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Citalopram absetzen - Tinnitus

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Luisa1974
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Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Luisa1974 »

Hallo,

ich habe im Jahr 2012 begonnen Citalopram zu nehmen, aufgrund meiner sozialen Phobie am Arbeitsplatz. Diese machte mir die Arbeit unmöglich. Wie gesagt, es war nur am Arbeitsplatz. Seit 2014 schon hat sich die Situation geändert und ich brauche eigentlich kein Citalopram mehr. Ich habe schon im letzten Jahr versucht, es abzusetzen, aber es ging mir so schlecht, dass ich wieder damit begonnen habe. Auch leide ich seit 2014 unter einem Burnout so dass ich in dieser Situation nicht die Kraft hatte.

Dieses Jahr arbeite ich nicht mehr. Ich bin arbeitslos. Ich leide noch sehr unter Erschöpfung. Ich wollte einen neuen Anlauf starten. Ich habe hier im Forum und anderswo gelesen und wollte es langsam ausschleichen. Ich habe bereits vor 10 Jahren das Seroxat super gut und ziemlich schnell ausgeschlichen.

Ich habe dann von 20 mg auf 10 mg reduziert und bis auf die 3. Woche waren die Symptome ok. Vorwiegend Ohrensausen, Ohrgeräusche wie Tinnitus so metallisch und ein Druck auf den Ohren. Ich habe in der 3. Woche Bromazanil genommen und es ging besser und ab der 4. Woche waren alle Symptome weg. Ich habe viel Sport und Yoga gemacht, das hat mir viel geholfen, gerade durch die Atemtechnik.

Dann bin ich zu meiner Familie gefahren und... ich habe das Citalopram vergessen.. ich wollte dort weiter reduzieren wo ich nicht alleine bin und geborgen...

So bin ich dann in der 4. Woche von 10 auf 0 mg. Ich hätte auch zum Arzt gehen können, aber das ist dort in dem kleinen Dorf nicht so einfach. Da muss man schon weiter fahren und ich habe gedacht, dann versuche ich es mal. Das Seroxat hatte ich ja auch in großen Schritten, von 40 auf 30 auf 20 und 10 und 0 reduziert ohne große Symptome.

Aber das Citalopram habe ich viel viel länger genommen, 4 Jahre. Nun die erste Woche ging es ganz gut. Wenn es mal nicht so gut ging, hat mir der Sport geholfen. Die 2. Woche ging auch. Aber seit der 3. Woche - also seit der letzten Woche ist der Druck auf den Ohren so groß, dass ich denke mein Kopf würde platzen und die Geräusche werden im Laufe des Tages immer lauter, und abends ist das alles nicht auszuhalten...
Das letzte Wochenende war die Hölle.

Heute morgen war ich bei meinem Hausarzt. Er war nicht da. Ich wollte mir das Bromazanil verschreiben lassen.

Man sagte mir, ich müsse noch einmal wiederkommen. Nur er dürfe mich behandeln. Ich habe dann darauf bestanden mit einem Arzt zu sprechen und wie diese Ärztin mich behandelt hat.. das war so furchtbar.

Ich war heute morgen drauf und dran, von der nächsten Brücke zu springen, weil ich dachte, das hört nie auf .. ich hatte gelesen, dass es auch Menschen gibt, die nach Einnahme, statt beim Absetzen, einen Tinnitus bekommen habe und der nie wieder verschwunden ist..

ich habe im Moment so viele Probleme, Erschöpfung, Angst und Burnout. Das Citalopram hilft mir nicht, warum sollte ich es wiedernehmen?

Die Ärztin hat mich wie einen Hypochonder behandelt, mich so kalt und unfreundlich behandelt, gesagt dass Citalopram sei einfach abzusetzen. Und wenn ich Probleme hätte sollte ich doch zu einem Facharzt gehen.

Ich habe ihr die Liste mit den Psychiatern vorgelegt und gesagt, zu wem? Ich habe letzte Woche verzweifelt einige angerufen, die guten nehmen niemanden mehr auf, andere Anrufbeantworter, sogar Fax, keine Antwort.

Ich habe keine Kraft mehr, jetzt auch noch nach einem neuen Psychiater zu recherchieren.

Ich erzählte der Ärztin von ADFD und all den Patienten die unter dem Absetzen von SSRI leiden... da meinte sie, das wären ja wohl alles nur Betroffene, .. also sehr subjektiv und nicht wissenschaftlich, Citalopram sei gut absetzbar, basta

Sie würde mir auch kein Medikament oder das Bromazanil verschreiben, denn nur mein Arzt dürfe dies. Punkt

Ich habe ihr gesagt, dass ich es einfach nicht verstehe, dass man mir Citalopram jahrelang in jeder gewünschten Dosis verschreibt, ohne Prüfen ohne Kommentar, aber das Bromazanil nur weil es süchtig macht, das bekomme ich nicht.

Das ist doch krank. Ich habe das Bromazanil immer nur im Notfall genommen, weil ich Panikattacken habe. Aber hauptsächlich um die Nebenwirkungen beim Absetzen auszuhalten..

