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Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
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Winterlicht : Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

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Winterlicht : Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von winterlicht » Montag, 07.01.19, 8:17

Hallo zusammen,

Ich lese schon länger in diesem Forum und bin sehr froh, dass es dass es das hier und euch gibt!
Es ist wirklich eine Bereicherung zu sehen, wie vielen es gleich geht, und dass man nicht alleine ist.

Ich möchte mich kurz vorstellen, ich wurde vor 7 Jahren nach einem mehrmonatigen Klinikaufenthalt mit 300 mg Quetiapin, 30 mg Mirtazapin und 10mg Escitlaopram entlassen. Ich hatte damals eine schwere Depression mit psychotischen Symptomen, es war nicht ganz klar, was das wirklich war, denn ich war innerhalb von 2 Tagen nach Haldol-Gabe und viel Schlaf (anfangs wurde Haldol als NL angewandt), wieder „normal“. Letztlich war die Diagnose bipolare schizoaffektive Störung. Ich hatte Todesängste, definitiv Halluzinationen und auch leichte Verfolgungsgefühle, allerdings nur für wenige Tage.
Alle 3 Medikamente nehme ich dato heute immer noch in der gleichen Dosierung.

Ich bin Mutter, und die anstrengenden Babyjahre mit wenig Schlaf sind so langsam vorbei, und ich möchte nun,schrittweise und so langsam wie möglich ausschleichen. Mein Psychiater wollen Ende Januar anfangen auszuschleichen, beginnend mit dem Quetiapin.
Ich habe in den letzten Jahren sehr viel Entspannungsmethoden (Meditation, Achtsamkeit, Sport) integriert, und auch eine sehr bewusste Ernährung für mich gefunden und dadurch mittlerweile eine wirklich sehr gute Lebensqualität erreicht, und hoffe dass mir diese Dinge beim Absetzen helfen.
Nun meine 1. Frage, ich möchte als ersten Schritt nur 25 mg oder sogar nur 12,5 mg reduzieren, und muss ja dann 250 mg Quetiapin Retard plus 25 oder 37,5 mg unretardiert nehmen. Sollte ich schon vorher (jetzt) anfangen meinen Körper auch ans unretardierte zu gewöhnen oder macht das keinen großen Unterschied?

Ist die Erst-Reduktion von 25mg o. 12,5 mg erfahrungsgemäß machbar, ist man noch einigermaßen „alltagsfähig“ ?
Ich habe sehr große Angst vor Absetzsymptomen und für mein Kind nicht funktionieren zu können, das empfinde ich, als Mama, wirklich als Dilemma.

Wie geht es weiter mit der Reduktion, wenn ich nun bei den ersten „Absetz-Schritten“ das retardierte + unretardierte in Kombination nehme, wie mache ich das, wenn ich bei 250 mg angekommen bin, nehme ich dann wieder nur das retardierte (das gibt es ja in 50 mg Größe). Ist das zu kompliziert für das ZNS?

Und, noch eine letzte Frage, viele hier haben Passionsblüte als Mittel gegen Unruhe ausprobiert. Kann man diese tatsächlich ohne Problem als Begleitung zu NL und AD nehmen?

Vielen Dank schonmal für eure Antworten, lg winterlicht
Zuletzt geändert von Murmeline am Mittwoch, 09.01.19, 21:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von Towanda » Montag, 07.01.19, 9:02

Hallo Winterlicht,

willkommen im ADFD.

Normalerweise sollte man immer nur eine Sache verändern. Also bei Dir erst die Umstellung auf umretardiertes Quetiapin und wenn Du damit stabil bist, die Reduzierung. Aber es meldet sich sicher noch jemand, der mit Quetiapin Erfahrung hat.


Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:
Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander.

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Bitte lies dich aber zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva

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Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
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Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.
Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,

liebe Grüsse, Towanda
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Re: Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von Jamie » Montag, 07.01.19, 9:18

Hallo winterlicht,

willkommen im Forum :)

Wie verteilst du denn das Quetiapin? Ich nehme an du nimmst nicht 300mg ret. auf einmal?
Bevor du absetzt, musst du umstellen - das ist korrekt.
Und umstellen heißt auch wirklich umstellen, nicht schon ausschleichen.

