Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->
Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
Koralle
Beiträge: 67
Registriert: Mittwoch, 28.02.18, 0:33
Hat sich bedankt: 37 Mal
Danksagung erhalten: 70 Mal

Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Montag, 12.03.18, 12:04

Liebe Forumsmitglieder,

ich habe hier schon viel gelesen und dadurch Entlastung erfahren. Nun habe ich eine konkrete Frage zum Wiedereindosieren von Quetiapin nach schwerer Absetzkrise.

Hier meine Geschichte:
Ich arbeite selbst im medizinischen Bereich und war bis zu einer psychischen Krise vor einem Jahr psychisch relativ stabil. Die Krise war ausgelöst durch ein anhaltendes Schlafdefizit seit Geburt meines Sohnes eineinhalb Jahre zuvor sowie durch einen unstrukturierten Alltag und hohe Ansprüche an mich selbst.

Ich wurde mittelgradig depressiv und entwickelte somatische Ängste und Sorgen. Über einen Kollegen bekam ich Sertralin 100mg verschrieben. Im Nachhinein ist klar, dass dadurch alles nur schlimmer wurde, ich litt nach einer kurzen Phase der Euphorie an ständiger Übererregtheit, Panikgefühlen, morgendlichem Schwitzen, Flushs, Missempfindungen, Verwirrtheit und starkem Gewichtsverlust (schrecklich!). Da ich davon ausging, dass dies weitere Symptome waren, verschrieb mir mein Kollege zusätzlich Quetiapin prolong. Am Ende nahm ich 200mg und kam immer noch nicht durchgehend zur Ruhe.

Endlich kam die Erkenntnis, dass viele der Symptome durch die Medikamente verursacht wurden und die Medikation in keinem Verhältnis mehr zur Grunderkrankung stand. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich Sertralin 6Monate und Quetiapin 3Monate eingenommen. Ich begann Sertralin abzusetzen und fühlte mich schnell besser. Als dann aber starker Schwindel, Depersonalisationserleben und Müdigkeit durchkamen und ich davon ausging, dass dies vom Quetiapin kam, setzte ich Quetiapin zusätzlich relativ rasch ab (innerhalb von 14 Tagen, Sertralin war zu diesem Zeitpunkt auf halber Dosis) und fühlte mich sehr gut. Das Sertralin schlich ich weiterhin über insgesamt 3Monate aus.

Ende des Jahres hatte ich also beide Medikamente abgesetzt. Ich litt in den ersten Wochen häufiger unter Schwindel, erhöhter Herzrate, Merkfähigkeitsstörungen, habe mich dadurch aber nicht beunruhigen lassen. Sicherlich habe ich mich zu wenig geschont. Nach einigen Wochen kamen nachmittags noch trockene Augen, stark erhöhter Puls, Schreckhaftigkeit und Muskelzuckungen in den Beinen hinzu (kannte ich vom Quetiapin), bis dann vor drei Wochen der Zusammenbruch kam. Ich wachte morgens wieder hochrot und schwitzend auf, hatte durchgehend Panikgefühle, eine heiße Wirbelsäule, starke Schreckhaftigkeit, stromartige Missempfindungen, stark erhöhter Puls....ich konnte sieben Nächte fast überhaupt nicht schlafen. Die üblichen Beruhigungshilfen (Opipramol, Promethazin) wirken alle paradox.

Vor einer Woche habe ich dann begonnen, wieder Quetiapin zu nehmen, das hat den Zustand deutlich beruhigt. Inzwischen nehme ich 100mg Quetiapin unretardiert zur Nacht und wache morgens immer noch schwitzend und gerötet auf, ich kann die Unruhe tagsüber aber ertragen. Allerdings fühle ich mich sehr matt, müde und kann mich schlecht orientieren.

Nun überlege ich, wieder das Quetiapin prolong statt der unretardierten Version zu nehmen, da das auch das Mittel ist, das ich vor drei Monaten abgesetzt hatte. Meine Bedenken sind allerdings, dass ich es später wegen der Dosierung der Tabletten schlechter wieder ausschleichen kann. Außerdem habe ich Sorge, dass es mich tagsüber noch matschiger macht.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mich beraten? Wirken die beiden Varianten von Quetiapin bei euch unterschiedlich? Und würdet ihr empfehlen, auch zusätzlich Sertralin wieder einzudosieren? Davon möchte ich eigentlich absehen, da es bei mir damals so krasse Nebenwirkungen gemacht hat.

Ich danke euch vielmals!

Charlotte
Zuletzt geändert von Jamie am Dienstag, 22.01.19, 12:53, insgesamt 4-mal geändert.
Grund: usernamen abgeändert in titel
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Koralle für den Beitrag (Insgesamt 3):
LenaLenaBerniekiDomurat
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

Clarissa
Beiträge: 2696
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37
Hat sich bedankt: 2581 Mal
Danksagung erhalten: 5497 Mal

Re: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von Clarissa » Montag, 12.03.18, 13:34

Willkommen im Forum, Charlotte.

