Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe ADFDler,

die Organisation des Forums durch das Team ist weiterhin eingeschränkt.

Danke an alle die sich im Rahmen der gegenseitige Selbshilfe einbringen. Bitte schaut weiter gut auf euch und unterstützt euch aktiv untereinander mit euren Erfahrungen oder Hinweisen auf lesenswerte Threads. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Towanda1
Beiträge: 711
Registriert: Dienstag, 16.01.18, 18:23
Hat sich bedankt: 549 Mal
Danksagung erhalten: 1294 Mal

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Towanda1 » Montag, 03.12.18, 12:50

Hallo Dan,

ich schreibe es einfach nochmal: Du hattest am 13.10. einen Kaltentzug von 30 mg Mirtazapin - vielleicht hängt Dein derzeitiger, schlechter Zustand auch damit zusammen?
Ich habe das schon mal geschrieben, aber trotzdem nochmal als Idee: Evtl. wäre es einen Versuch wert, eine Minidosis Mirta wieder einzunehmen? 0,5 mg oder noch weniger vielleicht? Natürlich gibt es keine Garantie, daß es wirkt, aber passieren kann ja nicht viel.

LG Towanda
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Towanda1 für den Beitrag (Insgesamt 3):
Kaenguru70JamieDan092
► Text zeigen

01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin
09.09.18 - 10,80 mg Mirtazapin
10.10.18 - 9,50 mg Mirtazapin
09.11.18 - 8,50 mg Mirtazapin
13.12.18 - 7,50 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
1 x tgl. Thyreoidea comp. 5 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

Kaenguru70
Beiträge: 1036
Registriert: Donnerstag, 05.04.18, 17:58
Hat sich bedankt: 2378 Mal
Danksagung erhalten: 1929 Mal

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Kaenguru70 » Montag, 03.12.18, 13:14

Dan092 hat geschrieben:
Samstag, 10.11.18, 8:07
Hallo Leute,

Ich bin gestern mal wieder nicht zur Ruhe gekommen was das grübeln über meinen schlechten Zustand angeht.
Abends war ich dann nach wieder sehr unruhig gewesen
mit zittern, herzrasen und einem hohen Blutdruck. Das
„Wunderbare“ Gefühl gleich das Bewusstsein zu verlieren durfte dabei wie immer ja auch nicht fehlen.

Jetzt mal noch eine andere Frage, ich habe ja vor knapp einem Monat Mirtazapin kalt abgesetzt nach dreimonatiger Einnahme. Kann dieses Gefühl im Kopf noch davon sein? Ich weiß ja nicht, ob 3 Monate Einnahme und ein kaltes absetzen zu solchen Zuständen führen können.

Falls ja, müsste sich das jetzt wo ich es gut einen Monat nicht mehr nehme nicht bereits gelegt haben?
Ich weiß ja, dass der Hirnstoffwechsel Zeit braucht sich zu normalisieren, nur eben nicht wie lange das braucht.
Vielleicht sehe ich einen Monat auch als zu lange an und erwarte bereits zu viel. Ich schätze mal da ich ja auch noch täglich Lorazepam nehme verzögert sich das ganze sicher auch noch ein wenig oder?

Grüße
Dan
Hallo Dan,

Stimmt, da war ja noch das Mirtazapin.
Das spielt bestimmt eine Rolle.

Um so fataler, wenn du jetzt Lora für den Übeltäter hälst und kalt entziehst.

Ich bin nicht so erfahren mit AD-Entzug, aber bei 3 Monaten könnte das schon eine Rolle spielen. Und falls ja, ist der Zeitraum von ca 1,5 Monaten noch nicht lange.

Man hat ein Problem, bekommt PP und hat noch mehr Probleme :frust: :frust: .

Belies dicht bitte mal in den Hintergrundinformationen. Dann verstehst du selber besser die Zusammenhänge.

Viele Grüße
Sarah
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kaenguru70 für den Beitrag:
Jamie
► Text zeigen
Seit 6.8.2018 Alprazolam auf Null

Jamie
Team
Beiträge: 16082
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 20245 Mal
Danksagung erhalten: 26696 Mal

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Jamie » Montag, 03.12.18, 13:24

Hallo Dan, :)

bitte unter keinen Umständen das Lorazepam kalt absetzen.
Es muss ausgeschlichen werden.
Wenn du jetzt schon denkst in der Hölle zu schmoren, dann kann ich dir garantieren, dass es mit so einem Vorgehen nochmal dramatisch schlimmer wird, auch wenn du denkst, es geht gar nicht schlimmer. :oops:

Ein Entzugsdelir oder Krampfanfälle sind auch keine lästigen möglichen Nebenwirkungen, sondern schwere, mitunter lebensbedrohliche Vorfälle, die schlimmstenfalls mit dem Tod enden, zB wenn man während eines Krampfanfalls alleine ist, bewusstlos wird und die Zunge nach hinten fällt und die Atemwege blockiert oder du an Erbrochenem erstickst.

