte 20 Minuten nicht übersteigen. So blöd wie es sich jetzt anhört - aber bei HIT sind viele Dinge aus der Pommesbude echt nicht schlecht. Nur nicht die Soßen!

Ich habe ein wenig Glück, dass alles, was ich nicht vertragen kann von vorn herein auch nicht rein kriege. Esse ich ein kleines Stück Banane bin ich gleich so bedient, dass ich die Banane an die Seite packe. Bei vielen anderen Dingen auch. Vor allem bei lang gegartem Fleisch wie Rinderbraten und Co. Boah, das geht gar nicht erst rein.

2013 habe ich Doxepin kalt entzogen. :zombie: Ich kann das mit der Betriebsfeier nachvollziehen. Das war ne echt heftige Nummer. Wünscht man niemandem.

Gruß

Michaela
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Filzblume für den Beitrag (Insgesamt 2):
UluluYogi0512
Warten wir es ab, was hier in ein paar Monaten stehen steht. Datum von heute: 05. Juli 2019!

Yogi0512
Beiträge: 594
Registriert: Montag, 13.03.17, 14:39
Hat sich bedankt: 382 Mal
Danksagung erhalten: 326 Mal
Kontaktdaten:

Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Yogi0512 » Sonntag, 21.01.18, 17:18

Hallo Eva und Filzblume :D

Das war mein Handy bzw die nette Tastatur grrrrrr :evil:
:D habe das grad selbst erst gelesen und dachte mir, ohoooooo hooo jetzt geht's los...
Kann man mal sehen Technik. Oder ist es mein Kopf der verkehrt liest?? Wer weiss das schon :roll:
Filzblume, was du meinst ist Flitze :censored:

Euch schönen Sonntag Abend noch gewünscht und liebe Grüsse
Yogi
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Yogi0512 für den Beitrag:
Filzblume
Grüsse Yogi
Grunderkrankung Depression und Generalisierte Angststörung

2007-2014 citalopram 40mg
2014-2017 cipralex 20mg (direkter Umstieg)
Januar 2017 sertralin. Direkter Umstieg. 25,50,100.die 100 nicht Vertragen. 75mg über 4 wochen.dann auf 50 wegen Probleme Wo man nicht wusste ob Symptome der Krankheit oder Nebenwirkungen. Paar Tage ausgelassen aus angst. Jetzt aktuell 25 mg sertralin zum stabilisieren.
Seit 26.03.17 auf null mg sertralin (wegen angst vor der Wirkung)
Anfang April 2017 paar Tage citalopram. 5mg und 10mg
Verschrieben bekommen weil es 7 Jahre gut wirkte.
Angst Verstärkung. Zum Nachmittag besser. Seitdem ohne AD.
Anfang Mai 2017 valdoxan 25 aber nicht eingenommen.
Seit Vatertag 2017 teils auch Symptome bis in die Nacht. Gefühl das sich das Gehirn auflöst und nicht mehr da zu sein .Angst verrückt zu werden und abwesend zu bleiben. Angst geistig behindert zu werden.
November 2017
Teils Flashback ähnliche Effekte. Gehirn wirft einfach was im Kopf wo man oft nicht weiss ob erlebt, geträumt, oder ungewollt gedacht.
Gedächtnisstörung. Teils auch Gedankenblitze und Abreissen. Erlebtes schwer aufrufbar. Häufigkeit der Fenster wurde mal mehr. Stimmung öfter gut trotz symptome. Schlaf normal. Gewicht wieder wie vor der Tabletten einnahme. Mal das Gefühl wieder ins Leben geholt zu werden aber auch oft das Gefühl woanders hin zu verschwinden bzw total crash.
Teils Gefühl verwirrt zu sein .
Aktuell Januar 2018
Verschlechterung. Neuartige Symptome. Gefühl das Gedankenbilder neben dem Kopf statt finden. Matschaugen. Momentan Symptome auch abends und nachts nach dem aufwachen ca 1 Stunde das Gefühl das das Gehirn weg sei. Und andere Effekte die sich nicht beschreiben lassen. Zwischendurch aber Linderung. Alltag einigermassen im Griff zu bekommen. Gedächtnisstörung.
Seit Juni 2018 stetige Besserungen .
August 2018 neue Arbeit aufgenommen.
Nur noch zwischendurch leichte erträgliche Symptome.

Filzblume
Beiträge: 165
Registriert: Freitag, 17.07.15, 11:03
Wohnort: Ruhrgebiet
Hat sich bedankt: 87 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal

Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Montag, 22.01.18, 16:15

Yogi, alles gut. Kann vorkommen. Wir sind alle nur Menschlein. Ich fands zum Brüllen lustig. Muss auch mal sein! LG Filzblume :rotfl:
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Filzblume für den Beitrag (Insgesamt 2):
Yogi0512Ululu
Warten wir es ab, was hier in ein paar Monaten stehen steht. Datum von heute: 05. Juli 2019!

Filzblume
Beiträge: 165
Registriert: Freitag, 17.07.15, 11:03
Wohnort: Ruhrgebiet
Hat sich bedankt: 87 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal

Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Samstag, 27.01.18, 22:40

Tag 52

Liebes Forum,

so langsam aber sicher ist das Fluspirilen aus mir heraus und das merke ich jetzt auch, dass ich absolut auf Null bin.

Zunächst muss ich sagen, dass die Eingangssymptome ein Mix mehrerer Ursachen ist. Diese kann ich jetzt aber genau auseinander halten. Wenn es reineweg die Entzugssymptome sind, kann ich diese wie folgt nennen:

Wenn ich aufstehe ist alles gut. Nach ca. 2 Stunden geht es dann los. Der Kopf will einfach nicht. Es kribbelt im Kopf, als wäre ein Scharm Wespen auf zu engem raum unter meiner Schädeldecke. Ich kann mich nicht gut auf Gespräche konzentrieren und bin unkoordiniert. Wattekopf! Es zentriert sich auf Stirn und Nasenwurzel. Gegen Mittag kommt dann der schlimmste Punkt. Dann muss ich eine Pause auf der Couch einlegen. Wenn es ganz übel ist, dann lieber ab ins Bett. Ab ca. 15 Uhr nimmt das jedoch zunehmend ab und ich werde wieder ganz normal.