Du hast ja schon sehr gut erkannt, daß die Medikamente immer mehr Teile Deines Problems wurden, nicht die Lösung.

Nun scheinst Du leider ein mega gereiztes ZNS bekommen zu haben, was Dir Medikamentenveränderungen zusätzlich übel nimmt.

Zum genauen Vorgehen beim Wiedereindosieren kann ich Dir nichts sagen, nur soviel: auf längere Sicht wirst Du von den PP weg müssen, eine Heilung wird Dir damit nicht möglich sein.

Ich verstehe gut den Druck, unter dem Du stehst. Doppelbelastung durch Familie und v.a. einen medizinischen Beruf mit hohen Anforderungen an Dich. Du hast mein tiefes Mitgefühl.

Zur genauen Vorgehensweise in Deinem Fall wirst Du noch Hinweise bekommen.

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Clarissa für den Beitrag (Insgesamt 4):
MurmelinepadmaJamieSmilla
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen fast 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Koralle
Beiträge: 67
Registriert: Mittwoch, 28.02.18, 0:33

Re: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von Koralle » Montag, 12.03.18, 14:23

Liebe Clarissa,
vielen lieben Dank für deine Teilnahme! Mir ist wirklich bewusst, dass die Medikamente viele Probleme verursacht haben und ich bin auch von Anfang an zusätzlich andere therapeutische Wege gegangen, die allerdings gegen die Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen nur teilweise geholfen haben bzw. helfen (Therapie/Sport/Meditation/Alltagsveränderungen). Ich würde nichts lieber tun, als gar keine Medikamente mehr nehmen! Allerdings kann ich die Zeit nicht zurückdrehen und die Absetzkrise war/ist nun so stark, dass denke ich kein Weg an einem vorübergehenden Wiedereindosieren vorbeiführt...
Ich freue mich über Tipps hierzu.
Charlotte
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 17856
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 44404 Mal
Danksagung erhalten: 23078 Mal

Re: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von padma » Montag, 12.03.18, 17:10

hallo Charlotte, :)

auch von mir willkommen.

Wie du inzwischen selbst erkannt hast, hattest du heftige NW von Sertralin. Der Versuch NW durch ein weiteres Psychopharmakon zu deckeln, anstatt das Medikament, das man nicht verträgt, abzusetzen, ist leider ein übliches Vorgehen der Ärzte. :frust:

Nach dem Absetzen der beiden Medikamente hattest du typisches Absetzsymptome.
Dass du Quetiapin wieder eindosiert hast, war richtig.

100 mg unretardiert ist allerdings eine wirklich heftige Dosis. Möglicherweise hätte etwas weniger ausgereicht, da du ja bereits seit Ende letzten Jahres auf 0 bist. Bist du gleich mit 100 mg wieder eingestiegen?

Eine Möglichkeit wäre, mit der Dosis niedriger zu gehen, vielleicht auf 75 mg.
Du könntest die Dosis auf mehrere Einnahmen verteilen, das kann allerdings die Tagesmüdigkeit verstärken. Bei der prolong Variante natürlich auch.
Und würdet ihr empfehlen, auch zusätzlich Sertralin wieder einzudosieren? Davon möchte ich eigentlich absehen, da es bei mir damals so krasse Nebenwirkungen gemacht hat.
Da bin ich in deinem Fall auch sehr skeptisch. Quetiapin scheint dich ja weitgehend zu stabilisieren, bis auf die Unruhe. Die Matschigkeit wird v.a. eine NW von Quetiapin sein.
Hast du noch weitere Symptome?

Du könntest es zwar mit einer Minimaldosis Sertralin (z.B. 1 mg ) versuchen, aber ob das gegen die Unruhe hilft ist sehr fraglich.

Ich würde zunächst versuchen, ob es mit einer Reduktion von Quetiapin besser wird.

Hier noch unsere Grundlageninfos: viewtopic.php?f=18&t=12880
Könntest du bitte noch eine Signatur erstellen (Anleitung ist bei dem link dabei)?

