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Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Bruno: Seroxat (Paroxetin) ausschleichen danke

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Rap
Beiträge: 161
Registriert: 31.01.2019 09:58

Re: Bruno: Seroxat (Paroxetin) ausschleichen danke

Beitrag von Rap »

Hallo Bruno,

Zuerst möchte ich dir mal sagen das ich es klasse finde wie du es bisher gemacht hast mit der Reduzierung
Hätte ich es auch mal so gemacht wäre ich nicht in der Hölle gelandet also Kompliment.

Ich wollte dir noch sagen das ich sehr viel über Paroxetin lese und es wohl so ist das es im unteren Bereich Probleme beim Reduzieren machen kann. Und es ohne Problemchen kaum geht. Außerdem könnte es bei dir ja auch schon sein das du einen Pop Out Effekt hast du nimmst es ja auch schon lange. Das quasi das Paroxetin seine Wirkung verliert und du obwohl nix verändert wird trotzdem Entzugserscheinungen bekommst.

Da das Paroxetin eine sehr kurze Halbwertszeit hat kann sich im niedrigeren Dosen kein geeigneter spiegel mehr aufbauen. Und da du erwähnt hast das es dir 3 Stunden nach Einnahme besser ging würde eventuell darauf hindeuten das der Spiegel eben schwankt.

Im Amerika wird oft ein Wechsel zu fluoxetin empfohlen da es eine viel längere Halbwertszeit hat um dann vollends auszuschleichen ist aber auch mit Risiko behaftet ob es funktioniert und wird hier im Forum nicht empfohlen.

Wie immer es auch weiter geht zieh weiter ruhig und ohne Kurzschlusshandlungen deinen Weg durch und irgendwann wirst du ein Paroxetin freies Leben haben.

Gruß
Rap
2003 paroxetin 20mg Depression Diagnose vom Hausarzt ohne Aufklärung über das Mittel
2004 gescheiterter absetzversuch Hausarzt meinte einfach weglassen
2004-2018 versucht immer mal wieder zu reduzieren Unwissenheit bei Absetzerscheinungen
Immer wieder Magen Probleme. Keine weiteren Absetzversuche da einige Schicksale in der Familie
2013 Gesprächstherapie bei einer Psychotherapheutin
Seit ca. 2017 starke Magen Probleme, Übelkeit, über 15Kg Gewichtsverlust, schlechte Blutwerte, Brummen im Kopf, immer hibbelig und gestresst, frieren von innen
Absetzen:
14.08.18 20mg auf 10mg , Übelkeit
11.09.18 10mg auf ca 7,5mg , Schwindel, Brainzaps, Übelkeit, nicht stressresistent
16.10.18 7,5mg auf ca 5mg, Schwindel, Brainzaps, Übelkeit, nicht stressresistent
15.11.18 5mg auf ca 2.5mg, Schwindel, Brainzaps, Übelkeit, nicht stressresistent
13.12.13 ca.2.5mg auf 0 alles in Pillenform, Lösung war mir nicht bekannt
Schwindel, Übelkeit, absolute schlaflosigkeit, Panik, Angst, Herzrasen, Nachtschwitzen, weinerlich
3.02.19 0,25mg Lösung Schwindel, Zittern, Schwitzen, Angst
17.02.19 0,38mg Lösung schlafloseigkeit, Wahrnehmungs und Sehprobleme, Panik, Angst, zittern, frieren eigentlich ganze Palette
23.02.19 1,7 mg in Pillen (errechnet schwierig zu dosieren bei 40mg Wirkstoff Pillen) erst minimale Besserung dann starke Veschlimnerung aller Symptome.
13.03.19 2mg fast unverändert, Hauptsymptom schlafstörung
23.03 19 2,5mg
Ende März 2019 5mg
Ende April 2019 10mg Paroxetin 40mg Dominal
11. Juni 2019 10mg Paroxetin 60mg Dominal
4. Aug 2019 10mg Paroxetin 52,5mg Dominal
31.Aug 2019 9,7mg paroxetin 52,5mg Dominal
30.Sep 2019 9,7mg Paroxetin 47,5mg Dominal
13.Okt 2019 9,2mg Paroxetin 47,5mg Dominal
10.Nov 2019 8,5mg Paroxetin 45mg Dominal
21.Dez 2019 8,3mg Paroxetin 45 mg Dominal
Ab jetzt jede Woche um 2,5% reduzieren
15. Jan 2020 7,7mg Paroxetin, 45mg Dominal
Ab Februar alle 5 Tage um 0,5mg reduziert (wahnnsin viel zu schnell)
12.April 2020 0mg paroxetin, 45mg Dominal) in Woche 4 0,35mg eindosiert (Anfall mit delirium) in der 5. Woche 0,25mg eindosiert ( akhathisie, um sich schlagen, total außer Rand und Band. Seitdem kein paroxetin mehr
Bei Bedarf alle 2 Tage 0,5mg Tavor
schlafstörung, zittern und vibrieren , wahnnsinige Angst, Unruhe und Panik meist morgends oft den ganzen Tag, Schwitzen und frieren, seh und wahrnehmungstörungen DP, DR, Trance Zustände (gilt alles seit Ende März)

