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Zigaretten Entzug / Venlafaxin

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Silvia68
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Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Silvia68 »

Hallo liebe Foris....ich heiße Silvia bin 48 und ich nehme seit einem Jahr jetzt Venlafaxin.

Zu meiner Geschichte ...ich habe im Februar 2016 nach 36 Jahren das Rauchen ohne Hilfsmittel gelassen ....es war ein kalter Entzug und bei mir knallte es nur so von Entzugserscheinungen zB Ängste ,Schwindel ,dunkle tiefe Löcher ,ja eben Entzug was ich mir aber erstviel viel später erlesen habe.Ich wußte nicht das das alles über das ZNS geht und das man durch jahrelanges rauchen mehr und mehr Synapsen bekommt die sich erst wieder zurückbilden müssen ....aber jetzt weiß ichvielvielmehr.....naja...nach 2 Monate langen Dauertrauern nach meinen besten " Freund" hielt ich es nicht mehr aus und ging zum Arzt.

Der sagte natürlich das das quatsch wäre das man nach 2 Monaten noch auf Entzug ist und der flippe hinterher trauert und er sagte Diagnose Depression und verschrieb mir Venlafaxin .Angefangen bin ich ganz zögerlich und ich habe natürlich nicht auf den doc gehört also von Anfang April 2016 bis Ende April nach ich nur 37,5 mg .....da sich mein Befinden aber nicht besserte ging ich zuerst hoch auf 75 mg dann nahm ich eine ganze Zeit lang morgens eine 75mg retard und abends eine normale 37,5 mg erst im Dezember bin ich hoch auf morgens eine 75mg retard und abends eine 75mg retard ... bis heute naja habe seit einer Woche schon 12,5 mg ausgeschlichen .

Habe auch seit einen Jahr einen Therapeuten gefunden der natürlich eine mittlere Depression bestätigte ....aber wir sind nichts weiter gekommen weil ich glücklich bin/war mit meinen Leben aber irgendwie könnte ich mich nicht vonseiten zigarettensucht verabschieden wo der Therapeut natürlich sagt es wäre Quatsch solange geht der Entzug nicht ... Ärzte und Therapeuten wisssen NICHTS von einem zigarettenentzug ... jedenfalls.... ich habe mich mit den Therapeuten über Gott und die Welt unterhalten aber helfen konnte er mir nicht.Klar entstanden durch den Entzug Lücken und es müssten rauchverknüpfungen gelöst werden aber im allgemeinen war ich glücklich......jetzt bin ich es nicht mehr ....

irgendwann wollte ich eine Ursache und bin zum Gyn der auch gleich einen hormontest machte ... der rauchstop hat mich in die Wechseljahre katapultiert Östrogene und Progesteronwerte waren im Keller sowie auch Vitamin d ....

mittlerweile nehme ich Venlafaxin ,Hormone und hochdosiertes Vitamin und co....aber jetzt möchte ich nur noch weg von venla....habe seit ich es nehme gewichtserhöhung ( kann auch durch rauchstop sein) morgens verschwommenes sehen ,Unruhe im Körper,durchschlafschwierigkeiten ,starke träume ,antriebslosigkeit Müdigkeit Stimmungsschwankungen ...wie soll verfahren ?? Wie kann ich schnell und gut ausschleichen ??

woher weiß ich ob es nicht doch eine Depression ist????ich lache und lebe eigentlich ganz normal ....am besten geht es mir wenn ich was unternehmen kann ...ist doch eigentlich untypisch für eine Depression oder?? Ich merke aber das irgendwas mein Körper bestimmt und wenn das nicht wäre würde es mir gut gehen......
Zuletzt geändert von Jamie am 21.03.2017 15:17, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt, Titel aussagekräftig abgeändert
Nikotinentzug Februar 2016
Seit April 2016 37,5mg Venlafaxin
Ende April 2016 75 mg Venlafaxin
Juli 2016 morgens eine 75mg retard und Abend eine 37,5 mg normale Tablette Venlafaxin
Seit Dezember 2016 morgens 75mg retard und Abend 75 mg retard Venlafaxin
Seit Juli 2016 Hormone getestet Gynäkologe Östrogen und Progesteronwerte im Keller
Seit Juli 2016 morgens 2 hub Gynokadin gel abends 2 Kapseln Progestan
Seit Februar 2017 Vitamin D Mängel 13,6 Einnahme Vitamin D hochdosiert ,VitaminK Magnesium ,VitaminB Komplex Vitamin B fast bis keine Besserung :frust:
Seit 13 März 2017 ausschleichen Venlafaxin einen Pellet entfernt 12,5 mg Rest 137,5 mg
Symptome die gleichen während der ganzen Zeit wo ich das Medi genommen habe
Durchschlafstörungen,Gewichtszunahme,Stimmungsschwankungen,Sehstörungen,Müdigkeit,morgentief bis zum aufstehen dann besser ,
Ab 1.04.2017 Laune und Befinden richtig klasse
10.04.2017 Reduzierung Venlafaxin ein Pellet entfernt 12,5 mg von 137,5mg auf 125mg
Annanas
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Annanas »

Hallo Silvia :) , herzlich willkommen im ADFD!

Erstmal meine Gratulation, daß du vom NIkotin weggekommen bist (ich habs noch nicht geschafft :( ).

