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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

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Towanda
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Towanda » Dienstag, 23.04.19, 12:11

Hallo Koralle,

kannst Du bitte Deine Signatur aktualisieren, damit wir wissen, wie Du reduziert hast und wo Du jetzt stehst? Danke! :)

LG Towanda
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Mittwoch, 24.04.19, 8:56

Liebe Towanda,
schon geschehen!
Liebe Grüße
Koralle
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Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
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27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
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8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von padma » Mittwoch, 24.04.19, 17:39

hallo Koralle, :)

auch wenn die NW belastend sind, würde ich doch wieder kleinere Schritte machen. Gerade der untere Bereich ist heikel und 6,25 mg weniger wären ja 50%. :shock:

lg padma
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Freitag, 26.04.19, 11:47

Liebe padma,

herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast zu antworten! Sollte ich es vielleicht als nächstes einmal mit 25%, also ca. 3,1mg versuchen? Die Entzugssymptome werden bei mir irgendwie erst ab der 4. Woche richtig schlimm, so dass ich denke, selbst bei kleineren Schritten muss ich mindestens 8Wochen abwarten..
Ich denke, so richtig erholen wird sich das Nervensystem eh erst, wenn ich es garnicht mehr nehme, da bei der kurzen Halbwertszeit und heftigen Wirkung ja immer wieder Unruhe reinkommt.

Danke und ein schönes Wochenende!

Koralle
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von padma » Freitag, 26.04.19, 18:08

liebe Koralle, :)

25 % wäre schon deutlich besser. Wenn du dann 8 Wochen abwartest, wären es umgerechnet nur etwas mehr als 10 %.
Wie du die 25 % verkraftest, lässt sich allerdings nicht vorhersagen.

Alles Gute schon mal,
liebe Grüsse,
padma
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Dienstag, 21.05.19, 10:34

Liebe Leidensgenossen,

hier ein kurzes Update von mir mit einer Frage.
Ich habe vor 10 Wochen 6,25mg Quetiapin reduziert, es verbleiben 12,5. Dieser Schritt war viel zu groß, ich hatte zwischendurch massive Angstzustände und konnte Alltagstätigkeiten nur mit ganz viel Kraftaufwand und Konzentration bewältigen. Es kamen auch alte hypochondrische Ängste wieder, sie sind nun aber zum Glück wieder weg. Nun bin ich immer noch sehr zittrig, schwitze, habe Kopfschmerzen (was ich vorher nie hatte), bin reizenpfindlich bei Licht, Geräuschen und Schmerzen, manchmal noch Übelkeit, manchmal noch Schwindel, starke Unruhe, Konzentrationsprobleme, Muskelzuckungen, Anspannung, Flushs, Exzeme, Stimmungsschwankungen, Ängstlichkeit.
Ich hoffe, dass sich in den nächsten Wochen noch einiges ändert, im Moment verändert es sich von Tag und zu Tag und auch wenn manches besser wird, bin ich doch erschüttert, wie lange mein Nervensystem braucht, um sich an die letzte Reduktion anzupassen. Die Symptome gingen übrigens erst nach 4 Wochen richtig los, zuvor war ich nur müde und hatte manchmal so eine Weltuntergangsstimmung. Inzwischen weiß ich auch, dass es von Nachteil ist, dass ich die Tabletten nur nachts nehme. Bei kurz wirksamen Medikamenten ist das Absetzen durch die Tagesschwankungen wohl noch schlimmer. Andererseits bleibt mir kaum etwas anderes übrig, da es Prolong ja nur in 50mg gibt und ich das unretardierte Quetiapin aufgrund der heftig sedierenden NW tagsüber nicht vertrage.

Meine Frage nun: Ich plane als weitere Schritte, nur 1mg pro Monat abzusetzen. Auch davor habe ich inzwischen aber Angst, da die Symptome bei mir so verzögert eintreten. Hat denn jemand Erfahrung damit gemacht, ob bei kleineren Reduktionen die Absetzsymptome schneller eintreten und auch schneller wieder weggehen? Ansonsten müsste ich ja bei monatlichen Reduktionen Sorge haben, dass der Zusammenbruch erst ganz am Ende kommt.

Ich freue mich über Antworten, vielen vielen Dank!