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21745
Registriert: 06.01.2013 17:04

Re: Bruno: Seroxat (Paroxetin) ausschleichen danke

Beitrag von padma »

hallo Bruno, :)
Ja, vor 5 Wochen hatte ich auf der Arbeit eine Massiven Stessvorfall.
Okay, dann war das wohl der Trigger. Da das so zuordenbar ist, würde ich jetzt auch versuchen, ohne Erhöhung klar zu kommen. Zeit geben und dir soweit möglich, Ruhe gönnen.

Und eben mal auf die Ernährung achten.
Wir haben hier einen thread zur HIT http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=15&t=7819

Wir haben hier im Forum die Erfahrung, dass alle AD sehr schwer auszuschleichen sein können, und empfehlen daher, wie Rap :) schreibt i.d.R. keine Umstellung, zumal die Umstellung ein weiteres Risiko wäre.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Bruno
Beiträge: 80
Registriert: 07.10.2015 09:41

Re: Bruno: Seroxat (Paroxetin) ausschleichen danke

Beitrag von Bruno »

Hallo Rap
Danke für das Kompliment und für deine unterstüzenden Worte.

Hallo Padma
Ich hatte Dienstag so viel Panik, Angst und Muskelzuckungen, das es nicht besser wird.Ich weiß dann nicht woher das kommt.
Vielen dank für deine Antwort.
Das wichtigste ist das ich nächste Woche wieder Arbeitsfähig bin sonst bekomme ich eine Nerverzusammenbruch.
Ich werde dann nochmals berichten.
Mit freundlichen Grüßen

Bruno
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Vitamin D Mangel
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Bruno
Beiträge: 80
Registriert: 07.10.2015 09:41

Re: Bruno: Seroxat (Paroxetin) ausschleichen danke

Beitrag von Bruno »

Hallo Forum
Ich nehme jetzt seid 5 Tagen 0,7 ml Seroxat in der Hoffnung das sich mein Zustand verbessert.
Auch mit der Histaminarmen Kost nehme ich es jetzt sehr genau.
Trotz alle dem habe ich weiterhin starke Übelkeit nach jeder Malzeit.
Ein mal morgens habe ich Durchfall.
Es sieht so aus als würde die Med erhöhung nicht helfen.
Jetzt meine Frage
Sollte ich die Dosis noch länger halten oder wieder auf die alte Dosis zurück von 0,65 ml.
Jetzt bin ich auch in der Psychopharmaka Falle ,woh mann nicht mehr weiter weiß.
Bin dankbar über jeden Vorschlag.
Mit freundlichen Grüßen

Bruno
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Vitamin D Mangel
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Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19476
Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: Bruno: Seroxat (Paroxetin) ausschleichen danke

Beitrag von Jamie »

Hallo Bruno, :)

2 oder 3 Tage würde ich dem noch geben.
Kannst du deinen Hausarzt ggf. wegen der Übelkeit konsultieren?
Es gibt gegen Übelkeit frei verkäufliche Präparate wie Vomex, die anderen (Domperidon, MCP, Ondansetron etc.) sind verschreibungspflichtig.