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 3):
MurmelinegioiaJamie
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.06.2019: 0,04 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Koralle
Beiträge: 67
Registriert: Mittwoch, 28.02.18, 0:33
Hat sich bedankt: 37 Mal
Danksagung erhalten: 70 Mal

Re: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von Koralle » Montag, 12.03.18, 17:57

Liebe/r Padma! Vielen lieben Dank für deine Antwort. Ja, das mit den Psychopharmaka ist wirklich ein Riesenskandal...ich hatte damals sogar mehrmals gefragt, ob die Symptome nicht auch Nebenwirkungen von Sertralin sein können. Sicher war es aber auch ein Fehler von mir, mich von einem Kollegen beraten zu lassen. Obwohl ich selbst beruflich aus dem Bereich komme, war ich total naiv und bin monatelang davon ausgegangen, eine GAS zu haben...
Danke auch für deine Hinweise! Also ich habe zunächst 25, dann 50, dann 75, dann 100mg genommen, 100mg nun seit zwei Nächten. Ich kann nicht wirklich sagen, ob 100mg besser als 75mg waren. Sicherlich ist die Müdigkeit und Benebelung eher schlimmer. Meine Ärztin und ich dachten, die halbe Dosis der ursprünglichen Dosis wäre gut. Welche Vorteile würden bei 75mg liegen? Ich bin mir total unsicher, konnte den Zustand aber einfach nicht mehr ertragen und wollte mit 100mg wahrscheinlich auf Nummer sicher gehen. Tagsüber kann ich gar kein Quetiapin nehmen, zumindest keine kleinen Dosen (selbst bei 12,5mg fühle ich mich müde und depressiv, zusätzlich Unruhe). Am Schlimmsten sind meine Symptome am Morgen (Schwitzen, Unruhe, Angst, Desorientiertheit..). Ich dachte evtl. ist mit Prolong die Ausschüttung gleichmäßiger und dass das eher stabilisieren würde. Gibt es da Erfahrungen? Gibt es Erfahrungen mit der Einnahmezeit? Früher habe ich Prolong um 18h genommen. Das unretardierte Quetiapin nehme ich um 22Uhr. Vielleicht lieber früher? Ich wache zwar trotzdem um 6Uhr auf, aber in einem schlechten Zustand. Ich dusche dann 2min kalt, sonst ginge es gar nicht.

Zu deiner Frage weiterer Symptome: Ich habe auch Kopfschmerzen und Spannungsgefühle sowie Muskelzuckungen, aber diese Symptome hatte ich in anderer Form ja auch vor Wiedereinnahme. Achso: Ich nehme seit 1,5 Wochen auch noch Bisoprolol 2.5mg zur Nacht wegen dem heftigen Herzrasen, das mir schon Brustschmerzen verursacht hatte.

1000Dank für eure Hilfe! Man glaubt ja sonst wirklich man würde verrückt!

Charlotte
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Koralle für den Beitrag:
gioia
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 18033
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 23029 Mal
Danksagung erhalten: 29550 Mal

Re: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von Jamie » Montag, 12.03.18, 19:06

Hallo Charlotte, :)
Welche Vorteile würden bei 75mg liegen?
wir bevorzugen eher niedrige Dosen, weil ein gereiztes ZNS oft überhaupt nicht mit höheren Dosierungen klar kommt und natürlich auch Nebenwirkungen bei höheren Dosierungen mehr sind.
Ob eine niedrige Dosis besser für dich wäre, also zB nur 75mg Quetiapin anstatt 100mg, kann nicht versprochen werden; es müsste ausprobiert werden.

Überhaupt wirst du ein wenig Detektiv spielen müssen bezüglich Dosis, Einnahmezeitpunkt und Darreichungsform.
Es könnte sein, dass das Prolong für dich bekömmlicher ist; das müsste man testen.
Ich gebe aber zu bedenken, dass du dich dann tagsüber evtl. sediert fühlen könntest.
Was wäre denn damit auf 75mg Prolong um 18h zurückzuwechseln?

Sich morgens sehr schlecht zu fühlen muss nicht zwangsläufig etwas mit der Einnahme von 100mg um 22h zu tun haben. Viele Betroffene im Entzug leiden morgens am meisten, da circadian bedingt die Cortisolsekretion in den frühen Morgenstunden am stärksten ist.
Cortisol fungiert als Stress- / bzw. Wachmacher-Hormon, aufgrund des gereizten ZNS wird die Cortisolausschüttung von vielen im Entzug aber als sehr unangenehm empfunden; begleitet von Symptomen wie Unruhe, Angst, Panik, Nervosität, Depression, Zittrigkeit, Elendsgefühlen etc.
Vermutlich ist eine Mischung bei dir aus Cortsiolpeak und Nachwirkungen des Quetiapins.
Versuche mal morgens wenn du wach wirst etwas Süßes zu essen, zB ein Stückchen Banane oder süßer Keks oder sonstwas Zuckriges; Insulin fungiert als natürlicher Gegenspieler zum Cortisol und kann die unangenehmen Effekte etwas abmildern.
Käme auf einen Versuch an.