Meine Idee wäre 250mg retardiert zu nehmen und 50mg unretardiert (lass dir 25mg verordnen und nimm 2 davon) und die unretardierte Menge davon abends einzunehmen, weil das natürlich schneller anflutet, da nicht retardiert.

Wenn dir das bekommt, dann kannst du anfangen auszuschleichen.
Bei 300mg wären 10% weniger 30mg weniger. Wenn dir das aber zu viel ist, dann kannst du es natürlich auch mit zB 12,5mg weniger probieren oder einer anderen Menge, die dir sympathisch ist.

Am Mirtazapin und Escitalopram darfst du dann derweil nichts ändern.
Immer nur ein AD / NL vornehmen.
GGf kann man irgendwann auch mal mit dem Quetiapin pausieren und sich einem anderen Mittel zuwenden, falls das nötig sein sollte.

Viele Grüße
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Re: Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von winterlicht » Montag, 07.01.19, 10:12

Vielen Dank für eure raschen Antworten!

Ich nehme seit ca. 6 Jahren die 300 mg retadiert abends ca 19 uhr - also nur eine einzige Quetiapin-Dosis am Tag, und diese abends.

Dann wäre also der Plan, ich würde vorerst umstellen auf 250 mg retardiert sagen wir weiterhin 19 Uhr, plus zur Bekömmlichkeits-Testung die 50 mg unretardiert so etwa 20/20.30 Uhr, da dieses ja stark schlafanstossend wirkt. Kurz vor dem Bettgehen (normalerweise 21 Ihr) dann das Mirtazapin.

Nach der Gewöhnung kann ich als nächsten Schritt die unretadierte teilen und bin dann gesamtheitlich bei 275mg...

Wenn ich irgendwann bei 250 mg angelang bin, mache ich es genauso (200 mg retard + 50 mg unretard)...sehe ich das richtig?

Vielen Dank und viele Grüße, winterlicht

p.s. vielleicht findet sich noch jemand der meine Frage mit der "Alltagstauglichkeit" als Mutter beantworten kann. Mit Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen könnte ich umgehen....es geht mir eher um Schwindel, Autofahren etc.
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Re: Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von padma » Montag, 07.01.19, 19:41

hallo Winterlicht, :)

auch von mir willkommen.

Du siehst das genau richtig :D

Die Frage der Alltagstauglichkeit ist immer individuell. In deinem Dosisbereich wird vermutlich eine 25 mg Reduktion gut verkraftbar sein.
Dass du von Anfang an kleinschrittig ausschleichen wirst ist schon mal eine gute Voraussetzung.
Und, noch eine letzte Frage, viele hier haben Passionsblüte als Mittel gegen Unruhe ausprobiert. Kann man diese tatsächlich ohne Problem als Begleitung zu NL und AD nehmen?
Ja, das kannst du nehmen, da gibt es keine Wechselwirkungen.

Hast du denn eine Idee, was diese Krise vor 7 Jahren ausgelöst haben könnte? Hattest du zuvor schweren Schlafmangel?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von Blumenwiese » Montag, 07.01.19, 23:45

Hallo,

Ich hatte genau wie du 300 mg Quetiapin Retard. Ich bin Mutter von einer inzwischen 5jährigen Tochter. Als ich die Reduktion gestartet hatte, war sie 3 gewesen.

Ich bin damals von 300 auf 250 mg Quetiapin Retard gegangen und hatte da noch gar keine Absetzsymptome.

Als ich dann von 250 mg auf 200 mg+25 mg unretardiert gegangen bin, hatte ich ein paar
wenige Absetzsymptome (Muskelschmerzen und Haarausfall) und hab das mit meiner Tochter genauso gut wie immer geschafft. Schwindel hatte ich damals auch nicht.