Hinzu gesellen sich dann die Symptome von zu vielen Histaminen - wenn ich nicht aufpasse, was ich esse:

Schon beim Aufstehen merke ich, dass jetzt der Tag nicht gut wird. Mir tun die Beine weh, ich bin vollkommen platt. Nach einer Zeit gesellen sich Kopfschmerzen dazu und der ganze Körper scheint zu dröhnen. Meine Stimme wird vollkommen tonlos. Bin vollkommen reizüberflutet. Das geht dann meistens den ganzen Tag. Ich gehe dann früh schlafen, weil einfach gar nichts mehr geht.

Die Symptome der MSC sind dann wieder ganz andere und ich reagiere z.B. auf Haarspray anders als auf Benzindämpfe. Meistens bin ich aber unheimlich müde, mir ist übel, ich habe das Gefühl, als wenn mein Körper anfängt unter der Haut zu wackeln. Wenn ich mich dann hinlege und schlafe, habe ich das Gefühl platt wie eine Flunder in die Matraze einzusinken. Bei Nagellack und Schaumfestiger kommen noch übelste Depressionen hinzu. Haarfärbemittel lösen bei mir extreme Unzufriedenheit aus. Alles setzt stark zeitverzögert ein. Manchmal ist es nach 2 - 3 Stunden wieder vorbei, manchmal dauert es den ganzen Tag und Teile der Nacht. Autoabgase in schlecht gelüfteten Tiefgaragen setzen mich bis zum 2 Tage außer Gefecht.

Zurückblickend kann ich aber sagen, dass der Schritt von 0,3 auf Null im Gegensatz von 1,2 auf Null bei weitem angenehmer ist. Ich denke so ganz symptomfrei ist es bei der Art zu reduzieren auch nicht möglich.

Was mich allerdings ärgert ist die Tatsache, dass ich im August/September Fluspirilen wieder eindosiert habe. Da wusste ich wohl, dass mein Schrank mich KO geschlagen hat, aber leider wusste ich da noch nichts von der MCS. Das kam ja erst in den letzten Monaten raus und erweitert sich ständig. So wäre ich wahrscheinlich schon von der Absetzsymptomatik weg. Naja, Shit happens! Ein absoluter Vorteil ist meine Hormon-Ersatz-Therapie. Inzwischen bin ich so gut eingestellt, dass ich nachts nicht mehr durch die elenden Hitzewellen aus dem Schlaf gerissen werde (6 - 8 mal pro Nacht) und auch die Schlafqualität sich stark verbessert hat. Vor 3 Wochen wurde dann noch von Progestin auf Progesteron umgestellt. Seit einigen Tagen ist der Schlaf einfach länger und erholsamer. Hoffentlich bleibt es so. Auch die Einschlafzeit hat sich stark reduziert. :party2:

Ich glaube, ich bin in Bezug auf das Fluspirilen auf einem guten Weg. Immerhin hatte ich im letzten Jahr eine absolut symptomfreie Zeit. Als Symptome kamen, habe ich diese ja leider mit Absetzsymptomen vertauscht, obwohl ich einfach eine Nase zuviel Benzindämpfe intus hatte und ein Rendevouz mit der Haarsprayflasche hatte. :zombie:

Ich finde es schön positiv in die Zukunft gucken zu können, ohne immer wieder die Zweifel zu haben, ob ich nicht doch einen an der Waffel habe. Es ist ein gutes Gefühl, sich vor allen Unkenrufern innerlich aufbauen zu können und zu sagen "Ja nee is' klar, ist mein Krankheitsbild!" Was ich traurig finde, dass die lange Fluspirilen-Gabe wahrscheinlich ursächlich für die HIT und MCS ist.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Es wäre schön, wenn dieses Tagebuch nicht länger zum PingPong wird und endlich einen Epilog erhielt.

Ich geh jetzt :bettzeit: heia machen. Ich wünsche Euch allen einen erholsamen Schlaf mit einem schönen Traum und ein schönes restliches Wochenende.

Gruß

Eure Filzblume
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Filzblume für den Beitrag (Insgesamt 3):
annemikaMurmelinepadma
Warten wir es ab, was hier in ein paar Monaten stehen steht. Datum von heute: 05. Juli 2019!

Ululu
Moderatorenteam
Beiträge: 5126
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 14873 Mal
Danksagung erhalten: 8311 Mal

Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Ululu » Sonntag, 28.01.18, 10:43

Hallo Filzblume,

mit MCS kenne ich mich nicht aus aber HIT verschwindet bei vielen Betroffenen einige Zeit nach 0 wieder, wenn die Ursache dafür das Medikament war.
Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen.

LG und einen schönen Sonntag.

Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu für den Beitrag (Insgesamt 2):
LinLinaFilzblume
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Filzblume
Beiträge: 165
Registriert: Freitag, 17.07.15, 11:03
Wohnort: Ruhrgebiet

Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Sonntag, 28.01.18, 16:29

Hallo Ute,

das hoffe ich sehr. Denn wenn ich etwas esse, was nicht geht ist der Tag danach von morgens bis abends einfach nur schlimm. Heute haben mich die Champignons von gestern auf dem Gewissen. Tag versaut.

Aber das ist wieder etwas Positives auf das man hinblicken kann. Tut sehe gut! Danke.

Gruß Filzblume
Warten wir es ab, was hier in ein paar Monaten stehen steht. Datum von heute: 05. Juli 2019!

Filzblume
Beiträge: 165
Registriert: Freitag, 17.07.15, 11:03
Wohnort: Ruhrgebiet

Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Sonntag, 28.01.18, 20:57

Die Pilze waren es wohl nicht allein. Ich war gestern mit dem Rad unterwegs und habe ordentlich in die Pedale getreten, so dass die Zunge aus dem Hals hing.

Ich hoffe, das geht nach der Entzugszeit weg bzw. das reguliert sich dann wieder. Mit Fluspirilen konnte ich wirklich alles essen und zudem ordentlich in die Pedale treten. Wahrscheinlich son durch NL hausgemachtes Pseudoding. Mal sehen, wann sich die Rezeptoren wieder zusammen puzzeln.

Gruß

Eure Filzblume
Warten wir es ab, was hier in ein paar Monaten stehen steht. Datum von heute: 05. Juli 2019!

Filzblume
Beiträge: 165
Registriert: Freitag, 17.07.15, 11:03
Wohnort: Ruhrgebiet
Hat sich bedankt: 87 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal

Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Freitag, 06.04.18, 19:00

Tag - schlag mich tod - ich weiß es gar nicht mehr. Sagen wir mal 1,5 Jahre!