Wie soll ich jetzt noch einem Arzt vertrauen...? bin total verzweifelt..
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise
Januar 2017: Existenzangst ->Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Tinnitus macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser
25.01.2017: denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: neue Psychiaterin: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg durch Psychiaterin angeordnet
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: auf 30mg erhöht - Panikattacken Atemnot, bin sicher das Citalopram löst dies aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten v. Psychiaterin - Androhung Einweisung in Klinik gegen eigenen Willen, ab jetzt bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15 - Klinik abgesagt weil wegen meinem Hund keine Selbstmordgefahr besteht sagt Psychiaterin
*******************
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg , Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 -schrittweise langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg
2018 - 2019 - Citalopram abgesetzt bis 0 gm in Mini-Schritten, ab 5mg Wasserlösemethode - durch die Krankheit und dem Tod meiner Mutter konnte ich dies nicht dokumentieren, Tinnitus ist leider geblieben, aber erträglich, oft leise

aktuell: Mirtazapin 30 mg, musste nach dem Tod meiner Mutter erhöht werden, da Panik und Atemnot extrem wiederkamen und ich beinahe meine Arbeit verloren hätte (kein Kündigungsschutz..)
mein neuer Psychiater setzte mich unter Druck Venlafaxin zusätzlich zu nehmen, lüge ihn an, es zu nehmen, nehme es aber nicht, habe Angst dass er die Behandlung abbricht. Suche Therapieplatz bisher vergeblich.
Horni
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Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Horni »

Hallo hallonewlife,
Erst mal willkommen im Adfd.
Du bist viel zu schnell runter.
Das du es einmal schnell geschafft hast heisst es noch lange nicht das es immer so ist.
Ich kann aus deinem Text entnehmen dass du erst seit einer Woche von 10mg auf Null bist?
Wenn ja dann wurde ich mir möglichst schnell Citalopram besorgen und 7,5mg einnehmen. Bis du dich stabilisierst.
Später kannst du immer noch an der Dosis etwas ändern bis du stabil bist.
Bromazanil ist ein Benzodiazepin macht abhängig und sollte nur in Notfällen eingenommen werden!
Nicht das Bromazanil ist bei dir die Lösung sondern das Citalopram.
Wir setzen hier langsam ab. Max 10℅ alle 4-6wochen.
Wir kennen alles das was du beschreibst.
Wenn du auf Null bleibst ist es möglich dass du in einen prothairten Entzug kommst. Dann hast du das Problem Monate bis Jahre. :zombie:
Daher bitte, nimm das Citalopram, stabilisiere dich, und setze das dann ruhig und langsam ab.
Und das was die Ärzte sagen ist sekundär!
Wichtig ist das Citalopram!
Lg
Horni
"Berichtet euren Mitmenschen welche Verherende Wirkung Antidepressiva haben können und wie Verständnis los damit umgegangen wird."
Gebt uns eine Stimme!!!

Verküpfung zum Paroxetin Betroffenen Thread:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... etroffenen
Jamie
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Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Jamie »

Hallo newlife,

willkommen im adfd :).

Wenn du nach wie vor in einer dörflichen Umgebung bist und nicht an deinen Hausarzt rankommst, dann musst du eben - auch wenn es Aufwand bedeutet - in die nächst größere Stadt und dort den ambulanten Notdienst (abends ab 19h) aufsuchen und ihnen dein Dilemma schildern.
Ob sie dir Bromazepam aufschreiben, das halte ich für sehr unwahrscheinlich, da sie dich nicht kennen und vermutlich als Süchtige / Junkie abtun.
Ist leider oft so :( .
Aber was geht, ist, dass sie dir eine Kleinpackung Citalopram aufschreiben dürfen. Sag ihnen, du hast unwissentlich einen Kaltentzug hingelegt und dass du furchtbare Absetzsymptome hast und dich schrecklich niedergeschlagen fühlst (auch wenn das nicht stimmt) und dass du sofort dein Citalopram wieder brauchst.

Du solltest so schnell es geht das Citalopram wieder eindosieren, irgendwas zwischen 2,5mg-5mg für den Anfang; die von horni genannten 7,5mg scheinen mir zu hoch. (Hochgehen geht immer).
Was du aktuell machst ist, deinen Entzug mit einem Benzo zu deckeln - das aber hat ein sehr hohes Abhängigkeitspotential und löst im Übrigen auch nicht den Zustand in deinem Gehirn befriedigend auf - deine Synapsen und Rezeptoren schreien förmlich nach dem Citalopram; wenn sie es wieder bekommen, sollte es dir bald besser gehen.
Danach stabilisieren, sich hier gründlich belesen und nochmal einen Entzug angehen; mit viel Zeit und Geduld! :schnecke:

Viele Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos ueber mich:
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Kevin05

Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Kevin05 »

Hi, auch von mir willkommen im Forum bzw. bei Leuten, die dich nett und wertschätzend behandeln, wie auch sich gut auskennen. Hm, das klingt wie Werbung ist es aber nicht, ich könnte auch noch schreiben respektvoll usw.

Wenn ich dir schreibe, dass es mir leid tut, dass du so leiden musst bzw. dass es wirklich ein Drama ist dann stimmt das, hilft dir aber nicht weiter. Wobei es macht mich immer wieder aufs Neue zornig, wenn ich lese, wie man mit Menschen umgeht, weil du bist in erster Linie Mensch und hast eine Erkrankung, also was soll das? Weißt du, wenn man die Beiträge und auch seine eigenen Erfahrungen hernimmt ist das wirklich bitter, wie es dir geht bzw. ergangen ist, das ist leider die Geschichte vieler Betroffener, sie werden nicht ernstgenommen und einfach eben wirklich mies behandelt, grad in einer Zeit, wo du Hilfe bräuchtest.

Und die das Ganze angerichtet haben sind meist dann gar nicht mehr da bzw. zuständig.

Ich hoffe, du bekommst die Medikamente, die du brauchst schnell, leider gibt es ja wenig verständnisvolle Ärzte bzw. welche die sich nur ein Stück auskennen, weil Entzug und ADs da stimmt dir ja nicht mal ein Arzt zu - leider. Wobei es so ist, ADs können wirklich teuflisch sein.