Der körperliche Entzug ist beim Rauchstop relativ schnell vorbei, das stimmt schon, schwieriger wird es mit dem psychischen Verlangen - man hat ja seine Rituale und Situationen, wo man unbedingt eine Zigarette haben "muß". Ich kenne das aus eigener Erfahrung, habe mal 10 Jahre nicht geraucht u. ich Trottel habe in einer Ausnahmesituation wieder angefangen.....!
Silvia68 hat geschrieben:irgendwann wollte ich eine Ursache und bin zum Gyn der auch gleich einen hormontest machte ... der rauchstop hat mich in die Wechseljahre katapultiert Östrogene und Progesteronwerte waren im Keller sowie auch Vitamin d ....
Aber ich glaube, das war schon vorher der Knackpunkt - nicht der Entzug vom Nikotin - mit 48 Jahren bist du auf jeden Fall in den Vorwechseljahren. (Bei europäischen Frauen beginnen die WJ im Durchschnitt mit 45 Jahren.)

Wahrscheinlich hat sich die Symptomatik durch den Entzug aufgeschaukelt.
Durch die Hormonschwankungen bzw bei dir ja sogar ein festgestellter Mangel, kann es auch zu depressiven Verstimmungen, Ängsten, Unruhe usw kommen.

Es ist so traurig, daß kein Arzt oder Therapeut bei Frauen in dem entsprechenden Alter mal die Wechseljahrsprobleme auf dem Schirm hat. :evil:
Ich denke, du hättest gar kein Antidepressivum gebraucht, sondern nur eine hormonelle Unterstützung, um wieder in die Balance zu kommen.

Aber gut, hättest......jetzt hast du leider das Venlafaxin am Hals - aber es ist wirklich gut, daß du es loswerden willst.
Silvia68 hat geschrieben:mittlerweile nehme ich Venlafaxin ,Hormone und hochdosiertes Vitamin und co....aber jetzt möchte ich nur noch weg von venla....habe seit ich es nehme gewichtserhöhung ( kann auch durch rauchstop sein) morgens verschwommenes sehen ,Unruhe im Körper,durchschlafschwierigkeiten ,starke träume ,antriebslosigkeit Müdigkeit Stimmungsschwankungen .
Ich denke, du leidest unter den Nebenwirkungen vom Venlafaxin.

Ich schicke dir mal umfassendes Lesematerial zum Absetzen von AD mit - lies dir das bitte alles in Ruhe durch:
Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen

Dort wird auch beschrieben, wie du eine Signatur erstellen kannst - diese wäre für uns ganz wichtig - dort bitte alle Medikamente, die du nimmst aufführen, auch die Hormone sowie Nahrungsergänzungsmittel/Vitamine.

Das fürs Erste von mir,
das ist jetzt dein Thread - hier kannst du alle deine Fragen u. Anmerkungen loswerden!

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016 (1999 - 2007 Paroxetin 20 mg)
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04.06.21 9 Kügelchen (ca. 2,7 mg)
Mein Thread: viewtopic.php?p=409341#p409341

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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Silvia68 »

Hallo Anna ....danke für deine schnelle Antwort .Ich habe ,hoffentlich, alles richtig aufgeschrieben .. mit den Medis Vitamine und Co.Wann darf ich den nächsten Schritt wagen?? Habe leider nur die Venlafaxin von Heumann... das heißt pro Kapsel 6 Pallets a 12,5 mg.Ich nehme sie ja eine retard morgens 75 mg und eine retard abends 75mg...habe jetzt angefangen aus der Abend Kapsel ein Pallet rauszuholen....ist es sinnvoll zuerst die Abend Kapsel auszuschleichen oder die Morgen Kapsel ??Sorry....für die 100000 Fragen....für mich ist es jetzt sehr schwer denn der Nikotinentzug war schon der Hammer und jetzt wieder ...ich bin richtig sauer auf die Ärzte
Nikotinentzug Februar 2016
Seit April 2016 37,5mg Venlafaxin
Ende April 2016 75 mg Venlafaxin
Juli 2016 morgens eine 75mg retard und Abend eine 37,5 mg normale Tablette Venlafaxin
Seit Dezember 2016 morgens 75mg retard und Abend 75 mg retard Venlafaxin
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Seit Juli 2016 morgens 2 hub Gynokadin gel abends 2 Kapseln Progestan
Seit Februar 2017 Vitamin D Mängel 13,6 Einnahme Vitamin D hochdosiert ,VitaminK Magnesium ,VitaminB Komplex Vitamin B fast bis keine Besserung :frust:
Seit 13 März 2017 ausschleichen Venlafaxin einen Pellet entfernt 12,5 mg Rest 137,5 mg
Symptome die gleichen während der ganzen Zeit wo ich das Medi genommen habe
Durchschlafstörungen,Gewichtszunahme,Stimmungsschwankungen,Sehstörungen,Müdigkeit,morgentief bis zum aufstehen dann besser ,
Ab 1.04.2017 Laune und Befinden richtig klasse
10.04.2017 Reduzierung Venlafaxin ein Pellet entfernt 12,5 mg von 137,5mg auf 125mg
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Annanas »

Hallo Silvia :) ,
danke für die Signatur - diese dann bitte immer aktualisieren, wenn du an der Medikation (egal welche) was änderst -
so haben wir dann ein Bild der Gesamtsituation.
Silvia68 hat geschrieben:Wann darf ich den nächsten Schritt wagen??
Wir empfehlen hier, alle 4 - 6 Wochen ca 5 - 10% der letzten Dosis auszuschleichen, damit etwaige
Entzugssymptome moderat ausfallen.
Silvia68 hat geschrieben:Habe leider nur die Venlafaxin von Heumann... das heißt pro Kapsel 6 Pallets a 12,5 mg.
Du müßtest versuchen, Venlafaxin eines anderen Herstellers zu bekommen (1APharma, Hexal, Winthrop oder auch neuraxpharm).
Diese Kapseln enthalten Minikügelchen, mit denen man jede gewünschte Dosierung hinbekommt.

