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cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

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cinnamon
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cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von cinnamon » Samstag, 26.10.19, 21:58

Hallo zusammen,

bitte helft mir..
Ich (w,26) habe seit ungefähr Frühling 2018 wegen Depressionen Venlafaxin genommen (zuvor 8-9 Jahre Cipralex) und nachdem es mir dieses Jahr wieder besser bzw. in den letzten Monaten soweit gut ging, in Absprache mit meiner Psychiaterin runterdosiert. Seit dem 15.10. habe ich komplett abgesetzt und einen Tag später ging es zunächst mit den körperlichen Absetzsymptomen los.. v.a. extrem starker Schwindel, Übelkeit, Brain Zaps - ich konnte neun Tage lang nicht das Bett verlassen, habe es grade mal ins Bad geschafft und zurück.

Hinzu kamen dann Weinanfälle, Aggression und unkontrollierte Wutausbrüche (wegen Kleinigkeiten), Geräuschempfindlichkeit, Angst (sowohl allgemein, ich kann nicht genau sagen wovor eigentlich, als auch auf meine Zukunft bezogen, die mir hoffnungslos erscheint und nicht zuletzt auch Angst davor, was ich tun soll wenn ich entweder in diesem Zustand bleibe oder was ich tun soll, wenn ich später meine Eltern nicht mehr habe, wieder krank werde, keinen Job und keine Vertrauensperson habe...).

Die körperlichen Symptome lassen nach, nur ist es so, dass ich jetzt seit dem Absetzen die Wohnung nicht verlassen kann. Außer einen Morgen, an dem ich notgedrungen zu meiner Psychiaterin gegangen bin um mir Hilfe zu holen (ihr erster Vorschlag war Tavor (was ich ablehnte), dann der Vorschlag Venlafaxin wieder einzunehmen. Als ich ihr erklärte, dass ich wirklich versuchen möchte, ohne AD auszukommen sagte sie ich solle für einen Monat Opipramol nehmen (je morgens und abends 25mg), damit es mir die Venlafaxin-Absetzsymptome erleichtert und dann habe ich am 18.11. den nächsten Termin bei ihr).

Allein schon der Besuch in der Praxis hat mich ziemlich überfordert: als ich in die Praxis kam und andere Patienten habe anstehen sehen, wäre ich am liebsten wieder rausgelaufen (ich weiß nicht warum) und hatte Angst, wenn ich die Praxis betrete habe ich mich nicht unter Kontrolle: weine, breche vor anderen zusammen, flippe aus (grundlos). Ich habe dann nur viel geweint, aber ansonsten den Besuch überstanden und war dann froh, als ich wieder zu Hause war.

Die Heimfahrt und die ganzen Autos zu sehen hat mich allerdings einfach überfordert, ich hatte Angst, was ich aus der Impulsivität heraus tun könnte (vor Wut irgendwo gegen fahren z.B., obwohl ich das ja eigentlich gar nicht will und deshalb davor Angst habe). Kurze Anmerkung: Ich hatte jetzt insgesamt in meinem Leben schon drei Mal eine Depression und früher hatte ich Phasen, in denen ich während des Autofahrens so etwas wie Zwangsgedanken hatte und dachte, ich würde jeden Moment mit Vollgas irgendwo gegen fahren (habe ich zum Glück nie gemacht, aber diese Gedanken und der ständige Drang waren sehr belastend).

Zuerst konnte ich die Wohnung wie gesagt aus körperlichen Gründen nicht verlassen und nun wo es körperlich gehen würde habe ich, bis auf diesen kurzen Besuch bei meiner Psychiaterin, meine Wohnung nicht mehr verlassen. Ich habe Angst - und ich kann einfach nicht sagen wovor.

Mich macht alles Mögliche schnell aggressiv, ich habe mein Handy mehrfach gegen die Wand geschmissen nachdem ich mich über etwas aufgeregt habe, als ich Besuch von meiner Mutter hatte eskalierte ein Streit so sehr, dass ich einen Tisch umgetreten, mit Sachen um mich geworfen und nur geschrien habe.. Ich erkenne mich selbst nicht wieder und es macht mir eine riesen Angst (vor allem auch, dass mir so etwas aus heiterem Himmel in der Öffentlichkeit passieren könnte). Ich habe andauernd bei Kleinigkeiten das Bedürfnis auszuflippen, etwas kaputtzumachen, zu werfen.. es ist furchtbar.

Ich fühle mich schrecklich einsam und würde gerne raus, aber kann es einfach nicht. Ich hoffe so sehr, es sind wirklich nur die Absetzsymptome und dass sie nachlassen.

Kann mir bitte jemand sagen, ob er/sie ähnliche Absetzsymptome erlebt hat und ob diese sich von alleine gelegt haben und wenn ja, nach wie viel Zeit?
Und hat jemand Opipramol auch mal nur für einen relativen kurzen Zeitraum (einen Monat) genommen und kann mir sagen, ob man auch hier mit starken Absetzsymptomen rechnen kann?

Im Voraus schonmal vielen Dank!

Liebe Grüße
Zuletzt geändert von padma am Samstag, 26.10.19, 22:32, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um Benutzernamen ergänzt, Abschnitte der Besseren Lesbarkeit wegen eingefügt
2011-2018: Cipralex wegen Depressionen (zwischenzeitlich Verhaltenstherapie)
Anfang 2018: Venlafaxin langsam auf 150 mg gesteigert,
zeitweise bekam ich 262,5 mg Venlafaxin.
Wegen starker Nebenwirkungen unter dieser Dosis auf 225 mg Venlafaxin reduziert.
Seit ca. Frühling 2019 weiter schrittweise reduziert (in 37,5 mg Schritten über jeweils mehrere Wochen).
17.09.19: von 75 mg auf 37,5 mg reduziert
15.10.19: von 37,5 mg auf 0
(Seit Anfang 2018 in tiefenpsychologischer Therapie (1x die Woche))
Juli 2018-Ende September 2018 für 11 Wochen in Tagesklinik

Wegen extremer Absetzsymptome seit dem 24.10.19 morgens und abends je 25 mg Opipramol vorübergehend für einen Monat zur Unterstützung bei den Absetzsymptomen
(in den ersten 12 Tagen extremer Schwindel, Übelkeit, Brain Zaps, Schlafstörungen, Grippegefühl, Weinanfälle, heftige Wutausbrüche, Reizbarkeit, Geräuschempfindlichkeit, Derealisation, starke Angst rauszugehen (bin nur in der Wohnung geblieben, nach 12 Tagen habe ich mich überwunden zumindest einkaufen zu gehen) sowie Angst Auto zu fahren (und durch impulsives Handlungen plötzlich einfach irgendwo gegen zu fahren (was mir Angst macht, weil ich das ja gar nicht will), mittlerweile sind kurze Einkäufe möglich, z.B. in die Stadt oder essen zu gehen scheint noch unmöglich.