Ich kann dir leider nur versuchen ein wenig Trost zu spenden, dass du eben nicht alleine bist und zumindest hier einen Raum hast, wo einige versuchen werden dir so gut sie können zu helfen.

Ich habe wenig hilfreiches geschrieben, aber das Einzige was dir jetzt hilft sind deine Medikamente bzw. eben vielleicht auch nette Menschen, die dich ernst nehmen.

Da es wirklich viele Menschen gibt, die so allein gelassen werden wie du, finde ich das wirklich schon fahrlässig, weil ich kann die Hintergründe nicht verstehen, es gibt so viele Betroffene mittlerweile und das Bewusstsein der Ärzte wie auch der Gesellschaft hat sich nicht zum Guten geändert.

Für mich geht es leider auch bei unseren Problemen um Geld, weil einfach oft Betroffene gezwungen werden in Kliniken zu gehen oder teure Medikamente zu nehmen, die nicht hilfreich sind. Das mag seltsam klingen, aber ich denke es hat wirklich diesen Hintergrund.

Wünsch dir viel Kraft auf jeden Fall und hoffe du bekommst die Hilfe, die du brauchst schnell, alles Gute Kevin
Luisa1974
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Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Luisa1974 »

Dankeschön für Eure Antworten. Ich bin seit fast 4 Wochen ohne Citalopram, nicht eine Woche, habe ich wohl in meiner Verwirrtheit durcheinandergebracht. Ich werde das Citalopram ohne ärztliche Hilfe nicht allein wieder nehmen, das habe ich schon mal gemacht und mir ging es beim wieder aufdosieren viel schlechter als beim Entzug. Ich kann wenigstens nach fast 2 Jahren endlich wieder schlafen. Ich stehe das ohne Klinikaufenthalt nicht durch, das Citalopram wieder zu nehmen, das war letztes Jahr die Hölle, noch schlimmer als der Entzug. Habt ihr nicht irgendwo auch Erfolgserlebnisse gesammelt, oder Empfehlungen für Kliniken und Psychiater, die sich damit auskennen? Ich schaffe das allein nicht und im Moment kann ich meinen Zustand aushalten, habe aber riesige Angst, wenn ich all das hier auf eurer Seite lese. Es ist echt traurig, dass die Ärzte keine Ahnung davon haben, es ist sowieso schon schwer einen Arzt zu finden. Hier sind gerade Herbstferien und überall ist nur der AB angeschaltet. :( ich würde am liebsten in eine Klinik gehen, aber in welche..? alleine stehe ich das nicht durch.. Citalopram wieder aufzudosieren :(
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise
Januar 2017: Existenzangst ->Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Tinnitus macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser
25.01.2017: denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: neue Psychiaterin: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg durch Psychiaterin angeordnet
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: auf 30mg erhöht - Panikattacken Atemnot, bin sicher das Citalopram löst dies aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten v. Psychiaterin - Androhung Einweisung in Klinik gegen eigenen Willen, ab jetzt bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15 - Klinik abgesagt weil wegen meinem Hund keine Selbstmordgefahr besteht sagt Psychiaterin
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01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg , Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 -schrittweise langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg
2018 - 2019 - Citalopram abgesetzt bis 0 gm in Mini-Schritten, ab 5mg Wasserlösemethode - durch die Krankheit und dem Tod meiner Mutter konnte ich dies nicht dokumentieren, Tinnitus ist leider geblieben, aber erträglich, oft leise

aktuell: Mirtazapin 30 mg, musste nach dem Tod meiner Mutter erhöht werden, da Panik und Atemnot extrem wiederkamen und ich beinahe meine Arbeit verloren hätte (kein Kündigungsschutz..)
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Annanas
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Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Annanas »

Hallo hellonewlife :) ,
M.E. befindest du dich wirklich im Citalopram-Entzug - den kann kein anderes Medikament deckeln.
hellonewlife hat geschrieben: Ich werde das Citalopram ohne ärztliche Hilfe nicht allein wieder nehmen, das habe ich schon mal gemacht und mir ging es beim wieder aufdosieren viel schlechter als beim Entzug.
Aber die Aufdosierschritte waren bestimmt größer bzw die Dosis höher, als die von Jamie :) vorgeschlagenen 2,5 - 5 mg ?!
Dann hast du nämlich gleich die gesamte Wucht der Nebenwirkungen zu spüren bekommen.

Ich will dich auch nicht überreden, entscheiden mußt du selbst - aber mir erscheint es auch sinnvoll,
eine Minimenge wieder einzudosieren, evtl würde es schon reichen, um die Symptome zu vermindern.

In einer Klinik würdest du wahrscheinlich wieder mehr nehmen müssen - weil die meisten Ärzte so kleine Dosen für
nicht wirkungsvoll halten oder sie setzen einen auf ein anderes Medikament.
hellonewlife hat geschrieben:Habt ihr nicht irgendwo auch Erfolgserlebnisse gesammelt, oder Empfehlungen für Kliniken und Psychiater,
Wir haben eine kleine Liste von Ärzten, die dem Absetzenden evtl zur Seite stehen - sie ist nicht öffentlich - du könntest
Jemandem vom Team (außer Jamie, ihre PN ist deaktiviert) eine Anfrage per PN schicken, mit deiner PLZ oder dem Wohnortbereich.

Erfolgserlebenisse zum Absetzen von AD gibt es hier:
AD absetzen und wieder gesund-Sammelthread

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.


Meine PN-Funktion ist vorübergehend deaktiviert!
Lisamarie
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Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Lisamarie »

Hallo helonewlife. Ich denke du hast da was missverstanden wir empfehlen nicht das Citalopram in der alten Menge wieder zu nehmen. Sondern nur einen Bruchteil, so wie Jamie schrieb höchstens zwischen 2,5 mg und 5 mg. Das alles um die Entzugsymptome zu lindern, du bist im Citalopramentzug und mit Hilfe der geringen Menge sollte es dir ermöglicht werden dich wieder zu stabilisieren und es dann im Anschluss viel langsamer wieder auszuschleichen.