12,5 mg sind jetzt bei deinem ersten Absetzschritt i.O. - 10% wären ja 15 mg, aber später, mit sinkender Dosis,
ist es wirklich ratsam, mit der 5 - 10% Methode zu arbeiten.
Silvia68 hat geschrieben:.habe jetzt angefangen aus der Abend Kapsel ein Pallet rauszuholen....ist es sinnvoll zuerst die Abend Kapsel auszuschleichen oder die Morgen Kapsel
Ich finde es schon sinnvoll, die Abenddosis zu verringern - Venlafaxin wirkt bei den meisten Menschen u. auch in der
Dosierung noch ziemlich antriebssteigernd.
Silvia68 hat geschrieben:für mich ist es jetzt sehr schwer denn der Nikotinentzug war schon der Hammer und jetzt wieder ...ich bin richtig sauer auf die Ärzte
Da kannst du dich bei uns mit einreihen, wir haben hinsichtlich des Absetzens fast alle, schlechte Erfahrungen mit
diversen Ärzten machen müssen.

Liebe Grüße von Anna
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Silvia68 »

Weiß hier einer bescheid ...ob ich den nikotinentzug vielleicht nicht geschafft ....oder innerlich mit angeschlossen...habe?
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Silvia68 »

Hallo liebe Foris....seit ich reduziert habe (ca.2-3 Tage) geht es mir irgendwie richtig schlecht .Ich habe bis ich aufstehe ein Morgéntief...danach bin ich irgendwie getrieben,müde und innere Unruhe.Irgendwelche komischen Ängste aber nicht bewußt ....es ist schwer zu erklären als wenn der Körper ein Eigenloben führt....ich Silvia möchte das es mir gutgeht und eigentlich bin ich glücklich aber natürlich nicht mit meinen befinden.Ich verstehe es ja selber nicht....dann kommen irgendwelche komischen Ängste hoch aber ich weiß nicht vor was ....es ist als wenn mein Körper mir was vorspielt.Ich sag ja...ich nehme venla jetzt seit einem Jahr und wenn ich hochrechne sind es vielleicht 3 Monate an Tagen wo es mir richtig gut ging.Aber vor meinen Rauchstopp ging es mir auch super . Seit dem gehts irgendwie abwärts....sind es Depressionen wenn ich eigentlich vom Kopf her glücklich bin....ich geh arbeiten liebendgerne shoppen zum Sport ...ich unternehme gerne viel egal in welcher Form aber diese körperlichen Beschwerden und dieses ewige an Depression denken macht mich verrückt .....warum denke ich immer und immer an Depressionen ??Ich denke immer und ich möchte manchmal meinen Kopf abdrehen damit ich nicht immer so ein Quatsch denke sondern mal was positives ....sind das die Nebenwirkungen von venla??
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Annanas »

Hallo Silvia :) ,
Silvia68 hat geschrieben:seit ich reduziert habe (ca.2-3 Tage) geht es mir irgendwie richtig schlecht .Ich habe bis ich aufstehe ein Morgéntief...danach bin ich irgendwie getrieben,müde und innere Unruhe.Irgendwelche komischen Ängste aber nicht bewußt ....es ist schwer zu erklären als wenn der Körper ein Eigenloben führt....ich Silvia möchte das es mir gutgeht und eigentlich bin ich glücklich aber natürlich nicht mit meinen befinden.Ich verstehe es ja selber nicht....dann kommen irgendwelche komischen Ängste hoch aber ich weiß nicht vor was ....es ist als wenn mein Körper mir was vorspielt.
Silvia, ich wollte dir vorher keine Angst machen - deswegen habe ich auch dazu nichts weiter geschrieben - außerdem kommen
manche Personen auch ohne großartige Symptomatik davon.
Was du gerade erlebst, sind Absetzsymptome - Venlafaxin hat eine relativ kurze Halbwertszeit (Zeit, in der die Hälfte des Wirkstoffes absorbiert bzw ausgeschieden wird) von ca. 5 h - deshalb können diese Symptome schon in den ersten Tagen nach der Reduktion auftreten.

Schau' bitte nochmal in den oben verlinkten Text (erste Hilfe beim Absetzen von AD), dieser enthält auch eine Absetzsymptomliste u.
auch die gute Erklärung, was bei Einnahme u. Absetzen passiert.
Es sind halt keine Kopfschmerztabletten - durch die Einnahme von Psychopharmaka baut sich das Gehirn mit vielen Regulatorien
um, um mit dem Wirkstoff zu funktionieren.
Jetzt beim Absetzen muß sich das quasi zurückbauen u. das verursacht die Symptome.

Meistens ist es so, daß, je kleiner man die Schritte wählt, die Symptomatik milder ausfällt.
Deshalb warnen wir immer vor einem zu großschrittigen Absetzen - das ist auch der Grund, warum du möglichst auf
Venlafaxin eines anderen Herstellers umsteigen müßtest.
Aber hatte ich ja schon geschrieben - dazu steht auch noch etwas im verlinkten Text.
Silvia68 hat geschrieben:.sind es Depressionen wenn ich eigentlich vom Kopf her glücklich bin.
Ich bin mir fast zu 100% sicher, daß du keine Depression hast - du hattest die NW vom Venlafaxin, dazu sicher auch
WJ-Symptome (Psychopharmaka greifen zusätzlich auch noch in den Hormonkreislauf ein) u. der Nikotinentzug hat da Einiges auf die Spitze getrieben.