Willkommen im Forum :)
Jamie (weibl.) (padma :) ist auch weibl.)
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag:
padma
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Koralle
Beiträge: 67
Registriert: Mittwoch, 28.02.18, 0:33
Hat sich bedankt: 37 Mal
Danksagung erhalten: 70 Mal

Re: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von Koralle » Mittwoch, 14.03.18, 21:46

Liebe Padma,

vielen lieben Dank nochmal für deine Hinweise! Mit 75mg um 21Uhr abends fahre ich tatsächlich deutlich besser, ich habe gestern das erste Mal seit dem Zusammenbruch wieder gearbeitet und es hat gut geklappt, juhuu!! Nachmittags werde ich etwas zittrig und der Herzschlag wird stärker, das kann ich aber ertragen. Ansonsten habe ich inzwischen ein gutes Repertoire an Techniken, um mich zu beruhigen;-) Auf Quetiapin prolong versuche ich nun doch zu verzichten, das gibt es nur in 50er, 100er etc. Dosierungen und es ist schwierig, das später wieder auszuschleichen. Solange es so geht, ist es gut.
Ich habe aber noch zwei Fragen an euch: Würdet ihr empfehlen, nur soweit wieder einzudosieren wie unbedingt notwendig, das heißt selbst wenn noch deutliche Absetzsymptome vorhanden sind, man diese aber ertragen kann? Oder die Dosis soweit steigern, bis wirklich wieder Ruhe eingekehrt ist?
Und wie lange würdet ihr dann warten, bis ihr wieder ausschleicht (nächstes Mal natürlich in Minischritten..)?

Was ich noch an mir beobachte ist, dass ich innerlich ganz schön kämpfe mit dieser Medikamentengeschichte und mich über diejenigen ärgere, die mir was Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen angeht wenig Glauben schenkten (Ärzte eingeschlossen). Wie geht ihr mit solchen Gefühlen um?

Liebe Grüße und danke für die freundliche Aufnahme;-)

Charlotte
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Koralle für den Beitrag:
padma
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 17856
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von padma » Donnerstag, 15.03.18, 18:06

liebe Charlotte, :)

schön, dass es dir mit den 75 mg besser geht. :)
Würdet ihr empfehlen, nur soweit wieder einzudosieren wie unbedingt notwendig, das heißt selbst wenn noch deutliche Absetzsymptome vorhanden sind, man diese aber ertragen kann? Oder die Dosis soweit steigern, bis wirklich wieder Ruhe eingekehrt ist?
Die Symptome sollten im Rahmen des gut Erträglichen sein. Bei deutlichen Absetzsymptomen ist die Dosis zu niedrig oder auch zu hoch, oder es liegt an zu schnellen Dosisveränderungen. Es kann auch dauern, bis die Absetzsymptome sich deutlich bessern. Du hast ja ziemlich schnell hochdosiert, daher würde ich jetzt nicht höher gehen, sondern zunächst abwarten.

Bei dir kommt ja auch noch der Entzug von Sertralin hinzu.
Und wie lange würdet ihr dann warten, bis ihr wieder ausschleicht (nächstes Mal natürlich in Minischritten..)?
Dafür solltest du möglichst stabil sein, die Absetzsymptome sollten möglichst zu 95 % verschwunden sein. Da du gleich zwei Kaltentzüge hinter dir hast, würde ich mindestens 2 - 3 Monate abwarten, bevor du wieder ausschleichst.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.06.2019: 0,04 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Koralle
Beiträge: 67
Registriert: Mittwoch, 28.02.18, 0:33

Re: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von Koralle » Donnerstag, 12.04.18, 10:45

Liebe Mitglieder des Forums, vor allem padma, ich brauche noch einmal euren Rat!

Ich nehme nun seit 3,5Wochen wieder Quetiapin und zwar in der Dosierung 50mg retardiert (prolong) um 18Uhr und 25mg unretardiert um 21Uhr. Dies hat zu einer deutlichen Beruhigung geführt, ich kann meinen Alltag wieder einigermaßen bewältigen. Es gibt weiterhin Morgende, an denen die Herzrate erhöht ist, ich schwitze und ein rotes Gesicht habe, diese sind aber weniger geworden und es ist insgesamt erträglicher. Die Ängstlichkeit und Schreckhaftigkeit ist weiterhin leicht vorhanden, ich kann mit Beruhigung aber gut dagegen steuern. Allerdings ist es so, dass ich mich seit Einnahme des Quetiapins tagsüber sediert fühle, manchmal fast depressiv bin und mich äußerst schlecht konzentrieren kann und auch grübele. Zusätzlich habe ich nun tlw. den ganzen Tag ein rotes Gesicht und die Missempfindungen in Rücken und Füßen treten auch vermehrt tagsüber auf. Insgesamt fühle ich mich also schlechter als vor dem oben beschriebenen Zusammenbruch, aber natürlich viel besser als während des Zusammenbruchs. Mein Zustand erinnert mich ein bisschen an die Zeit im letzten Jahr während des Absetzens, in der das Sertralin schon reduziert war, aber die Quetiapindosis noch hoch und dessen Wirkung voll durchschlug. Damals habe ich mich auch unruhig und ängstlich gefühlt, hatte Herzklopfen, das gehört also auch zu den möglichen Nebenwirkungen des Quetiapins.