Mit der Klinik würde ich mir auch überlegen, die geben dir viel höhere Mengen und auch noch andere Psychopharmaka, da sind die leider nicht zimperlich. Les mal das ist von einer ehemaligen Mitarbeiterin einer Psychiatrie geschrieben.

http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12197
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

[spoil]Dosis vor dem 13.03.14 6,5 Tabletten a 15 mg 97,5 Ozapepam ca. 49 Diazepam
Seit dem 13.03 . Auf 6 runterdosiert 90 Ozapepam entspricht ca. 44 Diazepam dann bis zum 4.7 linar ohne große Probleme bis auf 60 Oxazepam (ca. 30 Diazepam )abgesetzt alle 4 Wochen 10%
04.07 auf 4. reduziert. 60. Oxazepam entspricht ca. 30. Diazepam
30.07 auf 3.75 reduziert 56,25. Oxazepam entspricht ca. 28.13 Diazepam
10.09 zu Mikrotapering entschlossen , ein Krümmelchen abgesetzt.
Bis zum 22.10. Krümmelweise abgesetzt ungefähr jetzt bei 28 mg Diazepam
01.11 einen weiteren Krümmel abgesetzt...

1.12einen weiteren Krümmel abgesetzt ca.26 mg Diazepam (umgerechnet) bis zum 30.12. auf ungefähr 22 .5 mg.
24.01 einen Krümmel weniger
14.02 weiterer Krümmel Abgesetzt ungefähr bei 22 mg Diazepam
20.04 10% abgesetzt
08.06. weiteren Krümmel
15.06 weiteren Krümmel
06.07. weiterer Krümmel
22.07. 1 ml abgesetzt 0,25 Wirkstoff ungefähr auf 18 mg Diazepam
Drei erneute Absetzversuche gescheitert. 1 mg erhöht.
25.09 1ml abgesetzt 0,25 mg
13.10 1 ml abgesetzt unglaubliche 0,25 mg :schnecke:
13.11 1ml 0,25 mg = 18,5 mg
25.11 2,5 mg = 16 mg Diazepam
11.12 1 mg abgesetzt jetzt auf ungef. 15 mg :o
13.01. bis 21.06.16 in 0,25 mg Schritten runter auf 12,5 mg

29.08.16 1 ml weniger 0,25 mg 12,25 mg Diazepam
20.09.16 1 ml weniger 0,25 mg. 12 mg Diazepam
10.10.16 - 0,25 mg. 11,75 mg Diazepam
20.10.16. -0,25 mg. 11,5. mg Diazepam
10.11.16. -0,25 mg. 11,25. mg Diazepam
22.11.16. -0,25 mg 11 mg Diazepam
12.12.16. -0,25 mg. 10,75. mg Diazepam
31.12.16 -0,25 mg 10,5 mg Diazepam das erste mal keine Entzugsymthome
13.1. 17 -0,5 mg 10 mg Diazepam yippy 40 mg Abgesetzt
8.3.17 -0,25 mg 9.75 mg Diazepam
14.4.17. -0,25 mg. 9,5 mg
3.5. 17 -0,25 mg 9,25 mg
16.7.17. -0,25 mg 9 mg
12.8.17. -0,25 mg 8,75
12.9.17. 8,5 mg
25.10.17 - 0,25 mg 8.25 mg
31.11. 8. mg
26.01.18. – 0,5 mg. 7,5 mg
02.03.18 5 mg
28.8. 18. 4;75 mg
27.11.18 Schrittweise abdosieren bis. 4 mg
16.01.19. 3.5 mg
27.02.19. 3 mg
29.03. 2,5 mg
25.6. 1,5 mg
Seit Mitte November auf 0.
Luisa1974
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Registriert: 25.08.2016 04:59
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Danksagung erhalten: 48 Mal

Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Luisa1974 »

Hallo

ganz lieben Dank für Eure Nachrichten. Ich komme erst heute zum Lesen. Mir ging es so dreckig.. ich war zu nichts fähig, .. bin dann weggefahren um mich abzulenken, bin jetzt bei einer Bekannten auf einer Insel in der Nordsee.. leider gibt es hier keinen Psychiater..

Bis auf den Tinnitus sind alle Symptome verschwunden- Gereiztheit, depressive Phase wie "versteinert sein", etc - der Tinnitus ist etwas besser, morgens ist es weniger, ich hatte auch schon freie Zeiten, die mir HOFFNUNG gaben
Aber die Abnahme ist nicht kontinuierlich, .. bums dann kommt es wieder ganz doll, sogar auf beiden Ohren.
Merke auch, dass es mit Stress zu tun hat. Yoga und Spazieren gehen, Ablenken von den Geräuschen hilft mir

Aber heute war es wieder ganz schlimm!!!

Ich hatte vor meiner Abreise einen Termin bei einer Psychiaterin und aufgrund der schlechten Erfahrung vorher hatte ich so eine Angst und bin nicht hingegangen!! Jetzt habe ich erst einen Termin am 15. DEZEMBER! :'( bei einer Psychiaterin, die sehr gute - einfühlsam , hört zu - Bewertungen bekommen hat

Aber wie soll ich es bis dahin aushalten?

Ihr habt Recht was die Klinik angeht, ich war schon einmal 3 Monate in einer Klinik und da ist man den Ärzten so ausgeliefert... ich habe auch Angst, dass die mich nur vollplumpen mit Medis..

