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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

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Jamie
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Jamie » Freitag, 14.12.18, 8:57

Hallo Charlotte, :)

Erkältungen, erst recht grippale Infekte, können jegliche Art von Symptomen massiv triggern.
In diesen Zeiten sollte man, falls noch nicht geschehen, unbedingt mit dem Absetzen und irgendwelchen anderen Änderungen pausieren.

Dass sich dein Körper symptomatisch verändert werte ich als tendenziell günstiges Zeichen.
Dein Nervensystem ist dabei sich anzupassen; es ist sicher auch sehr erschöpft durch die vorhergehende Panik und Unruhe und die Schlafstörungen; vermutlich kompensiert es das jetzt gerade durch eine erhöhte Ruhebedürftigkeit, was ich als völlig normal ansehen würde.

Die psychischen Symptome der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung aushalten zu müssen, die einen phasenweise überfluten, ist sehr schwer und anstrengend. Versuche es anzunehmen und nicht dagegen anzuarbeiten. Es kommen dann ja auch wieder Phasen, wo es besser geht.
Vielleicht hilft es dir in diesen Momenten Texte von Baylissa zu lesen, die sehr mutmachend sind oder in unserem "erfolgreich abgesetzt" Thread zu stöbern.
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=7526
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... t=baylissa (baylissa deutsch)
https://baylissa.com/


Wegen der Arbeit kann man leider nur sagen: du tust, was du kannst, dein Körper tut, was er kann - mehr geht nicht. Ich wünsche dir sehr, dass du zu Kräften kommst und die Symptome weniger werden und es das nächstes Jahr mit dem Wiedereinstieg klappt. Ansonsten muss man weiter schauen..

Einen Hinweis noch. Nach Blick in deine Signatur fand ich deine Insidon-Reduktion doch einigermaßen heftig / ambitioniert. Ich denke, dass das deinen Zustand aktuell auch maßgeblich mit beeinflusst.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Dienstag, 18.12.18, 12:58

Liebe Jamie,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort, ich habe mich sehr darüber gefreut! Der Infekt ist noch nicht abgeklungen und ich hoffe, dass sich danach noch etwas Besserung einstellt. Nun habe ich zusätzlich meine Periode und bin ziemlich ängstlich, dafür habe ich aber letzte Nacht nach langer Zeit mal wieder richtig gut geschlafen, also das heißt nicht nur bis fünf Uhr und ab dann in so einer Art Halbschlaf – morgens trotzdem total erschlagen.

Danke auch für deine Hinweise zu Baylissas Texten. Ich habe schon öfters darin gestöbert und es ist erstaunlich, wie gut sie mit ihren Worten das trifft, womit man selbst gerade ringt.

Das mit meiner Arbeit ist wirklich Mist. Irgendwie muss es einem erstmal richtig schlecht gehen im Leben, damit man mitbekommt, wie schwierig und hart vieles sein kann. Vorher bin ich doch vergleichsweise problemlos durchs Leben gekommen. Ich hoffe nur, dass irgendwann auch die Zeit kommt, in der man aufatmen und genießen kann und aus neu gewonnener Kraft schöpfen kann. Im Moment bin ich eher überwältigt von Gefühlen, dass nun alles immer schwer sein wird.

Mit dem Insidon hast du recht, ich hatte es allerdings schon nach 8wöchiger Einnahme begonnen wieder zu reduzieren. Es hat sich so mies angefühlt, dass es zusätzliche Probleme gemacht hat, wo es doch ein Versuch sein sollte, die Situation etwas zu verbessern. Ansonsten mache ich jetzt aber eine Absetzpause und versuche mich zu stabilisieren.

Sag mal könntet ihr meinen Namen eigentlich zu Charlie wechseln? Ist mir lieber..

Danke und liebe Grüße

Charlotte
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von padma » Dienstag, 18.12.18, 18:55

hallo Charlotte, :)
Sag mal könntet ihr meinen Namen eigentlich zu Charlie wechseln? Ist mir lieber..
Der Name Charlie ist leider schon vergeben. Evtl. ginge es mit einem Zahlenzusatz.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Dienstag, 18.12.18, 21:21

Liebe padma, toll,
dass ihr immer so schnell antwortet. Und das, obwohl es so viel zu tun gibt! Ich hatte übrigens so eine Idee, wie man das Forum auch finanziell unterstützen könnte, aber es ist kein e.V., oder?