Kurzum: Ich überlege nun, ob ich die Dosierung noch optimieren kann, ohne zu riskieren, dass das Nervensystem wieder komplett überschießt. Mehr nehmen möchte ich auf keinen Fall, ich überlege aber, ob ich entweder wieder auf unretardiertes Quetiapin umstellen sollte oder die zusätzlichen 25mg in der Nacht reduziere. Es belastet mich auch, dass ich nun eigentlich 10Std. schlafen müsste, um mich einigermaßen gut zu fühlen. Dadurch habe ich wenig Zeit, um nach Arbeit und Elterndasein abends noch angenehmen Dingen nachzugehen und außerdem klappt es oft nicht, weil ich z.B. früh aufwache, und dann fühle ich mich tagsüber noch schlechter.
Was meint ihr dazu?

Und worauf darf ich hoffen? Es gibt Tage, an denen ich einfach verzweifeln könnte. Es geht mir viel schlechter als damals während der psychischen Krise... Das Absetzen von Quetiapin ist nun vier Monate her, Sertralin drei Monate.

Lieben Dank für eure Unterstützung!

Charlotte
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 17856
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von padma » Samstag, 14.04.18, 18:44

liebe Charlotte, :)

das Schwierige ist, dass du sowohl Absetzsymptome als auch NW hast. Ganz optimal wird man es wahrscheinlich nicht hinbekommen.

Die Sedierung tagsüber kommt ja vermutlich von dem prolong. Ging es dir denn mit den 75 mg unretardiert besser? Dann würde ich darauf zurückgehen.

Könntest du deine Signatur bitte noch aktualisieren?

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.06.2019: 0,04 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Koralle
Beiträge: 67
Registriert: Mittwoch, 28.02.18, 0:33

Re: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von Koralle » Sonntag, 15.04.18, 9:56

Liebe padma,

danke für deine Antwort, es ist wirklich toll, dass du dir die Zeit nimmst, uns alle zu beraten! :-)

Also 75mg unretardiert hatte ich nur 3 Tage genommen und auch nur in der Nacht, tagsüber hat es mich zu sehr umgehauen. Dafür war ich tagsüber aber fitter und meine Stimmung war deutlich besser als jetzt. Als ich dann zu prolong gewechselt habe, ist wiederum mehr Ruhe reingekommen hinsichtlich Absetzerscheinungen, aber nach ein paar Wochen fühle ich mich nun sehr sediert, grüblerisch und oft auch weinerlich (wobei dieses Wochenende ganz gut ist bisher, juhuuu!).
Meine Überlegung ist, dass die Absetzerscheinungen sich nun womöglich etwas beruhigt haben könnten und ich es wieder mit dem unretardierten probieren könnte, vielleicht so, dass ich eine halbe über den Tag verteile (2x 6,5mg) und den Rest zur Nacht nehme. Es hätte auch den Vorteil, dass ich später besser reduzieren kann, das ist mit dem prolong ja etwas schwierig. Meine Ärztin meinte übrigens, dass man das prolong auch in der Form ausschleichen könnte, dass man es jeden zweiten Tag nimmt, aber nach allem was ich gelesen habe, ist das keine gute Idee, oder?

Meinst du, so könnte ich es versuchen?

Lieben Dank nochmal und einen schönen Sonntag!

Charlotte
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 17856
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 44404 Mal
Danksagung erhalten: 23078 Mal

Re: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von padma » Montag, 16.04.18, 19:26

liebe Charlotte, :)
Meine Ärztin meinte übrigens, dass man das prolong auch in der Form ausschleichen könnte, dass man es jeden zweiten Tag nimmt, aber nach allem was ich gelesen habe, ist das keine gute Idee, oder?
Nein, das ist eine ganz schlechte Idee. Das würde zu heftigen Spiegelschwankungen führen und das ist enormer Stress für das ZNS.
und ich es wieder mit dem unretardierten probieren könnte, vielleicht so, dass ich eine halbe über den Tag verteile (2x 6,5mg) und den Rest zur Nacht nehme.
Das könntest du versuchen. Mit der Aufteilung müsstest du vielleicht ausprobieren, wie es am besten passt. Einen Teil auf den Tag zu verteilen halte ich für sehr sinnvoll.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag:
Ululu
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.06.2019: 0,04 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Koralle
Beiträge: 67
Registriert: Mittwoch, 28.02.18, 0:33
Hat sich bedankt: 37 Mal
Danksagung erhalten: 70 Mal

Zermürbt durch Quetiapin-Reduktion, bitte um Austausch

Beitrag von Koralle » Montag, 27.08.18, 12:58

Hallo!