Was soll ich tun? Ich bin ja jetzt schon 2 Monate auf 0. Kann ich jetzt noch wieder aufdosieren? Ich bin ja auch noch auf diese Insel, und fahre erst am nächsten Sonntag zurück.

Leider ist das Internet jetzt hier auch noch kaputt, so dass ich nicht einmal meine Yoga und Meditationsübungen abrufen kann :(


Dieser Piepton macht mich langsam wahnsinnig...

Was würdet ihr mir raten? Soll ich zu einem "Badearzt" gehen und ihn um Citalopram bitten? Nach meiner schlechten Erfahrung habe ich so ein Misstrauen gegenüber Ärzten.. und hier haben die sicher kaum Ahnung von Antidepressiva, bin ja quasi auf dem Lande

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!!
liebe Grüße
Luisa

PS könnte man meinen Account Namen ändern, ich kann das nicht mehr lesen - hellonewlife - da muss ich echt neben mir gestanden haben, als ich diesen Namen gewählt habe..
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
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Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise
Januar 2017: Existenzangst ->Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Tinnitus macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser
25.01.2017: denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: neue Psychiaterin: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg durch Psychiaterin angeordnet
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: auf 30mg erhöht - Panikattacken Atemnot, bin sicher das Citalopram löst dies aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten v. Psychiaterin - Androhung Einweisung in Klinik gegen eigenen Willen, ab jetzt bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15 - Klinik abgesagt weil wegen meinem Hund keine Selbstmordgefahr besteht sagt Psychiaterin
*******************
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg , Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 -schrittweise langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg
2018 - 2019 - Citalopram abgesetzt bis 0 gm in Mini-Schritten, ab 5mg Wasserlösemethode - durch die Krankheit und dem Tod meiner Mutter konnte ich dies nicht dokumentieren, Tinnitus ist leider geblieben, aber erträglich, oft leise

aktuell: Mirtazapin 30 mg, musste nach dem Tod meiner Mutter erhöht werden, da Panik und Atemnot extrem wiederkamen und ich beinahe meine Arbeit verloren hätte (kein Kündigungsschutz..)
mein neuer Psychiater setzte mich unter Druck Venlafaxin zusätzlich zu nehmen, lüge ihn an, es zu nehmen, nehme es aber nicht, habe Angst dass er die Behandlung abbricht. Suche Therapieplatz bisher vergeblich.
Murmeline
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Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Murmeline »

Hallo!

Bitte schreib eine PN an Oliver wegen Namensänderung.
http://adfd.org/austausch/memberlist.ph ... rofile&u=9

Danke und Grüße, Murneline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
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Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von LinLina »

Hallo Luisa :-)

ich möchte dir raten, wenn du dich für die Wiedereinnahme entscheidest, maximal 1 mg zu probieren. Du bist nun schon einige Wochen ohne, und scheinst sehr stark auf das Medikament zu reagieren. Ich halte 2,5 - 5 mg für zu hoch in deinem Fall, ich habe Bedenken dass es dir damit nicht gut geht sondern es deine Symptome eher verschlimmern könnte.

Wegen deiner Frage zu den Ärzten: Viele hier haben die Erfahrung gemacht, dass auch "Fachärzte" sich nicht besser mit Antidepressiva auskennen als fachfremde Ärzte. Im Gegenteil: Oft sind Psychiater besonders unkritisch, da die Medikamente ihr "Handwerkszeug" sind. Also ist es eigentlich ziemlich egal zu welchen Arzt du gehst, es geht nur darum das Medikament zu bekommen falls du dich für einen Versuch entscheidest. Ob du das möchtest, müsstest du einschätzen.

Fühlst du dich bei deiner Bekannten gut aufgehoben? Welche Symptome hast du beim Eindosieren gehabt, hattest du auch Suizidgedanken?

Ich finde es ganz wichtig dass du dich vor einem Versuch so gut wie möglich absicherst. Du brauchst glaube ich bestenfalls jemanden, der in der Not für dich da ist und den du immer erreichen kannst, wenn du in schlimme Zustände kommst.

Insgesamt hört es sich aber so an, als ob es dir schon viel besser geht. Deswegen würde ich das mit der Wiedereinnahme gut abwägen, und ggf. wirklich nur eine Minimenge nehmen.

Vor dem Bromazanil als "Lösung" möchte ich dich warnen, es ist ein Notfallmittel und du riskierst eine schwere Abhängigkeit (körperlich) die beim Absetzen individuell zu noch schlimmeren Zuständen führen kann. Ich würde es keinesfalls häufiger als einmal alle 2 Wochen nehmen, besser nur 1 mal im Monat. In der größten Not gehen evtl. auch mal ein paar Tage am Stück, aber danach solltest du es gleich wieder absetzen und eine wirklich lange Pause machen. Wenn du es 1-2 Wochen lang nimmst (bzw. an den meisten oder mehreren Tagen innerhalb dieser Zeit nimmst) kann bereits eine körperliche Abhängigkeit eintreten, das ist individuell unterschiedlich.

Liebe Grüße
Lina
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.
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Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Luisa1974 »

Dankeschön liebe Lina!! Ich habe leider niemanden in meiner Nähe, ... Suizidgedanken hatte ich auch mit dem Citalopram, oder ohne, einfach weil mein Leben durch die Krankheit oft für mich nicht mehr lebenswert ist..

Meine Schwester hat noch eine alte Packung 10mg Citalopram gefunden, die ich zu Hause bei ihr vergessen habe, irgendwann mal!! Da müsste ich auf das Datum schauen, wenn ich zurück bin. Nächsten Montag könne ich es versuchen, alleine aber, ich habe wirklich niemanden... meine Schwester war mir keine Hilfe, sie hat selbst genug um die Ohren mit ihren Kindern..

