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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

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Jamie
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Re: Charlotte044: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von Jamie » Dienstag, 28.08.18, 11:12

Hallo Charlotte, :)

du selbst kannst den Titel nicht aktualisieren.
Das kann nur das Team.
Deswegen hat padma :) nachgefragt, ob du deinen Titel abgeändert haben willst?

Du kannst einen Wunsch äußern, wie er heißen soll.
Das Team ändert das dann ab.

Viele Grüße
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Koralle
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Re: Charlotte044: Schweres Absetzsyndrom nach Sertralin&Quetiapin. Wie wieder Eindosieren?

Beitrag von Koralle » Donnerstag, 30.08.18, 14:39

Ah, danke! Es wäre nett, wenn der Titel entsprechend geändert werden könnte.
Viele Grüße

Charlotte
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

Koralle
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Donnerstag, 15.11.18, 14:22

Liebes Forum,

ich wollte mich hier mal wieder melden und über meine Erfahrungen berichten, auch würde ich mich gerne mehr mit anderen austauschen, habe bislang aber noch nicht so viele Rückmeldungen bekommen - vielleicht weil ich eher konkrete Fragen gestellt habe, vielleicht auch weil ich wenig in anderen Threads schreibe, ich habe das Gefühl so lange ich selbst noch mitten drin stecke, kann ich wenig Ratschläge geben. Dafür lese ich umso mehr;-)

Jedenfalls ist es so, dass ich nach Wiedereindosierung von Quetiapin im März, das ursprünglich als sogenannte Augmentation eines AD verschrieben wurde, wohl aber mehr dessen NW abgefangen hat, seit Juni wieder reduziert habe. Die ersten drei Schritte waren schnell, je 12,5mg, dann langsamer, 6mg und zuletzt 3mg. Parallel zu den letzten beiden Schritten habe ich Insidon reduziert, ich weiß dass man das eigentlich nicht tun soll! Allerdings hatte ich es erst seit Juli genommen, in der Hoffnung, die Absetzsymptome mildern zu können, das hat aber nur kurzzeitig funktioniert und dann hatte ich mit NW zu kämpfen. Habe 6 Wochen nach Einnahme also wieder angefangen abzusetzen, nehme nun nur noch abends ein paar Tropfen und tagsüber fast gar nicht mehr.
Seit September bin ich außerdem krank geschrieben, und so geht es mir im Moment:

Zwischendurch habe ich schon ganz gute Phasen, in denen ich wacher, konzentrierter und besser gelaunt bin, die Angst ist dann auch nicht so stark - ich schöpfe wieder Hoffnung. In diesen Phasen fällt es mir vor allem schwer, mit dem Druck umzugehen, bald wieder ganz funktionieren zu müssen, meine beruflichen Ziele wieder aufnehmen zu wollen etc. Dann kommen immer ein paar Tage, an denen es mir so richtig mies geht. Kann nur die halbe Nacht schlafen, morgens unbegründete Panik zu der sich dann die Angst gesellt, nie wieder gesund zu werden, kann mich kaum konzentrieren, weine viel. Missempfindungen, Muskelzuckungen und viele weitere körperliche Symptome. Gegen Nachmittag/Abend geht es dann besser.

Wahnsinnig schwer fällt es mir dann, mir vorzustellen, dass das alles immer noch Entzugssymptome sein sollen. Wie viele hier denke ich dann, ich bin wohl doch schwer krank und dann mache ich mir Gedanken darüber, was wäre, wenn ich nie wieder "die Alte" werde (ich versuche die Gedanken von mir fern zu halten, aber wie? wie macht ihr das?). So ein Tag ist heute, ich versuche ihn einfach zu überstehen, lenke mich ab, mache ein paar Körperübungen.. Total froh bin ich, dass die größeren Reduktionsschritte nun schon vier Monate her sind und es nicht wieder zu so einem heftigen Zusammenbruch gekommen ist wie im Frühjahr, nachdem ich einen Kaltentzug hinter mir hatte. Aber mit der Ungewissheit zu leben, wann und ob es endlich besser wird, finde ich unglaublich schwer. Ich leide auch darunter, dass alle Pläne, z.B. Abschluss meiner berufsbegleitenden Ausbildung, weiterer Kinderwunsch etc. auf Eis gelegt sind.