Leider habe ich nicht gesehen, wo ich einen neuen Beitrag außerhalb des "Hier bist du richtig" Bereichs erstellen kann, deshalb nun so.

Ich hatte im März einen heftigen Absetz-bedingten Zusammenbruch (siehe Signatur), nachdem ich im November 200mg Quetiapin (als Zusatz zu AD) innerhalb von 2 Wochen abgesetzt hatte. Herzrasen, massive Angst, Schlaflosigkeit, Stromgefühle im Körper, Reizsensitivität... Ich hatte dann 50mg prolong und 25unretardiert wieder eingenommen und der Zustand hat sich beruhigt, gut gefühlt habe ich mich seitdem aber nie, vor allem habe ich mich taub, weinerlich und immer noch ängstlich gefühlt (allerdings anders ängstlich als bei dem Absetzzusammenbruch).

Nach 4Wochen stieg ich auf 67,5mg unretardiert nachts und 12,5mg morgens um, weil ich dir Dröhnung nur schwer ertragen konnte. Nach 4 Wochen der Besserung merkte ich dann die Umstellung durch Absetzerscheinungen (Stromgefühle, Angst, Derealisation, Muskelspannung, Stimmungsschwankungen), blieb aber dabei.
Nach weiteren 8 Wochen entschied ich mich, weiter zu reduzieren, da ich mich eh schlecht fühlte und ich vermutete, dass die Nebenwirkungen zu dem benebelten Zustand, in dem ich mich befand, beitrugen. Zwar war mein Körper so unter Stress, dass ich häufig frühmorgens aufwachte, wenn ich mich aber einmal wirklich entspannte und lange schlafen konnte, kam ich morgens nur noch schwer aus dem Bett und war den ganzen Tag antriebslos, abwesend und wie im Nebel. Abends klarte dieser Zustand auf.

Ich begab mich freiwillig und privat in eine psychosomatische Klinik und reduzierte innerhalb von 8 Wochen in 12,5mg Schritten, so dass ich seit 5 Wochen nur noch 25mg abends einnehme. Zunächst hatte ich vor allem Stimmungsschwankungen, fühlte mich aber besser, nun kam eine Welle heftiger Unruhe, Angst und Muskelspannung dazu. Wenn sich diese Wellen legen, fühle ich mich allerdings richtig depressiv, müde, teilnahmslos, wie in mir eingeschlossen.. Seit der Klinik nehme ich tagsüber 10 Tropfen Insidon (Opipramol), die die Angstspitzen und Reizempfindlichkeit etwas abfangen, aber natürlich machen sie an ruhigen Tagen zusätzlich neblig und müde. Meine Konzentration ist eine Katastrophe.

Seit einem halben Jahr ist mein Leben ein einziges Durchhalten. Mein Ursprungszustand, wegen dem ich Tabletten nahm (zunächst AD), war nie so schlimm wie diese Zeit und war nicht im Ansatz so ausgeprägt, dass ich deshalb einen Klinikaufenthalt oder längere Arbeitsunfähigkeit gebraucht hätte (was nun der Fall ist). Ich habe auch keine der ursprünglichen Symptome mehr (bis auf das Weinen, nun aber grundlos).

Was ich mich (oder euch) frage:
Gibt es jemanden, der auch im unteren Dosisbereich so heftig unter Müdigkeit und Depressivität gelitten hat? Legt sich diese wieder, oder erst nach Absetzen des Medikaments? (eigentlich müsste meine Stimmung sich doch aufhellen, jetzt wo ich nur noch 25mg nehme)
Andernfalls frage ich mich, ob ich inzwischen nicht einfach depressiv bin und evtl. noch mal ein AD nehmen sollte (Therapie mache ich schon, bin eigentlich lebensfroh und habe auch Lust, vieles zu tun, mache Sport, würde das Leben gern genießen, fühle mich nur wie behindert, wie eingeschlossen..).

Habt ihr noch gute Erfahrungen mit anderen Hilfen gemacht? Pflanzliche Mittel (speziell bei Quetiapin)? Wieder mehr von dem Quetiapin zu nehmen kommt für mich nicht in Frage, damals mit dem AD war es erträglich, ohne finde ich es aber furchtbar.

Vielen lieben Dank für eure Hilfe! Fühle mich wie in einem nicht enden wollenden Alptraum

Charlotte
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Koralle für den Beitrag:
Lalila
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

Murmeline
Moderatorenteam
Beiträge: 14521
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50

Re: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von Murmeline » Montag, 27.08.18, 13:18

Hallo!

Ich hab die Threads zusammengelegt. Bitte schreib hier weiter, es gehört alles zu deinen Verlauf, auch die Vorgeschichte. Ich hab es zu Neuroleptika Absetzen verschoben.