Nach wie vor bestehende Symptome:
Angst unter Menschen/rauszugehen (und dort ggf. zusammenzubrechen oder einen Wutanfall zu haben (nur kurze Einkäufe, zur Therapie fahren und Spazierengehen möglich), große Angst vor der Zukunft (Werde ich je wieder gesund? Kann ich jemals arbeiten? Werde ich einsam, krank und ohne Job enden?), Brain Zaps (besser geworden),
Reizbarkeit, Derealisation, Gefühl der Verzweiflung/Hoffnungslosigkeit, Wutanfälle (ist jedoch seltener und weniger extrem geworden)

Towanda
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Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Towanda » Samstag, 26.10.19, 22:42

Hallo Cinnamon

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.


Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen


Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.


Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen


Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruss zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag clicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüsse

Towanda
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26.09.19 - 1,95 mg Mirtazapin
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Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
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Clarissa
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Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 27.10.19, 6:38

Guten Morgen, cinnamon.

Willkommen im Forum.

Ich bin mit allen möglichen NW und Absetzsymptomen von PP vertraut und überzeugt, Deine Symptome hängen damit zusammen.

Ich möchte Dich unbedingt davor warnen, ein zweites Psychopharmakon (PP) einzunehmen. Das bringt noch mehr Unruhe in's System und fängt den Venlafaxin-Entzug nicht ausreichend ab!

Außerdem: bitte, versuche Deine Aggressionen vor anderen in den Griff zu bekommen, die könnten sehr schnell fehlinterpretiert werden und Du landest in einer Psychiatrie, gerätst möglicherweise in ein unseliges Medikamentenkarrussel! Das wäre eine ganz schlechte Lösung, glaub mir.

Zu einem möglichen Vorgehen, was Deine Probleme betrifft, wirst Du hier noch Tipps bekommen.

Alles Gute und VG von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen fast 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Towanda
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Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Towanda » Sonntag, 27.10.19, 9:12

Hallo Cinnamon,

welches Venlafaxin-Präparat hast Du denn? Sind es Kapseln? wenn ja, öffne mal eine und schau, ob da ganz viele kleine Kügelchen (weit über 100) drin sind. Wie hoch war Deine Dosis in der Einnahmezeit?

Es wäre eine Möglichkeit, eine Minimenge (1-3 mg) wieder einzunehmen, um die Entzugssymptome, die Du hast, abzufangen. Wie Clarissa schon geschrieben hat, gelingt das meist nicht mit einem anderen Mittel. Dein Nervensystem ist gewöhnt an Venlafaxin und will auch nur das haben und nichts anderes.

Wie das wieder Eindosieren geht kannst Du hier nachlesen:
viewtopic.php?p=106315#p106315
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=13205

Gruß, Towanda
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Fledermaus
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Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Fledermaus » Sonntag, 27.10.19, 9:25

Guten Morgen cinnamon,
von mir auch ein herzliches Willkommen.
Ich bin auch im Venla-Entzug. Für mich sind das Absetzsymbtome die durch das falsche Absetzen stammen, typisch dafür.
Ich würde dir auch raten wieder eine kleine Menge einzunehmen. Die Gefahr, dass du sonst weiter in den Strudel kommst ist sehr, sehr hoch. Erspare es dir.
Leg bitte noch eine Signatur an. Mit Angabe welche Dosis, wann und wie du abgesetzt hast.
Lies dir die Informationen gut dich, vieles ist dir damit klar.
Viel Erfolg und die nötige Geduld:)
Lg
Fledermaus
seit 2004 150 mg Venlafaxin
2015 für 6 Wochen komplett abgesetzt, 150 mg - 75 mg- 37.5 mg - 25 mg - 0. In welchem Zeitraum weiß ich nicht mehr.
Nach 4 - Wochen ohne zeigten sich Hitzewallungen, Brennen der Haut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nerven/Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Weinerlichkeit. Zusammenbruch emotionaler Art.
Nach 8 Wochen ohne wieder zurück auf 150 mg. schnelles Verschwinden der Symptomatik.
2016 Habe ich bis auf 75 mg reduziert. I
m Dezember 2016 von 75 mg auf 62,5 mg Venlafaxin. Symptome waren
Übelkeit, Hitzewallungen, Augenprobleme, leichtes Erbrechen morgens, Zahnbürste im Mund war schwierig.
Anfang Februar 2017 von 62.5. mg auf 50 mg Venlafaxin.
verstärkte Übelkeit und Zahnbürste im Mund kaum auszuhalten, sofortiges Erbrechen. Von einem Tag auf dem anderen dann 16 Std Schlaf, Augenprobleme, Erbrechen, Hitzewallungen, Nerven/Muskelzucken, Unruhe, Angst/Panik, Herzklopfen,
Suizidgedanken.
18.02 wieder 75 mg Venlafaxin,
seitdem Verbesserung, kein Erbrechen, keine Panikattacken, leichte Nervenzuckungen noch vorhanden. Stabilisation von einem zum anderen Tag schwankend, auf jedem Fall Besserung im Laufe des Tages.

08.04.17 72 mg Venla
12.04. Umstieg auf Kügelchenmethode (2 37,5-Kaspsel)
72 mg 11 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kaspel -3%
01.06.17 68 mg =26 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel -4%
20.07.17 66 mg =32 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2% Durchschnitt 135 Kügelch/Kapsel
29.09.17 64 mg =40 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2%
24.10.17 64 mg = 38 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (neue Charge)
13.12.17 62 mg = 46 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (Rechnung 75-62=13 37.5-13=24,5
132.6:37,5x24.5=86,63 132,6-86,6=46)
31.0 1.18 60 mg = 55 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (137:37,5x22,5=82,2 137-82=55)
10.02.18 Blutdruck schießt wieder hoch, zusätzlich zu den schon bekannten Symptomen
23.03.18 57mg=59 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (123:37,5x19.5=64 123-64=59 Kügelchen weniger)
12.05.18 70 54 mg? Kügelchen weniger verrechnet? Auswirkung jetzt katastrophal (25.6.18)
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Brennende Haut, Sehstörung, Nervenzucken, Weinen, Angst, müde, schwere in Gliedern, Schwitzen, frieren, Hunger kann aber nichts Essen
27.06.18 56 mg
10.08.18 56 mg (Durchschnitt 701:5=140,2, 140,2:37,5x19= 71 Kügelchen weniger in einer 37,5mg Kapsel
02.10.18 54 mg (Durchschnitt wie oben 701:5=140,2 :37,5x21= 78,512 = 79 Kügelchen weniger
28.11.18 52 mg (Durchschnitt 141,8) 141,8:37,5 X 23= 87 Kügelchen weniger
14.01.19 50 mg 14,6:37,5x25=94,4 141,6-94,4= 94.4 Kügelchen weniger
24.04.19 48mg 144,2 :37,5x27=103,82 Kügelchen weniger
26.06.19 47mg
02.08.19 46 mg
08.10.19 44mg