Jetzt beim Absetzen können durchaus Symptome auftreten, die sich sogar wie eine depressive Störung anfühlen - ich
kenne das aus eigener Erfahrung.
Aber es ist keine Depression!!

Höre da auch auf dein Bauchgefühl, was dir zudem deutlich sagt, daß du keine Depression hast.

Liebe Silvia, ich möchte dir bitte nochmal nahelegen - den in meiner ersten Antwort verlinkten Thread ganz ruhig und
gründlich zu lesen - da erklärt sich Vieles, was dir jetzt passiert.

Wenn weitere Fragen auftauchen, kannst du sie gern hier stellen.

Liebe Grüße von Anna
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Jamie »

Hallo Silvia,

ich kenne mich mit Rauchen nicht aus, aber hier meine Sicht der Dinge, wenn du sie denn lesen magst :).

Wer lange Raucher war und dann aufhört - das ringt mir höchsten Respekt ab.
Allerdings ist vielen Menschen nicht bewusst, wie lange so ein Zigarettenentzug noch nachwirken an; es ist eine psychoaktive Substanz und sie hat zur Folge, dass sich im ZNS einiges umbaut. Dies muss sich jetzt alles erst mal umstellen. Das Gehirn muss lernen ohne Nikotin zu leben und muss sein Gleichgewicht suchen.

Dein Arzt hat dich mehr als schlecht beraten; ich bin mir sicher, du hättest niemals Venlafaxin wirklich gebraucht.
Ja, es gab vielleicht auch nicht so tolle Zustände nach dem Entzug, aber sicher keine, die psychopharmaka-bedürftig gewesen wären.

Und es ist lachhaft, dass Ärzte meinen, Entzüge müssten nach ein paar Wochen rum sein und die Symptome, die du hattest, könnten nix damit zu tun haben. Immerhin baut sich über Jahre das Gehirn um, wenn man jahrelang raucht; das ist bei Nikotin so, aber auch bei (illegalen oder legalen) Drogen bei Dauerkonsum; das ist ja selbst bei Betablockern (da baut sich was am Herz um), Magensäureblockern (PPI) (da baut sich was am Magen um) und Schmerzmitteln (da baut sich was im ZNS um) der Fall! Unbegreiflich, dass dieses Wissen nicht bekannt ist.

Was du jetzt hast, das sind vermutlich Absetzsymptome. Welche Hormone nimmst du? Die können auch mit reinspielen.
Entweder du wartest jetzt ein paar Tage zu und beobachtest, oder aber du machst den Absetzschritt rückgängig und dosierst wieder auf, zB 5mg.
Können wir alles noch in Ruhe erörtern.

Und nein, ich glaube nicht, dass du mit dem Entzug nicht klar kamst oder so! Meines Erachtens liegt das Hauptproblem beim Venlafaxin.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Silvia68 »

Hallo ihr Lieben.....danke für eure tollen Antworten .Ich habe tierisch Angst vor Depressionen und genau die würde mir vor 10 Monaten angedichtet .Es kann ja sein das es eine leichte Depression war schon allein vom Entzug her aber das letzte Jahr war unheimlich grausam ....der Entzug war richtig schlimm und ich war nach einem Jahr so unheimlich stolz es geschafft zu haben weil ich dachte jetzt kannst du endlich mal glücklich sein.Aber ich glaube das ich alleine von meiner Denkweise schon viel negatives ins Rollen bringe.Anstatt sich mal mit schönen Sachen befassen ...nein....nur das negative und das solange bis es mir schlecht geht.Ich bin richtig sauer auf mich.....weil ich mich selber runterziehe.Ich bin unheimlich Entzugmüde......es ist so anstrengend .Mein Gynäkologe hat mir folgendes verschrieben morgens 2 Hub Gynokadin und abends 2 Kapseln Progestan ( Östrogen und Progesteron).Ja...die Thematik Nikotinsucht wird genauso verheimlicht wie das der Antidepressiva ....alles was Geld bringt.Mein HA wollte mir nach sage und schreibe 4 Monaten (!) noch nachträglich Nikotinpflastern verschreiben weil ich so gelitten habe....boah ....habe dankend abgelehnt .
Nikotinentzug Februar 2016
Seit April 2016 37,5mg Venlafaxin
Ende April 2016 75 mg Venlafaxin
Juli 2016 morgens eine 75mg retard und Abend eine 37,5 mg normale Tablette Venlafaxin
Seit Dezember 2016 morgens 75mg retard und Abend 75 mg retard Venlafaxin
Seit Juli 2016 Hormone getestet Gynäkologe Östrogen und Progesteronwerte im Keller
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Annanas »

Hallo Silvia :) ,
Silvia68 hat geschrieben:Ich habe tierisch Angst vor Depressionen und genau die würde mir vor 10 Monaten angedichtet .Es kann ja sein das es eine leichte Depression war schon allein vom Entzug her
Ich denke immer noch nicht, daß der Entzug die Ursache war - sondern dein(e) Hormondysbalance/-mangel - dadurch
war dein Nervensystem schon in Mitleidenschaft gezogen und dann der Nikotinentzug obendrauf. :o

Aber im Grunde genommen ist das ja jetzt egal, ärgerlich u. traurig ist halt nur, daß du ein AD übergebügelt
bekommen hast.... :evil: u. jetzt diesen Entzug durchstehen mußt!

Aber wie schon geschrieben, ich bin mir relativ sicher, daß du nicht unter einer Depression gelitten hast u.
wenn eine depressive Stimmung aufkam, dann war die Ursache: s.o.!
Es hätte also kein AD gegeben werden müssen - bin mir fast sicher, wäre der Hormonmangel damals schon festgestellt worden
u. du hättest die Substitution durchgeführt, die du jetzt machst, wäre das Ganze nicht so ausgeufert.