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Lalila
Beiträge: 6
Registriert: Mittwoch, 22.08.18, 19:14

Re: Charlotte044: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von Lalila » Montag, 27.08.18, 17:14

Hallo Charlotte,

Ich hin auch erst ein paar Tage hier im forum und nehme ebenfalls Quetiapin.
Ich finde es sehr stark sedierend und kann nur abends etwas nehmen.
50 mg merke ich den ganzen Tag danach, werde nie richtig wach und kann mich nicht konzentrieren.
25 mg sind zu wenig. Ich schlafe dann schlecht und bin dadurch Dauer erschöpft. Und unruhig.

Ich bin jetzt auf 37,5 und das scheint im Moment okay zu sein.

Würde bald gerne weiter reduzieren.
Bin allerdings in den Wechseljahren und das macht es schwieriger.

Was ist denn mit dem ersten Medikament, das du gut vertragen hast? Wäre das nicht erstmal eine Option statt des Quetiapins?

Herzliche Grüße

Lalila
2008 Beginn Einnahme Quetiapin abends 50 mg bis zu 75 mg
Bis 2018 verschiedene Reduktionsversuche, manchmal bis auf 25 mg runter, dann auch bis zu 75 mg hoch je nach Stärke der Symptome
Zum Schluss meist über 50 mg

Diagnosen: Schlafstörungen, Angstzuständen, Depression, nach massiver Lebenskrise seit 2003 mit psychotischen Symptomen wegen traumatischer Trennung und Arbeitsplatz Verlust

Nebenwirkungen: starke Gewichtszunahme, morgendliche Müdigkeit, große Trägheit, kein Antrieb, ständig depressive Stimmung, tics vor allem Grimassieren, Zuckungen im Gesicht

20.8. Quetiapin 25 mg
Wahrscheinlich Entzugserscheinungen:. Starker Juckreiz, leichter schlaf, gereiztheit, Kopf wie in Watte gepackt, Kopfschmerzen, Gelenke steif, kribbeln

Ansonsten wacher, etwas fröhlicher

24.8. Starke Kopfschmerzen, Tinnitus vor allem beim liegen. Juckreiz schon etwas weniger, Unruhe, schlechte nacht mit wenig schlaf, kann tagsüber aber nicht mehr schlafen wie sonst eigentlich schon

Emotional weiter etwas gehobenere Stimmung

24.8. Abends :wieder hoch auf 37,5 bis 40 , war etwas mehr als dreiviertel Tablette
Konnte ich nicht einschlafen und war nach 4 nächten zu viel Unruhe.
Gut geschlafen, entspannter, alle Erscheinungen weniger, bleib erst mal dabei

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 17856
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Charlotte044: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von padma » Montag, 27.08.18, 17:24

hallo Charlotte, :)
und reduzierte innerhalb von 8 Wochen in 12,5mg Schritten, so dass ich seit 5 Wochen nur noch 25mg abends einnehme. Zunächst hatte ich vor allem Stimmungsschwankungen, fühlte mich aber besser, nun kam eine Welle heftiger Unruhe, Angst und Muskelspannung dazu.
Du hast sehr schnell reduziert. Dass du dich besser fühltest, kann an einem Nachlassen der NW bei der niedrigeren Dosierung liegen. Es ist aber auch oft so, dass es einem beim (zu schnellen) Reduzieren zunächst besser geht, die Absetzsymptome dann aber zeitverzögert einsetzen. Was du beschreibst sind typische Absetzsymptome.
Wenn sich diese Wellen legen, fühle ich mich allerdings richtig depressiv, müde, teilnahmslos, wie in mir eingeschlossen.
Das können sowohl Absetzsymptome als auch NW sein. Der wellenförmige Verlauf, spricht allerdings sehr für Absetzsymptome.
Seit der Klinik nehme ich tagsüber 10 Tropfen Insidon (Opipramol), die die Angstspitzen und Reizempfindlichkeit etwas abfangen, aber natürlich machen sie an ruhigen Tagen zusätzlich neblig und müde.
Davon hätte ich dir abgeraten. Eine solche "Entzugsdeckelung" funktioniert zumeist nicht, sondern schafft weitere Probleme.
Gibt es jemanden, der auch im unteren Dosisbereich so heftig unter Müdigkeit und Depressivität gelitten hat? Legt sich diese wieder, oder erst nach Absetzen des Medikaments? (eigentlich müsste meine Stimmung sich doch aufhellen, jetzt wo ich nur noch 25mg nehme)
Ich kann es dir nur allgemein beantworten, dass auch im unteren Dosisbereich Müdigkeit etc. massiv auftreten können. Vielleicht antwortet dir noch jemand speziell für Quetiapin.
Andernfalls frage ich mich, ob ich inzwischen nicht einfach depressiv bin und evtl. noch mal ein AD nehmen sollte (Therapie mache ich schon, bin eigentlich lebensfroh und habe auch Lust, vieles zu tun, mache Sport, würde das Leben gern genießen, fühle mich nur wie behindert, wie eingeschlossen..).
Das hört sich für mich als ein typisches Absetzsyndrom/NW an. Ich würde jetzt kein AD nehmen, sondern erstmal Quetiapin ausschleichen und dem ZNS die Möglichkeit zu geben, sich zu erholen.
Je mehr du nimmst, umso mehr Chaos für das ZNS.