Koralle
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Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
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Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Blumenwiese » Dienstag, 21.05.19, 11:27

Hallo,

Ich bin da leider noch nicht angekommen, wo du gerade bist, sondern erst bei 50 mg Retard, kann also noch nicht ganz so mitreden.

Letztes Jahr hab ich sehr langsam reduziert, alle 4-6 Wochen um 3-5% und hatte dabei starke Probleme mit Absetzsymptomen. Ich hatte die Tablette, so wie du nur Abends genommen.

Dieses Jahr hab ich viel schneller und in größeren Schritten reduziert, 7-12,5%. Aber dieses Mal hab ich die Unretardierte auf 2 Einnahmezeitpunkte aufgeteilt. Und ich hatte tatsächlich erheblich weniger Symptome gehabt.

Ich bin von 50 mg gleich auf 0 - 12,5 mg - 25 mg - 0 runtergegangen, weil ich auch dachte, mehr als 12,5 mg Mittags verkrafte ich nicht. Und ich war auch erst extrem müde davon gewesen, aber jeden Tag haute es mich weniger um, bis ich mich daran gewöhnt hatte, mittags was zu nehmen.

Ich würde deine Tablette, auch wenn sie müde macht auf 2x täglich aufteilen und dann abwarten, bis du dich dran gewöhnt hast und das versuchen, bis zum kompletten Absetzen so beizubehalten. Der Körper sollte sich an die Mittagsdosis irgendwann gewöhnen. Und bestimmt ist die Müdigkeit auch weniger einschränkend als die Absetzsymptome.

Liebe Grüße
Blumenwiese
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Quetiapin Retard 0-0-50-0 (50 mg)
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Bedarf: 25 mg Promethazin
*********************************
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SliTONE Ultra (zur Desensibilisierung), Magnesium 300 mg, Cranberry Kapseln, Ofloxacin Augentropfen geg. Bindehautentzündung
Bedarf:Movicol, Ibulysin 684 mg, Solidago Steiner, Levociterizin, Salbutamol, Mometason

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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von padma » Dienstag, 21.05.19, 17:45

liebe Koralle, :)
Ich plane als weitere Schritte, nur 1mg pro Monat abzusetzen. Auch davor habe ich inzwischen aber Angst, da die Symptome bei mir so verzögert eintreten.
Wenn du weisst, dass die Symptome verzögert auftreten, würde ich einen längeren Abstand lassen.

Du kannst ja ausprobieren, wann und wie heftig bei einer Reduktion von 1 mg, Symptome auftreten. Und dann die nächste Reduktion danach ausrichten.

Aber erst solltest du wirklich stabil sein.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Dienstag, 21.05.19, 20:28

Liebe Blumenwiese, liebe padma,

herzliche Dank für eure Antworten! Ich warte in jedem Fall, bis ich stabil bin, bevor ich weiter reduziere. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich seit Einnahme von Quetiapin nie wie ich selbst gefühlt habe und es deshalb manchmal schwer ist, zwischen NW und Absetzsymptomen zu unterscheiden. Herzrasen macht Quetiapin bspw. auch und durch die Einnahme nachts habe ich tagsüber immer starke Schwankungen in mehreren Bereichen. Ich warte aber auf jeden Fall, bis ich mich wieder so fühle wir vor der letzten Reduktion (ich habe übrigens auch positive Effekte: bin wacher und kann mich wieder mehr freuen und teilnehmen).

Interessant finde ich die Überlegung, nun doch nochmal die Dosis aufzuteilen, so wie Blumenwiese vorgeschlagen hat. Ist ja toll, dass es seither bei dir besser läuft, das freut mich! Und spannend, dass du den Unterschied gemerkt hast, obwohl du ja noch prolong nimmst und dadurch eh einen Wirkspiegel über den Tag verteilt hast.
Ich würde es einfach genial finden, wenn so eine Aufteilung bei mir etwas bringen würde. Wahrscheinlich würde ich dann auf drei Einnahmezeitpunkte aufteilen mit einem Abstand von jeweils acht Stunden, so müsste es am gleichmäßigsten sein. Die Lösungen könnte ich mir dann am Abend vorher vorbereiten. (Hält Quetiapin sich denn im Wasser 16 Stunden lang? Das Tablettenteilen hat sich trotz Feinwaage als zu ungenau herausgestellt.)