Ist der Name Koralle auch schon vergeben?

Liebe Grüße
Charlotte
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Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
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März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
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September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 18.12.18, 21:25

Koralle würde gehen. Sollen wir ändern?

Das ADFD ist eine private Initiative, kein Verein. Spendenmöglichkeiten gibt es nicht, aber Zeit kannst du spenden, indem du hier aktiv bist in der gegenseitigen Unterstützung!

Grüße, Murmeline
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Dienstag, 18.12.18, 22:21

Ja, danke liebe Murmeline!
Meine Zeit Spende ich gerne, aber mit der anderen Idee wird’s dann nichts.

Liebe Grüße und gute Nacht!

Charlotte
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Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 18.12.18, 22:39

Name ist geändert. Bitte bei Anmeldung beachten!
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag:
Koralle
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Charlotte044: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Dienstag, 22.01.19, 12:30

Liebe Moderatorinnen,

erst einmal ein schönes neues Jahr!

Sagt mal könntet ihr meinen Namen auch im Titel ändern? Dort steht ja immer noch der alte Name.

Herzlichen Dank!

Koralle
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

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Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 23032 Mal
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Jamie » Dienstag, 22.01.19, 12:54

Hallo Koralle, :)

das scheint vergessen worden zu sein. Sorry.
Ich habe es abgeändert.

Grüße
Jamie
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Freitag, 08.02.19, 12:14

Guten Morgen!

Ich melde mich nochmal mit dem aktuellen Stand bei mir und der Bitte um Unterstützung beim Nachdenken über das weitere Vorgehen. Bitte entschuldigt diesen langen Text, aber es geht mir darum, wie ich jetzt weitermache.

Nachdem es mir im November sehr schlecht ging, habe ich zehn Wochen Absetzpause gemacht und nichts verändert. Vor 14 Tagen habe ich dann den letzten Insidon-Tropfen weggelassen und es soweit mit zu erwartenden Symptomen ganz gut weggesteckt (siehe Signatur). Ich warte in jedem Fall noch 14 Tage, ehe ich wieder etwas verändere.

Nun aber zu dem, was mich beschäftigt:

Seit einigen Wochen hat sich mein Schlaf verschlechtert, obwohl es mir sonst insgesamt besser geht. Es ist nun so, dass ich nach Einnahme der Medikamente immer zuverlässig einschlafe und wie sediert bin, um 5Uhr wache ich aber plötzlich auf, es durchfährt meinen Körper dann ein komisches Gefühl, ich muss zur Toilette und danach kann ich häufig nicht mehr wirklich schlafen. Gleichzeitig fühle ich mich aber total müde, wie als hätte ich noch kaum geschlafen (obwohl ich ja von ca. 22.30 bis 5Uhr schon einiges geschlafen habe), komme schlecht aus dem Bett und tagsüber kann ich wenig mit mir anfangen, wie nach einer durchzechten Nacht. Kann mich nicht konzentrieren, die Augen drücken und sind trocken, weine leicht...schlafen kann ich aber auch nicht. Oft ist mein Puls morgens erhöht und meine Füße bewegen sich unwillkürlich. Falls ich doch einmal wieder gut einschlafe geht es mir am nächsten Tag viel besser, manchmal habe ich dann bis zu zehn Stunden geschlafen. Was mich wundert ist, warum der Schlaf so komisch ist, obwohl es mir sonst besser geht. Tatsächlich ist es hauptsächlich der Schlaf, der mich von weiteren Reduktionsschritten abhält (im März gehe ich wieder arbeiten und nach solchen Nächten wird das sehr schwierig). Nun frage ich mich allerdings gerade, ob der Schlaf nicht sogar durch die Medikamente so gestört sein kann. Für diese Überlegung habe ich drei Anhaltspunkte:

1. Das nächtliche Wasserlassen, unwillkürliche Fußbewegungen am Morgen und frühes Erwachen mit Herzrasen hatte ich erstmals nach Einname des SSRI, meines ersten PP (u.a. diese NW sollten dann mit Quetiapin gedeckelt werden und das Elend nahm seinen Lauf...), allerdings nicht gleich zu Beginn sondern ca. nach 8 Wochen. Vorher hatte ich noch nie in meinem Leben Schlafstörungen.