Versuche einmal, dir frischen (bio) Ingwer zu kaufen.
Stückchen schälen, ganz dünne Scheibchen schneiden und langsam über Minuten kauen. Ingwer wirkt bei Vielen sehr gut aniemetisch und gegen Übelkeit.
Bei Bio Ingwer nur waschen und Schale dran lassen, in der Schale stecken die meisten Stoffe gegen Übelkeit, aber ohne Schale geht auch.

Wenn es sich in 2 oder 3 Tagen nicht gegeben hat, dann gehe zurück auf die letzte Dosis.
Dann muss man den Versuch leider als gescheitert ansehen :(.
Aber dann hast du es wenigstens probiert.

Alles Gute
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: [highlight=yellow]mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478[/highlight]


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:

[spoil]Seit 04/14 Benzo-frei (Entzug über 16 Monate) (Einnahme von 3 Sorten Benzodiazepinen im Wechsel über 8 Jahre im low-dose Bereich) --> Zolpidem und Zopiclon im Wechsel, am Ende auch Alprazolam. Umstellung auf Diazepam zum Entzug und Ausschleichen

Nicht mehr schlafen können seit 2001. Schwere Insomnie aufgrund einer PTBS.
Unzählige Medikamente genommen, jetzt nur noch 2 Tropfen Amitriptylin und ein PPI.

~Ich schleiche seit 2014 :o mein PPI Esomeprazol aus und habe mich von 40mg auf 7,5mg heruntergekämpft (August 2016)
  • ° 14.9.16: ↓ 7,35mg Esomeprazol
    ° 04.10.16: ↓ 7,11mg
    ° 03.11.16: ↓ 6,51mg (Inhalt: 54 Kügelchen)
    ° 17.11.16 (neue Charge): ↓ 5,64mg (Inhalt: 45 Kügelchen)
    ° 16.02.17 (neue Charge): ↓ 5,39mg (Inhalt 43 Kügelchen)
    ° 13.03.17: ↓ 5,14mg (Inhalt: 41 Kügelchen) [2 Monate Stopp danach; große private Probleme]
    ° 19.05.17: ↓ 5,00mg (neue Charge: Inhalt 40 Kügelchen. Lange Pause. Dauergastritis)
    ° 05.09.17: ↓ 4,8mg (neue Charge, hier entsprechen 40 Kügelchen 4,8mg)
    ° 06.10.17: ↑ 7,8mg (65 Kügelchen) nach Hörsturz. Aufdosieren. Prednisoloninfusion zerschießt mir meinen Magen
    ° 20.10. 17: ↑ 8,4mg. Zustand stabilisiert sich nicht ausreichend, erneut hoch auf 70 Kügelchen
    ° 12.11. 17: ↓ 8mg (62 Kügelchen; neue Charge)
    ° Dez 17, Jan 18 und ff: [highlight=yellow]schwerer Infekt, Krankenhausaufenthalt[/highlight], Medikamente zerschießen den Magen. Zurück auf ↑ 20mg
    ° Mitte März 2018: ↓ 15,51mg (35 Pellets weniger, Inhalt 121 Kügelch.)
    ° 26.3: ↓ 14,23mg (45 Kügelchen weniger, Inhalt 111 K)
    ° 23.05: ↓ 12,8mg
~Ich habe mit dem Absetzen der Amitriptylin - Tropfen (5 Tropfen) begonnen:
° August 2016: 4 Tropfen (8 mg) (Schlafen wird entgegen aller Erwartungen nicht noch schlechter ff.)
  • ° 27.10.2016: 3,5 Tropfen (7 mg)
    ° 14.12.2016: 3 Tropfen (6 mg)
    ° Dez 16: schwere familiäre Probleme, Absetzstopp von allem / Pause
    ° Frühling 2017: 2,5 Tropfen (5mg)
    ° Juli 2017: 2 Tropfen (4mg)

~ 24/25/26.11.16: NEM-Stoßtherapie: jeweils 40.000 IE Vitamin D, 200mg Vit. K2, 500mg Magnesium, Calcium, Vitamin B-Kompex, Kalium und Vitamin C plus Zink depot --> hab ich vertragen; einzige NW: Urin stank wie ein Chemielabor.
~ 20/21/22.2.17: Wiederholung d. NEM-Stoßtherapie. Ferner: schwerer Neurodermitits-Schub: 20.2: 2,5mg Prednisolon