Von da auf 200 mg hatte ich die gleichen Absetzsymptome wie bei der vorherigen Reduktion.

Erst bei den Reduktionen unter 200 mg wurde es schwierig bei mir. Auch mit Schwindel und Übelkeit.

Liebe Grüße
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Re: Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von winterlicht » Dienstag, 08.01.19, 6:55

Hallo zusammen,

Wieder vielen Dank für's Antworten!

@ padma, Ja, mittlerweile weiss ich was damals zur Krise führte. Es fing an mit sehr langem absolutem Schlafmangel, und ging weiter mit einer falschen Dosierung eines AD s was vermutlich zu einem Serotonin Syndrom geführt hat....alles nicht schön, für mich eine traumatische Geschichte, die ich in den letzen Jahren aufgearbeitet habe.
Danke für deinen Tipp mit der Passionsblume, das hilft schonmal weiter :)

@blumenwiese, auch dir lieben Dank für deine Erfahrung.
Als Mutter will man ja weiter für sein Kind funktionieren ...es ist furchtbar, wenn es einem selbst nicht gut geht und man sich nicht richtig kümmern kann.
Hast du bei deinem 2. Schritt die 200 mg retardiert + 25 mg unretardiert zusammen abends eingenommen?

Liebe Grüße, winterlicht
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Re: Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von Blumenwiese » Dienstag, 08.01.19, 11:51

Hallo,

Ich hatte um 17 Uhr die retardierte und gegen 22 Uhr die unretardierte genommen.

Das hab ich erst letztes Jahr beides auf 20 Uhr zusammengelegt, weil ich sehr viele Medikamente über den Tag verteilt nehmen muss und mich die zusätzliche Einnahme um 17 Uhr überfordert hatte.

Allerdings war ich mit der Wirkung der 17 Uhr Einnahme am zufriedensten. Ich bin gegen halb 10 müde geworden und konnte am nächsten Tag um 9 Uhr ohne Probleme aufstehen.

Mit der versetzten Einnahme schlief ich bis halb 11.

Jetzt schlaf ich bis 11 oder 12 Uhr, weil auch noch das Promethazin hochgesetzt werden musste.:( Mein Mann übernimmt morgens komplett alles allein zu Hause. Ich komm einfach nicht aus dem Bett...

Liebe Grüße
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Re: Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von winterlicht » Dienstag, 08.01.19, 13:04

Hallo zusammen

@blumenwiese, ich danke dir für deine Antwort. Es ist wirklich schwierig mit den Einnahmezeiten, und mit dem Gedanken erstmal auf das unretardierte zu wechseln, dann aber durch die schlafanstoßende Wirkung komplett ausgeknockt zu sein.

Insgesamt habe ich irgendwie Ängste und Bedenken mit der Eingewöhnungzeit von 250m retard+50mg unretardiert und dann noch das Mirtazapin dazu....das wird mich wahrscheinlich ins absolute Koma befördern.

Ich muss doch morgens 6.30Uhr fit sein..puh, das wird anstrengend.

Vielleicht hat ja noch jemand Erfahrung wie es dann am nächsten Morgen ist ..eigentlich müssten sich die 50mg unretardiert ja frühs wieder abgebaut haben, wegen der geringeren Halbwertszeit.

Wie lange müsste ich denn die "Umgewöhnung" testen und ab wann kann ich dann die unretardierte langsam herunterfahren, reicht es wenn ich nach 4/5 Tagen merke ich komme mit dem unretardiert gut zurecht , und fange dann an das unretardierte in 25 oder 12,5 mg Schritten alle 4-6 Wochen auszuchleichen?

Liebe Grüße winterlicht
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Re: Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von Blumenwiese » Dienstag, 08.01.19, 14:21

Hallo,

Ich würde die 50 mg unretardiert nicht auf einmal nehmen.

Wenn du kannst dann verteile es auf 2-3 Einahmen, wenn du dich in der Lage fühlst, das zu koordinieren und nicht zu vergesslich bist. Das war ja mein Problem.