2. Als ich im März 2018 nach heftiger Entzugskrise (Kaltentzug 200mg Quetiapin prolong drei Monate zuvor) 65mg unretardiert wieder eindosierte, konnte ich zunächst wieder gut schlafen und trotz weiter bestehender Entzugssymptome meinen Alltag bewältigen, auch den Arbeitsalltag. Erst als ich nach einigen Wochen anfing, plötzlich frühmorgens aufzuwachen bei gleichzeitigem Gefühl, nicht aufstehen zu können, mich total neben der Spur zu fühlen (noch viel stärker als aktuell), war ich im Alltag massiv eingeschränkt und musste mich krank schreiben lassen (bis heute).

3. Vor zwei Tagen habe ich, weil mich dieser gestörte Schlaf wirklich so quält, einen Versuch mit zwei Tropfen (2mg) Trimipramin gestartet (ich weiß, dass das hier nicht empfohlen wird). Das Ergebnis war, dass ich am zweiten Abend der Einnahme heftige Erregungszustände bekam und Angstzustände am nächsten Tag, der Schlaf war komischerweise aber besser. Ich denke nicht, dass das ein Triggern von Symptomen war, sondern wenn dann eine hoch empfindliche Reaktion auf Nebenwirkungen. Auch nach der abendlichen Einnahme von Quetiapin und Insidon bin ich manchmal verstärkt ängstlich, aber dann eben auch sediert.

Die o.g. Erfahrungen bringen mich zu der Überlegung, ob der Schlaf möglicherweise durch die Medikamente so gestört sein könnte, obwohl sie ja das Gegenteil bewirken sollten. Vielleicht ist es die anticholinerge Wirkkomponente, die bei mir neben Sedierung auch immer Erregung bewirkt? (Trimipramin ist ja stark anticholinerg, viel mehr als Insidon, wo ich nicht so heftig reagiert habe, nach einer Weile aber auch mehr Schaden als Nutzen bemerkte und wieder absetzte). Oder ist der sedierte Schlaf einfach nicht erholsam? Andererseits: Auch abends fühle ich mich nicht immer optimal, wenn auch deutlich besser, und da dürfte ja von den Medikamenten fast nichts mehr im Blut sein.

Für mich sind diese Überlegungen deshalb so wichtig, weil ich mich tatsächlich mit der Frage beschäftige, noch mal ein schlafanstoßendes Medikament zu probieren (z.B. Mirtazapin o.Ä.), was ich ja eigentlich nicht möchte, oder nun konsequent weiter abzusetzen und zu hoffen, dass es sich so wieder normalisiert.

Bitte entschuldigt diesen langen Text! Ich freue mich über jeden Rat und werde auch selbst aktiver in anderen Threads mitschreiben, sobald ich in meinem Chaos mehr durchgestiegen bin..

Herzlichen Dank!

Koralle
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

Clarissa
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Clarissa » Freitag, 08.02.19, 12:36

Hallo, Koralle.

Mein Schlaf hat sich tatsächlich erst wieder normalisiert, nachdem ich alle "schlafanstoßenden" Medikamente los war, sowohl Benzos/Z-Substanzen als auch AD und NL.

Mein Schlaf mit derartigen Medikamenten fühlte sich unnatürlich an, ich hatte viele Nebenwirkungen und v.a. einen gewaltigen Hangover. Ich war irgendwie dauerbenebelt.