Mir fällt auch auf, dass es mir oft an Tagen schlechter geht, an denen ich alleine zuhause bin. Und dann zweifle ich wieder: ist es nicht doch alles "psychisch"? Kennt ihr das auch?

Insgesamt kann ich mich wohl noch glücklich schätzen, ich erhalte Krankengeld, habe einen tollen Partner und kleinen Sohn, aber es ist schwer darüber hinweg zu kommen, dass die ursprüngliche psychische Krise ein Klacks war gegen diese gefühlt nicht enden wollende Odyssee. Wie geht man mit der Wut um? Wie mit der Scham?

Trotz diesem wundervollen Forum fühle ich mich irgendwie allein. Es gibt ja auch niemanden in der Nähe, mit dem man sich mal treffen und die Zeit gemeinsam bewältigen könnte.

Jedenfalls habe ich mir überlegt, nun eine Absetzpause einzulegen. Zwar habe ich das Quetiapin nie gut vertragen, aber nun ist es ja nur noch so wenig und vielleicht sind weitere Schritte später leichter, wenn ich dem ZNS jetzt mal ein bisschen Ruhe gönne. Meine Ansatz bisher war eher, es während der Krankschreibung loswerden zu wollen. Was meint ihr?

Liebe Grüße und viel Durchhaltevermögen für alle!

Charlotte
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Ululu » Donnerstag, 15.11.18, 14:50

Hallo Charlotte,

du bist ja insgesamt ziemlich großschrittig unterwegs gewesen und scheinst auch zwischen den Schritten nicht abgewartet zu haben, bis du dich wieder stabilisiert hast.
Für ein erfolgreiches Absetzen wäre das allerdings wichtig.
Auch bei dem Opipramol (Insidon) handelt es sich zudem um ein Antidepressiva. Du solltest also auch damit nicht in den Dosierungen hin- und herspringen. Das ist enormer Stress für dein Zentrales Nervensystem, das schon von den vorherigen Entzügen und Veränderungen stark sensibilisiert ist.

Die Symptome, die du beschreibst klingen absolut typisch dafür.
Ich würde dir also auf jeden Fall raten, jetzt länger auf deiner aktuellen Dosis zu bleiben. Das gilt auch für das Opipramol.
Du solltest jetzt wirklich erstmal schauen, ob du wieder stabil werden kannst und danach deutlich vorsichtiger vorgehen.

Wenn du mit anderen Mitgliedern einen stärkeren Austausch möchtest, schau dich gerne hier um.
Es gibt viele Threads in denen dir das möglich ist, auch wenn du anderen vielleicht keinen Rat zu ihren Medikamenten geben kannst.

Dass sich wenige bei dir melden, kann daran liegen, dass du mit Quetiapin ein Neuroleptikum absetzt, damit haben viele hier keine Erfahrung und sind daher vorsichtig.

LG Ute
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Rose87 » Donnerstag, 15.11.18, 16:53

Hey,

Da hast du ja schon einiges geleistet und bist weit unten mit dem quietiapin.
Es ist wichtig sich auch körperlich abchecke zulassen um Gewissheit zu haben.
Für mich sind diese Entzugserscheinungen auch fast das schlimmste was ich erlebt habe.
Aber ich bin mir sicher das es besser wird.
Ich bin auch der Meinung das denn man sich zu sehr auf die Psyche konzentriert das es das auch schlimmer macht. Dir scheint's ja an manchen Tagen gut zu gehn genieße die. Denke an schlechten ich hab soviel durchgemacht das geht vorbei und der nächste Tag wird vlt besser.
Ich habe auch mein quietiapin zu schnell abgesetzt und es brachte nix opibramol kalt. Es dauert seine Zeit und man muss sehr langsam absetzen. Wenn es einen schlecht geht oder die äusseren Umstände schlecht sind sollte man auch pausieren bis es besser wird.