Du könntest Vormittags 12,5 mg, Nachmittags 12,5 mg und dann zur Nacht 25 mg nehmen. Halbieren geht mit einem Tablettenteiler aus der Apotheke recht gut. Wenn es mal schief geht, schmeiß die Tablette weg und versuchs nochmal.

Ich hatte wegen dem Teilen der unretadierten Quetiapin eine lange Beratung in der Apotheke gehabt, wo sich 3 Apotheker ausgetauscht haben, ob man das nun darf oder nicht, weil die Tabletten nicht zum Teilen gedacht sind. Am Ende kam dann raus: Ja, ich darf.

Das Gute bei den 3 Einnahmezeitpunkten ist, dass du damit gleich deine zukünftige Reduzierungsmöglichkeiten festgelegt hast. Du könntest nach und nach die Einzeldosen weglassen oder auch gleich mehrere auf einmal.

Liebe Grüße
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Re: Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von winterlicht » Dienstag, 08.01.19, 19:22

Die Ideen mit der verteilten Einnahme sind sehr gut und machen wirklich Sinn...aber ich glaube nicht dass ich das so umsetzen kann.

Ich habe heute den ganzen Tag darüber nachgedacht, wie ich das Ausschleichen am besten beginnen kann, um einigermaßen durch den Tag zu kommen. Mir rauben die Tage mit dem jetzigen Tablettencocktail und gleichzeitig als halbtags-arbeitende Mama, sehr viel Kraft und ich bin jetzt schon tagsüber müde bis sehr müde, und ich schlafe jeden Abend ab 19 Uhr schon fast auf dem Sofa ein...
Wenn ich nun noch zusätzlich etwas am Tag nehme werde ich den Alltag mit seinen ganzen Terminen und Verpflichtungen nicht mehr schaffen, und ich bin fast immer alleine mit meinem Kind. Je mehr ich darüber nachdenke desto mehr nervt es mich, dass es diese retard Tabletten nicht in kleinerer Form gibt :(

Wie schlafanstossend ist das unretardierte Quetiapin denn, wenn man es morgen oder mittags nimmt, haut es einen quasi "um" oder ist es vergelichbar mit der Müdigkeit nach einem schwerem Essen z.b. ?

Könnte ich nicht versuchen morgens nur 12,5 zu nehmen...und hoffen dass mein Nervensystem für den Anfang nicht allzu irritiert ist und diesen ersten Ausschleich-Schritt von 300 mg auf nun verteilte 287,25 mg gut verkraftet? Ich verstehe den Ansatz von jamie sehr gut...und würde ihn auch sofort umsetzen, aber eine schlafanstossende Wirkung am Morgen oder Mittag kann ich mir nicht vorstellen... :(

Einen schönen Abend und liebe Grüße, winterlicht
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Re: Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von Blumenwiese » Dienstag, 08.01.19, 21:02

Hallo,

Ich denke, es ist schwer zu sagen, wie du auf das unretardierte reagierst.

Z.B. nehme ich auch noch Promethazin. Meist nur als Bedarf. Ich kann 50 mg tagsüber auf einmal nehmen und würde trotzdem nicht gleich einschlafen. Andere haut schon 10 mg um.

Nach der 10% Regel könntest du ja auch gleich auf 250 mg Retard+25 mg unretardiert zur Nacht gehen. Das ist dann leichter in den Alltag zu integrieren. Die 25 mg Schritte passen dann bis du bei 200 mg Retard+25 mg unretardiert bist. Danach wären es 200 mg Retard+12,5 mg unretardiert und dann 200 mg Retard..... alles theoretisch.

Wie gesagt, ich hatte bis 200 mg kaum Probleme. Aber das ist immer schwer zu sagen. Der eine hat massive Probleme, so wie ich mit meinen 3-4% Schritten zur Zeit und andere dosieren ganz einfach runter.... das kannst du nur ausprobieren.