Aber gut, die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern u. da jetzt ewig drüber nachzudenken mit hätte, wenn, wäre -
zieht nur runter!! :cry:
Silvia68 hat geschrieben:Aber ich glaube das ich alleine von meiner Denkweise schon viel negatives ins Rollen bringe.Anstatt sich mal mit schönen Sachen befassen ...nein....nur das negative und das solange bis es mir schlecht geht.Ich bin richtig sauer auf mich.....weil ich mich selber runterziehe.Ich bin unheimlich Entzugmüde......es ist so anstrengend
Da mußt du versuchen, daran zu arbeiten - immer, wenn negative Gedanken aufkommen, stop sagen, sich ablenken, an schöne
Dinge denken - ich weiß, daß das nicht immer klappt - aber es ist echt eine Übungssache - ich muß mir das hin und wieder
auch sagen - gerade dann, wenn meine Ärztewut wieder hochkocht!!

Aber es ändert ja nichts, sondern die Symptome verstärken sich nur und es geht einem schlechter.....!

Silvia, das wirst du schaffen, aber es kann wirklich etwas holprig werden, das Venlafaxin abzusetzen.
Aber vergiß' nie, daß du keine Depression hast, auch wenn es sich manchmal so anfühlen sollte.....!

Liebe Grüße von Anna
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Silvia68 »

Hallo ihr Lieben ....ich muss mal wieder nerven .Ich kann seit dem reduzieren vor 11 Tagen an nichts anderes mehr denken als an Venlafaxin ,den Entzug und diese unendliche Angst davor.Ich denke das es mir deswegen auch schlecht geht....es geht im Moment nicht positiv und das schon bei der kleinsten Reduktion von 12,5 mg ... ist das normal??Auch die traurige Grundstimmung . ..so leicht ???Ich habe mich so über dieses neue Jahr gefreut nachdem das letzte Jahr durch mein zigarettenentzug ins Wasser gefallen ist und jetzt gehts schon wieder los.....muss ich diesen jetzigen Zustand ertragen oder kommen zwischendurch auch mal schöne Tage ?lg
Nikotinentzug Februar 2016
Seit April 2016 37,5mg Venlafaxin
Ende April 2016 75 mg Venlafaxin
Juli 2016 morgens eine 75mg retard und Abend eine 37,5 mg normale Tablette Venlafaxin
Seit Dezember 2016 morgens 75mg retard und Abend 75 mg retard Venlafaxin
Seit Juli 2016 Hormone getestet Gynäkologe Östrogen und Progesteronwerte im Keller
Seit Juli 2016 morgens 2 hub Gynokadin gel abends 2 Kapseln Progestan
Seit Februar 2017 Vitamin D Mängel 13,6 Einnahme Vitamin D hochdosiert ,VitaminK Magnesium ,VitaminB Komplex Vitamin B fast bis keine Besserung :frust:
Seit 13 März 2017 ausschleichen Venlafaxin einen Pellet entfernt 12,5 mg Rest 137,5 mg
Symptome die gleichen während der ganzen Zeit wo ich das Medi genommen habe
Durchschlafstörungen,Gewichtszunahme,Stimmungsschwankungen,Sehstörungen,Müdigkeit,morgentief bis zum aufstehen dann besser ,
Ab 1.04.2017 Laune und Befinden richtig klasse
10.04.2017 Reduzierung Venlafaxin ein Pellet entfernt 12,5 mg von 137,5mg auf 125mg
padma
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von padma »

hallo Silvia, :)

auch kleine Reduktionen können Entzugssymptome auslösen. Bei dir könnte die Entzugsangst Entzugssymptome zusätzlich triggern.
Ich denke, dass für dich kleinere Reduktionsschritte besser wären. Ich denke, es wäre gut, wenn du leicht aufdosieren würdest. Da du nur diese grossen Pellets hast, ginge nur um ein halbes Pellet. Das ist zwar wegen der Retardierung nicht so gut, wäre aber wohl vertretbar, da du noch genug ganze Pellets nimmst.

Beim Entzug lassen sich manchmal Entzugssymptome nicht völlig vermeiden, aber es sollte dir nicht durchgehend schlecht gehen.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt

Nach Quasi - Kaltentzug Wiedereindosierung und im :schnecke: Tempo ausgeschlichen; seit 1.1.2020 auf 0 :party2:
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Lisamarie »

Hallo Silvia, das ist nicht gut das du so negativ denkst, das zieht dich nur noch mehr runter. Setz das Venlafaxin kleinschrittiger ab , halbier ein Pellett nochmals aber klar kann es zu Entzugssymthomen kommen , aber man hat immer noch die Möglichkeit wieder aufzudosieren wenn es zu schlimm wird. Ich bin inzwischen ein alter Hase im Ausschleichen , sicher gibt es auch schlechte Tage, aber insgesamt bleib ich alltagstauglich, gehe arbeiten wupp meinen großen Haushalt , auch ich hatte Panik am Anfang weil ich nicht wusste was auf mich zukam.