Vitamin D seit 07/18 bei 43 - keine zusätzliche Einnahme
Vitamin B6 bei 7.7 i
Vitamin B12 bei 220
Magnesium bei 0,9
Calcium bei 2,39
Magnesium bei Wadenkrämpfen und Nervenzuckungen

Jamie
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Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Jamie » Sonntag, 27.10.19, 11:29

Hallo cinnamon,

willkommen im Forum :).

Das sind wirklich schlimme Zustände, die du durchmachen musst.
Auch deine psychischen Ausnahmezustände und Entgleisungen und Aggressionen (das meine ich nicht wertend) werden dadurch verursacht, dass auf biologischer Ebene durch den zu raschen Entzug deine ganze Gehirnchemie durcheinander gekommen ist.
Ich möchte dich beruhigen, du bist in der Zwischenzeit weder zu einem Zombie oder Soziopathen mutiert :hug: , aber du leidest offensichtlich massiv unter Entzugserscheinungen.

Ich würde dir dringend empfehlen, wie auch meine Vorschreiberinnen schon :), eine kleine Menge Venlafaxin wieder einzudosieren, irgendwas um die 2-5mg in dem Dreh, vielleicht am ehesten 3,5mg.

Auch wenn du ohne AD leben willst, was wir hier alle wollen und gut verstehen können, kannst du mit deinem Willen, auch wenn er noch so eisern sein sollte, nicht gegen dein Neurotransmitterchaos in deinem ZNS ankämpfen; diesen Kampf wirst du verlieren, weil du keinen Einfluss auf die Biologie da oben hast und daher hat das auch nichts mit Schwäche zu tun, sondern es ist ein Gebot des gesunden Menschenverstands, es noch mal mit der Wiedereinnahme zu probieren und zu hoffen, dass sich dein Körper und deine Psyche beruhigen.

Ich schicke dir Kraft, Mut, Trost und Hoffnung :hug:
Jamie
...........SIGNATUR...............


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cinnamon
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Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von cinnamon » Samstag, 09.11.19, 19:21

Towanda hat geschrieben:
Sonntag, 27.10.19, 9:12

welches Venlafaxin-Präparat hast Du denn? Sind es Kapseln? wenn ja, öffne mal eine und schau, ob da ganz viele kleine Kügelchen (weit über 100) drin sind. Wie hoch war Deine Dosis in der Einnahmezeit?
Also ich hatte manchmal die von Heumann, beta pharm und ich glaube auch 1A Pharma, je nachdem was ich in der Apotheke erhalten habe.
Ich habe jetzt nichts mehr davon da, aber ich meine mich zu erinnern, dass es zuletzt die Kapseln waren.
Dass ich sie öffnen kann bzw. von der Kügelchen-Methode habe ich leider online erst nach dem Absetzen erfahren, meine Psychiaterin hatte das noch nie erwähnt :(
Ich war eine Zeit lang bei 150mg und dann einige Wochen bei 225mg, bis ich wieder runter auf 150mg gegangen bin und dann immer weiter runter gegangen bin.
2011-2018: Cipralex wegen Depressionen (zwischenzeitlich Verhaltenstherapie)
Anfang 2018: Venlafaxin langsam auf 150 mg gesteigert,
zeitweise bekam ich 262,5 mg Venlafaxin.
Wegen starker Nebenwirkungen unter dieser Dosis auf 225 mg Venlafaxin reduziert.
Seit ca. Frühling 2019 weiter schrittweise reduziert (in 37,5 mg Schritten über jeweils mehrere Wochen).
17.09.19: von 75 mg auf 37,5 mg reduziert
15.10.19: von 37,5 mg auf 0
(Seit Anfang 2018 in tiefenpsychologischer Therapie (1x die Woche))
Juli 2018-Ende September 2018 für 11 Wochen in Tagesklinik

Wegen extremer Absetzsymptome seit dem 24.10.19 morgens und abends je 25 mg Opipramol vorübergehend für einen Monat zur Unterstützung bei den Absetzsymptomen
(in den ersten 12 Tagen extremer Schwindel, Übelkeit, Brain Zaps, Schlafstörungen, Grippegefühl, Weinanfälle, heftige Wutausbrüche, Reizbarkeit, Geräuschempfindlichkeit, Derealisation, starke Angst rauszugehen (bin nur in der Wohnung geblieben, nach 12 Tagen habe ich mich überwunden zumindest einkaufen zu gehen) sowie Angst Auto zu fahren (und durch impulsives Handlungen plötzlich einfach irgendwo gegen zu fahren (was mir Angst macht, weil ich das ja gar nicht will), mittlerweile sind kurze Einkäufe möglich, z.B. in die Stadt oder essen zu gehen scheint noch unmöglich.