Liebes Forum,

mal wieder ein Sachstandsbericht. Fluspi ist tatsächlich Vergangenheit.Jedoch hat dieses Leaky-Gut-Syndrom so heftige psychotische Symptome, dass es nicht zum Aushalten war. Ich bezweifel inzwischen die Entzugssymptome von Flupsi. Vorübergehend, dass der Körper zur Ruhe kommt, habe ich 2,5 mg Olanzapin vom Neurologen bekommen. Das nehme ich jetzt seit gut 6 Wochen. Es geht damit einigermaßen besser, aber nicht perfekt. Das Ziel ist, nur so wenig zu geben wie nötig, damit ich die Symptome von dm Leaky-Gut auch ernst nehme und weiterhin daran arbeite. Anders ist das nicht auzuhalten. Ist schwer, wenn Ärzte davon nichts wissen wollen. Ebenso schaut man immer in den Kuhblick, wenn man einer/m Mediziner/in sagt, dass man eine MCS hat. Zum ko....! Ich habe jetzt aber eine Heilpraktikerin gefunden, der das Thema sehr bekannt ist. Dienstag habe ich den Termin bei ihr. Mal sehen was kommt. Diese psychotischen Züge, die ich als Absetzsymptomatik gehalten habe sind nichts anders als die bösen Gesichter meinen total verkorksten Darms.

Hier jetzt mein Aufruf: DENKT BITTE AUCH AN EUREN DARM!!!!! Ein Großteil von psychischen Problemen ohne Gründe liegen im Darm und damit auch in der Leber. Meine derzeitige Darmsanierung scheint so ganz langsam aber sicher in die richtige Richtung zu gehen. Ich werde weiter berichten, sobald ich bei der Heilpraktikerin war.

Bis denne
Eure Filzblume
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Filzblume für den Beitrag (Insgesamt 2):
Ululupadma
Warten wir es ab, was hier in ein paar Monaten stehen steht. Datum von heute: 05. Juli 2019!

DeeDee123
Beiträge: 128
Registriert: Freitag, 16.03.18, 15:39
Wohnort: Bremen

Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von DeeDee123 » Freitag, 06.04.18, 19:36

Hallo Filzblume,

ich hatte von diesem Medikament 'Fluspirilen' noch nie etwas gehört, aber Dr. Google weiß ja auf vieles eine Antwort.
Ich habe vor 4 Monaten das erste Mal einen Psychiater gesehen, der mir nach 20min 'Borderline' zu meiner Depression beigefügt hat.
Habe es nicht hinterfragt, da ich in weniger als zwei Wochen in eine Psychiatrie gehen werde.
Da werden sie mich vielleicht mal genauer betrachten.
Ich habe über zwei Jahrzehnte verschriebene Schmerztabletten missbraucht, will herausfinden, weshalb (siehe Signatur).
Ich lese Dein Tagebuch mit Interesse und vieles klingt (leider!!) so vertraut..
Habe schon von anderen Sachen entzogen.
Wollte Dir nur sagen, wie gut Du das machst.

Mit LG aus Bremen
W, Sohn (12) und Tochter (6)

*seit 1996 opiathaltige Schmerzmittel, Umzug nach England, UK
*seitdem auch diverse AD
*2010 große private Probleme, Scheidung, seitdem noch mehr PP dazu :
*bis zu 18mg Bromazepam täglich
*bis zu 600mg Pregabalin (Lyrica)
*2014 Rückkehr nach Deutschland
*2015 AD weiterverschrieben, Lyrica selbst viel zu schnell ausgeschlichen, für den Opiatentzug in ambulante Tagesklinik
*2016 on und off übrige Bromazepam genommen, körperlich/psychisch am Ende
*RÜCKFALL opiathaltiges Schmerzmittel Tilidin, 6x 150mg/Tag
*Kinder versorgt ABER bin zum Jugendamt im SEPT. "brauche Hilfe"

KINDER IN OBHUT GEGEBEN

*April 2017 10-tägiger Schnellentzug vom Bromazepam 12-18mg/Tag. Nur mit Valproinsäure und Doxepin!
Psyche spielt seitdem komplett verrückt, aber bemerke Verbesserung.

*17.04. - Tilidin Entzug (750-900mg/Tag) +
Therapie stationär.
*26.04. - 450mg Tilidin + 100mg Doxepin.

MÖCHTE FÜR DIE KINDER FIT WERDEN.

Merke IMMER NOCH den Benzo-Entzug.
*AD Venlafaxin 150mg/Tag seit 15.1. Starke NW. 15.4. Reduziert auf 75mg/Tag.
*Ergenyl (Valproinsäure) 1500mg.
Hatte 4 Krampfanfälle über die Jahre (letzter Juni'16). Arzt in der Klinik hat EEG versprochen.

Filzblume
Beiträge: 165
Registriert: Freitag, 17.07.15, 11:03
Wohnort: Ruhrgebiet
Hat sich bedankt: 87 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal

Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Samstag, 07.04.18, 20:02

Hallo Dee,

ja, die letzten 4 Jahre waren die Hölle. Seit gut vier Wochen geht es mir wesentlich besser. Schlimm finde ich nur, wie schnell andere (Ärzte und Therapeuten) manchmal wissen, was mit uns ist. Wenn jemand mit dem Thema Psycho und Sucht nie ein Problem hatte und nun davor steht - OK, dem kann man einiges einreden. Viele sind ja auch noch stolz. Ich für meinen Teil lasse mir nichts mehr einreden in Bezug auf meine Psyche. Die ist inzwischen echt gesund. Von daher bin ich auf dran geblieben. Habe gerade noch so drüber nachgedacht was vielleicht passiert wäre, wenn ich bis jetzt nicht so zäh gewesen wäre.

Ich finde es gut, wenn Du die Ursache gezielt suchst. Ich war 6 Wochen in einer Tagesklinik. Da war Big Brother ständig da. Und man hat auch die Ursache gefunden. War für mich zwar wie einer nasser kalter Aufnehmer ins Gesicht. Inzwischen kann ich aber gut damit umgehen, mir nicht immer alles gefallen zu lassen, mich nicht fremdbestimmen zu lassen, Grenzen zu setzen, diplomatisch zu sein und vor allem nicht jeden gefallen müssen. Ich wurde leider genau so erzogen, was eigentlich gar nicht geht.

Lieben Gruß

Filzblume
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Filzblume für den Beitrag:
padma
Warten wir es ab, was hier in ein paar Monaten stehen steht. Datum von heute: 05. Juli 2019!