Heute ist es wieder ein wenig erträglicher, ich glaube ich kriege immer am Wochenende die Panik, warum weiß ich nicht.. ich steigere mich dann so rein, dass es nie nie wieder weggeht.. heute bin ich etwas abgelenkt, vielleicht hilft es ja sich abzulenken, obwohl es schwer ist..

nochmals ganz lieben Dank!!!
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise
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Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Jamie »

Hallo, Information

[mod=Jamie]Luisa1974 war hier einstweilen unter dem Nicknamen >hellonewlife< angemeldet und hat um Änderung des Namens gebeten[/mod]

Grüße
Jamie
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Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Luisa1974 »

Danke Jamie!
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
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Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Jamie »

Hallo Luisa :),

da musst du dich bei Oliver :) bedanken.

Wie geht es dir denn?


Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Psychiaterin lehnte heute meine Behandlung ab :(

Beitrag von Luisa1974 »

Hallo Ihr Lieben,

ich habe heute mal wieder ein sehr negatives Erlebnis mit einer Ärztin gehabt. Da ich in den letzten Jahren nur durch meinen Hausarzt betreut worden bin und für meine Reha-Antrag einen Befund von einem "Facharzt" benötige, war ich heute bei einer Psychiaterin. Es ist hier wo ich wohne so schwer überhaupt einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen. Viele nehmen gar keine neuen Patienten mehr auf oder haben fast 3 Monate Wartezeit. Ich war so froh, einen Termin bekommen zu haben. Die Bewertung im Internet waren positiv "einfühlsam" "nimmt sich viel Zeit"

Nun ja, als ich ihr meine "Geschichte" erzählt habe, auch dass ich das Citalopram und Bromazanil ohne meinen Arzt zu fragen (der sowieso null Ahnung hat und mir immer das verschrieben hat, worum ICH ihn gebeten habe!!) und nun eine Reha beantragt habe... da sagte sie zu mir, sie würde dies nicht unterstützen und mich stationär einweisen wollen. Ich sagte, ich möchte dies nicht, weil ich einen Hund habe und diesen nicht weggeben werde.
Und da sagte sie so ungefähr "na dann Tschüss".. ich sei sowieso eine Patientin mit zuviel Eigeninitiative , einfach meine Medikamente abzusetzen...

Was ich wirklich traurig fand, dass diese Frau überhaupt kein Mitgefühl hatte.. die war so kalt.. ich meine selbst, wenn es vielleicht besser so ist, sie und ich passen wohl nicht zusammen, aber wie kann man denn einen Menschen, der dringend Hilfe braucht, so kalt abweisen..?

ich muss sagen, dass ich mit einigen Kliniken telefoniert habe in den letzten Monaten und dass dort immer Verständnis für mich war, dass ich eine ambulante Therapie bevorzuge, weil ich eben einen Hund aus dem Tierschutz habe, den man nicht so einfach mal abgeben kann!

Ich weiß jetzt gar nicht mehr, ob ich die Reha überhaupt noch möchte.. sich so den Ärzten zu unterwerfen, .. ? keine eigene Meinung haben zu dürfen?

Es ist ja auch so, dass man nur so wenig Zeit hat und alles in 10 Minuten erklären muss, da kommt ja oft auch ein falsches Bild rüber!

Im Moment sind meine Absatzsymptome etwas besser, insgesamt hat der Tinnitus abgenommen, ich hatte ja auch schon kleine Zeiten ganz ruhig. Deshalb kann ich es heute sicher verkraften..

Aber wenn es wieder schlimmer wird. Ich sprecht so viel über Fenster, das ist mir noch nicht so ganz vertraut, was das genau ist? Aber jetzt ganz alleine dazustehen... ist wirklich nicht einfach.

Mein Hausarzt wusste nichts von dem Absetzen, weil man 6 Wochen auf einen Termin warten muss und dann trotzdem noch 1 Stunde mindestens im Wartezimmer, und dann sagt er eh nichts.. deshalb habe ich ihm das nicht gesagt. Es ist nicht so, dass ich gegen seinen Willen abgesetzt habe. Ihm war eh alles egal. Ich habe ja selbst die Medikamente vorgeschlagen (nach einer Beratung bei einer Psychiaterin).


Ach Mensch...... wie handhabt ihr dies mit den Ärzten? Ich habe Angst.. ganz alleine zu sein...

liebe Grüße
Luisa
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August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren
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22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser
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02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg durch Psychiaterin angeordnet
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: auf 30mg erhöht - Panikattacken Atemnot, bin sicher das Citalopram löst dies aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten v. Psychiaterin - Androhung Einweisung in Klinik gegen eigenen Willen, ab jetzt bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15 - Klinik abgesagt weil wegen meinem Hund keine Selbstmordgefahr besteht sagt Psychiaterin
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01.01.2018 -schrittweise langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg
2018 - 2019 - Citalopram abgesetzt bis 0 gm in Mini-Schritten, ab 5mg Wasserlösemethode - durch die Krankheit und dem Tod meiner Mutter konnte ich dies nicht dokumentieren, Tinnitus ist leider geblieben, aber erträglich, oft leise

aktuell: Mirtazapin 30 mg, musste nach dem Tod meiner Mutter erhöht werden, da Panik und Atemnot extrem wiederkamen und ich beinahe meine Arbeit verloren hätte (kein Kündigungsschutz..)
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soll ich 3 Monate nach Absetzen wieder eindosieren

Beitrag von Luisa1974 »

Hallo Ihr Lieben,

ich habe ja eben von meinem heutigen Besuch bei einer neuen Psychiaterin geschrieben
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=15&t=12529

Nun stehe ich wieder allein da.. es ging nicht nur um die Reha, sondern auch darum , eventuell wieder einzudosieren? Ich traue mich dies nicht alleine. Ich habe Mitte September die letzte Tablette 10 mg von Citalopram genommen. Ich hatte in den Monaten davor von 20 auf 10 mg runterdosiert.
Abgesetzt habe ich dann , weil ich meine Tabletten vergessen hatte, als ich im Sommer bei meiner Mutter war.
Ungefähr 3 Wochen später begannen die Symptome. Tinnitus, Depression (es war alles schwarz plötzlich), fühlte mich wie gelähmt, Selbstmordgedanken nahmen zu, massive Stimmungsschwankungen, Brain Zaps im Hinterkopf, Ohrendruck und der ganze Kopf schien zu platzen..