Aber es ist nicht so schlimm gekommen wie ich mir zu Anfang ausgemalt hab. Ich lebe soweit es geht ganz normal. Bitte mach dir nicht soviele Sorgen, klar sind da auch schöne Tage drin, warum nicht ? Das Leben ist ja nicht vorbei wenn man anfängt abzusetzen. Denk an was schönes, gönn dir was was dir gut tut, Spaziergang, Badewanne Freunde treffen.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

[spoil]Dosis vor dem 13.03.14 6,5 Tabletten a 15 mg 97,5 Ozapepam ca. 49 Diazepam
Seit dem 13.03 . Auf 6 runterdosiert 90 Ozapepam entspricht ca. 44 Diazepam dann bis zum 4.7 linar ohne große Probleme bis auf 60 Oxazepam (ca. 30 Diazepam )abgesetzt alle 4 Wochen 10%
04.07 auf 4. reduziert. 60. Oxazepam entspricht ca. 30. Diazepam
30.07 auf 3.75 reduziert 56,25. Oxazepam entspricht ca. 28.13 Diazepam
10.09 zu Mikrotapering entschlossen , ein Krümmelchen abgesetzt.
Bis zum 22.10. Krümmelweise abgesetzt ungefähr jetzt bei 28 mg Diazepam
01.11 einen weiteren Krümmel abgesetzt...

1.12einen weiteren Krümmel abgesetzt ca.26 mg Diazepam (umgerechnet) bis zum 30.12. auf ungefähr 22 .5 mg.
24.01 einen Krümmel weniger
14.02 weiterer Krümmel Abgesetzt ungefähr bei 22 mg Diazepam
20.04 10% abgesetzt
08.06. weiteren Krümmel
15.06 weiteren Krümmel
06.07. weiterer Krümmel
22.07. 1 ml abgesetzt 0,25 Wirkstoff ungefähr auf 18 mg Diazepam
Drei erneute Absetzversuche gescheitert. 1 mg erhöht.
25.09 1ml abgesetzt 0,25 mg
13.10 1 ml abgesetzt unglaubliche 0,25 mg :schnecke:
13.11 1ml 0,25 mg = 18,5 mg
25.11 2,5 mg = 16 mg Diazepam
11.12 1 mg abgesetzt jetzt auf ungef. 15 mg :o
13.01. bis 21.06.16 in 0,25 mg Schritten runter auf 12,5 mg

29.08.16 1 ml weniger 0,25 mg 12,25 mg Diazepam
20.09.16 1 ml weniger 0,25 mg. 12 mg Diazepam
10.10.16 - 0,25 mg. 11,75 mg Diazepam
20.10.16. -0,25 mg. 11,5. mg Diazepam
10.11.16. -0,25 mg. 11,25. mg Diazepam
22.11.16. -0,25 mg 11 mg Diazepam
12.12.16. -0,25 mg. 10,75. mg Diazepam
31.12.16 -0,25 mg 10,5 mg Diazepam das erste mal keine Entzugsymthome
13.1. 17 -0,5 mg 10 mg Diazepam yippy 40 mg Abgesetzt
8.3.17 -0,25 mg 9.75 mg Diazepam
14.4.17. -0,25 mg. 9,5 mg
3.5. 17 -0,25 mg 9,25 mg
16.7.17. -0,25 mg 9 mg
12.8.17. -0,25 mg 8,75
12.9.17. 8,5 mg
25.10.17 - 0,25 mg 8.25 mg
31.11. 8. mg
26.01.18. – 0,5 mg. 7,5 mg
02.03.18 5 mg
28.8. 18. 4;75 mg
27.11.18 Schrittweise abdosieren bis. 4 mg
16.01.19. 3.5 mg
27.02.19. 3 mg
29.03. 2,5 mg
25.6. 1,5 mg
Seit Mitte November auf 0.
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Annanas »

Hallo Silvia und Petra :) :) ,
Lisamarie hat geschrieben: Setz das Venlafaxin kleinschrittiger ab , halbier ein Pellett nochmals
Das Venlafaxin kannst du kleinschrittiger absetzen, damit müßten dann evtl auch die Symptome
moderater ausfallen.

Aber bitte nicht das Pellet teilen - diese sind retardiert u. dürfen nicht halbiert werden,
weil sonst die Retardierung zerstört wird.

Silvia, du müßtest dir dann höchstens schneller Venlafaxin von einem anderen Hersteller verschreiben
lassen (hexal, winthrop, 1APharma oder auch neuraxpharm), diese enthalten die Minikügelchen mit
denen man jede gewünschte Dosierung berechnen kann.

Dein Arzt müßte dann das "aut idem" Kästchen ankreuzen, damit du auch das Venlafaxin des,
auf dem Rezept genannten, Herstellers bekommst - ansonsten dürfen die Apotheken gem. ihren
Rabattverträgen rausgeben.

Lieben Gruß von Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016 (1999 - 2007 Paroxetin 20 mg)
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04.06.21 9 Kügelchen (ca. 2,7 mg)
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Jamie
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Jamie »

Hallo, :)

ja und nein zum Pellet teilen (ha ha, hier kommt die dritte Meinung dazu :P ).

Prinzipiell hat Annanas auf jeden Fall Recht - keine retardierten Pellets teilen.
Aber: angenommen du hast ne Kapsel und da sind (willkürliche Zahl) 6 Pellets drin, eins nimmst du raus (macht 5) und dann halbierst du noch eins, sind 4,5 Pellets - dann wirken 4 Pellets noch exakt so, wie sie sollen (mit Retardierung)- nur das halbe flutet evtl. schneller an.
Ich denke, das ist u. U. noch tolerabel, da ja der Hauptteil der Retardierung aufrecht erhalten bleibt.

Nichtsdestotrotz sollte bald auf ein Präparat mit vielen Kügelchen gewechselt werden.