Gruß
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Harry29 » Donnerstag, 15.11.18, 19:33

Hallo Charlotte,
ich wollte mich hier mal wieder melden und über meine Erfahrungen berichten, auch würde ich mich gerne mehr mit anderen austauschen, habe bislang aber noch nicht so viele Rückmeldungen bekommen - vielleicht weil ich eher konkrete Fragen gestellt habe, vielleicht auch weil ich wenig in anderen Threads schreibe, ich habe das Gefühl so lange ich selbst noch mitten drin stecke, kann ich wenig Ratschläge geben. Dafür lese ich umso mehr;-)
ich nehme auch Quetiapin und versuche dir von meinen Erfahrungen und meinem Kaltentzug zu berichten (nehme allerdings schon 8 Jahre Quetiapin, wodurch die Toleranz deutlich höher sein dürfte). Mittlerweile dosiere ich Quetiapin wieder seit Mitte Oktober ein.
Das mit Ratschlägen geben, da war ich bisher genauso, ich dachte mir, ich bin neu hier, würde anderen zwar gerne helfen, aber ist das nicht laienhaft? Aber vom Austausch profitieren wir alle. :)
Zwischendurch habe ich schon ganz gute Phasen, in denen ich wacher, konzentrierter und besser gelaunt bin, die Angst ist dann auch nicht so stark - ich schöpfe wieder Hoffnung. In diesen Phasen fällt es mir vor allem schwer, mit dem Druck umzugehen, bald wieder ganz funktionieren zu müssen, meine beruflichen Ziele wieder aufnehmen zu wollen etc. Dann kommen immer ein paar Tage, an denen es mir so richtig mies geht. Kann nur die halbe Nacht schlafen, morgens unbegründete Panik zu der sich dann die Angst gesellt, nie wieder gesund zu werden, kann mich kaum konzentrieren, weine viel. Missempfindungen, Muskelzuckungen und viele weitere körperliche Symptome. Gegen Nachmittag/Abend geht es dann besser.
Ich kenne das auch mit Wellen und Fenstern. Ich habe zur Zeit noch wenig Schlafprobleme (wenn ich auch manchmal erst später einschlafen kann). Das mit dem konzentrieren und mit besserer Laune ist bei mir ebenso in den Fenstern.
Mach dir nicht zu viel Druck bezüglich beruflicher Ziele, ich kenne das auch, aber wie du siehst, sind die guten Phasen schon ein großer Schritt, der dir zeigt, dass es wieder in die richtige Richtung geht.
Mir fällt auch auf, dass es mir oft an Tagen schlechter geht, an denen ich alleine zuhause bin. Und dann zweifle ich wieder: ist es nicht doch alles "psychisch"? Kennt ihr das auch?
Das kenne ich ebenso. Ich ziehe mich momentan, vor allem in den Wellen sehr sehr stark zurück, merke aber, dass wenn ich mit Freunden etwas mache, es mir besser geht. Das ist sehr wahrscheinlich nicht psychisch, bzw. durch die Absetzsymptomatik bedingt.
Insgesamt kann ich mich wohl noch glücklich schätzen, ich erhalte Krankengeld, habe einen tollen Partner und kleinen Sohn, aber es ist schwer darüber hinweg zu kommen, dass die ursprüngliche psychische Krise ein Klacks war gegen diese gefühlt nicht enden wollende Odyssee. Wie geht man mit der Wut um? Wie mit der Scham?
Da gilt es neue Wege zu finden, wie man etwas zur Ruhe kommt und sich entspannen kann. Es dauert, aber wir kommen wieder auf den richtigen Weg. :hug:
Auch wenn es ein bisschen dauern sollte. :schnecke: :)
Jedenfalls habe ich mir überlegt, nun eine Absetzpause einzulegen. Zwar habe ich das Quetiapin nie gut vertragen, aber nun ist es ja nur noch so wenig und vielleicht sind weitere Schritte später leichter, wenn ich dem ZNS jetzt mal ein bisschen Ruhe gönne. Meine Ansatz bisher war eher, es während der Krankschreibung loswerden zu wollen. Was meint ihr?
Ich glaube ein behutsames und langsames Absetzen zu einem späteren Zeitpunkt - wenn sich dein ZNS noch mehr beruhigt hat - scheint mir als sinnvoll.