Es ist schon langsam immer weniger geworden, vor allem nach meinem Urlaub an der Nordsee. Das hat mich beruhigt. Auch weil ich dort nachts kaum Geräusche hatte und auch morgens, wenn ich aufwachte, war es stiller.. das gab mir so eine Hoffnung und ich habe mich nicht mehr so reingesteigert.. ich hatte schon Panikattacken, weil ich mich so in diese Angst reinsteigerte , das geht nie weg, mein Kopf platzt, das wird immer schlimmer

Stress, Schlaflosigkeit, Alkohol fördert diese Symptome. Yoga und Ruhe helfen. Ja das weiß ich schon. und das gibt mir die Kraft weiterzugehen

Aber ich habe so eine Angst.. ich weiß nicht, ob ich wieder eindosieren soll? Oder ein anderes Medikament nehmen soll? Ich habe mal vor ca 10 Jahren Imipramin genommen, das hat super geholfen und ich hatte keine Nebenwirkungen und konnte es auch gut absetzen.

Hat jemand Erfahrung damit? Kann mir jemand einen Rat geben? Ob meine Reha jetzt genehmigt wird, wo ich keinen Befund von einem Facharzt habe, weiß ich nicht.

Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn ihr mir helfen könntet.

liebe Grüße
Luisa
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
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Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren
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Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise
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22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser
25.01.2017: denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
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02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg durch Psychiaterin angeordnet
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: auf 30mg erhöht - Panikattacken Atemnot, bin sicher das Citalopram löst dies aus
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01.01.2018 -schrittweise langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg
2018 - 2019 - Citalopram abgesetzt bis 0 gm in Mini-Schritten, ab 5mg Wasserlösemethode - durch die Krankheit und dem Tod meiner Mutter konnte ich dies nicht dokumentieren, Tinnitus ist leider geblieben, aber erträglich, oft leise

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Re: Psychiaterin lehnte heute meine Behandlung ab :(

Beitrag von leo »

Liebe Luisa.
Es tut mir sehr leid, dass du diese Erfahrung heute gemacht hast. Damit bist du hier im Forum ganz sicher nicht alleine ! :group:
Luisa1974 hat geschrieben:sei sowieso eine Patientin mit zuviel Eigeninitiative
Damit ist man bei den meisten Ärzten schon vorverurteilt.
Traurig aber wahr.
Luisa1974 hat geschrieben:keine eigene Meinung haben zu dürfen?
Doch !! Das darfst du und das solltest du auch !
Du kennst dich am besten. Du weißt ja was du willst und was du nicht willst. Und du brauchst dich nicht zu " unterwerfen".
Luisa1974 hat geschrieben:Aber wenn es wieder schlimmer wird.
Wenn es dir im Moment ein klein wenig besser geht, wie wäre es; dir einen Notfallplan zu überlegen ?

Wohin könntest du dich wenden , wenn es schlechter wird ?
Klinik/ Tagesklinik ? Und wer kann für deinen Hund sorgen?
Das ist schon wichtig, damit du dich ohne Sorgen um ihn um dich kümmern kannst.

Ansonsten müsstst du für die Zukunft wahrscheinlich nach jemandem suchen, der dich ernst nimmt und dem du auch vertraust.
Das ist nicht einfach, ich weiß.

Ich hoffe ich konnte dich ein kleines Bisschen unterstützen. :hug:

Liebe Grüße
leo
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Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Murmeline »

Liebe Luisa,

es wird völlig unübersichtlich, wenn Du für jedes Thema einen neuen Thread aufmachst. Ich habe deine letzten beiden neuen Threads (Psychiaterin lehnte heute meine Behandlung ab :() und (soll ich 3 Monate nach Absetzen wieder eindosieren) jetzt hier in Deinen Ursprungsthread verschoben. Das hier ist dein Thread zu Deiner persönlichen Geschichte, bitte schreibe hier.

Danke und Grüße, Murmeline

PS: Diesen Thread von Dir habe ich nicht verschoben: Protrahiertes Entzugssyndrom - fühle mich so ausgeliefert, Stimmungsschwankungen.. http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 9&p=169174#
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
padma
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Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von padma »

hallo Luise, :)

es tut mir leid, dass du eine so negative Erfahrung mit dieser Psychiaterin gemacht hast. Es ist so absurd, dass viele Psychiater keine mündige Patienten wollen, die bereit sind, selbst für sich Verantwortung zu übernehmen. :frust:
Ich weiß jetzt gar nicht mehr, ob ich die Reha überhaupt noch möchte.. sich so den Ärzten zu unterwerfen, .. ? keine eigene Meinung haben zu dürfen?
Was versprichst du dir von einer Reha?
Es gibt sicher auch andere Ärzte, aber viele sind wohl leider nach wie vor der Meinung, dass der Arzt über die Behandlung entscheidet und der Patient alles brav befolgen soll. Besonders was die Medikation anbelangt.
Im Moment sind meine Absatzsymptome etwas besser, insgesamt hat der Tinnitus abgenommen, ich hatte ja auch schon kleine Zeiten ganz ruhig. Deshalb kann ich es heute sicher verkraften..