Alles Gute und VG von Clarissa
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früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen fast 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Koralle
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Freitag, 08.02.19, 18:13

Liebe Clarissa,
danke für deine Antwort! Aber es hat nach Absetzen doch sicher lange gedauert, ehe der Schlaf sich wieder normalisiert hat, oder? Ich stelle mir vor, dass es erstmal schlimmer wird, wenn ich Quetiapin weiter reduziere, und davor habe ich Schiss😔

Liebe Grüße

Koralle
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Clarissa » Freitag, 08.02.19, 21:07

Hallo, Koralle.
Ja, es hat lange gedauert bis zu ausreichend normalem Schlaf.
Aber ich bekam unter den PP keinerlei erholsamen Schlaf mehr, von daher hatte ich keine Wahl.
Eine gute Entscheidung wünscht mit VG Clarissa.
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Sonntag, 10.02.19, 13:23

Hallo zusammen,

Ich habe mich sehr über Clarissas Antwort gefreut, die mich eher darin bestätigt, Quetiapin weiter zu reduzieren. Seit der Erfahrung mit dem Trimipramin ist auch mein Partner überzeugt davon, dass es mir erst wieder gut gehen wird, wenn ich alles abgesetzt habe. Nur ich bin noch unsicher...

Würde mich freuen, falls noch jemand die Zeit findet, auf meine Überlegungen oben einzugehen, auch wenn sie etwas ausführlich sind, ich weiß...
Wie war es bei euch mit dem Schlaf?

Herzlichen Dank und allen einen schönen Sonntag!

Koralle
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 10.02.19, 14:14

Liebe Koralle.

Ich wiederhole und bekräftige:

Allein für den erholsamen Schlaf hat es sich für mich schon gelohnt, psychopharmakafrei zu werden. Ich hatte arge Zweifel, ob das je wieder klappt: aber es hat :party2: .

VG von Clarissa.
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Ululu » Sonntag, 10.02.19, 21:42

Hallo Koralle,

Ich lasse dir mal einen Link da, der vielleicht hilfreich für dich ist.

https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=50&t=15126

LG Ute
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Sonntag, 10.02.19, 22:34

Liebe Ute,

Danke, das ist lieb! Mit diesen Phänomenen hatte ich wahnsinnig während SSRI Einnahme zu kämpfen und noch schlimmer zu Beginn des Entzugs. Inzwischen ist es viel besser, nur schlafe ich komischerweise schlechter bzw. wache früher auf etc., deshalb meine Unsicherheit.

Liebe Grüße

Koralle
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Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
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Koralle
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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Mittwoch, 13.02.19, 14:20

Hallo zusammen,

muss mich mal kurz auskotzen. Ich war heute beim Betriebsarzt, ich habe ihm nur stichwortartig kurz geschildert, was der Grund für die lange Krankschreibung war, und er sagte: "Na, klingt mir eher nach was Chronischem, das wird wahrscheinlich immer mal wieder kommen."

Wie anmaßend, oder? Zumal ich selbst ständig mit der Angst zu kämpfen habe, dass ich chronisch krank sein könnte und mir das mit den Medikamenten nur einbilde.
Wie kann man nur so oberflächlich sein? Außerdem sagte er noch: Wenn Menschen ein Mittel vertragen, brauchen sie es auch, wenn nicht, nicht. Was für eine Logik.

Musste das nur mal loswerden und versuche, mich nicht verunsichern zu lassen.

Liebe Grüße

Koralle
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von padma » Donnerstag, 14.02.19, 18:55

hallo Koralle, :)

das ist leider ein sehr typische Einstellung, die dein Arzt da hat. An den Medikamenten kann es nicht liegen, es ist immer die "Grunderkrankung" :frust: :frust: :frust:
Wenn Menschen ein Mittel vertragen, brauchen sie es auch, wenn nicht, nicht. Was für eine Logik.
Das sagt doch alles aus über diesen Arzt. :evil:

Lass dich nicht verunsichern, es ist wirklich Blödsinn.

liebe Grüsse,
padma
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UluluBlumenwieseKorallekrasiva
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.06.2019: 0,04 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


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Re: Koralle: "Quetiapin reduzieren - schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome"

Beitrag von Koralle » Dienstag, 23.04.19, 12:02

Hallo liebe MitleidensgenossInnen,

heute lasse ich mal ein Update hier:
Ich habe vor über sechs Wochen 6,25mg Quetiapin reduziert (6 Wochen davor 4,5mg Insidon).
Es hatte sich immer mehr heraus kristallisiert, dass ich trotz geringer Dosis weiterhin enorm unter den Nebenwirkungen leide, die sich auch nach mehrmonatiger Reduktionspause nicht legten, vor allem starke Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Anspannung, Herzrasen, Missempfindungen, Harnverhalt.