Wir meistern das schon, gut Ding will eben Weile habe, und Geduld ist eben nicht unsere größte Stärke. Aber wir kommen ans Ziel. :hug:

Liebe Grüße
Harry
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Wiedereindosierung + Ausschleichen
19.10.2018: 3mg Quetiapin
20.10.2018: 4mg Quetiapin
21.10.2018: 5mg Quetiapin (+1000 i.E Vitamin D3 alle 2 Tage)
11.11.2018: 7,5mg Quetiapin
30.11.2018: 10mg Quetiapin
25.12.2018: 10mg Quetiapin (+2.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl).
24.03.2019: 10mg Quetiapin (+8.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl+200mg Magnesium).
19.04.2019: 8mg Quetiapin (+~5.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl+ ~200mg Magnesium).
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Koralle
Beiträge: 67
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Montag, 19.11.18, 12:31

Hallo Harry, Rose und Ute!

Vielen lieben Dank für eure Antworten, ich freue mich riesig über Ermutigung, die kann ich im Moment auch wirklich gut gebrauchen.
Seit letztem Montag geht es mir überhaupt nicht gut, von Sonntag auf Montag hatte ich einen Alptraum und bin nachts aufgewacht, seither habe ich wieder stärkere Schlafprobleme (erwache frühmorgens) und tagsüber starke Angstgefühle und ein benebeltes Gefühl.

Ich bin mir nicht sicher, ob das nun von den letzten zwei Quetiapin Reduktionsschritten, 6mg im September und 3mg Ende Oktober kommt, oder eine Spätreaktion der schnelleren Reduktion im Juni/Juli um dreimal 12,5mg ist. Oder hängt es damit zusammen, dass ich das Insidon nach einigen Wochen Einnahme tagsüber wieder ausgeschlichen habe? Im Oktober hatte ich schonmal eine schlechtere Woche, aber ansonsten ging es mir in den letzten Wochen sehr viel besser, gerade kurz vor dem Absturz ging es mir ziemlich gut und ich konnte mir bereits vorstellen, dass der Horror irgendwann einmal vorbei ist. So ein Mist, wie kann das dann so schnell wieder wechseln?

Jedenfalls habe ich nun gestern Abend den letzten Reduktionsschritt, also 3mg, wieder rückgängig gemacht, mit dem Ergebnis, dass ich noch schlechter Schlafen konnte. Evtl. lag das aber auch daran, dass ich gestern Abend ohnehin schon sehr aufgewühlt war. Nachts habe ich dann Lorazepam genommen und konnte wieder einschlafen. Aber das ist ja auch nicht die Lösung... Wie viele Tage hintereinander würdet ihr maximal Lorazepam nehmen? Und soll ich nun bei der Erhöhung um 3mg bleiben, oder wieder runter gehen?

Was mich noch wundert und immer wieder an mir zweifeln lässt ist die Tatsache, dass ich immer mit so starken Angstgefühlen reagiere, eine Art körperliches Panikgefühl. Davon habe ich bei anderen, die Quetiapin absetzen, nicht so viel gelesen.

Übrigens hatte ich überhaupt nur wieder so zügig abgesetzt, weil es mir auch mit den 67,5mg Quetiapin überhaupt nicht gut ging, es hatte zwar den ersten Horror abgefangen, aber ansonsten habe ich mich auch damit nicht stabil gefühlt, im Gegenteil. Ich war totmüde und bin trotzdem morgens früh aufgewacht, dazu depressive und sedierte Gefühle.

Na ja, ich versuche diese Tage irgendwie zu überstehen und hoffe, dass es "nur" eine Welle ist.

Liebe Grüße

Charlotte
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Ululu » Montag, 19.11.18, 18:46

Hallo Charlotte, :)

es ist absolut typisch für Absetzsymptome, dass sie extrem wechselhaft sind.
Überspitzt gesagt tut morgens der linke Fuß weh und abends das linke Ohr. :o

Dass es dir zuerst besser ging ist leider auch absolut typisch für das Absetzen eines Neuroleptikum. Das ist der Honeymoon Effekt. Er tritt häufig nach einer Reduzierung eines NL auf. Die Absetzerscheinungen Folgen darauf.