Aber wenn es wieder schlimmer wird. Ich sprecht so viel über Fenster, das ist mir noch nicht so ganz vertraut, was das genau ist? Aber jetzt ganz alleine dazustehen... ist wirklich nicht einfach.
Das es zwischendurch besser ist, ist ein gutes Zeichen. Dein ZNS ist dabei zu heilen. Fenster sind solche bessere Zeiten.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Fenster und Symptomwellen sich abwechseln. Beides gehört zum Heilungsverlauf. Es ist also kein Rückschritt, wenn es wieder schlechtere Phasen gibt.
Ach Mensch...... wie handhabt ihr dies mit den Ärzten? Ich habe Angst.. ganz alleine zu sein...
Ich mache mein eigenes Ding, da ich von meinen Ärzten keinerlei Verständnis oder Unterstützung bzgl. des Ausschleichens bekomme.
ich weiß nicht, ob ich wieder eindosieren soll? Oder ein anderes Medikament nehmen soll? Ich habe mal vor ca 10 Jahren Imipramin genommen, das hat super geholfen und ich hatte keine Nebenwirkungen und konnte es auch gut absetzen.
Falls überhaupt würde ich eine Minimaldosis Citalopram wieder eindosieren. Da du seit September auf 0 bist und berichtest, dass es dir zumindest phasenweise besser geht, würde ich das eher jetzt nicht mehr machen.
Ein anderes AD halte ich nicht für sinnvoll. Das kann man überlegen, wenn das Ursprungs AD nicht mehr eindosiert werden kann und die Symptome anhaltend unerträglich sind.
Wenn man ein anderes AD zur Deckelung von Absetzsymptomen nimmt, ist das häufig danach sehr schwer abzusetzen.
Stress, Schlaflosigkeit, Alkohol fördert diese Symptome. Yoga und Ruhe helfen. Ja das weiß ich schon. und das gibt mir die Kraft weiterzugehen
Das zeigt doch ganz klar den Weg. Du weisst, was dir gut tut. Ausserdem brauchst du v.a. Geduld, Heilung braucht ihre Zeit.
Ob meine Reha jetzt genehmigt wird, wo ich keinen Befund von einem Facharzt habe, weiß ich nicht.
Hattest du bereits eine ambulante Psychotherapie? Sonst werden sie dich evtl.darauf verweisen.

Wärst du so nett, noch eine Signatur zu erstellen? http://adfd.org/austausch/app.php/rules 2c
Das erleichtert es sehr, dir zu antworten. Danke.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Luisa1974
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Re: Citalopram absetzen - Tinnitus

Beitrag von Luisa1974 »

Dankeschön für Eure Antworten!!

Ich erstelle die Signatur am Wochenende! Entschuldige, dass ich nicht in meinem Thread geschrieben habe, aber jetzt weiß ich dies und werde es berücksichten :)

Ich bin ab und zu noch bei meiner ehemaligen Therapeutin. Sie wohnt jetzt zu weit entfernt, als dass ich dort regelmäßig eine Therapie machen könnte. Aber ich kann sie auch telefonisch und per Brief erreichen. Sie kennt meine lange Geschichte, 20 Jahre begleitet sie mich schon.
Diese Entzugssymtome kennt sie nun nicht so gut, deshalb fühle ich mich wohl auch etwas unsicher.

Die Reha möchte ich unbedingt machen, dies war die einzig mögliche ambulante Therapie , die ich mit meinem Hund durchziehen kann und die auch sehr gut zu sein scheint! Es geht vor allem um meine berufliche Situation, da ich nicht mehr in meinem stressigen Beruf weiterarbeiten möchte.

Auch tut es gut sich mit anderen auszutauschen. Ich hatte ja ein Burnout und habe deshalb auch jahrelang noch das Citalopram weitergenommen, obwohl ich es eigentlich seit 2014 schon nicht mehr brauchte. Hatte 2011 wegen meiner sozialen Phobie begonnen.
Dann noch das ganze Bromazanil als ich in den BO strudelte..

Heute ist es ruhiger als gestern in meinem Kopf, das tut gut.

Euch einen schönen Tag
LG Luisa
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise
Januar 2017: Existenzangst ->Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Tinnitus macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser
25.01.2017: denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: neue Psychiaterin: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg durch Psychiaterin angeordnet
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: auf 30mg erhöht - Panikattacken Atemnot, bin sicher das Citalopram löst dies aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten v. Psychiaterin - Androhung Einweisung in Klinik gegen eigenen Willen, ab jetzt bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15 - Klinik abgesagt weil wegen meinem Hund keine Selbstmordgefahr besteht sagt Psychiaterin
*******************
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg , Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 -schrittweise langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg
2018 - 2019 - Citalopram abgesetzt bis 0 gm in Mini-Schritten, ab 5mg Wasserlösemethode - durch die Krankheit und dem Tod meiner Mutter konnte ich dies nicht dokumentieren, Tinnitus ist leider geblieben, aber erträglich, oft leise

aktuell: Mirtazapin 30 mg, musste nach dem Tod meiner Mutter erhöht werden, da Panik und Atemnot extrem wiederkamen und ich beinahe meine Arbeit verloren hätte (kein Kündigungsschutz..)
mein neuer Psychiater setzte mich unter Druck Venlafaxin zusätzlich zu nehmen, lüge ihn an, es zu nehmen, nehme es aber nicht, habe Angst dass er die Behandlung abbricht. Suche Therapieplatz bisher vergeblich.
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