Nach wie vor bestehende Symptome:
Angst unter Menschen/rauszugehen (und dort ggf. zusammenzubrechen oder einen Wutanfall zu haben (nur kurze Einkäufe, zur Therapie fahren und Spazierengehen möglich), große Angst vor der Zukunft (Werde ich je wieder gesund? Kann ich jemals arbeiten? Werde ich einsam, krank und ohne Job enden?), Brain Zaps (besser geworden),
Reizbarkeit, Derealisation, Gefühl der Verzweiflung/Hoffnungslosigkeit, Wutanfälle (ist jedoch seltener und weniger extrem geworden)

cinnamon
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Registriert: Samstag, 26.10.19, 20:34

Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von cinnamon » Samstag, 09.11.19, 19:35

Fledermaus hat geschrieben:
Sonntag, 27.10.19, 9:25
Guten Morgen cinnamon,
von mir auch ein herzliches Willkommen.
Ich bin auch im Venla-Entzug. Für mich sind das Absetzsymbtome die durch das falsche Absetzen stammen, typisch dafür.
Ich würde dir auch raten wieder eine kleine Menge einzunehmen. Die Gefahr, dass du sonst weiter in den Strudel kommst ist sehr, sehr hoch. Erspare es dir.
Leg bitte noch eine Signatur an. Mit Angabe welche Dosis, wann und wie du abgesetzt hast.
Lies dir die Informationen gut dich, vieles ist dir damit klar.
Viel Erfolg und die nötige Geduld:)
Lg
Fledermaus
Hallo Fledermaus,

also meinst du es wäre nicht zu dieser extremen Absetzsymptomatik gekommen, wenn ich es noch langsamer gemacht hätte? Von der Kügelchen-Methode habe ich erst nach dem Absetzen erfahren. Ich habe am 18.11. einen Termin bei meiner Psychiaterin und werde mal mit ihr darüber sprechen. Ich habe jetzt allerdings schon seit dem 15.10. kein Venlafaxin mehr genommen und denke andererseits auch, dass ich ja jetzt "durch das Schlimmste" durch bin und jetzt wieder durcheinander kommen würde selbst wenn ich jetzt eine ganz kleine Menge nur nehmen würde. Bin mir da aber nicht sicher. Ich weiß nur, dass ich diese Absetzhölle mit Venlafaxin nie mehr durchmachen möchte.
Eine Signatur ist jetzt angelegt :)

Nachdem ich bis Ende September 2018 in einer Tagesklinik war, habe ich alle paar Wochen an einer Nachsorgegruppe teilgenommen. Nachdem ich ca. im Juli/August nochmal dort war, bin ich am 7.11. jetzt nochmal dort gewesen und habe die Situation und die Absetzsymptome geschildert. Die Therapeutin sagte, sie sei schockiert, an welchem Punkt ich jetzt nach dem ganzen Jahr Nachsorgegruppe bin (ich habe ja auch 1x die Woche tiefenpychologische Therapie) und empfiehlt mir dringend, mich in stationäre Behandlung zu begeben weil sie glaubt, dass es weder ohne Klinikaufenthalt, noch ohne Medikamente bei mir klappen wird. Das hat mich sehr erschrocken, vor allem weil ich so sehr es nur geht vermeiden will, stationär behandelt zu werden (habe irgendwie eine richtige Aversion dagegen). Ich will es so sehr ohne Klinik schaffen und frage mich jetzt, nachdem ich die Worte der Therapeutin gehört habe, ob ich das überhaupt kann und ob es mir erst besser gehen kann, nachdem ich stationär behandelt wurde.

Was mich auch sehr überrascht hat war, dass sie sagte, es gäbe so etwas wie "psychische Absetzsymptome" nicht. Sie würde bereits 30 Jahre im psychiatrischen Bereich arbeiten und könnte sagen, es gäbe wenn dann ausschließlich körperliche Symptome. Das was ich jetzt psychisch durchmache, sei angeblich nur der "scheinbar nach wie vor bestehenden Krankheit" zuzuschreiben. Aber dann wäre das Thema "psychische Absetzsymptome" ja nicht so bekannt und weit verbreitet, sowohl in Foren, in Studien etc.
Das hat mich dann auch nochmal sehr durcheinander gebracht, was sie sagte.
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zeitweise bekam ich 262,5 mg Venlafaxin.
Wegen starker Nebenwirkungen unter dieser Dosis auf 225 mg Venlafaxin reduziert.
Seit ca. Frühling 2019 weiter schrittweise reduziert (in 37,5 mg Schritten über jeweils mehrere Wochen).
17.09.19: von 75 mg auf 37,5 mg reduziert
15.10.19: von 37,5 mg auf 0
(Seit Anfang 2018 in tiefenpsychologischer Therapie (1x die Woche))
Juli 2018-Ende September 2018 für 11 Wochen in Tagesklinik

Wegen extremer Absetzsymptome seit dem 24.10.19 morgens und abends je 25 mg Opipramol vorübergehend für einen Monat zur Unterstützung bei den Absetzsymptomen
(in den ersten 12 Tagen extremer Schwindel, Übelkeit, Brain Zaps, Schlafstörungen, Grippegefühl, Weinanfälle, heftige Wutausbrüche, Reizbarkeit, Geräuschempfindlichkeit, Derealisation, starke Angst rauszugehen (bin nur in der Wohnung geblieben, nach 12 Tagen habe ich mich überwunden zumindest einkaufen zu gehen) sowie Angst Auto zu fahren (und durch impulsives Handlungen plötzlich einfach irgendwo gegen zu fahren (was mir Angst macht, weil ich das ja gar nicht will), mittlerweile sind kurze Einkäufe möglich, z.B. in die Stadt oder essen zu gehen scheint noch unmöglich.

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Angst unter Menschen/rauszugehen (und dort ggf. zusammenzubrechen oder einen Wutanfall zu haben (nur kurze Einkäufe, zur Therapie fahren und Spazierengehen möglich), große Angst vor der Zukunft (Werde ich je wieder gesund? Kann ich jemals arbeiten? Werde ich einsam, krank und ohne Job enden?), Brain Zaps (besser geworden),
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Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von cinnamon » Samstag, 09.11.19, 19:41

Jamie hat geschrieben:
Sonntag, 27.10.19, 11:29

Ich würde dir dringend empfehlen, wie auch meine Vorschreiberinnen schon :), eine kleine Menge Venlafaxin wieder einzudosieren, irgendwas um die 2-5mg in dem Dreh, vielleicht am ehesten 3,5mg.
Ich habe am 18.11. einen Termin bei meiner Psychiaterin und werde mal mit ihr darüber sprechen, oder vielleicht einen früheren Termin ausmachen, ich weiß nicht. Ich habe jetzt allerdings schon seit dem 15.10. kein Venlafaxin mehr genommen und frage mich, ob ich "durch das Schlimmste" durch bin und jetzt wieder durcheinander kommen würde selbst wenn ich jetzt nur eine ganz kleine Menge nehmen würde. Bin mir da aber nicht sicher. Ich weiß nur, dass ich diese Absetzhölle mit Venlafaxin nie mehr durchmachen möchte und habe Angst, dass es dazu wieder kommen könnte, selbst wenn ich es nur ganz niedrig dosiert nehmen würde.
2011-2018: Cipralex wegen Depressionen (zwischenzeitlich Verhaltenstherapie)
Anfang 2018: Venlafaxin langsam auf 150 mg gesteigert,
zeitweise bekam ich 262,5 mg Venlafaxin.
Wegen starker Nebenwirkungen unter dieser Dosis auf 225 mg Venlafaxin reduziert.
Seit ca. Frühling 2019 weiter schrittweise reduziert (in 37,5 mg Schritten über jeweils mehrere Wochen).
17.09.19: von 75 mg auf 37,5 mg reduziert
15.10.19: von 37,5 mg auf 0
(Seit Anfang 2018 in tiefenpsychologischer Therapie (1x die Woche))
Juli 2018-Ende September 2018 für 11 Wochen in Tagesklinik