Deshalb hatte ich mich entschieden, den Rest nun "zügig" abzusetzen. In den ersten Tagen war ich vor allem müde und gereizt, es ging mir aber insgesamt besser als sonst. Nach vier Wochen hatte ich einige Tage enorme Angst, vor allem morgens, dazu Schwitzen, Zittern, Übelkeit, inzwischen auch Schwindel.
Es ist nun eine Mischung aus den alten Nebenwirkungen (auch bei 12,5mg bin ich abends noch wie ausgeknocked, Herzrasen, Restless Legs) und erhöhter Ängstlichkeit durch das Absetzen (die Angst durch NW ist eine andere als die Angst durch das Absetzen, irgendwie schwer zu beschreiben, Absetzangst ist spezifischer: reale Sorge, Befürchtung, Adrenalin, Panik). Zwischendurch habe ich aber auch Tage, an denen ich mich wieder viel mehr wie früher fühle, vor allem wenn ich ausschlafen kann (10-11Std.), dann ist es mit der Konzentration auch besser.

Nun stecke ich in der Zwickmühle: Beim nächsten Mal einen kleineren Schritt wählen und noch ewig unter den Nebenwirkungen leiden?
Oder wieder 6,25mg und ein paar harte Wochen durchstehen? Ich werde es wohl davon abhängig machen, ob und wie gut sich mein Zustand nun in der siebten und achten Woche einpendelt. Manchmal hoffe ich, dass die NW vielleicht bei 6,25mg nur noch sehr gering sind und ich dann in Minischritten absetzen kann. Na ja, man hangelt sich ja immer mit irgendeiner Hoffnung von Monat zu Monat ;-)

Viele Grüße und gutes Durchhalten an alle!

Koralle
Zuletzt geändert von Jamie am Dienstag, 23.04.19, 13:59, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg Quetiapin unretardiert abends wegen Sedierung, 6mg Quetiapin morgens.
Juni-Juli 2018: In 3 Wochen-Schritten auf 25mg Quetiapin abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme. Zusätzlich als Versuch, die Symptome abzufangen, Insidon Tropfen abends 4Stck. (18mg), tagsüber alle zwei Std. 2Tropfen (8-18Uhr, insg. 54mg)
September 2018:18,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg, tagsüber 27mg (reduziert wegen paradoxer Reaktion) (ca. in 1. und 3. Woche nach Quetiapin Reduktion starke Panik morgens und weitere Symptome..Übelkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Missempfindungen in Unterarmen und Füßen, Muskelzuckungen, Flushs, dafür aber wieder deutlich wacher und weniger depressiv).
Ende Oktober 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 18mg
November 2018: 15,25mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg (Symptome wie oben beschrieben, Schlafstörungen verstärkt)
19.11.2018: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 4,5mg
27.01.2019: 18,5mg Quetiapin, Insidon abends 18mg, tagsüber 0mg
(in erster Woche nach Insidon Reduktion verstärkt Müdigkeit und Benommenheit, in zweiter Unruhe und Erregung)
Februar 2019: Amoxicillin nach Zahn OP, starker Schwindel und Herzrasen nach Absetzen, weiß nicht ob vom AB oder Insidon Reduktion
8.3.2019: 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg
(in ersten Wochen Müdikeit, Gereiztheit, Unruhe, trotzdem verbessertes Befinden; in 5.Woche starke Angst, Schwitzen, Übelkeit, Zittern, Schwindel, danach langsam Besserung)
1.6.2019 Quetiapin 1,25 – 1,25 - 10mg, (Aufteilung auf drei Einnahmezeitpunkte); Insidon abends 18mg
15.6.2019 zurück auf 12,5mg Quetiapin abends, Insidon abends 18mg

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