Grüße
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Guennie »

Hallo Silvia,
ich habe im Mai 2016 wegen einem Herzinfakt mit 49 Jahren auch nach über 30 Jhren aufgehört zu rauchen, ich hatte es vorher schon einige male erfolglos pobiert, aber dieses Erlebnis hat mich geprägt dass ich schon 10 Monate um habe, ohne jedlichen Suchtdruck !!!! Bei meinen ADs ist es aber genau umgekehrt, da spüre ich jedes Gramm - merkwürdig wie Menschen gestickt sind - Ich ollte dir viel Glück und Erfolg für dein Vorhaben wünschen, und werde es hier weiterveffolgen - es sind sehr kompetenteModeratoren vom Tema hier -

glg
Günnie
2004 schweren Depressionen mit stationärer Psychiatrie
medis: Lorazepam (Tavor) verschiedene ADs und Schlafmittel -
2004 - Lorazepam (Tavor) kalter Entzug in Entzugsklinik Köln (Hammer)
2005 - 2010 Cymbalta (Duloxetin) 60 mg
2010 - November 2016 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg
Mai 2016 - Herzinfakt mit 49 Jahren - Herzmedis mit Blutverdünner, Beta Blocker (2 Stands)
September 2016 Heilfasten für 10 Tage ohne medis (scheiß Idee)
September 2016 glaube Cymbalta greift nicht mehr, darum Opipramol einschleichen wegen Schlaf (Hausarzt)
November 2016 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg morgens und Opipramol 50-50-100
2016 mein Neurologe so Krank dass er auf Rente geht. Einen neuen zu finden wird nicht ganz einfach, daher erst einmal zusammen mit Hausarzt und Internet
Dezember 2016 - Cymbalta (Duloxetin) in 4 Wochen ausgeschlichen (30 mg in 30 Tagen) um etwas anderes zu probieren ( 5 Htp, dazu muß aber Cymbalta einige Zeit aus dem Körper sein wegen Gefahr eines Serotoninsyndroms)
Januar 2017 - nur Herz medis - denke es geht langsam wieder Berg auf und will schon im Februar 2017 mit 5 Htp anfangen, dazu kommt es aber nicht mehr (alles nur mit Hausarzt und Internet, ohne Neurologe oder Psychiater)
Februar 2017 - Zusammenbruch wahrscheinlich durch Ansetzsyntome wie innerer Unruhe, panische Angst, Konzentrationsschwäche, Zittern, kalter Schweiß auf Kopf und Nacken, Schlafprobleme Verdauungsstörungen (bin aber zu Hause)
08.02.2017: wegen vermutlicher starker Absetzsyntome morgens wieder 30 mg Cymbalta und Opripamol 50 mg-50 mg -100 mg
09.02.2017: Morgens 30 mg Cymbalta - (nach Austausch im Forum geändert)
Anmeldung auf Forum adfd :-)
dadurch abends Opripramol neu auf 25 mg
11.02.2017 Cymbalta neu auf 7,5 mg am 15.02.2017 Cymbalta neu auf 15 mg
16.02.2017 Cymbalta (Duloxetin) 30 mg morgens
16.02.2017 Opipramol 25 mg/25 mg/100 mg
16.02.2017 Zolpidem 10 mg nachts
06.03.2017 Zolpidem auf 5 mg um es abzusetzen
07.03.2017 Zolpidem nachts um 4.Uhr wieder auf 10 mg (heftige Entzugserscheinungen)
08.03.2017 mit Wassermethode Zolpidem runerdosieren nach Rat Forum jeden Tag 0,5 mg
10.03.2017 nichts ging mehr Hausarzt mit Bromozepan 3mg/6mg angefangen dafür Opripramol/Zolpidem abgesetzt
11.03.2017 soll lt. Hausarzt 3mg/3mg/6mg Bromozepan und 30 mg Cymbalta
14.03.2017 - 0mg/0mg/6mg Bromozepan abends und 30 mg Cymbalta morgens
16.03.2017 - nach Besuch beim Psychiater Cymbalta auf 60 mg - 6mg Bromozepan
22.03.2017 die 6 mg Bromazepan jeden Tag um 0,6 mg runterzudosieren,
31.03.2017 - Bromezapan auf 0 mg (Zolpidem auf 0 und Opipramol auf 0)
09.04.2017 wegen unerträglicher Unruhe nachts um 0.30 Uhr 3 mg Bromezapan
10.04.0217 Bromezapan 3/3/6 mg
seit 11.04.2017 wieder Bromazepan abends 22 Uhr 6 mg - tagsüber kein Bromazepan
seit 21.05.2017 wieder am Runterdosieren auf abends 22 Uhr 5 mg
am 28.05.2017 runterdosiert auf 4 mg
am 04.06.2017 runterdosiert auf 3 mg
am 17.06.2017 runterdosiert auf 2 mg
am 29.06.2017 runterdosiert auf 1 mg
am 19.07.2017 dosiert auf 2x 0,7 mg = 1,4 mg
am 20.07.2017 dosiert auf 2x 0,5 mg = 1,0 mg
am 28.07.2017 dosiert auf 2x 0,37 mg = 0,74 mg
Diabetis Typ 2 festgestellt am 3.08.2017
am 05.08.2017 dosiert auf 2x 0,25 mg = 0,50 mg
am 14.08.2017 dosiert auf 1x 0,25 mg abends
am 21.08.2ß17 einmalig 2x 1,5 mg (Rückschlag)
am 22.08.2017 wieder auf 1x 0,5 mg Bromazepam
seit 27.08.2017 auf 0,0 mg Bromazepam
Silvia68
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Silvia68 »