Wichtig ist, dass du jetzt Stabilität in deine Medikamenteneinnahme bringst. Ich würde jetzt auf den 6 mg bleiben und nichts zusätzliches nehmen.
Tavor nur im absoluten Notfall, es macht sehr schnell abhängig. Schon nach zehn Tagen können Entzugserscheinungen auftreten.

Dass die Aufdosierung noch nicht gegriffen hat ist nicht ungewöhnlich. Dein Gehirn muss sich anpassen und das kann etwas dauern.
Schlafstörungen verselbständigen sich zudem auch sehr schnell.
Wir haben hier einen Thread zu Schlafhygiene. Du kannst dich gerne einlesen wie man mit Schlafstörungen umgehen kann.
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=9278
Charlotte044 hat geschrieben:
Montag, 19.11.18, 12:31
Was mich noch wundert und immer wieder an mir zweifeln lässt ist die Tatsache, dass ich immer mit so starken Angstgefühlen reagiere, eine Art körperliches Panikgefühl. Davon habe ich bei anderen, die Quetiapin absetzen, nicht so viel gelesen.

Übrigens hatte ich überhaupt nur wieder so zügig abgesetzt, weil es mir auch mit den 67,5mg Quetiapin überhaupt nicht gut ging, es hatte zwar den ersten Horror abgefangen, aber ansonsten habe ich mich auch damit nicht stabil gefühlt, im Gegenteil. Ich war totmüde und bin trotzdem morgens früh aufgewacht, dazu depressive und sedierte Gefühle.
Quetiapin fährt dich stark herunter. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. :wink:
Heilen tut es nicht. Es macht müde und kann Symptome deckeln, wenn man Glück hat.
Wenn man es dann wieder absetzt, ist alles wie vorher...
Im übelsten Fall plus Absetzerscheinungen.
Angsterkrankungen lassen sich im Allgemeinen gut therapeutisch bearbeiten und behandeln.

LG Ute
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Montag, 19.11.18, 22:05

Liebe Ute,

vielen lieben Dank für deine schnelle Antwort. Ich bleibe also dann bei 18,5mg und mache damit die letzte Reduktion von 3,25mg rückgängig.

Heute Abend fühle ich mich schon ruhiger als gestern, hoffentlich wird die Nacht auch besser.

Weil du etwas zur Behandlung von Angststörungen geschrieben hast:
Ich bin übrigens in Therapie, Sport und Entspannungsübungen mach ich auch, neulich war ich sogar beim Lach-Yoga :lol:, TRE hab ich angefangen...und trotzdem immer wieder diese Phasen mit diffuser Panik, Anspannung, Nebel, mieser Konzentration, Reizüberflutung etc. Es ist mir ein Rätsel, wie ich früher komplexere Aufgaben wie selbstverständlich erledigen konnte.
Das alles seit dem Kaltentzug vor einem Jahr. Und auch wenn ich den Großteil oder die Art der Symptome nicht hatte vor Medikamentenbeginn, frage ich mich immer wieder, ob ich inzwischen nicht einfach eine heftige Depression oder Angststörung entwickelt habe. Nur: Wie könnte ich sie dann noch angehen? Und so drehen sich meine Gedanken im Kreis. Zur Not würde ich wieder ein Medikament probieren, auch wenn das das letzte ist, was ich wollen würde. Aber irgendwann möchte ich ja wieder arbeitsfähig sein und eine Belastung für die Familie ist mein Zustand auch. Na ja, so weit ist es noch nicht und Sorgen um die Zukunft sind ja auch nicht förderlich.

Gute Nacht und noch mal Danke!
Charlotte
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von padma » Dienstag, 20.11.18, 10:55

hallo Charlotte, :)
..und trotzdem immer wieder diese Phasen mit diffuser Panik, Anspannung, Nebel, mieser Konzentration, Reizüberflutung etc. Es ist mir ein Rätsel, wie ich früher komplexere Aufgaben wie selbstverständlich erledigen konnte.
Das alles seit dem Kaltentzug vor einem Jahr.
Es wird eine Folge des Kaltentzugs sein. Es kann leider lange dauern, bis sich alles wieder erholt. So wie du es beschreibst, glaube ich nicht, dass du eine erneute Angststörung oder Depression entwickelt hast.