Filzblume
Beiträge: 165
Registriert: Freitag, 17.07.15, 11:03
Wohnort: Ruhrgebiet
Hat sich bedankt: 87 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal

Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Samstag, 07.04.18, 22:17

Liebes Forum,

hier mal eine Knaller-Geschichte:

Da in irgendeiner Weise mein Darm mit dem ganzen Trubel in mir zutun hat, habe ich einen Neurogastroenterologen hier in der Nähe ausfindig gemacht. Da ich nicht wusste, wie der Herr erreichbar ist - aber wusste in welchem KH er tätig ist, habe ich kurzerhand das KH angerufen. Folgender Gesprächsverlauf fand dann statt:

Er: Blabla-Krankhaus Pforte
Ich: Guten Tag! Ich habe gehört, sie haben eine Neurogastroenterologische Abteilung im Haus.
Er: Nee, wir haben ne Neurologie und eine Gastroenterologie, aber keine Neurgastroenterologie.
Ich: Dann verbinden Sie mich doch bitte mit der Gastroenterologie.

Es nahm dann eine Dame ab - Sekretärin oder Krankenpflegerin - keine Ahnung:

Sie: Station sowieso
Ich: Guten Tag! Ich habe gehört Sie haben einen Arzt im Haus, der Neurogastroenterologe ist?
Sie: Was soll das sein?
Ich: Keine Ahnung, deshalb frage ich.
Sie: Um was geht es denn?
Ich: Ich habe eine multiple Chemikaliensensitivität.......
Sie: Oh, das habe ich auch. Ich kriege immer Kopschmerzen bei...
Ich: Entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihnen ins Wort falle. Aber wenn Sie mir bis zum Ende zuhören würden, werden Sie merken, dass das bei mir etwas ganz anderes ist.
Sie: Hm...(erstmal schweigen)
Ich: Wenn ich Haarspray, Nagellack ets einatme passiert erstmal nichts. Doch nach 2 - 3 Stunden wird es mir so übel, ich werde hundemüde und bekomme Depressionen, die sich gewaschen habe.
Sie: Wir sind hier eine Gastroenterologie. Da müssen Sie in die Neurologie
Ich: Das weiß ich, dass ich mit der Gastro spreche und bin auch richtig bei Ihnen. Denn wäre das ZNS betroffen, würden die Symptome unmittelbar eintreten. Da es aber 2 - 3 Stunden dauert, geht der ganze Senf durch meine Verdauungsorgane und tobt sich da aus. Also bin ich bei Ihnen richtig.
Sie: Das habe ich ja noch nie gehört und die Ärzte hier bestimmt auch nicht
Ich: Ja dann fragen Sie die Ärzte doch einfach mal, bevor Sie das behaupten was gar nicht Ihre Aufgabe ist.
Sie: Ja, hier sitzen gerade zwei. Die telefonieren aber.
Ich: Dann warte ich solange in der Leitung, bis einer von denen aufgelegt hat.

Einige Zeit später, ich höre die Dame im Hintergrund mit einem Arzt sprechen.

Sie: Der Arzt sagt, dass kennt er nicht.
Ich: OK, ich habe jetzt nichts anderes erwartet als große Augen.
Sie: Ja, er macht wirklich große Augen.
Ich: Dann sollte er sich seine Bücher zu Hand nehmen und es nachlesen, damit er weiß dass es sowas gibt und dann berechtigter Weise große Augen bekommt.
Sie: Tut mir leid, wir können Ihnen nicht helfen.
Ich: Schönen Tag auch noch!

Ich habe aufgelegt.

Ich habe dann den angeblichen Neurogastroenterologen gegoogelt. Und Tatsache, den gibt es dort an der Klinik und ist sogar der Chef der Bude. Und bei seinen Tätigkeitsfeldern stand deutlich: Facharzt für Neurogastroenterologie, Hepatologie uvm.

Boah nee glaubse, da weiß die Bande nicht, was ihr Chef so alles auf dem Kasten hat. Das finde ich echt traurig. Eigentlich mal wieder zum wegschreien, wenn es nicht so böse wäre.

Das mal so hier rein geworfen zum Thema: "Die mit den weißen Kitteln!"

Gruß und schönes sonnige WE

Eure Filzblume
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Filzblume für den Beitrag (Insgesamt 3):
LinLinaUlulupadma
Warten wir es ab, was hier in ein paar Monaten stehen steht. Datum von heute: 05. Juli 2019!

Filzblume
Beiträge: 165
Registriert: Freitag, 17.07.15, 11:03
Wohnort: Ruhrgebiet

Serotonin und Dopamin

Beitrag von Filzblume » Montag, 16.04.18, 12:49

Liebes Forum,

es ist immer noch Tag schlag mich tot. Ich habe aufgehört zu zählen. Ich glaube ich komme jetzt auf 18 Monate. Leider habe ich nach wie vor jeden Tag mein Murmeltier. Immer zur selben Zeit und immer gleich ekelig. Es geht um ca. 10 - 11 Uhr los und hört meistens um 14 Uhr wieder auf. Ich werden super dösig im Kopf und mir wird es übel, an essen ist in den nächsten 5 Stunden gar nicht zu denken. Geht gar nicht. Dann braucht mich auch keiner ansprechen. Mir fällt es dann total schwer zu reden und zuzuhören. Geräusche quälen mich, mir wird es eisekalt. Brett vorm Kopf. Der Tag ist dann vorbei. Alles was wichtig ist, mache ich früh morgens. Ich frage mich, warum das so ist. Bin darauf gestoßen, dass Dopamin und Serotonin morgens am aktivsten sind. Aber wenn ich ehrlich bin - ich begreife das mit dem Serotonin und dem Dopamin nicht. SInd das jetzt Hormon, Neurotransmitter, Botenstoffe? Wenn an googelt findet man alles mögliche an Antworten. Und was hat es mir einem Serotininwiederaufnehmerhemmer auf sich?

Bin da absolut konfus bei geworden, es alleine zu verstehen. Da ich ja von den Medizinern keinerlei Unterstützung bekomme, außer dass sie mir meinen Aussagen ihren Horizont erweitern, wenn ich mich wieder vertrauensvoll an Euch.

Gruß

Eure Filzblume
Warten wir es ab, was hier in ein paar Monaten stehen steht. Datum von heute: 05. Juli 2019!

