Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

 ! Nachricht von: Team
Aus gegebenem Anlaß wurde die Antwortfunktion aus den Informationsrubriken entfernt. Wir sortieren gerade aus, wie wir weiterhin den Austausch in einigen threads ermöglichen können. Infos und Austausch wollen wir zukünftig klarer voneinander trennen.

Wenn ihr neue Themen für die "Hintergrundinformationen" habt, könnt ihr diese zunächst im Diskussionsbereich eröffnen. Das Team entscheidet dann, ob sie ggfs verschoben werden. Bei Ergänzungsvorschlägen zu bereits bestehenden threads, wendet euch bitte an das Team.


Dieses Forum ist rein privat und ehrenamtlich betrieben. Um unsere Unabhängigkeit zu gewährleisten, nehmen wir auch keine Spenden an.

Die meisten Beiträge sind für nicht angemeldete Besucher nicht einsehbar. Der Erfahrungsaustausch über das Ausschleichen von Psychopharmaka ist nur registrierten Mitgliedern zugänglich.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Wenn Du am Austausch teilnehmen möchtest, lies bitte bevor Du Dich registrierst, die Info für Neue und Interessierte:

Wenn Du Nebenwirkungen von den Medikamenten oder vom Absetzen hast, dann melde sie auf jeden Fall den öffentlichen Stellen.

Dirk66: Unentdecktes Serotonin Syndrom (Paroxetin Kaltentzug)

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Antworten
Dirk66
Beiträge: 1
Registriert: 16.06.2021 10:57
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal

Dirk66: Unentdecktes Serotonin Syndrom (Paroxetin Kaltentzug)

Beitrag von Dirk66 »

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich habe hier bereits viele nützliche Informationen zum Thema Ausschleichen von SSRI gelesen. Das ein oder andere hat mir bereit die Augen geöffnet und auch Mut für meinen weiteren Weg gemacht. Dafür schonmal vielen Dank.

Leider habe ich nicht viel über das Serotonin Syndrom gefunden außer das es dieses gibt.
Ich möchte "kurz" was zu meinem Verlauf sagen.

Im Jahr 2010/2011 bekam ich das erste Mal in meinem Leben eine Panikattacke die sich in den darauf folgenden 3 Monaten wiederholten. Der Auslöser dafür war bei der Arbeit vor mehreren Menschen eine Präsentation zu halten. Das kannte ich vorher so nicht. Mein Hausarzt riet mir einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Direkt beim ersten Besuch, verschrieb dieser mir Paroxetin (20) und ich solle davon täglich eine Tablette einnehmen.
Keine Information um was für Tabletten es sich handelt. Ich solle in 4 Wochen wiederkommen und berichten ob ich sie vertrage. Um das ganze abzukürzen, ich habe von dem Tag an bis 2017 die Tabletten in der Form genommen. Ich musste alle 6 Monate zum Therapeuten und er fragte mich lediglich wie es mir gehe. Das hat in der Regel 5 Minuten gedauert. Irgendwann 2017 bin ich dann wieder zu ihm hin und teilte ihm mit, dass ich das Medikament absetzen möchte da ich der Meinung war das ich es nicht mehr benötige. Daraufhin teilte er mir mit, dass man das Medikament nicht einfach absetzen kann sondern langsam ausgeschlichen werden muss. Gesagt getan... Die Dosierung wurde von 20 auf 10 mg reduziert. Bis auf ein wenig Schwindel in den ersten 10 Tagen habe ich auch nichts gemerkt.
Ende März 2019 wollte ich dann die E-Zigarette absetzen. Bis 2010 war ich Raucher und bin dann umgestiegen. Ca. 10 Tage später ging es los. Ich hatte alles an Symptome was man sich nur vorstellen kann. Ich will das jetzt nicht alles auflisten. Ich war 3 mal im Krankenhaus davon 2 mal Stationär und da ich mittlerweile 15 kg abgenommen hatte, ging man von einer Tumorerkrankung aus. Man hat mich komplett auf links gedreht und ich wurde jedes Mal als Gesund entlassen. Auf die Idee es könnte an Paroxetin liegen ist man nicht gekommen.
Zwischendurch fing ich selber an zu recherchieren und kam immer mehr zu der Erkenntnis, dass es an den Paroxetin liegen könnte. Daraufhin wollte ich einen kurzfristigen Termin bei meinem Therapeuten machen welchen man mir dann 4 Wochen später gab.
Ich habe dann von mir aus am 15.Juni 2019 das Paroxetin abgesetzt. Anfang Juli hatte ich dann endlich den Termin bei meinem Psychotherapeuten der mittlerweile in Rente war und durch eine Therapeutin abgelöst wurde. Ich habe ihr dann den Verlauf geschildert und Sie teilte mir dann mit, dass ich wohl ein Serotonin Syndrom habe und es richtig war das Paroxetin abzusetzen. Laut ihr, hat sich durch den Entzug des Nikotins mein Stoffwechsel verlangsamt und das Paroxetin wurde nicht mehr verstoffwechselt. Serotonin konnte sich demnach immer mehr im Körper anreichern.
Das erklärt auch die Vergiftungssymptome die ich verspürt hatte.