Wegen extremer Absetzsymptome seit dem 24.10.19 morgens und abends je 25 mg Opipramol vorübergehend für einen Monat zur Unterstützung bei den Absetzsymptomen
(in den ersten 12 Tagen extremer Schwindel, Übelkeit, Brain Zaps, Schlafstörungen, Grippegefühl, Weinanfälle, heftige Wutausbrüche, Reizbarkeit, Geräuschempfindlichkeit, Derealisation, starke Angst rauszugehen (bin nur in der Wohnung geblieben, nach 12 Tagen habe ich mich überwunden zumindest einkaufen zu gehen) sowie Angst Auto zu fahren (und durch impulsives Handlungen plötzlich einfach irgendwo gegen zu fahren (was mir Angst macht, weil ich das ja gar nicht will), mittlerweile sind kurze Einkäufe möglich, z.B. in die Stadt oder essen zu gehen scheint noch unmöglich.

Nach wie vor bestehende Symptome:
Angst unter Menschen/rauszugehen (und dort ggf. zusammenzubrechen oder einen Wutanfall zu haben (nur kurze Einkäufe, zur Therapie fahren und Spazierengehen möglich), große Angst vor der Zukunft (Werde ich je wieder gesund? Kann ich jemals arbeiten? Werde ich einsam, krank und ohne Job enden?), Brain Zaps (besser geworden),
Reizbarkeit, Derealisation, Gefühl der Verzweiflung/Hoffnungslosigkeit, Wutanfälle (ist jedoch seltener und weniger extrem geworden)

Ululu
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Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Ululu » Samstag, 09.11.19, 19:55

Hallo cinnamon,

es kann sein und ich würde es dir ganz sicher auch wünschen, dass sich die Absetzsymptome irgendwann in den nächsten Wochen von selbst legen und du das schlimmste schon überstanden hast.
Du solltest aber auch wissen, dass das nach den
hier gemachten Erfahrungen leider bei weitem nicht immer so ist.
Absetzsymptome können sehr langwierig und schwer sein.
Zudem scheitert eine Wiedereinnahme häufiger, je länger die Zeit des letzten Absetzschrittes vergangen ist.
Gute drei Wochen, wie es bei dir der Fall ist, sind noch keine allzu lange Zeit, deshalb würde ich an deiner Stelle nicht allzu lange warten, wenn du es versuchen möchtest.

Zu dem fürchte ich, dass dein Arzt dir zu einer deutlich höheren Wiedereinnahme raten wird. Das ist aber für eine Stabilisierung häufig überhaupt nicht nötig und verlängert den Ansetzprozess nur unnötig. Zudem sind solch große Schritte Megastress für dein Nervensystem.

Entscheiden musst du das aber natürlich selbst. :)

Würdest auch du dich bitte an unsere in den Regeln verankerte Nettiquette halten und deine Nachrichten mit einem kurzen Gruß beginnen und auch beenden.
Vielen Dank dafür.
:)
LG Ute
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Jodie13
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Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Jodie13 » Samstag, 09.11.19, 20:00

Hallo cinnamon,

Ich verstehe, dass das grad alles ziemlich viel für dich sein muss: Du hast diese schrecklichen Symptome, und bekommst unterschiedliche Informationen von verschiedenen Seiten. Vielleicht weisst du auch nicht, wem du glauben sollst?

Über die Aussage, es gäbe keine psychischen Absetzsymptome, kann ich nur den Kopf schütteln. Wenn die Therapeutin das meint, dann hat sie einfach mal 30 Jahre gekonnt ihre Patienten ignoriert. Passen denn die Symptome, die du jetzt hast, zu deiner Grunderkrankung? Wenn du sagst, du erkennst dich nicht wieder klingt das so, als seien z.B. die Aggressionen vorher kein Problem gewesen.

Es ist immer bisschen schwierig, was zu sagen, wenn jemand direkt am Anfang steht, ohne demjenigen Angst zu machen. :( Du schreibst, du hoffst durch das Schlimmste durch zu sein. Im besten Fall stimmt das. Im schlimmsten Fall kann ein Entzug von Psychopharmaka Jahre dauern. Ich hätte mir das vorher auch nicht vorstellen können, aber ich bin jetzt seit zwei Jahren im Entzug.

Ich würde dir wirklich dringend empfehlen
- wie vorgeschlagen eine Minimenge Venlafaxin wieder einzudosieren
- keine weiteren Psychopharmaka auszuprobieren
- wenn es irgendwie geht nicht stationär zu gehen, weil das oft nur zu viel mehr Medikamenten führt
- Ärzten und Therapeuten nicht einfach zu glauben sondern auf dein Gefühl zu hören

Lies dir einfach in Ruhe, soweit das geht, die Infos hier im Forum durch und entscheide dann.

Alles Gute!

LG Jodie
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cinnamon
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Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von cinnamon » Samstag, 09.11.19, 20:12

Ululu hat geschrieben:
Samstag, 09.11.19, 19:55
Hallo cinnamon,

es kann sein und ich würde es dir ganz sicher auch wünschen, dass sich die Absetzsymptome irgendwann in den nächsten Wochen von selbst legen und du das schlimmste schon überstanden hast.
Du solltest aber auch wissen, dass das nach den
hier gemachten Erfahrungen leider bei weitem nicht immer so ist.
Absetzsymptome können sehr langwierig und schwer sein.
Zudem scheitert eine Wiedereinnahme häufiger, je länger die Zeit des letzten Absetzschrittes vergangen ist.
Gute drei Wochen, wie es bei dir der Fall ist, sind noch keine allzu lange Zeit, deshalb würde ich an deiner Stelle nicht allzu lange warten, wenn du es versuchen möchtest.