Ich hoffe inständig, dass der Neurologe später bereit ist dich bei deinem Benzoentzug zu begleiten, gerne mit Umstellung auf Diazepam oder Oxazepam oder ggf. auch Clonazepam (Benzos mit langer HWZ).
Das Tavor ist Teil das Problems, aber nur Teil.

Ich halte das Lorazepam genau so wenig für das alleinige Problem wie die anderen Mitschreiber; das Mirtazapin dürfte auch noch Probleme machen sowie generell das ganze Drumrum.

Ich wünschte es gäbe rasche Linderung für dich und die vielen anderen hier, die so schrecklich kämpfen und leiden :(, aber es wird sehr viel Geduld und Spucke deinerseits brauchen, sich durch diese Zeit hindurchzulawieren. Dennoch besteht aufgrund der Eigenart des Gehirns, sich selbst umbauen und damit heilen zu können, auch eine realistische Chance auf Besserung. :hug:

Alles Gute
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 4):
Dan092Towanda1Kaenguru70Ululu 69
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Dan092
Beiträge: 73
Registriert: Samstag, 25.08.18, 19:27
Hat sich bedankt: 89 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Mittwoch, 05.12.18, 15:34

Hallo Jamie 🙂

dann werde ich Lorazepam natürlich nicht kalt absetzen.
Ich kann es immer noch nicht fassen, welch krasse Nebenwirkungen dieses Zeugs hat. Es würde mich nicht wundern wenn das Leute schon komplett um den Verstand gebracht hat.

Jedenfalls ist meine Psychologin fest entschlossen mich aus dieser Hölle zu befreien.

Was ich bemerkt habe ist, dass ich aufgrund der Symptome kaum noch in Panik gerate. Scheinbar weiß mein Unterbewusstsein mittlerweile, dass es extrem unangenehm und schwer auszuhalten ist aber nichts passieren kann.

Morgen habe ich bereits das Infogespräch in der TK.

LG
Dan
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Dan092 für den Beitrag (Insgesamt 2):
Towanda1Kaenguru70
Diagnose: F44.5 dissoziative Krampfanfälle, Depersonalisation, F13.3 Entzugssyndrom durch
Sedativa oder Hypnotika.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/psychogener Krampfanfall (2 MG Lorazepam Intravenös).

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8 MG Lorazepam intravenös).

-15.06.2018 0,5 MG Lorazepam,
zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie
ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15 MG)
In der selben Nacht heftige Attacke, Krankenwagen,
Notaufnahme volles Programm. Im Krankenhaus wieder
Lorazepam erhalten.

-Weiterhin Mirtazapin (15 MG) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30 MG.
NW: unverändert.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30 MG auf 0), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Aktueller Bedarf an Tavor täglich 2 MG.
- 1,5 MG (20.11.2018)

Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-243 MG Magnesium täglich
-Vitamin D 1000 I.E. täglich
-Vitamin B-Komplex täglich

Dan092
Beiträge: 73
Registriert: Samstag, 25.08.18, 19:27

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Freitag, 07.12.18, 6:49

Hallo Forum,

nun ich hatte gestern das Infogespräch in der Tagesklinik. Mein erster Eindruck von der Einrichtung ist überwiegend gut.
Ich hatte dort ein sehr langes Gespräch mit dem Chefpfleger, dem ich meine ganze Geschichte erzählt habe. Er hat sich alles angehört und wusste wirklich bestens über Benzos und deren Wirkung bescheid. Er sagte mir, dass er seit 24 Jahren in diesem Beruf ist, viele Jahre davon auf einer Akutstation. Er wusste welche verheerende Wirkung Tavor und andere Benzos haben kann und erzählte mir, dass selbst nach langjähriger Erfahrung auf der Akutstation es manchmal Fälle gab, die selbst gestandenes geschultes Personal wie ihn an ihr Limit dort brachte.

Er riet mir jedoch dringend davon ab den Entzug ambulant in der Tagesklinik durchzuziehen. Auf der einen Seite hätten sie hierfür nicht die nötigen Kapazitäten und auf der anderen Seite glaubt er nicht, dass man in meinem aktuellen Zustand viel Therapie mit mir machen könnte die wirklich etwas bringt (aufgrund des Tavors, benebelt etc). Daher würde er erst einen Entzug machen und anschließend die Tagesklinik bei ihm.
Er sagte, dass so ein Entzug auch erhebliche Risiken birgt (was ich wusste) und das man dafür in der Tagesklinik sowohl Personell als auch ausstatunggstechnisch überhaupt nicht gerüstet ist wenn denn mal etwas sein sollte. Er sei sich übrigens sehr sicher, dass die vom mir geschilderten Symptome von dem Tavor kommen.

So wie es aussieht bleibt mir dann wohl doch nur die stationäre Option.