Zum Schluss wollte mir die Therapeutin direkt das nächste Medikament verschreiben was ich abgelehnt habe.
Seitdem war ich nicht mehr bei ihr und seitdem habe ich keinerlei Medikamente in die Richtung eingenommen.

Es ist nun 2 Jahre her als ich die letzte Tablette Paroxetin genommen habe. Was ich bis heute durchgemacht habe brauche ich nicht erwähnen. Denn nachdem das Serotonin Syndrom weg war (ca. 4 Wochen) kamen natürlich die Absetzerscheinungen welche nicht besser waren.

Ich kann heute einigermaßen wieder am Leben teilhaben dennoch sind die Absetzerscheinungen immer noch präsent. Es wird langsam besser. Manchmal habe ich 10 Tage am Stück gar keine Symptome und man denkt das man es geschafft hat. Dann kommt wieder der Rückschlag und es kommen wieder Tage mit:

- Appetitlosigkeit
- Schlafstörungen
- Herzrythmusstörungen
- Kribbeln/Brennen in Beine und Arme
usw...

Ich lese immer nur, dass man beim langsamen Ausschleichen irgendwann wieder ein normales Nervensystem erlangt was alles im Gleichgewicht hält.
Was ist mit Menschen wir mir, die das nicht machen konnten. Ich durfte von heute auf morgen nichts mehr Ausschleichen wegen dem Serotonin Syndrom. Wird es bei mir auch irgendwann wieder normal?

Ich bin bis heute der Meinung, dass man mir dieses Medikament hätte nie verschreiben dürfen da ich kein Serotoninmangel hatte. Vielleicht war es damals einfach nur ein kleines Burnout was die Panikattacken auslöste. Bis heute habe ich keine mehr gehabt.

Vielleicht sollte man meine Erfahrung mit in diesem Forum aufnehmen. Schlussendlich hat ein Nikotinentzug mein Leben von heute auf morgen verändert. Also ich kann nur jedem empfehlen erst die Antidepressiva auszuschleichen und danach erst mit dem Rauchen/Dampfen aufzuhören soweit man das vor hat.

LG
Dirk
Zuletzt geändert von Annanas am 16.06.2021 12:48, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nutzername u Wirkstoff im Titel ergänzt
Von 2010/2011 bis 2019 Paroxetin
Seit 15.Juni 2019 keinerlei Antidepressiva mehr eingenommen. (Kalter Entzug wegen Serotonin Syndrom)
Niemandsland
Beiträge: 466
Registriert: 07.05.2020 02:30
Wohnort: Niemandsland
Hat sich bedankt: 972 Mal
Danksagung erhalten: 737 Mal

Re: Unentdecktes Serotonin Syndrom

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Dirk,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Antidepressiva ein: Infoartikel: Ausschleichen von Antidepressiva und Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

Wenn du Kraftausdrücke verwenden willst, benutze dafür bitte den censored smiley, also z.B. sch :censored: Beachte bitte auch unsere Regeln.

Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße

Niemandsland
► Text zeigen

2021 Wichtige Umfrage über Antidepressiva-Entzug, BITTE TEILNEHMEN: viewtopic.php?p=411512#p411512
padma
Moderatorenteam
Beiträge: 24980
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 14564 Mal
Danksagung erhalten: 9282 Mal

Re: Dirk66: Unentdecktes Serotonin Syndrom (Paroxetin Kaltentzug)

Beitrag von padma »

hallo Dirk, :)

vielen Dank für deinen Bericht.

Verstehe ich dich richtig, dass du meinst, dass der Rauchstop zum Anstieg des Paroxetinsspiegels gefüht hat und du dadurch ein Serotoninsyndrom bekommen hast?
Ein Rauchstop kann den Spiegel einiger Psychopharmaka erhöhen, dass dadurch ein Serotoninsyndrom ausgelöst wurde, habe ich, bis jetzt noch nicht gehört. Der Regelfall wird das nicht sein, ausschließen würde ich es aber nicht.
Was ist mit Menschen wir mir, die das nicht machen konnten. Ich durfte von heute auf morgen nichts mehr Ausschleichen wegen dem Serotonin Syndrom. Wird es bei mir auch irgendwann wieder normal?
Ja, auch nach einem abrupten Absetzen (Kaltentzug) erholt sich das ZNS wieder. Es kann nur eben dauern, manchmal leider Jahre.