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 17864
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 44421 Mal
Danksagung erhalten: 23081 Mal

Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von padma » Dienstag, 17.04.18, 18:24

liebe Filzblume, :)
ich begreife das mit dem Serotonin und dem Dopamin nicht. SInd das jetzt Hormon, Neurotransmitter, Botenstoffe?
Transmitter ist das gleiche wie Botenstoffe. Neurotransmitter sind Botenstoffe, die im ZNS wirken.
Serotonin ist ein Transmitter und ein Neurotransmitter, da es sowohl im Körper als auch im ZNS als Botenstoff agiert. Dopamin ist ein Neurotransmitter.
. Und was hat es mir einem Serotininwiederaufnehmerhemmer auf sich?
Viele AD sind Serotoninwiederaufnahmehemmer. Serotonin wird normalerweise wenn es seine Aufgabe als Botenstoff erledigt hat, in seine Ausgangszelle wieder aufgenommen. Dadurch dass SSRI diese Wiederaufnahme hemmen, verbleibt mehr Serotonin in der Flüssigkeit zwischen den Nervenzellen.

Das ist jetzt sehr kurz erklärt. Mehr zu SSRI/SNRI viewtopic.php?f=54&t=12303

Ich arbeite gerade an einer "Einführung zu AD". Wenn das denn mal fertig ist :schnecke: , kannst du es da etwas genauer nachlesen.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 4):
LinLinaUluluJamieFilzblume
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.06.2019: 0,04 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18033
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 23032 Mal
Danksagung erhalten: 29550 Mal

Re: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 18.04.18, 13:38

Hallo :),

nur noch eine Ergänzung, damit das Chaos komplett ist :o : Dopamin und Serotonin sind auch Hormone :)
Ein Hormon ist ein biochemischer Botenstoff, der von speziellen Zellen (in endokrinen Drüsen oder Geweben) produziert und in den Körperkreislauf abgegeben wird. Dieser Signalstoff setzt dann an bestimmten Zellen der Erfolgsorgane spezifische Wirkungen oder Regulationsfunktionen in Gang. Der dadurch ausgelöste biologische Prozess stellt einen Spezialfall der Signaltransduktion dar
Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaFilzblume
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Filzblume
Beiträge: 165
Registriert: Freitag, 17.07.15, 11:03
Wohnort: Ruhrgebiet
Hat sich bedankt: 87 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal

Neuigkeiten!!!!!!!

Beitrag von Filzblume » Montag, 25.06.18, 1:09

Liebes Forum,

ich habe aufgehört, die Tage zu zählen. Unterm Strich kann ich sagen, dass ich im Oktober 2016 angefangen habe, FLuspirilen abzusetzen. Das ist bisher auch gelungen. Seit meinem letzten Beitrag im April ist viel passiert.

Auch wenn ich klar die Meinung vertrete, dass AD & Co. wirklich ganz langsam abgesetzt werden sollen, hier nun der Grund warum ich nicht vom Neuroleptikum loskam:

In meiner Signatur steht ja schon einiges. Leaky Gut-Syndrom - sprich der durchlässige Darm oder besser gesagt eine Darmschleimhaut, die nicht mehr das kann, was sie sollte. Und zwar schützen! So krabbeln Dinge in meinen Blutkreislauf, die da nicht hinein gehören. Daraus hat sich eine multiple Chemikalien-Sensitivität entwickelt. Insbesondere sind das Phenole, Lösemittel, Farben, Lacke. Was aber hinzu kam, sind Dinge, die uns eigentlich helfen sollten - und zwar Medikamente die über die Haut aufgenommen werden. Jüngstes Beispiel ist ein Östrogen-Gel, welches meine Wechseljahresbeschwerden beseitigten sollte. OK, die Schwitzerei war weg. Aber ich war total kolone im Kopf und mir wurde es speiübel. Ich könnte jetzt noch ohne Ende ausführen, was ich nicht mehr vertragen kann. Es wäre aber der Wahnsinn und der Oberwahnsinn ist, dass es immer schlimmer wird. Derzeit wird der Darm erneut saniert. Damit geht es mir wirklich viel viel besser. Ich sage nur Flohsamenschalen - die Dinger sind der Hit. Den Rest nenne ich hier nicht, könnte sonst Werbung sein. Bei Interesse - PN! Aber dennoch Chemikalien meiden!!

Das Neuroleptikum hat aber über Jahre die Symptome dieser Unverträglichkeit gedeckelt. Und warum? Weil von Seiten der Mediziner der Meinung war, ich habe ein heftiges psychisches Problem. Ich denke ich hätte viele Jahre schneller die Kurve kriegen können, wenn man von seiner felsenfesten Meinung und der Spekulativ-Medizin mal abgewichen wäre.

Zu den o. g Unverträglichkeiten hat sich in den WJ jetzt noch eine Progesteron-Unverträglichkeit hinzu gesellt. Das war u. a. das tägliche Murmeltier, was jeden Tag zur gleichen Zeit grüßte. Ich habe die HET abgesetzt und nach 7 Tagen war der Kopf wieder klar. Fassen wir zusammen: Östrogengel (die Chemikalien darin) und Progesteron als Tablette als HET haben mir die Birne vernebelt nebst der Unverträglichkeit der Chemikalien. Daraus wurde dann eine Psychose gemacht, damit die Enter-Taste auf dem Computer weiter ging um mir ein Rezept ausstellen zu können!!!!!!!!!

Letzte Woche lag ich dann auf dem OP-Tisch und mir wurde die Gebärmutter entfernt. Zu gefährlich wegen des Progesterons, was nicht mehr hinzu geführt werden kann. Im KH ging es mir super, bis auf eine leichte Schlagseite wegen der Formaldehyd haltigen Putzmittel. Ich war die meiste Zeit im Garten. Die OP war so gar nicht das Ding und will ich auch nicht thematisieren. Doof war aber, dass ich in ein KH gehen musste, was recht weit von meinem Wohnort entfernt war. Die Krankenhäuser rund um meinen Wohnsitz sind an einem Klinikverbund angeschlossen, bei dem man in jedem der einzelnen Häuser abrufen kann, dass ich angeblich unter Depressionen leide. Das wurde mir dann knallhart vorgehalten und behauptete, ich solle eher in eine Psychiatrie gehen, als mir die Gebärmutter herausnehmen zu lassen. Ich habe es in drei Häusern versucht - überall das Gleiche!!!!!! Ich bin jeweils aufgestanden und gegangen. Ich frage mich, wofür das neue Datenschutzgesetz da ist. Aber das Thema hatten wir schon letztes Jahr im März und ich habe nichts anderes erwartet.