Hallo ihr Lieben,Danke euch für die tollen Antworten aber im Moment bin ich wirklich verzweifelt .Ich habe im Moment viele private Probleme (meine beiden Mädchen werden 1. in der Schule gemobbt und die andere auf der Arbeit ....sie sind wie ich zu gut für diese Welt ) und früher konnte ich meine Probleme wegrauchen was jetzt ja nunmal wegfällt .Dazu noch die Tiefs puuuh es ist anstrengend und eigentlich könnte das Leben doch so schön sein.Ich habe mich eigentlich seit einem Jahr richtig positiv verändert und ich habe Angst das es nicht wieder besser wird.Mein nächstes Ziel ist eigentlich das m.istzeug abzusetzen und wieder ein normales und mal hoffentlich besseres Leben zu führen aber wie verliere ich die Angst ??Der erste Entzug war schon so hart und nervenaufreibend und psychisch absolut das letzte deswegen meine Angst vor diesen Entzug .....ich wünsche euch einen schönen sonnigen Tag
Nikotinentzug Februar 2016
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Annanas »

Liebe Silvia :) ,
Silvia68 hat geschrieben:Ich habe im Moment viele private Probleme (meine beiden Mädchen werden 1. in der Schule gemobbt und die andere auf der Arbeit ..
Das ist natürlich ganz, ganz schlimm, das kann ich mir vorstellen u. daß dir das enormen Stress bringt, ist mehr als
verständlich.
Silvia68 hat geschrieben:Ich habe mich eigentlich seit einem Jahr richtig positiv verändert und ich habe Angst das es nicht wieder besser wird.
Geh diesen Weg weiter, Silvia, da wird sich insgesamt auch durch den Entzug nichts ändern.
Im Gegenteil, ich denke, dir wird es wieder gut gehen - wenn du das Medikament los bist.

Ich setze auch Venlafaxin ab, allerdings noch von einer höheren Dosis (ursprünglich 225 mg - bin jetzt bei 37,5 mg) und nehme
es schon (leider) seit 2007.
Daher kann ich dir sagen, daß Psychopharmaka auch sehr die Persönlichkeit verändern können, man wird in seinen Emotionen
gedämpft u. ich habe unter der hohen Dosis Dinge getan (z.B. hatte ich zeitweise einen Kaufrausch entwickelt :( ), die
mir überhaupt nicht entsprachen.
Jetzt, wo ich mit der Dosis langsam runterkomme, geht es mir psychisch sehr viel besser u. ich werde wieder ich!!!

Natürlich kann es in den Reduktionsphasen zu Symptomen kommen, aber die verschwinden auch wieder u. wenn man die
Reduktionsschritte entsprechend klein wählt u. die Stabilisierungsphasen dazwischen einhält, ist das Absetzen
zu schaffen.
Silvia68 hat geschrieben:Mein nächstes Ziel ist eigentlich das m.istzeug abzusetzen und wieder ein normales und mal hoffentlich besseres Leben zu führen
Das wirst du auch schaffen, nur leider nicht von heute auf morgen. Es braucht Zeit u. Geduld, damit es dir eben beim Absetzen
nicht schlecht geht.
Würde man das Medikament abrupt absetzen, kann es zu fürchterlich starker Symptomatik führen (ich übertreibe hier nicht,
muß aber dazu sagen, daß manche Menschen so absetzen können - nur weiß man vorher nicht, ob man dazu gehört) und
dazu noch sehr lange andauern.

Deshalb unser hier empfohlener Weg der 5 - 10%- Methode.
Silvia68 hat geschrieben:aber wie verliere ich die Angst
Einfach mit dem Absetzen anfangen - das hast du doch schon getan???!!

Wie ergeht es dir aktuell eigentlich mit der Reduktion der 12,5 mg??

Liebe Grüße und dir auch ein sonniges WE, wünscht Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016 (1999 - 2007 Paroxetin 20 mg)
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04.06.21 9 Kügelchen (ca. 2,7 mg)
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von Silvia68 »

Hallo liebe Anna.. vielen Dank für deine tollen Zeilen ,das macht mir richtig Mut .Dieses Forum mit euch ist wirklich ganz große Klasse denn man ist mit seinem Problem nicht mehr alleine.
Ich muss sagen nach einem anfänglichen Tief heute morgen ging es mir tagsüber richtig klasse außer etwas Schwindel und Kopfschmerzen aber ich denke das das wohl am Wetter lag .Wenn es so bleibt oder zwischendurch mal ein paar Tage ( Wochen wäre mir lieber ) so toll ist wie heute das wäre schön klasse .Was mir nur ein bißchen sorgen macht ist der Punkt mit den Rezeptoren .Mein Gehirn hatte ja nach rauchstop nicht die Möglichkeit alle überflüssigen Rezeptoren zurück zu bauen weil ich ja nach zwei Monaten schon ein AD bekommen habe.Und jetzt werden genau diese überflüssigen Synapsen wieder mit dem AD beglückt . Was ist denn jetzt beim ausschleichen ??Lg
Nikotinentzug Februar 2016
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Re: Zigaretten Entzug / Venlafaxin

Beitrag von carlotta »

Hallo Silvia,

schön, dass es Dir besser geht! Solche Momente braucht man. :)

Wegen der Rezeptoren: Wenn man PP langsam genug reduziert, hat der Körper ausreichend Spielraum, um die Neurochemie wieder entsprechend anzupassen, d. h. auch die Rezeptorenlandschaft entsprechend umzubauen. Deswegen ist es so wichtig, das Reduktionstempo den körperlichen Reaktionen anzupassen und achtsam vorzugehen. :schnecke:

Liebe Grüße :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)


[spoil]Kurzabriss Verlauf:
viewtopic.php?f=18&start=140&t=12787&si ... fb#p266609
Seitdem nur unwesentlich mit dem Reduzieren weitergekommen, da längere Absetzpause.[/spoil]
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