Manchmal habe ich 10 Tage am Stück gar keine Symptome und man denkt das man es geschafft hat. Dann kommt wieder der Rückschlag
Das ist das typische Wellen/Fenster Muster.
Ich bin bis heute der Meinung, dass man mir dieses Medikament hätte nie verschreiben dürfen da ich kein Serotoninmangel hatte.
Dieser "Serotoninmythos" ist sowieso schon länger widerlegt.
Vielleicht war es damals einfach nur ein kleines Burnout was die Panikattacken auslöste. Bis heute habe ich keine mehr gehabt.
Das ist gut möglich. AD sind bei Panikattacken sowieso sehr fragwürdig. Psychotherapie oder ggfs. Änderung der Lebensumstände ist deutlich sinnvoller und nicht so gefährlich.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
► Text zeigen


Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dirk66
Beiträge: 1
Registriert: 16.06.2021 10:57
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: Dirk66: Unentdecktes Serotonin Syndrom (Paroxetin Kaltentzug)

Beitrag von Dirk66 »

Hallo Padma,
ja man geht in der Tat davon aus, dass es mit dem Nikotinentzug zu tun hatte. Bis dahin wurde das Medikament wohl einfach verstoffwechselt. Hört man mit dem Rauchen auf, normalisiert sich der Stoffwechsel wieder und das soll bei mir den Anstieg von Serotonin verursacht haben. Hat man von Anfang an ein Defizit dann würde sich das wahrscheinlich gar nicht auswirken. So hat man es mir erklärt.

LG
Dirk
Von 2010/2011 bis 2019 Paroxetin
Seit 15.Juni 2019 keinerlei Antidepressiva mehr eingenommen. (Kalter Entzug wegen Serotonin Syndrom)
padma
Moderatorenteam
Beiträge: 24980
Registriert: 06.01.2013 17:04
Hat sich bedankt: 14564 Mal
Danksagung erhalten: 9282 Mal

Re: Dirk66: Unentdecktes Serotonin Syndrom (Paroxetin Kaltentzug)

Beitrag von padma »

hallo Dirk, :)

Rauchen kann dazu führen, dass bestimmte Medikamente schneller abgebaut werden, der Medikamentenspiegel also sinkt. Setzt man das PP dann ab, steigt er an. Hier ist das erklärt: viewtopic.php?p=192428#p192428

Was allerdings ungewöhnlich ist, dass dieser Anstieg gleich zu einem Serotoninsyndrom führt. Ein Serotoninsyndrom ensteht meist dann, wenn man mehrere Substanzen einnimmt, die auf das Serotoninsystem wirken. viewtopic.php?p=311677#p311677 (runterscrollen)
Bei nur einer Substanz ist das recht selten und du hattest zu der Zeit auch keine hohe Dosis.
Hat man von Anfang an ein Defizit dann würde sich das wahrscheinlich gar nicht auswirken.
Da hat man dir Märchen erzählt. Die Annahme eines zu niedrigen Serotoninspiegels bei Menschen mit Depressionen etc. ist widerlegt.

Wurde denn ein Serotoninsyndrom über den Blutspiegel diagnostiziert?
Denkbar wäre auch, dass der Nikotinentzug die Absetzsymptomatik von Paroxetin getriggert hat. Oder dass der Dosisanstieg diese Symptome ausgelöst hat. Das geht auch ohne Serotoninsyndrom. Aber das wird sich jetzt nicht mehr klären lassen.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
Absetzverlauf:
► Text zeigen


Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dirk66
Beiträge: 1
Registriert: 16.06.2021 10:57
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: Dirk66: Unentdecktes Serotonin Syndrom (Paroxetin Kaltentzug)

Beitrag von Dirk66 »

Hallo padma,

nein es wurde nicht über eine Blutprobe diagnostiziert. Bis heute habe ich keine eindeutige Diagnose. Ich hab Ende April den Rauchstop bzw. das Dampfen der E-Zigarette eingestellt und ca. 10 Tage später hatte ich sämtliche Symptome die zu einer Vergiftung passt oder auch zu einem Serotonin Syndrom passt. Ich habe dann ja noch fleißig 2,5 Monate weiter mein Paroxetin genommen. Es ging mir dann erst etwas besser als ich die Paroxetin so ca. 4 Wochen lang weg gelassen habe. Das es ein Serotonin Syndrom gewesen sein könnte, hat mir dann meine Therapeutin gesagt. Es wurde die ganze Zeit vorher keine Erkrankung bei mir gefunden. Man hat im Krankenhaus alles untersucht was geht. Keine Diagnose.

Wie auch immer denke ich auch, dass es heute zu spät ist genaueres sagen zu können. Ich hoffe einfach nur, dass zu den jetzigen 2 Jahren die ich schon abgesetzt habe nicht noch Jahre vergehen bis es mir wieder ganz normal geht. Eigentlich hat man mich mit dem ganzen einfach alleine gelassen. Mein Vertrauen zu Psychotherapeuten ist gleich Null. Ich hoffe das ich nie wieder was mit denen zu tun haben muss. Aber wenn ich so lese was andere schon alles mitgemacht haben, da kann ich ja noch froh sein mit meinem erlebten. Ich bin echt froh das ich nicht noch psychische Probleme nach dem absetzen bekommen habe.

Ich hab mich jetzt einfach mal gefragt ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben und ob diese Absetzsymptome irgendwann mal aufhören. Deine Antwort das es Jahre dauern kann lässt mich zwar nicht gerade in Jubel verfallen, aber gut zu wissen das es dann irgendwann mal vorbei ist.

LG
Dirk
Von 2010/2011 bis 2019 Paroxetin
Seit 15.Juni 2019 keinerlei Antidepressiva mehr eingenommen. (Kalter Entzug wegen Serotonin Syndrom)
Antworten