Eisenspeicher (Ferritin) ist leer (Wert 7): Ich nehme kurweise Floradix Kräuterblutsaft mit Eisen[/spoiler]

Bruno
Beiträge: 80
Registriert: 07.10.2015 09:41

Re: Bruno: Seroxat (Paroxetin) ausschleichen danke

Beitrag von Bruno »

Hallo Jamie
Danke für deine Antwort und für deine unterstüzenden Worte.
Der Körper wird immer schwächer und sagt mir, ich möchte das Medikament nicht mehr.
Mann sollte ja auch immer auf seinem Bauch hören .
Ich gehe morgen wieder auf 0,65 ml zurück.
Ich bin dir sehr dankbar für deine Antwort.
Liebe Grüße
Bruno
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Vitamin D Mangel
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Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19476
Registriert: 04.02.2013 22:37

Re: Bruno: Seroxat (Paroxetin) ausschleichen danke

Beitrag von Jamie »

Hallo Bruno,

dann hat es keinen Sinn.
Höre auf deinen Bauch. :)

Alles Gute
Jamie


---
Signatur wg Kurztext abgekoppelt

Nixe
Beiträge: 26
Registriert: 08.07.2018 08:44

Re: Bruno: Seroxat (Paroxetin) ausschleichen danke

Beitrag von Nixe »

Hallo Bruno,

Ich nehme seit 2013mit einem zu schnellen Absetzversuch (siehe Signatur) auch Paroxetin ein. Seit 2918 reduziere ich nach hiesigem System und bin seit Mitte April bei 8,4 mg per Bröselei und Feinwaage. Mal wieder habe ich leichte Symptome, kein Vergleich zu den meisten hier (aber nach dem "falschen" Absetzversuch wars echt mies.
So langsam werde ich etwas nervös im Hinblick auf den "unteren Bereich". Habe Angst, dass trotz des langsamen Ausschleichens vielleicht irgendwann nach "0" wieder der Hammer zuschlägt, das braucht echt kein Mensch.
Drum würde ich mich gerne austauschen mit anderen, die das durchmachen bzw. hinter sich haben und du bist ja (leider) mittendrin.

Wie war die Umstellung auf das Seroxat und hat dein Verschreiber das problemlos gemacht?
Wenn du reduziert hast nach einem letzten Schritt mit Symptomen, wie lange hast du da gewartet nach Abklingen der Symptome?

Falls du nicht antworten kannst wegen dem Tief, kein Problem.

Liebe Grüße und ich wünsche dir, es wird wieder stabiler, Nixe
[spoil]Symptome: 10/2012: Zusammenbruch, nicht mehr arbeitsfähig
Diagnose: mittelgradige Depression (Psychotherapeutin)
Medikation: Paroxetin 20 mg - seit 12/2012 (wirkt stimmungsaufhellend nach ca. 6 Wochen)
Wiedereingliederung 2013, reduzierte Arbeitszeit bis Ende 2013

erster Absetzversuch (kann ich nicht mehr genau nachvollziehen):
07/2015 Paroxetin 10 mg (Übelkeit und Magen-Darmprobleme nach einigen Wochen, lassen wieder nach)
ca. 03/2016 5 mg
danach relativ schnell ganz abgesetzt
Symptome Frühsommer/Sommer 2016: erneut nicht mehr arbeitsfähig, Morgentief mit weinen, Übelkeit, Schwindel, Sehstörungen, Schlafstörungen
Wiedereinschleichen Paroxetin (nach Rücksprache mit obiger Therapeutin):
24.08.2016 2,5 mg (leichte Übelkeit)
28.08.2016 5 mg (leichte Kopfschmerzen, zeitweise leichte Übelkeit)
05.09.2016 10 mg (leichte Übelkeit + leichte Schwindel; Stimmung immer mal wieder schlecht, weine, Morgentiefs, Katastrophengedanken, Verspannungen im Gesicht, auf der Kopfhaut))
22.09.2016 15 mg (weiterhin o.g. Symptome in wechselnder Stärke, immer nachmittags besser)
27.09.2016 20 mg (Symptome bessern sich nach und nach)
Diagnose Tagesklinik Herbst 2016: rez. mittelgradige Depression
Jan.-März 2017 Tagesklinik
Mai 2017 Wiedereingliederung, nach 2 Wochen abgebrochen
AU bis Aussteuerung Feb. 2018
Ab April 2018 Aushilfe in einer Bäckerei im Ort
September 2018: kündige meine (super) Stelle