Die Symptome werden auch immer stärker jeden Tag obwohl ich die Dosis nicht erhöht habe. Ich fühle mich den ganzen Tag über am Limit und dieses Ohnmachtsgefühl im Kopf wird immer schlimmer. Ich konnte gestern Abend im Bett kaum noch einen klaren Gedanken fassen und den Tag davor war ich abends wie weggetreten eine Zeit lang. Mittlerweile verstehe ich fast gar nichts mehr. Ich verspreche mich noch öfter als zuvor, habe eine extreme Gangunsicherheit und komme kaum noch aus dem Bett. Ich fühle mich dazu wie gelähmt irgendetwas zu machen weil sich alles so eklig anfühlt.

Im Beipackzettel unter Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe steht ja u.A. Koma was mir jetzt aufgrund meines beschriebenes Gefühls im Kopf wahnsinnige Angst macht. Es fühlt sich an als würde mir von Tag zu Tag alles mehr entgleiten und ich überhaupt nicht mehr richtig da wäre.

Die Klinik in der ich gewesen bin möchte mich nicht mehr aufnehmen, da ich ja damals meine stationäre Therapie abgebrochen habe. Ich schätze die sind deswegen sehr verärgert. Meine Psychologin möchte heute Morgen nochmal anrufen und anfragen ob sie mich denn nicht doch noch einmal aufnehmen würden.

Wie kommt es eigentlich, dass manche sagen bei meiner Dosis könnte ich einfach aufhören ohne auszuschleichen? Das habe ich in einigen Telefonaten mit Kliniken oder Tageskliniken gehört. Mein Neurologe riet mir ja von 2 MG täglich direkt auf 0,5 MG zu gehen wo andere wieder sagen es sei zu schnell. Ich weiß mittlerweile nicht mehr was ich glauben soll und was nicht. Das was der Pfleger gestern alles gesagt hat schien mir schon Hand und Fuß zu haben, er hat sich auch sehr viel Zeit genommen und viele Fragen gestellt.

Was haltet ihr von der ganzen Sache?

LG
Dan
Diagnose: F44.5 dissoziative Krampfanfälle, Depersonalisation, F13.3 Entzugssyndrom durch
Sedativa oder Hypnotika.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/psychogener Krampfanfall (2 MG Lorazepam Intravenös).

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8 MG Lorazepam intravenös).

-15.06.2018 0,5 MG Lorazepam,
zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie
ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15 MG)
In der selben Nacht heftige Attacke, Krankenwagen,
Notaufnahme volles Programm. Im Krankenhaus wieder
Lorazepam erhalten.

-Weiterhin Mirtazapin (15 MG) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30 MG.
NW: unverändert.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30 MG auf 0), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Aktueller Bedarf an Tavor täglich 2 MG.
- 1,5 MG (20.11.2018)

Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-243 MG Magnesium täglich
-Vitamin D 1000 I.E. täglich
-Vitamin B-Komplex täglich

Clarissa
Beiträge: 2094
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37
Hat sich bedankt: 2186 Mal
Danksagung erhalten: 4440 Mal

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Clarissa » Freitag, 07.12.18, 7:02

Hallo Dan.

Ich gebe dem Chefpfleger recht: ich halte eine Tagesklinik auch nicht geeignet für einen Benzoentzug, jedenfalls nicht für einen endgültigen. Dort mußt Du ja ebenfalls bis zu einem gewissen Grad "funktionieren". Der Mann scheint Ahnung zu haben und war ehrlich zu Dir. Chapeau.

Deine Symptome lesen sich für mich, als wärest Du schwer in der Toleranz und Dein ZNS mega gereizt.

Leider habe ich keine zündende Idee, wie Du nachhaltig weg kommst von den PP. Sicher ist: Du brauchst ganz viel Durchhaltevermögen. Aber MIT den Medikamenten kommst Du auf keinen grünen Zweig.

Es nützt nichts, darüber zu grübeln, warum andere offenbar leichter absetzen können. Bei Dir ist das nunmal nicht der Fall.

Alles Gute und VG von Clarissa.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Clarissa für den Beitrag:
Dan092

Dan092
Beiträge: 73
Registriert: Samstag, 25.08.18, 19:27

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Freitag, 07.12.18, 8:07

Hallo Clarissa,

ja der Mann machte einen extrem kompetenten und engagierten Eindruck. Er sprach auch mein Untergewicht an was da sicher mit reinspielt.
Nun falls mich die alte Klinik nicht mehr aufnimmt hätte ich eine Klinik in der Nähe von Fankfurt in Aussicht mit relativ kurzer Wartezeit von maximal
2 Wochen.

Wie soll ich mich bis dahin weiter verhalten? Soll ich bis dorthin eventuell langsam eigenständig abdosieren oder lieber nicht an der Dosis rumschrauben? Schlecht geht es mir sowieso mit den 2 MG da dürfte es mit 1,5 auch nicht viel schlimmer werden oder?

Meine größte Angst ist jetzt diese Sache wo ich das mit dem Koma gelesen habe. Kann das passieren? Oder tritt das nur in Verbindung mit der genannten Atemdepression als Folge derer auf? Wenn ich mich nicht permanent so fühlen würde als ob da oben gleich alles aus geht würde ich mir das nicht so viele Gedanken machen aber so?