Das KH was aber nun weit weg war und nichts von meiner Vergangenheit wusste, war gynäkologisch voll auf meiner Seite und alles lief reibungslos ab - bis auf dass meine Besucher ein paar KM mehr fahren mussten. Dort war auf das Chemikalien-Syndrom bekannt. Mein Zimmer wurde mit anderen Putzmitteln geputzt, ich blieb von 5 Tagen 4 Tage alleine im Zimmer. Ebenso war denen das Leaky-Gut-Syndrom bekannt. Die Narkose wurde auf alles speziell abgestimmt, es wurde Rücksicht auf HIT genommen und das ganze Programm. Und alles ohne ein Wort darüber zu verlieren, dass ich evtl. ein psychisches Problem haben könnte. Whäm! Geht doch!

Die zuletzt verschriebene Packung Olanzapin liegt unangerührt in meiner Schublade. Bisher ist alles gut - auch ohne!

Ach - da war doch was! Ich habe mir im April in Istanbul in einer Augenklinik neue Linsen einsetzen lassen. Die kannten das mit den Chemikalien und dem Leaky Gut. Keine Fragezeichen in den Augen, kein doofer Spruch. Auch dort hat man sich auf mich eingestellt. Warum geht das hier in Deutschland nicht? Es ist zum Heulen, ehrlich!

Bei meinem kH-Aufenthalt letzte Woche hat man übrigens nicht mit Schlafmittel und Valium um sich geworfen. Lediglich am OP-Tag hat man mir morgens etwas gegeben, was stark beruhigt hat und seine Wirkung nicht verfehlt hat. Und wenn ich nachts nicht schlafen konnte, bin ich im Garten spazieren gegangen. Denn das durfte man da - im Gegensatz zu einigen anderen Häusern wo es Gärten gibt, in die man selbst tagsüber nicht hinein darf.

Sorry, wenn ich jetzt wieder sarkastisch geschrieben habe. Aber ganz ehrlich - das schützt mich davor nicht wirklich auszurasten. Ich bleibe auf jeden Fall dran an meiner Darmgeschichte und werde weiterhin alles genauestens unter die Lupe nehmen. Meine neue Gynäkologin hat gestaunt, was ich alles gefragt habe und wie tief meine Fragen gingen. Als ich sie darüber aufklärte, was mir passiert war sagte sie nur "das kann einen auch kirre machen, weil man in einen Teufelskreis kommt und dann tatsächlich psychische Probleme bekommen kann". Da war ich auch ganz bei ihr, weil da echt der Hund in der Pfanne verrückt wird. Dauerhaftes körperliches Leiden drück ganz ordentlich auf die Psyche! Jawoll!

Gruß
Eure Filzblume
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Filzblume für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamiepadmaMurmeline
Warten wir es ab, was hier in ein paar Monaten stehen steht. Datum von heute: 05. Juli 2019!

Filzblume
Beiträge: 165
Registriert: Freitag, 17.07.15, 11:03
Wohnort: Ruhrgebiet
Hat sich bedankt: 87 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal

Re: Filzblume: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Mittwoch, 29.08.18, 21:46

Liebes Forum,

so wie es aussieht, wird das heute mein vorletzter Eintrag in meinem Tagebuch sein. Es haben sich ganz neue Dinge aufgetan – bzw. eher nicht neu, sondern eigentlich etwas, was von vorn herein klar und deutlich war. Nur haben leider die Ärzte nicht reagiert. Da es zu jedem Eigentlich auch ein Aber gibt, hier nun die Aufklärung über das, was mir passiert ist:

2014 fing es an mit meinem Duselkopf. Ich bin damit zum Arzt. Es wurde eine große Untersuchung gemacht und der Candida Glabrata im Darm festgestellt. Man nahm das ernst und verschrieb mir Nystatin. Dieses Medikament war aber beim Candida Glabrata vollkommen ungeeignet. Viel Geld und Chemie für Nöppes.

Ich bin an der Pilz-Geschichte jedoch dran geblieben. Ich habe mir immer wieder angehört: Das macht nichts, das haben wir alle, Sie müssen in die Psychiatrie.

Was daraus geworden ist, wissen wir alle. Es gab Psycho-Medis ohne Ende. Ich bekam alles, was ich haben wollte.

Nun machen wir einen großen Sprung in das Jahr 2018. Im Frühjahr ging es mir viel viel besser. Nicht perfekt, aber besser. Im Juli hatte ich plötzlich wegen einer doofen Sache richtig Stress. Und schon sackte ich wieder ab. Aber inzwischen war ich das Olanzapin los und habe es auch nicht mehr angerührt.

Zwischenzeitlich war mir aufgefallen, dass es mir immer besser ging wenn ich:
- Um Urlaub war
- Im Freibad war
- Auf der Arbeit war

Ständig stellte sich die Frage, was da anders ist und warum es mir an den Tagen besser ging. Die Lösung war ganz einfach. Im Urlaub, im Freibad und an der Arbeit habe ich immer vernünftig gefrühstückt. Schön lecker mit einem ordentlichen Weizenbrötchen und Croissant. Zuhause habe ich mich mit weniger zufrieden gegeben – viel weniger!

Vor zwei Wochen bin ich dann an die Nordsee. Während der Anreise habe ich an meinem Butterbrot herum „gemümmelt“ und dabei einen halben Liter Cola getrunken. Am Ziel angekommen, ging es mir super mies. Ich bin aber dennoch zum Strand und habe mir aus reiner Vernunft eine Portion Pommes mit Mayo gekauft und auch komplett gegessen. Nach rund einer Stunde hörte der faule Zauber auf und der restliche Tag war herrlich.

Jeder wird jetzt denken „sie hat einen Diabetes“. Ja, genau das habe ich auch gedacht. Weil Cola ja kurzkettige Zucker hat und Pommes Kohlenhydrate, die zu langkettigem Zucker aufgespalten werden. Ich habe mir ein Blutzuckermessgerät in der Apotheke besorgt und Messungen gemacht, die aber zu nichts führten. Alles OK.

Ich habe weiter herum getestet. Das Weizenbrötchen am Morgen verhalf mir zu einem fast beschwerdefreien Tag.

Ich hatte einen Verdacht. Als ich wieder zuhause war, habe ich mich ins Internet geschwungen und gegoogelt, was das Zeug hält. Im April habe ich ein Mikrobiom von meinem Stuhl machen lassen. Der Glabrata war noch da.