Aktueller Absetzverlauf:
18.07.2018 Paroxetin 18 mg (Bröselmethode mit Feinwaage)
18.09.2018 16,2 mg
18.11.2018 14,4 mg (Migräne, Unruhe, Erschöpfung)
21.11.2018 15 mg
03.12.2018 16 mg (Depri-Symptome halten an: Schlafe schlechter, Unruhe, Magen-Darmprobleme, nächtliches Schwitzen, Kopfkribbeln, trockener Mund, Katastrophengedanken, Stressgedanken), mache verstärkt Entspannungsübungen
Stabiler im Dezember
05.03.2019 14,4 mg
21.04.2019 12,6 mg (Mitte Juni 2019: Zuviel Inputt --> erneut leichter Rückfall mit leichter Übelkeit vormittags bis über Mittag, Magen-Darmproblemen, leichtem Hang zu Katastrophengedanken, etwas schlechterem Schlaf) sage radikal alles an unnötigen Terminen ab, gehe nicht arbeiten
07.09.2019 ca. 11,8 mg (fange an, nur noch 10% vom letzten Wert zu reduzieren; reagier ca, 2 Wochen später mit leichter Übelkeit und Abgeschlagenheit, verändertes Essverhalten; allerdings auch Stress, weil mein Sohn den Wechsel zur weiterführenden Schule nicht gut verkraftet)
17.11.2019 ca. 10,4 mg (Übelkeit und matschig Anfang Dezember für ca. 1 Woche, über Weihnachten wehleidig, kann auch Zyklus sein, weiß ich aber nicht, da keine Gebärmutter mehr)
12.02.2020 ca. 9,4 mg (trotz Corona-Sorge keine Symptome in dieser Phase)
22.04.2020 8,4 mg (Mitte Mai traurig, ca. eine Woche, Mitte Juni nach selbstgemachtem Stress: Schwindel, Sehstörungen, leichtes Ohrensausen, Kribbeln auf der Kopfhaut, Konzentrationsprobleme, morgens bedrückt)[/spoil]

Bruno
Beiträge: 80
Registriert: 07.10.2015 09:41

Re: Bruno: Seroxat (Paroxetin) ausschleichen danke

Beitrag von Bruno »

Ein Hallo an alle Kämpfer und Betroffene
Ich habe starke Margen Darm Beschwerden entwickelt. Es wurde eine Gastritis festgestellt.
Leide unter starker Übelkeit. Ich vertrage das PP auch nicht mehr.
Da mein Hausarzt mich nicht mehr krankschreiben will und ich so verzweifelt war habe ich mich
in die Psychiatrie einliefern lassen. Meine wünsche habe ich geäussert. Trotzdem werden mir täglich
Psychopharmaka angeboten.
Zusätzlich habe ich verstärkt nachts starkes Muskelviebrieren. Ich habe viel Angst vor der Zukunft.
Es wird immer schwieriger für mich gegen die Ärzte anzukämpfen.
Liebe Grüsse
Ein sehr geschwächter Bruno
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Straycat
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Re: Bruno: Seroxat (Paroxetin) ausschleichen danke

Beitrag von Straycat »

Lieber Bruno,

das tut mir sehr leid zu lesen, dass es dir so mies geht :(

Das ist leider meistens so, dass einem in Kliniken hauptsächlich Medikamente angeboten werden.
Hast du denn an deiner Medikation etwas geändert oder konntest du bisher standhaft bleiben?

Das mit der Gastritis ist natürlich echt doof :(
Leider sind Magen-Darm-Beschwerden auch beim Absetzen sehr häufig. Nimmst du denn gegen die Gastritis irgendwelche Medikamente ein?

Liebe Grüße und gute Besserung!
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
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krasiva
Beiträge: 390
Registriert: 21.02.2019 11:59

Re: Bruno: Seroxat (Paroxetin) ausschleichen danke

Beitrag von krasiva »

Hallo Bruno,

es tut mir leid, dass es dir zur Zeit nicht gut geht.