Zu dem fürchte ich, dass dein Arzt dir zu einer deutlich höheren Wiedereinnahme raten wird. Das ist aber für eine Stabilisierung häufig überhaupt nicht nötig und verlängert den Ansetzprozess nur unnötig. Zudem sind solch große Schritte Megastress für dein Nervensystem.

Entscheiden musst du das aber natürlich selbst. :)

Würdest auch du dich bitte an unsere in den Regeln verankerte Nettiquette halten und deine Nachrichten mit einem kurzen Gruß beginnen und auch beenden.
Vielen Dank dafür.
:)
LG Ute
Hallo Ute :)

Ich werde dann am Montag einen früheren Termin ausmachen und dies besprechen. Ich kann mir auch, wie du schon sagtest, gut vorstellen, dass die Ärztin direkt mit 37,5 mg weitermachen wollen würde, aber das werde ich nicht machen. Wenn dann ganz niedrig.

Was ich noch erwähnen wollte, vielleicht haben andere das auch erlebt: Ich habe seit ca. Oktober 2018 (zunächst relativ selten, aber auch heftig) Schwindelanfälle gehabt (fühlte sich an wie extreme Reisekrankheit), wogegen mir in der Not Dimenhydrinat geholfen hat. 2019 kam es immer öfter vor und zwischendurch gab es Phasen, wo ich jeden Tag über mehr als eine Woche flach lag, weil ich durch den (unsystematischen) Schwindel nichts mehr machen konnte.
Vor dem Absetzen hatte ich es auch noch.
Bisher verliefen alle Untersuchungen ergebnislos, in der Neurologie wurde jedoch eine vestibuläre Migräne vermutet (es steht noch ein MRT bevor) und gesagt, dass auf Grund verschiedener Faktoren nicht davon ausgegangen werden kann, dass es psychischer Natur sein könnte.
Jedenfalls las ich, dass Venlafaxin häufig die Nebenwirkung „Schwindel“ hat. Eventuell könnte es daher kommen, was für mich auch noch so ein Faktor ist, warum ich eigentlich Venlafaxin aus dem Weg gehen möchte. Wenn ich meine Psychiaterin frage, wird sie sowieso sagen, es könne nicht daher gekommen sein.

Liebe Grüße und noch einen schönen Abend:)
Cinnamon
2011-2018: Cipralex wegen Depressionen (zwischenzeitlich Verhaltenstherapie)
Anfang 2018: Venlafaxin langsam auf 150 mg gesteigert,
zeitweise bekam ich 262,5 mg Venlafaxin.
Wegen starker Nebenwirkungen unter dieser Dosis auf 225 mg Venlafaxin reduziert.
Seit ca. Frühling 2019 weiter schrittweise reduziert (in 37,5 mg Schritten über jeweils mehrere Wochen).
17.09.19: von 75 mg auf 37,5 mg reduziert
15.10.19: von 37,5 mg auf 0
(Seit Anfang 2018 in tiefenpsychologischer Therapie (1x die Woche))
Juli 2018-Ende September 2018 für 11 Wochen in Tagesklinik

Wegen extremer Absetzsymptome seit dem 24.10.19 morgens und abends je 25 mg Opipramol vorübergehend für einen Monat zur Unterstützung bei den Absetzsymptomen
(in den ersten 12 Tagen extremer Schwindel, Übelkeit, Brain Zaps, Schlafstörungen, Grippegefühl, Weinanfälle, heftige Wutausbrüche, Reizbarkeit, Geräuschempfindlichkeit, Derealisation, starke Angst rauszugehen (bin nur in der Wohnung geblieben, nach 12 Tagen habe ich mich überwunden zumindest einkaufen zu gehen) sowie Angst Auto zu fahren (und durch impulsives Handlungen plötzlich einfach irgendwo gegen zu fahren (was mir Angst macht, weil ich das ja gar nicht will), mittlerweile sind kurze Einkäufe möglich, z.B. in die Stadt oder essen zu gehen scheint noch unmöglich.

Nach wie vor bestehende Symptome:
Angst unter Menschen/rauszugehen (und dort ggf. zusammenzubrechen oder einen Wutanfall zu haben (nur kurze Einkäufe, zur Therapie fahren und Spazierengehen möglich), große Angst vor der Zukunft (Werde ich je wieder gesund? Kann ich jemals arbeiten? Werde ich einsam, krank und ohne Job enden?), Brain Zaps (besser geworden),
Reizbarkeit, Derealisation, Gefühl der Verzweiflung/Hoffnungslosigkeit, Wutanfälle (ist jedoch seltener und weniger extrem geworden)

Ululu
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Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Ululu » Samstag, 09.11.19, 20:26

Hallo Cinnamon,

wenn diese Schwindelattacken erst seit der Venlaeinnahme auftreten, würde ich annehmen, dass es Sich um eine Nebenwirkung handelt.
Schwindel ist bei allen Psychopharmaka eine häufige Nebenwirkung, weil diese im Gehirn wirken und dort Unruhe ins System bringen, die sich oft als Schwindel bemerkbar macht.
Leider können Nebenwirkungen im Ansetzprozess verstärkt auftreten.
Ich möchte dir damit keine Angst machen aber so kannst du es vielleicht besser einordnen, falls diese Schwindelattacken in nächster Zeit häufiger auftreten.

Ich selbst bin auch eine Schwindlerin, schon vor den Medikamenten. Ich weiß, dass das ein sehr belastendes Symptom ist.
:hug:
LG Ute
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Fledermaus
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Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Fledermaus » Sonntag, 10.11.19, 10:55

cinnamon hat geschrieben:
Samstag, 09.11.19, 19:35
Hallo Fledermaus,

also meinst du es wäre nicht zu dieser extremen Absetzsymptomatik gekommen, wenn ich es noch langsamer gemacht hätte? Von der Kügelchen-Methode habe ich erst nach dem Absetzen erfahren. Ich habe am 18.11. einen Termin bei meiner Psychiaterin und werde mal mit ihr darüber sprechen. Ich habe jetzt allerdings schon seit dem 15.10. kein Venlafaxin mehr genommen und denke andererseits auch, dass ich ja jetzt "durch das Schlimmste" durch bin und jetzt wieder durcheinander kommen würde selbst wenn ich jetzt eine ganz kleine Menge nur nehmen würde. Bin mir da aber nicht sicher. Ich weiß nur, dass ich diese Absetzhölle mit Venlafaxin nie mehr durchmachen möchte.
Eine Signatur ist jetzt angelegt :)