Ich muss allerdings auch sagen, dass ich eine Riesenangst habe, dass ich die Aufteilung nicht gut vertragen könnte. Ich würde dann ja abends statt 12,5 nur ca. 4mg einnehmen, da könnte der Körper auch rebellieren, oder?

Vielleicht hat noch jemand anderes Erfahrungen mit dieser Methode gemacht? In einem englischen Forum wurde Ähnliches geraten, so bin ich überhaupt auf das Problem mit dem Reduzieren kurzwirksamer Medikamente aufmerksam geworden. Erfahrungsberichte dazu habe ich aber nicht gefunden.

Ganz lieben Dank!

Koralle
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April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von padma » Dienstag, 21.05.19, 22:50

liebe Koralle, :)

es gibt diverse Erfahrung mit der Aufteilung, lies dich am besten durch die Quetiapinthreads. Es scheint individuell sehr unterschiedlich zu sein, welche Aufteilung am besten funktioniert. Du könntest abends z.B. mehr nehmen als bei den Tagesdosen. Das ist halt ein Austesten.

Du könntest schrittweise anders aufteilen. Also z.B. zunächst abends 1 mg weniger und das dann morgens nehmen.

(Hält Quetiapin sich denn im Wasser 16 Stunden lang?
Im Kühlschrank aufbewahrt müsste das gehen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Towanda » Dienstag, 21.05.19, 23:00

Hallo Koralle,

könntest Du bitte Deine Signatur aktualisieren und bitte aktuell halten? Danke! :)

LG Towanda
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Blumenwiese » Dienstag, 21.05.19, 23:01

Hallo,

Mein Plan war auch gewesen, wenn ich unter 50 mg Retard will, erstmal auf 3x täglich zu wechseln:
12,5 mg - 12,5 mg - 25 mg

Und dann die mittlere Dosis langsam ausschleichen, aber nur weil ich 3x täglich nicht dauerhaft schaffen würde zu koordinieren. Andernfalls fände ich diese Lösung ideal.

Ich finde die Idee von Padma gut, wenn du nach und nach von der Abenddosis was abzwackst und auf Morgens legst. Als ich die Einnahmezeit vom Retard nach hinten verschieben wollte, hab ich auch nur jeden Tag um ein kleines Stück nach hinten verschoben, bis es gepasst hat.

Beim Reduzieren mit den 2 Einnahmezeitpunkten (12 Uhr und 20 Uhr) hab ich immer Vormittags von 10-12 Uhr die Absetzsymptome gemerkt, die dann aber durch die Mittagsdosis nach etwa einer halben Stunde wieder verschwanden.

Liebe Grüße
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Mittwoch, 22.05.19, 15:16

Vielen Dank für eure Antworten!

Liebe Towanda, meine Signatur ist aktuell, seit 8.3. hat sich nichts geändert.

Liebe padma, ich glaube ich habe inzwischen alle Quetiapinthreads gelesen :roll: Es finden sich allerdings nur Berichte zum Wechsel von prolong auf das unretardierte Quetiapin und in diesem Zusammenhang Verteilung der Dosis. Von einem Wechsel einer Einzeldosis zur Nacht auf mehrere Dosen, um Absetzerscheinungen zu minimieren, habe ich noch nichts gelesen. Wenn ich etwas übersehen habe, freue ich mich natürlich, denn ich habe wirklich Respekt vor diesem Schritt (vor allem Angst, dass die Nacht dann schlimm wird).

Blumenwiese, deinen Vorschlag, ganz langsam etwas von der Abenddosis in den Tag hinein zu nehmen, finde ich gut. Ich kann mit 1mg anfangen, eine Woche warten, dann 2mg etc. Vielen Dank dafür! Ich habe mir auch deinen Verlauf noch einmal angeschaut und möchte dir Mut machen, dass sich deine psychische Verfassung insgesamt doch deutlich bessern könnte, wenn Stabilität in die Medikation reinkommt. Ich habe nicht so eine belastende "Grunderkrankung" wie du, eigentlich hatte ich mehr eine psychische Krise, das Absetzen von Quetiapin erzeugt bei mir aber so heftige Symptome und destabilisiert mich derart, ich könnte dann allein auf Symptomebene auch als traumatisiert oder zumindest sehr ängstlich, unsicher, agitiert und hypersensibel durchgehen. Ich drück dir also die Daumen, dass bei dir bald mehr Stabilität reinkommt und ich denke, dass sich auch besser an den Problemen arbeiten lässt, wenn nicht auch noch chemisch ständig so viel aufgewirbelt wird!