Liebe Grüße
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Re: Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von padma » Mittwoch, 09.01.19, 18:11

hallo Winterlicht, :)

allgemein empfehlen wir erst umzustellen und dann im nächsten Schritt zu reduzieren.

Aber, es gibt auch Betroffene, für die 50 mg unretardiertes zu sedierend ist, und die daher, speziell im oberen Dosisbereich, gleichzeitig umstellen und reduzieren.

Lies mal in den Quetiapinthreads im NL Bereich, da wird diese Frage oft diskutiert.
@ padma, Ja, mittlerweile weiss ich was damals zur Krise führte. Es fing an mit sehr langem absolutem Schlafmangel, und ging weiter mit einer falschen Dosierung eines AD s was vermutlich zu einem Serotonin Syndrom geführt hat....alles nicht schön, für mich eine traumatische Geschichte, die ich in den letzen Jahren aufgearbeitet habe.
Sowas hatte ich befürchtet. Du hattest also kein wirklich psychisches Problem, sondern Schlafmangel und NW des AD.
Ich glaube dir sofort, dass das alles sehr traumatisierend war. :hug:

liebe Grüsse,
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Re: Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von winterlicht » Mittwoch, 09.01.19, 18:47

Hallo zusammen,

blumenwiese, hab vielen Dank für deine Ideen. Ich glaube letztendlich bleibt mir nur das Ausprobieren, du hast recht, es ist einfach zu individuell.
Ich hatte damals zeitweise Seroquel + Diazepam bekommen und war trotzdem schwer müde zu kriegen.
Mittlerweile ist es umgekehrt, ich schlafe gerne und viel, und habe auch ca. 9-10 h Nachtschlaf.
Ich finde es super, dass dein Mann morgens übernimmt, bei mir ist es so dass ich das Kind nachmittags betreue und mein Mann dann abends übernimmt, er aber sehr früh zur Arbeit muss Er ist aber auch schon immer früh müde, Eltern sein ist eben auch noch ein Vollzeitjob dazu :roll: :wink:

@padma, dir auch lieben Dank für den Tip mit dem NL Forum, da werde ich mich gleich mal durchwursteln. Ich hatte schon einmal kurz recherchiert...und fand es unglaublich wieviele das "Problem" mit der Dosisreduktion des Quetiapin haben, und sich erstmal in einem Forum anmelden müssen, um sicher und gewissenhaft runter zu reduzieren.... I
Ich möchte nicht wissen, wieviele zu Hause sitzen und jeden Tag ihre retard Tabletten teilen, gerade Menschen mit wenig online Anbindung oder die noch nicht genug über das Auschleichen informiert sind, denn mir wurde in der Apotheke auch gesagt, ich könnte die retard ohne Probleme teilen :shock:

Du hast es auf den Punkt gebracht, es war wirklich eine Hölle die ich da erlebt habe. Ich habe mir zum glück mittlerweile sehr viele "tools" (sport, Atem, Ernährung) angeeignet, die mir hoffentlich beim Ausschleichen bzw. bei Absetzsymptomen helfen werden... und wenn es 3 Jahre dauert mit dem ersten Medikament, hauptsache so langsam wie möglich...

Euch einen schönen Abend , lg winterlicht
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Quetiapin retard. 0-0-250 mg
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Ergänzend: alle 2 Tage Vitamin D, tägl. Omega 3 Fettsäuren, tägl. viele Nüsse, Magnesium nach Bedarf, Obst und Gemüse, viele Kräuter.
Für mich auch sehr hilfreich: Bewegung, Sport, Wald, Achtsamkeit, Dankbarkeit, Atem :)

winterlicht
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Quetiapin retard in Kombination unretard weiter reduzieren- wie gehe ich vor?

Beitrag von winterlicht » Freitag, 01.02.19, 8:21

Hallo Ihr Lieben Quetiapin Ausschleicher,

ich habe nun den ersten Reduzierungsschritt von 300mg Quetiapin auf 250 mg retard +25 mg unretard geschafft.
Ich überlege nun, wie denn überhaupt der nächste Schritt wäre.