Diese Angst bringt mich noch endgültig um den Verstand, dauernd ist etwas anderes was mich nicht zur Ruhe kommen lässt.

LG
Dan
Diagnose: F44.5 dissoziative Krampfanfälle, Depersonalisation, F13.3 Entzugssyndrom durch
Sedativa oder Hypnotika.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/psychogener Krampfanfall (2 MG Lorazepam Intravenös).

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8 MG Lorazepam intravenös).

-15.06.2018 0,5 MG Lorazepam,
zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie
ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15 MG)
In der selben Nacht heftige Attacke, Krankenwagen,
Notaufnahme volles Programm. Im Krankenhaus wieder
Lorazepam erhalten.

-Weiterhin Mirtazapin (15 MG) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30 MG.
NW: unverändert.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30 MG auf 0), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Aktueller Bedarf an Tavor täglich 2 MG.
- 1,5 MG (20.11.2018)

Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-243 MG Magnesium täglich
-Vitamin D 1000 I.E. täglich
-Vitamin B-Komplex täglich

Jamie
Team
Beiträge: 16082
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 20245 Mal
Danksagung erhalten: 26696 Mal

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Jamie » Freitag, 07.12.18, 8:47

Hallo Dan, :)

ich bin sehr skeptisch einen Benzoentzug in Kliniken zu machen.
Die dosieren schnell runter, viel zu schnell; um Krampfanfälle zu vermeiden gibt es möglicherweise sedierende NL und Antiepileptika und dann stehst du auf null clean da, wirst entlassen, und machst einen furchtbaren Nachentzug zuhause mit, der dich entweder in den Wahnsinn treibt oder rückfällig macht. Das ist leider das, was ich seit 5 Jahren hier geschildert bekomme.

Ein Benzoentzug, den man daheim über Monate in Ruhe macht, und wo man die Dosis langsam und vorsichtig senkt, birgt nicht das Risiko eines Krampfanfalls oder Delirs. Es ist eigentlich sehr sicher und auch nachhaltiger.

Ich kann aber verstehen, dass es Situationen gibt, wo man anders entscheidet.
Ich wollte dir nur noch mal die Knackpunkte zu bedenken geben.

In ein Koma wirst du nicht fallen. Zum einen sind deine Rezeptoren bereits den Stoff gewöhnt, zum anderen ist ein Koma oft Folge schwerster Überdosierungen oder / und zahlreicher Medikamentenkombinationen und tritt bei multimorbiden Personen wahrscheinlich häufiger (wenn gleich immer noch sehr selten) auf. Du gehörst zu keiner der Kategorien.

Ich finde du solltest jetzt schon anfangen abzudosieren, nimm es selber in der Hand.
Mit Lorazepam ist es schei+e und ohne auch - also warum dann weiter so herumeiern?
Du könntest 0,2mg weglassen und auf 1,8mg gehen. Machbar mittels Wasserlösemethode.

Alles Gute
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag:
Dan092
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Kaenguru70
Beiträge: 1036
Registriert: Donnerstag, 05.04.18, 17:58
Hat sich bedankt: 2378 Mal
Danksagung erhalten: 1929 Mal

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Kaenguru70 » Freitag, 07.12.18, 8:58

Hallo Jamie, hallo Dan,

Wäre denn eine minimale Eindosierung von Mirtazapin eine Überlegung wert?
Da iat ja noch der Kaltentzug im Oktober, der vielleicht auch Probleme macht.
Towanda hatte es schon mal angefragt.

Viele Grüße
Sarah
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kaenguru70 für den Beitrag:
Dan092
► Text zeigen
Seit 6.8.2018 Alprazolam auf Null

Dan092
Beiträge: 73
Registriert: Samstag, 25.08.18, 19:27

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Freitag, 07.12.18, 9:20

Hallo Jamie, hallo Sarah

wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt stehe ich stationären Aufenthalten auch sehr kritisch gegenüber. Nicht nur aufgrund der von dir beschriebenen Vorgehensweise dort Jamie... Ich kann daheim schon nicht zur Ruhe kommen, da könnte ich es
an einem für mich derart belastenden Ort wie einer Klinik erst recht nicht. Psychisch gesehen hätte ich damit sehr große Probleme und Probleme habe ich so schon genug.

Ich bin eigentlich auch dafür das langsam aber sicher daheim zu machen mit Unterstützung von meinem Neurologen bzw. meiner Psychologin.
Ich werde mit den beiden nochmal Rücksprache halten heute.

Nochmal eine Frage zum Unterscheid von Toleranz und Abhängigkeit, eine Toleranz bedeutend dass die bisherige eingenommene Dosis nicht mehr wirkt wenn ich das richtig verstanden habe? Ist das dann so als ob man überhaupt nichts genommen hat von den Symptomen her? Also sprich einem Entzug gleicht? Da Clarissa ja von einer sehr wahrscheinlichen Toleranz bei mir gesprochen hat, erklärt das eventuell meinen sich rapide verschlechternden Zustand.