Klasse, dass du so aktiv an dir arbeitest. Entzugsbedinge Symptome lassen sich leider nur sehr begrenzt beeinflussen. Sei also nicht enttäuscht, wenn du weiterhin noch diese Symptome hast.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Dienstag, 20.11.18, 11:19

Liebe padma,
vielen Dank für deine aufmunternden Worte. Heute fühle ich mich etwas besser und bin fest entschlossen, es weiter durchzustehen. Mal sehen, wie lange... Ich hatte das Quetiapin ja nur einige Monate genommen, deshalb finde ich es so heftig, dass es mit so langwierigen Folgen verbunden sein soll.

Dir möchte ich auch mal alles Gute wünschen, du bist deinem Ziel ja nun sehr, sehr nahe und hast einen langen Weg hinter dir, toll! Geht es dir denn wenigstens zwischen den Reduktionsschritten inzwischen richtig gut?

Liebe Grüße

Charlotte
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Dienstag, 27.11.18, 15:17

Hallo zusammen,

mal wieder ein kleines Update. Stecke nun seit 2 Wochen in einer heftigen Welle und ich vermute, dass sie noch von den größeren Absetzschritten im Juli herrührt. Hinzu kommt wahrscheinlich das wieder Abdosieren von Insidon... Mir bleibt gerade nicht viel mehr, als weiter durchzuhalten und nicht durchzudrehen. Mein neuester Skill: Stricken und dabei Hörbuch hören :-)

Vorgestern Abend war ich so fertig und habe beim Gute Nacht Lieder singen für meinen Sohn geweint und gedacht "ich schaffs einfach nicht mehr".. dann habe ich mich in die Badewanne gelegt, einen Punkt fixiert, und mir vorgestellt ich bin ganz groß und stabil und marschiere da jetzt einfach stur durch, Kopf voran. Mal sehen, ob's klappt ;-)

Gibt es eigentlich noch jemanden, der bei Quetiapin Reduktion so eine heftige Dauerangst/-panik hatte und ist das jemals wieder weggegangen:-/?

Danke und aufmunternde Grüße an alle!

Charlotte
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September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
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Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
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Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Anikke » Dienstag, 27.11.18, 17:16

hallo Charlotte,
ich weiß gar nicht ob es vom Quetiapin kommt, ich bin über das insidon gestolpert, dass du ja recht flott absetzt, das ist doch der Wirkstoff opipramol, also ein Antidepressivum, das ebenso wie das Quetiapin in kleinen schritten u d großen Abständen ausgeschlichen gehört. es gibt hier einige z.b. lila, die opipramol kalt entzog und nun auch sehr mit Angst und Panik zu tun hat.
ich würde dir raten, sehr viel langsamer vorzugehen und ggf. das opipramol etwas aufzudosieren.
Liebe grüße anikke
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Dienstag, 27.11.18, 19:17

Liebe Anikke,
das Insidon habe ich nur ganz kurz genommen, es war ein Versuch die Reizempfindlichkeit und Angst zu dämpfen, hat aber nicht funktioniert.
Trotzdem lieben Dank!

Charlotte
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November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
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Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von padma » Dienstag, 27.11.18, 19:54

hallo Charlotte, :)

du nimmst Insidon bereits seit 4 - 5 Monaten. Es ist bereits nach ca 1 Monat in den Hirnstoffwechsel eingebaut. Und die Welle kam nach der erneuten Reduktion von Insidon, oder?

Ausserdem ist es wirklich ungünstig gleich zwei Psychopharmaka zu reduzieren.

Es wäre wirklich zu überlegen mit Insidon leicht höher zu gehen, Dosis abhängig davon, wann genau die letzte Reduktion war.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Dienstag, 27.11.18, 21:29

Liebe padma,

ja, es kann gut sein, dass das Insidon zusätzlich was durcheinander gebracht hat und es war wirklich blöd, das Insidon wieder abzusetzen und "gleichzeitig" mit dem Quetiapin weiter runter zu gehen, ich hätte das Quetiapin in der Zeit ruhen lassen sollen. Mit dem Absetzen von dem Insidon hatte ich bereits 7 Wochen nach Einnahme wieder begonnen, da es dann eher paradox wirkte und ich Dauermüde war, aber natürlich alles besser als diese fiese Panik.