Ich berichte dann, wie es mit dem Umstellen geht :wink:

Liebe Grüße

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Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 22.05.19, 15:58

Danke, Koralle!

Es hat mich nur irritiert, weil in Deiner Signatur 12,25 Quetiapin steht und Du oben schreibst, Du bist auf 12,5. Ich habe angenommen, daß Du leicht aufdosiert hast.

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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Mittwoch, 22.05.19, 20:37

Liebe Towanda,

Danke, das ist sehr aufmerksam! Genaugenommen müssten es 12,5 sein, da habe ich mich vertippt!

Viele Grüße

Koralle
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Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
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Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
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Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Blumenwiese » Mittwoch, 12.06.19, 20:12

Hallo Koralle,

Haben deine Symptome inzwischen etwas nachgelassen? Bis du bei den 3x täglich geblieben?

Liebe Grüße
Blumenwiese
Liebe Grüße
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Diagnosen u. vorherige Medikation:
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Harry29 » Samstag, 22.06.19, 22:37

Hallo Koralle,

wie geht es Dir mit der Umstellung?

Hat sich deine Konzentration/Denkfähigkeit verbessert?

Liebe Grüße,
Harry
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19.10.2018: 3mg Quetiapin
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21.10.2018: 5mg Quetiapin (+1000 i.E Vitamin D3 alle 2 Tage)
11.11.2018: 7,5mg Quetiapin
30.11.2018: 10mg Quetiapin
25.12.2018: 10mg Quetiapin (+2.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl).
24.03.2019: 10mg Quetiapin (+8.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl+200mg Magnesium).
19.04.2019: 8mg Quetiapin (+~5.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl+ ~200mg Magnesium).
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Montag, 24.06.19, 12:21

Liebe Blumenwiese, lieber Harry,

mein Experiment mit der Einnahme von kleinen Mengen tagsüber ist leider total fehlgeschlagen. Habe es 14 Tage durchgehalten und hatte zwischendurch auch mal ganz gute Tage, dann wurde ich aber so vergesslich, gereizt und hatte komische Erregungszustände, dass ich es wieder lassen musste. Nun sind die alten Absetzsymptome wieder vermehrt da...bin etwas verzweifelt, hatte so viel Hoffnung in diesen Versuch gesteckt und es hat sich wieder gezeigt, wie schlecht ich (bereits geringe Mengen) Quetiapin vertrage. Gleichzeitig kann ich es nicht schneller absetzen - fühle mich wie zwischen Pest und Cholera.

Hoffe bei euch gehts besser!


Hab mich sehr gefreut zu lesen, liebe Blumenwiese, dass deine Zustände wieder abgeklungen sind.

Liebe Grüße

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Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Blumenwiese » Montag, 24.06.19, 13:28

Hallo Koralle,

Das tut mir leid zu hören, dass es nicht funktioniert hat. Ist es denn jetzt genauso wie vor dem "Experiment". Hoffentlich hat es nicht alles verschlimmert.

Ich hab immernoch Wellen, aber immer wieder kleine Fenster mit geringerer Symptomatik. Merkst du bei dir auch Wellen oder ist es immer gleich schlimm?

Liebe Grüße
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Montag, 24.06.19, 15:58

Liebe Blumenwiese,

Wellen sind doch ein sehr gutes Zeichen, das freut mich! Bei mir geht’s eher mal besser, mal schlechter, Tendenz aber nach oben. Ganz schlimm ist es während der Periode, habe ich festgestellt, da bin ich dermaßen ängstlich, habe Schweißausbrüche...die Hormone machen da wahrscheinlich zusätzlich viel aus.
Insgesamt ist es aber nicht viel schlechter als vor dem Experiment.
Kennt ihr das eigentlich auch, dass sich so eine massive Schreckhaftigkeit einstellt?

Drücke weiterhin die Daumen!

Koralle
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Harry29Blumenwiesepadma
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

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