Was das einschleichen von Mirtazapin angeht ich habe den Post von Towanda total übersehen habe ich vorhin bemerkt :?
Ich bin mir nicht sicher ob ich mir damit einen Gefallen mache aber wenn ihr glaubt, dass es damit zu tun haben könnte würde ich es zumindest versuchen. Kann das jetzt nach knapp zwei Monaten tatsächlich noch nachwirken?



LG
Dan
Diagnose: F44.5 dissoziative Krampfanfälle, Depersonalisation, F13.3 Entzugssyndrom durch
Sedativa oder Hypnotika.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/psychogener Krampfanfall (2 MG Lorazepam Intravenös).

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8 MG Lorazepam intravenös).

-15.06.2018 0,5 MG Lorazepam,
zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie
ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15 MG)
In der selben Nacht heftige Attacke, Krankenwagen,
Notaufnahme volles Programm. Im Krankenhaus wieder
Lorazepam erhalten.

-Weiterhin Mirtazapin (15 MG) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30 MG.
NW: unverändert.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30 MG auf 0), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Aktueller Bedarf an Tavor täglich 2 MG.
- 1,5 MG (20.11.2018)

Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-243 MG Magnesium täglich
-Vitamin D 1000 I.E. täglich
-Vitamin B-Komplex täglich

Clarissa
Beiträge: 2094
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37
Hat sich bedankt: 2186 Mal
Danksagung erhalten: 4440 Mal

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Clarissa » Freitag, 07.12.18, 9:32

Hallo, Dan.

Abhängigkeit bedeutet, daß Du ohne das Medikament nicht mehr leben und es nicht einfach weglassen kannst. Toleranz heißt, Du brauchst immer höhere Dosen, um die erwünschte Wirkung oder auch nur das Eindämmen der Entzugssymptome zu bewirken.

Du bist imo sowohl in der Toleranz als auch abhängig.

Versteif Dich nicht zu sehr auf irgendjemandes Unterstützung, entziehen mußt DU und das ist ein recht einsamer Weg.

Vom Eindosieren des Mirtazapin halte ich nichts, für mich persönlich ist das ein Nebenkriegsschauplatz. Zusätzliche Irritation des ZNS durch Wiedereindosierung möglich. Ich betone: das ist meine (unumstößliche) Meinung.

Versuche es, wie Jamie vorschlägt, und halte es so durch (!) - das wäre sicher das Beste.

VG von Clarissa
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Clarissa für den Beitrag (Insgesamt 2):
LithiumDan092

Kaenguru70
Beiträge: 1036
Registriert: Donnerstag, 05.04.18, 17:58
Hat sich bedankt: 2378 Mal
Danksagung erhalten: 1929 Mal

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Kaenguru70 » Freitag, 07.12.18, 9:35

Hallo Dan,
Dan092 hat geschrieben:
Freitag, 07.12.18, 9:20
Was das einschleichen von Mirtazapin angeht ich habe den Post von Towanda total übersehen habe ich vorhin bemerkt
Ich bin mir nicht sicher ob ich mir damit einen Gefallen mache aber wenn ihr glaubt, dass es damit zu tun haben könnte würde ich es zumindest versuchen. Kann das jetzt nach knapp zwei Monaten tatsächlich noch nachwirken?
Du hast Mirtazapin über 3 Monate genommen. Da sagen hier im Forum die AD Experten, dass es fest im Hirnstoffwechsel eingebaut ist und dann kann es möglicherweise sehr lange Probleme machen , da sind 2 Monate nichts.
Schau mal unter den Hinweisen zu AD.

Ich hoffe du bekommst noch Tipps von jemandem, der sich besser mit AD auskennt, bzgl wieviel und ob eindosieren von Mirtazapin.

Viele Grüße
Sarah
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kaenguru70 für den Beitrag:
Dan092
► Text zeigen
Seit 6.8.2018 Alprazolam auf Null

Towanda1
Beiträge: 711
Registriert: Dienstag, 16.01.18, 18:23
Hat sich bedankt: 549 Mal
Danksagung erhalten: 1294 Mal

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Towanda1 » Freitag, 07.12.18, 9:38

Hallo Dan,

Das kann man nicht voraussagen, ob das Mirta noch was bringt. Deshalb empfehlen wir eine wirklich kleine Anfangsdosis, evtl. 0,5 oder 1 mg. Wenn es wirkt, merkst Du eine Besserung und man kann die Dosis anpassen, aber wenn es paradox wirkt, passiert bei so einer kleinen Dosis nicht viel und Du lässt es wieder weg.

Bei Deinen schlechten Zustand ist es vielleicht einen Option, da der Mirta Kaltentzug sicher einen TEil Deines Zustandes ausmacht.