Was Gastritis betrifft kenne ich das auch. Was mir hilft ist folgendes: Heilerde (ich nehme die von dm und zwar entweder Bullrich Heilerde ultra fein oder von Luvos Heilerde 1 fein). Mir hat diesbezüglich alles nur mässig geholfen, bis mir eine gute Seele (die auch das Problem hat) mir vorgeschlagen hat mit Heilerde zu probieren. Ich nehme es jeden morgen 1TL (entweder pur und langsam einspeicheln und runter schlucken oder verdünne ich 1TL Heilerde in einer Tasse mit lauwarm. Wasser). Das hilft unglaublich. Ist morgens zu wenig, nehme ich es auch zwischendurch und abends. Die Person, die mir das vorgeschlagen hat sagte, dass sie es manchmal auch nachts nahm - bis es besser ging. Magen macht einen ganz schon fertig und kann auch die Symptome im Entzug triggern.

Was Ernährung betrifft hilft mir in akuter Phase nur Haferflockenbrei zu essen (es ist nahrhaft und heilt den Magen) - etwa 1 od. 2 Tage. Ich bereite es so: in 1/2 l Wasser 6 EL geben und aufkochen bis es fester wird. Etwas warten und essen. So fängt jeder morgen für mich an. Für Magen ist außerdem nicht gut Gegrilltes, fertige Produkte oder Gebratenes zu essen. Außerdem alles was Säure verursacht (z.B. Süßes, weißes Brot, Obst am besten nur vormittags und zwar nur eine Sorte auf einmal und nicht zu viel davon). Milchprodukte nehme ich schon Jahre nicht zu mir. Außerdem ist auch Fleisch nicht allzugut für Magen. Ich esse es nicht. Auch Fisch nur selten. Gemüse ist gut aber gegart am besten. Salat ist gut, am besten vor dem Hauptgericht. Sehr gut tun dem Magen Bitterstoffe: z.B. Radiccho, Artichocke, Chicoree... Oder einfach auch Schwedenbittertropfen (aus der Apotheke nach M.Treben) od. Amara Tropfen (Weleda) etwa 15. Min. vor- oder nach dem Essen nehmen. (davon etwa 10-15 Tropf im Tee verdünnen). Von Fetten nehme ich nur noch bisschen Leinöl im Salat.
Was ich jetzt schrieb sind Ratschläge (durch Jahre) von verschied. Ärzten und Therapeuten und Sammlungen aus eig. Erfahrungen und Recherche. Meine Erfahrung ist: wenn man die Heilerde konsequent zu sich nimmt und auf Ernährung achtet (am besten vegan nach meiner Erfahrung und auch da aufpassen) beruhigt sich der Magen. Man muss schon auf Vieles verzichten, aber dadurch hat man die Probleme nicht mehr und das zählt für mich.

Was Durchfall betrifft, haben mir bisher am besten folgende Sachen geholfen: am Tag mit Durchfall nur Kamillentee trinken, Heilerde wie gehabt, nur Haferflocken (wie beschriben) und Blutwurz Tropfen (Potentilla oder Tormentille genannt) nach R.Breuß (Apotheke). Davon darf man nur 3 Tropfen auf einmal nehmen (4 Tropfen sind schon zu viel!!!) und gut einspeicheln. Meistens geht es mir nach 3 Tropfen schon gut. Es passierte aber, dass es nicht ging. Dann nahm ich noch mal 3 Tropfen (nach etwa 1 Std.). Meistens in einem Tag gut, sonst wiederholen und Zwieback, Diät, Heferflocken - bis sich beruhigt (z.B. beim Zentrum der Gesundheit schauen im Internet).

Vielleicht sieht das anstrengend, aber man gwöhnt sich daran. Und Gastritis und Durchfall heilen. Achtung: unter PP spürt man oft die Organe (auch den Magen) nicht richtig (was mir auch passierte) und isst wieder alles. Und je mehr man reduziert, desto mehr spürt man wieder den Körper und so kommen die Beschwerden wieder (oder auch neu, denn viele PP haben auch solche Nebenwirkungen). Beim Magen ist es einfach so: wenn man mal Beschwerden hat muss man den Rest des Lebens aufpassen (so meine Erfahrung und die Ärzte die mich berieten), wenn man sich alles Gute wünscht.