Ich gehe mal davon aus, dass das unretadierte "drin" bleiben muss, da sich das ZNS nun daran gewöhnt hat......
Wäre folglich der nächste Reduktions-Schritt ( wenn ich mich nochmal 25 mg traue, ich tendiere eher zu weniger ):
200mg retard + 50 mg unretardiert?

Meine Überlegung ist...da das retard ja einen Wirkstoffspiegel von ca. 21 Stunden hat, und das unretardierte nur 6-8 Stunden - dann hätte ich ja tagsüber schlagartig 50 mg weniger Wirkstoffspiegel (also wenn ich beides zusammen vor dem Schlafen nehme).
Dann macht es vermutlich eher Sinn 25 mg unretardiert vor dem Schlafen, und dann nochmals 25 mg unretard am Vormittag zu nehmen, oder?

Ich hoffe das ist nicht zu kompliziert, vermutlich mache ich mir zuviele Gedanken :roll:. Trotzdem danke schonmal

LG winterlicht
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Murmeline
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Re: Winterlicht : Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von Murmeline » Freitag, 01.02.19, 11:19

Beitrag in deinen Thread verschoben. Bitte eröffne keine neuen Threads sondern bleibe für deinen Verlauf hier und schreibe immer weiter :) Thread wurde nach Neuroleptika absetzen verschoben.

Danke!
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Re: Winterlicht : Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von Harry29 » Freitag, 01.02.19, 22:35

Hallo Winterlicht,

2x 25mg unretartiertes Quetiapin über den Tag verteilt zu nehmen und dazu 200 mg retard wie du es vorschlägst ist sicher eine Option für den nächsten Schritt.

Müsstest du ausprobieren, wie du es verträgst und es in deinen Tagesablauf integrierbar ist, wenn du 25mg am Vormittag nimmst. Es macht doch sehr müde, da es sofort anflutet. Braucht etwas Eingewöhnung.

Ansonstem Alternativen ins Auge fassen. Gerne hier Rat einholen. Blumenwiese hat weiter oben auch schon einen Vorschlag gemacht. Bei jedem ist es etwas individuell.

Das unretartierte Quetiapin ist vor allem für später im Niedrigdosisbereich wichtig, da das retartierte nicht im Niedrigdosisbereich verfügbar ist und auch nicht geteilt werden kann. Deshalb ist es gut, wenn du es jetzt schon integriert hast.

Langfristig kannst du meiner Meinung nach mit dem Reduzieren vom retard weitermachen ohne es in unretartiertes zu wechseln.

Liebe Grüße,
Harry
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30.11.2018: 10mg Quetiapin
25.12.2018: 10mg Quetiapin (+2.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl).
24.03.2019: 10mg Quetiapin (+8.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl+200mg Magnesium).
19.04.2019: 8mg Quetiapin (+~5.000 i.E. Vitamin D3 + Vitamin K2 200 qg + Omega 3 Fettsäuren in Form von Fischöl+ ~200mg Magnesium).
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winterlicht
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Re: Winterlicht : Überlegungen und Fragen: Quetiapin-Reduktion retard/unretardiert

Beitrag von winterlicht » Sonntag, 03.02.19, 7:32

Danke Harry für deine Antwort.

Wahrscheinlich muss ich es letztendlich ausprobieren, wie es am besten für mich klappt.

Ich merke momentan dass der Schritt von 300 mg retard auf 250 mg sehr gross war. Mein Kopf dröhnt sehr ab mittags, aber ich versuche es auszuhalten.

Ich kann es mir nur so erklären, dass das unretardierte ja frühs nach dem Schlaf schon wieder abgebaut ist, und das ZNS dann nun mit dem 250 mg statt vorher 300 mg retardierten zurechtkommen muss.
Ich versuche durchzuhalten.....vermutlich werde ich im nächsten Schritt mittags noch etwas unretardiert eindosieren um die Zeit bis zum Abend zu überstehen.

Liebe Grüße winterlicht
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