Wieder erhöhen? Die Welle kam drei Wochen nach 3mg Reduktion von Quetiapin und 2Wochen nach 4,5mg (1 Tropfen) Reduktion von Insidon. Quetiapin habe ich bereits um 3mg wieder erhöht, von dem Insidon könnte ich zusätzlich einen Tropfen nehmen. Evtl. noch ein paar Tage warten, weil ich gerade das Gefühl habe, dass es sich langsam wieder beruhigt? Nehme zur Zeit noch abends 4Tropfen und morgens einen und wollte jetzt mal viele Wochen gar nichts ändern.

Lieben Dank und einen schönen Abend!

Charlotte
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von padma » Mittwoch, 28.11.18, 19:00

liebe Charlotte, :)

wenn es sich gerade zu beruhigen scheint, würde ich noch etwas abwarten.

liebe Grüsse,
padma
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15.06.2019: 0,04 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Freitag, 30.11.18, 10:17

Hey,

vielen Dank für deine Antwort padma, ich finde euren unermüdlichen Einsatz einfach toll!

Bei mir geht es nun seit dieser Woche immer von Tag zu Tag hoch und runter: Eine Nacht schlafe ich "gut", die nächste Nacht wache ich frühmorgens auf und fühle mich elend. Der Tag danach ist auch entsprechend. Etwas kurios finde ich diesen Rhythmus, aber er macht immerhin Hoffnung, dass irgendwann die besseren Tage überwiegen.

Ich war übrigens wieder beim Lachyoga und das finde ich sehr hilfreich in dieser harten Zeit. Haben andere auch Erfahrungen damit? Kann nur empfehlen, es mal auszuprobieren, auch wenn man sich erstmal ziemlich bescheuert fühlt und überwinden muss.

Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

Charlotte
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Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
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September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von padma » Freitag, 30.11.18, 18:23

hallo Charlotte, :)

diese starken Schwankungen sind typisch. Ich würde es als positiv bewerten.

Vielleichst magst du zu Lachyoga einen extra thread eröffnen, bei "Alternativen zu Psychopharmaka" und da etwas mehr dazu schreiben?

Danke dir für dein Lob fürs Forum :D

liebe Grüsse und ein schönes Wochenende,
padma
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Donnerstag, 13.12.18, 13:57

Liebes Forum,

hier ein kleiner Zwischenbericht von mir. Seit November/Anfang Dezember haben sich meine Symptome verändert. Ich leide nicht mehr unter dieser andauernden Panik und kann auch wieder besser schlafen, die Stromgefühle und Parästhesien sind auch etwas weniger, dafür fühle ich mich aber wie im Nebel gefangen. Ich habe Kopfschmerzen, mir ist schwindelig, übel, bin tagsüber total müde und zwischendurch muss ich einfach weinen vor Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Es kann auch sein, dass mein Zustand durch eine heftige Erkältung verschlimmert wird. Außerdem sind meine Schleimhäute alle wahnsinnig trocken. Ach ja, und zuweilen piekst es in den Füßen, wie so eine Art Nervenstechen.
Seit dieser Woche habe ich außerdem Druck, bald wieder zur Arbeit zu gehen, ich wäre fast gekündigt worden. Ich hoffe dass es im Februar oder spätestens März klappt, aber jetzt quälen mich natürlich zusätzlich die Gedanken "Was, wenn es mir dann immer noch so schlecht geht?".

Ich hoffe, dass es ein gutes Zeichen ist, dass die extremen Panik- und Erregungsgefühle zumindest vorerst abgeklungen sind und ich kann nur darauf hoffen, dass die anderen Symptome auch noch weniger werden.

Meine Mutter rief mich heute an und fragte, ob ich es nicht doch noch mal mit einem AD probieren wollte, evtl. sei ich einfach depressiv. Ich habe ihr widersprochen, aber es ist natürlich ein Druck von allen Seiten und einfach schwierig zu erklären und selbst daran zu glauben, dass ein halbes Jahr Medikamenteneinnahme und abruptes Absetzen einen solchen Ausfall verursachen können..

Ich freue mich über Austausch und von euch zu hören!

Charlotte
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Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
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Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
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Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
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