Wünsche dir baldige gute Besserung. Hoffentlich kann dir jmd. Kamillentee, Wermuttee (eine Prise auf eine Tasse 3 Sekunden - nicht länger! ziehen lassen und schlückweise tagsüber trinken; es hilft!!!) und Heilerde bringen.

Mit vielen guten Gedanken,

krasiva :)
[spoil]Vorgeschichte: zw. März und Anf. Dez. 2018, 4 Klinikaufenthalte wg. Schlaflosigkeit, Panikattacken, Gedankenkarussels. Medik.: Quetiapin (zw. 25 und 150mg). Jeweils nach d. Aufenthalten abgesetzt. 3 Absetzpsychosen da keine Infos über Ausschleichen.

Medikation: Quetiapin (zw. 25 - 150mg) schon in Klinik abgesetzt.
Risperidon 1mg
Atosil 25 mg nach Bedarf

Sonstige Hilfen: Magnesium 400 mg (morg. und abds.)
Mangan 5mg (morg. u. abds.)
Vitamin & Mineral Komplex von Wahrnke (3 x 2 oder mehr morg. bis
nachmittags)
Zink (morg. u. abds.)
Chromium (morg. u. abds.)
Avena comp. Glob. von Wala (morg. u. mitt. jew. 5 u. 1/2 Std. vor
dem schlaffen gehen 10 Glob.)
Stibium D6 Spritzen (morg.) von Weleda nach Bedarf

Bücher: Peter Lehmann (Psychopharmaka absezten)
Julia Ross (Was die Seele essen will)

Foren: Zentrum der Gesundheit
Naturheilkundliche Selbstmedikation
Natura Naturans / Olaf Rippe
Natura Naturans / Margret Madejsky

Zur Medikation: Risperidon 1mg von Mitte Sept. bis Anfang Dez. 2018
Risperidon 0,50mg von Anfang Dez. bis 25.02.2019
Risperidon 0,60mg von 25.02.2019 bis 31.08.2019
Risperidon 0,54mg von 31.08.2019 bis 26.10.2019
Risperidon 0,49mg von 26.10.2019 bis 28.12.2019
Risperidon 0,44mg von 29.12.2019 bis 8.5.2020
Risperidon 0,40mg von 9.5.2020 bis 4.7.2020
Risperidon 0,36mg ab 5.7.2020

ab 1.09.2019 ca. 4 Wochen ziemliche Erschöpfung mit Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und Kraftlosigkeit. Immunsystem ist schwach; ganze 8 Wo. Bronchitis.
Brochitis ist Anf. Nov. 2019 besser geworden, aber dafür bekam ich ziemliche Erkältung, ca. 10 Tage. Danach besser, nur Kraftlosigkeit noch ziemlich vorhanden.
Ganzer Februar 2020 schlap. Dazu von Mitte Februar bis Anfang März Erkältung mit Herpes u. leicht. Fieber und schmerzhafte Schwellung einer Backe und teilweise Zahnfleisch. Die Entzündung hat noch den ganzen April gedauert.[/spoil]

Bruno
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Registriert: 07.10.2015 09:41

Re: Bruno: Seroxat (Paroxetin) ausschleichen danke

Beitrag von Bruno »

Hallo Straycat
Danke für deine Mail. Ich nehme jetzt Pantozol 20 mg Tabl 1x tägl und es geht mir bedeutend besser
als die letzten 2 Wochen.
Danke auch an krasiva für deinen Lieben Brief.
Zur Zeit kann ich alles essen ohne Probleme. Kleines Wunder ist geschehen.
Alles gute euch beiden
Mit freundlichen Grüßen
Bruno
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Vitamin D Mangel
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Straycat
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Beiträge: 3686
Registriert: 10.10.2016 16:51

Re: Bruno: Seroxat (Paroxetin) ausschleichen danke

Beitrag von Straycat »

Hallo Bruno,

fein, dass es deinem Magen besser geht!
Achte beim Pantropazol nur unbedingt darauf, dass du es langsam ausschleichst, wenn du es länger als 4 Wochen nimmst. Auch bei PPI kann ein Gewöhnungseffekt entstehen.

Alles Gute weiterhin,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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