Das Ergebnis: Der Glabrata erzeugt während er abstirbt Toxine. Und zwar jede Menge. Diese Toxine haben mir aufs Hirn gehauen – und nicht nur aufs Hirn. Der Glabrata hat auch diffuse Allergien veranstaltet. Siehe die HIT und die Schimmelpilzallergie. Also wieder dösig im Kopf mit bösen Kopfschmerzen. In der Nacht fängt der Glabrata an abzusterben und der Körper entgiftet. Ergo – deshalb bin ich morgens immer total erledigt aus dem Bett. Dieser Prozess ging dann so lange weiter, bis er wieder was zu futtern bekommen hat. Mit einem Weizenbrötchen oder der Ladung Pommes war dann nach 1 Stunde Ruhe bzw. er hat sich gar nicht angeschickt weiter abzusterben. Denn er bekam Futter vom Feinsten.

Mir hat sich aber immer die Frage gestellt, was die Cola für eine Rolle spielt. Ich hatte die Information, das Candida-Pilze wild auf Zucker sind. Und wenn es so ist, dann hätte bei meiner Anreise an die Nordsee nichts passieren dürfen. 500 ml Cola sind 54 Gramm Zucker. Ne ganze Menge. Der Glabrata ist aber wählerisch und findet kurzkettige Zucker (also einfacher Haushaltszucker) gar nicht toll und verstoffwechselt ihn nicht. Der will die langkettigen Zucker aus den Kohlenhydraten haben. Ebenso findet der Glukose, Fruktose und Oligosaccharose einfach nur lecker – im Gegensatz zu anderen Candida-Arten.

Nun schließt sich der Kreis und ich habe Spaß ohne Ende. Ich werde wieder gesund. Dafür muss ich wohl eine knüppelharte Diät machen, die ausgeklügelt ist.

Ich finde es allerhand, dass sich damit insgesamt neben unzählige Anfragen 4 Hausärzte, 6 Neurologen, 3 Heilpraktiker, ein HNO, ein Dermatologe (das ist jetzt gerade die Menge, die mir spontan dazu einfällt) beschäftigt haben. Immer kam von mir der Hinweis auf den Darmpilz. Aber niemand reagierte.

Die Heilpraktiker sind wohl drauf eingegangen. Wussten aber nicht, dass der Glabrata nur von Fruktose, Glukose und Oligosaccharose lebt und zudem seinen Ursprung im Dünndarm hat. Meine HIT wurde gar nicht beachtet. Es wurde auf Säure/Basen herum geritten. Man rief mir alkfreies Bier zu trinken, vergaß hierbei aber die HIT und die Hefe nebst Kohlenhydrate. Man riet mir Zitronenwasser zu trinken. Vergaß hier aber auch die HIT und die Fruktose. Mal wollte mich auf Vegan umpolen. Hallo Fruktose, Glukose und Oligosaccharose!!!!! Fleisch und Eiweiße sind das Nonplusultra, diesen Pilz auszurotten. Und obgleich der Pilz im Dünndarm seinen Hauptwohnsitz hat, wollte man mir mit einer Hydro-Colon-Therapie den Dickdarm säubern. Kostenpunkt alleine dafür 900 Euro. Ich habe es aber gelassen, weil ich skeptisch war.

Und man hat auf meinen Cola-Konsum herum geritten, was wirklich im Nachhinein köstlich war. Denn – die Cola hat mir wirklich den Hals gerettet. Warum? Durch den Pilz bin ich ein wenig fremd gesteuert geworden. Ich hatte Appetit auf Dinge, die ich so von mir nicht kannte. So auch den Schmacht auf Süßes. Diesen Schmacht habe ich dann mit Cola bedient. Ich habe mich immer gefragt, warum ich so gierig hinter dem Zeug bin. Da ich aber den Pilz mit der Cola nicht gefüttert habe, konnte er auch nicht wachsen. Genascht habe ich aus Vernunft nicht, denn ich war der Meinung mit 2 – 3 Liter Cola am Tag genug Süßes in mich hinein gestopft zu haben. Da der Pilz jedoch auch den Blutzuckerspiegel senkt, weil er sich den Zucker aus dem Blut holt, war ich geschützt. Der Pilz wurde aber nicht größer, weil er nicht wirklich die richtige Nahrung bekam. OK, mein Bauch wurde ordentlich rund, was mir aber jetzt total egal ist. Hätte ich die Cola abgesetzt, hätte ich auf Naschkram umgesattelt und damit den Pilz gefüttert. Denn da sind ja die leckeren langkettigen Zucker drin.

Die Chemikalienunverträglichkeit ist übrigens eine Allergie. Besser gesagt eine Duftstoffallergie. Diese wurde auch von dem Candida veranstaltet ebenso wie der Rest.

Am Dienstag habe ich einen Termin bei dem Neurologen, der meint ich habe eine Psychose. Ich werde ihn eines Besseren belehren und ihm einen Vortrag halten, der sich gewaschen hat. Ebenso meinem Hausarzt, der nicht auf die Sache angesprungen ist, aber mir geglaubt hat, dass ich keinen an der Waffel habe. Ich werde dem Hausarzt, der mich derzeit auf Burnout krank schreibt nix sagen. Wer weiß, wofür ich nochmal eine F-Diagnose gebrauchen könnte. Und er glaubt es mir einfach, dass ich Gaga bin. Eine Heilpraktikerin wird eine grottenschlechte Bewertung erhalten. Die andere Heilpraktikerin werde ich besuchen und um Unterstützung bitten. Denn ich weiß genau, dass sie mir glauben wird und erstaunt aber auch glücklich über diese wertvolle Information sein wird.

Ich verdrücke mich jetzt in meine Anti-Candida-Glabrata-Diät. Ich setzte mal so ca. 4 Monate an. Ich werde mich definitiv danach melden. Mir wird es in den nächsten vier Wochen extrem schlecht gehen, soviel ist sicher. Doch hier wird Durchhaltevermögen belohnt.

Warum Fluspirilen half: Es hat praktisch wie ein Schmerzmittel gearbeitet. Neuroleptika wurde ja früher auch bei chronischen Schmerzen gegeben. Auch mir nahm es die Schmerzen – auch den Duselkopf nahm es mir. Ich könnte es mir ja leicht machen und mir das Zeug jetzt spritzen lassen. Dann wäre die Pilz-Diät sicherlich leichter zu ertragen. Aber ich bin ja nicht blöd! Bin froh, von dem Zeug weg zu sein. So kann ich wenigstens den Fortschritt merken und weiterhin motiviert bleiben – denn das werde ich brauchen. Aber eins ist klar – ich habe keine Problem mit der Psyche. Und das ist etwas, was mich richtig freut. Und ich bin froh, dass ich so ein zähes Luder bin und nicht aufgegeben habe. Jawoll!