Nachdem ich bis Ende September 2018 in einer Tagesklinik war, habe ich alle paar Wochen an einer Nachsorgegruppe teilgenommen. Nachdem ich ca. im Juli/August nochmal dort war, bin ich am 7.11. jetzt nochmal dort gewesen und habe die Situation und die Absetzsymptome geschildert. Die Therapeutin sagte, sie sei schockiert, an welchem Punkt ich jetzt nach dem ganzen Jahr Nachsorgegruppe bin (ich habe ja auch 1x die Woche tiefenpychologische Therapie) und empfiehlt mir dringend, mich in stationäre Behandlung zu begeben weil sie glaubt, dass es weder ohne Klinikaufenthalt, noch ohne Medikamente bei mir klappen wird. Das hat mich sehr erschrocken, vor allem weil ich so sehr es nur geht vermeiden will, stationär behandelt zu werden (habe irgendwie eine richtige Aversion dagegen). Ich will es so sehr ohne Klinik schaffen und frage mich jetzt, nachdem ich die Worte der Therapeutin gehört habe, ob ich das überhaupt kann und ob es mir erst besser gehen kann, nachdem ich stationär behandelt wurde.

Was mich auch sehr überrascht hat war, dass sie sagte, es gäbe so etwas wie "psychische Absetzsymptome" nicht. Sie würde bereits 30 Jahre im psychiatrischen Bereich arbeiten und könnte sagen, es gäbe wenn dann ausschließlich körperliche Symptome. Das was ich jetzt psychisch durchmache, sei angeblich nur der "scheinbar nach wie vor bestehenden Krankheit" zuzuschreiben. Aber dann wäre das Thema "psychische Absetzsymptome" ja nicht so bekannt und weit verbreitet, sowohl in Foren, in Studien etc.
Das hat mich dann auch nochmal sehr durcheinander gebracht, was sie sagte.
Hallo cinnamon,
ja, ich bin überzeugt, dass dies mit dem schnellen absetzen begründet ist.
30 Jahre Erfahrung deiner Ärztin, so eine hatte ich auch! :evil: Sie gehen nach Schema xy wie es vor 30 Jahren üblich war. Alles andere wird ignoriert oder will nicht gesehen werden. Fortbildung macht Arbeit, neues lernen, altes über Bord werfen. Das muss ein Arzt aber!!!! Sie sollte aufhören ihren Beruf auszuüben und großes Leid über ihren Patienten zu bringen. :frust: Ich habe mir einen neuen Arzt gesucht nachdem meine auch so eine war und mich damit bombardiert, ewig Medis, solche Probleme gibt es nicht usw.
Meinem neuem Arzt waren die Reaktionen beim Absetzen sehr wohl bekannt (ALLE). Er sagte mir auch, dass jeder Absetzversuch schwieriger wird, weil der Körper absolut nicht auf das venlafaxin verzichten will und immer stärker mit Entzugserscheinungen reagiert. Er geht mit dem hier geratenen Empfehlungen komplett konform.
Ich habe während meines Absetzens auch immer Zweifel, dass es die Erkrankung ist. Doch auch er versichert mir, es sind Absetzreaktionen!!
Viel Geduld und Kraft ist nötig.
Ich rate dir wirklich nicht länger zu warten und eine kleine Menge wieder zu nehmen.
Teste es wie du reagierst. Die Aussage meines Arztes: wir wissen nicht wie jeder Mensch reagiert, nur mit testen! Danach müssen wir uns richten, nicht was pauschal gesagt wird.!!
I ch wünsche dir von Herzen wirklich alles Gute.
Lg Fledermaus
Zuletzt geändert von Towanda am Sonntag, 10.11.19, 11:12, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert
seit 2004 150 mg Venlafaxin
2015 für 6 Wochen komplett abgesetzt, 150 mg - 75 mg- 37.5 mg - 25 mg - 0. In welchem Zeitraum weiß ich nicht mehr.
Nach 4 - Wochen ohne zeigten sich Hitzewallungen, Brennen der Haut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nerven/Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Weinerlichkeit. Zusammenbruch emotionaler Art.
Nach 8 Wochen ohne wieder zurück auf 150 mg. schnelles Verschwinden der Symptomatik.
2016 Habe ich bis auf 75 mg reduziert. I
m Dezember 2016 von 75 mg auf 62,5 mg Venlafaxin. Symptome waren
Übelkeit, Hitzewallungen, Augenprobleme, leichtes Erbrechen morgens, Zahnbürste im Mund war schwierig.
Anfang Februar 2017 von 62.5. mg auf 50 mg Venlafaxin.
verstärkte Übelkeit und Zahnbürste im Mund kaum auszuhalten, sofortiges Erbrechen. Von einem Tag auf dem anderen dann 16 Std Schlaf, Augenprobleme, Erbrechen, Hitzewallungen, Nerven/Muskelzucken, Unruhe, Angst/Panik, Herzklopfen,
Suizidgedanken.
18.02 wieder 75 mg Venlafaxin,
seitdem Verbesserung, kein Erbrechen, keine Panikattacken, leichte Nervenzuckungen noch vorhanden. Stabilisation von einem zum anderen Tag schwankend, auf jedem Fall Besserung im Laufe des Tages.

08.04.17 72 mg Venla
12.04. Umstieg auf Kügelchenmethode (2 37,5-Kaspsel)
72 mg 11 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kaspel -3%
01.06.17 68 mg =26 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel -4%
20.07.17 66 mg =32 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2% Durchschnitt 135 Kügelch/Kapsel
29.09.17 64 mg =40 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2%
24.10.17 64 mg = 38 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (neue Charge)
13.12.17 62 mg = 46 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (Rechnung 75-62=13 37.5-13=24,5
132.6:37,5x24.5=86,63 132,6-86,6=46)
31.0 1.18 60 mg = 55 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (137:37,5x22,5=82,2 137-82=55)
10.02.18 Blutdruck schießt wieder hoch, zusätzlich zu den schon bekannten Symptomen
23.03.18 57mg=59 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (123:37,5x19.5=64 123-64=59 Kügelchen weniger)
12.05.18 70 54 mg? Kügelchen weniger verrechnet? Auswirkung jetzt katastrophal (25.6.18)
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Brennende Haut, Sehstörung, Nervenzucken, Weinen, Angst, müde, schwere in Gliedern, Schwitzen, frieren, Hunger kann aber nichts Essen
27.06.18 56 mg
10.08.18 56 mg (Durchschnitt 701:5=140,2, 140,2:37,5x19= 71 Kügelchen weniger in einer 37,5mg Kapsel
02.10.18 54 mg (Durchschnitt wie oben 701:5=140,2 :37,5x21= 78,512 = 79 Kügelchen weniger
28.11.18 52 mg (Durchschnitt 141,8) 141,8:37,5 X 23= 87 Kügelchen weniger
14.01.19 50 mg 14,6:37,5x25=94,4 141,6-94,4= 94.4 Kügelchen weniger
24.04.19 48mg 144,2 :37,5x27=103,82 Kügelchen weniger
26.06.19 47mg
02.08.19 46 mg
08.10.19 44mg