LG Towanda
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Towanda1 für den Beitrag:
Dan092
► Text zeigen

01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin
09.09.18 - 10,80 mg Mirtazapin
10.10.18 - 9,50 mg Mirtazapin
09.11.18 - 8,50 mg Mirtazapin
13.12.18 - 7,50 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
1 x tgl. Thyreoidea comp. 5 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

Kaenguru70
Beiträge: 1036
Registriert: Donnerstag, 05.04.18, 17:58

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Kaenguru70 » Freitag, 07.12.18, 9:42

Hallo Dan,

Du hattest Mirta nicht gut vertragen, oder?
Das sollte man in die Überlegung mit einbeziehen, dann tust du dir evtl keinen Gefallen damit.

Ich bin wie schon gesagt kein AD Experte.

Alles Gute
Sarah
► Text zeigen
Seit 6.8.2018 Alprazolam auf Null

Dan092
Beiträge: 73
Registriert: Samstag, 25.08.18, 19:27

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Freitag, 07.12.18, 9:57

Hallo Sarah,

nein mir ging es in der Zeit der Einnahme auch sehr schlecht, viele haben auch in dem Zeitraum gesagt ich würde extrem schlecht aussehen.
Dazu konnte ich aufgrund von unruhigen Beinen und häufigem aufschrecken schlecht einschlafen.

Ich habe auch mal gehört, dass man wenn man wie ich eine Schilddrüsenunterfunktion hat überhaupt keine AD nehmen sollte da es sich in der
Wirkung mit den Schilddrüsenhormonen gegenseitig behindern würde.
Der nette Mann gestern in der Tagesklinik hat mich auch auf mein Untergewicht angesprochen, und meinte dass das Tavor dadurch bei mir vermutlich viel stärker reinhaut als bei einem Normalgewichtigen. Seine These ist, dass da mehrere Sachen schuld an meinem jetzigen Zustand schuld sind wobei er aber primär auf Tavor verwies.

LG
Dan
Diagnose: F44.5 dissoziative Krampfanfälle, Depersonalisation, F13.3 Entzugssyndrom durch
Sedativa oder Hypnotika.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/psychogener Krampfanfall (2 MG Lorazepam Intravenös).

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8 MG Lorazepam intravenös).

-15.06.2018 0,5 MG Lorazepam,
zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie
ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15 MG)
In der selben Nacht heftige Attacke, Krankenwagen,
Notaufnahme volles Programm. Im Krankenhaus wieder
Lorazepam erhalten.

-Weiterhin Mirtazapin (15 MG) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30 MG.
NW: unverändert.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30 MG auf 0), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Aktueller Bedarf an Tavor täglich 2 MG.
- 1,5 MG (20.11.2018)

Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-243 MG Magnesium täglich
-Vitamin D 1000 I.E. täglich
-Vitamin B-Komplex täglich

Clarissa
Beiträge: 2094
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37
Hat sich bedankt: 2186 Mal
Danksagung erhalten: 4440 Mal

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Clarissa » Freitag, 07.12.18, 10:06

Hallo, Dan.

Und wieder stimme ich dem "Mann aus der Tagesklinik" zu.

Verlier Dich nicht so auf Nebengleisen und in Ursachenforschung, fokussiere Dich auf das Tavor und leg los!

VG von Clarissa
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Clarissa für den Beitrag (Insgesamt 2):
Dan092Lithium

gioia
Beiträge: 370
Registriert: Montag, 11.12.17, 13:56
Hat sich bedankt: 970 Mal
Danksagung erhalten: 933 Mal

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von gioia » Freitag, 07.12.18, 12:15

Hi Dan :)

Ja das glaube ich inzwischen nach dem vielen Lesen hier auch, dass die Schilddrüse ein ganz ganz entscheidender Faktor ist, ob man PP verträgt oder ob es eventuell ganz nach hinten los geht.

Du hast Mirtazapin kalt abgsetzt, oder hab ich das richtig verstanden?
Mirtazapin spielt, so denke ich, eine entscheidene Rolle!

Mir hat hier jemand geschrieben, dass selbst ein Psychiater hinter vorgehaltener Hand gesagt hat, er verschreibt das nicht mehr, weil er so viel Probleme damit hatte und er es für ein 'dirty drug' hält.

Alles Gute für dich :hug:
Gioia
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor gioia für den Beitrag (Insgesamt 2):
Dan092Katzi2000
Burnout, Schlafstörung Sommer 2016

2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
Benzo (praxiten/Halcion) konnte ich problemlos reduzieren, auch nach langer Einnahmedauer kaum Toleranz, Benzo für mich Lebensretter
2018: Auswirkung bis heute, war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, SSRI, SNRI, Pregabalin

Katzi2000
Beiträge: 149
Registriert: Sonntag, 08.07.18, 12:02
Hat sich bedankt: 180 Mal
Danksagung erhalten: 192 Mal

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Katzi2000 » Freitag, 07.12.18, 13:41

Liebe Gioia, lieber Dan,

Wenn du in Wikipedia unter dirty drug schaust , steht Mirtazapin auch darunter. :frust: :evil:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dirty_Drug