Liebes Forum. Ich danke Euch für Eure Geduld meine Mördertexte immer wieder zu lesen. Doch ich weiß, dass einige meine Geschichte gebannt verfolgen.

See u in 4 month!

Eure Filzblume
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Filzblume für den Beitrag (Insgesamt 4):
MurmelineTowandareddiepadma
Warten wir es ab, was hier in ein paar Monaten stehen steht. Datum von heute: 05. Juli 2019!

Filzblume
Beiträge: 165
Registriert: Freitag, 17.07.15, 11:03
Wohnort: Ruhrgebiet
Hat sich bedankt: 87 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal

Re: Filzblume: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Donnerstag, 30.08.18, 9:25

Ich habe noch etwas Wichtiges vergessen. Der Candida-Pilz reagiert auch auf Stress. Ich hatte ja geschrieben, dass ich Stress hatte und es mir dann mies ging. Das hat sich kürzlich wiederholt. Da ging es mir auch mies. Wie das auch immer zusammen hängt. Durch den Stress wächst der Candida und dann sterben wieder große Mengen hinterher ab. Also nicht von den Ärzten bekloppt machen lassen. Das ist normal und hat nichts mit der Psyche im eigentlichen Sinne zutun. Es gibt ja auch das Candida-Forum. Wenn man da mal ein wenig blättert, wird man sehen, wieviele von den Betroffenen mit AD und Co. zugeschmissen worden sind. Es ist eine Schande!

Gruß Eure Filzblume
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Filzblume für den Beitrag:
padma
Warten wir es ab, was hier in ein paar Monaten stehen steht. Datum von heute: 05. Juli 2019!

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 17864
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 44421 Mal
Danksagung erhalten: 23081 Mal

Re: Filzblume: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von padma » Donnerstag, 30.08.18, 18:59

liebe Filzblume, :)

wie gut, dass du dran geblieben bist, die Ursache herauszufinden. Danke fürs Berichten.

Ich wünsche dir sehr, dass deine Odyssee jetzt ein Ende findet.

Alles Gute für die Diätzeit.
Ich bin auf deinen Bericht in vier Monaten gespannt.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
FilzblumeUlulu
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.06.2019: 0,04 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Filzblume
Beiträge: 165
Registriert: Freitag, 17.07.15, 11:03
Wohnort: Ruhrgebiet
Hat sich bedankt: 87 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal

Re: Filzblume: Mein Tagebuch nach einem unfreiwilligen Kaltentzugs eines NL (Fluspirilen)

Beitrag von Filzblume » Freitag, 07.09.18, 15:01

Liebes Forum,

naja, vielleicht jetzt der vorletzte Eintrag ins Tagebuch:

Wie schon geschildert habe ich diesen großen Candida-Befall. Ich habe 10 Tag die Anti-Candida-Diät durchgehalten. Dann habe ich abgebrochen, mir ging es grottenschlecht. In meiner Verzweifelung habe ich mich mit einem Professor der Mikrobiologie in Kontakt gesetzt. Besser gesagt, er war der Einzige, der auf meine Anfragen geantwortet hat. Er brachte mich dann auch auf Spur und erklärte mir, dass der Candida nicht ursächlich ist. Candida und Bakterien haben wir mehr auf und in uns als Körperzellen.

Weitere Recherchen ergaben dann, dass die Hinterlassenschaften u. a. Acetaldehyd ist. Ein Geschwisterchen vom Formaldehyd. Leser meines Tagebuchs wissen, dass ich einen verseuchten Schrank in meiner Wohnung hatte, der das Formaldehyd in meine Wohnung und in mich brachte. Ebenso wissen fleißige Leser, dass ich richtig heftig auf Duftstoffe reagiere. Ebenso wissen die Leser, dass ich auf Schimmelpilze reagiere und mit einer HIT zu kämpfen habe.

Heute die Erlösung:

Der Candida bleibt wo er ist. Entstanden ist er wahrscheinlich durch Amalgam. In den Jahren 1989 bis ca. 2002 hat man mir 30 Amalgam-Füllungen ungeschützt heraus geholt (ja ich weiß, ich habe schlechte Zähne - schon immer gehabt - sieht man aber nichts mehr von!). Amalgam sorgt im Laufe der Zeit dafür, dass Formaldehyd und seine Geschwister nebst anderer Stoffe nicht mehr vernünftig abgebaut werden kann. So greift das ganze mir ins Hirn und hat ich die letzten Jahre vollkommen madig gemacht.

Die Symptome habe ich bereits 2009 gemerkt. Jedoch schob man das auf meine Psyche und knallte mich mit NL zu. Und nicht nur das. Das war vollkommen falsch. Und auch auf meine immer wieder getätigten Äußerungen, dass das mit meiner eigentlichen psychischen Erkrankung aus dem Jahr 1999 nichts zutun habe, glaubte man mir kein Wort.

Dank einer MItarbeiterin meiner Krankenkasse und dem Professor der Mikrobiologie, wurde der Stein unterm Strich ins Rollen gebracht. Ich warte jetzt auf eine Vermittlung eines Facharztes, der die Schwermetallausleitung vornehmen wird.

Da die ganze Sache eben auch das Gehirn und ZNS betrifft, hat das NL gegriffen und mich quasi betäubt. Wie auch immer, keine Ahnung. Ist auch egal. Es geht jetzt hoffentlich in die letzte Runde, denn ich bin mit meinen Kräften wirklich am Ende.

Die komische Allergien, die ich vorher nie hatte, sind auch eine Folge davon.

Liebe Mitstreiter der NL-Absetz-Fraktion! Sollte bei Euch keine Störung im Bereich der Psyche vorliegen bzw. irgendwas nicht nachvollziehbares diagnostiziert worden sein. Überlegt mal welcher Zahnarzt Euch wieviele Plomben ungeschützt heraus gebohrt hat.

Gruß Eure Filzblume
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Filzblume für den Beitrag (Insgesamt 2):
reddiepadma
Warten wir es ab, was hier in ein paar Monaten stehen steht. Datum von heute: 05. Juli 2019!

Antworten