Da du sehr schnell reduziert hast, würde ich jetzt nicht weiter reduzieren, eher leicht höher gehen, aber das möchtest du ja nicht.
Habt ihr noch gute Erfahrungen mit anderen Hilfen gemacht? Pflanzliche Mittel (speziell bei Quetiapin)?
Manche Betroffene erfahren eine Linderung durch pflanzliche Mittel. Das ist unabhängig von der Art des Psychopharmakon, ist jedoch individuell sehr verschieden.

Schau mal hier https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 10#p257810 unter
Maßnahmen zur Linderung von Entzugssymptomen, Punkt 5 und den weiteren links

liebe Grüsse,
padma

P.S. überschnitten mit Lalila :)
Quetiapin kann jetzt nicht einfach auf ein früheres AD umgestellt werden.
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.06.2019: 0,04 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Koralle
Beiträge: 67
Registriert: Mittwoch, 28.02.18, 0:33
Hat sich bedankt: 37 Mal
Danksagung erhalten: 70 Mal

Re: Charlotte044: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von Koralle » Montag, 27.08.18, 21:34

Liebe Padma,

vielen Dank, toll dass du dir immer die Zeit nimmst, so ausführlich zu antworten! An deinen Antworten merke ich allerdings auch, dass ich vermutlich inzwischen bereits das ganze Forum durchgelesen habe, die Antworten hätte ich mir denken können (im Bezug auf zu schnelles Reduzieren etc.) ;-) Ich habe mich nur einfach auch mit 75mg Quetiapin immer schlecht gefühlt, auch wenn es mich aus der Anfangshölle heraus geholt hat. Und dann hat es für mich keinen großen Unterschied gemacht, ob ich den einen Zustand weiter ertrage oder wieder mehr Entzugssymptome in Kauf nehme. Aber dass man trotzdem vorsichtig sein muss stimmt natürlich, ich werde die letzten 25mg auch nicht unüberlegt absetzen... Und falls die Entzugssymptome unerträglich werden, erhöhe ich sofort.
Also noch einmal danke, vielleicht bekomme ich ja noch Antworten spezifisch zu Erfahrungen mit Quetiapin im unteren Dosisbereich. Man wünscht sich ja immer, dass einen jemand beruhigt...ich zumindest.

Liebe Grüße

Charlotte
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Koralle für den Beitrag:
padma
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

Koralle
Beiträge: 67
Registriert: Mittwoch, 28.02.18, 0:33
Hat sich bedankt: 37 Mal
Danksagung erhalten: 70 Mal

Re: Charlotte044: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von Koralle » Montag, 27.08.18, 22:05

Danke Lalila auch für deinen Beitrag! Echt komisch, wie manche Leute es gut vertragen z.B. 100mg zum Schlafen zu nehmen. Mich hauen auch 25mg um , allerdings wird es um die Morgenstunden unruhiger...
Ich denke ebenso wie padma, dass ich nun nicht einfach auf das Opipramol zurück wechseln kann. Vertrage davon auch nur ganz kleine Mengen, wahrscheinlich weil das ZNS inzwischen so gereizt ist.

Drücke dir weiterhin die Daumen beim Reduzieren! Irgendwann wird sich der Schlaf wieder normalisieren. Es ist ja auch schwer herauszufinden, ob 25mg bei dir z.B. wirklich zu wenig sind, oder ob die Unruhe nachts mehr durch den Entzug kommt. Bleib dran! ;-)

Charlotte
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Koralle für den Beitrag:
Lalila
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 17856
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Charlotte044: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von padma » Dienstag, 28.08.18, 10:06

liebe Charlotte, :)

du kannst auch das Forum nach Erfahrungen damit durchsuchen: https://adfd.org/austausch/search.php?s ... g&start=20

Es macht auch Sinn deinen Titel zu aktualisieren. "Quetiapin reduzieren - Nebenwirkungen und Absetzsymptome" oder so ähnlich. Was meinst du?

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.06.2019: 0,04 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Koralle
Beiträge: 67
Registriert: Mittwoch, 28.02.18, 0:33

Re: Charlotte044: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von Koralle » Dienstag, 28.08.18, 10:57

Liebe padma,
wie kann ich das machen, den Titel aktualisieren? Viele Grüße! Charlotte
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

Antworten