LG Katzi 😽
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katzi2000 für den Beitrag (Insgesamt 2):
gioiaDan092
ab Februar 17 bis April 17 : Mirtazapin 7,5 bzw 3,75 mg 1. Hörsturz, wegen Tinnitus sporadisch eingenommen
ab Februar 17 versch. Blutdruckmittel ausprobiert, Namen weiß ich nicht mehr alle
ab Juni 17 Enalapril, abgesetzt wegen Husten, danach Amlodipin u. Torasemid
August17 : wieder Mirtazapin 7,5 bzw. 3,75 mg wegen 2. Hörsturz sporadisch eingenommen
Sept. 17: Blutdruckkrise: Amlodipin, Moxonidin, Telmisartan mit HTC, Torasemid
15. Okt. 17: auf 7,5 mg Mirtazapin (oder Blutdruckmittel) mit Stechen, Brennen, Kribbeln auf Kopfhaut reagiert,
10 Tage vom Schiffsarzt Tavor nach Bedarf ca. 2 x 1 halbe am Tag, wusste nicht was das für schlimmes Zeug war 😣
Ende Oktober 17: Ambulanz KH, Diagnose Polyneupathie im Kopf! !!!
sollte Gabapentin 100 nehmen, hab ich aber nur 3 Kapseln genommen, sollte später erhöht werden
CT v. Kopf: alles ok, Lumbalpunktion: soweit alles ok, leichte Blut-Hirn-Schranken-Störung
Nov. 17: im KH für 3 Tage, wollte die vielen Blutdruckmittel absetzen, da ich dachte, Kopfweh käme von denen
Nov. 17: beim Neurologen: sollte Sertralin 50 nehmen, nahm 2 Abende 25mg, träumte fürchterlich, Bluthochdruck
Nov. 17: Hausarzt mahnte mich, endlich was zu nehmen, entschied mich für Mirtazapin, leider :x
Dez. 17: beim Orthopäden u. MRT der HWS, wegen Einschlafen der Hände, aber ohne Befund,
Dez. 17: beim Psycholigen: gab mir Amtriptylin 50, nahm 2 Abende eine Viertel, also 12,5 mg, bekam kribbeln in Mund, Zunge,Zähne,Zäpfchen vibrierten eine Woche lang
Jan 18: beschloss Mirtazapin von 7.5 auf 3,75 mg zu reduzieren, weil ich immer nach der Einnahme fürchterliches Kopfweh bekam. Auch nachts, wenn ich aufstand.
Absetzsymptome: Zittern der Beine, Gleichgewichtsstörung, Kribbeln in den Füßen, Zucken des linken Auges, gelegentlich Einschlafen der Hände. Geschwollenes Gesicht, alles gegeben, bis auf Kribbeln in Füßen ab und zu
Feb. 18: MRT v. Kopf: 2 kleine Menigiome, die ich schon länger habe, aber nicht gewachsen sind
ab 5.4.18: auf 0
jetzige Einnahme: morgens u. abends 80 mg Valsartan und morgens 100 mg Jod (habe Knoten in der Schilddrüse)
Ende April 18: Verdacht auf Gürtelrose am Kopf, Medikamente 7 Tage genommen u. Tillin
Heute bin ich der Meinung, es war exzem v. Absetzen
5.7.18 : Blutergebnisse alle in Ordnung
Absetzsymptome: Appetitlosigkeit, selten Einschlafen der Hände, 5 mal Durchfall in dieser Zeit, nächtliche Schweißausbrüche und Herzrasen, Benommenheit, Tränen der Augen anfangs, jetzt nicht mehr, Kribbeln im Mund, Mundtrockenheit, Schwere Arme u. Beine manchmal, Zittern der Muskeln in den Beinen im Bett, Kraftlosigkeit, pulsierendes Rasseln im Kopf, Kopfweh wieder, nächtliches Aufwachen 2-3-mal,innere Unruhe +Stromgefühl, spürbar am ganzen Körper, Kribbeln in Füßen, Rücken, Arme, Hände manchmal, momentan: erhöhter Blutdruck u. Puls, blaue Flecken am Bein, Gefühl geschwollene Beine ,Arme u. Gesicht, Kopfweh, oft nachts auf Toilette, erhöhter Stuhldrang, vermehrter Speichel, pieksen auf der Haut.
30.7.18 0,5 mg Mirtazapin direkt ruhiger, tagsüber zittrig ganzer Körper, Nervenschmerzen in den Beine
05.08.18 0,1 mg Mirtazapin, nächster Tag wieder extreme Unruhe
Danach nichts mehr eingenommen
August 18 Schilddrüse okay
Ab September 18 wieder schlimmer

Seit Mitte Juli 18 Omega 3 1000
Seit 23. Juli 18 kytta sedativum
Seit September 18 Lioran , Passionsblume ausprobiert gegen die Unruhe

Dan092
Beiträge: 73
Registriert: Samstag, 25.08.18, 19:27

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Dan092 » Freitag, 07.12.18, 13:51

Hallo Gioia,

Hast du vielleicht Erfahrungen damit wie lange das anhalten kann? Ich hoffe das Mirtazapin keine irreversiblen Schäden verursachen kann.