Vitamin D seit 07/18 bei 43 - keine zusätzliche Einnahme
Vitamin B6 bei 7.7 i
Vitamin B12 bei 220
Magnesium bei 0,9
Calcium bei 2,39
Magnesium bei Wadenkrämpfen und Nervenzuckungen

Susanne1978
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Registriert: Sonntag, 23.12.18, 19:51

Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Susanne1978 » Sonntag, 10.11.19, 11:01

Hallo Zimt, was versprichst du dir von einem schnellen Termin bei der Psychiater in? :party: Von 100 Ärzten gibt es evtl. ein Arzt der die Problematik anerkennt. Aber ich kenne keinen der die Ausschleichmethode unterstützt. 😬
LG Susanne
-------------------- :P
Seit ca. 1998 nehme ich Antidepressiva
Doxepin, Sertralin, Venlafaxin

03/2017 nehme ich 150 mg Venlafaxin

01.12.2018 = abzgl. 5% = 142,50 mg
01.02.2019 = abzgl. 10% = 128,25 mg
01.03.2019 = abzgl. 10% = 115,50 mg
01.04.2019 = 112,50 mg
01.06.2019 = abzgl. 5% = 106,88 mg
11.07.2019 = abzgl. 5% = 101,54 mg
10.08.2019 = 100,00 mg
11.09.2019 = abzgl. 5% = 95,00 mg
29.10.2019 = abzgl. 8% = 87,50 mg
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carlotta
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Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von carlotta » Sonntag, 10.11.19, 14:58

Hallo Fledermaus,

Dein Arzt wäre vielleicht jemand für die foreneigene Ärzteliste, was meinst Du? (Falls er nicht schon draufsteht.) Du könntest die Kontaktdaten jemandem vom Team per PN zukommen lassen. Es suchen doch immer so viele verzweifelt einen kundigen ärztlichen Ansprechpartner und die Liste ist so kurz.

Liebe Grüße
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

Fledermaus
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Re: cinnamon: Absetz-Albtraum Venlafaxin, weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Fledermaus » Montag, 11.11.19, 6:38

Hallo Carlotta,
Ich habe mich mit Annanas schon ausgetauscht.
Lg
Fledermaus
seit 2004 150 mg Venlafaxin
2015 für 6 Wochen komplett abgesetzt, 150 mg - 75 mg- 37.5 mg - 25 mg - 0. In welchem Zeitraum weiß ich nicht mehr.
Nach 4 - Wochen ohne zeigten sich Hitzewallungen, Brennen der Haut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nerven/Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Weinerlichkeit. Zusammenbruch emotionaler Art.
Nach 8 Wochen ohne wieder zurück auf 150 mg. schnelles Verschwinden der Symptomatik.
2016 Habe ich bis auf 75 mg reduziert. I
m Dezember 2016 von 75 mg auf 62,5 mg Venlafaxin. Symptome waren
Übelkeit, Hitzewallungen, Augenprobleme, leichtes Erbrechen morgens, Zahnbürste im Mund war schwierig.
Anfang Februar 2017 von 62.5. mg auf 50 mg Venlafaxin.
verstärkte Übelkeit und Zahnbürste im Mund kaum auszuhalten, sofortiges Erbrechen. Von einem Tag auf dem anderen dann 16 Std Schlaf, Augenprobleme, Erbrechen, Hitzewallungen, Nerven/Muskelzucken, Unruhe, Angst/Panik, Herzklopfen,
Suizidgedanken.
18.02 wieder 75 mg Venlafaxin,
seitdem Verbesserung, kein Erbrechen, keine Panikattacken, leichte Nervenzuckungen noch vorhanden. Stabilisation von einem zum anderen Tag schwankend, auf jedem Fall Besserung im Laufe des Tages.

08.04.17 72 mg Venla
12.04. Umstieg auf Kügelchenmethode (2 37,5-Kaspsel)
72 mg 11 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kaspel -3%
01.06.17 68 mg =26 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel -4%
20.07.17 66 mg =32 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2% Durchschnitt 135 Kügelch/Kapsel
29.09.17 64 mg =40 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2%
24.10.17 64 mg = 38 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (neue Charge)
13.12.17 62 mg = 46 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (Rechnung 75-62=13 37.5-13=24,5
132.6:37,5x24.5=86,63 132,6-86,6=46)
31.0 1.18 60 mg = 55 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (137:37,5x22,5=82,2 137-82=55)
10.02.18 Blutdruck schießt wieder hoch, zusätzlich zu den schon bekannten Symptomen
23.03.18 57mg=59 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (123:37,5x19.5=64 123-64=59 Kügelchen weniger)
12.05.18 70 54 mg? Kügelchen weniger verrechnet? Auswirkung jetzt katastrophal (25.6.18)
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Brennende Haut, Sehstörung, Nervenzucken, Weinen, Angst, müde, schwere in Gliedern, Schwitzen, frieren, Hunger kann aber nichts Essen
27.06.18 56 mg
10.08.18 56 mg (Durchschnitt 701:5=140,2, 140,2:37,5x19= 71 Kügelchen weniger in einer 37,5mg Kapsel
02.10.18 54 mg (Durchschnitt wie oben 701:5=140,2 :37,5x21= 78,512 = 79 Kügelchen weniger
28.11.18 52 mg (Durchschnitt 141,8) 141,8:37,5 X 23= 87 Kügelchen weniger
14.01.19 50 mg 14,6:37,5x25=94,4 141,6-94,4= 94.4 Kügelchen weniger
24.04.19 48mg 144,2 :37,5x27=103,82 Kügelchen weniger
26.06.19 47mg
02.08.19 46 mg
08.10.19 44mg

Vitamin D seit 07/18 bei 43 - keine zusätzliche Einnahme
Vitamin B6 bei 7.7 i
Vitamin B12 bei 220
Magnesium bei 0,9
Calcium bei 2,39
Magnesium bei Wadenkrämpfen und Nervenzuckungen

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