Tavor zumindest kann das meines Wissens nach zum Glück nicht.

LG
Dan
Diagnose: F44.5 dissoziative Krampfanfälle, Depersonalisation, F13.3 Entzugssyndrom durch
Sedativa oder Hypnotika.


-Ende Mai 2018 heftige Panikattacke/psychogener Krampfanfall (2 MG Lorazepam Intravenös).

-Anfang Juni 2018 wieder heftige Attacke in der Notaufnahme (8 MG Lorazepam intravenös).

-15.06.2018 0,5 MG Lorazepam,
zwischenzeitlich wieder mehrere Attacken sowie
ein schleichend aufkommendes permanentes Unwohlsein/Krankheitsgefühl.

-Juli 2018 bei Bedarf weiterhin Lorazepam,
Allgemeinzustand verschlechtert sich weiter.

-17.07.2018 beginn mit Mirtazapin (15 MG)
In der selben Nacht heftige Attacke, Krankenwagen,
Notaufnahme volles Programm. Im Krankenhaus wieder
Lorazepam erhalten.

-Weiterhin Mirtazapin (15 MG) vor dem schlafen.
NW: unruhige Beine, aufschrecken in der Einschlafphase,
intensive Träume, trockene Kopfhaut.

-Ende Juli 2018 schwerstes Krankheitsgefühl, Schwäche, Benommenheit und Entfremdungsgefühle.

- Mitte August Erhöhung von Mirtazapin auf 30 MG.
NW: unverändert.
Dazwischen unverändert bei Bedarf Lorazepam.

- Anfang Oktober 2018 neu aufkommende Symptome und Durchdrehgefühle. Lorazepam Dosis daraufhin erhöht um die daraus resultierenden Panikattacken abzufedern.

-13.10.2018 kaltes absetzen von Mirtazapin (von 30 MG auf 0), weiterhin Lorazepam bei Bedarf und komische Bewusstseinszustände.

-07.11.2018 weiterhin das Gefühl Krank zu sein, Schlafstörungen scheinen sich die letzten Tage verstärkt zu haben. Häufiges Erwachen (dabei völlig zerschlagen, verwirrt und erschöpft), besonders am Morgen dabei dieses starke Unwohlsein/Krankheitsgefühl im Kopf.

-Aktueller Bedarf an Tavor täglich 2 MG.
- 1,5 MG (20.11.2018)

Verhaltenstherapie am 20.11.2018 begonnen.

Sonstige Nahrungsergänzungsmittel:
-243 MG Magnesium täglich
-Vitamin D 1000 I.E. täglich
-Vitamin B-Komplex täglich

Lithium
Beiträge: 119
Registriert: Freitag, 22.06.18, 22:47
Hat sich bedankt: 134 Mal
Danksagung erhalten: 159 Mal

Re: Dan092: Tavor Abhängigkeit?

Beitrag von Lithium » Freitag, 07.12.18, 14:17

Hi Dan,

durch Mirtazapin werden keine irreversiblen Schäden angerichtet. Du brauchst nur viel Zeit und Geduld. Nach meinem ersten kalten Absetzen war ich nach einer Woche wieder topfit.

Ich würde das Mirtazapin nicht wieder Eindosieren. Fang einfach an das Tavor so langsam wie es dir beliebt auszuschleichen. Das ist viel wichtiger. Niemand wird dir mit Sicherheit sagen können warum es dir gerade so geht wie es dir gerade geht.

Liebe Grüße

Lithium
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lithium für den Beitrag:
Dan092
2003 Herbst: Diagnose Saisonale Depression 30mg Mirtazapin
2004 Frühjar: Absetzen Mirtazapin auf 0 innheralb von 2 Wochen. 4 Tage sehr starke Absetzsymptome danach alles bestens
2004 Winter: Mirtazapin 30mg
2007 Herbst: Mirtazapin 45mg
2008 Frühjahr: Mirtazapin 30mg
2012 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 1,5 Monaten auf 7,5mg. Sehr stakre Absetzsymptome bei 7,5mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 30mg
2012 Herbst: Mirtazapin 45mg
2013 Frühjahr: Absetzversuch innerhalb von 2 Monaten auf 15mg. Sehr stakre Absetzsymptome bei 15mg und wegen psychischer Instabilität wieder zurück auf 45mg
2014 Herbst: Zusätzlich phasenweise 5 HTP 25mg - 150mg bis zum heutigen Tag. Aber generell keine Probleme wenn auf 0mg reduziert wird.
2017 Sommer: Cannabidiol manchmal am Abend

2018 Januar: 1. Absetzversuch von 45mg Mirtazapin mit sehr langsamen Reduktionsschritten. Absetzgeschwindigkeit: konstant 0,5mg Mirtazapin / Woche bis heute.

Aktuell:
10.12.18 20mg Mirtazapin

Antworten